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Was kostet der Seilbahn-Lobbyist?

geschrieben von: Allgäukölner

Datum: 13.01.21 12:57

Hallo,
vielleicht sollten wir zusammenlegen und den für Eisenbahninteressen buchen, der macht ja spitzen Lobbyarbeit!
Nachdenklich aus dem Schnee:
Allgäukölner

Mann muß die Welt nicht verstehen, mann muß sich darin zurechtfinden.
A. Einstein
Vorab: Ich trete nicht in eine Diskussion ein, daher dies nur als Gedankenanflug.

Da kommt also ein Stadtbahnwagen/-zug an einer Haltestelle an, gibt (nur 50) Fahrgäste frei, die dann alle zur nächsten Gondel stürmen, um als erste die Fahrt weiter fortsetzen zu können, rein rechnerisch 12,5 Gondeln. Bei Corona max. 2 Personen/Gondel - wie Aufzug?

Seilbahnen müssen zur gesetzlich festgeschriebenen Revision ihren Betrieb tageweise und/oder länger einstellen. Dann also wieder per Bus?

Bei zunehmend mehr werdenden Wetterphänomenen (hat Greta verursacht ;-) ) muß der Betrieb eingestellt werden - Köln kennt so etwas schon.
Und dann holt man wo bitte Ersatzbusse samt Fahrern für alle vor Ort befindlichen Seilbahnen her?

Und wenn so ein System zum unerwarteten Stillstand kommt beginnt die Evakuierung (auch derer mit Panikattacke)- siehe Köln vor zwei oder drei Jahren.

Es gibt mehr Menschen (ich nicht) als man meint, die arge Probleme hätten in eine Gondel einzusteigen, und dann?

Das soll für den Moment reichen. Und wieder profilieren sich die Neuerer, und "spinnende" Politiker (mit und ohne Bildungsabschluß).

Was haben wir nur für Sorgen in dieser Republik.

Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 13.01.21 16:52

Oepeenvau1971 schrieb:
Zitat:
Da kommt also ein Stadtbahnwagen/-zug an einer Haltestelle an, gibt (nur 50) Fahrgäste frei, die dann alle zur nächsten Gondel stürmen, um als erste die Fahrt weiter fortsetzen zu können, rein rechnerisch 12,5 Gondeln. Bei Corona max. 2 Personen/Gondel - wie Aufzug?
Oder schlimmer: Man muss auf die Kabine bei einer Kabinenbahn warten, bekommt dann aber mehr auf einer Fahrt unter. Nachteil: Die Wartezeit hängt von der Fahrtdauer und dem Ein-/Aussteigen ab.



Oepeenvau1971 schrieb:
Zitat:
Seilbahnen müssen zur gesetzlich festgeschriebenen Revision ihren Betrieb tageweise und/oder länger einstellen. Dann also wieder per Bus?
Genauso, wie man es auch bei U-Bahnen macht. Und mancherorts setzt man bei unplanmäßigen Störungen ja auf Taxi- statt auf Busverkehr. Das wäre dann bei Orkanen o.Ä. der Fall.

Oepeenvau1971 schrieb:Zitat:
Und dann holt man wo bitte Ersatzbusse samt Fahrern für alle vor Ort befindlichen Seilbahnen her?
Siehe oben - Taxis... So viele Busse hat man nicht mehr als Reserve bereit - oder man muss Buslinien ausdünnen...



Oepeenvau1971 schrieb:
Zitat:
Es gibt mehr Menschen (ich nicht) als man meint, die arge Probleme hätten in eine Gondel einzusteigen, und dann?
Das denke ich, ist ein sehr großes Problem - Stufenfreiheit schafft, zumindest mit Lift. Aber das Anhalten der Gondeln zum Einstiegen finde ich schwierig. Ich kenne es nur so, dass die Gondeln langsam durch Stationen bewegt werden. Und da finde ich es mit Rollstuhl und/oder Gepäck (Fahrgäste mit Ziel Flughafen) schon sehr schwierig


Oepeenvau1971 schrieb:
Zitat:
Das soll für den Moment reichen. Und wieder profilieren sich die Neuerer, und "spinnende" Politiker (mit und ohne Bildungsabschluß).

Was haben wir nur für Sorgen in dieser Republik.
Zumindest auch einer mit einem zweifelhaften Bildungsabschluss...
Man merkt eben, dass kritische Kompetenz nicht mehr so gefragt ist bzw. auch(kommunal) dafür keine Stellen (mehr) vorhanden sind.

Es ist eben ein Hype, den die Seilbahnhersteller losgetreten hatten, nachdem ihnen die Einsatzgebiete in den Bergen wegfallen. Es heißt nicht, dass alle Einsatzgebiet unsinnig sind, aber die meisten schon. Schön ist es ja in einer Gondel zu schweben, aber eben auch verdammt langsam und nur ein Punkt-zu-Punkt-Verkehr und kein Verkehr mit richtigem Linienweg, wie ein Bus oder eine Straßenbahn.


Dahinter steckt aber eben auch der Gedanke, die Straße frei zu bekommen und den anderen Verkehr in andere Ebene zu verlagern - schneller und günstiger als die Tunnelbahnen ist es schon, wenn man es durchbekommt.

Schlimmer finde ich noch das Lufttaxi - ein Verkehrsmittel für die oberen 10.000, was im Massenverkehr nicht nur Fluglärm sondern auch einen Stau auf den Flugrouten verursacht. Die Reduzierung des Autoverkehrs wird damit natürlich nicht angegangen...

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Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren

geschrieben von: SES

Datum: 13.01.21 17:07

Für mich ist eine Seilbahn, ein umlaufendes Seil mit daran aufgehangenen Kabinen oder offenen Sitzmöglichkeiten. Ein in sich geschlossenes System. So ganz einfach gesagt. Perlschnüre/ Rosenkranz oder wie auch immer.

Das Seilbahnen wo auch immer Aufgaben des ÖPNV erfüllen oder perspektivisch könnten.

So viel kann ich ja noch nicht mal trinken, um es als "Schnapsidee" abtuen.

Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren

geschrieben von: Strizie

Datum: 13.01.21 17:40

StrabfreundAlexcgn schrieb:
Also die Seilbahnlösung find ich Köln sofern nicht schlecht, da wie den Rhein kreuzen müssen es evtl. Bautechnisch besser zu lösen ist und die KVB ja schon Erfahrung mit Seilbahnen hat. Wenn man es dann noch geschickt anstellt, und die richtigen Verknüpfungspunkte mit dem anderen ÖPNV macht fände ich das ideal.
Diese in den Raum geworfene Seilbahn würde das Kölner Stadtbild am Rhein nachhaltig verschandeln.
Es soll Leute geben, die aus anderen Gründen Probleme haben, in eine Seilbahn einzusteigen (Klaustrophobie, Höhenangst etc.), und davon gibt es erheblich mehr, als Menschen, die Angst haben in Busse, Straßen- oder U-Bahnen einzusteigen. Bei einer rein touristischen Seilbahn kann man noch sagen, gut, dann fährt man eben da nicht hin, aber bei einem (dazu häufig noch alternativlosen) Nahverkehrsangebot halte ich das für problematisch.

Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren ??

geschrieben von: nozomi07

Datum: 13.01.21 18:45

andreas + schrieb:
Möchte Deutschland das?? - Nein, aber vielleicht möchten einige Leute mit dem Unsinn für sich noch Einkünfte generieren?
Hier gehts um eine Untersuchung. Was ist falsch daran, die Sache genauer zu untersuchen? Oder fürchtest du dich vor dem Ergebnis?

Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.01.21 18:50

Marienfelde schrieb:
Mscr1 schrieb:
In diesem Bericht findet man die Problematik von Seilbahnen im Stadtgebiet gut zusammengefasst.
Was mich im Eröffnungsbeitrag richtig ärgert, sind Sätze wie diese: „Seilbahnen als Ergänzung zum bestehenden öffentlichen Nahverkehr werden in Zukunft eine nicht mehr wegzudenkende Option sein, zumal der Verkehr in Städten und Ballungsräumen zunehmend an seine Grenzen stößt.“
Seilbahnen würden das tendenziell noch verschärfen, weil sie den Flugtaxen wertvollen Verkehrsraum wegnähmen. Ich bin sicher, daß auch die Fachleute das früher oder später herausfinden.

Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.01.21 18:53

kossmann schrieb:
Nein, nicht Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren. Eine Firma aus Wolfurt hat da wohl erfolgreich Lobbyismus betreiben.
Überzeugend wäre eine Wiedergeburt der eingestellten Bregenzer Waldbahn in Gestalt einer Seilbahn dieser Firma. Eigenwirtschaftlich natürlich!

Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren

geschrieben von: 143 828

Datum: 13.01.21 21:18

Ich denke, der Artikel ist etwas missverständlich. Klar, das Aufmacherbild ist eine Luftseilbahn, aber im Text findet man diese Beschränkung nicht mehr. Es spricht doch nichts dagegen, die Kabinen der Seilbahnen in der Größe heutiger Straßenbahnfahrzeuge zu bauen, mit Gelenken usw. Und ein dickes Tragwerk kann es auch sein, der Artikel gibt da keine Beschränkungen. Könnte dann aussehen wie die Wuppertaler Schwebebahn. Jetzt müsste man bloß noch eine Lösung für die Weichen finden, aber genau dazu sind ja die Seilbahnplaner da. Eventuell gibt es da auch etwas mit Fördermitteln. Ich sehe nicht, dass so ein System nicht leistungsfähig oder einfaches Ein- und Aussteigen nicht möglich sein sollte.

Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 13.01.21 22:12

Marienfelde schrieb:
Auch die von der Seilbahnlobby erreichte Aufnahme in den Förderkatalog des GVFG kann man durchaus kritisch sehen.

Muss man nicht mal. Dort muss sie sich einer standardisierten Bewertung für den konkreten Aneendungsfall stellen. Wenn sie es ausnahmsweise mal schafft, einen förderfähigen Faktor zu erreichen, ist sie offensichtlich geeignet. Theoretisch besteht die Gefahr, dass andere Verkehrsmittel dabei ausgebootet werden, weil kein Vergleich mit Alternativen geprüft wird. Dss dürfte aber eher theoretisch sein.

Marienfelde schrieb:
Eine Seilbahn vom U-Bhf. Hohemark nach Schmitten (über den Feldberg) wäre theoretisch nach GVFG förderfähig, eine "nachhaltige Freizeit- und Touristik-Seilbahn" nur auf den Feldberg wohl nicht. Über den Sinn und die evtl. Resultate so einer Art Förderpolitik kann man durchaus streiten.

Das kann in dieser Form durchaus richtig und vernünftig sein. Zwischenhalte sind ja durchaus möglich.

Marienfelde schrieb:
Das Wort "Seilbahnmafia" halte ich aber für ganz unangemessen. Den ‚Bösewichten aus Vorarlberg' mag man ihre mehr oder weniger erfolgreiche PR-Kampagne für ihr Geschäftsfeld vorwerfen. Das Wort "Mafia" steht aber für organisierte Kriminalität, für Leute, denen ein Menschenleben nichts bedeutet. Die Doppelmayr / Garaventa-Gruppe ist davon deutlich unterscheidbar,

Man kann auch der umgangssprachlichen, etwas großzügigeren Definition folgen. Und so aggressiv, wie die Seilbahnbranche agiert, würde ich nicht behaupten wollen, dass das alles schmiergeldfrei abläuft. Das ist alles schon sehr speziell.

Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren ??

geschrieben von: 1418

Datum: 13.01.21 22:50

Moin,
Zitat:
Was ist falsch daran, die Sache genauer zu untersuchen? Oder fürchtest du dich vor dem Ergebnis?
Schon oft genug wurde die Seilbahnsau durch diverse Dörfer Mitteleuropas getrieben - und erfolgreich verjagt. Einfach mal schlau machen, warum eenjene Seilbahnsau nirgends seßhaftwerden konnte.
Was will man jetzt untersuchen? Ob die bisherigen Untersuchungen falsch waren oder was?

Immer wieder schön sind die Vergleiche mit den genannten südamerikanischen "Metropolen".
Ich sehe bei "Seilbahnen im ÖPNV" aber immer diese Personenbeförderungs-Seil-Eimer in Georgien (oder irdendwo "da unten"), die eigentlich viel näher an einem Ziehbrunnen zu sein scheinen als an einem echten Verkehrsmittel - zumindest aus mitteleuropäischer Sicht.

Soll diese Seilbahnmafia (ich finde den Begriff durchaus nicht unangemessen) doch mal bitte eine Referenz-Anlage auf die Stützen stellen - auf eigene Rechnung. Und die Kosten eines stets verfügbaren Ersatzverkehrs dürfen sie in dem Fall auch tragen. Mal sehen, was dann von den Versprechungen der heilbringenden Seilbahnen in der Praxis übrig bleibt.

1418

Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren

geschrieben von: Tw666

Datum: 13.01.21 23:44

143 828 schrieb:
Ich denke, der Artikel ist etwas missverständlich. Klar, das Aufmacherbild ist eine Luftseilbahn, aber im Text findet man diese Beschränkung nicht mehr. Es spricht doch nichts dagegen, die Kabinen der Seilbahnen in der Größe heutiger Straßenbahnfahrzeuge zu bauen, mit Gelenken usw. Und ein dickes Tragwerk kann es auch sein, der Artikel gibt da keine Beschränkungen. Könnte dann aussehen wie die Wuppertaler Schwebebahn. Jetzt müsste man bloß noch eine Lösung für die Weichen finden, aber genau dazu sind ja die Seilbahnplaner da. Eventuell gibt es da auch etwas mit Fördermitteln. Ich sehe nicht, dass so ein System nicht leistungsfähig oder einfaches Ein- und Aussteigen nicht möglich sein sollte.
Schon heute besitzt jeder poplige Sessellift in den Alpen diverse Weichen in den Depotstationen. Die Gondeln fädeln ja an den Stationen aus um am Seil eine deutlich höhere Geschwindigkeit zu erreichen wie in der Station. Dazu können bei Bedarf mehr oder weniger Fahrzeuge eingesetzt werden.
Die Gondeln hängen über Nacht auch nicht mehr wie früher am Seil sondern rücken ein. Dies passier selbstverständlich mit Weichen.

Freundliche Grüße

Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 14.01.21 00:35

kaufhalle schrieb:
Zitat:
Marienfelde schrieb:
Zitat:
Auch die von der Seilbahnlobby erreichte Aufnahme in den Förderkatalog des GVFG kann man durchaus kritisch sehen.
Muss man nicht mal. Dort muss sie sich einer standardisierten Bewertung für den konkreten Aneendungsfall stellen. Wenn sie es ausnahmsweise mal schafft, einen förderfähigen Faktor zu erreichen, ist sie offensichtlich geeignet. Theoretisch besteht die Gefahr, dass andere Verkehrsmittel dabei ausgebootet werden, weil kein Vergleich mit Alternativen geprüft wird. Dss dürfte aber eher theoretisch sein.
Oder umgekehrt, man kann sie dann als eine der Alternativmöglichkeiten mituntersuchen. Ich kann mir durchaus Fälle vorstellen, wo ein Seilbahnsystem (und davon gibt es ja auch unterschiedliche) sinnhaft sein kann, sogar sinnhafter als andere Verkehrsmittel. In den meisten Fällen sehe ich es aber anders.

Insbesondere bei starken Höhenüberwindungen oder anderen Punkt-zu-Punkt-Verkehren kann eine Seilbahn eine gute Lösung sein, trotz ihrer systemischen Nachteile, die ich nicht für unerheblich halte.


kaufhalle schrieb:
Zitat:
Marienfelde schrieb:
Zitat:
Eine Seilbahn vom U-Bhf. Hohemark nach Schmitten (über den Feldberg) wäre theoretisch nach GVFG förderfähig, eine "nachhaltige Freizeit- und Touristik-Seilbahn" nur auf den Feldberg wohl nicht. Über den Sinn und die evtl. Resultate so einer Art Förderpolitik kann man durchaus streiten.
Das kann in dieser Form durchaus richtig und vernünftig sein. Zwischenhalte sind ja durchaus möglich.
Scheint aber - erwartbarer Weise - nicht wirtschaftlich zu sein. Und das ist nicht mal die erste im Frankfurer Raum geprüfte Seilbahn - gleiches gilt mindestens für die Verbindung nach Niederdorfelden.. Manch anderer öffentlich vorgetragener Gedanke scheint genauso abwegig zu sein.

Man muss ja bedenken, dass eine Gondelbahn eher einen Punkt-zu-Punkt-Verkehr abbilden kann, als einen wirklichen Linienverkehr. Zudem sollte es sinnhafterweise eine gleichmäßige Verkehrsauslastung haben und das sogar in beiden Richtungen.



kaufhalle schrieb:Zitat:
Man kann auch der umgangssprachlichen, etwas großzügigeren Definition folgen. Und so aggressiv, wie die Seilbahnbranche agiert, würde ich nicht behaupten wollen, dass das alles schmiergeldfrei abläuft. Das ist alles schon sehr speziell.
Möglich, kann man aber definitiv so nicht sagen. Man versucht halt möglichst viel die Themen und Begeisterung zu streuen, Machbarkeitsstudien zu erhalten und dann hofft man, dass wenigstens einzelne Projekte umgesetzt werden - was wiederum Referenzen für die nächste Welle sein könnten.

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Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 14.01.21 00:38

Früherwarallesbesser schrieb:Zitat:
Es soll Leute geben, die aus anderen Gründen Probleme haben, in eine Seilbahn einzusteigen (Klaustrophobie, Höhenangst etc.), und davon gibt es erheblich mehr, als Menschen, die Angst haben in Busse, Straßen- oder U-Bahnen einzusteigen. Bei einer rein touristischen Seilbahn kann man noch sagen, gut, dann fährt man eben da nicht hin, aber bei einem (dazu häufig noch alternativlosen) Nahverkehrsangebot halte ich das für problematisch.
Eben. Wobei Tunnelbahnen höhere Ablehnungswerte haben (im Tunnel erkennt man eben nicht, wohin es geht, was im Oberflächenverkehr einfacher ist). Umgekehrt gilt auch der Schienenbonus, auch weil man eine Chance hat, dass man sich nur begrenzt verfahren kann (ein Straßenbahnen in einer fremden Stadt wird ihr Straßenbahnnetz im Regelfall nicht verlassen können, ein Bus kann theoretisch überall hinfahren...).

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Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren

geschrieben von: R 450

Datum: 14.01.21 06:53

Oepeenvau1971 schrieb:
Vorab: Ich trete nicht in eine Diskussion ein, daher dies nur als Gedankenanflug.

Da kommt also ein Stadtbahnwagen/-zug an einer Haltestelle an, gibt (nur 50) Fahrgäste frei, die dann alle zur nächsten Gondel stürmen, um als erste die Fahrt weiter fortsetzen zu können, rein rechnerisch 12,5 Gondeln. Bei Corona max. 2 Personen/Gondel - wie Aufzug?

Den Befürwortern von Seilbahnen im innerstädtischen, flachen Bereich sollte man dringend die Grundbegriffe von Vernetzung im ÖPNV nahebringen, Stichwort Reisekette. Schlanke Umsteigezeiten - in BEIDEN Richtungen - sind ein wesentliches Kriterium für die Akzeptanz. Mit der begrenzten Kapazität von Seilbahnfahrzeugen ist die Umsteigezeit nicht kalkulierbar, was die Leute dann wieder zum Auto treibt.

Für eine europaweit einheitliche Symmetrieminute [de.wikipedia.org] und [de.wikipedia.org]
Explanation in English: [en.wikipedia.org]

Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren

geschrieben von: kossmann

Datum: 14.01.21 07:36

T3R.PV schrieb:
Sicherlich ist es auch möglich eine Seilbahn barrierefrei zu bauen. In den meisten Fällen dürfte das aber nochmals hohe Zusatzkosten bedeuten: mindestens ein Aufzug pro Station wäre wohl erforderlich.
Ich sehe das Problem der Barrierefreiheit noch anderswo : Bei den üblichen Kleinkabinenbahnen fährt die Gondel im Ein- Und Ausstiegsbereich, wenn auch langsam, weiter. Rollstuhlfahrern oder Fahrgästen mit Gehbehinderung wird das wenig Spaß machen.

Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren

geschrieben von: 143 828

Datum: 14.01.21 08:38

Tw666 schrieb:
143 828 schrieb:
Ich denke, der Artikel ist etwas missverständlich. Klar, das Aufmacherbild ist eine Luftseilbahn, aber im Text findet man diese Beschränkung nicht mehr. Es spricht doch nichts dagegen, die Kabinen der Seilbahnen in der Größe heutiger Straßenbahnfahrzeuge zu bauen, mit Gelenken usw. Und ein dickes Tragwerk kann es auch sein, der Artikel gibt da keine Beschränkungen. Könnte dann aussehen wie die Wuppertaler Schwebebahn. Jetzt müsste man bloß noch eine Lösung für die Weichen finden, aber genau dazu sind ja die Seilbahnplaner da. Eventuell gibt es da auch etwas mit Fördermitteln. Ich sehe nicht, dass so ein System nicht leistungsfähig oder einfaches Ein- und Aussteigen nicht möglich sein sollte.
Schon heute besitzt jeder poplige Sessellift in den Alpen diverse Weichen in den Depotstationen. Die Gondeln fädeln ja an den Stationen aus um am Seil eine deutlich höhere Geschwindigkeit zu erreichen wie in der Station. Dazu können bei Bedarf mehr oder weniger Fahrzeuge eingesetzt werden.
Die Gondeln hängen über Nacht auch nicht mehr wie früher am Seil sondern rücken ein. Dies passiert selbstverständlich mit Weichen
Danke. Dann steht ja einem Seilbahnnetz von der Leistungsfähigkeit eines Straßenbahnnetztes nichts mehr im Wege. Ich schlage vor, ein Hersteller legt mal mit einer Versuchsanlage unter Praxisbedingungen vor. Man könnte dafür eine Stadt nehmen, die ein Straßenbahnnetz braucht, aber aus diversen Gründen keins bauen möchte, Hamburg z.B.

Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren

geschrieben von: Ruhri

Datum: 14.01.21 08:45

Black Eyed schrieb:
[...]
Das denke ich, ist ein sehr großes Problem - Stufenfreiheit schafft, zumindest mit Lift. Aber das Anhalten der Gondeln zum Einstiegen finde ich schwierig. Ich kenne es nur so, dass die Gondeln langsam durch Stationen bewegt werden. Und da finde ich es mit Rollstuhl und/oder Gepäck (Fahrgäste mit Ziel Flughafen) schon sehr schwierig

[...]

Soweit ich das verstanden habe, ist es durchaus möglich, eine Kabine in de Station zum Stillstand zu bringen und das Zugseil trotzdem mit normaler Geschwindigkeit weiterlaufen zu lassen. Es wären ja auch immer Kabinen auf freier Strecke unterwegs und müssten bewegt werden. Die Frage nach der Kabinenfolge wäre zu stellen. Eine Seilbahn müsste die Kabinen ja deutlich schneller aufeinander folgen lassen als etwa eine Straßenbahn- oder Buslinie die entsprechenden Fahrzeuge. Wie sollte man dann mit (renitenten) Fahrgästen umgehen, die den Betrieb versehentlich, fahrlässig oder vorsätzlich verzögern? Bei bisherigen Verkehrsmitteln hat man (sprich, normalerweise der Fahrer!) ja mehr Zeit, um das Problem zu lösen.

Re: Deutschland möchte urbane Seilbahnen forcieren

geschrieben von: Ruhri

Datum: 14.01.21 08:52

SES schrieb:
Für mich ist eine Seilbahn, ein umlaufendes Seil mit daran aufgehangenen Kabinen oder offenen Sitzmöglichkeiten. Ein in sich geschlossenes System. So ganz einfach gesagt. Perlschnüre/ Rosenkranz oder wie auch immer.

Das Seilbahnen wo auch immer Aufgaben des ÖPNV erfüllen oder perspektivisch könnten.

So viel kann ich ja noch nicht mal trinken, um es als "Schnapsidee" abtuen.
Das wäre die "klassische" Einseilumlaufbahn, aber es gibt natürlich auch die Zweiseilumlaufbahn, bei der Zug- und Tragseil voneinander getrennt sind. Bei der Dreiseilumlaufbahn gibt es sogar ein zweites Tragseil, das größere Kabinen ermöglicht. Soweit ich mich erinnern kann, steigt dadurch zudem die Stabilität bei stärkerem Wind.
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