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ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: westerwald/lahn/taunus-tf

Datum: 08.01.21 21:11

Der ÖPNV ist ein wichtiges Standbein in unseren Städten. Doch wie entwickelt sich der ÖPNV in Zukunft?

Mit Corona Maßnahmen fehlen unseren Städten und Kommunen Einnahmen. Zusätzlich haben unsere Städte und Kommunen zusätzliche Ausgaben. Geld das für den Nahverkehr langfristig fehlt. Aktuelle Preissteigerungen erhöhen nicht unbedingt die Attraktivität von Bus und Bahn. Viele Menschen haben Angst sich in Bus und Bahn anzustecken und fahren vermehrt mit dem Auto.

Sparen, Fahrpreise erhöhen am Fahrtenangebot sparen, ist der falsche Weg. Wie sehr ihr die künftige Entwicklung im Nahverkehr, wenn die Kassen leer sind?

Grade jetzt ist es an der Zeit in den ÖPNV zu investieren, die Attraktivität zu steigern und den ÖPNV auszubauen. Anstatt immer nur die billigsten Fahrzeuge zu bestellen und die Arbeitszeiten zu optimieren, brauchen wir attraktive Busse und Bahnen. Siehe Frankreich.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 08.01.21 22:00

So lange nicht klar ist, wie es mit Corona weitergeht, ist alles Spekulation.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: KN58

Datum: 08.01.21 22:36

Ganz einfach. Für den Massentransport zu Stoßzeiten sind die klassischen Busse und Bahnen nicht ersetzbar. Für ruhige Zeiten und vor allem nachts und an Sonn- und Feiertagen fördert ein geringer Takt die Nachfrage nach Autos.
Idealerweise müssten wir weg von immer länger werdenden Straßenbahnen und hin zu kuppelbaren kurzen Wagen. Das hat zu früheren Zeiten wunderbar geklappt. Als Zweiachser üblich waren, konnte durch Zugabe von einem oder zwei Beiwagen bedarfsgerecht gefahren werden. Später, als Gelenkwagen in Mode kamen, gab es vielerorts weiterhin noch zusätzliche Beiwagen. Sowas vermisse ich heutzutage, jedoch viel eher als Doppeltraktionen mit Triebwagen. Erfurt zum Beispiel macht das sehr gut.
Bei Zugtrennungen erhält man dann zwei kurze Triebwagen, die bei niedrigem Verkehr dennoch für einen dichten Takt sorgen können. Das geht mit einem 40m langen Wagen nicht, der zudem auch überwiegen leer sein würde.

Das würde die Attraktivität des ÖPNV deutlich steigern. Denn viele Menschen begründen ihr Auto damit, dass sie nachts und an Sonn- und Feiertagen nicht vernünftig zur Arbeit kommen.


Nun gehts um die "letzte Meile". Haben Start und/oder Ziel eine schlechte oder gar keine ÖPNV-Anbindung, wird auch wieder das Auto attraktiver. An dieser Stelle muss der ÖPNV der Zukunft anknüpfen. Selbstfahrende Autos, die sich derzeit noch in der Entwicklung befinden, könnten als eine Art Sammeltaxi die Personen zu einer zentralen Haltestelle bringen oder je nach Strecke sogar gleich bis ans Ziel.
Die Verkehrsunternehmen werden um selbstfahrende Sammeltaxis nicht herumkommen, wenn sie marktreif werden. Denn diese Technologie bringt viel Potential, um den ÖPNV attraktiver zu gestalten. Sie muss umgehend in den ÖPNV integriert werden. Sonst laufen wir Gefahr, dass der Privatmann sich so ein selbstfahrendes Auto einfach selbst kauft und somit der Verkehr weiter ansteigt, weil nun private selbstfahrende Autos leer durch die Gegend fahren, weil sie mehrere Familienmitglieder nutzen oder das Auto außerorts einen Parkplatz sucht bzw. einfach nach Hause fährt und den Besitzer zu Feierabend wieder abholt.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 09.01.21 01:05

Also der ÖPNV wird zukünftig auf dem Land völlig an Bedeutung verlieren, was auch kein Problem ist, da er dort nicht effizient betrieben werden kann bzw. kaum Vorteile bringt.

In den Städten sieht das meiner Vermutung nach aber anders aus. Denn, nehmen wir mal an, selbst fahrende Autos sind im nächsten Jahrzehnt möglich, dann kann Ommi Helga, die ihren Führerschein eigentlich schon vor Jahren abgegeben hat, auch wieder fahren. Die Enkel (beide 16) von Ommi Helga können auch mit dem autonomen Pkw fahren. Kurzum: Würde die Politik bei den selbst fahrenden Autos, wenn sie denn möglich sind, nicht regulierend eingreifen, dann würde der Autoverkehr MASSIVST explodieren. Der eigentlich erhoffte Effizienzschub der Blechkarrenkarawanen wäre dahin. Man stelle sich mal folgendes vor: Weil die Parkgebühren in der Innenstadt zu teuer sind, lassen zukünftig alle ihr selbst fahrendes Auto zwei Stunden um den Block fahren, bis sie den Arzttermin erledigt haben.
Wenn es diese Technik bald gibt, dann brauchen wir ganz sicher eine kilometer- und nachfrageabhängige City-Maut. Und dazu auch den MASSIVEN Ausbau des ÖPNVs. Denn ohne dessen Ausbau würde eben erwähntes Phänomen auftreten und man könnte den Effizienzschub durch diese Art der Automatisierung nur begrenzt nutzen (Zubringerfunktion des selbst fahrenden Autos zum ÖPNV und das Teilen der Ressource Automobil).

Selbst fahrende Autos könnten die Lösung sein gegen völlig autoverstopfte Städte, da man die durchschnittliche Auslastung eines Pkws von derzeit ca. 1,1 - 1,3 Personen vielleicht auf über 3 anheben könnte. Aber das Ziel der Verringerung der Anzahl an Autos in Städten erreicht man nur mit dem ÖPNV zusammen. Nur leider begreift das die Mehrheit der Deutschen nicht.

Ich bin übrigens immer noch skeptisch, was selbst fahrende Autos angeht. Ich glaube nicht, dass diese für jede Verkehrssituation gewappnet wären. Ich kann mir sogar vorstellen, dass es erst noch einige Jahrzehnte Pflicht sein wird, das jemand immer drin sitzt und zur Not eingreifen können muss. Es gibt einfach sehr viele Einflussfaktoren mit denen die Automatik (noch) nicht klar kommt.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: Tramateur

Datum: 09.01.21 01:16

KN58 schrieb:
Ganz einfach. Für den Massentransport zu Stoßzeiten sind die klassischen Busse und Bahnen nicht ersetzbar. Für ruhige Zeiten und vor allem nachts und an Sonn- und Feiertagen fördert ein geringer Takt die Nachfrage nach Autos.
Idealerweise müssten wir weg von immer länger werdenden Straßenbahnen und hin zu kuppelbaren kurzen Wagen. Das hat zu früheren Zeiten wunderbar geklappt. Als Zweiachser üblich waren, konnte durch Zugabe von einem oder zwei Beiwagen bedarfsgerecht gefahren werden. Später, als Gelenkwagen in Mode kamen, gab es vielerorts weiterhin noch zusätzliche Beiwagen. Sowas vermisse ich heutzutage, jedoch viel eher als Doppeltraktionen mit Triebwagen. Erfurt zum Beispiel macht das sehr gut.
Bei Zugtrennungen erhält man dann zwei kurze Triebwagen, die bei niedrigem Verkehr dennoch für einen dichten Takt sorgen können. Das geht mit einem 40m langen Wagen nicht, der zudem auch überwiegen leer sein würde.
Laut Universität Stuttgart - Institut für Straßen-und Verkehrswesen entfällt mit 43 % der größte Kostenposten aber auf das Fahrpersonal. Rein durch kleinere Fahrzeuggrößen lässt sich hier also nichts einsparen. Der zweitgrößte Posten sind die Fahrzeugkosten (20 %). Hier dürften zwei "kurze" statt einem "längeren" Fahrzeug sogar teurer sein. Die Antriebskosten sind mit 12 % angegeben, das ist vielleicht der einzige Punkt bei dem sich merkbar etwas einsparen ließe.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: def

Datum: 09.01.21 06:19

Tramateur schrieb:
KN58 schrieb:
Ganz einfach. Für den Massentransport zu Stoßzeiten sind die klassischen Busse und Bahnen nicht ersetzbar. Für ruhige Zeiten und vor allem nachts und an Sonn- und Feiertagen fördert ein geringer Takt die Nachfrage nach Autos.
Idealerweise müssten wir weg von immer länger werdenden Straßenbahnen und hin zu kuppelbaren kurzen Wagen. Das hat zu früheren Zeiten wunderbar geklappt. Als Zweiachser üblich waren, konnte durch Zugabe von einem oder zwei Beiwagen bedarfsgerecht gefahren werden. Später, als Gelenkwagen in Mode kamen, gab es vielerorts weiterhin noch zusätzliche Beiwagen. Sowas vermisse ich heutzutage, jedoch viel eher als Doppeltraktionen mit Triebwagen. Erfurt zum Beispiel macht das sehr gut.
Bei Zugtrennungen erhält man dann zwei kurze Triebwagen, die bei niedrigem Verkehr dennoch für einen dichten Takt sorgen können. Das geht mit einem 40m langen Wagen nicht, der zudem auch überwiegen leer sein würde.
Laut Universität Stuttgart - Institut für Straßen-und Verkehrswesen entfällt mit 43 % der größte Kostenposten aber auf das Fahrpersonal. Rein durch kleinere Fahrzeuggrößen lässt sich hier also nichts einsparen. Der zweitgrößte Posten sind die Fahrzeugkosten (20 %). Hier dürften zwei "kurze" statt einem "längeren" Fahrzeug sogar teurer sein. Die Antriebskosten sind mit 12 % angegeben, das ist vielleicht der einzige Punkt bei dem sich merkbar etwas einsparen ließe.
Hinzu käme ja, dass sich die Bahnen ja auch nicht von allein schwächen würden und irgendwer die abgekuppelten Wagen in den Betriebshof bringen müsste. Nicht alle Netze sind wie Strausberg, wo sowieso sämtliche Fahrten am Betriebshof enden. Die Auswirkung des Faktors "Durchschnittliche Auslastung" auf den wirtschaftlichen Betrieb wird m.E. überschätzt. Aus dem gleichen Grund halte ich auch für fragwürdig, in den letzten zwei, drei Betriebsstunden Busse statt Straßenbahnen einzusetzen. Was spart man dadurch?

Was in Netzen mit verschiedenen Fahrzeuglängen sinnvoll sein könnte: wenn eine stärker und eine Linie mit längeren und eine mit kürzeren Zügen eine gemeinsame Endhaltestelle haben, können bei der Taktausdünnung in den Abendstunden kurze Züge von der schwächer auf die stärker nachgefragte Linie übergehen - und deren längere Fahrzeuge zum Betriebshof aussetzen. Denn welche Bahnen dann die Fahrt zum Betriebshof antreten, ist für die Personalkosten ziemlich egal, so dass sich hier vielleicht tatsächlich ein wenig Geld sparen lässt.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: def

Datum: 09.01.21 06:33

traktionsumrichter schrieb:
Ich bin übrigens immer noch skeptisch, was selbst fahrende Autos angeht. Ich glaube nicht, dass diese für jede Verkehrssituation gewappnet wären. Ich kann mir sogar vorstellen, dass es erst noch einige Jahrzehnte Pflicht sein wird, das jemand immer drin sitzt und zur Not eingreifen können muss. Es gibt einfach sehr viele Einflussfaktoren mit denen die Automatik (noch) nicht klar kommt.
Und auch sehr alltägliche. Ich bin vor einiger Zeit mal mit dem autonomen Bus in der Wiener Seestadt mitgefahren. Als ein Paketfahrzeug in zweiter Reihe parkte, musste der mitfahrende Mitarbeiter eingreifen, weil eine solche Situation für die Elektronik derzeit noch zu komplex ist. Und wahrscheinlich nicht nur zu komplex, auch aus rein praktischer Sicht schwer zu bewältigen, weil es ja auch die "Sicht" des Fahrzeugs blockiert.

Das Hauptproblem ist m.E. genau diese unendliche Komplexität der Realität: in einer abgeschlossenen Welt, in der alle nur mit selbstfahrenden Fahrzeugen unterwegs wäre, die auch noch miteinander kommunizieren, hätten die wahrscheinlich keine Probleme. Da könnte es ja in ferner Zukunft sogar einen Tag X geben, an dem von einem auf den anderen Tag auf vollständig selbstfahrende Kraftfahrzeuge umgestellt wird. Dann hätte man allerdings auch immer noch das "Problem", dass es Fußgänger/innen und Radfahrende gibt; dass nach einem Sturm ein Ast eine Fahrbahn blockiert, der aber von einem steuernden Menschen umfahren werden kann (im Grunde die Zweite-Reihe-Situation, aber nicht durch einen anderen Verkehrsteilnehmer verursacht).

Und da haben wir noch gar nicht mit rechtlichen Aspekten (Stichwort: Verantwortung bei Unfällen) angefangen.

Auch Träumereien von fliegenden Autos sehe ich eher skeptisch: das erweitert einfach die fatale Verkehrspolitik der letzten 70 Jahre auf die dritte Dimension. Es gäbe dann in Städten (aber z.T. auch in ländlichen Räumen) keinen ruhigen und keinen privaten Ort mehr, auch keinen privaten mehr, das Surren der Drohnen wäre omnipräsent, im Garten genauso wie in bisher ruhigen Hinterhöfen und Parks, und sie würden Einblicke in Wohnungen und Gärten erlauben, die es bisher nicht gibt. In punkto Entlastung würde man hingegen den gleichen Effekt beobachten wie beim Ausbau des Straßennetzes: erstmal geht es schneller, dann ist heilloses Chaos (und der Himmel über der Stadt dicht).

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.21 07:26.

Mein Reden (o.w.T)

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 09.01.21 09:14

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: Jochen-1958

Datum: 09.01.21 10:30

Tramateur schrieb:
KN58 schrieb:
Ganz einfach. Für den Massentransport zu Stoßzeiten sind die klassischen Busse und Bahnen nicht ersetzbar. Für ruhige Zeiten und vor allem nachts und an Sonn- und Feiertagen fördert ein geringer Takt die Nachfrage nach Autos.
Idealerweise müssten wir weg von immer länger werdenden Straßenbahnen und hin zu kuppelbaren kurzen Wagen. Das hat zu früheren Zeiten wunderbar geklappt. Als Zweiachser üblich waren, konnte durch Zugabe von einem oder zwei Beiwagen bedarfsgerecht gefahren werden. Später, als Gelenkwagen in Mode kamen, gab es vielerorts weiterhin noch zusätzliche Beiwagen. Sowas vermisse ich heutzutage, jedoch viel eher als Doppeltraktionen mit Triebwagen. Erfurt zum Beispiel macht das sehr gut.
Bei Zugtrennungen erhält man dann zwei kurze Triebwagen, die bei niedrigem Verkehr dennoch für einen dichten Takt sorgen können. Das geht mit einem 40m langen Wagen nicht, der zudem auch überwiegen leer sein würde.
Laut Universität Stuttgart - Institut für Straßen-und Verkehrswesen entfällt mit 43 % der größte Kostenposten aber auf das Fahrpersonal. Rein durch kleinere Fahrzeuggrößen lässt sich hier also nichts einsparen. Der zweitgrößte Posten sind die Fahrzeugkosten (20 %). Hier dürften zwei "kurze" statt einem "längeren" Fahrzeug sogar teurer sein. Die Antriebskosten sind mit 12 % angegeben, das ist vielleicht der einzige Punkt bei dem sich merkbar etwas einsparen ließe.
Naja, Prozentwerte sind immer so eine Sache... Durch die Halbierung der Fahrzeuglänge spare ich schonmal 50% der Energiekosten...

Jochen

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: def

Datum: 09.01.21 10:45

Jochen-1958 schrieb:
Naja, Prozentwerte sind immer so eine Sache... Durch die Halbierung der Fahrzeuglänge spare ich schonmal 50% der Energiekosten...
Nun wird ja der abgekuppelte Wagen allerdings auch nicht in den Betriebshof gebeamt, sondern muss mittels Energie und vor allem durch eine/n weitere/n Fahrer/in dorthin gefahren werden. Allein letzteres übersteigt die eingesparten Energiekosten sicher um einiges.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Re: ÖPNV und Zukunft : Auf dem Lande...

geschrieben von: InterRailer26+

Datum: 09.01.21 11:32

...fahren in mittelfristiger Zukunft autonome Kleinbusse von und zu den Sammelpunkten die Menschen in ihre ländliche Umgebung.

Die Sammelpunkte - sind Bahnhöfe und regionale Umsteigepunkte
Die Kleinbusse - starten als Rufbus nur bei Bedarf, sind aber auch zu jeder Zeit verfügbar
Die Energie - kommt vom Windrad / Solarpanel / Wasserrad am Depot/Heimatstandort, wird ggf. zugekauft oder ungenutzt verkauft
Der Service - komplett online und weitestgehend automatisiert, sowohl für unvorhergesehene Betriebszustände und als auch Kundenanfragen.
Die Mindestversorgung - wird durch Gesetze vorgegeben u. ggf. grundfinanziert

Personalkosten: Null
Basiskilometer: Null
Energiebedarf: um Null schwankend.

Oder wie ein anderer User schreib:
Der Überlandverkehr wird keine (von Null verschiedene) Rolle mehr spielen.

Für größere Orte und Städte ohne Bahnanschluss wird es einen konventionellen Busverkehr geben.
Hoffentlich dann im Takt und zu einer Bahnstation - so als ob wie vormals noch der Zug fahren würde...

#

Zumindest ist es das, was man aus den tollen Broschüren über autonomes Fahren schlussfolgern könnte.

MfG vom InterRailer26+

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: Leser

Datum: 09.01.21 11:49

def schrieb:
...Nun wird ja der abgekuppelte Wagen allerdings auch nicht in den Betriebshof gebeamt, sondern muss mittels Energie und vor allem durch eine/n weitere/n Fahrer/in dorthin gefahren werden. Allein letzteres übersteigt die eingesparten Energiekosten sicher um einiges.
Denkbar wäre auch, beim Übergang HVZ-NVZ den Zug an der Endhaltestelle zu trennen und mit den einzelnen Wagen im gleichen Takt weiter zu fahren. Dann müssten nicht alle Wagen von den Endhaltestellen aus leer einrücken sondern könnten zumindest teilweise weiter produktiv genutzt werden. Züge, die dafür „zuviel“ wären bräuchten nicht die ganze Strecke abfahren sondern könnten ihren Fahrgasteinsatz zwischendrin an einer sinnvollen Haltestelle (Abzweigung zu geeignetem Betriebshof) beenden.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: esTranvia

Datum: 09.01.21 12:09

Die ganzen und richtigen Zuwendungen zum ÖPNV lassen eines außer acht. Ohne Zurückdrängen des MIV durch unattraktiv machen, sind alle Versuche zum Scheitern verurteilt. Ein vorbildliches Beispiel ist die Stadt Brüssel, wo man flächendeckendes Tempolimit 30 km km/h einführt.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: ex-Magdeburger

Datum: 09.01.21 12:32

Ich habe einige Jahre in einer Kreisstadt im ländlichen Raum gelebt. Dort ist es so, dass ich an den Fahrplänen auf den Dörfern die Schulzeiten der umliegenden Schulen ablesen konnte. Bis dahin, das alle Abfahrten in den Ferien nur Rufbusfahrten waren. In der Stadt selber war es so, dass ich selbst als ÖPNV-Interessierter gestaunt habe, wie viele Busse morgens halb 7 und Nachmittags gegen um 2 in der Stadt unterwegs (und wie alt diese teilweise) waren. Deine Prophezeiung zum Verkehr im ländlichen Raum meiner Erfahrung nach bereits Realität.

Und zum Thema autonomes fahren: Dass kann ich mir durchaus noch bei geschlossenen Systemen vorstellen, nicht aber dort, wo jederzeit ein Kind, ein Senior oder z.B. auch ich ohne zu kucken auf die Straße laufen könnte. Ich kann mir einen gewissen Automatismus durchaus vorstellen - z.b. auf Kraftfahrstraßen. An belebten Orten wird das autonome fahren aber nicht praktikabel sein, meiner Einschätzung nach. Wobei ich sowieso der Meinung bin, dass an belebten Orten in unseren Städten Autos nichts zu suchen haben. Aber das ist zum einen ein anderes Thema und dürfte zum anderen gesellschaftlich (und damit auch in der Politik) nicht mehrheitsfähig sein...

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 09.01.21 13:10

esTranvia schrieb:
Die ganzen und richtigen Zuwendungen zum ÖPNV lassen eines außer acht. Ohne Zurückdrängen des MIV durch unattraktiv machen, sind alle Versuche zum Scheitern verurteilt. Ein vorbildliches Beispiel ist die Stadt Brüssel, wo man flächendeckendes Tempolimit 30 km km/h einführt.
Naja, wenn man mal ordentlich Geld in die Hand nimmt, um die Reisegeschwindigkeit im ÖV innerstädisch zu erhöhen (Höhengleiche Umsteigemöglichkeit von Bahn zu Bus, um nur mal ein Beispiel zu nennen (teilweise läuft man 5 Minuten von Bahn zum nächsten Anschluss (...))), dann würde das auch was werden, ohne den MIV groß unattraktiver machen zu müssen. Der Grund, warum die meisten selbst innerstädtisch nur mit dem Auto fahren ist doch ganz einfach, dass der ÖV einfach viel zu lahm ist. Wenn ich dann im DB Navigator teilweise sowas sehe: 19 Minuten Umsteigezeit ... dann kommt mir der Brechreiz hoch. Der Anschluss wird um 1 Minute verpasst. Anstatt die Fahrpläne so zu legen, dass es passt ... nein ... die Menschen sollen den ÖV bloß möglichst unattraktiv finden ... der Autoindustrie zuliebe ... und unseren Städten .. naja nicht zuliebe.

Bestes Beispiel ist in Köln der Übergang von der 18 auf die 13 an einem Samstag. 18 kommt um Minute 20 am Sülzgürtel an und die 13 fährt um 21 ab. Spaziergang von der einen zur anderen Haltestelle: mindestens 2 Minuten. Solche Undinge müssen einfach beseitigt werden, eher wird das mit der Attraktivität des ÖVs nichts. Aber da hat die Politik allem Anschein nach nicht den Mumm zu, sich mit diesen Kleinigkeiten zu beschäftigen, die den ÖV qualitativ schon massivst verbessern könnten. Stattdessen widmet man sich Stuttgart 21 und neulich kam ja noch die Idee von Köln 21 auf. Oder verbuddelt viel Geld in irgendwelchen Neubaustrecken. Dann kann der ICE zwar mit 300 kmh da drüber brettern, am nächsten Hbf bliebe dann aber doch häufig wieder das Problem mit 59 Minuten Umsteigezeit. Sorry, Anschluss wird mal wieder um eine Minute (planmäßig) verpasst .............................................................



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.21 13:11.
Hallo,

ein paar Anmerkungen zu

traktionsumrichter schrieb:
Selbst fahrende Autos könnten die Lösung sein gegen völlig autoverstopfte Städte, da man die durchschnittliche Auslastung eines Pkws von derzeit ca. 1,1 - 1,3 Personen vielleicht auf über 3 anheben könnte.
Ich fürchte eher, der Besetzungsgrad sinkt dadurch auf unter 1,0 siehe

Zitat
Man stelle sich mal folgendes vor: Weil die Parkgebühren in der Innenstadt zu teuer sind, lassen zukünftig alle ihr selbst fahrendes Auto zwei Stunden um den Block fahren, bis sie den Arzttermin erledigt haben.
traktionsumrichter schrieb:
Zitat:
Ich bin übrigens immer noch skeptisch, was selbst fahrende Autos angeht. Ich glaube nicht, dass diese für jede Verkehrssituation gewappnet wären. Ich kann mir sogar vorstellen, dass es erst noch einige Jahrzehnte Pflicht sein wird, das jemand immer drin sitzt und zur Not eingreifen können muss. Es gibt einfach sehr viele Einflussfaktoren mit denen die Automatik (noch) nicht klar kommt.
Das wird schrittweise kommen, wie in der Luftfahrt. Erst der Autopilot für das Geradeaus über dem Ozean, peu-à-peu auch für Start und Landung.
So wird es auch schrittweise für den Straßenverkehr vorstellbar. Nur: die autonomen Dinger fahren denn in der 30er Zone auch 30,0 - Das wird ein Spektakel!
Und wie geübt kann ein als Statist dabeisitzender Autofahrer noch eingreifen, wenn er nach ewigem Beisitzen plötzlich voll übernehmen muss [P.S.] ?
Der Break Even wird errreicht, wenn die Automatik geringere Unfallzahlen liefert als der manuelle Betrieb. Wenn man sich unter dem Aspekt anschaut, was die von Menschenhand gesteuerten Autos heute anrichten erscheint einem der Tag, an dem autonome Autos besser fahren greifbar nahe...

MfG, IR26+


P.S.:-
Wie toll das im Ausnahmefall in der Luftfahrt funktioniert zeigt folgende Zusammenfassung von Flug AF 447 in Text und Dokutainment - Film
[www.rtl.de]
[www.youtube.com]
Klar ist nur, dass am Ende keiner Schuld hat...



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.21 13:28.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: KN58

Datum: 09.01.21 13:38

Tramateur schrieb:
KN58 schrieb:
Ganz einfach. Für den Massentransport zu Stoßzeiten sind die klassischen Busse und Bahnen nicht ersetzbar. Für ruhige Zeiten und vor allem nachts und an Sonn- und Feiertagen fördert ein geringer Takt die Nachfrage nach Autos.
Idealerweise müssten wir weg von immer länger werdenden Straßenbahnen und hin zu kuppelbaren kurzen Wagen. Das hat zu früheren Zeiten wunderbar geklappt. Als Zweiachser üblich waren, konnte durch Zugabe von einem oder zwei Beiwagen bedarfsgerecht gefahren werden. Später, als Gelenkwagen in Mode kamen, gab es vielerorts weiterhin noch zusätzliche Beiwagen. Sowas vermisse ich heutzutage, jedoch viel eher als Doppeltraktionen mit Triebwagen. Erfurt zum Beispiel macht das sehr gut.
Bei Zugtrennungen erhält man dann zwei kurze Triebwagen, die bei niedrigem Verkehr dennoch für einen dichten Takt sorgen können. Das geht mit einem 40m langen Wagen nicht, der zudem auch überwiegen leer sein würde.
Laut Universität Stuttgart - Institut für Straßen-und Verkehrswesen entfällt mit 43 % der größte Kostenposten aber auf das Fahrpersonal. Rein durch kleinere Fahrzeuggrößen lässt sich hier also nichts einsparen. Der zweitgrößte Posten sind die Fahrzeugkosten (20 %). Hier dürften zwei "kurze" statt einem "längeren" Fahrzeug sogar teurer sein. Die Antriebskosten sind mit 12 % angegeben, das ist vielleicht der einzige Punkt bei dem sich merkbar etwas einsparen ließe.
Du darfst aber nicht vergessen, dass die Entwicklung von autonomen Fahren nicht an Bussen und Straßenbahnen vorbeigehen wird. Vor allem für spurgeführte Fahrzeuge wie Straßenbahnen lassen sich viel einfacher autonom fahrende Fahrzeuge entwickeln. Daher wird langfristig der Kostenfaktor mit den Fahrern entfallen.
Die Mehrkosten durch zwei kurze statt einem langen Wagen bleiben natürlich. An diesem Punkt muss nunmal entschieden werden, ob der ÖPNV attraktiv werden soll, um den Verkehr in den Griff zu kriegen oder ob er möglichst schwarze Zahlen schreiben soll und man somit potentielle Kunden verliert, die dann lieber in den Nachtstunden ein eigenes (autonomes) Auto nehmen.

Ein guter ÖPNV kostet Geld. Daher ist ein ÖPNV mit zwei kurze Wagen in dichtem Takt viel attraktiver als ein ÖPNV mit einem langen Wagen in schlechtem Takt.
Zugegebenermaßen fahre auch ich nachts sowie an Sonn- und Feiertagen viel lieber mit dem Auto zur Arbeit, weil ich mit dem ÖPNV um diese Uhrzeiten doppelt so lange brauche als tagsüber. Warum? Weil es sich nicht lohnt, die 35m lange Straßenbahn so oft fahren zu lassen wie tagsüber.

Diese überlangen Fahrzeuge nehmen uns die Flexibilität und sorgen für unmenschliche Taktzeiten, nur damit die Fahrzeuge gut gefüllt bleiben.
InterRailer26+ schrieb:
So wird es auch schrittweise für den Straßenverkehr vorstellbar. Nur: die autonomen Dinger fahren denn in der 30er Zone auch 30,0 - Das wird ein Spektakel!
Eine Sache dazu: Ich halte mich immer möglichst penibel an die Geschwindigkeitsbegrenzung und habe auch nichts dagegen, wenn autonom fahrende Fzg das genauso, wenn nicht sogar noch genauer, machen. Die 30 stehen da nicht umsonst, sondern um deinen Bremsweg zu verringern, wenn das Notbremsen mal nötig sein sollte.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.21 13:44.

Danke: Attraktiverer ÖPNV nötig

geschrieben von: MissFitz

Datum: 09.01.21 13:54

Das sehe ich genauso: Statt den ÖPNV attraktiver zu machen, mache ich die Alternative (MIV) unattraktiver und verschlechtere die Vekehrsverhältnisse für alle. Jetzt steht der Bus auch im Rückstau oder schleicht mit 30 durch die Stadt, weshalb ein Umlauf mehr nötig ist.

So etwas Beklopptes....

Ich habe vor meiner Haustüre mehrere ÖPNV-Verbindungen und einen PKW. In zwei Himmelsrichtungen nehme ich fast nie das Auto (Ausnahme: Transport sperriger, empfindlicher Lasten/Güter - aber das kommt 1-2x im Jahr vor), da benötige ich mit dem ÖPNV vielleicht fünf Minuten länger und die Taktfrequenz ist mit 10-Min-Takt für mich völlig akzeptabel. Ich benötige für meine üblichen Strecken vielleicht 5-15 Min. länger als mit dem PKW, kann die Zeit im Bus oder der Bahn aber für andere Dinge nutzen.

In eine andere Richtung sieht es völlig anders aus: Um dort zum Ziel zu kommen (~18 Km), müsste ich drei Mal umsteigen und drei Städte durchqueren. Das dauert mit dem Nahverkehr 90 Minuten (ohne Ausfälle und Ersatzverkehre), mit dem PKW 20 bis 25 Minuten und dem Fahrrad zwischen 50 und 60 Minuten.
Jetzt will jemand mir erzählen, dass es die beste Lösung ist, flächendeckend Tempo 30 einzuführen, damit ich mit dem Auto möglichst auch 80 Minuten brauche? Sorry, die Orientierung am Schlechtesten bringt keine Lösung, sondern Verdruss ... Bestünde ein attraktives und verlässlicehs Angebot, ließe ich gern meinen PKW stehen, aber nicht unter den jetzigen Bedingungen.

Bei gutem Wetter nutze ich gerne das Rad, bei Regen oder sehr langen Tagen das Auto.

Re: ÖPNV und Zukunft # autonom fahrende Autos & Busse

geschrieben von: KN58

Datum: 09.01.21 13:55

InterRailer26+ schrieb:
Nur: die autonomen Dinger fahren denn in der 30er Zone auch 30,0 - Das wird ein Spektakel!
Viel interessanter wird sein, wie die autonomen Dinger entscheiden, ob und wann sie überholen sollen. 30er-Zonen laden Radfahrer dazu ein, auf der Straße mitzufahren. Somit wird meiner Erfahrung nach mit nur 15-20km/h einem Radfahrer hinterhergefahren, bis eine Überholmöglichkeit gefunden wird.
Wird das autonome Fahrzeug dann auch langsam hinterherfahren oder möchte es die 30km/h erreichen und sucht somit eine Überholmöglichkeit? Erkennen die hinteren autonomen Autos, dass das Hindernis nicht ihr Vordermann ist, sondern das Fahrrad ganz vorne in der Kolonne? Überholen sich die autonomen Fahrzeuge gegenseitig oder ist ihre Kommunikation so weit ausgeprägt, dass sie sich gegenseitig mitteilen, warum sie so langsam fahren? Solche Spezialisten gibt es unter den Menschen nämlich auch. Sie überholen in der Kolonne und stellen dann fest, dass ihr Vordermann nicht alle ausbremst, sondern ein anderer Verkehrsteilnehmer weiter vorne.

Der Mensch erinnert sich, dass zum Beispiel 100m weiter ein benutzungspflichtiger Radweg beginnt. Vernünftige Menschen überholen dann nicht, sondern warten diese 100m ab. "Denkt" das autonome Fahrzeug auch so weit?


So viel zum Thema, die 30er-Zone wäre ein Spektakel. Vielmehr wäre das Verhalten der autonomen Fahrzeuge bei langsameren Verkehrsteilnehmern interessant.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: KN58

Datum: 09.01.21 14:07

def schrieb:
Jochen-1958 schrieb:
Naja, Prozentwerte sind immer so eine Sache... Durch die Halbierung der Fahrzeuglänge spare ich schonmal 50% der Energiekosten...
Nun wird ja der abgekuppelte Wagen allerdings auch nicht in den Betriebshof gebeamt, sondern muss mittels Energie und vor allem durch eine/n weitere/n Fahrer/in dorthin gefahren werden. Allein letzteres übersteigt die eingesparten Energiekosten sicher um einiges.
Es gab mal eine Zeit, in der Beiwagen an den Endstellen auf Abstellgleisen abgestellt wurden und zu einem späteren Zeitpunkt wieder von den Triebwagen aufgenommen wurden. Da musste garnichts ins Depot gebracht werden.

Aber gut, meine Forderung sind keine angehängten antriebslosen Beiwagen, sondern vollwertige Triebwagen. Es wird bald der Tag kommen, an dem auch Straßenbahen autonom fahren. Ich denke, dass das sogar vor Autos marktreif wird, da der Fahrweg vorgegeben ist und die Bahn somit "nur" entscheiden muss, ob sie bremst oder beschleunigt. Der ganze Kram mit Ausweichmanövern entfällt bei spurgeführten Fahrzeugen.
Somit könnten die Doppeltraktionen zu verkehrsschwachen Zeiten fahrerlos einzeln weiterfahren und somit weiterhin einen attraktiven Takt garantieren.

Bleiben wir aber mal in der heutigen Zeit mit der jetzt verfügbaren Technologie. Heute ist ein zweiter Fahrer notwendig, um zwei kurze Wagen fahren zu lassen statt einem langen. Das sind Kosten, die investiert werden müssen, damit der ÖPNV gerne genutzt wird. Wenn diese Branche bzw. eher die Politik weiterhin der Meinung sind, dass ein 35m langer Einzelwagen in einem Takt von 30 Minuten eine gute Idee ist, weil man dadurch Kosten spart (ein Fahrer weniger), dann darf nicht gejammert werden, dass so viele Menschen weiterhin ihr Auto nutzen. Wer schon für die Nachtzeiten und Sonn- und Feiertage wegen dem mieserablen Fahrplanangebot ein Auto braucht, der wird meist auch tagsüber zur Hauptverkehrszeit mit gutem Takt trotzdem das Auto nutzen. Denn das Auto hat derjenige schon wurd er wird sich daher nicht noch zusätzlich eine Monatskarte kaufen.


Wir müssen endlich vom Gedanken weg, dass der ÖPNV kostendeckend sein soll und hin zum Gedanken, dass er ATTRAKTIV ist.
Das kostet uns zwar viel Geld, aber der Autoverkehr kostet den Staat nunmal auch viele Milliarden. Diese Kosten ließen sich verringern, wenn dafür mehr in den ÖPNV investiert wird.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: AlexDRS

Datum: 09.01.21 14:14

In Dresden fahren am Wochenende 45 m Züge auf Linien, wo 30 m reichen würden (und auch geplant sind). Der Grund liegt in Überführungen von einem Btf. zum anderen. D.h. doch nichts anders als das der Strommehrbedarf für einen Tag günstiger ist, als das Personal für zwei Leerfahrten von Btf. A zu Btf. B und zurück.
Hallo traktionsumrichter,

bevor wir jetzt einen Streit zwischen Gleichgesinnten anzetteln möchte ich mit einem Missverständnis aufräumen:

traktionsumrichter schrieb:
InterRailer26+ schrieb:
So wird es auch schrittweise für den Straßenverkehr vorstellbar. Nur: die autonomen Dinger fahren denn in der 30er Zone auch 30,0 - Das wird ein Spektakel!
Eine Sache dazu: Ich halte mich immer möglichst penibel an die Geschwindigkeitsbegrenzung und habe auch nichts dagegen, wenn autonom fahrende Fzg das genauso, wenn nicht sogar noch genauer, machen. Die 30 stehen da nicht umsonst, sondern um deinen Bremsweg zu verringern, wenn das Notbremsen mal nötig sein sollte.
Ich bin ja ganz bei Ihnen. Nur wenn ich in unser Großstadt 30,0 oder 50,0 fahre, dann fahren die hinter mir zu dicht auf, es gibt den Perlenketteneffekt (meandernde nachfolgende Fahrzeugkette) und Überholvorgänge, z.T. in sicherheitsgefährdenden Manövern. Bis auf die sicherheitsgefährdenden Manöver mir egal. Ein ungeschriebenes Gesetz lässt 39,9 bzw. 59,9 zu - so mein Eindruck. Auch für Flixbusse.
Und soviel bzw. noch viel schnell fährt der Rest der Meute, wenn kein Regelkonformer Autofahrer dabei ist - schließlich ist Auto ja schneller als Bus und Bahn. Die autonomen Autos werden auch solche regelkonformen "Bremser" sein. Ohne wenn und aber positiv für die Sicherheit und Umwelt. Nur die Autofahrer werden spektakeln - das ist sicher, darf aber nicht die Rechtslage in Frage stellen.

In diesem Sinne weiterhin eine regelkonforme & sichere Fahrt wünscht
Der InterRailer26+



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.21 14:46.

Autonom

geschrieben von: M. Müller

Datum: 09.01.21 14:28


Und zum Thema autonomes fahren: Dass kann ich mir durchaus noch bei geschlossenen Systemen vorstellen, nicht aber dort, wo jederzeit ein Kind, ein Senior oder z.B. auch ich ohne zu kucken auf die Straße laufen könnte. Ich kann mir einen gewissen Automatismus durchaus vorstellen - z.b. auf Kraftfahrstraßen. An belebten Orten wird das autonome fahren aber nicht praktikabel sein, meiner Einschätzung nach.
In den letzten Tagen gab es hier Diskussionen zum Bericht der MDR-Umschau des Fahrerassistenzsystems, wie das auch von der VGF maßgeblich mitentwickelt wurde.

Bei der Nürnberger U-Bahn schon lange in Betrieb aber in anderer Ausführung, so sind die Fahrerassistenzsystem von Bombardier und Bosch bzw. VGF durchaus weiterentwickelbar.

Die Systeme machen Fahrer/in erst aufmerksam und bei keiner Reaktion bremsen diese selbsttätig bis zum Stillstand runter und das rechtzeitig vor den Hindernissen mit den jeweilig passenden Verzögerungen.

Müsste nur noch automatisch angefahren werden mit entsprechendem Fahrgastwechsel.

In der jetzigen Form sind diese Fahrerassistenzsysteme also kein automatisches Fahren, sondern nur zur Bremsunterstützung da.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: Ulrich(Berlin)

Datum: 09.01.21 15:58

Hallo

traktionsumrichter schrieb:
...nehmen wir mal an, selbst fahrende Autos sind im nächsten Jahrzehnt möglich, dann kann Ommi Helga, die ihren Führerschein eigentlich schon vor Jahren abgegeben hat, auch wieder fahren. Die Enkel (beide 16) von Ommi Helga können auch mit dem autonomen Pkw fahren. Kurzum: Würde die Politik bei den selbst fahrenden Autos, wenn sie denn möglich sind, nicht regulierend eingreifen, dann würde der Autoverkehr MASSIVST explodieren. ...

Selbst fahrende Autos könnten die Lösung sein gegen völlig autoverstopfte Städte, da man die durchschnittliche Auslastung eines Pkws von derzeit ca. 1,1 - 1,3 Personen vielleicht auf über 3 anheben könnte. Aber das Ziel der Verringerung der Anzahl an Autos in Städten erreicht man nur mit dem ÖPNV zusammen. Nur leider begreift das die Mehrheit der Deutschen nicht.
Auch ich sehe es so, dass der Verkehr massiv zunehmen würde. Auch wenn man nicht das Auto kreisen ließe, um Parkgebühren zu sparen, könnte man es doch einfach nach Hause schicken, wo ein Stellplatz zur Verfügung steht oder es außerhalb der Parkraumbewirtschaftungszone auf Parkplatzsuche schicken. Zudem sehe ich die (bedauerliche) Möglichkeit, dass jemand nach der Fahrt zur Arbeit sein Auto wieder nach Hause schickt, damit es das Kind zur Schule bringt, dann wieder leer nach Hause, damit die Mutti einkaufen fahren kann, damm fährt es wieder leer zur Schule, um das Kind zu holen und wieder leer zum Arbeitsplatz. Das könnte durchaus recht wahrscheinlich dazu führen, dass der Besetzungsgrad von PKWs auf unter Eins sinkt, was derzeit ja nicht möglich ist, da in jedem Auto mindestens einer drin sein muss. Deine Vorstellung mit einer Steigerung der Personenzahl halte ich nur für denkbar, wenn man private PKWs verbietet, bzw. mindestens den Kauf autonomer Fahrzeuge an Private. Solche Verbote halte ich aber nicht für mehrheitsfähig, da zu viele Menschen betroffen wären.

Viele Grüße

Ulrich C.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 09.01.21 16:13

Ulrich(Berlin) schrieb:
Hallo

traktionsumrichter schrieb:
...nehmen wir mal an, selbst fahrende Autos sind im nächsten Jahrzehnt möglich, dann kann Ommi Helga, die ihren Führerschein eigentlich schon vor Jahren abgegeben hat, auch wieder fahren. Die Enkel (beide 16) von Ommi Helga können auch mit dem autonomen Pkw fahren. Kurzum: Würde die Politik bei den selbst fahrenden Autos, wenn sie denn möglich sind, nicht regulierend eingreifen, dann würde der Autoverkehr MASSIVST explodieren. ...

Selbst fahrende Autos könnten die Lösung sein gegen völlig autoverstopfte Städte, da man die durchschnittliche Auslastung eines Pkws von derzeit ca. 1,1 - 1,3 Personen vielleicht auf über 3 anheben könnte. Aber das Ziel der Verringerung der Anzahl an Autos in Städten erreicht man nur mit dem ÖPNV zusammen. Nur leider begreift das die Mehrheit der Deutschen nicht.
Auch ich sehe es so, dass der Verkehr massiv zunehmen würde. Auch wenn man nicht das Auto kreisen ließe, um Parkgebühren zu sparen, könnte man es doch einfach nach Hause schicken, wo ein Stellplatz zur Verfügung steht oder es außerhalb der Parkraumbewirtschaftungszone auf Parkplatzsuche schicken. Zudem sehe ich die (bedauerliche) Möglichkeit, dass jemand nach der Fahrt zur Arbeit sein Auto wieder nach Hause schickt, damit es das Kind zur Schule bringt, dann wieder leer nach Hause, damit die Mutti einkaufen fahren kann, damm fährt es wieder leer zur Schule, um das Kind zu holen und wieder leer zum Arbeitsplatz. Das könnte durchaus recht wahrscheinlich dazu führen, dass der Besetzungsgrad von PKWs auf unter Eins sinkt, was derzeit ja nicht möglich ist, da in jedem Auto mindestens einer drin sein muss. Deine Vorstellung mit einer Steigerung der Personenzahl halte ich nur für denkbar, wenn man private PKWs verbietet, bzw. mindestens den Kauf autonomer Fahrzeuge an Private. Solche Verbote halte ich aber nicht für mehrheitsfähig, da zu viele Menschen betroffen wären.

Viele Grüße

Ulrich C.
Dann erwarte ich nichts gutes für die Zukunft, sollten selbstfahrende Autos auf die Straße kommen. Man muss das leider mit Zwang durchsetzen. Hier kann man - anders als die FDP (Achtung Beißreflex meinerseits) immer sagt - das nicht dem Markt überlassen.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: Ulrich(Berlin)

Datum: 09.01.21 16:18

Hallo

westerwald/lahn/taunus-tf schrieb:
Der ÖPNV ist ein wichtiges Standbein in unseren Städten. Doch wie entwickelt sich der ÖPNV in Zukunft?

Mit Corona Maßnahmen fehlen unseren Städten und Kommunen Einnahmen. Zusätzlich haben unsere Städte und Kommunen zusätzliche Ausgaben. Geld das für den Nahverkehr langfristig fehlt. Aktuelle Preissteigerungen erhöhen nicht unbedingt die Attraktivität von Bus und Bahn. Viele Menschen haben Angst sich in Bus und Bahn anzustecken und fahren vermehrt mit dem Auto.

Sparen, Fahrpreise erhöhen am Fahrtenangebot sparen, ist der falsche Weg. Wie sehr ihr die künftige Entwicklung im Nahverkehr, wenn die Kassen leer sind?

Grade jetzt ist es an der Zeit in den ÖPNV zu investieren, die Attraktivität zu steigern und den ÖPNV auszubauen. Anstatt immer nur die billigsten Fahrzeuge zu bestellen und die Arbeitszeiten zu optimieren, brauchen wir attraktive Busse und Bahnen. Siehe Frankreich.
Zunächst gehe ich davon aus, dass die Angst vor Ansteckungen auch wieder vergehen wird, sobald genügend Leute geimpft sind und Corona allmählich verschwindet.
Die fehlenden Steuereinnahmen sind allerdings in allen Ebenen (Bund, Länder, Kommunen) ein Problem. Hier wird es Zeit einmal die Einnahmen zu verbessern, um nicht an allen denkbarne Stellen massivst sparen zu müssen. Nicht nur der Verkehr muss weiter finanzierbar beliben, auch der Sozialstaat, die Kultur und die Bildung. Dazu wurden bereits Überlegungen zu einem Lastenausgleich laut, der die wirklich reichen Leute zur Kasse bitten soll. Dann lässt sich auch der ÖPNV der Zukunft finanzieren. Wenn man das nicht will, könnte die Europäische Zentralbank auch einfach Geld drucken. Die sind die einzigen, die das dürfen.
Der ÖPNV selbst wird sich vermutlich langsam erholen. In den zurückliegenden Jahren bis 2019 konnte man jedes Jahr Steigerungen der Fahrgastzahlen messen. Durch die aktuellen Entwicklungen und vielfaches Home-Office werden die Zahlen zwar erstmal deutlich tiefer bleiben, aber auf diesem Niveau dann auch wieder allmählich, Jahr für Jahr, wachsen. Irgendwann werden die alten Zahlen wieder erreicht. Je besser der ÖPNV entwickelt wird, desto schneller.
Für eine Verkehrswende bleibt es von größter Wichtigkeit in den ÖPNV zu investieren, Eisenbahnstrecken zu reaktivieren, Straßenbahnen zu bauen und vorhandene Linien zu beschleunigen. Dabei sollte man nicht wichtige Entscheidungen, die der Verkehrsende dienen, durch Volksentscheide gefährden, sondern einfach beschließen! Man veranstaltet ja auch keinen Volksentscheid, wenn es darum geht, den Klimawandel aufzuhalten. Ihn aufzuhalten ist einfach nur nötig! Das darf man nicht duirch Volksentscheide gefährden.
Insbesondere der weitere Ausbau von vorhandenen, aber auch die Schaffung von neuen Straßenbahnbetrieben sollte zudem für alle Kommunen und Anwohner attraktiver gemacht werden. Ich könnte mir z. B. vorstellen, dass alle Städte über 100.000 Einwohner, die keinen Schienenverkehr haben, Einbußen bei den finanziellen Hilfen durch Land und Bund hinnehmen sollten, wobei man über die Einwohnerzahl noch reden könnte. Der Ausbau sollte gefördert werden, der Nichtausbau sollte zu Benachteiligungen führen.

Viele Grüße

Ulrich C.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: TOPCTEH

Datum: 09.01.21 17:04

KN58 schrieb:
Es gab mal eine Zeit, in der Beiwagen an den Endstellen auf Abstellgleisen abgestellt wurden und zu einem späteren Zeitpunkt wieder von den Triebwagen aufgenommen wurden. Da musste garnichts ins Depot gebracht werden. Aber gut, meine Forderung sind keine angehängten antriebslosen Beiwagen, sondern vollwertige Triebwagen.
Das wird heutzutage nicht mehr funktionieren, da dann sofort die Aerosolgehirngeschädigten dort ihre "Kunst" anbringen. Und Bewachen kostet auch wieder.

Und tschüs!
Torsten aus Stuttgart

"Money ain't got no owners - only spenders." (Omar Little, The Wire)

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: KN58

Datum: 09.01.21 17:47

TOPCTEH schrieb:
KN58 schrieb:
Es gab mal eine Zeit, in der Beiwagen an den Endstellen auf Abstellgleisen abgestellt wurden und zu einem späteren Zeitpunkt wieder von den Triebwagen aufgenommen wurden. Da musste garnichts ins Depot gebracht werden. Aber gut, meine Forderung sind keine angehängten antriebslosen Beiwagen, sondern vollwertige Triebwagen.
Das wird heutzutage nicht mehr funktionieren, da dann sofort die Aerosolgehirngeschädigten dort ihre "Kunst" anbringen. Und Bewachen kostet auch wieder.
Doch, würde es. Legale Graffitiflächen könnten solche Probleme radikal minimieren. Davon gibt es leider viel zu wenige, obwohl großer Bedarf besteht. Die Jugend sprüht gerne rum. Endweder verbieten wir es ihnen und erreichen damit nur, dass sie andere mit ihren Schmierereien schädigen oder wir bieten ihnen Plätze, an denen sie sich austoben können. Es gibt überall mehr als genug hässliche kahle Betonwände.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: cinéma

Datum: 09.01.21 18:44

Es ist ja nicht so, als wenn es Abstellgleise nicht gäbe, bei Stadtbahnen und U-Bahnen gibt es sie ja.
Hallo,

es ist ja nicht nur die gefahrene Geschwindigkeit, die beim automomen Fahren dann penibel eingehalten würde, sondern es sind vor allem die Sicherheitsabstände. Dann ist nichts mehr mit einer Autolänge Abstand bei 80 bis 100km/h oder noch weniger in der Stadt (zumindest im Mischbetrieb, und gerade in der Stadt wird man mit diesem leben müssen).

Viele Grüße,
Alexander

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: linie7484

Datum: 09.01.21 21:50

KN58 schrieb:
Doch, würde es. Legale Graffitiflächen könnten solche Probleme radikal minimieren. Davon gibt es leider viel zu wenige, obwohl großer Bedarf besteht. Die Jugend sprüht gerne rum. Endweder verbieten wir es ihnen und erreichen damit nur, dass sie andere mit ihren Schmierereien schädigen oder wir bieten ihnen Plätze, an denen sie sich austoben können. Es gibt überall mehr als genug hässliche kahle Betonwände.
Leider sieht die Realität anders aus, Graffiti hat mit die Jugend sprüht gerne rum in den allerseltesten Fällen zu tun.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: MD 612

Datum: 09.01.21 21:56

KN58 schrieb:
Legale Graffitiflächen könnten solche Probleme radikal minimieren.
Eher weniger. Für die meisten Sprüher besteht der Kick im illegalen Sprühen. Das geht ja mittlerweile soweit, dass die Sprüher auch legale Graffitis übersprühen.

KN58 schrieb:
Die Jugend sprüht gerne rum.
Nicht nur die Jugend, da wurden auch schon Erwachsene verknackt, gerne solche aus "besseren Kreisen"...

Gruß Peter

Richte dein Gesicht immer zur Sonne und die Schatten werden hinter dich fallen.
Walt Whitman (1819-1892), amerikanischer Dichter

Re: Geschwindigkeitsbegrenzungen sind da um sie einzuhalten!

geschrieben von: cs

Datum: 10.01.21 00:07

traktionsumrichter schrieb:
InterRailer26+ schrieb:
So wird es auch schrittweise für den Straßenverkehr vorstellbar. Nur: die autonomen Dinger fahren denn in der 30er Zone auch 30,0 - Das wird ein Spektakel!
Eine Sache dazu: Ich halte mich immer möglichst penibel an die Geschwindigkeitsbegrenzung und habe auch nichts dagegen, wenn autonom fahrende Fzg das genauso, wenn nicht sogar noch genauer, machen. Die 30 stehen da nicht umsonst, sondern um deinen Bremsweg zu verringern, wenn das Notbremsen mal nötig sein sollte.
Ich sehe das Problem eher andersrum: das autonome Auto fährt dann auch dort 30, wo ich, wie z. B. in unserer Wohnstraße (Sackgasse mit wenig Verkehr aber dafür spielenden Kindern, die ab und zu mit Dreirad oder Roller unvermittelt auf die Fahrbahn fahren) zu entsprechenden Tageszeiten bei der Vorbeifahrt an parkenden Fahrzeugen oder im Bereich von Einfahrten der Häuser mit kleinen Kindern deutlich darunter bleibe.
cs schrieb:
traktionsumrichter schrieb:
InterRailer26+ schrieb:
So wird es auch schrittweise für den Straßenverkehr vorstellbar. Nur: die autonomen Dinger fahren denn in der 30er Zone auch 30,0 - Das wird ein Spektakel!
Eine Sache dazu: Ich halte mich immer möglichst penibel an die Geschwindigkeitsbegrenzung und habe auch nichts dagegen, wenn autonom fahrende Fzg das genauso, wenn nicht sogar noch genauer, machen. Die 30 stehen da nicht umsonst, sondern um deinen Bremsweg zu verringern, wenn das Notbremsen mal nötig sein sollte.
Ich sehe das Problem eher andersrum: das autonome Auto fährt dann auch dort 30, wo ich, wie z. B. in unserer Wohnstraße (Sackgasse mit wenig Verkehr aber dafür spielenden Kindern, die ab und zu mit Dreirad oder Roller unvermittelt auf die Fahrbahn fahren) zu entsprechenden Tageszeiten bei der Vorbeifahrt an parkenden Fahrzeugen oder im Bereich von Einfahrten der Häuser mit kleinen Kindern deutlich darunter bleibe.
Ich meine mal gehört zu haben, dass es juristisch gesehen nur erlaubt ist, die gegebene Begrenzung auszufahren, wenn der Reifendruck kontrolliert wurde und richtig ist, die Reifen in Ordnung sind, die Fahrbahn nicht nass ist, die Sicht nicht zu stark eingeschränkt wird (parkende Autos) und der Verkehr es auch wirklich zulässt. Das müsste ein Auto zumindest auch evaluieren können.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: cs

Datum: 10.01.21 00:28

Ulrich(Berlin) schrieb:
Hallo

traktionsumrichter schrieb:
...nehmen wir mal an, selbst fahrende Autos sind im nächsten Jahrzehnt möglich, dann kann Ommi Helga, die ihren Führerschein eigentlich schon vor Jahren abgegeben hat, auch wieder fahren. Die Enkel (beide 16) von Ommi Helga können auch mit dem autonomen Pkw fahren. Kurzum: Würde die Politik bei den selbst fahrenden Autos, wenn sie denn möglich sind, nicht regulierend eingreifen, dann würde der Autoverkehr MASSIVST explodieren. ...

Selbst fahrende Autos könnten die Lösung sein gegen völlig autoverstopfte Städte, da man die durchschnittliche Auslastung eines Pkws von derzeit ca. 1,1 - 1,3 Personen vielleicht auf über 3 anheben könnte. Aber das Ziel der Verringerung der Anzahl an Autos in Städten erreicht man nur mit dem ÖPNV zusammen. Nur leider begreift das die Mehrheit der Deutschen nicht.
Auch ich sehe es so, dass der Verkehr massiv zunehmen würde. Auch wenn man nicht das Auto kreisen ließe, um Parkgebühren zu sparen, könnte man es doch einfach nach Hause schicken, wo ein Stellplatz zur Verfügung steht oder es außerhalb der Parkraumbewirtschaftungszone auf Parkplatzsuche schicken. Zudem sehe ich die (bedauerliche) Möglichkeit, dass jemand nach der Fahrt zur Arbeit sein Auto wieder nach Hause schickt, damit es das Kind zur Schule bringt, dann wieder leer nach Hause, damit die Mutti einkaufen fahren kann, damm fährt es wieder leer zur Schule, um das Kind zu holen und wieder leer zum Arbeitsplatz. Das könnte durchaus recht wahrscheinlich dazu führen, dass der Besetzungsgrad von PKWs auf unter Eins sinkt, was derzeit ja nicht möglich ist, da in jedem Auto mindestens einer drin sein muss. Deine Vorstellung mit einer Steigerung der Personenzahl halte ich nur für denkbar, wenn man private PKWs verbietet, bzw. mindestens den Kauf autonomer Fahrzeuge an Private. Solche Verbote halte ich aber nicht für mehrheitsfähig, da zu viele Menschen betroffen wären.
Sofern die autonomen Autos auch ohne Insassen fahren dürfen, sehe ich genau die angesprochenen Probleme einer Zunahme der Fahrleistungen je Fahrzeug und insgesasmt. Lediglich das Parkplatzproblem wird verringert, auch weil der eine oder andere Haushalt möglicherweise auf das Zweit- und/oder Drittfahrzeug verzichten wird.
Schon um im Falle einer Panne oder eines Unfalls die Absicherung des auf der Fahrbahn stehenden Fahrzeugs oder erforderliche erste Hilfe vorzunehmen, halte ich es für sinnvoll, bei jeder autonomen Fahrt die Anwesenheit von mindestens einer entsprechend unterwiesenen Person vorzuschreiben. Ob dazu dann ein herkömmlicher Führerschein erforderlich sein muss und welche Altersuntergrenze man für diese Person festlegt, könnte dann noch diskutiert werden.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: def

Datum: 10.01.21 08:51

KN58 schrieb:
Du darfst aber nicht vergessen, dass die Entwicklung von autonomen Fahren nicht an Bussen und Straßenbahnen vorbeigehen wird. Vor allem für spurgeführte Fahrzeuge wie Straßenbahnen lassen sich viel einfacher autonom fahrende Fahrzeuge entwickeln.
Das hat mit der Spurführung doch wenig zu tun, im Gegenteil, Spurhalten ist das kleinste Problem, das autonome Fahrzeuge haben. Es ist eher das "Ist hinter dem parkenden SUV ein Kind?", das "Wie reagiert die Radfahrerin vor mir?" etc.

Dass fahrer/innenlose Fahrzeuge sich bisher vor allem bei U-Bahnen durchgesetzt haben, liegt doch eher daran, dass es keine vom Straßenverkehr und Stadtleben unabhängig verlaufenden "Gummi-Asphalt-Systeme" gibt.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: cinéma

Datum: 10.01.21 11:24

Fahrerlose Systeme haben sich bis jetzt nirgendwo durchgesetzt, auch bei U-Bahnen dominieren die Linien mit Fahrer, und das, obwohl es immer wieder Versuche zum fahrerlosen Fahren seit 50 Jahren gibt.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 10.01.21 12:36

cinéma schrieb:
Fahrerlose Systeme haben sich bis jetzt nirgendwo durchgesetzt, auch bei U-Bahnen dominieren die Linien mit Fahrer, und das, obwohl es immer wieder Versuche zum fahrerlosen Fahren seit 50 Jahren gibt.
Klappt das nicht in Nürnberg ganz gut? Wobei ich mal ein Video gesehen habe, bei dem ein zusätzlicher Mitarbeiter (wohl wegen hohem Fahrgastaufkommen) die Abfertigung übernimmt. Solche Sachen sind schwer zu automatisieren, gerade ohne Plattform Edge Doors.
Ich glaube auch, dass je länger das Netz ist, desto schwerer und vor allem teurer wird die Automatisierung (bis hin zum fahrerlosen Betrieb). Ich stelle mir vor, dass es eine Notfallsituation gibt und das Automatiksystem aus welchem Grund auch immer keinen Nothaltauftrag ab gibt. Die Fahrgäste verlassen die bspw. brennende U-Bahn und laufen auch übers Gegengleis Richtung Notausgang. Kommt da nun eine (natürlich ebenfalls fahrerlose Bahn), dann wird's eng.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: cinéma

Datum: 10.01.21 12:56

Nürnberg ist ja in der Sache an sich nichts Neues, in Lyon gibt es das seit Jahrzehnten, trotzdem hat es sich weltweit in großem Stil nicht durchgesetzt.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: VT12

Datum: 10.01.21 13:19

TOPCTEH schrieb:
KN58 schrieb:
Es gab mal eine Zeit, in der Beiwagen an den Endstellen auf Abstellgleisen abgestellt wurden und zu einem späteren Zeitpunkt wieder von den Triebwagen aufgenommen wurden. Da musste garnichts ins Depot gebracht werden. Aber gut, meine Forderung sind keine angehängten antriebslosen Beiwagen, sondern vollwertige Triebwagen.
Das wird heutzutage nicht mehr funktionieren, da dann sofort die Aerosolgehirngeschädigten dort ihre "Kunst" anbringen. Und Bewachen kostet auch wieder.
Moin,

das funktioniert heutzutage in Hannover immer noch (mit motorisierten "Beiwagen"), wie User IrvineCitaro u. a. HIER eindrucksvoll dokumentiert hat.

Gruß, Wolfgang

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 10.01.21 13:44

cinéma schrieb:
Nürnberg ist ja in der Sache an sich nichts Neues, in Lyon gibt es das seit Jahrzehnten, trotzdem hat es sich weltweit in großem Stil nicht durchgesetzt.
Vielleicht auch weil die Kostenersparnis nicht so groß ausfällt. Ich vermute fast, dass der Wartungsbedarf mit dem Automatisierungsgrad steigt. Sensoren wollen auch regelmäßig überprüft werden.
traktionsumrichter schrieb:
Ich meine mal gehört zu haben, dass es juristisch gesehen nur erlaubt ist, die gegebene Begrenzung auszufahren, wenn... die Sicht nicht zu stark eingeschränkt wird (parkende Autos) und... Das müsste ein Auto zumindest auch evaluieren können.
Aber wann ist die Sicht "zu stark eingeschränkt"?

a) Wenn man einen Erwachsenen von 2m Körpergröße zwischen den parkenden Autos (incl. Lieferwagen) nicht mehr sieht?
b) Wenn man einen kleingewachsenen Etwachsenen mit 1.60m Körpergröße nicht mehr sieht?
c) Wenn man einen Schulanfänger nicht mehr sieht?
d) Wenn man ein Kindergartenkind auf seinem Minitretvehikel nicht mehr sieht?

Das gibt Arbeit(splätze) für Programmierer und Juristen ohne Ende...

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: cinéma

Datum: 10.01.21 18:38

def schrieb:
Das hat mit der Spurführung doch wenig zu tun, im Gegenteil, Spurhalten ist das kleinste Problem, das autonome Fahrzeuge haben. Es ist eher das "Ist hinter dem parkenden SUV ein Kind?", das "Wie reagiert die Radfahrerin vor mir?" etc.
Geht, in Russland bei Yandex ist man da mit der Entwicklung schon recht weit:

[www.youtube.com]
[www.youtube.com]
[www.youtube.com]
[www.youtube.com]
[www.youtube.com]

Re: Die Maschinen werden besser ...

geschrieben von: InterRailer26+

Datum: 10.01.21 19:35

kmueller schrieb:
Aber wann ist die Sicht "zu stark eingeschränkt"?

a) Wenn man einen Erwachsenen von 2m Körpergröße zwischen den parkenden Autos (incl. Lieferwagen) nicht mehr sieht?
b) Wenn man einen kleingewachsenen Etwachsenen mit 1.60m Körpergröße nicht mehr sieht?
c) Wenn man einen Schulanfänger nicht mehr sieht?
d) Wenn man ein Kindergartenkind auf seinem Minitretvehikel nicht mehr sieht?

Das gibt Arbeit(splätze) für Programmierer und Juristen ohne Ende...
In der Tat juristisches Neuland. Am Ende wird es aber darum gehen, bremsbereit zu sein.
Big Data wird den Stadtplan, die Einwohnerstruktur u.v.a.m. bereithalten - Sackgasse, Kleinkinder, Samstag Nachmittag = Spielzeit -
und dann muss die Geschwindigkeit so reduziert werden, dass man für zwischen den Autos hervortretenden Kindern rechtzeitig abbremsen.

weiter wurde geschrieben

Zitat
Sackgasse mit wenig Verkehr aber dafür spielenden Kindern, die ab und zu mit Dreirad oder Roller unvermittelt auf die Fahrbahn fahren
Klingt nach Verletzung der Aufsichtspflicht. Sorry, aber da haben die Kinder bei manuell gesteuerten SUVs auch / noch schlechte/re Karten.

Btw. Die Sensorsysteme autonomer Fahrzeuge können ggf. sogar unter den abgestellten Fahrzeugen und durch die Hecken durchschauen und bemannte (Herzschlag!), querende Dreiräder erkennen und die Fahrt reduzieren/anpassen bevor sich die Fahrwege kreuzen.

MfG, IR26+

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: sepruecom

Datum: 11.01.21 00:09

Automatische U-Bahnen sind bei Neubauprojekten die Norm, und selbst nicht-automatische U-Bahnen fahren heutzutage weitestgehend halbautomatisch im signalgesicherten Bereich (also überall), d.h. Fahrer gibt nur Abfahrtssignale und führt Notbremsungen durch.

Bestandsnetze werden nur eher selten umgerüstet, das bedeutet aber nicht, dass das Konzept von automatischen U-Bahnen gescheitert ist.

Gruss, sepruecom

Aus einem sozialistischen System ein kapitalistisches zu machen, ist, wie aus einem Omelett ein intaktes Ei zu machen (Unbekannter Verfasser)

Der gescheiterte US-Präsidentschaftskandidat John McCain zu seiner Nachtruhe: Seit seiner Niederlage schlafe er wie ein Baby: "Zwei Stunden schlafen, aufwachen und heulen, zwei Stunden schlafen". Quelle

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 11.01.21 00:43

sepruecom schrieb:
Automatische U-Bahnen sind bei Neubauprojekten die Norm, und selbst nicht-automatische U-Bahnen fahren heutzutage weitestgehend halbautomatisch im signalgesicherten Bereich (also überall), d.h. Fahrer gibt nur Abfahrtssignale und führt Notbremsungen durch.

Bestandsnetze werden nur eher selten umgerüstet, das bedeutet aber nicht, dass das Konzept von automatischen U-Bahnen gescheitert ist.

Gruss, sepruecom
Treibt aber die Kosten noch mal ziemlich in die Höhe.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: sepruecom

Datum: 11.01.21 01:33

dafür braucht man später keine Fahrer.

Selbst wenn man auf die Anwesenheit von Personal an den Haltestellen Wert legt, sind ein paar Securities günstiger als "richtige" Fahrer...

Gruss, sepruecom

Aus einem sozialistischen System ein kapitalistisches zu machen, ist, wie aus einem Omelett ein intaktes Ei zu machen (Unbekannter Verfasser)

Der gescheiterte US-Präsidentschaftskandidat John McCain zu seiner Nachtruhe: Seit seiner Niederlage schlafe er wie ein Baby: "Zwei Stunden schlafen, aufwachen und heulen, zwei Stunden schlafen". Quelle

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: cinéma

Datum: 11.01.21 06:15

sepruecom schrieb:
Automatische U-Bahnen sind bei Neubauprojekten die Norm, und selbst nicht-automatische U-Bahnen fahren heutzutage weitestgehend halbautomatisch im signalgesicherten Bereich (also überall), d.h. Fahrer gibt nur Abfahrtssignale und führt Notbremsungen durch.

Bestandsnetze werden nur eher selten umgerüstet, das bedeutet aber nicht, dass das Konzept von automatischen U-Bahnen gescheitert ist.

Gruss, sepruecom
Düsseldorf und Duisburg widersprechen Deiner Aussage. Dort wurde vom automatischen Fahren abgerüstet.

Re: Die Maschinen werden besser ...

geschrieben von: kmueller

Datum: 11.01.21 16:03

InterRailer26+ schrieb:
kmueller schrieb:
Aber wann ist die Sicht "zu stark eingeschränkt"?
Das gibt Arbeit(splätze) für Programmierer und Juristen ohne Ende...
In der Tat juristisches Neuland. Am Ende wird es aber darum gehen, bremsbereit zu sein.
Big Data wird den Stadtplan, die Einwohnerstruktur u.v.a.m. bereithalten - Sackgasse, Kleinkinder, Samstag Nachmittag = Spielzeit -
und dann muss die Geschwindigkeit so reduziert werden, dass man für zwischen den Autos hervortretenden Kindern rechtzeitig abbremsen.
Ab wieviel Uhr nicht mehr?

InterRailer26+ schrieb:
weiter wurde geschrieben
Zitat
Sackgasse mit wenig Verkehr aber dafür spielenden Kindern, die ab und zu mit Dreirad oder Roller unvermittelt auf die Fahrbahn fahren
Klingt nach Verletzung der Aufsichtspflicht. Sorry, aber da haben die Kinder bei manuell gesteuerten SUVs auch / noch schlechte/re Karten.

Btw. Die Sensorsysteme autonomer Fahrzeuge können ggf. sogar unter den abgestellten Fahrzeugen und durch die Hecken durchschauen und bemannte (Herzschlag!), querende Dreiräder erkennen
Sowie dösende Katzen und schnüffelnde Hunde.

Die einfachere Lösung wäre eine Abwandlung der Vorfahrtregel: abseits bezeichneter 'Hauptstraßen' Vorrang für Menschen und Tiere.

Re: Kind, Katze, Hund - für alle!

geschrieben von: InterRailer26+

Datum: 11.01.21 19:11

kmueller schrieb:
InterRailer26+ schrieb:
kmueller schrieb:
Aber wann ist die Sicht "zu stark eingeschränkt"?
Das gibt Arbeit(splätze) für Programmierer und Juristen ohne Ende...
In der Tat juristisches Neuland. Am Ende wird es aber darum gehen, bremsbereit zu sein.
Big Data wird den Stadtplan, die Einwohnerstruktur u.v.a.m. bereithalten - Sackgasse, Kleinkinder, Samstag Nachmittag = Spielzeit -
und dann muss die Geschwindigkeit so reduziert werden, dass man für zwischen den Autos hervortretenden Kindern rechtzeitig abbremsen.
Ab wieviel Uhr nicht mehr?
S. Verkehrsschild, sonst nach Sonnenuntergang, ... weitere -
Wir nennen es Intuition - Big Data berechnet sie.

Zitat:
InterRailer26+ schrieb:
Zitat:
weiter wurde geschrieben
Zitat
Zitat:
Sackgasse mit wenig Verkehr aber dafür spielenden Kindern, die ab und zu mit Dreirad oder Roller unvermittelt auf die Fahrbahn fahren
Klingt nach Verletzung der Aufsichtspflicht. Sorry, aber da haben die Kinder bei manuell gesteuerten SUVs auch / noch schlechte/re Karten.

Btw. Die Sensorsysteme autonomer Fahrzeuge können ggf. sogar unter den abgestellten Fahrzeugen und durch die Hecken durchschauen und bemannte (Herzschlag!), querende Dreiräder erkennen
Sowie dösende Katzen und schnüffelnde Hunde.

Die einfachere Lösung wäre eine Abwandlung der Vorfahrtregel: abseits bezeichneter 'Hauptstraßen' Vorrang für Menschen und Tiere.
Alles was einen Herzschlag hat! Siehe auch Child-detection safety technology - die detektiert ab 2022 vergessene Kleinkinder auf Hintersitzen von Autos und schlägt Alarm, damit sie nicht mehr an Hitze sterben. Sollte bei folgenden Iterationsstufen auch vor dem Auto funktionieren und bestimmt Position und Bewegungsrichtung. Für Kind, Katze, Hund - für alle! Find ich gut :-)
Und dann haben Sie den Vorrang für Menschen und Tiere!

BG, IR26+



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.21 19:17.

Re: Die Maschinen werden besser ...

geschrieben von: Alexander Bolz

Datum: 11.01.21 20:06

Hallo,

kmueller schrieb:
Zitat:
Die einfachere Lösung wäre eine Abwandlung der Vorfahrtregel: abseits bezeichneter 'Hauptstraßen' Vorrang für Menschen und Tiere.
ergibt sich durch die Sensoren ja eh von selbst ;-)

Viele Grüße,
Alexander

Re: Die Maschinen werden besser ...

geschrieben von: Nemo

Datum: 11.01.21 22:47

Alexander Bolz schrieb:
Hallo,

kmueller schrieb:
Zitat:
Die einfachere Lösung wäre eine Abwandlung der Vorfahrtregel: abseits bezeichneter 'Hauptstraßen' Vorrang für Menschen und Tiere.
ergibt sich durch die Sensoren ja eh von selbst ;-)

Viele Grüße,
Alexander
Das wird dann unter der gelangweilten Jugend zum Volkssport "Carbreaking" führen. Vorallem wird es super, wenn man einfach über die Straße gehen kann und die Autos bremsen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Autos dann besser durchkommen als heute.

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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.

Re: Die Maschinen werden besser ...

geschrieben von: der weiße bim

Datum: 12.01.21 00:10

InterRailer26+ schrieb:
Btw. Die Sensorsysteme autonomer Fahrzeuge können ggf. sogar unter den abgestellten Fahrzeugen und durch die Hecken durchschauen und bemannte (Herzschlag!), querende Dreiräder erkennen und die Fahrt reduzieren/anpassen bevor sich die Fahrwege kreuzen
Naja. Personen und Haustiere erhalten bei Geburt oder auf Wunsch einen Chip implantiert, so dass sie in vollvernetzter städtischer Umgebung stets für alle Berechtigten (auf Straßen also für alle autonomen Fahrzeuge) selbst in dichtestem Nebel bei Dunkelheit zentimetergenau zu orten sind. Nicht gechipte Personen und Wildtiere müssen halt weiter auf sich selbst und den Verkehr aufpassen. Ihre Zahl wird dann abnehmen ...
Das Betreten der Straßen bei rot oder vor nahenden Fahrzeugen wird mit Bußgeldern geahndet, die automatisch vom Privatkonto abgebucht werden. Nahen keine Fahrzeuge sind Fußgängerampeln dauergrün. Autonome Fahrzeuge weichen ÖPNV-Fahrzeugen aus und gewähren ihnen freie Durchfahrt.

So long

Mario

Re: Ohne Chip :-) zum Bußgeld :-(

geschrieben von: InterRailer26+

Datum: 12.01.21 06:32

der weiße bim schrieb:
Naja. Personen und Haustiere erhalten bei Geburt oder auf Wunsch einen Chip implantiert, so dass sie in vollvernetzter städtischer Umgebung stets für alle Berechtigten (auf Straßen also für alle autonomen Fahrzeuge) selbst in dichtestem Nebel bei Dunkelheit zentimetergenau zu orten sind. Nicht gechipte Personen und Wildtiere müssen halt weiter auf sich selbst und den Verkehr aufpassen. Ihre Zahl wird dann abnehmen ...
Das Betreten der Straßen bei rot oder vor nahenden Fahrzeugen wird mit Bußgeldern geahndet...
Keine Sorge, den Chip brauchen Sie nicht. Das funktioniert auch ohne!
Die neuen Bußgelder sehe ich allerdings auch kommen.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: esTranvia

Datum: 14.01.21 15:50

Investieren in den ÖPNV weiß die Autolobby schon zu verhindern. Und des deutschen Autofahrer Horizont endet meistens an seiner Windschutzscheibe. Die französische Politik hat die Voraussetzungen geschaffen, damit der ÖPNV besser wirtschaften kann. Ebenso verhält es sich in der Schweiz. Dort hat jede Stadt ein ausgedehntes Tramnetz und die Schweiz investiert 5mal soviel in die Schienen pro Einwohner wie das autovernebelte Deutschland.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: Ruhri

Datum: 14.01.21 16:43

esTranvia schrieb:
Investieren in den ÖPNV weiß die Autolobby schon zu verhindern. Und des deutschen Autofahrer Horizont endet meistens an seiner Windschutzscheibe. Die französische Politik hat die Voraussetzungen geschaffen, damit der ÖPNV besser wirtschaften kann. Ebenso verhält es sich in der Schweiz. Dort hat jede Stadt ein ausgedehntes Tramnetz und die Schweiz investiert 5mal soviel in die Schienen pro Einwohner wie das autovernebelte Deutschland.
Gilt das eigentlich für die Straßenbahnen in der Schweiz ebenso wie für die Eisenbahnen?

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: Gernot

Datum: 14.01.21 18:09

esTranvia schrieb:
Investieren in den ÖPNV weiß die Autolobby schon zu verhindern. Und des deutschen Autofahrer Horizont endet meistens an seiner Windschutzscheibe. Die französische Politik hat die Voraussetzungen geschaffen, damit der ÖPNV besser wirtschaften kann. Ebenso verhält es sich in der Schweiz. Dort hat jede Stadt ein ausgedehntes Tramnetz und die Schweiz investiert 5mal soviel in die Schienen pro Einwohner wie das autovernebelte Deutschland.
Jede Stadt? Zürich, Genf, Basel, Bern und die Lausanner Metro. Das wars auch schon. Das sind zwar die fünf größten Städte des Landes, aber es ist nicht so, dass die Schweiz das Straßenbahnparadies wäre.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 14.01.21 23:07

Richtig, die Zahl der Schweizer Städte, die mal eine Straßenbahn hatten und diese eingestellt haben, ist ungleich länger. St. Gallen, Schaffhausen, Schwyz, Neuchatel (Stadtnetz), Lausanne (Meterspurnetz), St. Moritz, Fribourg, Luzern, Lugano, Bex, Altstätten, Spiez und dazu noch ein gutes Dutzend Überlandstraßenbahnbetriebe.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: Ruhri

Datum: 15.01.21 09:46

Das erinnert mich an die Fragestellung von vor ein paar Wochen, dass Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit den meisten Großstädten ohne kommunalen Schienenverkehr sei. Die Zahl der Großstädte ohne eigenes Bahnnetz ist natürlich hierzulande höher als sonst wo in Deutschland, und in mindestens vier Ländern haben 100% der Großstädte eine Straßen-, Stadt- oder U-Bahn. Nur sind das halt Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Saarland, und umgekehrt gibt es auch kein Bundesland, das mehr Großstädte mit eigener Schiene hätte als NRW.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: kmueller

Datum: 15.01.21 14:00

Gernot schrieb:
esTranvia schrieb:
in der Schweiz. Dort hat jede Stadt ein ausgedehntes Tramnetz
Jede Stadt? Zürich, Genf, Basel, Bern und die Lausanner Metro. Das wars auch schon. Das sind zwar die fünf größten Städte des Landes, aber es ist nicht so, dass die Schweiz das Straßenbahnparadies wäre.
Das deutsche Äquivalent dazu wäre, daß die 50 größten Städte des Landes ein Straßenbahnnetz hätten.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 15.01.21 14:55

Könntest du uns die Berechnungsformel für deine Aussage offenlegen? Ohne ist das irgendwie nicht nachvollziehbar.

Re: ÖPNV und Zukunft

geschrieben von: kmueller

Datum: 15.01.21 16:21

Früherwarallesbesser schrieb:
Könntest du uns die Berechnungsformel für deine Aussage offenlegen? Ohne ist das irgendwie nicht nachvollziehbar.
Ganz einfach: Gleiche Versorgung bei 10facher Einwohnerzahl läuft auf 10faches-Angebot hinaus. Wenn man das Angebot als 'Anzahl versorgter Städte' quantifiziert, läuft 'gleiches Angebot' auf '10mal so viele Städte' hinaus. Sie der Größe nach zu ordnen und dann von oben nach unten abzuzählen, folgt der Vorlage im VP, wäre aber auch sonst naheliegend.

Alternativ könnte man deutschen und Schweizer Nahverkehr nach Anzahl angebotener Sitzplatzkm/Ew vergleichen:
a) nur Tram
b) Tram und Bus
c) Tram, Bus und Kleinbahnen
d) Tram, Bus, Klein- und Vollbahnen