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Tunnelstrecke Duisburg wann Verlängerung

geschrieben von: landhausr

Datum: 16.02.21 11:26

Ursprünglich war ja geplant die U79 weiter unten als nur bis Meiderich BF zu führen.

Warum hat man das Projekt aufgegeben?

Re: Tunnelstrecke Duisburg wann Verlängerung

geschrieben von: KVV323

Datum: 16.02.21 11:42

Hallo,

hast du mitbekommen, dass die Stadt Duisburg de facto pleite ist?
Die DVG hat nichtmal für eine zeitgemäße Ausstattung des Bestandsnetzes Geld (Fahrzeuge wie Netz - u.a. Zugsicherung), wie dann neue Strecken und noch dazu sauteure Tunnelbahnen finanzieren??

Gruß Flo

Re: Tunnelstrecke Duisburg wann Verlängerung

geschrieben von: woodstock

Datum: 16.02.21 12:07

landhausr schrieb:
Ursprünglich war ja geplant die U79 weiter unten als nur bis Meiderich BF zu führen.

Warum hat man das Projekt aufgegeben?
Schau mal bei wikipedia nach [Verlängerung].
Die Planung wurde 2017 gestoppt, es wird jetzt eine oberirdische Verlängerung geplant.

Landhausr trollt wieder!

geschrieben von: Ober-Rodener

Datum: 16.02.21 13:04

KVV323 schrieb:
Hallo,

hast du mitbekommen, dass die Stadt Duisburg de facto pleite ist?
Die DVG hat nichtmal für eine zeitgemäße Ausstattung des Bestandsnetzes Geld (Fahrzeuge wie Netz - u.a. Zugsicherung), wie dann neue Strecken und noch dazu sauteure Tunnelbahnen finanzieren??

Gruß Flo

Da ist er wieder der Troll namens "Landhausr".
Fragen werden nicht beantwortet, dummes Zeug hingeklatscht und einige User springen über das Stöckchen :(
Übrigens wurde schon in einem anderen Thread auf seine zahlreichen "Identitäten" hingewiesen.

Eigentlich ist das überhaupt keine Diskussion wert.

Gruß

-OR

Re: Landhausr trollt wieder!

geschrieben von: Winfried Roth

Datum: 16.02.21 13:38

Hallo,
Ober-Rodener schrieb:
Da ist er wieder der Troll namens "Landhausr".
Fragen werden nicht beantwortet, dummes Zeug hingeklatscht und einige User springen über das Stöckchen :(
Übrigens wurde schon in einem anderen Thread auf seine zahlreichen "Identitäten" hingewiesen. Eigentlich ist das überhaupt keine Diskussion wert.
Damit hast Du meine völlige Zustimmung. Mit ein bisschen Aufmerksamkeit hätte man den Hintergrund erkennen können. Deswegen habe ich auch nicht geantwortet. Allerdings muss man dann auch hinzufügen, dass die umgehende Antwort
KVV323 schrieb:
hast du mitbekommen, dass die Stadt Duisburg de facto pleite ist?
Die DVG hat nichtmal für eine zeitgemäße Ausstattung des Bestandsnetzes Geld (Fahrzeuge wie Netz - u.a. Zugsicherung), wie dann neue Strecken und noch dazu sauteure Tunnelbahnen finanzieren??
leider genauso Blödsinn ist. „De facto“ hat er zwar Recht, es trifft aber in diesem Fall nicht zu, wie Klaus (woodstock) mit seinem Link darstellte. Abgesehen davon widerspricht die Beschaffung neuer Fahrzeuge (Flexity NF4 und B-Wagen-Nachfolger) zumindest teilweise seiner These.
Gruß



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.02.21 13:39.

Re: Tunnelstrecke Duisburg wann Verlängerung

geschrieben von: Bernhard Martin

Datum: 16.02.21 15:13

woodstock schrieb:
landhausr schrieb:
Ursprünglich war ja geplant die U79 weiter unten als nur bis Meiderich BF zu führen.

Warum hat man das Projekt aufgegeben?
Schau mal bei wikipedia nach .
Die Planung wurde 2017 gestoppt, es wird jetzt eine oberirdische Verlängerung geplant.
Springt allerdings beides zu kurz:
- Entgegen seiner Behauptung skizziert der Wikipedia-Eintrag nicht die "ursprünglichen" Planungen. Die waren nämlich noch deutlich ambitionierter: Mittel- bis langfristig sollte der Duisburger Nordtunnel bis zur Rhein-Ruhr-Halle reichen. Die Verlängerung bis zum Landschaftspark wäre nur ein Zwischenschritt gewesen.
- Die Planung wurde nicht erst 2017 gestoppt, sondern bereits 2012. (Es hat nur wieder einmal endlos gedauert, bis die Pläne für den oberirdischen Ausbau fertig waren.) Und auch 2012 markiert nur den Endpunkt der Debatte. Der lange Tunnel wurde bereits einmal in der Legislaturperiode 1999-2004 beerdigt. Als fauler Kompromiss der Koalitionspartner SPD und Grüne wurde damals ein halber Tunnel mit einem neuen U-Bahnhof beschlossen. Dann gewann Sauerland die OB-Wahl und bildete eine Allparteienkoalition gegen die SPD. Gerade in der CDU gab es beim Thema Tunnel noch mehr als genug Realitätsverweigerer, allen voran der OB. Selbst der gesagte Teersee war für ihn kein Argument für die Aufgabe der Tunnelplanungen. Unterstützung erhielt er dabei von seinen Parteifreunden in der Landesregierung (s.u.). Die Koalitionspartner haben den CDU-Kurs kritiklos mitgemacht - gerade auch die Grünen (die im Übrigen auch der letzten Angebotskürzungsrunde von 2006 zugestimmt haben).

KVV323 schrieb:
Zitat:
hast du mitbekommen, dass die Stadt Duisburg de facto pleite ist?
Die DVG hat nichtmal für eine zeitgemäße Ausstattung des Bestandsnetzes Geld (Fahrzeuge wie Netz - u.a. Zugsicherung), wie dann neue Strecken und noch dazu sauteure Tunnelbahnen finanzieren??
Das ist zwar nicht ganz falsch, greift aber zu kurz. Beim beliebten "Dreschen auf die @#$%& im Ruhrgebiet" wird immer wieder gerne unterstellt, die Tunnelstrecken seien einer der Hauptgründe für die Finanzmisere der Kommunen. Das stimmt so nicht, da fast alle Tunnel in einer Zeit gebaut wurden, als es hierfür 90% Förderung von Bund und Land gab.

Auch die hier zur Debatte stehende Tunnelstrecke hätte von einer Sonderförderung seitens der schwarz-gelben Landesregierung profitieren sollen. In der ersten Fassung des ÖPNV-Bedarfsplans stand die Strecke sehr weit oben auf der Prioritätenliste. Dass sowohl die "Standi" als auch die IGVP der Planung katastrophale Nutzen-Kosten-Quotienten von 0,3 (!!) bescheinigten, interessierte die Verantwortlichen in der Landesregierung zunächst nicht, während sie gleichzeitig behaupteten, die ÖPNV-Förderung solle sich zukünftig strikt an der Wirtschaftlichkeit der Vorhaben orientieren. Gestoppt wurde diese Förderplanung letztlich durch einen Aufstand der Regionalräte aus anderen Regierungsbezirken (dort sollte ja auch noch der Wehrhahntunnel plus die Verlängerung des Düsseldorfer Nordtunnels bis Reeser Platz plus die weitgehend unterirdische zweite Messeanbindung gefördert werden). Danach war das Projekt de facto tot, auch wenn das die Duisburger CDU nicht wahrhaben wollte.

(Noch zwei Anmerkungen zum Wikipedia-Eintrag: Wie ich ausgeführt habe, ist das Projekt letztendlich nicht an der "Ablehnung der Bezirksregierung Düsseldorf" gescheitert. (Ob es von dort einen derartigen konkreten Bescheid überhaupt gegeben hat, weiß ich allerdings spontan nicht.) Die ursprüngliche Planung sah außerdem keine Führung des Tunnels unter der Neumühler Straße, sondern unter den westlich davon gelegenen Wohngebieten vor.)

Re: Tunnelstrecke Duisburg wann Verlängerung

geschrieben von: esTranvia

Datum: 16.02.21 18:35

Die Stadt Duisburg hat gar kein Interesse an einer Verbesserung des ÖPNV, daher natürlich auch kein Konzept. Und selbstverständlich haben nicht die geförderten Baukosten die Finanzmisere beeinflusst, sondern die bei den Planungen bewusst unterdrückten enormen Folgekosten. Die Stadt Duisburg als Zuständig für den Bau und die Unterhaltung der Gleisanlagen zeigt doch, dass sie an einem Ausbau des Netzes keinerlei Interesse hat. Beispielhaft nenne ich den Umbau der vier Haltestellen im Straßenniveau "Im Schlenk ", Kulturstraße, Grunewald und Karl-Jarres-Strasse. Seit Liquidierung der SL909 im Jahr 1992 und Umstellung auf Stadtbahnbetrieb mit ausschließlich hochflurigen B 80 hat man es im letzten Jahr tatsächlich geschafft, nach 28Jahren die erste der 4 Haltestellen auf Hochbahnsteig umzurüsten. Da kann man sich etwa ausrechnen, wann die anderen 3 gemacht werden. Übrigens hat in dieser Zeit die Nachbarstadt Düsseldorf alle (bis auf die Haltestelle Mühlenacker) Haltestellen der U 79 umgebaut.

Re: Tunnelstrecke Duisburg wann Verlängerung

geschrieben von: Bernhard Martin

Datum: 16.02.21 20:02

esTranvia schrieb:
Die Stadt Duisburg hat gar kein Interesse an einer Verbesserung des ÖPNV, daher natürlich auch kein Konzept.
Stimmt bis zu einem gewissen Grad, ist aber in dieser absoluten Formulierung zu platt.

Die Probleme in der Duisburger Verkehrspolitik liegen weniger im Infrastrukturbereich als in vollkommen fehlenden Ampelvorrangschaltungen und dem überparteilichen Unwillen, daran etwas zu ändern oder zusätzliche eigene Gleiskörper zu schaffen. Ein anderes Beispiel wäre das unkritische Abnicken des neuen Busnetzes, das der DVG-Vorstand selbstherrlich in das Gegenteil von dem verwandelt hat, was Gutachter vorgeschlagen hatten.

Was das Fahrplanangebot anbetrifft kann man viel berechtigte Kritik üben. Aber Angebotsverbesserungen sind schlicht und ergreifend nicht finanzierbar.

esTranvia schrieb:
Zitat:
Und selbstverständlich haben nicht die geförderten die Finanzmisere beeinflusst, sondern die bei den Planungen bewusst unterdrückten enormen Folgekosten.
Hauptsache, man hat Vorurteile, da braucht man sich mit den Fakten nicht näher zu beschäftigen.

Duisburg hatte um 1990 eine geringere Pro-Kopf-Verschuldung als Düsseldorf. Der kontinuierliche Anstieg in der Folgezeit ist maßgeblich auf zwei Anfang der 1990er Jahre auf Bundesebene
gefällte Entscheidungen zurück zu führen, auf die die Stadt keinerlei Einfluss hatte: Zum einen wurden die Kosten für die Langzeitarbeitslosen vom Bund auf die Kommunen abgewälzt. Zum anderen musste Duisburg 30 Jahre lang jährlich 18 Mio. Euro in den Aufbau Ost-Topf einzahlen.

esTranvia schrieb:
Zitat:
Beispielhaft nenne ich den Umbau der vier Haltestellen im Straßenniveau "Im Schlenk ", Kulturstraße, Grunewald und Karl-Jarres-Strasse. Seit Liquidierung der SL909 im Jahr 1992 und Umstellung auf Stadtbahnbetrieb mit ausschließlich hochflurigen B 80 hat man es im letzten Jahr tatsächlich geschafft, nach 28Jahren die erste der 4 Haltestellen auf Hochbahnsteig umzurüsten.
Du unterschlägst den Quasi-Neubau von "Mühlenkamp" und "St.-Anna-Krankenhaus" sowie die Höherlegung der Bahnsteige in den Stadtbahnstationen "Waldfriedhof", "Münchener Straße", "Sittardsberg" und "Kesselsberg" plus Aufzugeinbau.

Bzgl. des Umbautempos der anderen Haltestellen bin ich auch nicht zufrieden und bin auch von der Kompetenz der Planungsabteilung der DVG nicht überzeugt. Aber Du vergisst vollkommen, wie eingeschränkt der Investitionsspielraum der Stadt Duisburg ist.

Darüber hinaus lässt Du völlig außer Acht, dass Duisburg fast das komplette Niederflurnetz seit Ende der 1990er Jahre saniert und mit niederflurgerechten Bahnsteigen ausgerüstet hat. Das wäre nicht erfolgt, wenn die Stadt kein Interesse am ÖPNV hätte.
Diese Argumentation würde eher für Düsseldorf in den 1990er und 2000er Jahren ziehen. Dort waren und sind die finanziellen Spielräume viel größer. Trotzdem ist dort in den beiden genannten Jahrzehnten im Oberflächennetz sehr wenig getan worden. Der Hochbahnsteigbau begann erst in der zweiten Hälfte der 2000er Jahre und ist bei weitem noch nicht abgeschlossen. Gerade im Niederflurnetz sind nur wenige Haltestellen ausgebaut und es gibt eine ganze Reihe straßenbündiger Abschnitte mit mittelfristigem Sanierungsbedarf. Beides gibt es in Duisburg nicht.

Re: Tunnelstrecke Duisburg wann Verlängerung

geschrieben von: Strizie

Datum: 16.02.21 23:36

Bernhard Martin schrieb:
Stimmt bis zu einem gewissen Grad, ist aber in dieser absoluten Formulierung zu platt.

Die Probleme in der Duisburger Verkehrspolitik liegen weniger im Infrastrukturbereich als in vollkommen fehlenden Ampelvorrangschaltungen und dem überparteilichen Unwillen, daran etwas zu ändern oder zusätzliche eigene Gleiskörper zu schaffen. Ein anderes Beispiel wäre das unkritische Abnicken des neuen Busnetzes, das der DVG-Vorstand selbstherrlich in das Gegenteil von dem verwandelt hat, was Gutachter vorgeschlagen hatten.

Was das Fahrplanangebot anbetrifft kann man viel berechtigte Kritik üben. Aber Angebotsverbesserungen sind schlicht und ergreifend nicht finanzierbar.
Auch mit wenigen Mitteln kann man ein Busnetz durchaus attraktiv gestalten. Die Frage ist eher ob man das will oder nicht.

Als Beispiel nehme ich nur mal die Achse im Duisburger Süden von Bissingheim über Wedau, S-Bahnhalt Buchholz, Sittardsberg (Verknüpfung U79), Hüttenheim (Verknüpfung Linie 903) nach Krefeld Uerdingen.

Da könnte man mit einer Buslinie gleich vier verknüpfungspunkte mit Anschlüssen zu schienengebundenen Verkehrsmitteln schaffen. Eine solche Buslinie gibt es aber bis heute nicht und Anschlüsse an die S 1 sind eher Zufallsprodukte.

Wer so einen ÖPNV anbietet, wo Anschlüsse reiner Zufall sind darf sich nicht wundern, wenn diese leer umher fahren bzw. die Auslastung schlecht ist.

Wer von Bissingheim oder Wedau nach Düsseldorf möchte darf also meist erst mal zum Duisburger Hbf zurück fahren. Kein Wunder, dass man dann lieber das Auto nimmt.

Wichtig sind in Duisburg vor allem neue Straßen oder Straßenausbau.

Fahrplanlesen bildet

geschrieben von: Der nachdenkliche Stromrichter

Datum: 17.02.21 06:47

Strizie schrieb:
Als Beispiel nehme ich nur mal die Achse im Duisburger Süden von Bissingheim über Wedau, S-Bahnhalt Buchholz, Sittardsberg (Verknüpfung U79), Hüttenheim (Verknüpfung Linie 903) nach Krefeld Uerdingen.

Da könnte man mit einer Buslinie gleich vier verknüpfungspunkte mit Anschlüssen zu schienengebundenen Verkehrsmitteln schaffen. Eine solche Buslinie gibt es aber bis heute nicht und Anschlüsse an die S 1 sind eher Zufallsprodukte.

Wer so einen ÖPNV anbietet, wo Anschlüsse reiner Zufall sind darf sich nicht wundern, wenn diese leer umher fahren bzw. die Auslastung schlecht ist.

Wer von Bissingheim oder Wedau nach Düsseldorf möchte darf also meist erst mal zum Duisburger Hbf zurück fahren. Kein Wunder, dass man dann lieber das Auto nimmt.

Wichtig sind in Duisburg vor allem neue Straßen oder Straßenausbau.
Guten Morgen,

zumindest von Buchholz bis Krefeld-Uerdingen gibt es genau diese Verbindung via Sittardsberg und Hüttenheim bereits in Form der Linie 941. Für die Verknüpfung mit Bissingheim/Wedau mit Buchholz die Linie 942. Klar, beide mit Wachstumspotenzial nach oben, aber es gibt grundsätzlich die Möglichkeit.

Anschlüsse die passen oder auch nicht, das würde ich nach meinen bisherigen Erfahrungen in NRW kaum der DVG alleine anlasten wollen: das ist hier ungefähr in jeder Stadt so, und wer zum Beispiel eine Reisekette Tram -> RE -> Bus hat, kann 2x Pech mit Wartezeiten fast sicher einplanen. Sagen nicht nur meine Erfahrungen mit der DVG, sondern auch mit der SWK mobil auf der anderen Rheinseite oder der Ruhrbahn nebenan in Mülheim und Essen. Da muss ein grundsätzlicher Mentalitätswandel her, landeseinheitliche Taktfrequenzen, gemeinsame Achtsamkeit, dass nicht jede Stadtgrenze zum Hindernis wird: dann spart NRW jeden Tag sehr viel Zeit.

Und dass zu viele Leute, ob in der Politik oder nicht, das Wort "Bahn" nur mit der verschandelnden Vorsilbe "Auto" denken können, ist ein weit verbreitetes Problem überall in NRW. Solange das nicht nachhaltig aus den Köpfen ist, werden die Erwartungen an besseren ÖPNV immer wieder scheitern müssen.

Schöne Grüße aus Duisburg - und doch, diese Stadt kann noch richtig was werden!
Tobias

"Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
(aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

Re: Fahrplanlesen bildet

geschrieben von: Lok35

Datum: 17.02.21 08:14

DU hat wie jede Stadt einen Nahverkehrs Plan aufzustellen. DARIN sind alle Massnahmen und Bedarfsanforderungen aufzuführen,ergo auch Beschleunigung des ÖPNV.
EINE U-BAHN IST ÜBERFLÜSSIG...!!!

Re: Tunnelstrecke Duisburg wann Verlängerung

geschrieben von: Domi

Datum: 17.02.21 09:28

Bernhard Martin schrieb:
Ein anderes Beispiel wäre das unkritische Abnicken des neuen Busnetzes, das der DVG-Vorstand selbstherrlich in das Gegenteil von dem verwandelt hat, was Gutachter vorgeschlagen hatten.

Was das Fahrplanangebot anbetrifft kann man viel berechtigte Kritik üben. Aber Angebotsverbesserungen sind schlicht und ergreifend nicht finanzierbar.
Was haben die Gutachter eigentlich ursprünglich vorgeschlagen? Mir ist schon bekannt, dass es Gutachter gab, die die massiven Probleme des ÖPNVs in Duisburg im schlechten Angebot sahen. Jedoch finde ich kein entsprechendes Gutachten (oder ich bin da zu blöd für).

Was das Fahrplanangebot an sich angeht: Ich sehe schon genug Spielraum dazu, die schlimmsten Fehler im Busnetz zu korrigieren. Dafür müsste man sich an die ganzen NIAG-Konkurrenzverkehre (916/917 zu 911 und 922/923 zu 912) rantasten, aber auch die ganzen Umläufe effektiver nutzen.

Wenn ich mir das neue Duisburger Südnetz anschaue, wird mir aber Angst und Bange: Kein einziger Umlauf gespart (im Gegenteil: Durch die Schultagsumläufe des 941 braucht man sogar noch mehr!), aber massive Nachteile für zig Stadtteile.

Oder auch das neue Konzept für Rheinhausen lässt nicht viel gutes erahnen. Mit der 925 will man die Eisenbahnsiedlung besser bedienen und fährt dann durch die Einöde nach Rumeln und dünnt dort den 15-Minuten-Takt des 920 aus...

So kann es selbst mit brauchbaren Änderungen kaum etwas geben...

Re: Fahrplanlesen bildet

geschrieben von: Gernot

Datum: 17.02.21 09:38

Lok35 schrieb:
DU hat wie jede Stadt einen Nahverkehrs Plan aufzustellen. DARIN sind alle Massnahmen und Bedarfsanforderungen aufzuführen,ergo auch Beschleunigung des ÖPNV.
EINE U-BAHN IST ÜBERFLÜSSIG...!!!
Ich verstehe dein Posting nicht. Duisburg hat einen Nahverkehrsplan, der gerade mal zwei Jahre alt ist. Darin sind drei neue Straßenbahnlinien aufgeführt, von denen zwei den Rhein queren sollen. Von einer U-Bahn steht darin nichts. Allerdings sollen alle drei neuen Linien ebenfalls den vorhandenen(!) Stammstreckentunnel nutzen. Das ist auch kein Problem, denn mit der Viergleisigkeit sollte der ausreichend leistungsfähig sein. Und vermutlich wird es auch weiterhin den schrittweisen Umbau der Bestandsstrecken geben, sodass mit der nächsten Straßenbahngeneration auch endlich breitere Fahrzeuge bestellt werden. Aber da Duisburg nicht gerade im Geld schwimmt, dauert das alles etwas länger als in anderen Städten.

Re: Fahrplanlesen bildet

geschrieben von: Strizie

Datum: 17.02.21 10:53

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Guten Morgen,

zumindest von Buchholz bis Krefeld-Uerdingen gibt es genau diese Verbindung via Sittardsberg und Hüttenheim bereits in Form der Linie 941. Für die Verknüpfung mit Bissingheim/Wedau mit Buchholz die Linie 942. Klar, beide mit Wachstumspotenzial nach oben, aber es gibt grundsätzlich die Möglichkeit.

Anschlüsse die passen oder auch nicht, das würde ich nach meinen bisherigen Erfahrungen in NRW kaum der DVG alleine anlasten wollen: das ist hier ungefähr in jeder Stadt so, und wer zum Beispiel eine Reisekette Tram -> RE -> Bus hat, kann 2x Pech mit Wartezeiten fast sicher einplanen. Sagen nicht nur meine Erfahrungen mit der DVG, sondern auch mit der SWK mobil auf der anderen Rheinseite oder der Ruhrbahn nebenan in Mülheim und Essen. Da muss ein grundsätzlicher Mentalitätswandel her, landeseinheitliche Taktfrequenzen, gemeinsame Achtsamkeit, dass nicht jede Stadtgrenze zum Hindernis wird: dann spart NRW jeden Tag sehr viel Zeit.

Und dass zu viele Leute, ob in der Politik oder nicht, das Wort "Bahn" nur mit der verschandelnden Vorsilbe "Auto" denken können, ist ein weit verbreitetes Problem überall in NRW. Solange das nicht nachhaltig aus den Köpfen ist, werden die Erwartungen an besseren ÖPNV immer wieder scheitern müssen.

Schöne Grüße aus Duisburg - und doch, diese Stadt kann noch richtig was werden!
Tobias
Es ging mir um eine durchgehende Buslinie und nicht um irgendwelche Teilstrecken. Da spielen dann natürlich auch Anschlusssicherheit und Taktung eine Rolle. Wichtigster Anschluss ist aus meiner Sicht die S-Bahn in Buchholz von/in Richtung Düsseldorf. Da die S 1 derzeit im 20 Minuten-Takt fährt müsste die Buslinie dies ebenfalls tun.

Re: Nahverkehrsplan 2022?

geschrieben von: PL

Datum: 17.02.21 10:56

nicht zu vergessen, daß der Tunnel keine neue Erschließung gebracht hätte. Westlicher rum bis vor den Eingang vom Landschaftspark wäre zwar oberirdisch etwas Gurkerei, dafür wäre man bei den Fahrgästen statt auf einer toten Straße. Weiter östlich wäre Potential für einen Abzweig oberirdisch nach Neumühl und irgendwie nach Oberhausen Hbf und sicher weiter zum CentrO oder irgendwas technisch Einfacheres. Das wollte schon ein CDU-Mitglied mit Geburtsort "HAMBORN" im Pass von mir. 😊 Also erst mal 2,65m Wagenbreite bis Dinslaken ausbauen. Rest muss halt noch werden. Frage TUNNEL ist von Leuten, die keine Zeitung lesen.


Grüße vom ex-Wuppertaler

TW 239




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.21 10:59.

Re: Fahrplanlesen bildet

geschrieben von: Lok35

Datum: 17.02.21 17:02

@Gernot: Duisburg muss auch einen Nahverkehrsplan haben, sonst gibt es kein Geld von Land und Bund(Regionalisierungsgesetz NW).ABER: wenn eine Verlängerung der U-Bahn angedacht worden wäre, stünde dies IN DIESEM NAHVERKEHRSPLAN, und da dies nicht der Fall ist, ist die Frage beantwortet !



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.21 17:03.

Re: Landhausr trollt wieder!

geschrieben von: esTranvia

Datum: 17.02.21 17:26

Warum müssen Sie, Herr Roth die Duisburger Zustände auch noch schönreden. Die Situation des ÖPNV ist ein Spiegelbild der Stadt Duisburg und spiegelt sich im neuerlichen Ranking der unbeliebtesten deutschen Großstädte wieder. Letzter Platz erwartungsgemäß Duisburg.

Re: Landhausr trollt wieder!

geschrieben von: Winfried Roth

Datum: 17.02.21 17:41

esTranvia schrieb:
Warum müssen Sie, Herr Roth die Duisburger Zustände auch noch schönreden. Die Situation des ÖPNV ist ein Spiegelbild der Stadt Duisburg und spiegelt sich im neuerlichen Ranking der unbeliebtesten deutschen Großstädte wieder. Letzter Platz erwartungsgemäß Duisburg.
Lieber Unbekannter,
ich rede hier nichts schön! Ich habe nur darauf aufmerksam gemacht, dass nicht nur die immer wieder gestellten trolligen Fragen des Beitragserstellers anzuprangern sind, sondern dann auch gleichermaßen auf völlig falschen Tatsachen beruhende Antworten.
Mit freundlichen Grüßen
Winfried Roth