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[MA/LU] Seit einem Jahr zurück: ET6+EB6 im Liniendienst

geschrieben von: GT8NF

Datum: 08.01.21 10:49

Hallo,

seit einem Jahr fahren die drei reaktivierten ET6+EB6 wieder im Liniendienst. Fuhren die drei Verbände 1015+1055, 1017+1057 und 1018+1058 Anfangs noch auf der Baustellenbedingt umgeleiteten Linie 7 zwischen Ebertpark und Oppau, fahren diese seit Mitte September 2020 auf der Linie 8 zwischen Krappmühlstraße und Oppau.

Da diese gestern seit genau einem Jahr wieder im Liniendienst fahren, habe ich gestern Nachmittag nach den ET6 ausschau gehalten.
Dafür schaute ich am Betriebshof Rheingönheim vorbei, da die ET6-Umläufe derzeit dort ein- und ausrücken. Dort stand auch schon 1015+1055 bereit für seinen nächsten Einsatz.


https://abload.de/img/10151055_07.01.2021_g0aj9r.jpg
1015+1055 bei der Einfahrt auf die Haltestelle Giulini. Im Hintergrund sind die Gleise zum Betreiebshof erkennbar.

1015 ist aktuell der einzige betriebsfähige ET6. 1017 und 1018 stehen derzeit in der Werkstatt. Hoffen wir das beste für die Fahrzeuge, dass sie bald wieder ihre Runden drehen können.

Ich wünsche noch einen schönen Tag.

Mein Beitragsverzeichnis: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?099,9254193
Einsätze der Düwags im rnv-Netz (Stand: 10.09.2020): https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?005,9310111
2156 in neuem Gewand: er soll die Hängerzüge unterstützen.
Bild: Achim Böhme (mein Bruder):

IMG-20210105-WA0000.jpg
2156 - der bislang GT8 156?

Straßenbahn-Begeisterter aus Krefeld! Favorit: Düwag M8C ;)
Meine eigene, ausführliche Website zum Nahverkehr in Krefeld: [strassenbahn-bus.de]
Meine Bahn und Busvideos: [www.youtube.com]
Meine DSO-Fotobeiträge:
[www.drehscheibe-online.de]
Zitat
2156 - der bislang GT8 156?

Ja, er hat die Ziffer 2 vorangestellt bekommen, wie die anderen Straßenbahnen der VBL auch.

Zitat
er soll die Hängerzüge unterstützen.

Wir sollten alle noch eine Weile Geduld haben bis es draußen wieder wärmer wird.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.21 19:31.
Gibt es eigentlich auch noch einen Heidelberger GT8? Also 3202 oder 3204? Davon könnte man ja auch noch einen für den BOStrab-Betrieb verwenden. Weil die werden wohl wie 2156 keine EBO-Zulassung besitzen?
Zitat
Gibt es eigentlich auch noch einen Heidelberger GT8? Also 3202 oder 3204? Davon könnte man ja auch noch einen für den BOStrab-Betrieb verwenden. Weil die werden wohl wie 2156 keine EBO-Zulassung besitzen?

Der 3204 ist zum historischen Tw 204 aufgearbeitet worden und steht in Heidelberg. Der 3202 hatte Fristablauf und ist in Ludwigshafen abgestellt.

Zur EBO-Zulassung möchte ich mich heute noch nicht äußern. Vielleicht so viel: Es hat sich jemand über das Thema Gedanken gemacht. Alles Weitere wird man mit der Zeit sehen.
Noch ein paar Aufnahmen zu den weiter oben angesprochenen Fahrzeugen:

Hier ein Blick auf den 3202 nach seiner Abstellung, aufgenommen am 23.09.2020 im Betriebshof Rheingönheim:

https://abload.de/img/img_37429kk30.jpg




Der 204, der nicht mehr in Eigentum der rnv ist, wurde am 03.10.2019 in einer Rundfahrt als historisches Fahrzeug der Öffentlichkeit vorgestellt. Dadurch kam er unter anderem nach Mannheim-Neuhermsheim auf die Strecke zur SAP-Arena:

https://abload.de/img/img_26218nkw1.jpg

Der Gt8 156 am 23.09.2020 in seinem früheren Erscheinungsbild in Ludwigshafen: (Im Hintergrund steht der Gt8NF 501 der MVG.)

https://abload.de/img/img_37410tjnq.jpg

..und hier am 17.12.2020 in der Werkstatt in Mannheim

https://abload.de/img/img_3918mtkhl.jpg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.21 22:23.
Der ganz große Erfolg scheint ja die Reaktivierung dieser Einzelstücke nicht zu sein, und beim 156 hat man dafür dann auch noch sinnfrei historische Substanz vernichtet. Die Originallackierung war ja noch in gutem Zustand, eine wirkliche Notwendigkeit zur Neulackierung bestand ja nicht. Und ein langfristiger Einsatz dieser Fahrzeuge ist ja auch nicht geplant. Eigentlich hätte man gewarnt sein müssen, denn in Berlin ist ja so ein Versuch der Reaktivierung von historischen Fahrzeugen auf der U55 vor gar nicht langer Zeit grandios gescheitert. Viel Geld in den Sand gesetzt und der historische Zustand der Fahrzeuge unwiederbringlich dahin. Und das dafür, dass die Fahrzeuge ständig defekt abgestellt waren, und vorzeitig aus diesen Verkehren wieder abgezogen, die Zukunft dieser nicht mehr ganz so historischen Fahrzeuge ist völlig offen, selbst eine Verschrottung ist nicht ausgeschlossen. Gleiches befürchte ich für den 156, die Hängerzüge sind ja ohnehin zur Verschrottung vorgesehen, von daher ist es bei denen eher egal.
Zitat
Gleiches befürchte ich für den 156, die Hängerzüge sind ja ohnehin zur Verschrottung vorgesehen, von daher ist es bei denen eher egal.

Woher kommen diese Behauptungen?
Der 156 wird auch in Zukunft nicht verschrottet und bei den RHB-Zügen wird natürlich auch etwas für die Nachwelt erhalten bleiben.

Ich halte Reaktivierungen immer für besser als Fahrtausfälle.

Ich kann auch nicht erkennen, dass es dem 156 besser getan hätte, wenn man ihn für weitere Jahre nicht betriebsfähig in der Halle abgestellt hätte.

Ob eine Lackierung in den aktuellen Unternehmensfarben eine sinnfreie Vernichtung historischer Substanz ist, bezweifle ich auch.
Ich bin jetzt nicht hundertprozentig im Bilde, aber diese Hängerzüge sind doch eigentlich das ganze Jahr 2020 über und zumeist stabil im Einsatz gewesen, oder? Ich sehe das nicht als gescheitert an. Dass das bei uns in Berlin mit den D-Tw auf der U55 nicht so hingehauen hat wie vorgesehen - na ja, ist blöd, aber "zerstört" wurde dabei aber nicht viel. Ich nehme nicht an, dass das Ausbauen der Türansteuerung und der digitalen Zielanzeiger sowie der Wiedereinbau der Klinken und Rollbänder eine Herkulesaufgabe ist.
Hmmm, meinst Du mit "sinnfrei historische Substanz vernichtet" eventuell die Entfernung der historischen Korrosion an einigen Stellen des Wagenkastens? Meines Erachtens hätte man von dieser historischen Substanz durchaus noch mehr vernichten können.

Ich denke, nicht die Aufarbeitung des 156, sondern Dein Beitrag ist völlig sinnbefreit.
Außer ein bisschen neuem Lack wurde am 156 nicht allzuviel verändert.
Und dieser neue Lack dient außerdem dazu, den metallenen Korpus des Fahrzeugs zu schützen.
Immerhin wird dieses Fahrzeug ja wohl auch eine neue Hauptuntersuchung und das RBL-System erhalten, was es bestenfalls für acht Jahre einsatzfähig macht - und damit wohl deutlich länger, als man es als "Notnagel" wirklich benötigt.
Man hätte ihn natürlich auch nochmal zwölf Jahre abgestellt herumstehen lassen können. Hätte sicher mehr Sinn gemacht...
Aber mit "längerfristig denken" ist mancher Zeitgenosse wohl deutlich überfordert.

Und von wegen "historischer Zustand", vier bis sieben Eimer Farbe dürften ja wohl das wenigste sein, um ein Schienenfahrzeug äußerlich wieder in eine andere Epoche zu versetzen.
Hat man ja am HSB 204 gesehen. Aber nein, der ist ja auch nicht "historisch", weil er ja 1975 mit "Sparkasse"-Ganzreklame geliefert wurde.

Früherwarebendochallesbesser. https://www.rnlf.de/mods/smileys/images/nee.gif

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger

"Wenn das 'gesunde Volksempfinden' an die Macht kommt, endet das oft im Weltkrieg.
Geist addiert sich nicht. Dummheit schon." Dieter Nuhr





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.21 14:54.
Na ja, die Fahrzeuge haben schon ihre kleineren und größeren "Gebrechen".

Die Verwicklungen in Verkehrsunfälle wären mit anderen Fahrzeugen genauso passiert.

Das (übrigens durchweg freiwillige) Fahrpersonal hatte leider nach einer kurzen Ausbildung herzlich wenig Zeit, sich auf die Eigenheiten der Fahrzeuge einzustellen, die meisten Kollegen hatten zuvor nur relativ modernes Zeug mit Steuerelektronik gefahren. Richtig Routine zu sammeln ist - bedingt durch die geringe Anzahl an Leistungen, immerhin sind die Wagen ja als "Verdichter" nur zeitweise im Einsatz - auch nicht wirklich möglich.

Und dann gab's noch andere Störungen, die einerseits durch (sicher nicht beabsichtigte) Fehlbedienungen entstanden sind.
Andererseits scheint es auch durch die teilweise lange Abstellzeit einige Störungen gegeben haben, die erst nach und nach zutage getreten sind.
Beide Fälle werden sich mit der Zeit verringern, je länger die Wagen wieder eingesetzt sind.

Und zum Thema Ausfallzeit dürfte natürlich klar sein, dass für die Kurbler erstens manchmal erst Ersatzteile beschafft oder gar angefertigt werden müssen
und zweitens in den Werkstätten schadhafte Niederflurwagen bei der Reparatur unbedingten Vorrang haben.
Ich persönlich fände es auch schöner, täglich alle drei Züge im Einsatz zu sehen.
Aber aus den vorgenannten Gründen dauert's manchmal eben länger.
https://abload.de/img/snvmj8k.jpg

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger

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Auch wenn es sich hierbei um Schienenfahrzeuge handelt, einfach mal die „Charta von Turin“ lesen. [www.adac.de]
Besitzer und Nutzer historischer Automobile sind da anscheinend ein gutes Stück weiter als die Besitzer und Nutzer von Schienenfahrzeugen.
Hallo,

der 2156er hat doch auch noch die alten grünen Kunstledersitze, oder? Wenn ja vermute ich, dass er die dann auch behalten wird, wie es beim 1018+1058 der Fall war.

Eine Umrüstung von Glühbirnen auf LED dürfte hier ja nicht notwendig sein, da er bisher auch die Leuchtstoffröhren hatte. Oder irre ich mich da?

Gruß, Gambrinus!
Richtig.
Der Wagen wurde in den späten 1980er-Jahren nur leicht modernisiert und hat, anders als alle anderen 1971er-Gt8, keine neuen Sitze und kein neues Fahrerpult erhalten. Es wurden lediglich eine elektrisch betätigte Rollbandanlage eingebaut, der rotierende Umformer wurde gegen einen statischen mit höherer Leistung getauscht und die Innenbeleuchtung durch Glühbirnen wurde durch ein Leuchtband aus Leuchtstoffröhren ersetzt.

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger

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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.21 16:30.
Früherwarallesbesser schrieb:
Der ganz große Erfolg scheint ja die Reaktivierung dieser Einzelstücke nicht zu sein, und beim 156 hat man dafür dann auch noch sinnfrei historische Substanz vernichtet. Die Originallackierung war ja noch in gutem Zustand, eine wirkliche Notwendigkeit zur Neulackierung bestand ja nicht. Und ein langfristiger Einsatz dieser Fahrzeuge ist ja auch nicht geplant. Eigentlich hätte man gewarnt sein müssen, denn in Berlin ist ja so ein Versuch der Reaktivierung von historischen Fahrzeugen auf der U55 vor gar nicht langer Zeit grandios gescheitert. Viel Geld in den Sand gesetzt und der historische Zustand der Fahrzeuge unwiederbringlich dahin. Und das dafür, dass die Fahrzeuge ständig defekt abgestellt waren, und vorzeitig aus diesen Verkehren wieder abgezogen, die Zukunft dieser nicht mehr ganz so historischen Fahrzeuge ist völlig offen, selbst eine Verschrottung ist nicht ausgeschlossen. Gleiches befürchte ich für den 156, die Hängerzüge sind ja ohnehin zur Verschrottung vorgesehen, von daher ist es bei denen eher egal.

1.: wie die anderen Forumsteilnehmer schon schrieben wurde da keine „historische Substanz vernichtet“. Eher im Gegenteil. Einzige technische Änderung dürfte der Einbau des RBL gewesen sein.
2.: der Wagen trug keine Originallackierung mehr. Im Zuge einer (im Vergleich zu den anderen Wagen dieser Bauserie zugegebenermaßen sehr) leichten Modernisierung in den 90ern wurde er schonmal neu lackiert, aber eben im alten Farbschema.
3.: dass alle Hängerzüge nach ihrem (sicherlich noch mittel- bis längerfristigem) Einsatz in den Schrott gehen sollen, ist schon eine steile These, die man schon durchaus mal belegen könnte.

Kurz gesagt: man merkt, Du hast Ahnung...

Viele Grüße vom
http://abload.de/img/bild4310headb.jpg
Die Charta von Turin ist genauso wenig auf jedes KFZ anwendbar, das die 30 Jahre voll hat und hat auch keinen Gesetzescharakter.

Das Problem trifft jetzt gerade im Übrigen sowohl die letzten Kurbelwagen, als auch viele Schaltwerkswagen mit elektronischer Steuerung und Chopperwagen, als auch formal historische PKW:
Die Geschwindigkeit der Fahrzeugentwicklung ist bei Straßenbahnfahrzeugen seit der Einführung von Gelenktriebwagen massiv verlangsamt worden, wie es auch in den späten 80ern bei PKW passiert ist. Das führt dazu, dass die entsprechenden Fahrzeuge aus den 60ern nach wie vor in die heutige Welt zu passen scheinen.
Mit einem 08/15 GT6/GT8 lässt sich in der Regel ein aktueller Fahrplan halten, wenn man das Handwerk an der Kurbel beherrscht. Das geringe Beschleunigungsdefizit wird durch die teilweise deutlich schnellere Abfertigung wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen (deren Notwendigkeit ich nur teilweise sehe) ausgeglichen.
Dies gilt auch für z.B. einen Mercedes W124. Die Kiste ist 30, und wenn man ein gut gepflegtes Exemplar erwischt, hat man ein Fahrzeug, das wenig vermissen lässt. Die Zuverlässigkeit und auch die Motorleistung und der Kraftstoffverbrauch (wenn es ein Diesel ist) ist auch hier auf einem Niveau, das einem Alltagsbetrieb nicht im Wege steht.
Das sieht man auch am Einsatzprofil der Fahrzeuge, die man auf der Straße sieht. Viele sind mehr oder weniger verbastelt und an den täglichen Bedarf von heute angepasst. Manche zeigen eher mittelmäßige Unfall- und Rostreparaturen.
Willst du jetzt jeden W124-Besitzer auf seine Verpflichtung zum Erhalt von Kulturgut hinweisen?
Diese Fahrzeuge werden noch seltener werden. Sie sind zwar alt, aber aufgrund ihrer Stückzahl nur so halb historisch. Wer ein Exemplar in besonders gutem Zustand hat, wird es in der Regel auch pflegen. DIESE Fahrzeuge bleiben dann auch erhalten.
Gleiches gilt für die Unmengen an Düwags da draußen. Die Fahrzeuge sind teilweise 60 Jahre alt und immer noch in großer Stückzahl vorhanden. Das liegt im Wesentlichen an ihrer Robustheit und Alltagstauglichkeit. Ein langfristiger Erhalt dieser Anzahl an Fahrzeugen im Originalzustand ist nahezu undenkbar (wie auch bei diversen W124 oder alten LKW). Es braucht also ein Konzept, wie das Fahrzeug ein neues Leben erhält.
Der Verkehrsbetrieb ist nicht verpflichtet, Museumsbetrieb überhaupt zu ermöglichen, geschweige denn auch noch zu unterstützen! Wenn es hier kein Entgegenkommen gibt, läuft man am Ende Gefahr, komplett ohne historische Fahrzeuge dazustehen.
Die Geschichte lehrt (ich kann hier nur aus Darmstadt berichten), dass nahezu der komplette halbwegs vorzeigbare Museumsbestand eine solche Geschichte hinter sich hat:
2x-Tw:
37: Früher mal (tm) Museums-Tw, bei fälliger HU mit Mängeln abgestellt. Steht seit 25 Jahren, Zustand mittlerweile eher medium, aber aufarbeitungswürdig.
49 "Kinderbahn" : War eben genau das, ist nur erhalten geblieben, weil er entsprechend "verschandelt" ein musemusreifes Alter erreicht hat.
57: Rettete sich als Rangier-Tw in das museumsfähige alter.
66: Rettete sich als Arbeitstriebwagen in das museumsfähige Alter.
67: War ein "Denkmal"
15: Mir unbekannt. Könnte gezielt als Museumswagen aufgehoben worden sein.
2x-Bw:
132 ex Kinderbahn: Als Kinderbahn erhalten geblieben, mittlerweile restauriert und schon wieder abgestellt.
182: UNbekannt. Könnte gezielt als Museumswagen erhalten worden sein.
GlTw:
25,26,31: Erhalten als Fahrleitungsenteisungswagen und als eiserne Reserve. Mittlelfristig werden wohl 25 ud 31 in den Liniendienst zurückkehren. Ein Wagen bleibt als Museumstriebwagen.
7608: Als Museumswagen erhalten, als solcher aber nicht einsetzbar, weil zu neu. Ob eine Erhaltung bis in eine Zeit, wo er auf Interesse stößt, möglich ist, ist fraglich. Ich würde es mir wünschen. Jetztiger Einsatz im Liniendienst würde Wissen über den Umgang mit dem Fahrzeug konservieren.
8210: Als Museumswagen erhalten, als solcher aber nicht einsetzbar, weil zu neu. Quasi baugleich mit nachwievor im Einsatz stehenden Fahrzeugen. Wurde mehrfach als Ersatzteilspender genutzt, jetzt wieder fahrfähig als Fahrschulwagen. Museale Erhaltung erscheint mir bei gegebenem Zustand schwierig, die Zukunft wirds zeigen.

Der Lack am 156 ist so fertig, dass vor ernsthaftem Museumseinsatz auf jeden Fall eine Neulackierung ansteht. Man vernichtet hier also kurzfristig historische Substanz, langfristig wäre diese aber ohnehin verlorengegangen. Dem steht aber ein deutlicher Wissensgewinn gegenüber:
Wenn die Kiste gefahren wird, ist das auch eine Chance, Wissen über den Betrieb der Kiste an jüngere Generationen weiterzugeben, das über "Das hier ist ein Fahrschalter. Der geht hoffentlich nie kaputt, denn sowas kann man heute nicht mehr reparieren" hinausgeht. Ja, hier stellen tatsächlich Fahrzeugschäden Chancen dar!

Natürlich würde man sich wünschen, dass die Wiederinbetriebnahme mehr Rücksicht auf das eine oder andere historische Detail nimmt.
Die Komplexität des Erhalts eines solchen Fahrzeuges lässt das aber teilweise einfach nicht zu. Da wird dann ein Mitarbeiter beauftragt, X zu tun. Hat dieser Mitarbeiter Feingefühl, findet er in der Regel eine historisch vertretbare Lösung. Hat er dies nicht, wird halt irgendwas hingemetzgert. Damit wird man als Museumsvereinsmitglied leben müssen, es sei denn, man ist entsprechend ausgebildet und steht rund um die Uhr bereit, Probleme mit den Fahrzeugen selbst zu lösen. Sowas ist völlig unmöglich zu leisten.

Am Ende macht es einfach mehr Sinn, sich zu freuen, wenn die wirklich schwer ersetzbare historische Substanz (Gleichstrommotoren, Tandemantrieb, Federung, Drehgestelle, Wagenkasten, Fahrschalter, etc) in Bewegung bleibt oder sogar einfach so erlebt werden kann, als problemlos ersetzbaren Details wie einem schon ziemlich stumpfen Lack nachzutrauern.
Früherwarallesbesser schrieb:
Auch wenn es sich hierbei um Schienenfahrzeuge handelt, einfach mal die „Charta von Turin“ lesen. [www.adac.de]
Besitzer und Nutzer historischer Automobile sind da anscheinend ein gutes Stück weiter als die Besitzer und Nutzer von Schienenfahrzeugen.
Fahrzeuge (Autos und Schienenfahrzeuge) wurden nicht gebaut, damit sie ab einem bestimmten Alter als Oldtimer dienen. Sie sollen Menschen von A nach B bringen und genau das machen die reaktivierten Wagen in Mannheim/Ludwigshafen. Sie machen das, wofür sie gebaut wurden: Personenbeförderung.
Es ist wunderbar, dass eine Straßenbahn in so einem Alter nochmal in den Liniendienst kommt und ihre Aufgabe erfüllt. Und da sie im Jahr 2020 für den Alltagsbetrieb ertüchtigt wurden, sind auch LED-Leuchten und eine Neulackierung "original", da sie zur Epoche passen.


Diese Straßenbahnen sind keine Oldtimer, sondern im aktiven Dienst befindliche alte Straßenbahnen. Beim RNV ist sowas auch zu verkraften, da dort bereits zahlreiche andere Oldtimer vorhanden sind. Irgendwann werden sie wieder aus dem aktiven Liniendienst verschwinden und dann ist ihr heutiger Linieneinsatz Teil ihrer Geschichte. Dieser Linieneinsatz sichert diese Wagen auch vor dem Verkauf bzw. ihrer Verschrottung. Bei einer späteren Eingliederung in den Oldtimer-Fuhrpark ist das Zurückrüsten der LED-Beleuchtung und die Lackierung an einen vorherigen Zustand anzupassen das kleinste Problem. Wer weiß, vielleicht ist der heutige Zustand erhaltenswert? Schließlich ist ihr derzeitiger Einsatz im derzeitigen Zustand "original".

Mir persönlich ist es viel lieber, wenn in einem Fuhrpark mit zahlreichen erhaltenen Oldtimern einige einzelne alte Wagen im Liniendienst fahren, als dass diese Wagen verkauft werden oder im Betriebshof so lange vergammeln, bis nichts mehr zu retten ist. Dann wird auch wieder gejammert, obwohl diese Wagen doch original erhalten sind. Alter rostiger Lack, alte brüchige Kabel... Original.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.21 17:50.
Lokleitung schrieb:
Richtig.
Der Wagen wurde in den späten 1980er-Jahren nur leicht modernisiert und hat, anders als alle anderen 1971er-Gt8, keine neuen Sitze und kein neues Fahrerpult erhalten. Es wurden lediglich eine elektrisch betätigte Rollbandanlage eingebaut, der rotierende Umformer wurde gegen einen statischen mit höherer Leistung getauscht und die Innenbeleuchtung durch Glühbirnen wurde durch ein Leuchtband aus Leuchtstoffröhren ersetzt.

Danke für letzteren Hinweis - das ist eine Frage, die mich schon länger beschäftigt hatte - ob die Gt8 ebenfalls noch mit Glühlampen, oder bereits mit Leuchtstoffröhren ausgeliefert wurden.
Wurden die Rückleuchten im selben Atemzug dieser „Modernisierung“ verändert oder geschah das erst später?

Viele Grüße vom
http://abload.de/img/bild4310headb.jpg
Und noch drei Fragen:

1. War der 156 eigentlich als Museumswagen vorgesehen, oder ist der nur "irgendwie übriggeblieben"?

2. Darf der 2156 im aktuellen Zustand nach Bad Dürkheim?

3. Hat der 1020 eine Chance, auch wieder in den Linienverkehr zu kommen?
Die Mannheimer und Ludwigshafener Düwags wurden alle mit offenen Glühbirnen als Innenbeleuchtung und grünen Kunstledersitzen geliefert.

Die Schlussleuchten waren einfach waagrecht in der Mitte angeordnet, 1x rot als Schlusslicht und 1x gelb als Bremslicht. Darüber eine kleine rechteckige Rückfahrleuchte in weiß (die Prototypen 312-317 hatten ab Werk runde Rückfahrscheinwerfer). Der frontale Scheinwerfer war einfach mittig angebracht, zu Anfang mit breitem Aluminiumring eingefasst, später mit dünnerem Ring aus Stahlblech. Ausnahme waren die 20 Typ Mannheim und die sieben VBL-Gt8 des Baujahrs 1971, die mit in der Mitte zusammengefassten Doppelscheinwerfern geliefert wurden. Beidseitig des A- und B-Wagenteils waren doppelte Blinkleuchten des Düwag-Standardtyps angebracht. Die Rollbänder wurden durch Handkurbeln betätigt (außer beim Typ MA, dort ab Werk elektrisch).

Stromabnehmer waren unterschiedlich - die Wagen von 1958 bis 1960 wurden offenbar mit normalen Scherenbügeln geliefert, die späteren teilweise mit den schmalen zweibeinigen Scherenstromabnehmern. Offenbar hat man gelegentlich gebrauchte Bügel an Düwag geliefert, um Neuanschaffungen zu sparen. Es gibt jedenfalls Belege dafür, dass Wagen mit vierbeinigen und mit zweibeinigen Scherenstromabnehmern am selben Tag geliefert wurden. Die Wagen aus 1967 und die Typ MA wurden alle mit den schmalen Bügeln geliefert, die Achtachser von 1971 dann wieder mit normalen Scheren. Die Stromabnehmer wurden fröhlich durcheinander getauscht. Nur der 378 hatte ab ca 1978 einen Einholmbügel, den der Hersteller offenbar mal zur Probe nach MA geschickt hatte.

Die ersten Scheinwerferumbauten auf zwei auseinanderliegende Doppelscheinwerfer erfolgten schon in den 1960ern, als einige Wagen für den RHB-Betrieb ausgerüstet wurden.

In LU wurde ab Ende der 1970er Indusi und IMU nachgerüstet, ohne sonstige Änderungen.

In MA wurde etwa ab 1981 der Generalumbau angefangen neben Indusi und IMU wurden elektrisch Rollbänder eingebaut, doppelte, auseinanderliegende Frontscheinwerfer und doppelte Brems- und Rückleuchten, zunächst weiterhin rot und gelb. Die beiden Doppelblinker pro Seite wurden in vier einzelne aufgelöst und davon jeweils zwei weiter Richtung Front und Heck angebracht. Fahrerpulte wurden nicht verändert, die Innenbeleuchtung blieb als Glühbirnen. Die Umbaureihenfolge war von den jüngsten bis zu den ältesten Wagen rückwärts, ohne die genaue Nummernfolge einzuhalten. Wagen 312-317 wurden nicht mehr umgebaut. Bis ca. 1985 waren alle Wagen durch. Einige hatten schon zuvor nach Unfällen die doppelten Scheinwerfer oder Rückleuchten erhalten.

In Lu wurde erst ab ca 1985 mit den Umbauten angefangen. Scheinwerfer und Rückleuchten analog zu MA (außer den 1971er Achtachsern, die die mittigen Doppelscheinwerfer behalten haben). Blinker wurden nicht verändert. Die elektrischen Rollbänder waren selbstverständlich eine andere Bauart als in MA, die Innenbeleuchtung wurde durch Leuchtstoffröhren ersetzt. Die Fahrerpulte wurden erneuert (außer 156). Nur in den 1971er-Achtachsern (außer 156) wurden für die Fahrgastsitze durch Systemsitze mit orangefarbenem Bezug ersetzt. Die 1960 gebauten Wagen (101-115) wurden nicht mehr umgebaut, und auch von den späteren Serien blieben einige unangetastet (120, 122, 127, 130, 131, 132, 133 und 152 wenn ich mich richtig erinnere).

Irgendwann hat man auch angefangen, die gelben Abdeckungen der Bremsleuchten in MA und LU durch rote zu ersetzen, aber das wurde nie konsequent durchgezogen.

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger

"Wenn das 'gesunde Volksempfinden' an die Macht kommt, endet das oft im Weltkrieg.
Geist addiert sich nicht. Dummheit schon." Dieter Nuhr

1.) Sowohl als auch. Die örtlichen Vereine hätten natürlich gerne einen Düwag als Museumswagen gehabt. In Zeiten, in denen dieses Ziel eher in weiter Ferne schien, haben einige Leute darauf geachtet, dass der „originalste“ (und technisch nicht schlechte) immer unter Dach stand, immer technisch okay bleibt und aus ihm keine Teile geplündert wurden. Als 2018 dann einiges verschrottet wurde, durfte der 156 ganz bewusst als möglicher Museumswagen verschont werden.

2.) Entzieht sich meiner Kenntnis. Ich nehme mal an, dass man ihn wie die 1967er-Achtachser ausrüsten wird, bevor er in Betrieb geht.

3.) das ist noch eine große Baustelle. Bis der mal vielleicht wieder fährt, besteht mit absoluter Sicherheit kein Bedarf mehr für Kurbelwagen im Linienbetrieb.

Und der 1020 ist genau das beste Beispiel dafür, welch gigantische Fehler man machen kann, wenn man aus solchen Gründen wie „nicht sinnlos historische Substanz zu vernichten“ den vermeintlich „historischeren“ Wagen als Museumsstück auswählt, ohne Rücksicht auf Rost- und Kabelschäden, anstatt einen „nicht ganz so historischen“, im Grunde aber betriebsfähigen Wagen (damals der 1019) am Leben zu halten und nach und nach in den Zustand zu versetzen, den man haben möchte. Und diese Fehler hat ausdrücklich nicht die rnv gemacht.

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.21 22:16.
Wo ich das gerade lese:
Ich vermisse in letzter Zeit (nicht nur, aber auch) bei der IGN Berichte über den Vereinsbetrieb.
Was ich mir generell wünschen würde, wäre, wenn es gelänge, mehr über die tatsächlichen Absichten und passierte Arbeiten zu sprechen.
Der 1020/Ein ET12 und der 501 sind als Exoten meiner Meinung nach sehr viel erhaltenswürdiger. Gerade beim 1020 würde ich mir sehr wünschen, wenn man das noch irgendwie hinbekommt. Aber man hört... wenig. "Der Wagen wurde zerlegt. Es wurden hier bröselige Kabel festgestellt und da dies und da jenes und dann und dann wird wieder daran gearbeitet" wäre unglaublich schön zu hören. Ich weiß, dass das recht viel verlangt ist, nach einer Vereins-Schraub-Sitzung auch noch was darüber zu schreiben - Ich war aber mal sehr neidisch, dass man sowas bei der IGN einfach hinbekommen hat.

Die Entscheidung, den "schlechteren" Wagen aufzuheben, kann sich, wenn man es am Ende hinbekommt, auch lohnen:
Ein Wagen, der jetzt eine Pinsel-HU gerade noch bekommt, ist in 8 Jahren dann auch ernsthaft fällig. Der Wagen, der von Grund auf in Ordnung gebracht wurde, gibt danach deutlich länger Ruhe.
Im Fall des ET12 wäre ein Wagen, der jetzt noch 8 Jahre schafft, vermutlich besser gewesen. Der Wagen gewinnt in den Jahren einiges an Historizität, die Reparaturen wieder "einfacher" macht.
Eine Aufwendige Aufarbeitung für den Liniendienst ist aber tendenziell der beste Fall. Dann musste man sich nämlich einfach um gar nichts kümmern.
Da vorhin die Frage nach den Sitzen aufgekommen ist, kommt hier eine Aufnahme aus dem Inneren des 156 von vor Weihnachten 2020. Die Perspektive ergab sich dadurch, dass nur mein Fotoapparat in den Wagen geklettert war, ich selbst aber nicht.

https://abload.de/img/img_3925hsjd4.jpg

Dann kam der Zwölfachser 1020 zur Sprache. Hier eine Aufnahme des 156 und des 1020 (bzw. eines Teils des 1020), die zufällig nebeneinander standen. Rechts im Hintergrund steht der 1018.

https://abload.de/img/img_391939jcc.jpg

Der Blick auf 1020 und 156 von der anderen Seite:

https://abload.de/img/img_3924obk22.jpg


Damit die Front des 1020 noch etwas zur Geltung kommt, hier eine Aufnahme vom 14.08.2020 (links im Bild der 1018)

https://abload.de/img/img_3468xskq9.jpg
Erst mal vielen Dank für die Antworten.

Lokleitung schrieb:
1.) Sowohl als auch. Die örtlichen Vereine hätten natürlich gerne einen Düwag als Museumswagen gehabt. In Zeiten, in denen dieses Ziel eher in weiter Ferne schien, haben einige Leute darauf geachtet, dass der „originalste“ (und technisch nicht schlechte) immer unter Dach stand, immer technisch okay bleibt und aus ihm keine Teile geplündert wurden. Als 2018 dann einiges verschrottet wurde, durfte der 156 ganz bewusst als möglicher Museumswagen verschont werden.

Also mit Absicht "irgendwie übriggeblieben". Ist ja auch gut. Jedenfalls sieht er im neuen Lack auch richtig gut aus - und schön, dass er seine Scheinwerfer behalten durfte.

Lokleitung schrieb:
2.) Entzieht sich meiner Kenntnis. Ich nehme mal an, dass man ihn wie die 1967er-Achtachser ausrüsten wird, bevor er in Betrieb geht.

Einige der Achtachser waren ja zu Reserve- bzw. Veranstaltungsverstärkerzwecken RHB-tauglich. Es waren meines Wissens nicht alle, und ich weiß auch nicht, ob es dieses Kriterium überhaupt noch gibt.

Brauchen wird man es eher nicht. Wenn es auch weiterhin Fahrten der Altbauzüge nach Bad Dürkheim gibt, wird man dafür wohl weiterhin eher 38 m als 27 m nehmen.

Lokleitung schrieb:
3.) das ist noch eine große Baustelle. Bis der mal vielleicht wieder fährt, besteht mit absoluter Sicherheit kein Bedarf mehr für Kurbelwagen im Linienbetrieb.

Und der 1020 ist genau das beste Beispiel dafür, welch gigantische Fehler man machen kann, wenn man aus solchen Gründen wie „nicht sinnlos historische Substanz zu vernichten“ den vermeintlich „historischeren“ Wagen als Museumsstück auswählt, ohne Rücksicht auf Rost- und Kabelschäden, anstatt einen „nicht ganz so historischen“, im Grunde aber betriebsfähigen Wagen (damals der 1019) am Leben zu halten und nach und nach in den Zustand zu versetzen, den man haben möchte. Und diese Fehler hat ausdrücklich nicht die rnv gemacht.

Schade, der würde da gut reinpassen.
kaufhalle schrieb:
Erst mal vielen Dank für die Antworten.
Gerne.

kaufhalle schrieb
Einige der Achtachser waren ja zu Reserve- bzw. Veranstaltungsverstärkerzwecken RHB-tauglich. Es waren meines Wissens nicht alle, und ich weiß auch nicht, ob es dieses Kriterium überhaupt noch gibt.

Brauchen wird man es eher nicht. Wenn es auch weiterhin Fahrten der Altbauzüge nach Bad Dürkheim gibt, wird man dafür wohl weiterhin eher 38 m als 27 m nehmen.
Ja, eben, es waren nur die vier Achtachser des Baujahrs 1967, die 1970 bzw. 1981 aus Sechsachsern umgebaut wurden (148-151). Möglicherweise wird der 156 ja entsprechend nachgerüstet, wenn man ihn jetzt sowieso anfassen muss. Das würde die Disposition der Fahrzeuge einfacher machen. Aber wie gesagt, ich weiß es nicht.

kaufhalle schrieb
Schade, der würde da gut reinpassen.
Klar :)

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger

"Wenn das 'gesunde Volksempfinden' an die Macht kommt, endet das oft im Weltkrieg.
Geist addiert sich nicht. Dummheit schon." Dieter Nuhr





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.21 09:38.
War der 1019 also vom Zustand her um einiges besser, oder wie kann ich es verstehen?

Straßenbahn-Begeisterter aus Krefeld! Favorit: Düwag M8C ;)
Meine eigene, ausführliche Website zum Nahverkehr in Krefeld: [strassenbahn-bus.de]
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Meine DSO-Fotobeiträge:
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.21 09:57.
Mal ganz unabhängig von den Querelen: Von mir vielen Dank an die Verantwortlichen dafür, dass diese Fahrzeuge wieder eingesetzt werden! :)

Anderswo leider undenkbar. :(

Salut,
Inox
Prinzipiell hast Du Recht. Aber nicht nur die ET12 sind einzigartig, auch die Gelenkbeiwagen EB6 wurden nur für die RHB gebaut.

Das Thema 1020 könnte man lange diskutieren, aber eigentlich führt es zu nichts, alte Geschichten aufzuwärmen. Um nach vorn zu schauen: zur Aufarbeitung des 1020 bedarf es extrem viel Arbeit und Geld. Der Wagen gehört weiterhin der rnv und die hat „das Sagen“.

Die IGN ist durch die sich nun schon extrem lange dauernde Aufarbeitung des HSB 44 stark belastet. Auch diese Verzögerungen entstanden aus Gründen, die der Verein nicht zu vertreten hatte. Wenn der Wagen irgendwann mal fertig ist - und auch das dauert noch - wird sich zeigen, was als Nächstes ansteht.

Immerhin wurde der HSB 218 a.k.a Schöneiche 43ll zurückgeholt und somit hoffentlich gesichert.

Ich persönlich könnte mir als nächstes Projekt den Typ Mannheim 455 / Helsinki 154 vorstellen.

Der 501 gehört weiterhin der rnv und ist in einem üblen Gesamtzustand. Wenn er mit einigermaßen vertretbarem Aufwand betriebsfähig zu machen gewesen wäre, dann hätte man ihn sicher jetzt dem 156 vorgezogen. Und so sehe ich diesen Wagen in den nächsten zehn Jahren bestenfalls als „Standmodell“.

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger

"Wenn das 'gesunde Volksempfinden' an die Macht kommt, endet das oft im Weltkrieg.
Geist addiert sich nicht. Dummheit schon." Dieter Nuhr

Teilweise. Er war ja Anfang der 1980er Jahre mal teilweise ausgebrannt, und einige Wagenteile wurden damals bei Düwag neu aufgebaut und waren daher von der Substanz an vielen Stellen deutlich besser als der 1020.

Aber genau das war der Grund, warum er damals von einigen Fuzzys abgelehnt wurde, weil in den Zwischentüren eckige statt abgerundete Fensterrahmen eingebaut waren und weil die Seitenverkleidungen statt aus echtem Holz aus Resopal waren.

Aber er hatte eine gültige, recht frische Hauptuntersuchung. Man hätte die vorgenannten Kleinigkeiten im Laufe der Zeit alle ändern können, nahm aber lieber den 1020, der fast nur noch aus Rost bestanden hatte.

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger

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Geist addiert sich nicht. Dummheit schon." Dieter Nuhr





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.21 10:14.
Ich find es positiv, das man mit diesen Fahrzeugen versucht eine Stabilisierung bzw. Ausweitung des Angebot an Fahrten für die Kunden zu erreichen.

Ich bin erstaunt, welchen Aufwand und welche Mühe man sich dabei bei der rnv gibt.

Ob das Fahrzeug dabei in historisch einwandfreiem Zustand ist, das ist für mich als Kunde unerheblich. Ich freue mich, wenn die Bahnen fahren
ferdimh schrieb:
25,26,31: Erhalten als Fahrleitungsenteisungswagen und als eiserne Reserve. Mittlelfristig werden wohl 25 ud 31 in den Liniendienst zurückkehren. Ein Wagen bleibt als Museumstriebwagen.
25 und 31 kehren in den Liniendienst zurück? Das ist aber interessant. Bis jetzt wusste ich nur von einem morgendlichen Schülerkurs von Eberstadt nach Alsbach und wieder zurück. An welche Einsätze denkt man für die Wagen 25+31 denn?

Gruß, Gambrinus!
Zitat:
An welche Einsätze denkt man für die Wagen 25+31 denn?
Das ist (mindestens mir) zur Zeit nicht bekannt.
Man hat hier vielfältige Möglichkeiten, schließlich ist mit Beiwagen sehr weitreichender Einsatz möglich. Unklar ist nur die Einsatzmöglichkeit auf der 3, da dort Haltestellen umgebaut wurden.
ferdimh schrieb:
Zitat:
An welche Einsätze denkt man für die Wagen 25+31 denn?
Das ist (mindestens mir) zur Zeit nicht bekannt.
Man hat hier vielfältige Möglichkeiten, schließlich ist mit Beiwagen sehr weitreichender Einsatz möglich. Unklar ist nur die Einsatzmöglichkeit auf der 3, da dort Haltestellen umgebaut wurden.
Warum sollen die beiden Wagen denn überhaupt wieder in den Liniendienst zurückkehren? Mir ist gerade kein Grund präsent, warum man überhaupt über eine Rückkehr in den Liniendienst nachdenkt.
Sind sehr viele Neufahrzeuge zurzeit außer Betrieb oder ist der Planbedarf aus irgendeinem Grund gestiegen?

Gruß, Gambrinus!
Es gibt offensichtlich dauerhaften Wagenmangel. Zu den Ursachen kann ich nicht soo viel sagen, aber es sind seit 2007 schleichende Angebotsverbesserungen passiert und Angebotsverschlechterungen zurückgenommen worden (Hier sei z.B. die Umstellung der Linie 3 von 6x+4x auf Solo-8x-Tw zu nennen). Der Fahrzeugmehrbestand durch die ST14 wird von den Verlängerung an den Enden des Linienbündels 6/7/8 bis 2011 schon zur Hälfte aufgefressen. Auf der 3 können (konnten? mir wurde mal zugetragen, dass es mittlerweile ginge, ich habe es aber nie erlebt) keine 12x-Züge eingesetzt werden - dafür passten 2007 die 6x+4x Züge sowohl an die Haltestellen als auch auf die Auslastung der Linie. Die folgende Umstellung auf einen dichteren Takt band, wenn ich mich richtig erinnere, ein Fahrzeug mehr.
Daraus würde folgen, dass seit 2011 der Fahrzeugbestand ähnlich knapp ist, wie vor der Beschaffung der ST14. Seitdem haben wir neun Fahrplanwechsel erlebt, bei denen das Angebot wohl eher nicht gekürzt wurde.

Mein Zeitgefühl ist dank Corona etwas kaputt, aber es gab in der näheren Vergangenheit eine Umstellung des Fahrplans, um einen Kurs einzusparen. Gleichzeitig sind auf der Linie 3 Verstärkerkurse als Buskurse ausgewiesen, und diese sind auch regelmäßig als Busfahrten anzutreffen. Zeitweise war auch noch die Linie 1 eingestellt.
Gleichzeitig zeigen meine Beobachtungen eine hohe Quote länger ausfallender ST13. Hier sind eigentlich immer Fahrzeuge für den Zeitraum eines halben Jahres nicht zu sehen.
Generell vermute ich, dass man sich hier, wie auch in vielen anderen Betrieben, mit der langfristigen Verfügbarkeit der (damals)Neufahrzeuge verrechnet hat, die sich nach einigen Jahren auf dem Niveau der Fahrzeuge, die sie ersetzen, einzupendeln scheint. In der Regel kommt es dabei auch mal zu einem Unterschwinger: Um 2010 waren die ca. 20 Jahre alten ST12 schrecklich unzuverlässig - jetzt scheint es die ST13 zu treffen. In Rhein/Neckar und Frankfurt sieht es ja nicht viel anders aus.
Ich hoffe daher, dass man sich, wenn denn tatsächlich mal ST15 kommen, daran erinnert, und Altfahrzeuge als eiserne Reserve aufhebt. Dass man tatsächlich mal genug Fahrzeuge beschafft, bin ich schon nicht mehr bereit zu glauben; Vorrat für Angebotsausweitungen erscheint wohl kurzfristig Blödsinn.

Re: Geht es hier eigentlich noch um [MA/LU] ?

geschrieben von: E44 1152

Datum: 15.01.21 10:07

Wenn nicht, dann mache doch einfach einen eigenen Beitrag mit DEINEM Thema auf.

Danke.

E44 1152
ferdimh schrieb:
Es gibt offensichtlich dauerhaften Wagenmangel. Zu den Ursachen kann ich nicht soo viel sagen, aber es sind seit 2007 schleichende Angebotsverbesserungen passiert und Angebotsverschlechterungen zurückgenommen worden (Hier sei z.B. die Umstellung der Linie 3 von 6x+4x auf Solo-8x-Tw zu nennen). Der Fahrzeugmehrbestand durch die ST14 wird von den Verlängerung an den Enden des Linienbündels 6/7/8 bis 2011 schon zur Hälfte aufgefressen. Auf der 3 können (konnten? mir wurde mal zugetragen, dass es mittlerweile ginge, ich habe es aber nie erlebt) keine 12x-Züge eingesetzt werden - dafür passten 2007 die 6x+4x Züge sowohl an die Haltestellen als auch auf die Auslastung der Linie. Die folgende Umstellung auf einen dichteren Takt band, wenn ich mich richtig erinnere, ein Fahrzeug mehr.
Daraus würde folgen, dass seit 2011 der Fahrzeugbestand ähnlich knapp ist, wie vor der Beschaffung der ST14. Seitdem haben wir neun Fahrplanwechsel erlebt, bei denen das Angebot wohl eher nicht gekürzt wurde.

Mein Zeitgefühl ist dank Corona etwas kaputt, aber es gab in der näheren Vergangenheit eine Umstellung des Fahrplans, um einen Kurs einzusparen. Gleichzeitig sind auf der Linie 3 Verstärkerkurse als Buskurse ausgewiesen, und diese sind auch regelmäßig als Busfahrten anzutreffen. Zeitweise war auch noch die Linie 1 eingestellt.
Gleichzeitig zeigen meine Beobachtungen eine hohe Quote länger ausfallender ST13. Hier sind eigentlich immer Fahrzeuge für den Zeitraum eines halben Jahres nicht zu sehen.
Generell vermute ich, dass man sich hier, wie auch in vielen anderen Betrieben, mit der langfristigen Verfügbarkeit der (damals)Neufahrzeuge verrechnet hat, die sich nach einigen Jahren auf dem Niveau der Fahrzeuge, die sie ersetzen, einzupendeln scheint. In der Regel kommt es dabei auch mal zu einem Unterschwinger: Um 2010 waren die ca. 20 Jahre alten ST12 schrecklich unzuverlässig - jetzt scheint es die ST13 zu treffen. In Rhein/Neckar und Frankfurt sieht es ja nicht viel anders aus.
Ich hoffe daher, dass man sich, wenn denn tatsächlich mal ST15 kommen, daran erinnert, und Altfahrzeuge als eiserne Reserve aufhebt. Dass man tatsächlich mal genug Fahrzeuge beschafft, bin ich schon nicht mehr bereit zu glauben; Vorrat für Angebotsausweitungen erscheint wohl kurzfristig Blödsinn.
Vielen Dank für den ausführlichen Text! Bin sehr gespannt, was sich demnächst in Darmstadt bzgl. Altwagen-Einsatz so tun wird und hoffe auf interessante Berichte diesbezüglich!

Euch allen einen schönen Abend!

Gruß, Gambrinus !
Ich finde es gut das sie den Fahrzeuge noch ein zweites Leben schenken. Aber man konnte statt den 2156 den 501 restaurieren, da er Barrierefrei im Mittelteil ist. Vill. folgt er auch mal.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.01.21 12:47.
Vielleicht hast Du ja gelesen, was ich etwas weiter oben geschrieben habe...

Zitat Lokleitung
Der 501 gehört weiterhin der rnv und ist in einem üblen Gesamtzustand. Wenn er mit einigermaßen vertretbarem Aufwand betriebsfähig zu machen gewesen wäre, dann hätte man ihn sicher jetzt dem 156 vorgezogen. Und so sehe ich diesen Wagen in den nächsten zehn Jahren bestenfalls als „Standmodell“.

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger

"Wenn das 'gesunde Volksempfinden' an die Macht kommt, endet das oft im Weltkrieg.
Geist addiert sich nicht. Dummheit schon." Dieter Nuhr