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 05 - Straßenbahn-Forum 

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Moin,

bitte lest selbst, es gibt eine Gruppe, die eine Seilbahn vom Nordausgang des Hauptbahnhofs zum künftigen Ostsee (Loch des Tagebau Cottbus Nord) bauen wollen:
[www.rbb24.de]

Ich halte davon garnichts. Auch die Idee die Parkbahn dorthin zu verlängern finde ich unsinnig. Einzig die Straßenbahn könnte eventuell mal sinnvoll werden, wenn das Mischgebiet Dissenchen/Merzdorf zu einem reinen Wohngebiet umgewandelt worden ist. Aber da muß man jetzt garnischts tun, außer die Trasse der alten Eisenbahnstrecke frei zu lassen.

Grüße, Tim



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.20 19:30.
Hallo Tim
timme schrieb:Zitat:
...es gibt eine Gruppe, die eine Seilbahn vom Nordausgang des Hauptbahnhofs zum künftigen Ostsee ... bauen wollen:
[www.rbb24.de]
Das ist schon eine lustige Idee. Wenn man sich den Plan mit den alternativen Routen ansieht, kann man sich schon fragen, wie man die Seilbahn um all die Kurven leiten will. Üblicherweise verlaufen diese doch geradeaus, bzw. bestenfalls mit einem Knick an einer Station.
Außerdem scheint es mir für Cottbus nicht gerade geschickt zu sein, ein Verkehrsmittel zu schaffen, dass ein Ausflugsziel direkt mit dem Hauptbahnhof verbindet. Eine solche Linie würde kaum den Cottbusern selbst zu gute kommen, sondern vor allem Auswärtigen, die einen Ausflug zum Ostsee machen wollen. Dabei würde man die Innenstadt mit ihren Einkaufsmöglichkeiten und ihrer Gastronomie gezielt meiden. Aus wirtschaftlicher Sicht wäre das äußerst ungeschickt. Reisende sollte man nicht so schnell wie möglich aus einer Stadt herausleiten, sondern so lange wie möglich halten, damit sie für Umsatz sorgen.
Ich gebe dir daher Recht, eine Straßenbahn zum Ostsee, auf der alten Bahntrassse, wäre optimal. Sie würde auf dem Weg zum Bahnhof auch die Innenstadt durchfahren und dabei reichlich Gelegenheit zu Zwischenstopps bieten. Leider erscheint sie recht utopisch. Aber wer weiß? Manchmal werden sogar Utopien wahr.

Viele Grüße

Ulrich
Seilbahnen dürften momentan wieder aktuell sein, auch bei uns in Wien:

https://wien.orf.at/stories/3076565/

---
Grüße aus Wien
Klaus




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.20 11:54.
maybreeze schrieb:
Seilbahnen dürften momentan wieder aktuell sein, auch bei uns in Wien:

https://wien.orf.at/stories/3076565/
Seit zwei oder drei Jahren gibt es in gefühlt fast jeder deutschen Großstadt die Forderung nach den ach so tollen und innovativen und platzsparenden Seilbahnen. Kein Wunder dass diese Welle auch nach Österreich hinüberschwappt. Meist sind es irgendwelche kommunalpolitischen Hinterbänkler, die das (und so auch sich selbst) ins Gespräch bringen. Aber der Herr Emberger hat schon Recht: Es hat seinen Grund, weshalb es so gut wie nirgends konkreter wird. Europäische Großstädte sind dann doch etwas anderes als die Erschließung von Favelas und ähnlichen Siedlungen in Lateinamerika.
Gernot schrieb:
maybreeze schrieb:
Seilbahnen dürften momentan wieder aktuell sein, auch bei uns in Wien:

https://wien.orf.at/stories/3076565/
Seit zwei oder drei Jahren gibt es in gefühlt fast jeder deutschen Großstadt die Forderung nach den ach so tollen und innovativen und platzsparenden Seilbahnen. Kein Wunder dass diese Welle auch nach Österreich hinüberschwappt.
Oder wurde vielleicht die Welle von Österreich aus ausgelöst? In welchem Land sitzt nochmal der Weltmarktführer für Seilbahnbau, der ein natürliches Interesse an der Erschließung neuer Märkte hat?

Natürlich werden nicht Doppelmayr-Verkäufer durch die Weltgeschichte reisen und Provinzpolitiker/innen Seilbahnen anbieten - zugleich halte ich es aber auch nicht für unwahrscheinlich, dass der Boom von schnell hingerotzen Seilbahn-"Projekten" ohne dezente Nachhilfe der Seilbahnindustrie in dieser Form nicht gekommen wäre. Nicht durch Bestechung von Politiker/innen oder andere dunkle Geschäfte im Hintergrund (nein, ich glaube nicht an die große von George Soros und Doppelmayr gesteuerte Weltverschwörung), sondern durch geschicktes Marketing.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.20 14:00.

Re: [S] ist einen Schritt weiter - BI dagegen

geschrieben von: Degerlocher

Datum: 19.11.20 15:08

Gernot schrieb
Zitat:
Zitat:
(...)
Seit zwei oder drei Jahren gibt es in gefühlt fast jeder deutschen Großstadt die Forderung nach den ach so tollen und innovativen und platzsparenden Seilbahnen. (...)
Stuttgart ist einen Schritt weiter: hier gibt es nicht nur den Vorschlag einer Seilbahn, sondern inzwischen auch eine Bürgerinitiative dagegen ("Prestigeprojekt", "teurer und unflexibler als elektrisch oder mit Wasserstoff betriebene Niederflurbusse", "Zerstörung des örtlichen Naherholungsgebiets" und "Verschattung im Minutentakt"): Stuttgarter Nachrichten vom 19.11.2020
Moin.

Mal nur mit einem Auge hingeschaut: 4 Gondeln, 4 Fahrgäste, genügend Abstand. Und um die Betriebskosten reinzubekommen/ auszugleichen, die 4 einsparen.

Grins und Gruß.

Re: [S] ist einen Schritt weiter - BI dagegen

geschrieben von: kmueller

Datum: 19.11.20 16:11

Degerlocher schrieb:
Stuttgart ist einen Schritt weiter: hier gibt es nicht nur den Vorschlag einer Seilbahn, sondern inzwischen auch eine Bürgerinitiative dagegen ("Prestigeprojekt", "teurer und unflexibler als elektrisch oder mit Wasserstoff betriebene Niederflurbusse", "Zerstörung des örtlichen Naherholungsgebiets" und "Verschattung im Minutentakt"): Stuttgarter Nachrichten vom 19.11.2020

Gerade in Stuttgart hätte ich erwartet, daß jemand mit dem Pilotprojekt kommt, Seilbahntunnels zu bauen. Das ließe fast alle genannten Argumente ins Leere laufen (mit Ausnahme der unwichtigen 'Kosten').

Re: [S] ist einen Schritt weiter - BI dagegen

geschrieben von: Ostheimer

Datum: 19.11.20 18:34

Als Stuttgarter schmeiß ich mich weg vor Lachen 😂😂😂.

Seilbahn 21 sozusagen😎😎😎.

Die Seilbahnschnapsideen werden in ein paar Jahren von alleine einschlafen, so wie die atomgetriebenen Autos, die in den 50er Jahren vorausgesagt wurden, wird da nie was draus werden.

Das ist so ähnlich wie die E-Scooter, die vor einem Jahr in der Presse schon als Lösung sämtlicher innerstädtischen Verkehrsprobleme gefeiert wurden.
Inzwischen wissen wir, dass sie keine Autofahrten vermeiden, sondern nur Fusswege ersetzen und von den Nutzern meist mitten auf dem Gehweg abgestellt werden.