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Re: ? Historische Tatra-Großzüge

geschrieben von: monti

Datum: 11.10.20 08:39

SES schrieb:
"Tatra TGZ war in Halle von Anfang an geplant."

An dieser Stelle verweise ich auf diverse Literatur zu Leipzig und dem Tatra und das es eine Leipziger Erfindung ist. Läßt sich Nachweisen. Ob es Richtig ist, wer weiß. Magdeburg hat ja nur den "Störschalter" beigesteuert.
Selbst für den Heck-an-Heck-Betrieb wurde der passende Adapter erfunden und in Halle erstmalig nachgenutzt. Was stimmt, gute Frage.

Woraus entstand der Copper TGZ und wann?
Ich habe nichts gegen ein TGZ-C in Halle.

Der Rest war eine Anspielung auf ein Konzept was Möglichst je Grundtyp ein Fahrzeug aufzuheben vor sieht. Und je nach Umfang (da streiten man sich wie Umfangreich) ein Umbau einen eigenständigen Typ darstellt.
So wie für jeden Beiwagen ein passenden Tw..
Beginn Erprobung Großzug in Halle ab Mitte September 1969. Für Leipzig findet man weniger genaue Angaben in Form von Sommer/Herbst 1969 und das ist im Zusammenhang mit der Steigerung der Arbeitsproduktivität des Fahrpersonals genannt. Ursprünglich setzte man in Leipzig nur auf den Tatrazug aus T4D+B4D, was man auf frühen Aufnahmen am fehlenden E-Teil auf der Kupplung an der Triebwagenfront erkennt. Aber zu den genauen Zeitpunkt der "Erfindung" des Großzuges widersprechen sich selbst in der Firmenchronik der LVB von 1996 die Angaben leicht. Das "Leipziger System" Großzug lässt sich aber erst für 1970 sicher nachweisen.

Die Chopper entstanden in Halle durch Modernisierung von T4D und B4D durch den Mittenwalder Gerätebau (MGB) und der AEG ab 1991. Es wurden immer komplette Großzüge modernisiert.

Re: Tatra-Großzüge

geschrieben von: Silvio Kopte

Datum: 11.10.20 12:31

Nun verfolge ich die Diskussion in diesem Beitragsfaden schon eine Weile.
Besonders das zunehmende Rumgeheule des Leipziger Teilnehmers mit den drei Großbuchstaben steigert mein Amüsement.

Aber die wiederholte Falschaussage die Betriebsform Tatragroßzug betreffend bedarf einer Richtigstellung.

SES schrieb:
Zitat:
Muss es die Leipziger Erfindung Tatragroßzug sein?
sowie

SES schrieb:
dass es eine Leipziger Erfindung ist. Läßt sich nachweisen.
Auf diesen Nachweis bin ich nun aber gespannt! Bitte! Ich bin stets an neuesten Informationen interessiert.

Als hätten Mitte der sechziger Jahre die LVB die Initiative ergriffen, sich drei T3 aus der laufenden Produktion für Prag von ČKD auszuleihen und u.a. in Dreifachtraktion ("Großzug") zu erproben und anschließend gemeinsam mit ČKD einen für die Dresdner/deutschen Verhältnisse passenden Typen zu entwickeln und einen Baumusterzug, bestehend aus zwei Trieb- und einem Beiwagen, in Auftrag zu geben...

Daß dieser dann nicht als kompletter Großzug nach Dresden geliefert worden ist, ist eine andere Geschichte.

Ätschebätsch! Jetzt kannste ja noch ä bissl fänsen und mit mir dikschn.

Viele Grüße aus Dräsdn

Du weißt schon, Finger in'n A... und so weiter.

Re: Tatra-Großzüge

geschrieben von: BJ1964

Datum: 11.10.20 16:57

Die "Erfindung" Leipzigs war lediglich, das der zweite Triebwagen abgebügelt fahren konnte und vom ersten Tw. mit Strom versorgt wurde. Dadurch konnte man sich den Einbau von Weichenverriegelungen sparen, mußte aber die T4D mit Doppel-Schleifleiste auf den Stromabnehmern ausstatten.
Die B4D wurden ja extra für die DDR entwickelt, um auch Großzüge bilden zu können.
Auch in Magdeburg gab es schon 1969 einen testweisen Linieneinsatz eines Großzuges auf der Linie 2, während Leipzig erst 1970 den TGZ testete.
Bevor die ersten Tatras in Dresden eintrafen, simulierte man (lt. Chronik "125 J. Straßenbahn in Dresden") alle möglichen Zugbildungsvarianten mit Gotha T4/B4. Dabei wurde auch als Großzug gefahren, wobei wg. fehlender Mehrfachsteuerung beide Tw. mit Fahren besetzt waren und sich verständigen mußten über Fahr-und Bremsbefehle.

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+++Freundliche Grüße aus der Straßenbahnstadt Leipzig vom ehemaligen "Bimmelkutscher" Frank/Baujahr 1964+++

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