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[C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: Ladehilfe

Datum: 29.07.20 15:56

Der Mitteldeutsche Rundfunk vermeldet das Ende der T3DM/TB3DM im Plandienst der CVAG. Um den Abschied zu erleichtern wurde heute der Triebwagen 523 auf einem provisorischen Gleis neben dem Roten Turm aufgestellt.

[www.mdr.de]

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.20 16:39.

Re: [C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: Bnrz436

Datum: 29.07.20 18:56

Ladehilfe schrieb:
Der Mitteldeutsche Rundfunk vermeldet das Ende der T3DM/TB3DM im Plandienst der CVAG. Um den Abschied zu erleichtern wurde heute der Triebwagen 523 auf einem provisorischen Gleis neben dem Roten Turm aufgestellt.

[www.mdr.de]

Es handelt sich um eine Doppeltraktion (Tw 523 und 524).
Die Wagen dienen vor allem auch als „Begegnungsstätte“ im Sinne der Bewerbung der Stadt Chemnitz als Kulturstadt im Jahre 2025.

(Quelle: Facebookseite der CVAG.)

Viele Grüße vom
http://abload.de/img/bild4310headb.jpg

Re: [C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: Ladehilfe

Datum: 29.07.20 19:01

Danke für die Ergänzung. Ich werde mir das bei Gelegenheit anschauen.

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!

Re: [C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: T3R.PV

Datum: 29.07.20 19:20

Heute Nachmittag sah er noch relativ sauber aus - und schön in der Sonne mit zwei wichtigen Chemnitzer Wahrzeichen abzulichten:

Zum Einen natürlich Karl Marx, der endlich mal eine Straßenbahn sehen (und nicht nur hören) darf:
20200729_171346.jpg

Und dann natürlich der rote Turm:
20200729_172130.jpg

Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.

Die echte Seite über die Chemnitzer Straßenbahn: [www.strassenbahn-chemnitz.de]

Re: [C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: Kilian87

Datum: 29.07.20 20:19

Ist denn nun bekannt welche Traktion in das Museum übergeben wird? Beiwagen 758 soll auch erhalten werden.

Es kommt doch museal lediglich noch 513-514 und 515-516 in Betracht.

Ist ja schon echt lange ein Geheimnis.

Re: [C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: Kilian87

Datum: 29.07.20 20:21

Auch wurde ja erwähnt, dass absehbar die verbleibenden T3D-M in Arbeitswagen umgebaut werden sollen, damit sind doch sicherlich 507,509,517,519 gemeint.

Re: [C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 29.07.20 20:33

Hallo!

Wollte man nicht auch einzelne Wagen erhalten, um im Havariefall noch diese Fahrzeuge einzusetzen?

Von September 1993 bis Juli 1996 hatte ich in Chemnitz meine Berufsausbildung absolviert. Die Tatra-Wagen waren meine ständigen Begleiter während meiner wöchentlichen Heimfahrten. War eine schöne Zeit, gerade mit diesen Bahnen.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser

Re: [C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: Kilian87

Datum: 29.07.20 20:41

Sollen 4 Züge bleiben.

Drei als Reserve und einer für das Museum. Zwei der Reserve ( also die 2 Heck an Heck ) sollen später Arbeitswagen werden.

Re: [C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 29.07.20 21:07

Hallo!

Danke schön!

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser

Re: [C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: Bnrz436

Datum: 30.07.20 09:07

Kilian87 schrieb:
Sollen 4 Züge bleiben.

Drei als Reserve und einer für das Museum. Zwei der Reserve ( also die 2 Heck an Heck ) sollen später Arbeitswagen werden.

Werden damit die beiden unmodernisierten T3 409 und 410 dann ersetzt?
Fände ich sehr schade, aber nachvollziehbar...

Viele Grüße vom
http://abload.de/img/bild4310headb.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.20 09:08.

Re: [C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: Ladehilfe

Datum: 30.07.20 09:19

Die beiden Wagen am Roten Turm gehen ja nach ihrem Einsatzenede als Übungsobjekt an die Feuerwehr. Da werden sie wohl auch nicht mehr lange leben.

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!

Re: [C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: Kilian87

Datum: 30.07.20 09:22

Ja, die ersetzen dann alle 4. Werden dann alles T3D-M sein.

Ich schätze 409 wird man noch zusätzlich mit ins Museum geben. 402 wird ja für immer Ausstellung bleiben. Zumal 409 ja auch schon regelmäßig für das Museum fuhr.

Re: [C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: Kilian87

Datum: 30.07.20 09:39

Ja ist wirklich verständlich. Bedenkt man, dass 405 50 Jahre alt ist.

409 wäre historisch ohnehin noch wichtig im Bestand. Dieser zeigt den noch fehlenden Einsatzzustand bon etwa 1997-2002. (Trabant Scheinwerferringe, CVAG-Polster und Logo.

Die Epochen wären somit vollständig.

1980er : 401
1994 : 402
1997-2002: 409
1990er bis 2010er : Der T3D-M Zug.

Zudem ist 758 ebenfalls zur Erhaltung vorgesehen. Das Museum möchte ja den technisch besten T3DM erhalten. Demnach kämen nur noch 513,514 und 515,516 in Betracht. Geht man mit 758 nach dem Schema, wäre 515,516 die passende Traktion.

Bekannt ist es aber bislang offiziell noch nicht.

Re: [C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: ic22

Datum: 30.07.20 10:46

Ein würdiger Abschied, wie ich finde. Schade dass in nächster Zeit nicht die Gelegenheit habe, meiner Heimatstadt mal wieder einen Besuch abzustatten um mich auch noch mal persönlich verabschieden zu können. Ich bin viele Jahre mit den originalen und mit den modernisierten Tatras mitgefahren und war jedes mal begeistert.
Früherwarallesbesser schrieb:
n/t
In der Tat. Das war wohl die unansehnlichste Variante aller modernisierten T3D/T4D
matzehbs schrieb:
Früherwarallesbesser schrieb:
n/t
In der Tat. Das war wohl die unansehnlichste Variante aller modernisierten T3D/T4D
Das ist sicher Geschmacks- und Gewöhnungssache. Ich sehe immer eine gewisse Ähnlichkeit mit den M28/M29 in Göteborg ;-)

Unstrittig dürfte jedoch sein, dass die geschlossene Front im Vergleich zu einem Schaku-Rammsporn sicher vielen anderen Verkehrsteilnehmern die Gesundheit, das Auto oder gar das Leben gerettet hat.

Es grüßt die

Variobahn
Variobahn schrieb:
matzehbs schrieb:
Früherwarallesbesser schrieb:
n/t
In der Tat. Das war wohl die unansehnlichste Variante aller modernisierten T3D/T4D
Das ist sicher Geschmacks- und Gewöhnungssache. Ich sehe immer eine gewisse Ähnlichkeit mit den M28/M29 in Göteborg ;-)

Unstrittig dürfte jedoch sein, dass die geschlossene Front im Vergleich zu einem Schaku-Rammsporn sicher vielen anderen Verkehrsteilnehmern die Gesundheit, das Auto oder gar das Leben gerettet hat.

Es grüßt die

Variobahn
Man hatte damals den Eindruck, die CVAG hat mehr aus Herdentrieb modernisiert, weil eben alle anderen auch modernisiert haben. Die Karl-Marx-Städter Wagen jedoch waren tipptopp in Schuß und auch mit der Steuerung kam man durch gute Pflege zurecht, anders als in Betrieben mit technologisch unzulänglichen Betriebshöfen. Also wußte man scheinbar nicht richtig, was man bei der Modernisierung wollte und hat halt irgendwas gemacht. Eigentlich schade, noch ein wenig gewartet und man hätte je T3-T3-B3-Zug einen NF-Bereich an einer Mitteltür eingebaut nach tschechischem Vorbild, die Steuerung modernisiert und die Sitze gepolstert (letzteres ist bei den unmodernisierten Wagen ja auch geschehen), und fertig wäre der Lack gewesen.
Es begann eine Entwicklung, die traurigerweise aus einem der besten Betriebe der Republik eine ziemlich verkorkste Provinzbude gemacht hat. Ständig mit zweifelhaftem Nutzen alles neu- und umbauen (Verdopplung der Betriebshöfe für den halbierten Verkehr, Zenti-Umbau-Umbau!, Hbf, ..., das Verbundpflaster in Kappel anstelle des roten Granits hätten sich die Banausen auch sparen können), Netzerweiterung äußerst schleppend (die Brechung in Schönau wird älter werden als die DDR!), die Zweirichtungsmacke mit Fahrzeuge ohne vernünftige Bestuhlung wird immer schlimmer, innerstädtisches Bahnsteigwirrwarr fürs Chemnitzer Modell, Busliniennummern-Reformfirlefanz, Anschlüsse so unbrauchbar zur Eisenbahn legen wie nur irgend möglich (hat man inzwischen dann nach Jaaaaahren mal korrigiert).

Wünschen wir also wenigstens dem Chemnitz Modell Erfolg mit zukünftig hoffentlich mindestens halbstündlichen HVZ-Angeboten in die Region. (Kann es sein, daß die erste Lehrveranstaltung an der TU 7:30 beginnt und man dazu aus Richtung Burgstädt 7:07, aber aus Hainichen 6:32 und aus Richtung Mittweida 6:37 am Campus anreisen "darf"?)

MfG RK



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.20 21:45.
Ronald Kretzschmar schrieb:
Variobahn schrieb:
matzehbs schrieb:
Früherwarallesbesser schrieb:
n/t
In der Tat. Das war wohl die unansehnlichste Variante aller modernisierten T3D/T4D
Das ist sicher Geschmacks- und Gewöhnungssache. Ich sehe immer eine gewisse Ähnlichkeit mit den M28/M29 in Göteborg ;-)

Unstrittig dürfte jedoch sein, dass die geschlossene Front im Vergleich zu einem Schaku-Rammsporn sicher vielen anderen Verkehrsteilnehmern die Gesundheit, das Auto oder gar das Leben gerettet hat.

Es grüßt die

Variobahn
Man hatte damals den Eindruck, die CVAG hat mehr aus Herdentrieb modernisiert, weil eben alle anderen auch modernisiert haben. Die Karl-Marx-Städter Wagen jedoch waren tipptopp in Schuß und auch mit der Steuerung kam man durch gute Pflege zurecht, anders als in Betrieben mit technologisch unzulänglichen Betriebshöfen. Also wußte man scheinbar nicht richtig, was man bei der Modernisierung wollte und hat halt irgendwas gemacht. Eigentlich schade, noch ein wenig gewartet und man hätte je T3-T3-B3-Zug einen NF-Bereich an einer Mitteltür eingebaut nach tschechischem Vorbild, die Steuerung modernisiert und die Sitze gepolstert (letzteres ist bei den unmodernisierten Wagen ja auch geschehen), und fertig wäre der Lack gewesen.
Es begann eine Entwicklung, die traurigerweise aus einem der besten Betriebe der Republik eine ziemlich verkorkste Provinzbude gemacht hat. Ständig mit zweifelhaftem Nutzen alles neu- und umbauen (Verdopplung der Betriebshöfe für den halbierten Verkehr, Zenti-Umbau-Umbau!, Hbf, ..., das Verbundpflaster in Kappel anstelle des roten Granits hätten sich die Banausen auch sparen können), Netzerweiterung äußerst schleppend (die Brechung in Schönau wird älter werden als die DDR!), die Zweirichtungsmacke mit Fahrzeuge ohne vernünftige Bestuhlung wird immer schlimmer, innerstädtisches Bahnsteigwirrwarr fürs Chemnitzer Modell, Busliniennummern-Reformfirlefanz, Anschlüsse so unbrauchbar zur Eisenbahn legen wie nur irgend möglich (hat man inzwischen dann nach Jaaaaahren mal korrigiert).

Wünschen wir also wenigstens dem Chemnitz Modell Erfolg mit zukünftig hoffentlich mindestens halbstündlichen HVZ-Angeboten in die Region. (Kann es sein, daß die erste Lehrveranstaltung an der TU 7:30 beginnt und man dazu aus Richtung Burgstädt 7:07, aber aus Hainichen 6:32 und aus Richtung Mittweida 6:37 am Campus anreisen "darf"?)

MfG RK


Die CVAG hat eben nicht!! aus Herdentrieb modernisiert,sondern weil es dringend notwendig war etwas zu tun. Die Serie Tatrawagen 401-496 sind in den Jahren 1968-79 gebaut.Die sahen äusserlich sicher gut aus ,aber die hat nur noch die Spachtel unter der Farbe zusammengehalten. Die Serie 497-504 wurde 1984 gebaut .Und 505-532 wurde 1988 gebaut. Ursprünglich sollten nur die 1988 gebauten Wagen einer Modernisierung unterzogen werden um sie für weitere 25 Jahre fur den Verkehr fit zu machen.Man hat die Wagenkästen damals sandgestrahlt und ein neues Dach aufgesetzt. Dies war notwendig,da man im Wagen neue Leuchtbänder einbauen wollte und eingebaut hat. Dies wäre aber mit dem alten gewölbten Dach nicht möglich gewesen.Das Prallelement am führenden Triebwagen eines Großzuges wurde damals nach neuesten Erkenntnissen im Strassenverkehr eingebaut. Hat ja mittlerweile jeder NF Wagen.Des weiteren wurde eine zentrale Lüftung für den Fahrgastraum auf das neue Dach aufgesetzt,sowie neue Edelstahleinstiege und Außenschwenktüren eingebaut.Während die Modernisierung in Bautzen schon lief,fällte man in Chemnitz die Entscheidung die Bauserie 497-504 von 1984 auch noch zu modernisieren.Alles in allem bleibt zu sagen,man hat damals eine Bestandssicherung der Tatra-Wagen vorgenommen und die Wagen für weitere Jahre im Fahrgastverkehr nach damaligen neuesten Erkenntnissen fit gemacht . Ich kenne keinen weiteren Betrieb,der derart aufwändig seine Tatra-Wagen modernisiert hat um sie für den weiteren Einsatz zu ertüchtigen...



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 01:59.

Re: [C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: Ladehilfe

Datum: 31.07.20 06:46

So würdevoll ist der Abschied nicht wirklich. Bei Facebook gibt es Fotos auf denen die Tatras mit "Kunst" "verziert" wurden. Ist das wirklich Kunst oder kann das weg?

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!
Ach Schaffner, mal wieder was geschrieben...

Also, die Wagen 497 - 500 nebst zugehörigen Beiwagen 749 und 750 waren von 1981, nur 501- 504 von 1984. Warum hat man die Wagen so modernisiert wie man es getan hat? Auch hier liegt deine Aussage weit daneben! Der Zustand der Wagen war für Tatra-Betriebe vergleichsweise sehr gut. Man hat sich also überlegt, was man mit dem zur Verfügung stehenden Budget am besten leisten kann. Da man die Beschleunigersteuerung sehr gut im Griff hatte (die Wagen wurden ja immer paarweise gekuppelt und nur äußerst selten getrennt - die Beschleuniger waren gut synchronisiert), andererseits aber das Tatra-Dach mit seinen Blechdopplungen und -triplungen sehr rostanfällig war hat man eben jenes ersetzt. Aufgrund der bekannten Rostanfälligkeit des Daches hat man ja früher schon die Dachklappen entfernt und verschweißt. Folgerichtig wurde nun auch die Belüftung angegangen und durch die Druckbelüftung ersetzt. Neue Leuchtbänder gibt's auch in Leipzig mit altem Dach - das ist also kein Grund gewesen! Die Modernisierung war durchaus ein Erfolg, viele Wagen (u. a. auch 523-524) tragen noch heute ihren Originallack von 1993!

Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.

Die echte Seite über die Chemnitzer Straßenbahn: [www.strassenbahn-chemnitz.de]

Re: Chemnitz T3D mod.

geschrieben von: Jan Bochmann

Datum: 31.07.20 08:58

Guten Tag,

Schaffner77 schrieb:
...Man hat die Wagenkästen damals sandgestrahlt und ein neues Dach aufgesetzt. Dies war notwendig,da man im Wagen neue Leuchtbänder einbauen wollte und eingebaut hat. Dies wäre aber mit dem alten gewölbten Dach nicht möglich gewesen.
Leuchtbänder wurden in anderen Städten auch eingebaut, ohne ein neues Dach zu benötigen.

Schaffner77 schrieb:
Das Prallelement am führenden Triebwagen eines Großzuges wurde damals nach neuesten Erkenntnissen im Strassenverkehr eingebaut. Hat ja mittlerweile jeder NF Wagen.
Die meisten, aber nicht jeder.

Schaffner77 schrieb:
Des weiteren wurde eine zentrale Lüftung für den Fahrgastraum auf das neue Dach aufgesetzt...
Die hätte man sich schenken können, da völlig wirkungslos. Besser wären mehr Klappfenster gewesen, noch besser das Beibehalten der Schiebefenster, das ist aber hier nicht mehr zulässig.

Ebenso waren die neuen Sitze kein sonderlicher Fortschritt, und die Außenwandheizung schon gar nicht.

Schaffner77 schrieb:
...sowie neue Edelstahleinstiege und Außenschwenktüren eingebaut.
Diese Türen schließen einerseits dichter als die originalen Falttüren, haben aber im Winter immer wieder Probleme an den nicht geräumten Bahnsteigen gemacht. Solche Bahnsteige gab es jahrelang, weil sich CVAG und Stadt Chemnitz nicht einigen konnten, wer denn nun die Räumpflicht hätte. Inzwischen gibt es nahezu keinen Schnee mehr, da hat sich das weitgehend erledigt.

Schaffner77 schrieb:
Ich kenne keinen weiteren Betrieb, der derart aufwändig seine Tatra-Wagen modernisiert hat...
Das wundert mich nicht.

Äußerlich hat es auch Schwerin sehr weit getrieben. Technisch haben die meisten Betriebe mehr gemacht als Chemnitz, insbesondere eine modernere und energiesparende Steuerung eingebaut (einige aber nicht gleich bei der Modernisierung, sondern erst nachträglich).

Was ich noch vergessen hatte: In Leipzig hat man schließlich sogar 8 Beiwagen auf Niederflur umgebaut. Das hätte sich beim B3D noch besser gemacht wegen der größeren Breite. Den Beiwagen hätte man beim Großzug dann in die Mitte nehmen können, wie in Basel (CH).
Später haben viele Betriebe in CZ so etwas auch bei Triebwagen gemacht, allerdings sind diese (etwas längeren) Wagenkästen neu und ich zähle sie daher nicht wirklich als "Modernisierung" - obwohl es oft so abgerechnet wurde.

Grüße,
Jan B.

Edit: Noch etwas mehr geschwätzt



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 09:11.
Mir unbegreiflich was an der Modernisierung auszusetzen sein soll.

Eine Modernisierung soll auch möglichst weit vom Original abweichen, sonst hätte man den gleich so lassen können. Ne Rote hat jeder Betrieb, ein modernisierter ist hingegen viel prägender im Stadtbild.

Solche zarten Modernisierungen wie Dresden z.b kann man doch in die Tonne hauen. Warum nicht gleich original mit anderer Steuerung? Die Chemnitzer sind von allen Umbauten am besten gelungen, ist wenigstens eien richtige Modernisierung gewesen. Auch Halle hat nicht gerade Schönheiten zustande gebracht.

? zur Steuerung in C

geschrieben von: SES

Datum: 31.07.20 14:55

Die Modernisierungen wurden ja seinerzeit gefördert. Die Steruerung mittels Beschleuniger galt schon zu DDR Zeiten als Stromfresser.

? Warum hat man, wenn dem so ist, die Steuerung mittels Beschleuniger in den Chemnitzer Fahrzeugen beibehalten?

"Eine Modernisierung soll auch möglichst weit vom Original abweichen." ? Mit welchem sinn?

Ist es nicht so, das eine Modernisierung da zu dienst, ein Fahrzeug aktuellen Gegebenheiten anzupassen? In Leipzig gab es für die recht neuen T6A2/ B6A2 nur Teilmodernisierungen ;-).



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 14:58.
Kilian87 schrieb:
Mir unbegreiflich was an der Modernisierung auszusetzen sein soll.

Eine Modernisierung soll auch möglichst weit vom Original abweichen, sonst hätte man den gleich so lassen können. Ne Rote hat jeder Betrieb, ein modernisierter ist hingegen viel prägender im Stadtbild.

Solche zarten Modernisierungen wie Dresden z.b kann man doch in die Tonne hauen. Warum nicht gleich original mit anderer Steuerung? Die Chemnitzer sind von allen Umbauten am besten gelungen, ist wenigstens eien richtige Modernisierung gewesen. Auch Halle hat nicht gerade Schönheiten zustande gebracht.
Das ist hoffentlich ein Spaß...Chemnitz hat die Fahrzeuge verhunzt wie keine andere Stadt.
Ich finde sie zwar erhaltenswert aber optisch sind sie zum kotzen. Da hat Dresden ein gutes Händchen gehabt und die originale Form der Fahrzeuge behutsam angepasst.
Die Beibehaltung der antiquierten Steuerung tut ihr übriges...wenn du deine Aussage
Zitat
Eine Modernisierung soll auch möglichst weit vom Original abweichen

Ernst meinen würdest...dann wäre das mit der Steuerung ein NoGo.
Halle hat bis auf die Seiten (Dach, Türen) auch eine weitgehen am Original bleibende Variante gewählt.

Warum außer die beiden Prototypen in Leipzig die Serie und auch später die ersten beiden Eckige Scheinwerfer bekamen verstehe ich nicht 😒.
Nein ist ernstgemeint, verhunzt ist Halle. Die Chemnitzer sind wenigstens in einem einheitlich passenden Design gehalten. In Halle passt vorne und hinten nichts zusammen. Und Dresden hätte sich seine Modernisierung gleich sparen können. Die neue Steuerung rein und den Rest so gelassen, macht keinen Unterschied.

Chemnitz hat sich wirklich mal was einfallen lassen, bei den anderen wurde nur bissl was rangeklatscht oder kaschiert. Hat nichts mit modernisiert zu tun.
T3R.PV schrieb:
Ach Schaffner, mal wieder was geschrieben...

Also, die Wagen 497 - 500 nebst zugehörigen Beiwagen 749 und 750 waren von 1981, nur 501- 504 von 1984. Warum hat man die Wagen so modernisiert wie man es getan hat? Auch hier liegt deine Aussage weit daneben!


Da ist mir bei der Lieferserie und dem Baujahr doch tatsächlich ein Fehler unterlaufen. Entschuldigung dafür. Ansonsten spricht @ T3R.PV in von ihm gewohnter herablassender und schulmeisterlicher Art und Weise...
Aber so kennt man ihn seit 1988...
Kilian87 schrieb:
Uand Dresden hätte sich seine Modernisierung gleich sparen können. Die neue Steuerung rein und den Rest so gelassen, macht keinen Unterschied.

Chemnitz hat sich wirklich mal was einfallen lassen, bei den anderen wurde nur bissl was rangeklatscht oder kaschiert. Hat nichts mit modernisiert zu tun.

Mh... dann habe ich wohl die modernisierten Dresdner falsch in Erinnerung. Ich meine mich eigentlich zu erinnern, dass die modernisierten T4D neben der (zugegebenermaßen ausgenommen weniger Fahrzeuge) modernisierten Steuerung sich vom Original in zahlreichen Punkten deutlich unterscheiden... Fenster, Türen (zugegebenermaßen auch bei den ersten nicht, okay), Innenraum, Fahrgastinformation... aber lassen wir das. Die Modernisierung gibt es nämlich nicht und jeder Betrieb hat das gemacht, was ihn am ehesten angesprochen und inspiriert hat und was er für notwendig betrachtete.
Wir sollten uns lieber an der bunten, experimentierfreudigen Zeit der 90er erfreuen, als uns über persönliche Geschmäcker zu unterhalten.

Viele Grüße vom
http://abload.de/img/bild4310headb.jpg
Zu Chemnitz: Ich habe gelesen, das 501 bis 504 Bj. 1983 sind, also wie die Schweriner T3D 401-416, z.B. hier: > [www.tram2000.com]
Kann natürlich sein das die Lieferung erst Anfang 1984 erfolgte. Bau-und Lieferjahr stimmten nicht immer überein, da Tatra-Lieferungen mehrmals über den Jahreswechsel erfolgten.

Zu Dresden: Es gab aber auch sehr verschiedene Modernisierungsvarianten: > Prototyp T4DM, T4DMS, T4DMT, TB4DMS und T4DMI, die Beiwagen mal ausgenommen.

Zu Leipzig: Runde Scheinwerfer besaßen anfangs bis zur Serienangleichung die Wg. 2127, 2130, 2147, 2148 u. 2157. Das waren die "Emmis" mit den Bordcomputern von "Meister-Electronic".
WIMRE hatten anfangs auch noch die Wg. 2138 u. 2139 "runde Augen", die hatten dann schon Bordcomputer IBIS1 von "Siemens".

+++Freundliche Grüße aus der Straßenbahnstadt Leipzig vom ehemaligen "Bimmelkutscher" Frank/Baujahr 1964+++





4-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 18:25.
BJ1964 schrieb:
Zu Chemnitz: Ich habe gelesen, das 501 bis 504 Bj. 1983 sind, also wie die Schweriner T3D 401-416, z.B. hier: > [www.tram2000.com]
Kann natürlich sein das die Lieferung erst Anfang 1984 erfolgte. Bau-und Lieferjahr stimmten nicht immer überein, da Tatra-Lieferungen mehrmals über den Jahreswechsel erfolgte

Ja, das Baujahr kann gut sein. Ich habe in meinen Aufschrieben leider nur das Inbetriebnahmedatum. Das ist der 1. Februar 1984, insofern ist ein Baujahr 1983 natürlich wirklich sehr plausibel.

Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.

Die echte Seite über die Chemnitzer Straßenbahn: [www.strassenbahn-chemnitz.de]




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 21:48.

Re: [C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: T3R.PV

Datum: 01.08.20 21:46

Anlässlich des Chemnitzer Parksommers will man ja u. a. "den Abschied (vom Tatra) erlebbar machen". Langsam kann man das auch sehen...


20200801_190909.jpg

Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.

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Zitat
Und Dresden hätte sich seine Modernisierung gleich sparen können. Die neue Steuerung rein und den Rest so gelassen, macht keinen Unterschied.
Allein die Glühbirnen-Beleuchtung im Fahrgastraum war doch längst überholt. Da dürften sich die Leuchtbänder mit den Sparlampen mit Sicherheit gerechnet haben - und der Finanzdruck auf die Verkehrsbetriebe war ja in den 90ern nun wirklich nicht ohne..