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In der Düsseldorfer "Rheinischen Post" finden wir einen zuschlagpflichtigen Beitrag über die bestellten HFx von SIEMENS.

Diesen und die Inserenten der Post lassen wir liegen und sehen uns statt dessen die Bilder an, die darstellen, wie der HFx denn aussehen können könnte:

Denn, die Bilder gibts für ümme ...

Und, wer meint, ich würde woanders was schreiben - ennä
Warum dürfen Straßen-/Stadtbahnwagen heutzutage eigentlich keine dominanten Lichtelemente mehr haben? Das macht die Fahrzeuge steril, langweilig und gesichtslos.
Die Fahrgäste werden sicherlich begeistert sein, wenn die Sitze wie auf den Bildern so umgesetzt werden.
Strizie schrieb:
Die Fahrgäste werden sicherlich begeistert sein, wenn die Sitze wie auf den Bildern so umgesetzt werden.
So sieht es aus, von 70 auf 51 Sitzplätze runterzugehen ist schon heftig. Ich habe ja Verständnis wenn man pro Wagenhälfte einen Vierer für Multifunktionsbereiche opfert aber nicht in diesem Ausmaß. Wieso sind zwischen Vorder- und Mitteltüren teilweise nur noch Einzelsitze vorgesehen?

Gerade auf den Langstrecken erwartet man ausreichendes Sitzplatzangebot. Auch nicht wenige Fahrgäste die "nur" bis Kaiserswerth, Wittlaer, Heerdt oder Holthausen fahren sind mehr als 20 Minuten unterwegs.
Die Lackierung hebt ausgerechnet die Türen hervor, an denen nicht eingestiegen werden darf. Gab es nicht eine (EU-)Richtlinie, dass Türen für sehbehinderte Fahrgäste besser erkennbar sein sollten?

Und tschüs!
Torsten aus Stuttgart

"Money ain't got no owners - only spenders." (Omar Little, The Wire)
Samba Tw 303 schrieb:
Strizie schrieb:
Die Fahrgäste werden sicherlich begeistert sein, wenn die Sitze wie auf den Bildern so umgesetzt werden.
So sieht es aus, von 70 auf 51 Sitzplätze runterzugehen ist schon heftig. Ich habe ja Verständnis wenn man pro Wagenhälfte einen Vierer für Multifunktionsbereiche opfert aber nicht in diesem Ausmaß. Wieso sind zwischen Vorder- und Mitteltüren teilweise nur noch Einzelsitze vorgesehen?

Gerade auf den Langstrecken erwartet man ausreichendes Sitzplatzangebot. Auch nicht wenige Fahrgäste die "nur" bis Kaiserswerth, Wittlaer, Heerdt oder Holthausen fahren sind mehr als 20 Minuten unterwegs.
Da sich zwischen den Türen auf der anderen Seite ein auffallend großer Mehrzweckbereich befindet, habe ich den "E-Scooter-Erlass" des NRW-Verkehrsministeriums in Kombination mit den Standards der Barrierefreiheit im ÖPNV vom Deutschen Behindertenrat als Auslöser im Verdacht. Ersterer fordert eine Aufstellfläche von mindestens 2 Metern Länge für solche Gefährte. Aus dem DBR-Dokument geht hervor, dass der Zugang zu einem Mehrzweckbereich 1,20 m (mindestens jedoch 90 cm) breit sein muss. Eine Umsetzung dieser Anforderungen in Kombination führt unausweichlich dazu, dass man das Fahrzeug in diesem Bereich "leer räumen" muss ...

Viele Grüße aus Berlin
Markus
http://www.mm-trains.de/sonstiges/mm-trains-banner.png
http://www.mm-trains.de/sonstiges/zusatz.png
Dass auf der einen Seite zwei Vierer entfallen sind ist ja auch schon in Köln bei den B80D passiert. Allerdings sollten auf der anderen Seite zwischen den beiden Türen vollständige Vierer bleiben.

Wieder einmal ein Beispiel wie eine Minderheit von gelegentlich fahrenden Fahrgästen täglich fahrenden Berufstätigen den Weg zur Arbeit immer unbequemer macht, obwohl der Komfort für diese schon immer besser geworden ist. Wer 20 Minuten oder mehr fast jeden Tag stehen muss wird sich dann vielleicht nicht doch überlegen wieder mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Damit ist niemanden geholfen.

Wer die Straße von Autos befreien will muss unweigerlich die Bedürfnisse der Massen befriedigen.

Deswegen müssen mindestens:

16 Sitze in den Endbereichen, zwei Vierer zwischen den Türen, vier Sitzplätze zwischen Mitteltüren und Gelenk plus drei Klappsitze im Multifunktionsbereich eingebaut werden mal zwei= 62 Sitzplätze. Und selbst das ist eigentlich für Düsseldorfer Verhältnisse zu wenig (wenn man dran denkt dass vor etwa 15 Jahren Mal über die Verlängerung einiger B-Wagen zu Achtachsern wie Dortmund nachgedacht wurde).

Damals wurden die B-Wagen übrigens damit beworben über wesentlich mehr Sitzplätze als die GT8SU und M/N8 Fahrzeuge zu verfügen...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.11.20 14:45.
Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen.

Leider mittlerweile in Deutschland in vielen Bereichen so, dass Minderheiten über die schweigende Mehrheit bestimmen, die sich nicht mehr traut den Mund auf zu machen oder dazu einfach zu bequem ist.
Moin,
maex schrieb:
Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen.
Leider mittlerweile in Deutschland in vielen Bereichen so, dass Minderheiten über die schweigende Mehrheit bestimmen, die sich nicht mehr traut den Mund auf zu machen oder dazu einfach zu bequem ist.
Oder nicht laut genug interveniert, solange der status quo unangetastet bleibt. Die entstehenden Konflikte werden dann im Nachgang an anderer Stelle ausgetragen. Und dann wird sich über die Spaltung der Gesellschaft gewundert.
Fazit im Ausgangsfall: Weniger (und zwar deutlich!) Sitzplätze pro Wagen lassen sich nur mit entsprechend mehr Wagen (längere Züge oder dichtere Takte) ausgleichen. Ansonsten bin ich auf die Begründung der Einbußen gegenüber der nunmehr benachteiligten Mehrheit der Fahrgäste gespannt.
1418
Samba Tw 303 schrieb:
Dass auf der einen Seite zwei Vierer entfallen sind ist ja auch schon in Köln bei den B80D passiert.
Das ist nicht nur bei den B80 passiert, sondern auch bei den sanierten B100. Das Konzept kommt von den K-Wagen.
Dieses Konzept kommt der Mehrheit der Fahrgäste zugute, immerhin entsteht dadurch eine größere Kapazität. Die „Anlehn-Stehplätze“ empfinde dabei als recht angenehm.
Sorry aber was du als mit größerer Kapazität hervorhebst nennt sich Vermehrung von Stehplätzen und die kommt sicher nicht der Mehrheit zu Gute. Bei wenigen Haltestellen vielleicht ok, Köln hat wie Düsseldorf aber viel Langstrecken und da möchten die Fahrgäste nun lieber sitzen und zwar ordentlich sitzen.

Die ZAHLENDEN Fahrgäste haben keine Lust auf Viehtransporter und ansonsten, ich möchte mich nur ungerne wiederholen werden viele auf's Auto umsteigen!

Samba Tw 303 schrieb:
Sorry aber was du als mit größerer Kapazität hervorhebst nennt sich Vermehrung von Stehplätzen und die kommt sicher nicht der Mehrheit zu Gute. Bei wenigen Haltestellen vielleicht ok, Köln hat wie Düsseldorf aber viel Langstrecken und da möchten die Fahrgäste nun lieber sitzen und zwar ordentlich sitzen.

Die ZAHLENDEN Fahrgäste haben keine Lust auf Viehtransporter und ansonsten, ich möchte mich nur ungerne wiederholen werden viele auf's Auto umsteigen!


Die Entwicklung zu weniger Sitzplätzen ist wie bereits erwähnt schon seit den K4000 zu sehen und in Köln steigen die Fahrgastzahlen dennoch von Jahr zu Jahr. Ich verstehe was du meinst, aber anscheinend sehen das die meisten Fahrgäste doch nicht so schlimm wie du. Auch wenn natürlich nahezu jeder einen Sitzplatz einem Stellplatz vorziehen wird.
Samba Tw 303 schrieb:
Wieder einmal ein Beispiel wie eine Minderheit von gelegentlich fahrenden Fahrgästen täglich fahrenden Berufstätigen den Weg zur Arbeit immer unbequemer macht, obwohl der Komfort für diese schon immer besser geworden ist.
Wie kommst du denn auf die Idee?
maex schrieb:
Leider mittlerweile in Deutschland in vielen Bereichen so, dass Minderheiten über die schweigende Mehrheit bestimmen, die sich nicht mehr traut den Mund auf zu machen oder dazu einfach zu bequem ist.
Aha, Beispiele? Auf den vorliegenden Fall bezogen schonmal Unsinn, denn die Anzahl der Sitzplätze im Fahrzeug ist weiterhin größer als die der unterbringbaren Kinderwagen/Rollstühle/ect.
Linie21 schrieb:
maex schrieb:
Leider mittlerweile in Deutschland in vielen Bereichen so, dass Minderheiten über die schweigende Mehrheit bestimmen, die sich nicht mehr traut den Mund auf zu machen oder dazu einfach zu bequem ist.
Aha, Beispiele? Auf den vorliegenden Fall bezogen schonmal Unsinn, denn die Anzahl der Sitzplätze im Fahrzeug ist weiterhin größer als die der unterbringbaren Kinderwagen/Rollstühle/ect.

Und das soll das jetzt entkräften? Fahr doch mal einen Tag mit der Bahn durch die Stadt und zähle mal durch wieviele Fahrgäste OHNE Kinderwagen und OHNE Rollstuhl und OHNE Fahrrad unterwegs sind und wieviele mit. Und dann machst du deine Rechnung bitte nochmal auf.

Re: [D] "Bilder" der zukünftigen HFx in der Rheinischen P_st

geschrieben von: UK

Datum: 22.11.20 22:52

Linie21 schrieb:
Samba Tw 303 schrieb:
Wieder einmal ein Beispiel wie eine Minderheit von gelegentlich fahrenden Fahrgästen täglich fahrenden Berufstätigen den Weg zur Arbeit immer unbequemer macht, obwohl der Komfort für diese schon immer besser geworden ist.
Wie kommst du denn auf die Idee?
Nur mal als Beispiel: in 15 Jahren täglicher Fahrt mit dem Bus zur Arbeit fuhren nur bei zwei Fahrten Rollstuhlfahrer mit. 2 von 3000 Fahrten!
UK schrieb:
Linie21 schrieb:
Samba Tw 303 schrieb:
Wieder einmal ein Beispiel wie eine Minderheit von gelegentlich fahrenden Fahrgästen täglich fahrenden Berufstätigen den Weg zur Arbeit immer unbequemer macht, obwohl der Komfort für diese schon immer besser geworden ist.
Wie kommst du denn auf die Idee?
Nur mal als Beispiel: in 15 Jahren täglicher Fahrt mit dem Bus zur Arbeit fuhren nur bei zwei Fahrten Rollstuhlfahrer mit. 2 von 3000 Fahrten!
Dass Menschen mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen nicht unbedingt zur Rushhour unterwegs sind, ist klar. Das würde ich an deren Stelle auch vermeiden. Aber was ist mit dem Rest des Tages? Außerdem solltest du das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung berückschtigen. D.h., die Zahl der mobilitätseingeschränkten Menschen wird weiter zunehmen. Ohne Rücksichtnahme geht das nicht. Und ehrlich gesagt ist es einem gesunden Menschen eher zuzumuten, eine Viertelstunde in der Bahn oder dem Bus zu stehen als dass eine Rollstuhlfahrerin ein teures Spezialtaxi bestellen muss. Nicht alle Fahrten sind von der Krankenkasse bezahlte Arztbesuche. Und immer daran denken: Es könnte auch deine Oma sein oder du selbst in 30 Jahren...
Worüber man sicherlich diskutieren kann sind die Leute, die in einer gut gefüllten Bahn ihr Fahrrad mitnehmen. Die nerven mich erheblich mehr als Rollstühle oder Kinderwagen.
Gernot schrieb:
Dass Menschen mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen nicht unbedingt zur Rushhour unterwegs sind, ist klar. Das würde ich an deren Stelle auch vermeiden. Aber was ist mit dem Rest des Tages? Außerdem solltest du das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung berückschtigen. D.h., die Zahl der mobilitätseingeschränkten Menschen wird weiter zunehmen. Ohne Rücksichtnahme geht das nicht. Und ehrlich gesagt ist es einem gesunden Menschen eher zuzumuten, eine Viertelstunde in der Bahn oder dem Bus zu stehen als dass eine Rollstuhlfahrerin ein teures Spezialtaxi bestellen muss. Nicht alle Fahrten sind von der Krankenkasse bezahlte Arztbesuche. Und immer daran denken: Es könnte auch deine Oma sein oder du selbst in 30 Jahren...
Worüber man sicherlich diskutieren kann sind die Leute, die in einer gut gefüllten Bahn ihr Fahrrad mitnehmen. Die nerven mich erheblich mehr als Rollstühle oder Kinderwagen.

Volle Zustimmung. Wer selbst einmal mit Kinderwagen oder Rollstuhl (z.B. als Begleitung) unterwegs war, wird zu schätzen wissen, dass es Fahrzeuge gibt, bei denen man nicht nach dem Einsteigen nur einen schmalen Türraum hat. Zumal der ja auch außerhalb der HVZ oft nicht frei ist, weil die "Ich fahr eh nur 3 Stationen, also bleib ich im Türbereich stehen"-Fraktion in den älteren Fahrzeugen noch häufiger vorkommt. Das Durchrücken ins Fahrzeug funktioniert in den K4000 ff. weitaus besser als in den nicht umgebauten B-Wagen.

Und davon mal abgesehen: Selbst ich als Pendler auf der Linie 16, die ja nicht gerade zu den wenig belasteten Linien gehört, früher Richtung Bonn, dann nach Köln, habe es auch in der HVZ meist geschafft, irgendwann einen Sitzplatz zu bekommen. Gerade wenn man schon weit draußen einsteigt und dementspechend lange fährt, gibt es meist zwischendrin mehrere Fahrgastwechsel, bei denen ein Platz frei wird. Und wer erst kurz vor der Innenstadt einsteigt, kann, wie du auch schon sagst, die 15 Minuten durchaus auch stehen.
UK schrieb
Zitat:
Wie kommst du denn auf die Idee?
Nur mal als Beispiel: in 15 Jahren täglicher Fahrt mit dem Bus zur Arbeit fuhren nur bei zwei Fahrten Rollstuhlfahrer mit. 2 von 3000 Fahrten!

Ich bin selten in der Rushhour unterwegs. Aber tagsüber kann dir durchaus passieren, dass hier in Düsseldorf der dritte Kinderwagen nicht mehr in den NF6 auf der 707 hineinpasst. Oder er wird so in den Gang gequetscht, dass Fahrgäste nicht mehr ohne Umstände von ihren Plätzen die Tür erreichen.

Selber als Kinderwagenschiebender zur Jahrtausendwende ist mir passiert, dass ich Sonntags nach dem Besuch des Wildparks den Kinderwagen nicht in den Bus 730 hineinkriegte, weil der Kinderwagenplatz mit Koffern zugestellt war,
Der Platz in den Bussen für Rollis, Kinderwagen und Rollatoren ist heute auch nicht größer, und m.E. viel zu klein.
UK schrieb:
Linie21 schrieb:
Samba Tw 303 schrieb:
Wieder einmal ein Beispiel wie eine Minderheit von gelegentlich fahrenden Fahrgästen täglich fahrenden Berufstätigen den Weg zur Arbeit immer unbequemer macht, obwohl der Komfort für diese schon immer besser geworden ist.
Wie kommst du denn auf die Idee?
Nur mal als Beispiel: in 15 Jahren täglicher Fahrt mit dem Bus zur Arbeit fuhren nur bei zwei Fahrten Rollstuhlfahrer mit. 2 von 3000 Fahrten!
Woher kommt dieses Beispiel, ist das repräsentativ? Für meine täglichen Fahrten mit dem ÖPNV definitiv nicht. Darüberhinaus habe ich die fett markierte Phrase bewusst so markiert, weil sie suggeriert, dass Rollstuhlfahrer grundsätzlich Gelegenheitsfahrer wären und das ist nunmal nicht der Fall. Nur mal davon abgesehen, dass das sowieso kein Argument ist. Dann könnte man auch gleich sagen, man bestellt wieder nicht barrierefreie Fahrzeuge und setzt auf den derzeitigen Niederflurlinien wieder Hochflurfahrzeuge mit festen Stufen ein. Hat man aber aus gutem Grund abgeschafft und genauso sieht es bei der Gestaltung des Innenraums auch aus.
Ich behaupte auch mal, die meisten Menschen stehen lieber ein paar Stationen als dass sie mit Verspätung ankommen, weil sich an jeder Station alle Leute an den Rollstühlen und Kinderwagen vorbeizwängen müssen.
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