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Malzeit,

Ich habe schon länger darüber nachgedacht, welche 2 Straßenbahn bzw. Stadtbahnsysteme voneinander entfernt sind.

Gemeint sind nicht zusammenhängende Systeme, die die selbe Infrastruktur benutzen.

Sondern eher die naheliegendste Entfernung zwei nicht verbundene Systeme unterschiedlicher Betriebe.

Z.B. Stadtbahn Karlsruhe - Straßenbahn Rhein-Neckar,
Stadtbahn Dortmund - Straßenbahn Bochum.

Danke schonmal für die Antworten

0,0 km in Krefeld auf der Rheinstr.

geschrieben von: Hessentor

Datum: 11.01.21 13:19

Hallo,

in Krefeld treffen sich im Bereich Hbf/Rheinstraße die meterspurige Krefelder Straßenbahn und die normalspurige U 76 der Rheinbahn.
Der unschlagbare kleinste Abstand dürfte wohl am Bahnhof Berlin-Friedrichshagen sein.

Dann biete ich noch an: Schöneiche-Grätzwalde - Woltersdorf-Schönblick und Krefeld-Elfrath - Duisburg-Hüttenheim. Alsbach - Weinheim ist leider zu weit.

Und tschüs!
Torsten aus Stuttgart

"Money ain't got no owners - only spenders." (Omar Little, The Wire)
In Dresden gab es bis 1977 in Niedersedlitz mt einem kurzen Spaziergang den Übergang Dresdner Regelspur - 1000mm. Ebenso allerdings schon vor dem zweiten Weltkrieg umgestellt, da aber direkt nebeneinander in Dresden-Mickten der Wechsel Regelnetz - 1.000mm Lößnitzbahn.

Meine Modellstraßenbahn in bewegten Bildern [www.youtube.com]
TOPCTEH schrieb:
Der unschlagbare kleinste Abstand dürfte wohl am Bahnhof Berlin-Friedrichshagen sein.
Unschlagbar ist der mit Sicherheit nicht, das gibt es in NRW an mehreren Stellen.

P. S.: Als Krönung fällt mir da Mülheim (R) Hbf ein, wo Straßenbahn Duisburg (1435 mm, Profil A), Straßenbahn Mülheim (1000 mm, Profil A) auf Stadtbahn Mülheim (1435 mm, Profil C) treffen. Allerdings findet das Treffen unterirdisch statt, und die Stadtbahn ist hier eine unabhängige Voll-Stadtbahn, also eher mit der Berliner U-Bahn vergleichbar.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.21 14:07.
Mahlzeit,

hobbystudent schrieb:
In Dresden gab es bis 1977 in Niedersedlitz mt einem kurzen Spaziergang den Übergang Dresdner Regelspur - 1000mm. Ebenso allerdings schon vor dem zweiten Weltkrieg umgestellt, da aber direkt nebeneinander in Dresden-Mickten der Wechsel Regelnetz - 1.000mm Lößnitzbahn.
Da bewegen wir uns im cm Bereich, wenn nicht gar im mm Bereich, wenn es um die Kopframpe in Niedersedlitz geht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.21 13:49.
Moin,

die Luftlinie laut Google Maps beträgt jeweils:

Bochum-Langendreer [MS] - Dortmund-Marten [NS] 5,5 km
Witten Marienhospital [MS] - Dortmund Grotenbachstraße [NS] 7,2 km

Duisburg-Hüttenheim [NS] - Krefeld-Uerdingen [MS] 5,8 km
kürzer: Duisburg-Hüttenheim [NS] - Krefeld-Linn[MS] 5,6 km
allerdings mit Umweg über Düsseldorf und Spurwechsel "indirekt" verbunden

Alsbach (Darmstadt) [MS] - Weinheim (rnv) [MS] 21,2 km

Berlin-Hellerdorf [NS] - Strausberg (S) (Strausberger Eisenbahn) [NS] 14,4 km
Rahnsdorf (S) (Woltersdorfer Straßenbahn) [NS] - Rahnsdorf Waldschänke (BVG) [NS] 1 km
das beste zum Schluss: Berlin-Friedrichshagen (BVG) [NS] - Berlin-Friedrichshagen (Schöneicher Straßenbahn) [MS] 50 m

Normalspur [NS] und Meterspur [MS] jeweils gekennzeichnet.

Hannover - Braunschweig oder München - Augsburg habe ich jetzt nicht gemessen ...

VG, 1208

Edit findet noch den Mülheimer HBF, im Tunnel halten U18 und 901, beide Normalspur, an unterschiedlichen Bahnsteigen im selben Bahnhof, können aber nie auf einem Gleis zusammen kommen

Edit 2 - da hatte jemand zeitgleich auch diese Idee



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.21 14:10.
Hallo,

evtl. in Mülheim (Ruhr) gibt es soetwas.

Mülheim Hbf (U18 und 901) beides ist Normalspur, benutzen den gleichen Tunnel, es gibt aber keinen Gleisübergang dazwischen. Beide Strecken kreuzen aber die Normalspurige 102.
So gesehen sind die U18 und die 901 2 verschiedene Systeme

Re: 0,0 km in Krefeld auf der Rheinstr.

geschrieben von: Heiko123

Datum: 11.01.21 14:18

Sie treffen sich nicht nur, sondern fahren ein ganzes Stück auf 4- (bzw. 3-)Schienengleis parallel.

Re: 0,0 km in Krefeld auf der Rheinstr.

geschrieben von: Michael Kochems

Datum: 11.01.21 14:31

Hallo,
wenn wir die gemeinsame Infrastruktur ausschließen, dann gibt es in Krefeld noch die Station Grundend. Dort liegt die Endstelle der meterspurigen SWK-Linie 041 direkt neben der Haltestelle der regelspurigen Rheinbahn-Stadtbahnlinie U76 / U70.

Michael
143 905-8 schrieb:
Hallo,

evtl. in Mülheim (Ruhr) gibt es soetwas.

Mülheim Hbf (U18 und 901) beides ist Normalspur, benutzen den gleichen Tunnel, es gibt aber keinen Gleisübergang dazwischen. Beide Strecken kreuzen aber die Normalspurige 102.
So gesehen sind die U18 und die 901 2 verschiedene Systeme
Die 102 hat Meterspur.
Wobei ich Potenzial sähe für einen Lückenschluß Alsbach - Weinheim.

Grüße aus Wü

TW 239
cinéma schrieb:
TOPCTEH schrieb:
Der unschlagbare kleinste Abstand dürfte wohl am Bahnhof Berlin-Friedrichshagen sein.
Unschlagbar ist der mit Sicherheit nicht, das gibt es in NRW an mehreren Stellen.

P. S.: Als Krönung fällt mir da Mülheim (R) Hbf ein, wo Straßenbahn Duisburg (1435 mm, Profil A), Straßenbahn Mülheim (1000 mm, Profil A) auf Stadtbahn Mülheim (1435 mm, Profil C) treffen. Allerdings findet das Treffen unterirdisch statt, und die Stadtbahn ist hier eine unabhängige Voll-Stadtbahn, also eher mit der Berliner U-Bahn vergleichbar.
Wie User @Hessentor schon schrieb, fahren in Krefeld normalspurige Stadtbahnen aus Düsseldorf und die meterspurige Krefelder Straßenbahn eine Haltestelle weit auf gleicher Strecke. Dasselbe gibts auch in Gelsenkirchen-Horst: meterspurige Straßenbahn nach Buer und normalspurige Stadtbahn nach Essen teilen sich einen Abschnitt in der Mitte dieses Stadtteils.

Die Frage ist, ob man hier von 'gleichen' Systemen reden kann (in Horst entstand die Normalspurstrecke nach Essen durch Umbau der früher bis dorthin durchgehenden Meterspur). Eine weitere Frage ist, ob 'null' noch als ein 'Abstand' gesehen werden soll. Darunter stellt man sich normalerweise etwas endliches vor.
kmueller schrieb:
Zitat:
Die Frage ist, ob man hier von 'gleichen' Systemen reden kann (in Horst entstand die Normalspurstrecke nach Essen durch Umbau der früher bis dorthin durchgehenden Meterspur). Eine weitere Frage ist, ob 'null' noch als ein 'Abstand' gesehen werden soll. Darunter stellt man sich normalerweise etwas endliches vor.
Die genaue Fragestellung war:

Zitat
Gemeint sind nicht zusammenhängende Systeme, die die selbe Infrastruktur benutzen.

Sondern eher die naheliegendste Entfernung zwei nicht verbundene Systeme unterschiedlicher Betriebe.
Sowohl in Horst wie auch auf der Rheinstraße in Krefeld wird - zumindest teilweise - die Infrastruktur gemeinsam genutzt. Fahrleitung, Signale, bei Dreischienengleis auch eine Schiene ...

Daher tendiere ich im Hinblick auf "nicht verbundene Systeme" zu Friedrichshagen. Noch kürzer könnte die Entfernung zwischen Normalspur und Meterspur in KR-Grundend sein, wobei sich der Fragesteller noch dazu äussern müsste ob er diese Konstellation im Sinne seiner Fragestellung zulässt - in Grundend gibt es keine gemeinsame Infrastruktur, aber im Bereich Rheinstraße und HBF schon ...

VG 1208
1208 schrieb:
kmueller schrieb:
Zitat:
Die Frage ist, ob man hier von 'gleichen' Systemen reden kann (in Horst entstand die Normalspurstrecke nach Essen durch Umbau der früher bis dorthin durchgehenden Meterspur). Eine weitere Frage ist, ob 'null' noch als ein 'Abstand' gesehen werden soll. Darunter stellt man sich normalerweise etwas endliches vor.
Die genaue Fragestellung war:

Zitat
Gemeint sind nicht zusammenhängende Systeme, die die selbe Infrastruktur benutzen.

Sondern eher die naheliegendste Entfernung zwei nicht verbundene Systeme unterschiedlicher Betriebe.
Sowohl in Horst wie auch auf der Rheinstraße in Krefeld wird - zumindest teilweise - die Infrastruktur gemeinsam genutzt. Fahrleitung, Signale, bei Dreischienengleis auch eine Schiene ...

Daher tendiere ich im Hinblick auf "nicht verbundene Systeme" zu Friedrichshagen. Noch kürzer könnte die Entfernung zwischen Normalspur und Meterspur in KR-Grundend sein, wobei sich der Fragesteller noch dazu äussern müsste ob er diese Konstellation im Sinne seiner Fragestellung zulässt - in Grundend gibt es keine gemeinsame Infrastruktur, aber im Bereich Rheinstraße und HBF schon ...

VG 1208
Dann würde immer noch Mülheim (R) Hbf. vorne liegen, denke ich. Stadtbahn und Straßenbahn sind dort keine 50 m auseinander.
cinéma schrieb:
1208 schrieb:
Die genaue Fragestellung war:

Zitat
Gemeint sind nicht zusammenhängende Systeme, die die selbe Infrastruktur benutzen.

Sondern eher die naheliegendste Entfernung zwei nicht verbundene Systeme unterschiedlicher Betriebe.
...
Dann würde immer noch Mülheim (R) Hbf. vorne liegen, denke ich. Stadtbahn und Straßenbahn sind dort keine 50 m auseinander.
Mülheim mit dem Makel, dass 901 und 102 im Tunnel gemeinsame Infrastruktur (Vierschienengleis) haben. 102 und U18 hingegen sind kein unterschiedlicher Betrieb, beides Ruhrbahn ...

VG 1208
Hallo

143 905-8 schrieb:
Hallo,

evtl. in Mülheim (Ruhr) gibt es soetwas.

Mülheim Hbf (U18 und 901) beides ist Normalspur, benutzen den gleichen Tunnel, es gibt aber keinen Gleisübergang dazwischen. Beide Strecken kreuzen aber die Normalspurige 102.
So gesehen sind die U18 und die 901 2 verschiedene Systeme
Gefragt war aber nach Betrieben, die nicht die gleiche Infrastruktur benutzen. Einen gemeisam benutzten Tunnel würde ich schon als gemeinsame Infrastruktur betrachten, auch wenn keine Gleise gemeinsam genutzt werden können. Von daher bleibt dann wohl nur die Nähe der BVG-Straßenbahn zur Schöneicher Straßenbahn in B-Friedrichshagen als Antwort. Ich gebe aber zu, dass es sicher Geschmackssache ist, wie man das definieren will.

Viele Grüße

Ulrich C.
Hallo

1208 schrieb:
cinéma schrieb:
1208 schrieb:
Die genaue Fragestellung war:

Zitat
Gemeint sind nicht zusammenhängende Systeme, die die selbe Infrastruktur benutzen.

Sondern eher die naheliegendste Entfernung zwei nicht verbundene Systeme unterschiedlicher Betriebe.
...
Dann würde immer noch Mülheim (R) Hbf. vorne liegen, denke ich. Stadtbahn und Straßenbahn sind dort keine 50 m auseinander.
Mülheim mit dem Makel, dass 901 und 102 im Tunnel gemeinsame Infrastruktur (Vierschienengleis) haben. 102 und U18 hingegen sind kein unterschiedlicher Betrieb, beides Ruhrbahn ...
Ich würde davon ausgehen, dass auch der Tunnel selbst eine Infrastruktur ist, die gemeinsam genutzt wird, auch wenn es keine gemeinsamen Gleise gibt.

Viele Grüße

Ulrich C.
und selbst wenn, sind die Systeme mittelbar verbunden, weil die Ruhrbahn-Meterspur sowohl mit der Duisburger Normalspur als auch mit der Ruhrbahn-Normalspur direkte Berührungspunkte (Mühlheimer Tunnel, Essen Südstrecke, Essen Hauptwerkstatt) hat
Ulrich(Berlin) schrieb:
Hallo

1208 schrieb:
cinéma schrieb:
1208 schrieb:
Die genaue Fragestellung war:

Zitat
Gemeint sind nicht zusammenhängende Systeme, die die selbe Infrastruktur benutzen.

Sondern eher die naheliegendste Entfernung zwei nicht verbundene Systeme unterschiedlicher Betriebe.
...
Dann würde immer noch Mülheim (R) Hbf. vorne liegen, denke ich. Stadtbahn und Straßenbahn sind dort keine 50 m auseinander.
Mülheim mit dem Makel, dass 901 und 102 im Tunnel gemeinsame Infrastruktur (Vierschienengleis) haben. 102 und U18 hingegen sind kein unterschiedlicher Betrieb, beides Ruhrbahn ...
Ich würde davon ausgehen, dass auch der Tunnel selbst eine Infrastruktur ist, die gemeinsam genutzt wird, auch wenn es keine gemeinsamen Gleise gibt.

Viele Grüße

Ulrich C.
Soweit alles richtig - aber U18 vs. 901 sollte doch passen. Benutzen beide nicht den gleichen Tunnel, haben keine Gleisverbindung (mehr?) und sind verschiedene Betriebe. Die räumliche Nähe ohne Verbindung kann man hier: [www.gleisplanweb.eu] gut sehen. Ansonsten wäre ich auch bei Berlin Friedrichshagen, messe dort bei Google aber ungefähr 90m: [www.google.com] (Witzigerweise steht dort der historische Tw 73 in der Wendeschleife)

Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.

Die echte Seite über die Chemnitzer Straßenbahn: [www.strassenbahn-chemnitz.de]
T3R.PV schrieb:
Soweit alles richtig - aber U18 vs. 901 sollte doch passen. Benutzen beide nicht den gleichen Tunnel, haben keine Gleisverbindung (mehr?)
Sie haben noch nie eine Gleisverbindung gehabt, weil die Systeme nicht kompatibel sind.
Die Fragestellung verstehe ich eigentlich so, dass nur wirklich voneinander unabhängige Netze gemeint sind, also nicht Rhein-Ruhr-Spitzfindigkeiten im selben Tunnel. Natürlich ist mit Friedrichshagen und Berlin vs. Schöneiche auch die Antwort da. Das ist auch eindeutig, zeitlebens unterschiedliche Betreiber und unterschiedliche Spurweite.

Es gibt aber noch andere nette Fälle. So liegen die Netze von Erfurt und Gotha nur noch etwa 16 km auseinander (immer als Luftlinie der jeweils am nächsten zueinander gelegenen Punkte gerechnet). Miltitz - Bad Dürrenberg wurde ja schon genannt.

Weitere schöne Beispiele, leider teilweise nur noch historisch, gibt es in der Ukraine im Donbass. Die Städte dort liegen nicht ganz so dicht gedrängt wie im Ruhrgebiet, sondern haben mit Ausnahme der unmittelbaren Umgebung von Donezk immer einige Kilometer freie Fläche dazwischen. Deswegen sind bzw. waren das größtenteils isolierte Netze, aber mit sehr geringem Abstand. Das Straßenbahnnetz von Druschkiwka (gibts noch) hat nur 7 km Abstand zu Kramatorsk und 8 km zu Kostjantyniwka (beide eingegangen). Die Straßenbahnen von Donezk und Awdijiwka (Spartak) lagen sogar nur 3 km auseinander, Donezk und Makijiwka etwa 5 km. Letzteres dürfte wohl auch der weltweit einzige Fall gewesen sein, dass zwei Straßenbahnnetze über Obustrecken miteinander verbunden waren.

Wenn man Obusnetze nimmt, gibt es noch Sjewjerodonezk und Lyssytschansk, etwa 2,5 km auseinander, aber nie miteinander verbunden.
In Antalya treffen sich die klassische Bahn mit Nürnberger Wagen und die neue Stadtbahn. In eine Strassenkreuzung biegen beide 90 Grad ab und haben deshalb keine Gleiverbindung. Abstand etwa 5 Meter.
Dann gilt nach wie vor Dresden (Stadtnetz),
- Vortbahn (Meterspur),
- Lockwitztalbahn (Meterspur).

Unterschiedliche Betreiber, unterschiedliche Spurweiten.

Auch wenn später und darum geht es ja nicht der selbe Betreiber und evtl. auf Stadtspur umgebaut.
kaufhalle schrieb:
(...) Die Straßenbahnen von Donezk und Awdijiwka (Spartak) lagen sogar nur 3 km auseinander, Donezk und Makijiwka etwa 5 km. Letzteres dürfte wohl auch der weltweit einzige Fall gewesen sein, dass zwei Straßenbahnnetze über Obustrecken miteinander verbunden waren. (...)

Zeitweise gab es das auch in Deutschland: Bis zu ihrer Einstellung 1978 war die Straßenbahn Esslingen-Nellingen-Denkendorf mit der Stuttgarter Straßenbahn durch den Esslinger O-Bus verbunden, seit 1944 die Straßenbahn Esslingen durch den O-Bus ersetzt wurde.

Grüße
Silli
kaufhalle schrieb:
Die Fragestellung verstehe ich eigentlich so, dass nur wirklich voneinander unabhängige Netze gemeint sind, also nicht Rhein-Ruhr-Spitzfindigkeiten im selben Tunnel. Natürlich ist mit Friedrichshagen und Berlin vs. Schöneiche auch die Antwort da. Das ist auch eindeutig, zeitlebens unterschiedliche Betreiber und unterschiedliche Spurweite.
Genau das Gleiche gilt für Mülheim auch, unterschiedliche Netze, Betreiber und auch nicht im selben Tunnel. Also: Keine Spitzfindigkeiten.
Ob jetzt Mülheim oder Berlin-Friedrichshagen eher zutreffend sind, müsste man mit dem Maßband klären.
SES schrieb:
Dann gilt nach wie vor Dresden (Stadtnetz),
- Vortbahn (Meterspur),
- Lockwitztalbahn (Meterspur).

Unterschiedliche Betreiber, unterschiedliche Spurweiten.

Auch wenn später und darum geht es ja nicht der selbe Betreiber und evtl. auf Stadtspur umgebaut.

Das ist Ansichtssache. Später war das doch alles eins.

Silli schrieb:
kaufhalle schrieb:
(...) Die Straßenbahnen von Donezk und Awdijiwka (Spartak) lagen sogar nur 3 km auseinander, Donezk und Makijiwka etwa 5 km. Letzteres dürfte wohl auch der weltweit einzige Fall gewesen sein, dass zwei Straßenbahnnetze über Obustrecken miteinander verbunden waren. (...)

Zeitweise gab es das auch in Deutschland: Bis zu ihrer Einstellung 1978 war die Straßenbahn Esslingen-Nellingen-Denkendorf mit der Stuttgarter Straßenbahn durch den Esslinger O-Bus verbunden, seit 1944 die Straßenbahn Esslingen durch den O-Bus ersetzt wurde.

Stimmt, danke. Aber vorher war das doch mal ein durchgehendes Netz?

cinéma schrieb:
kaufhalle schrieb:
Die Fragestellung verstehe ich eigentlich so, dass nur wirklich voneinander unabhängige Netze gemeint sind, also nicht Rhein-Ruhr-Spitzfindigkeiten im selben Tunnel. Natürlich ist mit Friedrichshagen und Berlin vs. Schöneiche auch die Antwort da. Das ist auch eindeutig, zeitlebens unterschiedliche Betreiber und unterschiedliche Spurweite.
Genau das Gleiche gilt für Mülheim auch, unterschiedliche Netze, Betreiber und auch nicht im selben Tunnel. Also: Keine Spitzfindigkeiten.
Ob jetzt Mülheim oder Berlin-Friedrichshagen eher zutreffend sind, müsste man mit dem Maßband klären.

Tja, das mit dem Betreiber ist gar nicht so eindeutig. Die Infrastruktur dürfte schon mal einheitlich der Stadt Mülheim gehören (möglicherweise ist das aber in Friedrichshagen sinngemäß das gleiche). Aber auch der Linienbetreiber (Konzessionsinhaber) war lange Zeit identisch, wenn auch bei damals oberirdischem Betrieb. Mindestens bis in die 90er Jahre war die DVG auf Mülheimer Gebiet nur Subunternehmer.
kaufhalle schrieb:
Aber auch der Linienbetreiber (Konzessionsinhaber) war lange Zeit identisch, wenn auch bei damals oberirdischem Betrieb. Mindestens bis in die 90er Jahre war die DVG auf Mülheimer Gebiet nur Subunternehmer.

Nach [www.brd.nrw.de] ist das immer noch so. Konzessionsinhaber sowohl der 901 als auch der U18 für das Stadtgebeit Mülheim ist die Ruhrbahn Mülheim GmbH.

Grüße

-chriz

--
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cinéma schrieb:
kaufhalle schrieb:
Die Fragestellung verstehe ich eigentlich so, dass nur wirklich voneinander unabhängige Netze gemeint sind, also nicht Rhein-Ruhr-Spitzfindigkeiten im selben Tunnel. Natürlich ist mit Friedrichshagen und Berlin vs. Schöneiche auch die Antwort da. Das ist auch eindeutig, zeitlebens unterschiedliche Betreiber und unterschiedliche Spurweite.
Genau das Gleiche gilt für Mülheim auch, unterschiedliche Netze, Betreiber und auch nicht im selben Tunnel. Also: Keine Spitzfindigkeiten.
Ob jetzt Mülheim oder Berlin-Friedrichshagen eher zutreffend sind, müsste man mit dem Maßband klären.
Das sollte man dann aber auch in Krefeld-Grundend einsetzen, wo die Meterspur des KREVAG-Stadtnetzes (u.a. zur Erleichterung des Umsteigens, wer hätte das gedacht!) vom (Vor-)Ortzentrum bis zum Bahnsteig der normalspurigen Rheinbahnlinie nach Düsseldorf verlängert wurde.
[www.google.de]
Christoph Zimmermann schrieb:
kaufhalle schrieb:
Aber auch der Linienbetreiber (Konzessionsinhaber) war lange Zeit identisch, wenn auch bei damals oberirdischem Betrieb. Mindestens bis in die 90er Jahre war die DVG auf Mülheimer Gebiet nur Subunternehmer.

Nach [www.brd.nrw.de] ist das immer noch so. Konzessionsinhaber sowohl der 901 als auch der U18 für das Stadtgebeit Mülheim ist die Ruhrbahn Mülheim GmbH.
Jetzt sind wir aber wirklich bei Spitzfindigkeiten rechtlicher Natur, ob das noch im Sinne des Fragestellers ist?
Aber gut, dann wären diese rechtlichen Angelegenheiten in Bezug auf den Berliner Fall auch erst einmal zu klären.

Wenn es aber um die technische Trennung und die Verschiedenheit der Betreiber geht, ist der Mülheimer Fall schon ziemlich eindeutig.
cinéma schrieb:
Christoph Zimmermann schrieb:
kaufhalle schrieb:
Aber auch der Linienbetreiber (Konzessionsinhaber) war lange Zeit identisch, wenn auch bei damals oberirdischem Betrieb. Mindestens bis in die 90er Jahre war die DVG auf Mülheimer Gebiet nur Subunternehmer.

Nach [www.brd.nrw.de] ist das immer noch so. Konzessionsinhaber sowohl der 901 als auch der U18 für das Stadtgebeit Mülheim ist die Ruhrbahn Mülheim GmbH.
Jetzt sind wir aber wirklich bei Spitzfindigkeiten rechtlicher Natur, ob das noch im Sinne des Fragestellers ist?
Aber gut, dann wären diese rechtlichen Angelegenheiten in Bezug auf den Berliner Fall auch erst einmal zu klären.

Wenn es aber um die technische Trennung und die Verschiedenheit der Betreiber geht, ist der Mülheimer Fall schon ziemlich eindeutig.

Den Fragesteller hatte ich eher so verstanden, dass er nahe beieinanderliegende Orte mit Straßenbahnnetz meinte. Nicht Umsteigehaltestellen, bei denen technisch bedingt die Haltestellen getrennt sind. Das sind nämlich Spitzfindigkeiten (die Dresdener Fälle sehe ich ähnlich, das war später betreiberseitig alles eins). DVG und Betriebe der Stadt Mülheim haben früher gemeinsam ein Vierschienengleis benutzt, und der Betreiber ist nominell der gleiche, nur dass halt auf der DVG-Normalspur ein Subunternehmer fährt. In Friedrichshagen wüsste ich nicht, wie da irgendwas vermischt sein sollte.
Wenn Dresden raus ist,
sind es in Leipzig die L. E. St. und G. L. St. auch.
kaufhalle schrieb:
Den Fragesteller hatte ich eher so verstanden, dass er nahe beieinanderliegende Orte mit Straßenbahnnetz meinte. Nicht Umsteigehaltestellen, bei denen technisch bedingt die Haltestellen getrennt sind. Das sind nämlich Spitzfindigkeiten (die Dresdener Fälle sehe ich ähnlich, das war später betreiberseitig alles eins). DVG und Betriebe der Stadt Mülheim haben früher gemeinsam ein Vierschienengleis benutzt, und der Betreiber ist nominell der gleiche, nur dass halt auf der DVG-Normalspur ein Subunternehmer fährt. In Friedrichshagen wüsste ich nicht, wie da irgendwas vermischt sein sollte.
Stadtbahn und Straßenbahn haben dort nie ein Vierschienengleis benutzt.
kaufhalle schrieb:
Silli schrieb:
Zeitweise gab es das auch in Deutschland: Bis zu ihrer Einstellung 1978 war die Straßenbahn Esslingen-Nellingen-Denkendorf mit der Stuttgarter Straßenbahn durch den Esslinger O-Bus verbunden, seit 1944 die Straßenbahn Esslingen durch den O-Bus ersetzt wurde.
Stimmt, danke. Aber vorher war das doch mal ein durchgehendes Netz?
Laut Wikipedia (LINK) verkehrten die Stuttgarter Linien 19 und 26 auf der ESS-Infrastruktur bis Obereßlingen. Die END nutzte die ESS-Infrastruktur als Wendeschleife. Damit dürfte eine durchgehende Infrastruktur gegeben gewesen sein, wenngleich auch kein END-Zug nach Stuttgart durchgebunden war.

Grüße
Silli



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.21 12:12.
Hallo

T3R.PV schrieb:
Ulrich(Berlin) schrieb:
Zitat:
Ich würde davon ausgehen, dass auch der Tunnel selbst eine Infrastruktur ist, die gemeinsam genutzt wird, auch wenn es keine gemeinsamen Gleise gibt.
Soweit alles richtig - aber U18 vs. 901 sollte doch passen. Benutzen beide nicht den gleichen Tunnel, haben keine Gleisverbindung (mehr?) und sind verschiedene Betriebe. Die räumliche Nähe ohne Verbindung kann man hier: [www.gleisplanweb.eu] gut sehen. Ansonsten wäre ich auch bei Berlin Friedrichshagen, messe dort bei Google aber ungefähr 90m: [www.google.com] (Witzigerweise steht dort der historische Tw 73 in der Wendeschleife)
Das kann man natürlich sehen, wie man will. Auch wenn U18 und 901 nicht die gleichen Gleise befahren, befahren sie aber doch beide die unterirdische Stadtbahnstation am Mülheimer Hauptbahnhof mit gemeinsamen Zugängen. Ich finde schon, dass das eine gemeinsame Infrastruktur ist, vielleicht nicht von der Verkehrstechnik her, aber zumindest von baulicher Seite.

Viele Grüße

Ulrich C.
Dann ist die Situation in Berlin quasi auch eine gemeinsame Infrastruktur. Schließlich ist das ja derselbe öffentliche Raum, in dem man sich bewegt.
cinéma schrieb:
Dann ist die Situation in Berlin quasi auch eine gemeinsame Infrastruktur. Schließlich ist das ja derselbe öffentliche Raum, in dem man sich bewegt.

Eine Straßenbahn bewegt sich aber nicht irgendwie durch einen "öffentlichen Raum". Es sind dort zwei zeitlebens getrennte Netze getrennter Unternehmen.
Getrennte Netze getrennter Unternehmen hast Du im Mülheimer Fall auch. Ob das nun auf Ebene 0 oder –x passiert, ist an sich egal.
cinéma schrieb:
Getrennte Netze getrennter Unternehmen hast Du im Mülheimer Fall auch. Ob das nun auf Ebene 0 oder –x passiert, ist an sich egal.

Es sind in Mülheim aber keine getrennten Unternehmen, sondern nur getrennte Netze des selben Unternehmens. Die DVG ist nur Subunternehmer.
Über Mülheim Hbf, Krefeld und Gelsenkirchen Buerer Str. kann man wirklich streiten. Hätte ich aber im Zweifelsfall ausgeschlossen, da sich die Fahrer hier die Hände schütteln können. (Hätte icht evtl. ewähnen sollen)
Berlin-Friedrichshagen wäre dann wirklich der einzige deutsche Ort, in den man Fußläufig 2 unterschiedliche Straßenbahnsysteme erreichen kann, wenn man Rhein-Ruhr jetzt mal auslässt.

Ich wollte eher eine Liste erstellen, welche die Kürzeste Entfernung zweier Systeme ist. Sowas wie die Beispiele mit Gotha und Erfurt oder auch der Straßenbahnnetze Halle und Leipzig meine ich.

Was z.B. noch nicht genannt wurde, sind die kürzesten Entfernungen zwischen:
Rheinbahn - KVB
rnv - Stadtbahn Karlsruhe
VGF - Heag
Dortmundriver schrieb:
Über Mülheim Hbf, Krefeld und Gelsenkirchen Buerer Str. kann man wirklich streiten. Hätte ich aber im Zweifelsfall ausgeschlossen, da sich die Fahrer hier die Hände schütteln können. (Hätte icht evtl. ewähnen sollen)
Berlin-Friedrichshagen wäre dann wirklich der einzige deutsche Ort, in den man Fußläufig 2 unterschiedliche Straßenbahnsysteme erreichen kann, wenn man Rhein-Ruhr jetzt mal auslässt.

Ich wollte eher eine Liste erstellen, welche die Kürzeste Entfernung zweier Systeme ist. Sowas wie die Beispiele mit Gotha und Erfurt oder auch der Straßenbahnnetze Halle und Leipzig meine ich.

Was z.B. noch nicht genannt wurde, sind die kürzesten Entfernungen zwischen:
Rheinbahn - KVB
rnv - Stadtbahn Karlsruhe
VGF - Heag
Nun gut, Rheinbahn–KVB dürften etwa 20 km sein, zwischen Merkenich und Benrath. Wirklich nah also nicht.
Es gibt halt eine deutliche Trennung zwischen Rhein-Sieg und Rhein-Ruhr.
kaufhalle schrieb:
cinéma schrieb:
Dann ist die Situation in Berlin quasi auch eine gemeinsame Infrastruktur. Schließlich ist das ja derselbe öffentliche Raum, in dem man sich bewegt.
Eine Straßenbahn bewegt sich aber nicht irgendwie durch einen "öffentlichen Raum". Es sind dort zwei zeitlebens getrennte Netze getrennter Unternehmen.
Ich würde ein getrenntes Netz dann sehen, wenn es kein gemeinsam genutztes Gleis gibt, bei unterschiedlichen Spurweiten zählt ein Mehrschienengleis als ein Gleis. Also Nutzung verschiedener Bahnsteigkanten an der gleichen Haltestelle ist ein getrenntes Netz.


Gruss, Fastrider

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