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Bonn: Neuer Bahnsteigzugang Buschdorf FR Bonn in Betrieb

geschrieben von: Lz

Datum: 18.11.20 15:10

Hallo Zusammen,
am Montag, 16.11.2020 konnte ich bei der Vorbeifahrt feststellen, dass die neu gebaute Treppe zum Bahnsteig Richtung Bonn in Betrieb ist. Die Gerüsttreppe über das Gleis Hersel - Bonn-Bendenfeld war bereits abgebaut. Leider blieb aus der Bahn keine Zeit für eine Foto. Auch konnte ich nicht sehen, wie es in Fahrtrichtung Köln aussieht. Das versuche ich morgen nachzuholen.
Zur generellen Situation: Seit ca. eineinhalb Jahren erneuern die SWB die Zugänge zu den Bahnsteigen um eine Barrierefreiheit nach heutigen Maßstäben herzustellen, seinerzeit (1968) sind sie von der KBE als überdachte/eingehauste Treppen mit Kinderwagen-/Fahrradrampe gebaut worden. Nun werden sie am Mittelbahnsteig nach Bonn durch eine neue Treppe und einen Aufzug, am Außenbahnsteig nach Köln durch eine Treppe und eine barrierefreie, lange Rampe und einen zweiten Treppenzugang zu einer Neubausiedlung ersetzt. Auch wurde die Bahnsteigüberdachung (Pützer Pilze) durch eine neue Glas-Stahlüberdachung ersetzt.

Gruß, Lz


“r“ in der Überschrift ergänzt.

Edit Moderation: Die Abkürzungen nach DS100 sind im Straßenbahnforum unerwünscht! Beitrag entspechend geändert!

Edit: Kfz-Kennzeichen haben in meinen Bahnbeiträgen nichts zu suchen, daher durch den Städtenamen ersetzt, ist ja kein Kfz sondern ein Bahn-Forum



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.11.20 10:24.

Was bedeutet [KBBD]?

geschrieben von: Hansawagen

Datum: 18.11.20 17:30

Hallo Lz,

anscheinend bist du neu in diesem Forum, daher dir zur Info:

Im Straßenbahnforum gilt folgende Regel:

Für Städte (oder ggf. Landkreise) das Kfz-Kennzeichen in eckigen Klammern angeben, abgeleitet von der Rechteckform der Schilder an den Fahrzeugen

Für Länder das internationale Kfz-Kennzeichen in runden Klammern, abgeleitet von den früher üblichen ovalen Schildern.

Mit Eisenbahn-Kurzbezeichnungen nach DS100 können Straßenbahnfreunde leider nichts anfangen.

Gruß aus Bremen
53° 4' 15" nördlicher Breite
8° 48' 15" östlicher Länge

Ich stimm dir zu

geschrieben von: HLeo

Datum: 18.11.20 19:25

Hansawagen schrieb:
Hallo Lz,
anscheinend bist du neu in diesem Forum, daher dir zur Info:
Im Straßenbahnforum gilt folgende Regel:
Für Städte (oder ggf. Landkreise) das Kfz-Kennzeichen in eckigen Klammern angeben, abgeleitet von der Rechteckform der Schilder an den Fahrzeugen
Für Länder das internationale Kfz-Kennzeichen in runden Klammern, abgeleitet von den früher üblichen ovalen Schildern.
Mit Eisenbahn-Kurzbezeichnungen nach DS100 können Straßenbahnfreunde leider nichts anfangen.

Ich stimme dir zu. Ich mag diese Abkürzungen auch nicht.
Nun ist Buschdorf, so glaube ich, in Zwitter. Dort fahren "Stadtbahnen". Die Infrastruktur gehört m.W. der HGK, ist somit EBO-Infrastruktur. Buschdorf ist tatsächlich in der DS100 enthalten. Daher glaubt mancher wohl, die DS100-Keule schwingen zu müssen.

Re: Ich stimm dir zu

geschrieben von: KBS473.2

Datum: 18.11.20 20:41

Die Infrastruktur gehört dort der SWB und befindet sich noch im BoStrab Bereich.

Tatsächlich gibt es sogar für die Haltepunkte Brühler Str. oder Bonn West auch DS100 Kürzel.
Selbst der Rheinuferbahnhof ist im aktuellen Verzeichnis noch zu finden.
Alles ehemalige EBO Strecken.

Interesannter Weise findet man auch in dieversen Verzeichnissen selbst für Straßenbahnhaltestellen DS100 Kürzel.

Warum jetzt grade Lz das DS100 Kürzel hier verwendet kann Ich auch nicht verstehen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.20 20:42.
Liebe Leute,
ich habe geschrieben was ich geschrieben habe und betrachte dies als meine persönliche Freiheit, denn ich verletzte oder beleidige damit wohl niemand! Da es in dem Beitrag um eine konkrete Betriebsstelle geht, habe ich die auch direkt benannt. Das werde ich in ähnlichen Fällen auch wieder tun, wenn’s Euch nicht passt müsst ihr den Beitrag nicht lesen, oder könnt ihn ja melden wenn es Euch dermaßen stört.
Des Weiteren hält ich diese sinnlose Diskussion für künstlich und überflüssig, da ich ganz bewusst im Betreff Buschdorf und Bonn geschrieben habe und somit jeder der mit dem Kürzel nichts anfangen kann trotzdem orientiert sein sollte.
Gerade von den Ortsansässigen hätte ich mir eine inhaltliche Beteiligung gewünscht.
Hier noch ein paar „Vorher“-Bilder:
D3C08172-C708-4678-A24C-16BA44CB3C53.jpeg
D0EE226F-0B2B-4F84-A3E3-BEE07C3514DA.jpeg
22CE6831-AD99-4F5E-ABD7-9BBFCEE22126.jpeg

im letzten Bild nun die neue Rampe zum Aussenbahnsteig im entstehen
9161A7FC-46C1-4B68-BC0E-A7FA1D127517.jpeg
Leider bekomme ich das nicht gedreht.

Abschliessend, das Gleis Bonn-Köln und das Gleis Köln-Bonn inkl. Bhnstg gehören seit 1992 den Bonnern. Das Gleis Hersel - Bonn-Bendenfeld gehört weiterhin der HGK.

Gruss Lz,
der sich auf inhaltliche Beiträge freut.

Danke für die Antwort. (o.w.T)

geschrieben von: HLeo

Datum: 19.11.20 12:02

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Bild gedreht

geschrieben von: Robart

Datum: 19.11.20 12:31

Lz schrieb:
Zitat:
[...]
Leider bekomme ich das nicht gedreht.
Bitte schön:
kbbd.jpg

Gruß
Robart

Keine Bahnabkürzungen im Straba-Forum

geschrieben von: Michael Dittrich (Admin)

Datum: 19.11.20 13:55

Hallo,

Hansawagen schrieb:
Im Straßenbahnforum gilt folgende Regel:
Für Städte (oder ggf. Landkreise) das Kfz-Kennzeichen in eckigen Klammern angeben, abgeleitet von der Rechteckform der Schilder an den Fahrzeugen
Für Länder das internationale Kfz-Kennzeichen in runden Klammern, abgeleitet von den früher üblichen ovalen Schildern.

absolut richtig, deswegen habe ich den Beitrag auch geändert!

Viele Grüße
Michael Dittrich
Administrator

Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Schienenschiedsrichter

Datum: 19.11.20 18:53

Ist denn bekannt wo demnächst noch weitere Bahnsteige modernisiert werden sollen?

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Lz

Datum: 19.11.20 22:09

Hi,
was meinst du jetzt mit modernisieren ? Ersatz der Pützer Pilze und Bahnsteigmöblierung oder barrierefreier Ausbau. Bei ersterem werden meines Wissens zur Zeit die Bahnhöfe Bonn-West und Dransdorf modernisiert.
Für den barrierefreien Ausbau gibt es ein Programm und eine damit festgelegte Reihenfolge, das schon vor langem beschlossen wurde (ich glaube 2008). Es ist auch mal was in der Reihenfolge geändert worden. Das Dokument habe ich nicht mehr, lässt sich aber bestimmt noch im Bonner Ratsinformationssystem finden. Offen müssten noch sein: Juridicum, Ramerdorf Gl. 1, Vilich und die drei Oberkasseler Hp.

Gruß, Lz.
Heute Morgen konnte ich feststellen, dass auch die neue Treppe in Ri. Köln auch in Betrieb ist, die Rampe und auch der Aufzug am Mittelbahnsteig noch nicht.
Vielleicht wird es ein Weihnachtsgeschenk, wenn bis dahin die Beleuchtung, der Bodenbelag und Rampe und Aufzug fertig werden.

Gruß, Lz
0BBCDE5A-8FC6-4AC8-92BC-9A06E6B30906.jpeg
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Die Bilder dürfen gerne durch bessere bzw Tageslichtbilder ergänzt werden.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Schienenschiedsrichter

Datum: 19.11.20 23:33

Lz schrieb:
Hi,
was meinst du jetzt mit modernisieren ? Ersatz der Pützer Pilze und Bahnsteigmöblierung oder barrierefreier Ausbau. Bei ersterem werden meines Wissens zur Zeit die Bahnhöfe Bonn-West und Dransdorf modernisiert.
Für den barrierefreien Ausbau gibt es ein Programm und eine damit festgelegte Reihenfolge, das schon vor langem beschlossen wurde (ich glaube 2008). Es ist auch mal was in der Reihenfolge geändert worden. Das Dokument habe ich nicht mehr, lässt sich aber bestimmt noch im Bonner Ratsinformationssystem finden. Offen müssten noch sein: Juridicum, Ramerdorf Gl. 1, Vilich und die drei Oberkasseler Hp.

Gruß, Lz.
Ja, Ich meinte mehr die Ausstattung, also "Ersatz der Pützer Pilze und Bahnsteigmöblierung". Da hatte ich bisher gar keine Informationen zu. Vielen Dank.
Was den barrierefreien Ausbau betrifft. Hoffe ich ehrlich gesagt, dass sie Ramersdorf und die drei Oberkassler in Ruhe lassen. Ich finde, das sind Sonderfälle und da geht es einfach nicht, zumindest nicht gescheit (zukunftssicher).

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Lz

Datum: 19.11.20 23:51

WAs wäre in Oberkassel mit Niederflur als Mittelbahnsteig und Hochflur als Außenbahnsteige ? Oder ist da der Raum / die Fläche zum aufweisen nicht da? Bin nicht so oft auf der Schääl Sick.

Gruß, Lz

Re: Bonn: Neuer Bahnsteigzugang Buschdorf FR Bonn in Betrieb

geschrieben von: UK

Datum: 20.11.20 08:27

Lz schrieb:
Hallo Zusammen,
am Montag, 16.11.2020 konnte ich bei der Vorbeifahrt feststellen, dass die neu gebaute Treppe zum Bahnsteig Richtung Bonn in Betrieb ist. Die Gerüsttreppe über das Gleis Hersel - Bonn-Bendenfeld war bereits abgebaut. Leider blieb aus der Bahn keine Zeit für eine Foto. Auch konnte ich nicht sehen, wie es in Fahrtrichtung Köln aussieht. Das versuche ich morgen nachzuholen.
Zur generellen Situation: Seit ca. eineinhalb Jahren erneuern die SWB die Zugänge zu den Bahnsteigen um eine Barrierefreiheit nach heutigen Maßstäben herzustellen, seinerzeit (1968) sind sie von der KBE als überdachte/eingehauste Treppen mit Kinderwagen-/Fahrradrampe gebaut worden. Nun werden sie am Mittelbahnsteig nach Bonn durch eine neue Treppe und einen Aufzug, am Außenbahnsteig nach Köln durch eine Treppe und eine barrierefreie, lange Rampe und einen zweiten Treppenzugang zu einer Neubausiedlung ersetzt. Auch wurde die Bahnsteigüberdachung (Pützer Pilze) durch eine neue Glas-Stahlüberdachung ersetzt.

Gruß, Lz


“r“ in der Überschrift ergänzt.

Edit Moderation: Die Abkürzungen nach DS100 sind im Straßenbahnforum unerwünscht! Beitrag entspechend geändert!

Edit: Kfz-Kennzeichen haben in meinen Bahnbeiträgen nichts zu suchen, daher durch den Städtenamen ersetzt.
Wenn es ein Bahnbeitrag ist hat er nichts im Straßenbahnforum zu suchen! Dann sollten ihn die Moderatoren in das entsprechende Bahnforum verschieben. Gehört er aber in Strab-Forum, sollte er sich auch an die Regeln des Strab-Forums halten! Das wurde schon durch die Moderation erklärt: [www.drehscheibe-online.de]

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Val

Datum: 20.11.20 08:56

Schienenschiedsrichter schrieb:
Ja, Ich meinte mehr die Ausstattung, also "Ersatz der Pützer Pilze und Bahnsteigmöblierung". Da hatte ich bisher gar keine Informationen zu. Vielen Dank.

Die Pützer Pilze sind eigentlich überall hinüber. Zum Teil werden da abgebaute noch verwendet, um an noch nicht umgebauten Haltestellen die im schlechtesten Zustand zu tauschen, aber letztlich werden die alle in nächster Zeit verschwinden.

Schienenschiedsrichter schrieb:
Was den barrierefreien Ausbau betrifft. Hoffe ich ehrlich gesagt, dass sie Ramersdorf und die drei Oberkassler in Ruhe lassen. Ich finde, das sind Sonderfälle und da geht es einfach nicht, zumindest nicht gescheit (zukunftssicher).

Der Umbau in Ramersdorf ist durchgeplant und parallel zum Umbau Juridicum im Genehmigungsverfahren - was davon zuerst genehmigt ist, wird auch zuerst umgebaut.

Mindestens eine der Stationen in Ramersdorf/Oberkassel umzubauen ist allein schon deshalb unumgänglich, um wenigstens eine barrierefreie Umsteigeverbindung herzustellen.
In Oberkassel ist ein Maximal-Umbau sicher scwierig. Es gab ja auch schon den (abgelehnten) Vorschlag, die 66 an zwei der drei Oberkasseler Stationen durchfahren zu lassen - dann wäre nur an einer Haltestelle ein Bahnsteiggebirge zu schaffen und die anderen beiden würden mit den 62 nach Umbau der anderen zumindest eine barrierefreie Umsteigeverbindung schaffen.

Gruß,

Val

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 20.11.20 12:32

Die beste Lösung wäre für mich nach wie vor eine in Ramersdorf endende Linie 62 und im Gegenzug ein ganztägiger 10'-Takt der 66 bis Oberkassel Süd (oder besser Königswinter).

Die immer wieder strapazierte Direktverbindung Beuel-Oberkassel kann zur Not auch per Bus hergestellt werden, zumal es seit Jahren den Wunsch einer Direktverbindung Stieldorf - Oberkassel Mitte - Bonner Bogen gibt, die sich damit koppeln ließe. Abgesehen davon ist Oberkassel - Beuel *demnächst* auch alle 20 Minuten mit der S-Bahn möglich.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.11.20 12:34.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 20.11.20 14:40

Schienenschiedsrichter schrieb:
Was den barrierefreien Ausbau betrifft. Hoffe ich ehrlich gesagt, dass sie Ramersdorf und die drei Oberkassler in Ruhe lassen. Ich finde, das sind Sonderfälle und da geht es einfach nicht, zumindest nicht gescheit (zukunftssicher).
Umgekehrt wird ein Schuh draus, denn die bestehenden Haltestellen sind nicht zukunftssicher - da sie mit Hochflurfahrzeugen ohne unterem Schiebetritt nicht bedient werden können!

In diesem Zusammenhang finde ich übrigens auch, dass barrierefrei nicht als 0/1-Schaltung betrachtet werden sollte. Nicht umsonst gibt es ja bis heute keine verbindliche Richtlinie, die "vollständige Barrierefreiheit" im technischen Sinne definiert. Es ist IMHO etwas völlig anderes, wenn z.B. im S-Bahn-Netz durch die 76cm-Bahnsteige noch eine Reststufe zwischen Bahnsteig und Fahrzeug besteht, oder ob wie aktuell in Ramersdorf/Oberkassel Bergsteigen angesagt ist. Ersteres stellt für einen großen Teil der Mobilitätseingeschränkten kein Problem dar (*), letzteres ist schon für fitte Leute grenzwertig.

(*) Was nicht heißt, dass es keine Handlungsnotwendigkeit gibt, aber die Dringlichkeit ist eine andere!



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.11.20 14:41.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Schienenschiedsrichter

Datum: 20.11.20 16:17

Ich bin prinzipiell auch für barrierefreien Ausbau, aber nicht dann wenn er mehr schadet als er nützt und das sehe ich in diesem speziellen Sonderfall so. Das betrifft übrigens auch nur Ramersdorf und Oberkassel.
Der Punkt ist doch der: Bahnsteigkante 1 in Ramersdorf ist 90 - 100 m lang (Vermutung. Ich nehme alles zurück, sollte er länger sein). Wenn man jetzt 60 m davon anhebt, dann ist das ganze in sofern nicht mehr zukunftssicher, als dass dort weder eine Dreifachtraktion der 66 noch eine Doppeltraktion der 62 halten könnte. Besonders letztere ist aber spätestens mit der Hardtbergbahn erforderlich und wäre aktuell noch möglich. Man verbaut sich also die Doppeltraktion der 62, die sonst bereits im Beueler Ast möglich wäre.
Was Oberkassel betrifft, sehe ich ja ein, dass man zumindest einen der Bahnsteige barrierefrei ausbauen sollte. Dann stellt sich zwar immernoch die Frage, ob das dann wirklich 150 m werden (90+60), aber von mir aus. Bei allen dreien ist das aber Wahnsinn. Eventuell ist hier nichts zu tun einfach das beste.
Das Schiebetrittproblem bleibt aber natürlich, das gebe ich gerne zu. Weiß man denn ob die neuen Wagen für das Zielnetz 2023 mit solchen bestellt werden?

Re: Bonn: Neuer Bahnsteigzugang Buschdorf FR Bonn in Betrieb

geschrieben von: Lz

Datum: 21.11.20 05:52

UK schrieb:
Zitat:
Wenn es ein Bahnbeitrag ist hat er nichts im Straßenbahnforum zu suchen! Dann sollten ihn die Moderatoren in das entsprechende Bahnforum verschieben.
Bahn ist für mich ein Oberbegriff, dies beinhaltet für mich die diversen Bahnen, oder ist eine Straßenbahn etwa keine Bahn ? Ich denke alle Schienenbahnen sind Bahnen, vermutlich gehören sogar Seilbahnen o.ä. unter diesen Oberbegriff. Ich schrieb ja nicht Eisenbahnen.
Es ging mir um eine Abgrenzung zum Kfz-Verkehr. Ich verstehe DSO als Bahnforum und damit meine ich den Oberbegriff, auch wenn es ein Unterforum Bus gibt. Durch das Unterforum Bahn und Medien werden ich in meiner Annahme bestärkt,

Gruß, Lz

Re: Bahnsteigmodernisierung, hier Oberkassel

geschrieben von: Lz

Datum: 21.11.20 06:02

Hallo Zusammen,
ich hab mir zumindest im Luftbild bei Tim-online.nrw die Situation in Oberkassel noch mal angeschaut und gemessen.
Deshalb möchte ich noch mal auf den Mittelbahnsteig für die Niederflurer zurückkommen. Zumindest in Ok Süd (240m) zwischen den Bü und Parkplätzen/Grünstreifen und Friedhof, sowie in Ok Mitte Bastandsbahnsteig Fr Bonn/Beuel (Abstand zw Bü 150m) und unter Inanspruchnahme der Schrebergärten sehe ich aus der Ferne der anderen Rheinseite eine Möglichkeit für eine Achsaufweitung und Mittelbahnsteige für die NF und Außenbahnsteige für HF.
Was haltet ihr davon ? Bzw. Was sagt jemand mit physischer Ortskennnis.

Gruß, Lz

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Lz

Datum: 21.11.20 06:05

Lz schrieb:
Hi,
was meinst du jetzt mit modernisieren ? Ersatz der Pützer Pilze und Bahnsteigmöblierung oder barrierefreier Ausbau. Bei ersterem werden meines Wissens zur Zeit die Bahnhöfe Bonn-West und Dransdorf modernisiert.
Für den barrierefreien Ausbau gibt es ein Programm und eine damit festgelegte Reihenfolge, das schon vor langem beschlossen wurde (ich glaube 2008). Es ist auch mal was in der Reihenfolge geändert worden. Das Dokument habe ich nicht mehr, lässt sich aber bestimmt noch im Bonner Ratsinformationssystem finden. Offen müssten noch sein: Juridicum, Ramerdorf Gl. 1, Vilich und die drei Oberkasseler Hp.

Gruß, Lz.
Ich hatte im Hochflurbereich noch Bundesrechnungshof/AA vergessen. Bei der Strab ist ja noch einiges zu tun. Aber da ist der Aufwand auch ein anderer.

Gruß, Lz

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Lz

Datum: 21.11.20 06:18

Val schrieb:
Der Umbau in Ramersdorf ist durchgeplant und parallel zum Umbau Juridicum im Genehmigungsverfahren - was davon zuerst genehmigt ist, wird auch zuerst umgebaut.

Mindestens eine der Stationen in Ramersdorf/Oberkassel umzubauen ist allein schon deshalb unumgänglich, um wenigstens eine barrierefreie Umsteigeverbindung herzustellen.
In Oberkassel ist ein Maximal-Umbau sicher scwierig. Es gab ja auch schon den (abgelehnten) Vorschlag, die 66 an zwei der drei Oberkasseler Stationen durchfahren zu lassen - dann wäre nur an einer Haltestelle ein Bahnsteiggebirge zu schaffen und die anderen beiden würden mit den 62 nach Umbau der anderen zumindest eine barrierefreie Umsteigeverbindung schaffen.
Hallo Val,
wie sieht die Lösung für Ramersdorf denn aus ? Bitte um Beschreibung oder einen Link mit Plänen. Ist Bundesrechnungshof/AA auch schon im Genehmigungsverfahren ?
Die oben beschriebene Durchfahrlösung ist ja auch zweifelhaft zumindest wenn der Grund in der Barrierefreiheit liegen sollte. Wenn der Grund in einer Beschleunigung der SL 66 bei kurzem Haltestellenabstand liegen sollte, in Ordnung. Dann wären aber vermutlich eher zwei Halte angesagt (Nord und Süd, dann Abstand 940 m). Sollte der Grund die Barrierfreiheit sein, könnte ich jeden verstehen der wegen Diskriminierung o.ä. Klagt. Weil es kann nicht sein das die Mehrheit der nicht mobilitätseingeschränkten zu Gunsten der Minderheit der mobilitätseingeschränkten Menschen benachteiligt wird. Damit möchte ich nicht sagen, dass für diese keine Lösung gefunden werden muss. U.a. daher meine Überlegung zum NF-Mittelflurbahnsteig.

Gruß, Lz.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Christoph L

Datum: 21.11.20 08:33

Die Kombination mit hohem Mittelbahnsteig und niedrigen Außenbahnsteigen erscheint zunächst reizvoll, ist aber in Oberkassel schwer umsetzbar. Der Zugang zum Mittelbahnsteig müsste ja auch im Bereich der bestehenden Bahnübergänge signalgesichert erfolgen. Daher müsste die Gleisaufweitung von 3,20 m auf etwa 7,00 m bereits im Bü-Bereich vorhanden sein und dort ist es durch angrenzende Bebauung, bahnparallele Seitenwege und Straßeneinmündungen sehr eng. Bei der vorliegenden Entwurfsgeschwindigkeit von 80 km/h sind in den Gleisverziehungen relativ große Radien von 800 bis 1000 m erforderlich, da in den Bü-Bereichen keine nennenswerten Überhöhungen hergestellt werden können und die Gleisbögen zu kurz sind. Die Entwicklungslänge der Gleisverziehungen wäre recht groß. Die Geschwindigkeit auf 50 km/h zu reduzieren möchte trotz der teilweise geringen Haltestellen sicherlich auch keiner.

Ramersdorf ist rohbaumässig 90 m lang. Eine Aufteilung in Hoch- und Niederflurbereich hat die bereits genannten Nachteile.

Bleibt zu überlegen, ob eine Rücknahme der Linie 62 nach Ramersdorf das geringere Übel darstellt. Optimale Umsteigeverhältnisse in Ramersdorf herzustellen, bleibt dann aber auch ein Problem. Die Linie 62 könnte auf der alten Trasse oberirdisch in der Busschleife enden oder als Hochflurlinie fahren, aber diese Lösungvorschläge kann sich in der Politik auch niemand vorstellen.

Bleibt also nur die aufwändige Verlängerung des Bahnsteigs im Tunnel, die baulich in offener Baugrube machbar wäre wegen fehlender Randbebauung an der Oberfläche. Die Tieflage der Haltestelle ohne Verteilergeschoss ist gar nicht so groß.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Schienenschiedsrichter

Datum: 21.11.20 15:26

Logischerweise finde ich für Ramersdorf den Tunnelausbau und für Oberkassel die Seiten- und Mittelbahnsteigslösung am besten. Beide Pläne sind nur eben leider eher unwahrscheinlich. Ansonsten schließe ich mich Lz an. Eine Linie durchfahren zu lassen, nur damit sich Mobilitätseingeschränkte Personen nicht mehr beschweren können ist ja wohl Wahnsinn. Gibt es in der Politik denn gar keine Debatte darüber? Oder ist denen das sch*ißegal, dass man sich gerade die Westbahndoppeltratktion verbaut?

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 21.11.20 23:46

Straßenbahndoppeltraktionen sind in Bonn eine Phantomdiskussion. Ernsthaft in der Diskussion standen 36m- oder 45m-Züge, und die Entscheidung dagegen finde ich nach wie vor falsch. 60m waren beim Infrastrukturausbau nie ein Thema. Auf der rechtsrheinischen 62 braucht es auch schlicht keine 60m-Züge, und wenn die Westbahn kommen sollte, wäre da zuallererst über einen 5'-Takt nachzudenken...

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Christoph L

Datum: 22.11.20 08:36

Hauptmann Mumm schrieb:Zitat:
Straßenbahndoppeltraktionen sind in Bonn eine Phantomdiskussion. Ernsthaft in der Diskussion standen 36m- oder 45m-Züge, und die Entscheidung dagegen finde ich nach wie vor falsch. 60m waren beim Infrastrukturausbau nie ein Thema. Auf der rechtsrheinischen 62 braucht es auch schlicht keine 60m-Züge, und wenn die Westbahn kommen sollte, wäre da zuallererst über einen 5'-Takt nachzudenken...

Bei der Planung der Hardtbergbahn wurde um das Jahr 2000 herum ein fiktives 9-teiliges Combino-Fahrzeug mit einer Länge von 53,40 m zugrunde gelegt. Daraus ergab sich eine Bahnsteiglänge von 53 m, die auch so grade noch für die in Bonn üblichen Doppeltraktionen geeignet wäre. In den Planunterlagen für den Bau der Bahnsteige am Bertha-von-Suttner-Platz wurde das Fahrzeug ebenfalls bereits berücksichtigt. Heute wollen die SWB von solch einem überlangen Fahrzeug nichts mehr wissen.
https://lh3.googleusercontent.com/T1Q78JQ_Wj6M72_SG-jPunHV-Y0dEumM5D_BCgJqsJ06dQWCPeV6mKnsBUW9fI3kCLNbZbuw5Che4Tzwe01ccXtbc6Kzwg7eDDx3b2QO7VFf-ah4NrGw8iCqcfGK8JFvuBfaX_7JonZYDjk_cv_KzwE22YGSaVcTFRW6QK5Dbxe4CW4qxk9XKSG2MwgBz7zb17rw6T3krd-5Pm_4sSOHfTEy43WhhA7wCgfi6Nj-UYq9nzUDK3EqTInMGpkbU3yQPPyYkrsP6OGXhYQaFIpWCvOmfEclT4qJD1DqN4w7NiTyJe25ot6qhyUYJmj2jIjtgOSTJmE9sKQs5NjUzpUH1l68MzRxdWUoMjL3pRTMqFb0TmE0tqLnU54fhztOqx9boIL9eStzCVLR5ROYKZeZVAD8tQB_lC-cwEdTc90HFInpZ-ir3GJ1dUhdOpEvmDhn1S3hGKkeoz-CzyXbPEpLJVeojntxGWMdxF4pIB_a6hjsnfxjk56eIn7MYLFslHPoD5w6oNBdnlbX5QlsVFtfWhuu9ZBesS46i1l2iX99dSDg2ARMgzeJ1W93BVhPbVyl7DV6dL_WFJn31bfUcIP4rTfayGkrFu6HcCwxZehAGqJNf9gvC_6cGzwAWwIV_RBWgcOuBl8bsZ-9HXr6qtxFN4GlR6I3kD8NNsosTKVt8JjsI-BeJiGGkQ=w1228-h272-no?authuser=0
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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.11.20 08:53.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Schienenschiedsrichter

Datum: 22.11.20 15:11

Hauptmann Mumm schrieb:
Straßenbahndoppeltraktionen sind in Bonn eine Phantomdiskussion. Ernsthaft in der Diskussion standen 36m- oder 45m-Züge, und die Entscheidung dagegen finde ich nach wie vor falsch. 60m waren beim Infrastrukturausbau nie ein Thema. Auf der rechtsrheinischen 62 braucht es auch schlicht keine 60m-Züge, und wenn die Westbahn kommen sollte, wäre da zuallererst über einen 5'-Takt nachzudenken...
Na toll und wo sollen die Bahnen aus dem 5 min Takt dann hin? Na gute Nacht Landgerichtsknoten.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Christoph L

Datum: 22.11.20 15:24

Schienenschiedsrichter schrieb:
Hauptmann Mumm schrieb:
Hauptmann Mumm schrieb:
Straßenbahndoppeltraktionen sind in Bonn eine Phantomdiskussion. Ernsthaft in der Diskussion standen 36m- oder 45m-Züge, und die Entscheidung dagegen finde ich nach wie vor falsch. 60m waren beim Infrastrukturausbau nie ein Thema. Auf der rechtsrheinischen 62 braucht es auch schlicht keine 60m-Züge, und wenn die Westbahn kommen sollte, wäre da zuallererst über einen 5'-Takt nachzudenken...
Na toll und wo sollen die Bahnen aus dem 5 min Takt dann hin? Na gute Nacht Landgerichtsknoten.
Ein Gleisdreieck an der Thomas-Mann-Straße würde eine HVZ-Linie Hardtberg - Hbf - Dottendorf ermöglichen, so dass es bei einem 5-Minuten-Takt zu keiner Mehrbelastung am Landgericht kommen würde.

Die Planung aus dem Jahr 2000 sah allerdings einen 7,5-Minuten-Takt mit neunteiligen Combino vor.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Schienenschiedsrichter

Datum: 22.11.20 15:59

Christoph L schrieb:
Ein Gleisdreieck an der Thomas-Mann-Straße würde eine HVZ-Linie Hardtberg - Hbf - Dottendorf ermöglichen, so dass es bei einem 5-Minuten-Takt zu keiner Mehrbelastung am Landgericht kommen würde.

Die Planung aus dem Jahr 2000 sah allerdings einen 7,5-Minuten-Takt mit neunteiligen Combino vor.
Also zum Beispiel:

61: Auerberg - Hbf - Dottendorf
62: Oberkassel - Beuel - Hardtberg
64: Dottendorf - Hauptbahnhof - Hardtberg
65: wie bisher

Das klingt tatsächlich sehr gut, hast mich überzeugt.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 22.11.20 18:22

Wenn die Westbahn tatsächlich über die Endenicher Str. realisiert werden kann, fände ich langfristig eine zweite Innenstadtstrecke Hbf - Am Hof - Rathausgasse - Belderberg - Suttnerplatz sinnvoll, mit möglicher Weiterführung in die Römerstraße. Damit könnte man mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:
- Westbahn bindet auch den ZOB an
- Knoten Landgericht wird entlastet
- neue Umleitungsstrecke im Zentrum
Bis dahin wäre aber auch die von Christoph L skizzierte Lösung mit Gleisdreieck IMHO sehr brauchbar.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.11.20 18:29.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 22.11.20 18:28

Ja, die neunteiligen Combinos... Das war noch zu Zeiten von Zemlin, oder?

Grundsätzlich sträube ich mich bei einem Straßenbahnnetz wie Bonn gegen 60m-Doppeltraktionen, da derartige Züge oberirdisch in zentralen Bereichen nur schwer unterbringbar und integrierbar sind. Kommt ja nicht von ungefähr, dass praktisch kein europäischer Straßenbahnneubaubetrieb derartige Fahrzeuge einsetzt (Ausnahmen wie die Pariser T2, die auf eine alte Bahnstrecke zurückgeht, bestätigen die Regel...).

Selbst die Vision der Neunteiler hat sich bei Combino und Co nicht durchsetzen können, "state of the art" sind dagegen Siebenteiler mit knapp 45 m Länge, die bzgl. Fassungsvermögen auch nicht zu verachten sind.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Christoph L

Datum: 22.11.20 19:11

Tatsächlich hat Budapest Combinos mit einer Länge von ca. 54 m erhalten. Diese dürften zu den längsten durchgehend begehbaren klassischen Straßenbahnen der Welt gehören.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.11.20 19:11.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: UK

Datum: 22.11.20 19:48

Christoph L schrieb:
Tatsächlich hat Budapest Combinos mit einer Länge von ca. 54 m erhalten. Diese dürften zu den längsten durchgehend begehbaren klassischen Straßenbahnen der Welt gehören.
Diese sind aber nicht mit den erwähnten Combinos vergleichbar. Eigentlich müßten sie Avenio heißen.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 22.11.20 20:20

Die Budapester Wagen sind in der Tat die längsten Straßenbahnen der Welt. Sie sind diesbezüglich aber auch einmalig und fahren nur auf dem großen Ring, der vom Fahrgastaufkommen her einen Großteil der europäischen U-Bahn-Linien locker in die Tasche steckt. Wenn der große Ring nicht einst ein Arm der Donau und dann später auch Trasse des Hauptabwassersammlers wäre, wäre das womöglich schon seit 100 Jahren eine Metro...

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Strizie

Datum: 22.11.20 21:27

Hauptmann Mumm schrieb:
Wenn die Westbahn tatsächlich über die Endenicher Str. realisiert werden kann, fände ich langfristig eine zweite Innenstadtstrecke Hbf - Am Hof - Rathausgasse - Belderberg - Suttnerplatz sinnvoll, mit möglicher Weiterführung in die Römerstraße. Damit könnte man mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:
- Westbahn bindet auch den ZOB an
- Knoten Landgericht wird entlastet
- neue Umleitungsstrecke im Zentrum
Bis dahin wäre aber auch die von Christoph L skizzierte Lösung mit Gleisdreieck IMHO sehr brauchbar.
Passen durch die Wesselstraße wirklich 2 Gleise durch?

Das wäre sicherlich eine gute Lösung, allerdings sollte man dann den restlichen MIV-Verkehr dort dann verbieten.

Die Frage ist dann auch noch wie viele Buslinien übrig bleiben würden, welche einen alternativen Weg nehmen müssten!

Re: Bahnsteigsituation Oberkassel

geschrieben von: Lz

Datum: 22.11.20 21:33

Guten Abend,
hat es einen bestimmten Grund das du den NF Bahnsteig nach Außen und den HF nach Innen legen würdest. Ich hatte es andersherum gedacht. Die potenziell langen HF außen und die kürzeren (60m) nach Innen, damit würde die Strecke / Länge der Gleisaufweitung nicht so lang sein müssen. Das würde allerdings auch heißen Bahnsteigbeginn und -ende im Kurvenbereich. Nicht ideal aber hoffentlich möglich.
Ich habe keine Ahnung von Trassierung, und teile die Meinung das in OK Nord nichts geht, aber wie sieht es denn wie angesprochen mit Mitte und Süd aus, da ist doch mehr Platz.

Gruß, Lz

Christoph L schrieb:
Die Kombination mit hohem Mittelbahnsteig und niedrigen Außenbahnsteigen erscheint zunächst reizvoll, ist aber in Oberkassel schwer umsetzbar. Der Zugang zum Mittelbahnsteig müsste ja auch im Bereich der bestehenden Bahnübergänge signalgesichert erfolgen. Daher müsste die Gleisaufweitung von 3,20 m auf etwa 7,00 m bereits im Bü-Bereich vorhanden sein und dort ist es durch angrenzende Bebauung, bahnparallele Seitenwege und Straßeneinmündungen sehr eng. Bei der vorliegenden Entwurfsgeschwindigkeit von 80 km/h sind in den Gleisverziehungen relativ große Radien von 800 bis 1000 m erforderlich, da in den Bü-Bereichen keine nennenswerten Überhöhungen hergestellt werden können und die Gleisbögen zu kurz sind. Die Entwicklungslänge der Gleisverziehungen wäre recht groß. Die Geschwindigkeit auf 50 km/h zu reduzieren möchte trotz der teilweise geringen Haltestellen sicherlich auch keiner.

Ramersdorf ist rohbaumässig 90 m lang. Eine Aufteilung in Hoch- und Niederflurbereich hat die bereits genannten Nachteile.

Bleibt zu überlegen, ob eine Rücknahme der Linie 62 nach Ramersdorf das geringere Übel darstellt. Optimale Umsteigeverhältnisse in Ramersdorf herzustellen, bleibt dann aber auch ein Problem. Die Linie 62 könnte auf der alten Trasse oberirdisch in der Busschleife enden oder als Hochflurlinie fahren, aber diese Lösungvorschläge kann sich in der Politik auch niemand vorstellen.

Bleibt also nur die aufwändige Verlängerung des Bahnsteigs im Tunnel, die baulich in offener Baugrube machbar wäre wegen fehlender Randbebauung an der Oberfläche. Die Tieflage der Haltestelle ohne Verteilergeschoss ist gar nicht so groß.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Hendi

Datum: 23.11.20 00:03

Christoph L schrieb:
Tatsächlich hat Budapest Combinos mit einer Länge von ca. 54 m erhalten. Diese dürften zu den längsten durchgehend begehbaren klassischen Straßenbahnen der Welt gehören.
Der Budapester Combino Plus galt tatsächlich lange als längster Straßenbahnfahrzeugtyp.
Inzwischen wurde er aber von zwei neunteiligen Multigelenkwagen überholt - einerseits vom ca. 56m langen Urbos 100 in Budapest und andererseits vom ca. 55m langen Citadis 502 in Dublin.

Wenn ich das gerade richtig im Überblick habe, dürfte der Titel allerdings bald mit 58,69m an den 38T ForCity Smart für die rnv gehen (also die sechsteilige Ausführung der RNT2020).

Postillon-Newsticker:
Zitat:
+++ Trampolin: Warschauer Straßenbahnführerin gewinnt Turnwettbewerb ++

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Gernot

Datum: 23.11.20 10:00

Hendi schrieb:
Wenn ich das gerade richtig im Überblick habe, dürfte der Titel allerdings bald mit 58,69m an den 38T ForCity Smart für die rnv gehen (also die sechsteilige Ausführung der RNT2020).
Die wollen sich den Titel halt wieder zurückholen. Früher gab es auf der RHB-Überlandstrecke nach Bad Dürkheim zwölfachsige Düwag-Gelenktriebwagen als längste Straßenbahnwagen der Welt.

Re: Bahnsteigsituation Oberkassel

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 23.11.20 13:47

Lz schrieb:
hat es einen bestimmten Grund das du den NF Bahnsteig nach Außen und den HF nach Innen legen würdest.
Grundsätzlich ist diese Kombination gestalterisch und bautechnisch sinnvoller, da zwei hohe Bahnsteigrückseiten weniger anfallen. Es sei denn, die Strecke liegt im Einschnitt.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 23.11.20 13:48

Strizie schrieb:
Passen durch die Wesselstraße wirklich 2 Gleise durch?
Wäre zu prüfen. Alternativ gibt es ja auch noch den Kaiserplatz oder aber die Möglichkeit einer kurzen Gleisverschlingung.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 23.11.20 14:01

Christoph L schrieb:
Bleibt zu überlegen, ob eine Rücknahme der Linie 62 nach Ramersdorf das geringere Übel darstellt. Optimale Umsteigeverhältnisse in Ramersdorf herzustellen, bleibt dann aber auch ein Problem. Die Linie 62 könnte auf der alten Trasse oberirdisch in der Busschleife enden oder als Hochflurlinie fahren, aber diese Lösungvorschläge kann sich in der Politik auch niemand vorstellen.
Möglich wäre außerdem noch, das derzeitige Gleis der 62 Richtung Oberkassel als Stumpfendstation zu nutzen. Allerdings wäre dann kein bahnsteiggleiches Umsteigen in Süd-Nord-Richtung mehr möglich, und die Störungsanfälligkeit wäre auch höher...

Bzgl. Linie 62 nach Oberkassel sollte man sich aber mal vor Augen halten, dass für die 7000 Oberkasseler*innen ein aberwitziger Parallelverkehr mit entsprechender Materialschlacht beim Ausbau vorgesehen ist, mit 4 (!) unterschiedlichen Bahnsteighöhen:
- Hochbahnsteige für die 66
- Tiefbahnsteige für die 62
- 76er-Bahnsteige für den RE8
- 96er-Bahnsteige für die S13

Das einen Steinwurf entfernte Thomasberg/Heisterbacherrott ist größer und hat gar keinen Bahnanschluss. IMHO stellt sich die Frage der Verhältnismäßigkeit, ob wirklich alles auf der rechten Rheinseite nach Oberkassel fahren muss (und dann noch so dämlich geplant, dass es noch nicht einmal einen Umsteigeknoten gibt, in dem z.B. die Seilbahn mit allen Linien des Schienenverkehrs verknüpft werden könnte, aber das ist ein anderes Thema...)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.11.20 14:55.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Schienenschiedsrichter

Datum: 23.11.20 17:09

Hauptmann Mumm schrieb:
Strizie schrieb:
Passen durch die Wesselstraße wirklich 2 Gleise durch?
Wäre zu prüfen. Alternativ gibt es ja auch noch den Kaiserplatz oder aber die Möglichkeit einer kurzen Gleisverschlingung.
Da bin ich irgendwie skeptisch. Ich sehe auf jeden Fall die Vorteile davon aber gerade die Platz-, Bus-, MIV- und Akzeptanzfrage tun sich da schon auf.

Re: Bahnsteigmodernisierung

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 23.11.20 17:30

Zweifellos. Wobei ich von der neuen Ratsmehrheit erwarte, dass der MIV aus dem ZOB sowie Rathausstraße/Am Hof/Wesselstraße zügig herausgenommen wird. Und mit dieser Erwartung bin ich sicher nicht alleine.

Re: Bahnsteigsituation Oberkassel

geschrieben von: Lz

Datum: 23.11.20 22:08

Hauptmann Mumm schrieb:
Lz schrieb:
hat es einen bestimmten Grund das du den NF Bahnsteig nach Außen und den HF nach Innen legen würdest.
Grundsätzlich ist diese Kombination gestalterisch und bautechnisch sinnvoller, da zwei hohe Bahnsteigrückseiten weniger anfallen. Es sei denn, die Strecke liegt im Einschnitt.
In einem Straßenzug bzw. in einer städtischen Situation würde ich was die Gestaltung angeht recht geben. Das scheint mir aber in Oberkassel nicht zu sein. Es ist doch eher ein „Überlandabschnitt“ bzw. „eisenbahnartig“.
Bautechnisch verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht.
Unabhängig von Hoch oder Niedrig, macht es doch Sinn bezüglich der Gleisaufweitung den kürzeren Bahnsteig in die Mitte zu legen und die längeren nach Außen.

Gruß, Lz

Re: Bahnsteigsituation Oberkassel

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 24.11.20 08:13

Da der Mittelbahnsteig auch Zugänge braucht, kann der normale Gleisabstand erst jeweils hinter den längeren Bahnsteigen hergestellt werden, egal ob die außen oder innen liegen. Und außerdem sollten S-Kurven im Bahnsteigbereich tunlichst vermieden werden, da sonst zu große Spalte entstehen.

Gute technische Gestaltung heißt m.E. nicht nur "schön", sondern auch funktional, so einfach wie möglich und nicht verbaut...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.11.20 08:15.

Re: Bahnsteigsituation Oberkassel

geschrieben von: Der Niederkasseler

Datum: 24.11.20 08:22

Guten Morgen zusammen,

ein kleiner Überblick zu den Sanierten Stadtbahnhöfen:

- Rheinaue (https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?005,9296656,9296656#msg-9296656 )

- Ramersdorf ( ://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?005,9198610,9210350#msg-9210350 )

- Bonn West

- Buschdorf

Eine Offizelle Liste ist mir nicht Bekannt.

Das Liniennetz ab 2023 sieht folgendes vor:
[www.drehscheibe-online.de]

Ich Würde wenn die 62 bis Ramersdorf einkürzen, die Oberkasseler Haltepunkte auf Hochflur umbauen und 68/63 dann bis Oberkassel fahren lassen, dort die Wendeanlage nutzen.
Der Abschnitt Oberkassel - Ramersdorf - Beuel - HBF könnte gut eine Buslinie sein, die den Linienweg der N8 nutzt.
[www.swb-busundbahn.de]
Gut auch als Schnellbus.

Schade finde ich das man das Bendenfelder Gleis Hersel- Bonn Nord - Bonn HBF - Innenstadt nicht als 2 Innenstadtstrecke für Hoch als auch Niederflur Betrieb vorsieht, mit Gleisdreieck in Endenich.

Nur mal so kleine Hinweise und Anregungen
Mit Freundlichen Grüßen
Tim

Re: Bahnsteigsituation Oberkassel

geschrieben von: Gernot

Datum: 24.11.20 09:03

Der Niederkasseler schrieb:
Schade finde ich das man das Bendenfelder Gleis Hersel- Bonn Nord - Bonn HBF - Innenstadt nicht als 2 Innenstadtstrecke für Hoch als auch Niederflur Betrieb vorsieht, mit Gleisdreieck in Endenich.

Welchen Sinn hätte dies? Die Strecke der 16/63 von Hersel bis Hbf ist nicht an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Das sieht bei der DB-Strecke zum Hbf anders aus. Spätestens an der Viktoriabrücke wird es eng. Und Kombistrecken für Hoch- und Niederflur sind sowieso nicht die beste Lösung, weil die Haltestellen dann deutlich aufwändiger sind.

Re: Bahnsteigsituation Oberkassel

geschrieben von: Schienenschiedsrichter

Datum: 24.11.20 12:38

Der Niederkasseler schrieb:
Guten Morgen zusammen,

ein kleiner Überblick zu den Sanierten Stadtbahnhöfen:

- Rheinaue (https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?005,9296656,9296656#msg-9296656 )

- Ramersdorf ( ://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?005,9198610,9210350#msg-9210350 )

- Bonn West

- Buschdorf

Eine Offizelle Liste ist mir nicht Bekannt.

Das Liniennetz ab 2023 sieht folgendes vor:
[www.drehscheibe-online.de]

Ich Würde wenn die 62 bis Ramersdorf einkürzen, die Oberkasseler Haltepunkte auf Hochflur umbauen und 68/63 dann bis Oberkassel fahren lassen, dort die Wendeanlage nutzen.
Der Abschnitt Oberkassel - Ramersdorf - Beuel - HBF könnte gut eine Buslinie sein, die den Linienweg der N8 nutzt.
[www.swb-busundbahn.de]
Gut auch als Schnellbus.
Danke für die Zusammenstellung und was die Buslinie angeht, könnte man sehr einfach die 606 + 607 nach Oberkassel weiterfahren lassen.

Re: Bahnsteigsituation Oberkassel

geschrieben von: Christoph L

Datum: 24.11.20 12:44

Der Niederkasseler schrieb:
Guten Morgen zusammen,

ein kleiner Überblick zu den Sanierten Stadtbahnhöfen:

- Rheinaue (https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?005,9296656,9296656#msg-9296656 )

- Ramersdorf ( ://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?005,9198610,9210350#msg-9210350 )

- Bonn West

- Buschdorf

Eine Offizelle Liste ist mir nicht Bekannt.

In Bonn West wurden die Bahnsteigflächen noch nicht modernisiert. Diese Arbeiten stehen noch im nächsten Jahr an.

Re: Bahnsteigsituation Oberkassel

geschrieben von: Der Niederkasseler

Datum: 24.11.20 21:25

Gern Geschehen.

Im Niederflurbereich gibt es auch noch Bahnsteige die dringend Saniert werden müssen.

Bonn Hbf
Thomas-Mann-Straße
Rosental
Chlodwigplatz
LVR-Klinik
Das sind so die dringlichsten Niederflur Bahnsteige die Saniert werden müssten.


In Bonn West bezog ich mich auf Bahnsteigdach und Rückwand zur Linken Rheinseite, welche durchaus schick geworden ist.
Das hätte ich noch dazuschreiben sollen.
Stimmt die 606 oder 607 kann den Part nach Oberkassel gerne Übernehmen.

Bei einer in Ramersdorf endenden 62 könnte das Betrieblich sehr reizvoll werden.
Eventuell könnte diese eine Bahnsteig wende machen, und die Wendegleise in Ramersdorf und Oberkassel ausschließlich für Hochflur nutzen.
Dann könnte man die Übrigen Bahnsteige in Oberkassel Barrierefrei Umbauen.
Betrieblich könnte ich mir folgendes Vorstellen:

66: Siegburg - Beuel - HBF - Ramersdorf - Oberkassel - Königswinter - Bad Honnef

63: Buschdorf - Tannenbusch - HBF - Ramersdorf - Oberkassel

68/18: Bornheim - Dransdorf - HBF - Ramersdorf (Optional)

Mit Freundlichen Grüßen
Tim

Re: Bahnsteigsituation Oberkassel

geschrieben von: Mevissen4

Datum: 24.11.20 21:30

Zitat:
68/18: Bornheim - Dransdorf - HBF - Ramersdorf (Optional)

Sehr gerne. Damit müsste die 18 auch nicht mehr am HBF wenden. Nur irgendwo habe ich mal gelesen, dass solange die 18/68 noch eingleisige Abschnitte hat, diese nicht über den HBF hinausfährt.

Re: Bahnsteigsituation Oberkassel

geschrieben von: Schienenschiedsrichter

Datum: 24.11.20 21:57

Mevissen4 schrieb:
Zitat:
68/18: Bornheim - Dransdorf - HBF - Ramersdorf (Optional)

Sehr gerne. Damit müsste die 18 auch nicht mehr am HBF wenden. Nur irgendwo habe ich mal gelesen, dass solange die 18/68 noch eingleisige Abschnitte hat, diese nicht über den HBF hinausfährt.
Geht aber wenn es überhaupt sinnvoll ist nur bis die Stadtbahn Niederkassel kommt, sonst platzt der Tunnel und dann kann man nur noch in Deckung gehen. Sonst finde ich den Vorschlag des Niederkasselers gut.

Re: Bahnsteigsituation Oberkassel

geschrieben von: Gernot

Datum: 24.11.20 21:57

Der Niederkasseler schrieb:
Bei einer in Ramersdorf endenden 62 könnte das Betrieblich sehr reizvoll werden.
Eventuell könnte diese eine Bahnsteig wende machen, und die Wendegleise in Ramersdorf und Oberkassel ausschließlich für Hochflur nutzen.
Dann könnte man die Übrigen Bahnsteige in Oberkassel Barrierefrei Umbauen.
Betrieblich könnte ich mir folgendes Vorstellen:

66: Siegburg - Beuel - HBF - Ramersdorf - Oberkassel - Königswinter - Bad Honnef

63: Buschdorf - Tannenbusch - HBF - Ramersdorf - Oberkassel

68/18: Bornheim - Dransdorf - HBF - Ramersdorf (Optional)


Für welche Massen von Fahrgästen braucht man 4 Linien in Ramersdorf?

Re: Bahnsteigsituation Oberkassel

geschrieben von: Schienenschiedsrichter

Datum: 24.11.20 22:36

Gernot schrieb:
Für welche Massen von Fahrgästen braucht man 4 Linien in Ramersdorf?

Ist ja nicht so als wären es mit 62, 65, 66 und 68 nicht bisher auch vier Linien :P
Nein, ich unke natürlich, davon fahren ja nur zwei in regelmäßiger Taktung. Ich denke auch, dass vier zu viel ist, 66 und 63 würden da reichen.

Sanierte Bahnsteige

geschrieben von: Lz

Datum: Gestern, 08:50:13

Der Niederkasseler schrieb:
Guten Morgen zusammen,

ein kleiner Überblick zu den Sanierten Stadtbahnhöfen:

- Rheinaue (https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?005,9296656,9296656#msg-9296656 )

- Ramersdorf ( ://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?005,9198610,9210350#msg-9210350 )

- Bonn West

- Buschdorf

Eine Offizelle Liste ist mir nicht Bekannt.

Mit Freundlichen Grüßen
Tim
- Dransdorf ist auch kurz vor der Fertigstellung oder mittlerweile vllt. Auch schon fertig.


Gruß

Re: Sanierte Bahnsteige

geschrieben von: Mevissen4

Datum: Gestern, 09:07:19

Was sanieren die da eigentlich? Habe gesehen, dass sie an der Überdachung arbeiten und irgendwas am Bahnsteig selber. Aber was machen die am Bahnsteig selbst?

Tims Überlegung

geschrieben von: Lz

Datum: Gestern, 09:09:51

Der Niederkasseler schrieb:
Schade finde ich das man das Bendenfelder Gleis Hersel- Bonn Nord - Bonn HBF - Innenstadt nicht als 2 Innenstadtstrecke für Hoch als auch Niederflur Betrieb vorsieht, mit Gleisdreieck in Endenich.

Nur mal so kleine Hinweise und Anregungen
Mit Freundlichen Grüßen
Tim
Nur kurz zur Info, der Bf. Bonn-Nord lag nicht am „Bendenfelder Gleis“, sondern an der alten Trasse der Rheinuferbahn Höhe Nordfreidhof, heutiges Industriestammgleis.
Ansonsten halte ich von dem Vorschlag nicht viel. Das Gleis und den Übergang ins DB Netz sollte man dafür nutzen wofür sie da sind und die südwärts führen Ganzzüge aus dem Bereich Wesseling/Godorf drüber schicken, anstatt der Flaschenhals linke Rheinstrecke Eifeltor/Kalscheuren-Brühl-Bonn noch weiter zu verstopfen.

Gruß

Re: Sanierte Bahnsteige

geschrieben von: Lz

Datum: Gestern, 09:36:21

Mevissen4 schrieb:
Was sanieren die da eigentlich? Habe gesehen, dass sie an der Überdachung arbeiten und irgendwas am Bahnsteig selber. Aber was machen die am Bahnsteig selbst?
Ersatz Pützer Pilze, Bahnsteigmöblierung, Blindenleitstreifen, Beleuchtung, Oberflächenpflaster.

Gruß, Lz

Re: Sanierte Bahnsteige

geschrieben von: Mevissen4

Datum: Gestern, 09:40:25

OK, danke. Mir war jetzt außer der neuen Überdachung nichts aufgefallen.

Bei mir in Roisdorf West werden auch gerade die beiden Bahnsteige neu gemacht. Auch da habe ich bis jetzt keine Änderung gegenüber dem alten Stand gesehen. Ok, sie haben den Bahnsteig aufgerissen und irgendwelche Kabel verlegt.

Re: Sanierte Bahnsteige

geschrieben von: Lz

Datum: Gestern, 10:17:05

Mevissen4 schrieb:
OK, danke. Mir war jetzt außer der neuen Überdachung nichts aufgefallen.

Bei mir in Roisdorf West werden auch gerade die beiden Bahnsteige neu gemacht. Auch da habe ich bis jetzt keine Änderung gegenüber dem alten Stand gesehen. Ok, sie haben den Bahnsteig aufgerissen und irgendwelche Kabel verlegt.
Das Programm der HGK läuft schon lange, über 2 Jahre. Da wird ähnliches gemacht, geschätzt sind 80 % der Bahnsteige schon fertig. In Alfter, nördlich von Bornheim oder bei den Brühler Bahnsteigen kannst du dir anschauen wie es aussehen wird. Oder auf der Rheinuferstrecke von Köln bis Wesseling-Süd, das wurde Mitte der 2010er Jahre gemacht.
Die Kabel sind für die neue LED Beleuchtung und das Fahrgastinformationssystem.
Gemacht werden hier Beleuchtung, MoFIS, ggf. Bahnsteigkante, Wartehäuschen, Blindenleitstreifen, Oberflächen.

Gruß, Lz

Re: Tims Überlegung

geschrieben von: Gernot

Datum: Gestern, 12:05:51

Lz schrieb:
Der Niederkasseler schrieb:
Schade finde ich das man das Bendenfelder Gleis Hersel- Bonn Nord - Bonn HBF - Innenstadt nicht als 2 Innenstadtstrecke für Hoch als auch Niederflur Betrieb vorsieht, mit Gleisdreieck in Endenich.

Nur mal so kleine Hinweise und Anregungen
Mit Freundlichen Grüßen
Tim
Nur kurz zur Info, der Bf. Bonn-Nord lag nicht am „Bendenfelder Gleis“, sondern an der alten Trasse der Rheinuferbahn Höhe Nordfreidhof, heutiges Industriestammgleis.
Ansonsten halte ich von dem Vorschlag nicht viel. Das Gleis und den Übergang ins DB Netz sollte man dafür nutzen wofür sie da sind und die südwärts führen Ganzzüge aus dem Bereich Wesseling/Godorf drüber schicken, anstatt der Flaschenhals linke Rheinstrecke Eifeltor/Kalscheuren-Brühl-Bonn noch weiter zu verstopfen.

Und was machst du dann mit den Haltepunkten zwischen Hersel und Wesseling Süd? Da braucht man entweder eine Güterumfahrung oder es gibt keinen barrierefreien Einstieg am 90 cm Hochbahnsteig. Die Übergabe Bonn-Bendenfeld war m.W. in erster Linie für den Güterverkehr im Bereich Bonn-Nord gedacht und nicht für den Güterverkehr aus/nach Wesseling. Der läuft traditionell über Vochem. Und den Flaschenhals der linken Rheinstrecke hast du auf der ganzen Strecke zwischen Mainz und Kalscheuren. Da machen die paar Kilometer zwischen Bendenfeld und Vochem keinen großen Unterschied.

Re: Tims Überlegung

geschrieben von: Lz

Datum: Gestern, 12:58:43

Gernot schrieb:
Und den Flaschenhals der linken Rheinstrecke hast du auf der ganzen Strecke zwischen Mainz und Kalscheuren. Da machen die paar Kilometer zwischen Bendenfeld und Vochem keinen großen Unterschied.

Lieber Gernot,
die seit 9.12.2016 gültige Überlastungserklärung der DB Netz gilt „nur“ auf dem Abschnitt Kalscheuren-Remagen. [www.dbnetze.com]
Des Weiteren enden bekanntlich von Norden kommende Züge in Bonn Hbf und Bonn Mehlem.
Auch wenn ich dir Zustimme dass, das vielleicht nur ein kleines Teilchen ist, aber ob das kein großer Unterschied kann wohl nur die zuständige Stelle bei der DB Netz entscheiden. Arbeitest du da, oder kannst du das anderweitig belegen.

Unabhängig von der Historischen Funktion, im Köln-Bonner Verkehrsmagazin gab es mal tolle Fotos von einer Lü Sendung auf der südlichen Rheinuferbahn für Wesseling/Godorf, gibt es seit ein paar Jahren südwärts führende Ganzzüge (wie bereits geschrieben) mit Start/Ziel Bf. Wesseling. Die aktuelle Betriebsabwicklung macht einen Umweg über Eifeltor und doppeltes Kopfmachen (Vochem und Eifeltor), das wäre bei Bendenfeld entbehrlich. Das macht keinen großen Unterschied ???

Ergänzung:
Zitat Gernot:
„Die Übergabe Bonn-Bendenfeld war m.W. in erster Linie für den Güterverkehr im Bereich Bonn-Nord gedacht und nicht für den Güterverkehr
aus/nach Wesseling. Der läuft traditionell über Vochem“

Für nach Norden führenden Verkehr und für Einzelwagen mit „Verarbeitung“ in Gremberg oder Kalk macht ein Weg über Vochem auch Sinn. Für Ganzzüge nach Süden ist das aber was anderes


Gruß, Lz



1-mal bearbeitet. Zuletzt am gestern, 13:25:26.

Re: Tims Überlegung

geschrieben von: Lz

Datum: Gestern, 13:32:22

Gernot schrieb:
Zitat:
Und was machst du dann mit den Haltepunkten zwischen Hersel und Wesseling Süd? Da braucht man entweder eine Güterumfahrung oder es gibt keinen barrierefreien Einstieg am 90 cm Hochbahnsteig.
Diese Frage würde ich gerne mit einer Gegenfrage beantworten. Wie macht man das bei all den anderen Eisenbahnstrecken? Das „Problem“ ist ja bei der Eisenbahn ein Bekanntes.

Gruß, Lz

Re: Tims Überlegung

geschrieben von: Der Niederkasseler

Datum: Gestern, 15:02:48

Guten Tag zusammen,

Mir geht es bei dem Gleis (Hersel - Bonn Nord eigentlich darum das man mal überlegen sollte eine 2 Stammstrecke zu planen.
Und ab Hersel, hat man zum einen die Rheinuferbahn 16/63 und in Dransdorf die Vorgebirgsbahn 18/68 (68 wenn man die doch irgendwie behalten möchte), Sprich 4 Stadtbahnlinien.

Ein Möglicher Streckenverlauf der 2 Stammstrecke wäre dann wie folgt:

Am Betriebshof der SWB in Dransdorf in ein Tunnel.
Unter der S23 Strecke weiter am ehemaligen Schlachthof vorbei, Übergang zur Westbahn an der Verdistraße.
An der 565 entlang zur Campusallee um die Uni anzubinden.
Auf Höhe des Botanischen Gartens dem Straßenverlauf der Reuterstraße Unterirdisch folgen.
Ab Ecke Reuterstraße/Willy-Brand-Allee Verknüpfung zur aktuellen Stammstrecke (Haltestelle hier Heussallee).

Ab Reuterstraße auf die Hausdorffstraße.
Dort dem Verlauf der 61/62 bis Dottendorf folgen.
Ab Quirinusplatz entweder auf die Kessenicher Straße oder Servatiusstraße Richtung Bad Godesberg.
Von der Friesdorfer Straße unter Bad Godesberg zur Stadthalle.
Bestmöglich ab dort auf die Deutschherrenstraße an Muffendorf und Lannesdorf vorbei um zum Endpunkt Mehlem zu gelangen. (Auch wenn hier Oberirdisch geplant wird).


Vorteile der Streckenvariante:
Man bindet Stadtbahn ferne Stadtteile an das Netz an (Endenich/ Weststadt/ Poppelsdorf/ Friesdorf/ Muffendorf/ Lannesdorf/ Mehlem).
Die Uni hätte einen Stadtbahnanschluss, wenn auch nicht Richtung HBF, Innenstadt.
Es würde in Tannenbusch/ Dransdorf/ Heussallee/ Stadthaus auch Verknüpfungen zur Stammstrecke geben, um bei Bauarbeiten, Störungen Betrieblich Flexibel zu sein.

Nachteile der Strecke:
Die Strecke geht grade im Nordteil (Endenich/ Weststadt) an den Menschen vorbei.
Bonn würde bei den Bauarbeiten im Stau versinken.
Eine Einbindung der 66/67 und der Zukünftigen 17 wäre so unmöglich.

Ein Betriebskonzept könnte wie folgt aussehen:

Stammstrecke:

16: (Köln - Wesseling - HBF - Bad Godesberg)

17: (Köln - Niederkassel - HBF)

18: (Köln - Brühl - HBF - Ramersdorf)

66: (Siegburg - HBF - Ramersdorf - Bad Honnef)

67: (Siegburg - HBF - Bad Godesberg)

2 Stammstrecke:

63: ( Buschdorf - Uni - Heussallee - (Ramersdorf - Oberkassel).

64: ( (Wesseling) - Hersel - Uni - Bad Godesberg - Mehelem)

68: (Bornheim - Uni - Bad Godesberg - Mehlem


Noch Kurz zu Situation Ramersdorf:

4 Linien sind wahrscheinlich wirklich zu viel.
Um eine Schnellere Barrierefreie zwischen Oberkassel und Ramersdorf zu schaffen, würde ich 62 und 63 tauschen.
Also 63 Hochflur bis Oberkassel und 62 Niederflur in Ramersdorf.
Die Variante könnte könnte auch recht Schnell (2023) umsetzbar sein, die 62 kann entweder eine Bahnsteigwende machen oder das Wendegleis nutzen.
Einzig die Haltestellen müssten recht Schnell Barrierfrei Ausgebaut werden.

Mit Freundlichen Grüßen
Tim

Re: Tims Überlegung

geschrieben von: Gernot

Datum: Gestern, 17:03:00

Lz schrieb:
Gernot schrieb:
Zitat:
Und was machst du dann mit den Haltepunkten zwischen Hersel und Wesseling Süd? Da braucht man entweder eine Güterumfahrung oder es gibt keinen barrierefreien Einstieg am 90 cm Hochbahnsteig.
Diese Frage würde ich gerne mit einer Gegenfrage beantworten. Wie macht man das bei all den anderen Eisenbahnstrecken? Das „Problem“ ist ja bei der Eisenbahn ein Bekanntes.


Und welche Eisenbahnstrecken sind dir bekannt, welche sowohl das Eisenbahn-Lichtraumprofil erlauben als auch 90 cm hohe Bahnsteige für 2,65 m breite Stadtbahnwagen aufweisen? Ohne umfangreiche und teure Umbauten (3. Gleis) geht da nichts.

Re: Tims Überlegung

geschrieben von: Schienenschiedsrichter

Datum: Gestern, 17:13:41

Gernot schrieb:
Ohne umfangreiche und teure Umbauten (3. Gleis) geht da nichts.

Ein drittes Geleis nur für den Bahnhofsbereich sollte doch aber kein Hexenwerk sein...

Hochbahnsteige und Güterverkehr ...

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: Gestern, 17:21:44

so macht man es zwischen Rotterdam und Hoek van Holland - also in der Patenstadt von Köln

"Spoorenplan"

und

Stadtbahn und Güterzug

Wo ein Wille, da findet sich ein Weg.

Der Lehrer und KVB-Vorstand (und HGK-Vorstandseinflüsterer über den Stadtwerke Köln Konzern) Jürgen Fenske hatte sich in eine Interview, irgendwo auf facebook nachzuschauen, für die Umstellung auf Straßenbahnbetrieb ausgesprochen und auch den Rodenkirchener den gleichen Floh ins Ohr gesetzt "... dann sind die Bahnübergänge weniger lange zu ... ."

Als KVB-Vorstand hat Fenske dies sicherlich gedurft - als zeitgleicher VDV-Präsident ist dies doch ganz schön blamabel.
Da werden aus der Kamakestraße zu Köln Hochglanzbroschüren mit den Worten "Wir fordern Reaktivierungen! Wir fordern Resilenzen!" verschickt und der eigene Präsident arbeitet in seinem Zuständigkeitsbereich dagegen.
Blamabel !

Re: Tims Überlegung

geschrieben von: Christoph L

Datum: Gestern, 17:46:40

Gernot schrieb:
Lz schrieb:
Gernot schrieb:
Zitat:
Und was machst du dann mit den Haltepunkten zwischen Hersel und Wesseling Süd? Da braucht man entweder eine Güterumfahrung oder es gibt keinen barrierefreien Einstieg am 90 cm Hochbahnsteig.
Diese Frage würde ich gerne mit einer Gegenfrage beantworten. Wie macht man das bei all den anderen Eisenbahnstrecken? Das „Problem“ ist ja bei der Eisenbahn ein Bekanntes.


Und welche Eisenbahnstrecken sind dir bekannt, welche sowohl das Eisenbahn-Lichtraumprofil erlauben als auch 90 cm hohe Bahnsteige für 2,65 m breite Stadtbahnwagen aufweisen? Ohne umfangreiche und teure Umbauten (3. Gleis) geht da nichts.
Das sogenannte „Kasseler Modell“ mit Vierschienengleis tut es auch.

Re: Hochbahnsteige und Güterverkehr ...

geschrieben von: Schienenschiedsrichter

Datum: Gestern, 21:50:39

TBOAR (bt) schrieb:
so macht man es zwischen Rotterdam und Hoek van Holland - also in der Patenstadt von Köln

"Spoorenplan"

und

Stadtbahn und Güterzug

Wo ein Wille, da findet sich ein Weg.

Der Lehrer und KVB-Vorstand (und HGK-Vorstandseinflüsterer über den Stadtwerke Köln Konzern) Jürgen Fenske hatte sich in eine Interview, irgendwo auf facebook nachzuschauen, für die Umstellung auf Straßenbahnbetrieb ausgesprochen und auch den Rodenkirchener den gleichen Floh ins Ohr gesetzt "... dann sind die Bahnübergänge weniger lange zu ... ."

Als KVB-Vorstand hat Fenske dies sicherlich gedurft - als zeitgleicher VDV-Präsident ist dies doch ganz schön blamabel.
Da werden aus der Kamakestraße zu Köln Hochglanzbroschüren mit den Worten "Wir fordern Reaktivierungen! Wir fordern Resilenzen!" verschickt und der eigene Präsident arbeitet in seinem Zuständigkeitsbereich dagegen.
Blamabel !
Was spricht gegen die Umstellung?

Re: Hochbahnsteige und Güterverkehr ...

geschrieben von: Christoph L

Datum: Heute, 07:15:21

Schienenschiedsrichter schrieb:
Was spricht gegen die Umstellung?
Wenn die Bonner die Rheinuferbahn nach BOStrab betreiben würden, hätte ich nichtmal so große Sorgen. Die ehemalige Infrastruktur der KBE auf Bonner Stadtgebiet hat auch nach fast 30 Jahren Übername durch die SWB noch fast das technische Niveau einer Eisenbahn, wenn auch die Höchstgeschwindigkeit inzwischen teilweise herabgesenkt wurde.

Die KVB-Infrastruktur ist trotz der hohen Verkehrsleistungen teilweise auf einem primitiven Niveau bezüglich Trassierung, Betriebsführung und Instandhaltung. Endhaltestellen wie z. B. Butzweiler Hof mit kleinen Weichen und ohne Fahrwegsicherung sind ein Unding. Bei der Trassierung fehlen oft Übergangsbögen und Überhöhung der Gleise, so dass man in jedem zweiten Gleisbogen von den ungeformten Plastiksitzen rutscht. Für mehr als 70 km/h genügt das nicht.
Vielen Dank, aber auf der Überlandstrecke brauche ich das nicht!

Re: Hochbahnsteige und allgem. Eisenbahnverkehr ...

geschrieben von: Lz

Datum: Heute, 07:49:12

Schienenschiedsrichter schrieb:
Was spricht gegen die Umstellung?
Hast du die Beiträge 7 bzw 12 über deinem Beitrag gelesen ?
Willst du wirklich hochwertige Eisenbahninfrastruktur zerstören, in einer Zeit wo alles von Reaktivierung redet und froh ist wenn die Strecken noch nicht „entwidmet sind?
Außerdem wie oben geschrieben könnte über Bendenfeld die linke Rheinstrecke einfach und recht kurzfristig von 6 Güterzügen, im Abschnitt Eifeltor-Brühl sogar von 12 Zügen werktäglich entlastet werden.

Gruß, Lz

Ergänzung:
Wo oben das Stichwort Resilenzen gefallen ist,
Bendenfeld ist genau diese Resilenz für das gesamte Südnetz der HGK, mit großen Anschließern der chem. Industrie. Man denke an „Niederlahnstein“, das im Brühl Gbf oder in Vochem, dass wäre richtig übel!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am heute, 08:28:07.

Re: Tims Überlegung

geschrieben von: Lz

Datum: Heute, 10:24:02

Gernot schrieb:
Lz schrieb:
Gernot schrieb:
Zitat:
Und was machst du dann mit den Haltepunkten zwischen Hersel und Wesseling Süd? Da braucht man entweder eine Güterumfahrung oder es gibt keinen barrierefreien Einstieg am 90 cm Hochbahnsteig.
Diese Frage würde ich gerne mit einer Gegenfrage beantworten. Wie macht man das bei all den anderen Eisenbahnstrecken? Das „Problem“ ist ja bei der Eisenbahn ein Bekanntes.


Und welche Eisenbahnstrecken sind dir bekannt, welche sowohl das Eisenbahn-Lichtraumprofil erlauben als auch 90 cm hohe Bahnsteige für 2,65 m breite Stadtbahnwagen aufweisen? Ohne umfangreiche und teure Umbauten (3. Gleis) geht da nichts.
Auf die Schnelle fällt mir da auch keine zweite solche Konstellation ein. Das ist aber auch irrelevant und deine Schlussfolgerung ist schlicht falsch. Das Thema Barrierefreiheit gibt es sowohl bei 55, 76, 90, 96 (und bestimmt noch anderen) Bahnsteighöhen, auch sind Eisenbahnfahrzeuge unterschiedlich breit, auch wenn die Stadtbahnen mit 2,65 m wohl eher die untere Breite darstellen.

Grundsätzlich gibt es drei Wege:
- fahrzeugseitige Lösungen
- infrastrukturseitige Lösungen
- keine bzw. keine vollständige Barrierefreiheit (Status Quo, seit 1978)

Die fahrzeugseitigen Lösungen sind wohl die Lösungen mit der weitesten Verbreitung im Eisenbahnbereich, sprich die Fahrzeuge haben entsprechende Schiebe-, Hub-, usw. tritte, jeweils auf der nötigen Bahnsteighöhe, ggf. auch mehrere oder kombinierte Systeme. Gibts übrigens auch für die hier verwendeten Stadtbahnwagen am Markt zu kaufen, siehe Fa. S&S, Mühlhausen. Gibt aber vielleicht auch noch andere, möchte hier keine Werbung machen.
Die infrastrukturseitigen Lösungen, da gibt es auch unterschiedliche Lösungen: Die schon angesprochenen Gleisverschlingungen/Umfahrungen wie „Kasseler“ oder „Rotterdamer“ Modell, oder ein drittes Gleis (im Bahnsteigbereich), oder auch versetzte Bahnsteige mit sechs Weichen zur Umfahrung im Gegengleis (schwächt natürlich die Leistungsfähigkeit der Strecke).
Bei fehlender oder eingeschränkter Barrierfreiheit hat man entweder den Status Quo von 35 auf 92-100 cm Höhe oder man baut Hochbahnsteige mit Eisenbahnprofil ob mit 90 oder 96 cm ist erstmal egal. Bei 96 cm wäre die Höhendifferenz kleiner, allerdings weiss ich nicht wie weit die Aussenschwingtüren der 2200 und 2300 Kölner B-Wagen ausschwenken.
Es würde ein Spalt von 34 cm bleiben allerdings auf annähernd gleicher Höhe. Dies sind fünf Zentimeter mehr als bei bspw. der Eifel- oder Voreifelbahn. Rechtlich ist das mit betrieblichen Maßnahmen zulässig, wie das beispielsweise in Witterschlick tagtäglich mit der Durchsage der nicht ausfahrenden Trittstufen passiert. Das ist für Eltern mit Kinderwagen und eingeschränkte Fußgänger kein Problem. Für Rollstuhlfahrer mag ist das nicht beurteilen, da fehlt mir die persönliche Betroffenheit (im direkten Bekanntenkreis). Ich hab zwar auch schon einen jungen Rolli-Fahrer erlebt, der selbstständig von den 35 cm Bahnsteigen in einen B-Wagen einstieg und meine Hilfe ablehnte weil er „prima allein klarkommt“. Das ist aber sicher eine Ausnahme. Bei gleicher Höhe mag das schon anders aussehen. Ggf. müssen noch die Überfahrrampen durch den Triebfahrzeugführer eingesetzt werden, das will das EVU KVB zwar nicht, aber ehrlich gesagt verstehe ich nicht warum das dem Busfahrer zumutbar ist, aber dem Tfzf der Stadtbahn nicht.
Diese Lösung ist sicherlich nicht perfekt aber eine deutliche Verbesserung zum Status Quo und eine weitere Optimierung mit einer der beiden anderen Lösungen wäre dann auswärtskompatibel immer noch möglich.

Gruß, Lz



1-mal bearbeitet. Zuletzt am heute, 10:25:30.