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StraßenbahnFanBobo2003 - 01.08.2020 10:25

In elf Tagen soll es soweit sein: Ab Mittwoch, 12. August 2020, wird die Schwebebahn nur noch am Wochenende fahren aufgrund von Wagenmangel durch zahlreichen Mängeln der neuen Bahnen, sowie um den Gerüst nicht vollständig kaputtzufahren.
Werktags soll dann der "SchwebebahnExpress", gemeint sind damit SEV-Busse, mit größeren Umleitungen entlang der 13,3 km langen Schwebebahnstrecke fahren.
Am 3. Juli 2020 wurde diese Entscheidung getroffen und vor wenigen Tagen wurde nun offiziell der 12. August als 1. Betriebstag des SchwebebahnExpresses verkündet.

Heute vor einem Jahr, dem 01.08.2019, konnte Wuppertal noch jubeln. Zwar waren nun alle GTW 72 weg, aber nach 256 Tagen Betriebspause konnte damals die Schwebebahn wieder ihren Betrieb aufnehmen - mit 12 weiteren neuen Fahrzeugen (14/14 - 25), die nun allesamt an diesem Tag in den Betrieb gingen. Zwar war der Image der Wuppertaler Schwebebahn schon damals schlechter als zuvor - die 256-tägige Betriebspause, nachdem die Stromschiene am 18.11.2018 abgestürzt ist, schadete dem Image der Wuppertaler Schwebebahn schon ziemlich.
Doch niemals so erheblich wie heute. Denn die Inbetriebnahme der 12 neuen Fahrzeuge verliefen am ersten Betriebstag reibungsfrei, mit 25 fahrbereiten Fahrzeugen der Generation 15 konnte der Betrieb in einem etwaigen 3-Minuten Takt aufrecht gehalten werden und monatelang gab es mal keine größeren Probleme bei der Schwebebahn zu beklagen. Zwar gab es zwischendurch immer wieder kleinere Betriebsstörungen zu vermelden, doch diese hielten sich im Rahmen.

Doch nach Ostern 2020 geriet die Schwebebahn nun deutlich aus dem Rahmen heraus. Die Probleme müssten ja mitunter bereits mehr als bekannt sein. Da man leider nun - zwar unwahrscheinlich aber - tatsächlich nicht mehr zu 100%iger Wahrscheinlichkeit gesagt werden kann, ob die Schwebebahn nicht irgendwann doch für eine lange Zeit vollständig stillgelegt wird, oder ob die Generation 15 als Totalversagen gestellt wird und die Fahrzeuge neu gebaut werden müssen, war ich nun am vorgestrigen 30.07.2020 doch noch einmal - zum 18. Mal - in Wuppertal für ein paar Fotos, die entstanden sind. Mein erster Besuch bei der Schwebebahn ist nun mittlerweile elf Jahre her, es war der 31.07.2009, gestern vor elf Jahren.
Am vergangenen 01.08.2019 veröffentlichte ich in diesem Beitrag die Fotos vom 3107.2009 bis 31.07.2019, und in diesem Beitrag sind die Fotos vom 1. Betriebstag nach der 256-tägigen Pause, dem 01.08.2019, zu sehen. Nun folgt hier der nächste Teil mit den Foos vom 30.07.2020. Tatsächlich war ich seit dem 01. August 2019 bis vorgestern nur einmal dazwischen, und zwar am 19.08.2019, in Wuppertal. Die Schwebebahn hatte mich ohne den GTW 72 nicht mehr so viel interessiert.

1. Gleich zu Beginn begegnete ich den GTW 14/10 im Liniendienst. Er war einer von denen, der vor kurzem neue Radreifen bekommen hat.
Ebenfalls neue Radreifen bekommen haben 14/04, 08, 09, 12, 13 und 17, die vergleichsweise recht leise unterwegs sind. Zudem ist auch 14/15 noch ruhig, da dieser nach etwa 20 Einsatztagen im August 2019 für etwa zehn Tage abgestellt wurde und erst seit etwa einem Monat wieder fährt.
https://live.staticflickr.com/65535/50170241868_e9fe436cf9_b.jpg

2. Etwas in Vohwinkel fotografieren. Als Plankurs kam GTW 14/24 in die Station eingefahren.
https://live.staticflickr.com/65535/50171113542_f5f4b949ca_b.jpg

Daraufhin kam gerade GTW 14/09 mit der Kursnummer 85 an und fuhr in die Wagenhalle hinein. Zuvor sind jedoch aus der Bahn hier noch einige Leute ausgestiegen.
https://live.staticflickr.com/65535/50170855656_b861881d2e_b.jpg

Der nächste Wagen konnte auf der Strecke zwischen Vohwinkel und Bruch, eher kurz vor der (H) Bruch fotografiert werden. Getroffen wurde nun GTW 14/12, wie oben beschrieben auch einer von denen, die ruhig unterwegs sind.
https://live.staticflickr.com/65535/50170857656_7dab694d79_b.jpg

Momentan wohl der Highlight für die Fotografen ist die "Maskenbahn" GTW 14/29. Während 14/26 noch am 24.08.2019 und 14/27 noch am 16.10.2019 in Dienst gestellt wurden, wurden 14/28 und 29 beide am 07.04.2020, mitten während der Coronakrise in Dienst gestellt. Passend dazu erhielt der momentan neueste GTW im Liniendienst, 14/29, auch eine Maske an der Front und soll die Wuppertaler dazu auffordern, in der Schwebebahn eine Maske zu tragen. Aktuell ist er nahezu täglich im Einsatz. Doch mittlerweile - obwohl er gerade mal seit nichtmal vier Monaten im Einsatz ist - fängt er auch, lauter zu werden. Bisweilen war er mir der erste und einzige Wagen, der mir gestern laut erschien. 14/28 soll aber laut anderer Aussagen ebenfalls so laut sein. Die ganz lauten, beispielsweise 14/21, wurden mittlerweile abgestellt. Zuletzt geliefert wurde übrigens 14/30, am 28.04.2020 - er befindet sich aber noch nicht im Liniendienst. 14/31 verweilt momentan noch in Aachen und soll zu verschiedenen Untersuchungszwecken dort auch noch länger verweilen. Auch 14/02 befindet sich momentan dort zu Ausbesserungen, nachdem bei seiner HU mehrere gravierende Mängel aufgefallen sind. Insgesamt wurden bereits über 200 Mängel bei den neuen Schwebebahnen aufgelistet.

14/29 wurde ebenfalls beim Erreichen der (H) Bruch fotografiert.
https://live.staticflickr.com/65535/50172726472_d83bc9a649_b.jpg

14/09, der vorhin eingefahren ist, fuhr nur kurz daraufhin wohl wieder aus und drehte eine Runde als Sonderfahrt - mit der Kursnummer 71. Getroffen habe ich ihn an der (H) Westende, wo die Sonne noch nicht ganz perfekt stand.
Zur Erinnerung: In Wuppertal ist es besser, wenn die Sonne in einem Winkel zwischen 50 und 60° steht, 45° ist nicht das Beste.
https://live.staticflickr.com/65535/50172720737_7633c58b44_b.jpg

Einmal durchgefahren bis Oberbarmen, fotografierte ich nun dort GTW 14/17. Er war der erste Wagen, der vielen Fahrgästen auffällig laut geworden war.
Mittlerweile ist er einer, bei dem man sich nicht mehr beschweren kann - mit neuen Radreifen. Aber in drei bis vier Monaten könnte es wieder Zeit werden, denn sie schaffen ja nur 20.000 km.
Langfristig gesehen wollen die WSW nun doch auf das System der alten Radreifen wechseln - da das mit dem Gewicht nun auf einmal doch geht.
Ursprünglich wurde das Gewicht der GTW 14 noch vor der Lieferung des 1. Wagens von 39,7 auf 38,2 Tonnen runtergesetzt - die 500 kg schweren Radreifen im System des GTW 72 hätten mit 40,2 Tonnen über die 40-Tonnen-Grenze gebracht, weswegen man sich auf Vollräder geeinigt hat - aber da die Bahnen in Wirklichkeit ja nicht so schwer wiegen, hatte man die Änderung einfach nur nicht mehr vorgenommen - vermutlich aus Bequemlichkeit. Ob das jetzt so bequem für die WSW war?
https://live.staticflickr.com/65535/50172720632_2c3ffa74ef_b.jpg

Zuletzt ging es nochmal zum Alten Markt, wo die Sonne gerade so passte. Erstmals bekam ich nun auch GTW 14/27 vor die Linse.
https://live.staticflickr.com/65535/50171922198_79aaa0e0db_b.jpg

Und an der gleichen Stelle auch 14/04.
https://live.staticflickr.com/65535/50172465581_6df7f61d26_b.jpg

Ein letztes Foto entstand an der Adlerbrücke mit GTW 14/15, doch da stand die Sonne dann nun doch zu weit seitlich, etwa um die 75°. Danach mussten wir uns direkt nach Witten eilen.
https://live.staticflickr.com/65535/50171922058_f7884f37cd_b.jpg

Hoffentlich, gerät die Schwebebahn nicht ganz ins Pech und es läuft wie es geplant ist - dass sie an den Wochenenden noch verkehren darf und in einem Jahr den Betrieb wieder vollständig aufnehmen kann.
In einem Jahr, bin ich jedoch fast 18 und ich wäre ein halbes Jahr vor meinem Abitur. Wuppertal ist nicht so weit weg, dass ich zwar da eigentlich recht spontan hinkomme, aber es kann sein, dass ich Wuppertal vielleicht erstmal nicht mehr so häufig sehe wie bislang ... 2017 bis 2019 fuhr ich ja etwa alle fünf bis sieben Wochen dort hin, aber jetzt waren es schon 49 Wochen, die ich nicht in Wuppertal war.

Ganz viele Bilder sind diesmal tatsächlich nicht entstanden, aber ich hoffe, der Bilderbogen hat euch trotzdem gefallen - und es folgt jedenfalls noch eine aus Witten, wo ich im Anschluss war!

Ryokan

Straßenbahn-Begeisterter aus Krefeld! Favorit: Düwag M8C ;)
Meine eigene, ausführliche Website zum Nahverkehr in Krefeld: [strassenbahn-bus.de]
Meine Bahn und Busvideos: [www.youtube.com]
Meine DSO-Fotobeiträge:
[www.drehscheibe-online.de]
Hallo,

die Schwebe-, besser Hängebahn in Wuppertal ist schon einzigartig, mit dem System Langen. Nicht ganz, in Dresden fährt auch eine "Langen"-bahn.

Aber, weswegen ich schreibe: die roten Zahlen sind sicher die Wagennummern; doch was sind das unten links für gelborange leuchtende Zahlen,
ist das der Umlauf??


LG Martin
Ja, die orangenen LED-Nummern sind Kursnummern. Ungerade Zahlen sprechen für Ausfahrt aus Vohwinkel, gerade Zahlen für Ausfahrt aus Oberbarmen.

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sehr schöner Beitrag!

Als "Totalverlust" wird man im schlimmsten Fall die Drehgestelle verbuchen müssen. Die Wagenkästen können ja bleiben.

Es bestätigt sich die Regel: "Wer billig kauft, kauft zweimal". Man hätte doch auch drei bis fünf Prototypen bestellen können, die im normalen Betrieb mitlaufen lassen, die Kinderkrankheiten abstellen und dann die optionale Serie bestellen.

Da hätte Wuppertal jetzt mehr davon!
Hallo Ryokan,
Zu den beiden Bildern mit den Kursnummern 71 und 85. Du hast das nicht ganz richtig beschrieben. 70er Nummern sind Dienst-, bzw. Werkstattfahrten. 80er Nummern sind Sonderfahrten mit Fahrgästen. 60ger Numern sind Fahrschulfahrten. Als die Neuen getestet wurden hatten diese die Nummern ab 50. Wie du schon geschrieben hast fahren ungerade Nummern in Vohwinkel und gerade Nummern in Oberbarmen aus. Im Normalbetrieb gibt es zur Zeit 26 Züge, bei einem 3 Minuten Takt. Zur Zeit sind es weniger, da der Takt auf 6 Minuten gestreckt wurde. Kursnummern ab 27 sind Verstärker, z.B. bei Fußballspielen im Stadion.

In diesem Sinne Viel Glück für dein Abi.

Ps.
Heute gab es schon wieder eine 30 Minuten Störung. DEr Funkkontakt zu einem der Wagen war futsch. - Es macht keinen Spaß mehr, man kann ja fast nur noch von Störungen berichten.

Peter Bosbach - Wuppertal

http://www.die-schwebebahn.de/logo/gtw72.gif
Im Juni 2014 - 15 Jahre - [www.schwebebahn-wtal.de] - 1999 - 2014




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 01:45.
Hätte in diesem Fall nichts gebracht, da die Wagen jetzt im dritten Jahr unterwegs sind und die Radprobleme erst jetzt so gravierend aufgetreten sind. Alles andere kann man unter Kinderkrankheiten verbuchen. Die Liste ist mit 200 Fehlern aber ganz schön lang.

Man hörte auch, dass evtl. Testfahrten an den Freitagen gemacht werden.

Peter Bosbach

Peter Bosbach - Wuppertal

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Heute ist aber der 31. Juli.

geschrieben von: Hansawagen

Datum: 31.07.20 20:45

Hallo Ryokan,

du hast deinen wundervollen Beitrag leider exakt 24 Stunden zu früh eingestellt.

Heute ist (oder besser war) nicht der 1. August, sondern der 31. Juli,
und der 30. Juli war nicht vorgestern, sondern gestern.


Mit freundlichen Grüßen aus Bremen
Peter

Re: Heute ist aber der 31. Juli.

geschrieben von: Rolf Hafke

Datum: 31.07.20 21:20

merkwürdig,

der Text mit dem Hinweis auf den Link von der heutogen
Wuppertaler Rundschua und einem Kommentar m3einerseits wurde nicht übernommen,
blieb "blank" ....
Sorry.

R H



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 21:22.
Liebe Bahnfreunde,

erst einmal vielen Dank für die interessanten Bilder - bevor die Bahn zum Stillstand kommt.

Bei den Berichterstattungen über die aktuellen Rad-Schiene Probleme - aber auch den Vorkommnissen häufiger(er) Störungen seit
Einführtun des neuen Betriebssystems - die mich - aufsummiert - bereits eine komplette Arbeitswoche gekostet haben, die ich auf
leeren Bahnhöfen ohne SEV, oder in Bahnen festsitzend zubringen durfte, Zweimaliger Stromschienenabriss etc, dachte ich auch immer,
dass es sich da wirklich um Kinderkrankheiten oder "unplanbare Ereignisse", und man war - um Hintergrundinformationen zu bekommen -
auf die Pressemitteilungen der WSW selbst oder der lokalen Presse angewiesen.

Nur - irgendwas hat mich - was Pressemitteilungen der WSW betrifft - kürzlich etwas misstrauisch werden lassen.

In diesem Beitrag des URBAN TRANSPORT MAGAZINE zum Einsatz der Wasserstoff-Busse der WSW fand ich folgenden Text

ZITAT: "Bei der Elektrobus-Konferenz des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) im Februar in Berlin erläuterte WSW-Chef Uli (Ulrich)
Jaeger das Wasserstoff-Konzept seiner Wuppertaler WSW wie folgt: „Neben unserem Busbetriebshof Nächstebreck liegt die Wuppertaler
Müllverbrennungsanlage,
die ebenfalls zu unserem WSW-Konzern gehört. Hier gewinnen wir durch die Müllverbrennung elektrischen Strom.
Und den nutzen wir jetzt zur Erzeugung von Wasserstoff, mit dem unsere Busse dann fahren. Weil wir den Wasserstoff mit unserem eigenen Strom
selber erzeugen und auch keine Transportkosten anfallen – Müllverbrennungsanlage und Busbetriebshof grenzen unmittelbar aneinander
könnten unsere Busse gar nicht mit einem billigeren Kraftstoff unterwegs sein. Und dabei fahren sie auch noch absolut umweltfreundlich elektrisch.“tut ja in der Tat alles."
ZITAT ENDE

Äääh - ja - netter Versuch - für die Nicht-Wuppertaler unter Euch - die Müllverbrennungsanlage liegt im Süden Wuppertals - Standort MVA auf Google Earth,
wogegen der Betriebshof Nächstebreck, der die Wasserstoffbusse beheimatet, im äußersten Nordosten Barmens liegt. Standort Nächstebreck Btf auf GOOGLE EARTH

Im Routenplaner werden da Entfernungen zwischen 13,7 und 22.8 km aufgerufen - unter "unmittelbar nebeneinander" verstehe ich da irgendwie was anderes.

Da wird doch auch das Wasserstoff-Bus-Projekt einfach mal schöngerechnet - und wenn die Wagen jeden Tag 26 - 45 km zum Tanken fahren müssen,
will es später wieder keiner gewesen sein.


Sorry - aber auch wenn es ein anderes Thema ist, bei dem es mir jetzt beweiskräftig aufgefallen ist - aber bei so einem Rechengenie an der Spitze
könnten uns vielleicht noch ganz andere Überraschungen ereilen.

Das hat mich jetzt misstrauisch gemacht.

Kann man nun also den Meldungen zum aktullen Schwebebahn-Problem noch trauen?
Wurde bei der Fahrzeugbeschaffung "damals" auch so toll gerechnet?

Aber wie will man das als Normalbürger nachprüfen.


Mit nachdenklichen Grüßen

tramfan239