DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 05 - Straßenbahn-Forum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
Aktuelle Bilder, Berichte, News, Fragen und Antworten zum Thema Straßenbahn - Sonstiger ÖPNV ist gestattet.
Historische Aufnahmen sind im Historischen Forum willkommen. Hier befindet sich das Bus-Forum (auch für O-Busse).
Seiten: 1 2 All Angemeldet: -
Hallo zusammen,

so könnte man den Artikel zusammenfassen, der heute in der Lokalpresse publiziert wurde: [www.waz.de]

Das Wesentliche sei hier im Rahmen eines Gedächtnisprotokolls nach der Lektüre wiedergegeben:

  • Von 45 GT10NC-DU seien noch 37 Fahrzeuge im Bestand.
  • Acht Bahnen können nicht mehr saniert werden [Zwei sind m. W. schon verschrottet worden.].
  • Seit dem 21.09. sind auch die 901-HVZ-Fahrten an W(Sa) zwischen Duisburg Hbf (nicht Zoo/Uni) und Laar Scholtenhofstraße komplett und bis auf Weiteres auf SEV-Bus umgestellt.
  • Grund dafür seien durch die Corona-Pandemie nicht dauerhaft verfügbare Ersatzteile. Daher sei ein normaler Betrieb der Grunewalder Werkstatt nicht möglich gewesen und die Arbeiten müssten nun an zahlreichen GT10NC-DU gleichzeitig durchgeführt werden.
  • Der 2015 eingerichtete Dauer-SEV zwischen Scholtenhofstraße und Obermarxloh Schleife an W(Sa) von 6 bis 20 Uhr bleibt unabhängig bestehen.
  • Der erste Prototyp der NF4 soll in kommenden Wochen im Netz und nicht nur auf dem Betriebshof getestet werden, natürlich ohne Fahrgäste.
  • Schwerpunkt sollen hier die engen Kurven im Netz sein (Ruhrort z.B.).
  • Der zweite Prototyp soll im November eintreffen.
  • Was mit den sanierten GT10NC-DU nach Lieferung der NF4 passiert, sei weiterhin nicht klar.

  • Persönliche Prognose: Bis genug NF4 für den Betrieb mit Fahrgästen verfügbar sind (Planung: Sommer 2021, mit üblichen längeren Verzögerungen ist zu rechnen), bleiben beide SEV-Verkehre unabhängig voneinander bestehen. Und die GT10NC-DU gehen dann allesamt trotz Sanierung beschleunigt in den Schrott, wenn alle NF4 in Betrieb sind. Um diese zu behalten und damit den für eine Fast-500.000-Einwohner-Großstadt katastrophalen ÖPNV auf Dorfniveau zu verbessern, z. B. durch Taktverdichtungen und weitere Zusatzfahrten, ist weder politischer Wille da noch Geld. Die Pro-Auto-Politik wird ungebremst weitergehen. Kennzahl am Rande: Bei knapp 500.000 Einwohnern sind aktuell knapp 290.000 Fahrzeuge zugelassen. Ein neuer Rekord und Höchststand. Hier gibt man sich bei der informellen großen Koalition aus SPD und CDU im Stadtrat inzwischen noch nicht einmal mehr die Mühe, wenigstens pro forma einen auf Klima-Öko-Verkehrswende etc. bla bla zu machen.

    Es grüßt der Ruhrrevierbahner
    Wenn ich sowas sehe/lese, frage ich mich immer, wieso nie über die Kosten des privaten PKW Verkehrs gesprochen wird.
    Immerhin der teuerste Posten im Budget der Kommunen...
    Duisburg ist aufgrund seiner räumlichen Nord-Süd-Struktur mit seinen Verwebungen mit dem umliegenden Niederrhein schwer autoärmer zu kriegen und die Strassenbahn zu stärken. Sitzkomfort gab es gestern nicht und wird es erst recht nicht mit dem NF4 geben.
    Dank dem EVAG-Abenteuer wurde es nicht besser.
    Keine bzw verschlafene Zeit um das Schienennetz aufzuweiten für 2,65 Fahrzeuge. Nur der Süden partizipiert vom B-Wagen-Komfort. Als arme Kommune reagiert Mann nur auf auf Notrufe aus der DVG.
    Ein Blick nach Braunschweig zeigt mehrer Fahrzeugtypen in kleinen Stückzahlen belasten die Finanzen immer nur in bezahlbaren Häppchen. Jetzt die NF4 in großen Stückzahlen ist aus dem Zwang alle Gt8 verlängert auf Gt10 NF schlagartig auszutauschen.
    Was pro Stück preiswerter erscheint ist in der Summe manchmal unbezahlbar und blockiert andere Investitionen.
    baryard schrieb:
    Wenn ich sowas sehe/lese, frage ich mich immer, wieso nie über die Kosten des privaten PKW Verkehrs gesprochen wird.
    Immerhin der teuerste Posten im Budget der Kommunen...
    Man schlachtet doch keine heilige Kuh! Was in Duisburg abgeht, ist auch nicht mehr normal. Das ist nicht allein der Armut dieser Stadt zuzuschreiben. Es ist einfach jahrelange Schlamperei.

    Helge
    ingo st. schrieb:
    Duisburg ist aufgrund seiner räumlichen Nord-Süd-Struktur mit seinen Verwebungen mit dem umliegenden Niederrhein schwer autoärmer zu kriegen und die Strassenbahn zu stärken...
    Früher ging es doch auch?! Duisburg ist zur Stadt mit einem Autobahn- und Schnellstraßennetz verbaut worden. Der ÖPNV dagegen regelrecht amputiert und unattraktiv gemacht worden.
    Bis in die 50er existierte nicht nur ein Nordsüdnetz, sondern zahlreiche Linien kreuzten in Ostwestrichtung. Leider wurde viel stillgelegt anstatt, wenn man einmal dabei ist, konsequent umgespurt und optimiert. Da wäre noch so manches gegangen.

    Helge
    ingo st. schrieb:
    Duisburg ist aufgrund seiner räumlichen Nord-Süd-Struktur mit seinen Verwebungen mit dem umliegenden Niederrhein schwer autoärmer zu kriegen und die Strassenbahn zu stärken.
    Guten Morgen,

    wenn ich solche Aussagen lese, dann weiss ich wieder, warum in NRW Polit-Versager von Land bis Kommunen auch die nächsten Jahrzehnte beim Nahverkehr nichts unternehmen werden und auch gar nicht müssen - die Bevölkerung ist ja mit auf der Linie, dass das Auto der heiligste Gral von allen ist. Man möchte brechen.

    Freundliche Grüße
    Tobias

    "Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
    (aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

    ingo st. schrieb:
    Duisburg ist aufgrund seiner räumlichen Nord-Süd-Struktur mit seinen Verwebungen mit dem umliegenden Niederrhein schwer autoärmer zu kriegen und die Strassenbahn zu stärken. Sitzkomfort gab es gestern nicht und wird es erst recht nicht mit dem NF4 geben.

    Die entfallene Feinerschließung von Duissern sowie die Stilllegung in Teilen von Neudorf haben die Situation leider nicht besser gemacht. Auch der Bereich der Siedlung Am Kanal ist nun völlig unzureichend an die City erschlossen. Im Bereich Obermarxloh, Kampstr und Hermannstr gibt es mehr Potential ein paar Haltestellen tiefer in den Stadtteil reinzufahren.
    Und dann wären da noch die linksrheinischen Stadtteile Homberg und Rheinhausen.

    Plastik war zwar ab der dritten Serie GT8NCDU verbaut aber wenigstens ergonomisch und jeder Fahrgast hatte 5 cm mehr Breite zur Verfügung als künftig.



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.10.20 12:17.
    Ruhrrevierbahner schrieb:
    Persönliche Prognose: Bis genug NF4 für den Betrieb mit Fahrgästen verfügbar sind (Planung: Sommer 2021, mit üblichen längeren Verzögerungen ist zu rechnen), bleiben beide SEV-Verkehre unabhängig voneinander bestehen. Und die GT10NC-DU gehen dann allesamt trotz Sanierung beschleunigt in den Schrott, wenn alle NF4 in Betrieb sind. Um diese zu behalten und damit den für eine Fast-500.000-Einwohner-Großstadt katastrophalen ÖPNV auf Dorfniveau zu verbessern, z. B. durch Taktverdichtungen und weitere Zusatzfahrten, ist weder politischer Wille da noch Geld. Die Pro-Auto-Politik wird ungebremst weitergehen. Kennzahl am Rande: Bei knapp 500.000 Einwohnern sind aktuell knapp 290.000 Fahrzeuge zugelassen. Ein neuer Rekord und Höchststand. Hier gibt man sich bei der informellen großen Koalition aus SPD und CDU im Stadtrat inzwischen noch nicht einmal mehr die Mühe, wenigstens pro forma einen auf Klima-Öko-Verkehrswende etc. bla bla zu machen.
    Hallo,

    der ÖPNV auf Dorfniveau verfügt jedoch über einen doppelstöckigen Stadtbahntunnel unter der Innenstadt. Schon vor knapp 30 Jahren zur Eröffnung dieses Bauwerks habe ich nicht verstanden, wie eine derartige Infrastruktur errichtet werden kann, um dann ab Samstag Nachmittag für den Rest des Wochenendes dort im 30-Minuten-Takt zu fahren. Das ist in meinen Augen eine Zweckentfremdung öffentlicher Mittel größeren Ausmaßes.

    Immerhin wird auf der Linie 903 inzwischen ein weitaus dichterer Takt gefahren. Durchgehender 7/8-Minuten-Takt auch bis Samstag abends zwischen Innenstadt und Walsum ist ja durchaus akzeptabel. Mo-Fr zur HVZ fährt auch die U79 alle 10 Minuten, so dass auf dem Abschnitt Hbf - Meiderich ein absolut großstadttaugliches Angebot existiert. Erweitert werden könnte das noch durch längere Fahrzeuge. Zumindest im Tunnel sollten Doppeltraktionen auf der 903 möglich sein. Betrieblich vorgesehen sind sie allerdings nicht. Das wäre schon mal ein Hebel, an dem man ansetzen könnte, auf dem leistungsfähigsten Netzabschnitt die Kapazität zu steigern, wobei die neuen Fahrzeuge auch dafür offenbar nicht ausgelegt sind, oder? Darüber hinaus wären weitere Fahrten der U79 samstags und sonntags möglich, um das Angebot zu verbessern.

    Das Problem bleibt jedoch offenbar die 901. Der aufwändige Tunnel hat dieser Linie praktisch keinen Fahrtzeitgewinn gebracht, ganz im Gegenteil zum mittlerweile bis Meiderich reichenden Tunnels der 903. Die Fahrt zum Beispiel vom Hbf in Richtung Thyssen Verwaltung ist auf dem direkten Weg über die 901 laut Fahrplan nur eine Minuten schneller als die Umsteigeverbindung mit der 903 bis Hamborn Rathaus und dann weiter per Bus Linie 908. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern,es sei denn man führt Expressfahrten ein, die ein paar Minuten rausholen.

    Weiß jemand, wieviele Fahrzeuge in den Spitzenzeiten auf der 903 benötigt werden? Diese Linie wird aufgrund ihrer größeren Attraktivität durch kürzere Fahrtzeiten offenbar bevorzugt bedient, was grundsätzlich in Ordnung ist, siehe Eingangsbemerkung zur Intensität der Tunnelnutzung. Der Ruhrtunnel scheint jedenfalls angemessen ausgelastet.

    Für die 901 bleiben offenbar kaum genug Fahrzeuge.

    Die Prognose zum Wagenpark teile ich. Vermutlich wird eine Ausmusterung aller Altfahrzeuge parallel zur Einführung der neuen Generation erfolgen. Dann sind 47 Fahrzeuge vorhanden. Für den vollen Betrieb der 901 alle 10 Minuten von Mülheim bis Obermarxloh sollten bei 63 Minuten Fahrtzeit mind. 15-16 Kurse erforderlich sein. Bleiben mehr als 20 Kurse für die 903. Damit müsste der 7/8-Minuten-Takt sogar auf der Gesamtstrecke möglich sein, alternativ das bisherige Konzept mit einer Verdichtung auf 5 Minuten auf Teilstrecken.

    Warum man es jedoch seit Jahren nicht hinbekommt, genügend Fahrzeuge für die aktuellen Fahrpläne betriebsbereit zu haben, kann ich nicht sagen. Da scheinen ja gravierende Werkstattprobleme zu herrschen, deren Ursachen ich nicht kenne.

    Neue Strecken sehe ich in Duisburg auch nicht, es wird darauf ankommen, den Status quo zu halten und die Strecke der 901 nicht zu kürzen. Vielleicht sind auch neue Fahrbeziehungen sinnvoll, zum Beispiel ein Rundverkehr Hbf - Ruhrort - Pollmann - Meiderich - Hbf. Oder ist das tunnelseitig gar nicht möglich?
    In Duisburg ist und bleibt alles so miserabel. Das immer wiederkehrende Argument des fehlenden Geldes ist das Eingeständnis von flächendeckender Dummheit. Politik und Verwaltung lehnen eine Verbesserung des ÖPNV ab. Ich nenne hier nur beispielhaft den Umbau der 5 Haltestellen der Linie U 79 im Niveau auf Hochbahnsteige. Seit 1992 fahren auf der Strecke nach Düsseldorf ausschließlich die Stadtbahnwagen B80. Seithe ist es den versammelten Schwachköpfen doch tatsächlich gelungen, einen Hochbahnsteig in 28 Jahren umzurüsten. Man mag sich kaum ausmalen, wann die 4 restlichen Haltestellen umgebaut werde. . Eine beispiellose Glanzleistung! Die einzige Möglichkeit, die Zustände auf einen Weg der Besserung zu bringen, wäre, den Schienenverkehr an die Rheinbahn abzutreten.
    Eigenartigerweise muss man feststellen, für den Straßenbau ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen.
    Der Duisburger ÖPNV ist einfach nur zum Kotzen. Wenn ich ihn beurteilen sollte, müßte ich mich der Fäkaliensprache bedienen.
    Bahnhof Mickten schrieb:
    ingo st. schrieb:
    Duisburg ist aufgrund seiner räumlichen Nord-Süd-Struktur mit seinen Verwebungen mit dem umliegenden Niederrhein schwer autoärmer zu kriegen und die Strassenbahn zu stärken...
    Früher ging es doch auch?! Duisburg ist zur Stadt mit einem Autobahn- und Schnellstraßennetz verbaut worden. Der ÖPNV dagegen regelrecht amputiert und unattraktiv gemacht worden.
    Bis in die 50er existierte nicht nur ein Nordsüdnetz, sondern zahlreiche Linien kreuzten in Ostwestrichtung. Leider wurde viel stillgelegt anstatt, wenn man einmal dabei ist, konsequent umgespurt und optimiert. Da wäre noch so manches gegangen.

    Früher war mehr Lametta, aber die Stadtflucht hatte zugenommen und das einpendeln erhöht.
    Zynisch kann man sagen, im Duisburger Norden sind die Wohnungen überwiegend mit Transferleistungsempfängern besetzt und die Arbeitsplätze mit Einpendlern.
    Barmer Bergbahn schrieb:
    Zumindest im Tunnel sollten Doppeltraktionen auf der 903 möglich sein. Betrieblich vorgesehen sind sie allerdings nicht.
    Scheitert das nicht schon an der Länge der Niederflur-Bahnsteige? Ändern kann man da wohl nicht viel, weil der anschließende Hochflurteil auf B80-Doppeltraktion ausgelegt ist.
    Bei der 901 wäre die Bahnsteiglänge eher umsetzbar.

    Gruß,
    Andre Joost
    Doppeltraktionen auf der 903 sind nicht möglich. Selbst ein Solowagen kann gerade mal so am Bahnsteig halten.
    Barmer Bergbahn schrieb:
    der ÖPNV auf Dorfniveau verfügt jedoch über einen doppelstöckigen Stadtbahntunnel unter der Innenstadt. Schon vor knapp 30 Jahren zur Eröffnung dieses Bauwerks habe ich nicht verstanden, wie eine derartige Infrastruktur errichtet werden kann, um dann ab Samstag Nachmittag für den Rest des Wochenendes dort im 30-Minuten-Takt zu fahren. Das ist in meinen Augen eine Zweckentfremdung öffentlicher Mittel größeren Ausmaßes.
    Du darfst dabei nicht übersehen, dass die Planungen und m.W. auch die ersten Baumaßnahmen für diese viergleisige Stammstrecke noch einiges älter als 30 Jahre sind. Die entstanden zu einer Zeit als Duisburg und Düsseldorf etwa gleichgroß waren. Und auch Düsseldorf hat so eine viergleisige Stammstrecke. Aber es stimmt schon, das für die derzeitige Auslastung zwei Gleise ausreichen würden. Das liegt zum einen an der dürftigen taktung der DVG-Linien und zum anderen an der immer noch nicht gebauten Strecke übern Rhein.

    Zitat:
    Warum man es jedoch seit Jahren nicht hinbekommt, genügend Fahrzeuge für die aktuellen Fahrpläne betriebsbereit zu haben, kann ich nicht sagen. Da scheinen ja gravierende Werkstattprobleme zu herrschen, deren Ursachen ich nicht kenne.
    Die DVG hat für den Straßenbahnbetrieb und für den Stadtbahnbetrieb jeweils einen Fahrzeugtyp. Die werden dann in einem Rutsch ersetzt und so lange gefahren bis sie auseinanderfallen. Welchen Anteil der Probleme bei den GT10 mangelnde Wartung hat, wie sehr das Alter (um die 30 Jahre) und wie sehr eine allzu kostengünstige Verarbeitung dazukommen kann ich nicht beurteilen. Aber jetzt kommt wieder der Ersatz in einem Block. Warum macht man es in Duisburg nicht so, dass man alle zehn Jahre etwa ein Drittel des Fuhrparks austauscht? Das mag bei der Ersatzteilbevorratung teurer sein, aber hat eben auch Vorteile.

    Zitat:
    Neue Strecken sehe ich in Duisburg auch nicht, es wird darauf ankommen, den Status quo zu halten und die Strecke der 901 nicht zu kürzen. Vielleicht sind auch neue Fahrbeziehungen sinnvoll, zum Beispiel ein Rundverkehr Hbf - Ruhrort - Pollmann - Meiderich - Hbf. Oder ist das tunnelseitig gar nicht möglich?

    Neue Strecken könnte man sich bestimmt ein paar ausdenken und ich vermute mal, dass es auch bei der DVG und im Duisburger Stadtrat entsprechende Ideen gibt. Aber leider geht es der Stadt finanziell gar nicht gut und je nachdem wie es mit der Stahlproduktion in Deutschland weitergeht, könnte sich das noch verschärfen. Die sehr einseitig auf die Montanbranche orientierte Duisburger Wirtschaft hat die Stadt zwar in den 1950ern und 60ern zu einer der wohlhabendsten Städte Deutschlands gemacht, aber heute leidet man darunter. Bleibt nur noch die Logistikbranche rund um den Hafen.
    Wenn die DVG im November bereits einen zweiten Prototypen hat und die Tests zeigen, dass alle Strecken sicher befahrbar sind könnte man die Prototypen doch schon einmal mit Fahrgästen testen und damit einzelne Fahrten der 901 per Straßenbahn auf voller Strecke fahren.

    Teil Niederflurfahrzeuge verschrotten ist in der aktuellen Situation keine gute Idee, kann man die sanierten GT10NC-DU denn noch irgendwo gebrauchen, immerhin haben sie Niederfluranteile und können daher bei der Erfüllung der EU Vorgaben für Barrierefreiheit helfen, vielleicht für Kleinstbetriebe wie Woltersdorf oder in Osteuropa?

    Was ist eigentlich mit dem Variobahn Prototypen der DVG kann man den nicht irgendwie fahrfähig machen oder falls er in Duisburg nicht einsetzbar ist an einen Kleinstbetrieb verkaufen?
    Der Variobahn-Prototyp Nr. 2000 wurde 2016 nach Norwegen verkauft: > [www.tram2000.com]

    +++Freundliche Grüße aus der Straßenbahnstadt Leipzig vom ehemaligen "Bimmelkutscher" Frank/Baujahr 1964+++





    2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.10.20 17:42.
    BJ1964 schrieb:
    Der Variobahn-Prototyp Nr. 2000 wurde 2016 nach Norwegen verkauft: > [www.tram2000.com]
    Irgendwie schone ein Verschwendung, dass ein Niederflurwagen zum Ausstellungsstück wird, während der europäische Markt für gebrauchte Niederflurwagen leer ist und Städte Probleme haben schnell genug Niederflurfahrzeuge aufzutreiben.

    Sind denn wenigstens die GT10NC-DU noch für irgendwas gebrauchbar, wenn Duisburg sie wirklich nach Erhalt der NF4 gesammelt ausmustern will?
    Gernot schrieb:
    Neue Strecken könnte man sich bestimmt ein paar ausdenken und ich vermute mal, dass es auch bei der DVG und im Duisburger Stadtrat entsprechende Ideen gibt. Aber leider geht es der Stadt finanziell gar nicht gut und je nachdem wie es mit der Stahlproduktion in Deutschland weitergeht, könnte sich das noch verschärfen. Die sehr einseitig auf die Montanbranche orientierte Duisburger Wirtschaft hat die Stadt zwar in den 1950ern und 60ern zu einer der wohlhabendsten Städte Deutschlands gemacht, aber heute leidet man darunter. Bleibt nur noch die Logistikbranche rund um den Hafen.

    Problem ist nur, dass sich die finanzielle Lage der Stadt Duisburg auch in den kommenden Jahrzehnten nicht verbessern wird.

    Die logische Konsequenz müsste daher eigentlich sein, dass man die Tunnel aufgibt anstatt diese zu sanieren und in 20-30 Jahren wieder vor den gleichen Problemen zu stehen.

    Die Möglichkeit für die U 79 eine alternative Trasse zu bauen hätte man mit den brachliegenden Flächen des Güterbahnhofes ja jetzt gehabt.

    Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
    Bahn4Future@eclipso.de schrieb:
    Wenn die DVG im November bereits einen zweiten Prototypen hat und die Tests zeigen, dass alle Strecken sicher befahrbar sind könnte man die Prototypen doch schon einmal mit Fahrgästen testen und damit einzelne Fahrten der 901 per Straßenbahn auf voller Strecke fahren.
    Nein, könnte man nicht! Zunächst muss die Zulassung für die neuen Fahrzeuge erarbeitet werden. Danach folgt die Fahrerschulung.
    Strizie schrieb:
    Gernot schrieb:
    Neue Strecken könnte man sich bestimmt ein paar ausdenken und ich vermute mal, dass es auch bei der DVG und im Duisburger Stadtrat entsprechende Ideen gibt. Aber leider geht es der Stadt finanziell gar nicht gut und je nachdem wie es mit der Stahlproduktion in Deutschland weitergeht, könnte sich das noch verschärfen. Die sehr einseitig auf die Montanbranche orientierte Duisburger Wirtschaft hat die Stadt zwar in den 1950ern und 60ern zu einer der wohlhabendsten Städte Deutschlands gemacht, aber heute leidet man darunter. Bleibt nur noch die Logistikbranche rund um den Hafen.

    Problem ist nur, dass sich die finanzielle Lage der Stadt Duisburg auch in den kommenden Jahrzehnten nicht verbessern wird.

    Die logische Konsequenz müsste daher eigentlich sein, dass man die Tunnel aufgibt anstatt diese zu sanieren und in 20-30 Jahren wieder vor den gleichen Problemen zu stehen.

    Ich weiß gar nicht, wo immer die Mär von den ach so teuren permanenten Tunnelsanierungen herkommt. Die Tunnel selbst sind in der Regel recht stabil und müssen ziemlich selten saniert werden. In London, Berlin, Paris und einigen anderen Städten fährt die U-Bahn immer noch in weit über 100 Jahre alten Tunneln. Was in Duisburg zuletzt ziemlich ins Geld ging war m.W. die Sicherungstechnik. Denn die ist - wie fast jede Elektronik - nach ca. 30 Jahren am Ende ihrer Lebensdauer angelangt und Ersatzteile sind dann auch nur schwer zu bekommen. Dass Aufzüge und Rolltreppen nicht ewig Bestand haben ist auch klar, aber die kann man häppchenweise erneuern.
    Die neue Zugsicherung kommt, der Tunnel wird also erstmal nicht aufgegeben. Naiv finde ich die Forderung, die NF4 einfach mal so mit Fahrgästen zu testen. Wenn das alles so einfach wäre, würde man es wohl machen ...
    Seiten: 1 2 All Angemeldet: -