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Schöne Grüße aus Osterspai!

geschrieben von: Hansawagen

Datum: 08.01.21 14:22

Werner schrieb:
Hallo,
Warum muss ich bei dem Threadstarter bloß an Osterspai denken?
Den Gedanken hatte ich schon, als ich den Namen des Threaderstellers sah.
Ernst Kuzzora alias Holub lässt schön grüßen.


Edit: ein fehlendes "ß" ergänzt.

Gruß aus Bremen
53° 4' 15" nördlicher Breite
8° 48' 15" östlicher Länge




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.21 14:24.

Re: Röhrenblick

geschrieben von: Kars

Datum: 08.01.21 14:39

Wer gegen ÖPNV ist, dem ist nicht mehr zu helfen.

Re: Röhrenblick

geschrieben von: Ben.Skye

Datum: 08.01.21 15:14

Kars schrieb:
Wer gegen ÖPNV ist, dem ist nicht mehr zu helfen.
Wer ist denn gegen ÖPNV?

Aber ob man diesen per Straßenbahn oder U-Bahn durchführt darf man doch wohl diskutieren? Ob man sich mal um das Thema Verkehrsminimierung kümmert und den Ausbau jeder bauintensiven Verkehrsinfrastruktur sein lässt - das darf man ja wohl mal diskutieren?

Der Verkehrs- und der Bausektor sind die größten Schlafmützen beim Klimaschutz. Es wird Zeit, dass man hier mal bequeme Wahrheiten in Frage stellt. In so fern stellt der BUND genau die richtigen Fragen. Wer das schon im Ansatz nicht versteht - DEM ist nicht zu helfen.

Re: Röhrenblick

geschrieben von: MVGT23

Datum: 08.01.21 17:44

Diese Bedenken und Argumente des BUND müssen gehört und bedacht werden.
Grundsätzlich ist eine U-Bahn dafür da, ein leistungsstarkes und schnelles Verkehrsmittel in Ballungsräumen zu sein. Stadtplanerisch ist das ein gutes Mittel um Verkehre von der Straße weg zu bringen und auch Lärmemissionen zu reduzieren. Auch der Flächenverbrauch für die Trassen ist geringer, als z.b. bei einer oberirdischen Schieneninfrastruktur.
Aus der Sicht von Umwelt- und Klimaschutz ist es aber nicht unbedingt sinnvoll. MIV wird reduziert, ja. Aber man verbaut tausende Tonnen Beton (Klimabilanz dieses Baustoffes ist unfassbar schlecht) und muss sehr sehr viel Energie aufwenden, um die entsprechenden Röhren zu bohren, auszubauen und zu stabilisieren. Deswegen wird die Einschätzung des BUND nicht ganz verkehrt sein.

Die Gesichtspunkte von Stadtplanung und Umweltschutz kannibalisieren sich da sehr stark.
Im Idealfall nimmt man eine solche Studie ernst und denkt nach, welche klimafreundlicheren Arten es geben kann diese Verkehrsleistung zu bringen oder diese U-Bahn zu bauen. Wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt, die gewünschten Ziele zu erreichen, dann ist nun mal so.

Hallo holub! Neues Jahr, gleicher Mist.

geschrieben von: 401/402

Datum: 08.01.21 18:46

hessenbahner schrieb:
Schaut euch doch mal den Namen, das Registrierungsdatum, und die bisherigen Beiträge des Users an.

Schön wie einige wieder mal über sein Stöckchen gesprungen sind. Antworten werden von ihm sicher nicht kommen.

9 Antworten innerhalb von 30 Minuten...
Ganz deiner Meinung.

Ausgangsbeitrag gelesen, aufs Userprofil geklickt und geschaut, ob er seit heute Morgen nochmal auf seinen eigenen Beitrag geantwortet hat. Natürlich nicht. Warum auch? Es holubt mal wieder.

Fehler in der zu Grunde gelegten Studie?

geschrieben von: cs

Datum: 08.01.21 21:30

Adolf Ülzen schrieb:
Der BUND hat für U-Bahnen eine fatale ökologische Bilanz errechnet. Der Bau verursacht einen fürchterlich hohen CO2-Ausstoß, der erst durch einen 100-jährigen Dauerbetrieb der U-Bahn kompensiert werden kann. Das ist illusorisch. Die Klimabilanz wurde für die Berliner U-Bahn errechnet, das Ergebnis ist aber allgemein gültig. Deshalb ist der Bund auch gegen den Bau einer fünften U-Bahn-Linie in Hamburg.

[www.abendblatt.de]
Ich habe mir mal die in dem Abendblatt-Artikel verlinkte Studie zur Berliner U-Bahn angeschaut und bin der Meinung, dass diese von falschen Werten ausgeht.

Bei der Ermittlung der CO2-Bilanz von Stahlbeton wird in der Studie ein Bewehrungsgehalt von 8 Volumenprozent angesetzt, was m. M. n. deutlich zu hoch ist. Vermutlich wurden da Volumen- und Gewichtsprozent verwechselt, denn ein Ansatz von 8 Gewichtsprozent Bewehrungsanteil (entspricht ungefähr 2,5 Volumenprozent) erscheint für hochbewehrte Bauwerke realistisch zu sein (zum Vergleich: im "normalen" Hochbau rechnet man mit einem Bewehrungsanteil von ungefähr 1,2 bis 1,3 Volumenprozent).

Mit einem realistischeren Ansatz von 2,5 Volumenprozent für die Bewehrungsmenge reduziert sich der CO2-Ausstoß je km U-Bahn-Tunnel um rund 30% gegenüber den in der Studie angegebenen Werten.

Re: Laut BUND sind alle U-Bahnen schlecht fürs Klima

geschrieben von: userCman

Datum: 08.01.21 23:52

Mal sehen, wann man feststellt, dass die gesamte Menschheit das Problem ist. Egal was wir auch tun, die Umwelt wird durch jeden einzelnen täglich mehr oder weniger belastet. Z. B. im Internet surfen? Die Internetnutzung in D alleine produziert soviel CO2 wie ganz Kroatien. Und U-Bahnen gehören nun mal zum städtischen Leben.

Re: Röhrenblick

geschrieben von: nozomi07

Datum: 09.01.21 00:09

Ben.Skye schrieb:
Aber ob man diesen per Straßenbahn oder U-Bahn durchführt darf man doch wohl diskutieren? Ob man sich mal um das Thema Verkehrsminimierung kümmert und den Ausbau jeder bauintensiven Verkehrsinfrastruktur sein lässt - das darf man ja wohl mal diskutieren?

Der Verkehrs- und der Bausektor sind die größten Schlafmützen beim Klimaschutz. Es wird Zeit, dass man hier mal bequeme Wahrheiten in Frage stellt. In so fern stellt der BUND genau die richtigen Fragen. Wer das schon im Ansatz nicht versteht - DEM ist nicht zu helfen.
Wo stellt der BUND "richtige" Fragen? Wo stellt er überhaupt Fragen? Er behauptet was. Auf Bais einer eindimensionalen Betrachtung. Das ist für die Debatte kein Beitrag.

Die Frage, welches Verkehrsmittel wo geeignet ist, muss man schon konkret vor Ort betrachten. Beispiel München: Den Bau der U9 stellen nicht mal die Grünen in Frage, fordern aber zur Ergänzung zahlreiche Tram-Querverbindungen. Welchen Debattenbeitrag liefert dazu bitte die BUND-Behauptung? Garkeinen.

Ich sehe eher den gegenteiligen Effekt: Manch Autofahrer wird denken "ÖV ist klimaschädlich, sagt sogar der BUND, also fahre ich weiter Auto". Prima gemacht, echt klasse.

Re: Röhrenblick

geschrieben von: Silli

Datum: 09.01.21 00:31

nozomi07 schrieb:
Ben.Skye schrieb:
Aber ob man diesen per Straßenbahn oder U-Bahn durchführt darf man doch wohl diskutieren? Ob man sich mal um das Thema Verkehrsminimierung kümmert und den Ausbau jeder bauintensiven Verkehrsinfrastruktur sein lässt - das darf man ja wohl mal diskutieren?

Der Verkehrs- und der Bausektor sind die größten Schlafmützen beim Klimaschutz. Es wird Zeit, dass man hier mal bequeme Wahrheiten in Frage stellt. In so fern stellt der BUND genau die richtigen Fragen. Wer das schon im Ansatz nicht versteht - DEM ist nicht zu helfen.
Wo stellt der BUND "richtige" Fragen? Wo stellt er überhaupt Fragen? Er behauptet was. Auf Bais einer eindimensionalen Betrachtung. Das ist für die Debatte kein Beitrag.

Es entsteht der Eindruck, dass der BUND die U-Bahn zugunsten der Straßenbahn verhindern möchte. Was aber verkannt wird, dass eine moderne Großstadt beides brauch: Die U-Bahn für die schnellen Verbindungen entlang der Hauptverkehrsachsen, die Straßenbahn als Ergänzung weniger stark nachgefragte Achsen und Querverbindungen.

nozomi07 schrieb:
Die Frage, welches Verkehrsmittel wo geeignet ist, muss man schon konkret vor Ort betrachten. Beispiel München: Den Bau der U9 stellen nicht mal die Grünen in Frage, fordern aber zur Ergänzung zahlreiche Tram-Querverbindungen. Welchen Debattenbeitrag liefert dazu bitte die BUND-Behauptung? Garkeinen.

München hat immerhin im Gegensatz zu Hamburg die Straßenbahn behalten, sodass sie als gute Ergänzung dienen kann. Auch wenn beide Verkehrträger ausgebaut gehören.

nozomi07 schrieb:
Ich sehe eher den gegenteiligen Effekt: Manch Autofahrer wird denken "ÖV ist klimaschädlich, sagt sogar der BUND, also fahre ich weiter Auto". Prima gemacht, echt klasse.

Beim Auto wird auch grundsätzlich so getan, als ob der Diesel/das Benzin im Tank entsteht und nicht mühsam dahin befördert werden muss, während bei elektrischen Verkehrsmitteln immer Wert gelegt wird, die Vorkette der Energie zu berücksichtigen. Finde ich bemerkenswert, scheint aber ein hilfloser Versuch zu sein, sich seine Welt schön zu reden. Wenn man nun auch noch zusätzlich die Belastung des Fahrwegs bei der U-Bahn berücksichtigt, muss das ebenso für die Straße gelten. Brücken, Fahrbahnen, Ampeln, Beleuchtung entstehen schließlich auch nicht durch Luft und Liebe.

Grüße
Silli

Batterieelektrisch vs. E-Fuels

geschrieben von: Tw666

Datum: 09.01.21 00:52

Ruhri schrieb:
Umgekehrt könnte man die Kraftstoffe für herkömmliche PKW, LKW und Busse regenerativ herstellen. Das bringt zwar nicht ganz so viel in Sachen Schadstoffen (synthetische Kraftstoffe sind sauberer als fossile) und Lärm, aber vermutlich deutlich mehr für Klima- und Umweltschutz. Vermutlich könnte man sich da sogar ein paar Synthesewerke in wirtschaftlich eher schwach entwickelten Ländern leisten, die zudem noch hochwertigere Arbeitsplätze schaffen würden.
Blöd ist halt, dass Verbrennungsmotoren per se einen ziemlich schlechten Wirkungsgrad im Gegensatz zum Elektromotor aufweisen. Wird Kraftstoff mit einer gar nicht mal so hohen Energiedichte dazugenommen ist der Wirkungsgrad noch viel geringer.

Ein ID3 benötigt um die 20kWh pro 100 Kilometer, ein neuer Golf um die 6 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern.

Schlussendlich haben E-Fuels einen Wirkungsgrad zwischen 10 und 15 Prozent, während ein Elektroauto 70-80 Prozent (Power-To-Weel also Stromverbraucht von der Produktion bis zum Antrieb) Wirkungsgrad hat.
Benötigt man für 100 Kilometer im ID3 also 25kWh Strom, werden für 100 Kilometer im Golf rund 170kWh Strom aufgewandt (ein Liter E-Diesel benötigt 30 kWh Strom in der Produktion).
Da amortisiert sich die energieaufwändige Produktion der Akkus recht schnell...

E-Fuels sind eigentlich nur was für LKW oder ähnliches, wo man lange Strecken ohne große Wartezeiten überbrücken muss. Für private Fahrten sind batterieelektrische Fahrzeuge das nonplusultra. Schön wäre natürlich ein gut ausgebautes Schnelladenetz und Reichweiten um die 500-800 Kilometer. Das dürfte aber in der nächsten Zeit noch kommen.
Dazu: Lithium ist ziemlich gut recyclebar, was man von Öl nicht gerade behaupten kann.

Freundliche Grüße

666


der leider immer noch mit einem Verbrenner durch die Gegend jagt...

Re: Batterieelektrisch vs. E-Fuels

geschrieben von: Silli

Datum: 09.01.21 01:22

Tw666 schrieb:
Ruhri schrieb:
Umgekehrt könnte man die Kraftstoffe für herkömmliche PKW, LKW und Busse regenerativ herstellen. Das bringt zwar nicht ganz so viel in Sachen Schadstoffen (synthetische Kraftstoffe sind sauberer als fossile) und Lärm, aber vermutlich deutlich mehr für Klima- und Umweltschutz. Vermutlich könnte man sich da sogar ein paar Synthesewerke in wirtschaftlich eher schwach entwickelten Ländern leisten, die zudem noch hochwertigere Arbeitsplätze schaffen würden.
Blöd ist halt, dass Verbrennungsmotoren per se einen ziemlich schlechten Wirkungsgrad im Gegensatz zum Elektromotor aufweisen. Wird Kraftstoff mit einer gar nicht mal so hohen Energiedichte dazugenommen ist der Wirkungsgrad noch viel geringer.

Ein ID3 benötigt um die 20kWh pro 100 Kilometer, ein neuer Golf um die 6 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern.

Schlussendlich haben E-Fuels einen Wirkungsgrad zwischen 10 und 15 Prozent, während ein Elektroauto 70-80 Prozent (Power-To-Weel also Stromverbraucht von der Produktion bis zum Antrieb) Wirkungsgrad hat.
Benötigt man für 100 Kilometer im ID3 also 25kWh Strom, werden für 100 Kilometer im Golf rund 170kWh Strom aufgewandt (ein Liter E-Diesel benötigt 30 kWh Strom in der Produktion).
Da amortisiert sich die energieaufwändige Produktion der Akkus recht schnell...
Zumal die Akkus am Ende des Fahrzeuglebens für eine weitere Anwendung als stationärer Speicher (siehe [www.mobilegeeks.de] ) oder für das Recycling (siehe [www.duesenfeld.com] ) taugen, was den Footprint weiter mindert.

Tw666 schrieb:
E-Fuels sind eigentlich nur was für LKW oder ähnliches, wo man lange Strecken ohne große Wartezeiten überbrücken muss. Für private Fahrten sind batterieelektrische Fahrzeuge das nonplusultra. Schön wäre natürlich ein gut ausgebautes Schnelladenetz und Reichweiten um die 500-800 Kilometer. Das dürfte aber in der nächsten Zeit noch kommen.
Dazu: Lithium ist ziemlich gut recyclebar, was man von Öl nicht gerade behaupten kann.
Große Reichweite als Anforderung wird häufig überschätzt, mit meinem Tesla Model 3 muss ich auf der Langstrecke etwa alle 300-350 km für eine halbe Stunde nachladen. Bei der üblichen Stau- und Baustellengeplagten Autobahn ist das nach etwa 3 Stunden Fahrtzeit, also genau dann, wenn man eh eine Pause machen sollte. Diese kann man auch bequem mit Entsorgungsgängen und Nahrungsaufnahme verbinden. Im Oktober hatte ich einen Audi e-tron 2 Wochen lang getestet, dessen geringe Reichweite mich allerdings etwas überrascht hatte. Mit dem musste man schon nach etwa 150 km an die Ladesäule, also schon nach 1,5 h, was sich auf den Langstreckenfahrten als recht lästig herausstellte. Für jemand, der mit seiner Familie und Gepäck nur rund um den Kirchturm fährt, aber sicherlich ein brauchbares Fahrzeug. Aber immerhin gibt es ausreichend Ladesäulen, sodass die kurze Reichweite des Audis dann auch nicht so das Problem war. Mit den stetig sinkenden Preisen für Akkus wird es sicherlich für die Hersteller einfacher, Fahrzeuge mit großen Akku günstiger an den Mann/Frau zu bringen.

Tw666 schrieb:
Freundliche Grüße

666
Grüße zurück
Silli
Du vergisst, dass nicht jeder ein Auto hat und ÖPNV daher essentiell ist.

Re: Die Irrtümer des BUND

geschrieben von: Fastrider

Datum: 09.01.21 02:37

Gernot schrieb:
Diese oft angeführte These bezweifle ich. In meiner Heimatstadt Köln hat nur ein Bruchteil der Tunnelkilometer dazu geführt, dass an der Oberfläche mehr Platz für die Autos ist. Der so gewonnene Raum kam meist den Fußgängern, Radfahrern und ein paar neu gepflanzten Bäumen zugute. Die Zahl der Fahrspuren blieb aber meist gleich. Höchstens dass die Autos sich die Spur nicht mehr mit der Straßenbahn teilen müssen, was aber für beide Seiten Vorteile hat.
In München ist es auch so. Es sind in erster Linie Strecken im Strassenraum verschwunden. Von der Kapazität könnte der Verkehr weder mit Tram noch mit Autos bewältigt werden. Tram müsste teilweise im 20s-Takt fahren.

Gruss, Fastrider

Treno Verde statt QdLT und Ländertickets

Re: Laut BUND sind alle U-Bahnen schlecht fürs Klima

geschrieben von: DTD

Datum: 09.01.21 09:35

Adolf Ülzen schrieb:
Meine Meinung dazu: Wir sind mitten in einer Energie- und Verkehrswende weg von klimaschädlicher Stromerzeugung und Umwelt verschmutzendem Verkehr hin zu Ökostrom aus rein regenerativen Quellen und E-Mobilität. Es ist nur eine Frage der Zeit, längstens 20 Jahre, bis wir nur noch saubere Autos auf unseren Straßen haben, die nahezu geräuschlos und gut fürs Klima sind. Etwa alle 12-15 Jahre wird der gesamtdeutsche Kfz-Pool komplett erneuert. Deshalb sollte kein Geld in fragwürdige Neuprojekte des ÖPNV investiert werden, die sich ökologisch erst irgendwann gegen Ende dieses oder im nächsten Jahrhundert rechnen.
Auch Elektroautos verstopfen Strassen und gefährden Menschen. Ein anderer Antrieb löst allenfalls das Problem der lokalen Luftverschmutzung.
DTD schrieb:
Adolf Ülzen schrieb:
Meine Meinung dazu: Wir sind mitten in einer Energie- und Verkehrswende weg von klimaschädlicher Stromerzeugung und Umwelt verschmutzendem Verkehr hin zu Ökostrom aus rein regenerativen Quellen und E-Mobilität. Es ist nur eine Frage der Zeit, längstens 20 Jahre, bis wir nur noch saubere Autos auf unseren Straßen haben, die nahezu geräuschlos und gut fürs Klima sind. Etwa alle 12-15 Jahre wird der gesamtdeutsche Kfz-Pool komplett erneuert. Deshalb sollte kein Geld in fragwürdige Neuprojekte des ÖPNV investiert werden, die sich ökologisch erst irgendwann gegen Ende dieses oder im nächsten Jahrhundert rechnen.
Auch Elektroautos verstopfen Strassen und gefährden Menschen. Ein anderer Antrieb löst allenfalls das Problem der lokalen Luftverschmutzung.
Viele verwechseln den Begriff Verkehrswende mit Energiewende bzw. vermischen ihn. Dabei hat Verkehrswende fast rein gar nichts mit dem Umstieg von Verbrenner auf Elektro zutun. Verkehrwende heißt für mich, dass man die Ressource Auto effizienter einsetzt. 1,1 - 1,3 Personen in einem Fahrzeug im Schnitt ist definitiv nicht effizient.

Re: Laut BUND sind alle U-Bahnen schlecht fürs Klima

geschrieben von: Gernot

Datum: 09.01.21 11:36

traktionsumrichter schrieb:
Viele verwechseln den Begriff Verkehrswende mit Energiewende bzw. vermischen ihn. Dabei hat Verkehrswende fast rein gar nichts mit dem Umstieg von Verbrenner auf Elektro zutun. Verkehrwende heißt für mich, dass man die Ressource Auto effizienter einsetzt. 1,1 - 1,3 Personen in einem Fahrzeug im Schnitt ist definitiv nicht effizient.
Und ein Fahrzeug, das im Schnitt 23 Stunden täglich nicht genutzt wird sowieso nicht.

Vorsicht: Dünnes Eis...

geschrieben von: rf

Datum: 09.01.21 19:04

... z.B. alle 12-15 Jahre eine Erneuerung des Kfz-Pools.

Entsprechend konstruierte Fahrzeuge für z.B. eine U-Bahn u.ä. leben wesentlich länger.
Auch Kfz mit E-Antrieb erzeugen Gummiabrieb der Reifen, der in die Umwelt gelangt.

rf

Einseitige Inseldiskussion

geschrieben von: ec paganini

Datum: 09.01.21 19:42

Hallo, ich möchte meinen Beitrag nicht an Holubs Ursprungspost anhängen, daher passt es hier auch :-)

Meines Erachtens nach gibt es hier irgendwie nur eine sehr zielgerichtete Inseldiskussion, die sich fast ausschließlich mit
der These des BUNDs befasst. Ist das nicht etwas zu kurz gesprungen?

In diesem Forum (!) sollte JEDEM bewusst sein, dass eine U-Bahn mit Abstand das teuerste öffentliche Verkehrsmittel ist.
Der Bau ist kompliziert und reißt das Umfeld in jahrelange Bauphasen, die Flächenerschließung ist eher überschaubar
und auf Dauer sind Tunnelanlagen teurer in der Instandhaltung. Dazu kommen noch die Kosten für die Haltestellen,
die womöglich dauerhaft künstlich beleuchtet werden müssen, es sind Bauwerke für barrierefreien Zugang nötig
(Rolltreppen, Lift) und eine niveaugleiche Kreuzung von Strecken im Tunnel geht auch nicht.

Ich sehe in der Aussage des BUND KEINE Spinnerei (bitte erstmal Schaum vom Mund wischen), sondern eher eine
Empfehlung von Straßenbahnen! Die können viel mehr Haltestellen haben, im eigenen Gleiskörper können die
innerorts auch 70km/h fahren. Selbstverständlich (!) muss man den notwendigen Raum dem MIV wegnehmen.
Mehrspurige Verkehrsschneisen mit zwangsgeparkten Fahrzeugen, auch Stau genannt, sind einfach nicht mehr zu
rechtfertigen.

Der hier immer wieder verbreitete Nonsens über E-Autos wird nicht wahrer, nur weil man ihn dauernd wiederholen muss
ohne genaue Kenntnis der Entwicklung.
Demnach sind offenbar die Förderung von Erdöl, die Weiterverarbeitung zu Kraftstoff, die Verbringung in die Versorgungstanklager
und die Auslieferung per Lkw zur Tankstelle für einen Liter Benzin/ Diesel einfacher zu bewerkstelligen, als die Erzeugung von elektrischem
Strom.
Keine Frage, in Deutschland geht es wie üblich nur sehr schleppend voran, man vergoldet lieber erstmal die Kohleindustrie
und lässt erneuerbare Energien durch fragwürdige Regelungen ins Leere laufen.
Wenn der Wille da wäre, dann könnte man das Problem elektrische Energie schnell lösen- aber überlasse wir auch das
lieber anderen Ländern auf der Welt, die uns dann zeigen, wie es geht. Darin sind wir Meister.

Zur Umweltfreundlichkeit von E-Autos: zu einem Verbrennerauto haben sie momentan (!) wenig entgegen zu setzen.
Die oft zitierten seltenen Rohstoffe, die angeblich von Kindern zutage gefördert werden, kratzen komischerweise beim
anderen "Elektroschrott", wie Smartphone, Tablets oder Computer keine Sau. Der Zeigefinger wird beim E-Auto erhoben-
obwohl Unmengen von den Stoffen für unsere Wegwerfgesellschaft drauf gehen, völlig E-Auto-frei.

Die Entwicklung ist nicht stehen geblieben, man kann sich da gerne mal informieren.
Es gibt neue Batterietypen, die nicht mehr abbrennen können, quasi unzählige Ladezyklen vertragen, leicht sind
und dazu noch Reichweiten wie bei einem Diesel bieten. Toyota möchte 2023 ein erstes Auto damit in Serie produzieren
(mal sehen, ob der Zeitplan klappt).
Damit kann man örtlich begrenzt weit weniger Schadstoffe ausstoßen.

Witzig finde ich das immer wieder verbreitete Argument, E-Autos würden auch Schadstoffe erzeugen. Reifenabrieb und so...
Wirklich sehr lustig und unüberlegt dazu.
Was JEDES Auto kann, aber beim E-Auto die dauernde Verbrennung entfällt.
BREMSEN! Ja wirklich, aber nur so ab 10km/h bis zum Stillstand- ein E-Auto rekuperiert und lädt wieder den Akku auf!
Darüber hinaus braucht ein E-Auto extrem wenig Bauteile: kein Verbrennungsmotor mit komplizierter Einspritzung,
kein Getriebe mit Ölwechsel- auch nicht beim Motor. Da kann man den Aufwand schon mal gegenrechnen.
DAS klingt nach Zukunft!

Ich würde darum bitten, sich mal aus der Bahnblase heraus zu bewegen und ein paar Autozeitschriften zu kaufen.
Dann muss man nicht ständig falsche Thesen wiederholen, die längst widerlegt sind. Tuts einfach :-)

Mein Senf dazu, liebe Grüße und schönen Sonntag, Torsten

Re: Einseitige Inseldiskussion

geschrieben von: Fastrider

Datum: 09.01.21 21:18

ec paganini schrieb:
In diesem Forum (!) sollte JEDEM bewusst sein, dass eine U-Bahn mit Abstand das teuerste öffentliche Verkehrsmittel ist.
Der Bau ist kompliziert und reißt das Umfeld in jahrelange Bauphasen, die Flächenerschließung ist eher überschaubar
und auf Dauer sind Tunnelanlagen teurer in der Instandhaltung. Dazu kommen noch die Kosten für die Haltestellen,
die womöglich dauerhaft künstlich beleuchtet werden müssen, es sind Bauwerke für barrierefreien Zugang nötig
(Rolltreppen, Lift) und eine niveaugleiche Kreuzung von Strecken im Tunnel geht auch nicht.

Ich sehe in der Aussage des BUND KEINE Spinnerei (bitte erstmal Schaum vom Mund wischen), sondern eher eine
Empfehlung von Straßenbahnen! Die können viel mehr Haltestellen haben, im eigenen Gleiskörper können die
innerorts auch 70km/h fahren.
So einfach ist es auch nicht. Wenn grosse Massen zu befördern sind, ist die U-Bahn erste Wahl. Ein U-Bahnzug fährt in München so viele Leute wie vier Tramzüge. Selbst mit Doppeltraktionen kommt man maximal auf 2. Mehr geht nicht wegen der StVO. In München werden die wichtigsten Strecken der U-Bahn mittlerweile alle 2 min befahren. Dazu kommt auch noch, dass Niederflur die Höchstgeschwindigkeit der Bahnen eher senkt und auch der Fahrkomfort bei höheren Geschwindigkeiten niedriger ist. Manche U-Bahnen als Prestigeprojekte sind allerdings überflüssig.


Gruss, Fastrider

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