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Ach Schaffner, mal wieder was geschrieben...

Also, die Wagen 497 - 500 nebst zugehörigen Beiwagen 749 und 750 waren von 1981, nur 501- 504 von 1984. Warum hat man die Wagen so modernisiert wie man es getan hat? Auch hier liegt deine Aussage weit daneben! Der Zustand der Wagen war für Tatra-Betriebe vergleichsweise sehr gut. Man hat sich also überlegt, was man mit dem zur Verfügung stehenden Budget am besten leisten kann. Da man die Beschleunigersteuerung sehr gut im Griff hatte (die Wagen wurden ja immer paarweise gekuppelt und nur äußerst selten getrennt - die Beschleuniger waren gut synchronisiert), andererseits aber das Tatra-Dach mit seinen Blechdopplungen und -triplungen sehr rostanfällig war hat man eben jenes ersetzt. Aufgrund der bekannten Rostanfälligkeit des Daches hat man ja früher schon die Dachklappen entfernt und verschweißt. Folgerichtig wurde nun auch die Belüftung angegangen und durch die Druckbelüftung ersetzt. Neue Leuchtbänder gibt's auch in Leipzig mit altem Dach - das ist also kein Grund gewesen! Die Modernisierung war durchaus ein Erfolg, viele Wagen (u. a. auch 523-524) tragen noch heute ihren Originallack von 1993!

Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.

Die echte Seite über die Chemnitzer Straßenbahn: [www.strassenbahn-chemnitz.de]

Re: Chemnitz T3D mod.

geschrieben von: Jan Bochmann

Datum: 31.07.20 08:58

Guten Tag,

Schaffner77 schrieb:
...Man hat die Wagenkästen damals sandgestrahlt und ein neues Dach aufgesetzt. Dies war notwendig,da man im Wagen neue Leuchtbänder einbauen wollte und eingebaut hat. Dies wäre aber mit dem alten gewölbten Dach nicht möglich gewesen.
Leuchtbänder wurden in anderen Städten auch eingebaut, ohne ein neues Dach zu benötigen.

Schaffner77 schrieb:
Das Prallelement am führenden Triebwagen eines Großzuges wurde damals nach neuesten Erkenntnissen im Strassenverkehr eingebaut. Hat ja mittlerweile jeder NF Wagen.
Die meisten, aber nicht jeder.

Schaffner77 schrieb:
Des weiteren wurde eine zentrale Lüftung für den Fahrgastraum auf das neue Dach aufgesetzt...
Die hätte man sich schenken können, da völlig wirkungslos. Besser wären mehr Klappfenster gewesen, noch besser das Beibehalten der Schiebefenster, das ist aber hier nicht mehr zulässig.

Ebenso waren die neuen Sitze kein sonderlicher Fortschritt, und die Außenwandheizung schon gar nicht.

Schaffner77 schrieb:
...sowie neue Edelstahleinstiege und Außenschwenktüren eingebaut.
Diese Türen schließen einerseits dichter als die originalen Falttüren, haben aber im Winter immer wieder Probleme an den nicht geräumten Bahnsteigen gemacht. Solche Bahnsteige gab es jahrelang, weil sich CVAG und Stadt Chemnitz nicht einigen konnten, wer denn nun die Räumpflicht hätte. Inzwischen gibt es nahezu keinen Schnee mehr, da hat sich das weitgehend erledigt.

Schaffner77 schrieb:
Ich kenne keinen weiteren Betrieb, der derart aufwändig seine Tatra-Wagen modernisiert hat...
Das wundert mich nicht.

Äußerlich hat es auch Schwerin sehr weit getrieben. Technisch haben die meisten Betriebe mehr gemacht als Chemnitz, insbesondere eine modernere und energiesparende Steuerung eingebaut (einige aber nicht gleich bei der Modernisierung, sondern erst nachträglich).

Was ich noch vergessen hatte: In Leipzig hat man schließlich sogar 8 Beiwagen auf Niederflur umgebaut. Das hätte sich beim B3D noch besser gemacht wegen der größeren Breite. Den Beiwagen hätte man beim Großzug dann in die Mitte nehmen können, wie in Basel (CH).
Später haben viele Betriebe in CZ so etwas auch bei Triebwagen gemacht, allerdings sind diese (etwas längeren) Wagenkästen neu und ich zähle sie daher nicht wirklich als "Modernisierung" - obwohl es oft so abgerechnet wurde.

Grüße,
Jan B.

Edit: Noch etwas mehr geschwätzt



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 09:11.
Mir unbegreiflich was an der Modernisierung auszusetzen sein soll.

Eine Modernisierung soll auch möglichst weit vom Original abweichen, sonst hätte man den gleich so lassen können. Ne Rote hat jeder Betrieb, ein modernisierter ist hingegen viel prägender im Stadtbild.

Solche zarten Modernisierungen wie Dresden z.b kann man doch in die Tonne hauen. Warum nicht gleich original mit anderer Steuerung? Die Chemnitzer sind von allen Umbauten am besten gelungen, ist wenigstens eien richtige Modernisierung gewesen. Auch Halle hat nicht gerade Schönheiten zustande gebracht.

? zur Steuerung in C

geschrieben von: SES

Datum: 31.07.20 14:55

Die Modernisierungen wurden ja seinerzeit gefördert. Die Steruerung mittels Beschleuniger galt schon zu DDR Zeiten als Stromfresser.

? Warum hat man, wenn dem so ist, die Steuerung mittels Beschleuniger in den Chemnitzer Fahrzeugen beibehalten?

"Eine Modernisierung soll auch möglichst weit vom Original abweichen." ? Mit welchem sinn?

Ist es nicht so, das eine Modernisierung da zu dienst, ein Fahrzeug aktuellen Gegebenheiten anzupassen? In Leipzig gab es für die recht neuen T6A2/ B6A2 nur Teilmodernisierungen ;-).



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 14:58.
Kilian87 schrieb:
Mir unbegreiflich was an der Modernisierung auszusetzen sein soll.

Eine Modernisierung soll auch möglichst weit vom Original abweichen, sonst hätte man den gleich so lassen können. Ne Rote hat jeder Betrieb, ein modernisierter ist hingegen viel prägender im Stadtbild.

Solche zarten Modernisierungen wie Dresden z.b kann man doch in die Tonne hauen. Warum nicht gleich original mit anderer Steuerung? Die Chemnitzer sind von allen Umbauten am besten gelungen, ist wenigstens eien richtige Modernisierung gewesen. Auch Halle hat nicht gerade Schönheiten zustande gebracht.
Das ist hoffentlich ein Spaß...Chemnitz hat die Fahrzeuge verhunzt wie keine andere Stadt.
Ich finde sie zwar erhaltenswert aber optisch sind sie zum kotzen. Da hat Dresden ein gutes Händchen gehabt und die originale Form der Fahrzeuge behutsam angepasst.
Die Beibehaltung der antiquierten Steuerung tut ihr übriges...wenn du deine Aussage
Zitat
Eine Modernisierung soll auch möglichst weit vom Original abweichen

Ernst meinen würdest...dann wäre das mit der Steuerung ein NoGo.

Fährt ab auf GT4, DoT4, O307 und co.
Der offizielle SHB-Blog: [shb-ev.com]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am heute, 11:50:25.
Halle hat bis auf die Seiten (Dach, Türen) auch eine weitgehen am Original bleibende Variante gewählt.

Warum außer die beiden Prototypen in Leipzig die Serie und auch später die ersten beiden Eckige Scheinwerfer bekamen verstehe ich nicht 😒.
Nein ist ernstgemeint, verhunzt ist Halle. Die Chemnitzer sind wenigstens in einem einheitlich passenden Design gehalten. In Halle passt vorne und hinten nichts zusammen. Und Dresden hätte sich seine Modernisierung gleich sparen können. Die neue Steuerung rein und den Rest so gelassen, macht keinen Unterschied.

Chemnitz hat sich wirklich mal was einfallen lassen, bei den anderen wurde nur bissl was rangeklatscht oder kaschiert. Hat nichts mit modernisiert zu tun.
T3R.PV schrieb:
Ach Schaffner, mal wieder was geschrieben...

Also, die Wagen 497 - 500 nebst zugehörigen Beiwagen 749 und 750 waren von 1981, nur 501- 504 von 1984. Warum hat man die Wagen so modernisiert wie man es getan hat? Auch hier liegt deine Aussage weit daneben!


Da ist mir bei der Lieferserie und dem Baujahr doch tatsächlich ein Fehler unterlaufen. Entschuldigung dafür. Ansonsten spricht @ T3R.PV in von ihm gewohnter herablassender und schulmeisterlicher Art und Weise...
Aber so kennt man ihn seit 1988...
Kilian87 schrieb:
Uand Dresden hätte sich seine Modernisierung gleich sparen können. Die neue Steuerung rein und den Rest so gelassen, macht keinen Unterschied.

Chemnitz hat sich wirklich mal was einfallen lassen, bei den anderen wurde nur bissl was rangeklatscht oder kaschiert. Hat nichts mit modernisiert zu tun.

Mh... dann habe ich wohl die modernisierten Dresdner falsch in Erinnerung. Ich meine mich eigentlich zu erinnern, dass die modernisierten T4D neben der (zugegebenermaßen ausgenommen weniger Fahrzeuge) modernisierten Steuerung sich vom Original in zahlreichen Punkten deutlich unterscheiden... Fenster, Türen (zugegebenermaßen auch bei den ersten nicht, okay), Innenraum, Fahrgastinformation... aber lassen wir das. Die Modernisierung gibt es nämlich nicht und jeder Betrieb hat das gemacht, was ihn am ehesten angesprochen und inspiriert hat und was er für notwendig betrachtete.
Wir sollten uns lieber an der bunten, experimentierfreudigen Zeit der 90er erfreuen, als uns über persönliche Geschmäcker zu unterhalten.

Viele Grüße vom
http://abload.de/img/bild4310headb.jpg
Zu Chemnitz: Ich habe gelesen, das 501 bis 504 Bj. 1983 sind, also wie die Schweriner T3D 401-416, z.B. hier: > [www.tram2000.com]
Kann natürlich sein das die Lieferung erst Anfang 1984 erfolgte. Bau-und Lieferjahr stimmten nicht immer überein, da Tatra-Lieferungen mehrmals über den Jahreswechsel erfolgten.

Zu Dresden: Es gab aber auch sehr verschiedene Modernisierungsvarianten: > Prototyp T4DM, T4DMS, T4DMT, TB4DMS und T4DMI, die Beiwagen mal ausgenommen.

Zu Leipzig: Runde Scheinwerfer besaßen anfangs bis zur Serienangleichung die Wg. 2127, 2130, 2147, 2148 u. 2157. Das waren die "Emmis" mit den Bordcomputern von "Meister-Electronic".
WIMRE hatten anfangs auch noch die Wg. 2138 u. 2139 "runde Augen", die hatten dann schon Bordcomputer IBIS1 von "Siemens".

+++Freundliche Grüße aus der Straßenbahnstadt Leipzig vom ehemaligen "Bimmelkutscher" Frank/Baujahr 1964+++





4-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 18:25.
BJ1964 schrieb:
Zu Chemnitz: Ich habe gelesen, das 501 bis 504 Bj. 1983 sind, also wie die Schweriner T3D 401-416, z.B. hier: > [www.tram2000.com]
Kann natürlich sein das die Lieferung erst Anfang 1984 erfolgte. Bau-und Lieferjahr stimmten nicht immer überein, da Tatra-Lieferungen mehrmals über den Jahreswechsel erfolgte

Ja, das Baujahr kann gut sein. Ich habe in meinen Aufschrieben leider nur das Inbetriebnahmedatum. Das ist der 1. Februar 1984, insofern ist ein Baujahr 1983 natürlich wirklich sehr plausibel.

Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.

Die echte Seite über die Chemnitzer Straßenbahn: [www.strassenbahn-chemnitz.de]




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 21:48.

Re: [C] Das Ende einer Ära

geschrieben von: T3R.PV

Datum: 01.08.20 21:46

Anlässlich des Chemnitzer Parksommers will man ja u. a. "den Abschied (vom Tatra) erlebbar machen". Langsam kann man das auch sehen...


20200801_190909.jpg

Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.

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Zitat
Und Dresden hätte sich seine Modernisierung gleich sparen können. Die neue Steuerung rein und den Rest so gelassen, macht keinen Unterschied.
Allein die Glühbirnen-Beleuchtung im Fahrgastraum war doch längst überholt. Da dürften sich die Leuchtbänder mit den Sparlampen mit Sicherheit gerechnet haben - und der Finanzdruck auf die Verkehrsbetriebe war ja in den 90ern nun wirklich nicht ohne..
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