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Re: Ist ja nur Geld

geschrieben von: Jay

Datum: 19.02.21 12:57

nozomi07 schrieb:
def schrieb:
Doch, der Umstand, dass verschiedene Projekte natürlich um Ressourcen (Geld, Planungskapazitäten) konkurrieren - innerhalb Berlins sowieso, aber auch deutschlandweit bei Bundesförderungen.
Es ist eine klassische Killerphrase. Im Zweifelsfall kommt dann, das Geld sei für Kindergärten und Schulen besser ausgegeben. Schließlich bliebe noch der Hunger auf der Welt. So lässt sich jedes ÖV-Projekt beerdigen.

Genau deshalb gibts doch die NKU. Man mag sie im Detail kritisieren, aber als Werkzeug ist sie sinnvoll. Und wenn sie einen Wert deutlich über 1 liefert, warum solle man ein Projekt dann nicht bauen.

Ich staune einfach, wie überhitzt und emotional geladen solche Debatten in Berlin geführt werden. Das hat ja schon fast was von Konfessionskriegen. Wo man eine U-Bahn baut, sollte eine schlichte Sachfrage sein.

Du scheinst nach wie vor das eigentliche Problem nicht zu erkennen. An den Stellen, wo es im ÖPNV/SPNV in Berlin hakt, geht es entweder gar nicht oder allenfalls schleppend voran. Aber ständig kommt irgendwo jemand mit einem tollen U-Bahn-Projekt um die Ecke, das in der aktuellen Situation in die Kategorie "Nice to have" fällt. Das Notwendige bleibt aber seit Jahren auf der Strecke. Also völlig verständlich, dass es bei diesem stetigen Störfeuer emotional wird.

Nun wurden entgegen der Koalitionsvereinbarung über den Umweg Nahverkehrsplan für vier völlig willkürlich ausgewählte U-Bahn-Projekte Machbarkeitsstudien durchgeführt, wofür Personal genutzt wurde, das sich eigentlich mit anderen Dingen beschäftigen soll. Mit knapp 1 Jahr Verspätung, aber noch rechtzeitig vor der Wahl, wurden nun jene vier Projekte einem Ranking unterzogen, weil die Personaldecke (und die finanziellen Mittel) für die gewünschte NKU vorne und hinten nicht reicht. Und dabei ist die U8 ins MV schlichtweg rausgefallen.

Zu Beginn der Legislaturperiode gab es beim Senat ganze 3 Planerstellen für die zahlreichen Straßenbahnprojekte, wovon effektiv nur eine besetzt war. Jener Mitarbeiter wechselte dann auch noch zur BVG. Von der inzwischen auf 8 angewachsenen Stellenzahl konnten in 4 Jahren nur 5 besetzt werden. 3 sind nach wie vor offen. Für die NKU müssten zwei weitere Stellen geschaffen werden, dann hätten wir also 5 zu besetzende Stellen. Wer glaubt, dass die NKU da nicht zu Lasten anderer Projekte geht, dem ist wirklich nicht zu helfen.

Und zur sonstigen Bilanz:
WiSta II ist aktuell als einzige Strecke im Bau und soll im Herbst in Betrieb gehen - selbst bei dieser einfachen Strecke gabe es deutliche Verzögerungen
Ostkreuz: Die Bearbeitung der Einwendungen dauerte dermaßen lange, dass die TAB nun ein neues Schall- und Erschütterungsgutachten verlangt, weil die Betroffenheiten nicht mehr ausreichend abgedeckt sind. Das erfordert eine Neuauslegung und erneute Beteiligung. Dass hier Einwendungen per Serienbrief erfolgt sind, war vorab bekannt, es wurde aber nichts getan, um eine schnelle Abarbeitung zu sichern.
Turmstraße I: Trotz aller Einwendungen im gesamten Prozessablauf wurde nur ein 10-Minuten-Takt angesetzt. Irgendwann schwenkte man dann erfreulicherweise doch auf den 5er-Takt um, reichte aber unzureichende Unterlagen zum Schall- und Erschütterungsschutz ein. Folge war auch hier eine deutliche Verzögerung mit Neuauslegung & Co. Auch dieses Projekt wäre eigentlich ein Selbstläufer gewesen, die Einwendungen lagen im niedrigen zweistelligen Bereich. Immerhin liegt inzwischen endlich der Planfeststellungsbeschluss vor und der Baubeginn soll im Sommer erfolgen.

Diese Verzögerungen gibt es durch die Bank bei allen Projekten. Keins ist mehr im ursprünglich gesetzten Zeitrahmen. Auch die wichtigen Projekte im Rahmen von i2030 drehen ihre Prüfschleifen, weil viel zu viele Varianten viel zu tiefgründig geprüft werden müssen - die Politik will hier keine Entscheidung treffen und hat teils konträre Vorstellungen, die die Planer nun "objektiv" lösen sollen.

Bei der S21 als Tunnelprojekt im Innenstadtbereich blockierte jahrelang Herr Kubicki mit seinem Bau-Gremium aus der Angst heraus "gekölnt" zu werden mit der irrwitzigen Forderung, dass die Tunnel so weit weg liegen müssten, dass bei einem völlig unwahrscheinlichen Kompletteinsturz der Schildtunnelröhre der folgende Einsturztrichter vor dem Fundament des Reichstagsgebäudes endet. Auch hier wird von der Bahn ein irrsinniger Aufwand getrieben und verschiedenste Varianten in einer Detailtiefe untersucht, die in etwa der Genehmigungsplanung entspricht.

In dieser Stadt wedelt so dermaßen der Schwanz mit dem Hund, dass selbst einfachste Projekte jahrelang verzögert werden. Das betrifft genauso des Tagesgeschäft, wie die Anordnung & Ausweisung neuer Bussonderfahrstreifen oder die Anpassung von Signalprogrammen (Ampeln). Also natürlich wird es emotional, wenn es zur nächsten Ziehung im U-Bahn-Bingo kommt, während es bereits beim Pflichtprogramm massiv hängt!

Re: Ist ja nur Geld

geschrieben von: 103612

Datum: 19.02.21 14:20

Jay schrieb:
Du scheinst nach wie vor das eigentliche Problem nicht zu erkennen. An den Stellen, wo es im ÖPNV/SPNV in Berlin hakt, geht es entweder gar nicht oder allenfalls schleppend voran. Aber ständig kommt irgendwo jemand mit einem tollen U-Bahn-Projekt um die Ecke, das in der aktuellen Situation in die Kategorie "Nice to have" fällt. Das Notwendige bleibt aber seit Jahren auf der Strecke. Also völlig verständlich, dass es bei diesem stetigen Störfeuer emotional wird.

Nun wurden entgegen der Koalitionsvereinbarung über den Umweg Nahverkehrsplan für vier völlig willkürlich ausgewählte U-Bahn-Projekte Machbarkeitsstudien durchgeführt, wofür Personal genutzt wurde, das sich eigentlich mit anderen Dingen beschäftigen soll. Mit knapp 1 Jahr Verspätung, aber noch rechtzeitig vor der Wahl, wurden nun jene vier Projekte einem Ranking unterzogen, weil die Personaldecke (und die finanziellen Mittel) für die gewünschte NKU vorne und hinten nicht reicht. Und dabei ist die U8 ins MV schlichtweg rausgefallen.

Zu Beginn der Legislaturperiode gab es beim Senat ganze 3 Planerstellen für die zahlreichen Straßenbahnprojekte, wovon effektiv nur eine besetzt war. Jener Mitarbeiter wechselte dann auch noch zur BVG. Von der inzwischen auf 8 angewachsenen Stellenzahl konnten in 4 Jahren nur 5 besetzt werden. 3 sind nach wie vor offen. Für die NKU müssten zwei weitere Stellen geschaffen werden, dann hätten wir also 5 zu besetzende Stellen. Wer glaubt, dass die NKU da nicht zu Lasten anderer Projekte geht, dem ist wirklich nicht zu helfen.
Du beschreibts das Problem, aber ziehst die falschen Schlüsse!

Wenn zu wenig Personal da ist um die ganzen Planungen zu betreuen, kann doch nicht die Folge daraus sein einfach nichts mehr zu planen.
Stattdessen muss Berlin genügend Leute einstellen, um die erforderlichen Planungen alle zeitgerecht und in der nötigen Tiefe abzuschließen.
Abteil schrieb:
Hallo!

Die Verlängerung der Berliner U7 an beiden Streckenenden macht einen großen Schritt nach vorne und wird nun konkret untersucht. Auch die U3-Verlängerung macht einen kleinen Schritt und findet eine Mehrheit von Grün über SPD und CDU bis zur FDP. Schlecht steht es hingegen um die Planungen der U6 und der U8.

Einigung in der rot-rot-grünen Koalition: Der Senat lässt den Ausbau der U-Bahnlinie 7 konkret prüfen.

Der Berliner Senat hat beschlossen, sofort mit einer Nutzen-Kosten-Analyse (NKU) für den Ausbau der U7 zu beginnen. Darauf einigten sich SPD, Grüne und Linke am Dienstag bei einer Sitzung des Senats, wie der Tagesspiegel von Teilnehmern erfuhr.
Die Analyse dürfte rund zwei Jahre dauern. Dann entscheidet sich auch, ob sich der Bund an den Kosten für den U-Bahn-Ausbau beteiligen kann. Bis zu 80 Prozent der Kosten der U7-Verlängerung könnten dann übernommen werden.
Die Veranlassung der NKU sei ein „wesentlicher Schritt“ in Richtung des Ausbaus der U-Bahnlinie, hieß es von Teilnehmern der Sitzung. Trotz Bedenken hätte sich auch die Linkspartei dem gemeinsamen Plan gefügt.

Laut einer Machbarkeitsuntersuchung der Verkehrsverwaltung würde die bevorzugte Trassenvariante der U7-Verlängerung vom Rathaus Spandau zur Heerstraße 4,26 Kilometer lang werden, fünf neue Stationen umfassen und 578 Millionen Euro kosten.

Am anderen Ende ginge es von Rudow aus um 8,56 Kilometer neue Strecke mit sieben Stationen bis zum Flughafen BER. Geschätzte Kosten: 704 Millionen Euro, von denen Brandenburg aber den größten Teil stemmen müsste.
[www.tagesspiegel.de]

Senatorin Günther für Verlängerung der U3

Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther befürwortet neben dem Ausbau der U-Bahn-Linie 7 auch eine Verlängerung der U3 im Südwesten. Das machte die Grünen-Politikerin am Dienstag nach einer Senatssitzung deutlich. ««Ich denke, wir sollten bei der U3 überlegen, wie wir da sehr schnell in eine Realisierung kommen. Wie genau das aussehen kann, wird jetzt noch erarbeitet.» Voraussichtlich bis Ende März werde sie dazu eine Vorlage einbringen. Konkret geht es um die U3-Verlängerung von Krumme Lanke zum S-Bahnhof Mexikoplatz. Das sind 600 bis 700 Meter.
[www.berlin.de]

Vorerst zurückgestellt werden soll demnach die Streckenerweiterung der U8 ins Märkische Viertel. Statt eines Abzweigs der U6 zur Urban Tech Republic auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel plädiert Günther dort für eine Tram-Anbindung.
[www.msn.com]

Viele Grüße
Abteil
Wie kommen die denn auf so große Probleme bei der 6 zur UrbanTechRepublic?

Hinter dem Kurt-Schumacher-Platz liegen unter der Rampe 2 Wendegleise im Boden. Die kann man doch einfach unter das Flugfeld Tegel verlängern. Na klar, müsste dazu die U6 vielleicht für 6-12 Monat pausieren, aber danach wäre doch die gesamte Strecke ziemlcih leicht im Tagebau zu machen.
103612 schrieb:
Wie kommen die denn auf so große Probleme bei der 6 zur UrbanTechRepublic?

Hinter dem Kurt-Schumacher-Platz liegen unter der Rampe 2 Wendegleise im Boden. Die kann man doch einfach unter das Flugfeld Tegel verlängern. Na klar, müsste dazu die U6 vielleicht für 6-12 Monat pausieren, aber danach wäre doch die gesamte Strecke ziemlcih leicht im Tagebau zu machen.
Die U6 müsste zwei Jahre pausieren, und ein Einkaufszentrum müsste abgerissen werden. Die Fahrgäste der U6-Nord würden für ihre Geduld bei der zweijährigen Sperrung mit einer Taktreduktion belohnt werden.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Re: Ist ja nur Geld

geschrieben von: def

Datum: 19.02.21 18:11

103612 schrieb:
Du beschreibts das Problem, aber ziehst die falschen Schlüsse!

Wenn zu wenig Personal da ist um die ganzen Planungen zu betreuen, kann doch nicht die Folge daraus sein einfach nichts mehr zu planen.
Stattdessen muss Berlin genügend Leute einstellen, um die erforderlichen Planungen alle zeitgerecht und in der nötigen Tiefe abzuschließen.
Und Du glaubst, das versuchen sie nicht? Sie bekommen die Stellen nicht besetzt.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!
def schrieb:
103612 schrieb:
Wie kommen die denn auf so große Probleme bei der 6 zur UrbanTechRepublic?

Hinter dem Kurt-Schumacher-Platz liegen unter der Rampe 2 Wendegleise im Boden. Die kann man doch einfach unter das Flugfeld Tegel verlängern. Na klar, müsste dazu die U6 vielleicht für 6-12 Monat pausieren, aber danach wäre doch die gesamte Strecke ziemlcih leicht im Tagebau zu machen.
Die U6 müsste zwei Jahre pausieren, und ein Einkaufszentrum müsste abgerissen werden. Die Fahrgäste der U6-Nord würden für ihre Geduld bei der zweijährigen Sperrung mit einer Taktreduktion belohnt werden.
Das mit dem Einkauzfszentrum habe ich gelesen. Aber das ist doch eine Ausrede. Die 2 Stumpfgleise liegen unter der Rampe der S6, deutlich hinter dem Einkaufszentrum. da müsste amn überhaupt nichts abreißen, es sei dann man leistet sich den betrieblichen Luxus einer 3. Bahnsteigkante.

Re: Ist ja nur Geld

geschrieben von: 103612

Datum: 19.02.21 18:23

def schrieb:
103612 schrieb:
Du beschreibts das Problem, aber ziehst die falschen Schlüsse!

Wenn zu wenig Personal da ist um die ganzen Planungen zu betreuen, kann doch nicht die Folge daraus sein einfach nichts mehr zu planen.
Stattdessen muss Berlin genügend Leute einstellen, um die erforderlichen Planungen alle zeitgerecht und in der nötigen Tiefe abzuschließen.
Und Du glaubst, das versuchen sie nicht? Sie bekommen die Stellen nicht besetzt.
Dann müssen sie sich halt mal überlegen, ob TVL 11 die richtige Gehaltsstufe ist....

Oder wenn sie dass nicht dürfen die Arbeit an externe Ingenieurbüros vergeben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.21 18:25.

Re: Ist ja nur Geld

geschrieben von: def

Datum: 19.02.21 18:28

103612 schrieb:
def schrieb:
103612 schrieb:
Du beschreibts das Problem, aber ziehst die falschen Schlüsse!

Wenn zu wenig Personal da ist um die ganzen Planungen zu betreuen, kann doch nicht die Folge daraus sein einfach nichts mehr zu planen.
Stattdessen muss Berlin genügend Leute einstellen, um die erforderlichen Planungen alle zeitgerecht und in der nötigen Tiefe abzuschließen.
Und Du glaubst, das versuchen sie nicht? Sie bekommen die Stellen nicht besetzt.
Dann müssen sie sich halt mal überlegen, ob TVL 11 die richtige Gehaltsstufe ist....

Oder wenn sie dass nicht dürfen die Arbeit an externe Ingenieurbüros vergeben.
Oder Du bewirbst Dich. Immerhin weißt Du besser als die ganzen gutbezahlten Sesselpupser, welche Einkaufszentren für den U-Bahn-Bau abgerissen werden müssen und welche nicht.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!
Roma schrieb:
Abteil schrieb:
Hallo!

Die Verlängerung der Berliner U7 an beiden Streckenenden macht einen großen Schritt nach vorne und wird nun konkret untersucht. Auch die U3-Verlängerung macht einen kleinen Schritt und findet eine Mehrheit von Grün über SPD und CDU bis zur FDP. Schlecht steht es hingegen um die Planungen der U6 und der U8.

Einigung in der rot-rot-grünen Koalition: Der Senat lässt den Ausbau der U-Bahnlinie 7 konkret prüfen.

Der Berliner Senat hat beschlossen, sofort mit einer Nutzen-Kosten-Analyse (NKU) für den Ausbau der U7 zu beginnen. Darauf einigten sich SPD, Grüne und Linke am Dienstag bei einer Sitzung des Senats, wie der Tagesspiegel von Teilnehmern erfuhr.
Die Analyse dürfte rund zwei Jahre dauern. Dann entscheidet sich auch, ob sich der Bund an den Kosten für den U-Bahn-Ausbau beteiligen kann. Bis zu 80 Prozent der Kosten der U7-Verlängerung könnten dann übernommen werden.
Die Veranlassung der NKU sei ein „wesentlicher Schritt“ in Richtung des Ausbaus der U-Bahnlinie, hieß es von Teilnehmern der Sitzung. Trotz Bedenken hätte sich auch die Linkspartei dem gemeinsamen Plan gefügt.

Laut einer Machbarkeitsuntersuchung der Verkehrsverwaltung würde die bevorzugte Trassenvariante der U7-Verlängerung vom Rathaus Spandau zur Heerstraße 4,26 Kilometer lang werden, fünf neue Stationen umfassen und 578 Millionen Euro kosten.

Am anderen Ende ginge es von Rudow aus um 8,56 Kilometer neue Strecke mit sieben Stationen bis zum Flughafen BER. Geschätzte Kosten: 704 Millionen Euro, von denen Brandenburg aber den größten Teil stemmen müsste.
[www.tagesspiegel.de]

Senatorin Günther für Verlängerung der U3

Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther befürwortet neben dem Ausbau der U-Bahn-Linie 7 auch eine Verlängerung der U3 im Südwesten. Das machte die Grünen-Politikerin am Dienstag nach einer Senatssitzung deutlich. ««Ich denke, wir sollten bei der U3 überlegen, wie wir da sehr schnell in eine Realisierung kommen. Wie genau das aussehen kann, wird jetzt noch erarbeitet.» Voraussichtlich bis Ende März werde sie dazu eine Vorlage einbringen. Konkret geht es um die U3-Verlängerung von Krumme Lanke zum S-Bahnhof Mexikoplatz. Das sind 600 bis 700 Meter.
[www.berlin.de]

Vorerst zurückgestellt werden soll demnach die Streckenerweiterung der U8 ins Märkische Viertel. Statt eines Abzweigs der U6 zur Urban Tech Republic auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel plädiert Günther dort für eine Tram-Anbindung.
[www.msn.com]

Viele Grüße
Abteil
Roma schrieb:
Servus,

Neuigkeiten zur U 7:

[m.tagesspiegel.de]
Mit dem Geld was diese bescheuerten Maulwurfsstrecken kosten könnte man ein ganzes Spandauer Straßenbahnnetz bauen und noch viel mehr Busse ersetzen als es die U-Bahn je könnte.
Es
stellt sich die Frage, was Koalitionsvereinbarungen Wert sind, wenn profilierungsgeile Politiker deren Inhalte einfach übergehen können und mit ihrem Verhalten ihren Inhalt sabotieren? Denn genau das hat man mit der Bindung von Personal an diese überflüssigen U-Bahnuntersuchungen getan!

Gruß aus Berlin
Harald Tschirner

Re: Totes Pferd - SPD

geschrieben von: Winterkind

Datum: 19.02.21 23:28

nozomi07 schrieb:
Da gehts um eine Linie, die große Wohngebiete, einen Bahnhof am Ring und den Flughafen verbindet. Dürfte vor allem für Flughafen-Bedienstete sehr interessant sein! Ich finde das alles andere als überflüssig. Genaueres kann natürlich nur eine NKU aussagen, aber plausibel ist diese Verbindung sehr wohl.

Sicher ist das plausibel. Sonst würde es den Bus von Rudow zum Flughafen auch nicht geben.

Aber ob das für eine U-Bahn-Linie reicht, bezweifle ich sehr. Es beträfe ja nur die Anwohner der heutigen U7 südlich vom S-Bahnhof Neukölln. Alle Anderen könnten problemlos in die S-Bahn umsteigen (und wären schneller und sähen mehr vom Tageslicht).

Ich sehe das gleiche Phänomen beim Mexikoplatz. Die kurze Ergänzung sähe auf dem Netzplan (!) gut aus (wie übrigens auch eine Verlängerung der U1 bis Adenauerplatz bzw. Halensee), die Leute könnten ja viel einfacher umsteigen. Aber so schrecklich viele betrifft es nicht.

Re: Ist ja nur Geld

geschrieben von: nozomi07

Datum: 20.02.21 00:16

Jay schrieb:
In dieser Stadt wedelt so dermaßen der Schwanz mit dem Hund, dass selbst einfachste Projekte jahrelang verzögert werden. Das betrifft genauso des Tagesgeschäft, wie die Anordnung & Ausweisung neuer Bussonderfahrstreifen oder die Anpassung von Signalprogrammen (Ampeln). Also natürlich wird es emotional, wenn es zur nächsten Ziehung im U-Bahn-Bingo kommt, während es bereits beim Pflichtprogramm massiv hängt!
Wird an den Missständen irgendwas besser, wenn man unsachlich gegen U-Bahn-Projekte polemisiert? Ich habe den Eindruck, manche Leute merken nicht, wie sehr sie selber Teil eben dieser Missstände sind.

Mich wundert einfach, wie man hier ohne irgendein Sachargument(!) niedergebügelt wird, nur weil man wagt zu sagen dass man ein U-Bahn-Projekt für sinnvoll erachtet. Ich habe nirgens gesagt, dass diese U-Bahn absolute Priorität hätte, noch dass man deswegen anderes ernachlässigen sollte. Hat nie jemand behauptet.

Mich wundert diese religiöse Inbrunst, die da herrscht. Als ginge es hier um Rechtgläubige und Ketzer. Wer Verkehrsprbleme lösen will, braucht überzeugende Sachargumente.

Re: Totes Pferd - SPD

geschrieben von: nozomi07

Datum: 20.02.21 00:19

Winterkind schrieb:
Sicher ist das plausibel. Sonst würde es den Bus von Rudow zum Flughafen auch nicht geben.

Aber ob das für eine U-Bahn-Linie reicht, bezweifle ich sehr. Es beträfe ja nur die Anwohner der heutigen U7 südlich vom S-Bahnhof Neukölln. Alle Anderen könnten problemlos in die S-Bahn umsteigen (und wären schneller und sähen mehr vom Tageslicht).

Ich sehe das gleiche Phänomen beim Mexikoplatz. Die kurze Ergänzung sähe auf dem Netzplan (!) gut aus (wie übrigens auch eine Verlängerung der U1 bis Adenauerplatz bzw. Halensee), die Leute könnten ja viel einfacher umsteigen. Aber so schrecklich viele betrifft es nicht.
Das muss man halt im Einzelfall untersuchen. Die Erfahrung zeigt, dass Umsteigeknoten zwischen U-Bahn-Außenästen und Eisenbahn/S-Bahn sinnvoll sind. Siehe in München Feldmoching oder Neuperlach-Süd.

Wenn man im Falle Rudow-Schönefeld zum Ergebnis kommt, dass die Fahrgastzahlen gering wären, bin ich der letzte der an so einer U-Bahn festhält. Ich hab aber den Eindruck, manche hier bekämpfen diese U-Bahn aus religiösen Gründen, und fürchten eine NKU wie der Teufel das Weihwasser - Gott bewahre wenn die ein zu gutes Ergebnis lieferte...

Man sollte die Frage rein sachlich betrachten.
Hallo,

Die von Dir als bescheuerte Maulwurfsstrecken bezeichneten U-Bahnstrecken sind wesentlich leistungsfähiger, schneller und auch attraktiver als Strassenbahn- oder Buslinien. Strassenbahn oder Bus sind doch, da im Oberflächenverkehr mit verkehrend auch viel zu langsam.
Egal was in irgendwelchen Vereinbarungen steht sollte in Berlin der jahrelang vernachlässigte Bau von U-Bahnstrecken wieder aufgenommen werden. Nicht nur die hier angesprochenen Strecken, sondern auch endlich die U-Bahnstrecken vom Alexanderplatz über Weissensee nach Niederschönhausen oder in Richtung Schöneweide.

Boshaft - Strassenbahnen sind in grosstädtischen Ballungsräumen ein Verkehrsmittel der Vergangenheit und gehören ins Museum ...

Re: Ist ja nur Geld

geschrieben von: Harald Tschirner

Datum: 20.02.21 02:41

nozomi07 schrieb:
Jay schrieb:
In dieser Stadt wedelt so dermaßen der Schwanz mit dem Hund, dass selbst einfachste Projekte jahrelang verzögert werden. Das betrifft genauso des Tagesgeschäft, wie die Anordnung & Ausweisung neuer Bussonderfahrstreifen oder die Anpassung von Signalprogrammen (Ampeln). Also natürlich wird es emotional, wenn es zur nächsten Ziehung im U-Bahn-Bingo kommt, während es bereits beim Pflichtprogramm massiv hängt!
Wird an den Missständen irgendwas besser, wenn man unsachlich gegen U-Bahn-Projekte polemisiert? Ich habe den Eindruck, manche Leute merken nicht, wie sehr sie selber Teil eben dieser Missstände sind.

Mich wundert einfach, wie man hier ohne irgendein Sachargument(!) niedergebügelt wird, nur weil man wagt zu sagen dass man ein U-Bahn-Projekt für sinnvoll erachtet. Ich habe nirgens gesagt, dass diese U-Bahn absolute Priorität hätte, noch dass man deswegen anderes ernachlässigen sollte. Hat nie jemand behauptet.

Mich wundert diese religiöse Inbrunst, die da herrscht. Als ginge es hier um Rechtgläubige und Ketzer. Wer Verkehrsprbleme lösen will, braucht überzeugende Sachargumente.
Ham set nich ne Nummer kleener? Jay beschreibt doch nur die Missstände in der Verwaltung, die sich offensichtlich selbst im Weg steht. Wo ist da was von religiöser Inbrunst gegen ein Projekt zu sehen? Allerdings müsste man bei dem Projekt Flughafen nicht nur mit der Schwerfälligkeit der Berliner sondern auch noch der Brandenburger Amtsstuben kalkulieren. Wenn ich mich recht erinnere, hat Brandenburg die U-Bahnplanungen bereits rundweg abgelehnt?

Gruß aus Berlin
Harald Tschirner

Re: Ist ja nur Geld

geschrieben von: def

Datum: 20.02.21 05:52

nozomi07 schrieb:
Mich wundert einfach, wie man hier ohne irgendein Sachargument(!) niedergebügelt wird, nur weil man wagt zu sagen dass man ein U-Bahn-Projekt für sinnvoll erachtet.
Nur weil Du die Sachargumente* vom Tisch wischst und/oder sie Dich nicht interessieren, sind sie nicht nicht vorhanden.
____
* "Es geht nicht nur um den Nutzen, sondern um das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen", "Die Berliner Verwaltung ist schon komplett mit der Planung realistischer Vorhaben überfordert."

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Re: Totes Pferd - SPD

geschrieben von: def

Datum: 20.02.21 05:58

nozomi07 schrieb:
Das muss man halt im Einzelfall untersuchen. Die Erfahrung zeigt, dass Umsteigeknoten zwischen U-Bahn-Außenästen und Eisenbahn/S-Bahn sinnvoll sind. Siehe in München Feldmoching oder Neuperlach-Süd.
Das sind doch in der Raum- und Netzstruktur ganz andere Fälle als die Berliner U3 zum Mexikoplatz und die U7 nach Schönefeld.

Zitat:
Wenn man im Falle Rudow-Schönefeld zum Ergebnis kommt, dass die Fahrgastzahlen gering wären, bin ich der letzte der an so einer U-Bahn festhält.
Es wurde doch schon mehrmals gesagt, dass sie nicht unbedingt gering wären, aber zu gering, um den Aufwand zu rechtfertigen.

Zitat
Ich hab aber den Eindruck, manche hier bekämpfen diese U-Bahn aus religiösen Gründen, und fürchten eine NKU wie der Teufel das Weihwasser - Gott bewahre wenn die ein zu gutes Ergebnis lieferte...

Die NKUs kannst Du Dir ehrlich gesagt sonst wohin schieben: die U5 wurde schöngerechnet, indem man den Nutzen einer U5 zur Turmstraße die Kosten der Strecke zum Hbf gegenübergestellt hat. Mit solchen Taschenspielertricks kannst Du auch die U7 zurechtrechnen.

Bovist66 wies übrigens im Nachbarthread zu recht darauf hin, dass die angeblich so positiven Machbarkeitsuntersuchungen seit Monaten gegenüber der Öffentlichkeit zurückgehalten werden - stattdessen werden nur irgendwelche angeblichen Ergebnisse in die Welt hinausposaunt, ohne dass man sich ein Bild machen kann, auf welchen Annahmen die fußten. Das wird seine Gründe haben. Ich frage mich ehrlich gesagt, welche Seite hier bestimmte Ergebnisse wie Teufel das Weihwasser fürchtet...

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.02.21 06:21.
gerdboehmer schrieb:
Hallo,

Die von Dir als bescheuerte Maulwurfsstrecken bezeichneten U-Bahnstrecken sind wesentlich leistungsfähiger, schneller und auch attraktiver als Strassenbahn- oder Buslinien. Strassenbahn oder Bus sind doch, da im Oberflächenverkehr mit verkehrend auch viel zu langsam.

Wie oft eigentlich noch? (Bist Du eigentlich zu dumm, zu faul oder zu ignorant, der Diskussion zu folgen, bevor Du postest?)

Ja, U-Bahnen sind leistungsfähiger - aber auch teurer. Wenn die Leistungsfähigkeit gar nicht notwendig ist, sind sie eben nicht das Verkehrsmittel der Wahl, weil es nicht nur um den Nutzen geht, sondern auch um das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen. Das wird nun wahrscheinlich das 20. Mal in diesem Thread geschrieben, und die U-Bahn-Fans werden es wahrscheinlich wieder ignorieren.

Und "schneller", "attraktiver" und "zu langsam" ist auch zu simpel: nicht jeder Weg führt 15 km durch die halbe Stadt, und gerade auf kurzen und mittellangen Strecken ist die U-Bahn mit ihren durchschnittlich längeren Wegen zur Station und häufiger notwendigen Umstiegen unterm Strich nicht zwangsläufig das beste Verkehrsmittel. Entscheidend ist nämlich die Gesamtreisezeit von Tür zu Tür, nicht die Höchstgeschwindigkeit. Davon abgesehen machen zusätzliche Umstiege (die bei der fast linienrein befahrenen Berliner U-Bahn eben häufiger vorkommen als beim Oberflächen-ÖV) den ÖPNV sicher auch nicht attraktiv.

Am konkreten Fall U-Bahn nach Weißensee: diese hätte laut Darstellung im Flächennutzungsplan zwischen Alex und Weißem See (diese beiden Stationen nicht mitgezählt) sechs Bahnhöfe - die M4 hat neun Haltestellen. Fahrgäste, die mit dem 255er aus Richtung Pistoriusstraße kommen, müssten übrigens auf dem Weg Richtung Zentrum dann noch eine Station weiter stadtauswärts fahren, weil an der Albertinenstraße kein Bahnhof vorgesehen ist. Und schon schrumpft der angebliche Fahrzeitvorteil der U-Bahn ein Stück weiter...

Sollte es nördlich von Weißensee einmal bedeutende Siedlungsentwicklung geben und die U10 deshalb notwendig werden, hielte ich übrigens ein ganz anderes Konzept für sinnvoll: eine U10 als tatsächliche Schnellbahn, die im innerstadtnäheren Abschnitt nur die Knotenpunkte bedient, bei gleichzeitigem Erhalt der M4 zur Flächenerschließung. Der Berliner Weg ist aber ein anderer: U-Bahnen, die oft halten, um möglichst viele Oberflächenverkehrsmittel zu ersetzen, ohne jedoch deren Erschließungsqualität zu erreichen, was dann wiederum für viele Langstreckenfahrgäste Fahrzeitverlängerungen bedeutet. Ein fauler Kompromiss, der eigentlich nur zeigt, worum es wirklich geht: mit dem Feigenblatt des ÖPNV-Ausbaus Verbesserungen für den Autoverkehr herbeizuführen, indem man sich umweltfreundlicher fortbewegende Menschen zu Kellerkindern macht.

Letzteres konnte man ja gerade wieder bei der U5 beobachten: Die Autolobby sagt ja gern, man müsse erst die Alternativen schaffen, bevor man dem Autoverkehr Einschränkungen auferlegt. Nun wurde Unter den Linden für viel Geld eine Alternative geschaffen - und wie viele Einschränkungen hat der Pkw-Verkehr nun auferlegt bekommen? Keine einzige. Dafür dürfen sich Radfahrende und verbleibende Busse weiterhin eine Spur teilen, was für keine Seite angenehm ist. Wie wurde ansonsten im Verkehrsnetz auf die U5-Eröffnung reagiert? Mit der Einstellung des 245ers zwischen Hbf und Alex, was eine erheblich verschlechterte Erreichbarkeit der Charité zur Folge hat.

Zitat:
Boshaft - Strassenbahnen sind in grosstädtischen Ballungsräumen ein Verkehrsmittel der Vergangenheit und gehören ins Museum ...
Nö, ganz im Gegenteil. Eher sind in Ballungsräumen private Pkws ein Verkehrsmittel der Vergangenheit.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!




5-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.02.21 08:18.
Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 All Angemeldet: -