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In Augsburg gab es auch eine Umspurung: Pferdebahn 1.435 mm, Strassenbahn 1.000 mm

Walter König

Webmaster der FdAS-Homepage

Re: Stuttgart

geschrieben von: kossmann

Datum: 27.07.20 11:12

Degerlocher schrieb:
Der Umbau der SPE-Strecken auf Normalspur wurde 1893 abgeschlossen,
Du wolltest sicher "Meterspur" schreiben.

Danke für den Hinweis, berichtigt!

geschrieben von: Degerlocher

Datum: 27.07.20 14:38

kossmann schrieb:
Degerlocher schrieb:
Der Umbau der SPE-Strecken auf Normalspur wurde 1893 abgeschlossen,
Du wolltest sicher "Meterspur" schreiben.
Danke für den Hinweis, ich habe es berichtigt!


Edit: Betreff klargestellt



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.07.20 15:05.

Dresden

geschrieben von: EnricoHertig

Datum: 31.07.20 10:02

Hallo,

mit Einführung der Pferdebahn um 1872 wurde die Spurweite von 1440 mm gewählt.
Später ab 1893, mit Einführung der elektrischen Straßenbahn, wurde die Spurweite dann auf 1450 mm umgestellt.
Die Umstellung von Pferdestraßenbahn auf elektrische Straßenbahn dauerte ungefähr 10 Jahre.
In Dresden ist die Spurweite von 1450 mm heute Standard.

Grüße aus Dresden!
Ein Hinweis in eigener Sache:
Viele interessante Hobby-Doku-Videos, zum Thema Eisenbahn und Modelleisenbahn, gibt es auf meinem YouTube-Kanal: [www.youtube.com]

Re: Dresden

geschrieben von: antonstädter

Datum: 31.07.20 11:59

Die "Umspurung" in Dresden war wohl eher ein organisches Phänomen. Höchstwahrscheinlich hat sich die Spurweite im Laufe der Jahre wohl von selbst "umgestellt", bei den weitgehend unbefestigten Straßen in den Vororten und der ursprünglichen Längsschwellenbauweise bei gleichzeitigem Einsatz der schweren Decksitzwagen der "Conti" auch nicht verwunderlich.

Aus Leipzig ist überliefert, dass man den ähnlichen Gegebenheiten nicht durch eine aufwändige Gleiskorrektur Rechnung trug, sondern durch die vergleichsweise einfachere Anpassung der Radsätze der Pferdebahnwagen. Für Dresden kann mit einiger Sicherheit Gleiches angenommen werden, was die abnormen Spurweiten in beiden Städten erklären dürfte. In sämtlicher Literatur ist auch nur zu Beginn des Pferdebahnbetriebs von 1440mm die Rede, später stets von 1450mm. Eine wirkliche stichhaltige Erklärung dieses Phänomens habe ich aber zumindest für Dresden noch nirgendwo gefunden, und über das "Umspurungsproblem" geht man stets stillschweigend hinweg. 10 Millimeter Differenz sind ja nun auch beim damaligen Stand der Technik und den niedrigen Geschwindigkeiten nicht so erheblich.

Die 1440 mm (sprich quasi englische Regelspur) sind in der Literatur auch nur für die "Conti"-Linie überliefert. Die Grafik zeigt den 1979 von der "Conti" gepachteten Wagen 5 bereits im gelben Lack der Tramways Company of Germany Ltd. Vermutlich lief er da schon auf "breiterer" Spur.

https://abload.de/img/pfw5excontisrkwv.jpg

Re: Dresden

geschrieben von: SES

Datum: 31.07.20 14:26

"Als Normalspur, Regelspur oder Vollspur bezeichnet man bei Eisenbahnen eine Spurweite mit einem Nennmaß von 1435 Millimetern (4′ 8,5″) zwischen den Innenkanten der Schienenköpfe. In der Anfangszeit des Eisenbahnverkehrs wurde diese Spurweite auch als Stephenson-Spur bezeichnet."

Die 1435mm dürfen anfänglich für Dresden und Leipzig angenommen werden. Woher auch immer für DD 1440mm kommen...

Beim Unterschlagen der Spurerweiterung auf 1450mm in DD oder 1458mm in L dürften die Betriebe ähnliche wege gegangen sein.
Nach dem Motto: "Kommt darauf an wo man den Zollstock anhält" 😉.

Re: Dresden

geschrieben von: derasselner

Datum: 31.07.20 19:39

Wie läuft das eigentlich bei Neuwagen für DD oder L, ich nehme an es sind Regelspur-Fahrgestelle und nur die Radprofilierung wird angepasst?

Re: Dresden

geschrieben von: antonstädter

Datum: 31.07.20 20:11

Das würde ich bei 15 bzw. 23 Millimetern Abweichung doch für etwas gewagt halten...

Re: Dresden

geschrieben von: SES

Datum: 31.07.20 23:33

Dresden, hatte laut Literatur von Anfang an 1440mm.

Leipzig:
"Die ersten Strecken der Pferdebahn (LPE) wurden aus Sparsamkeitsgründen mit ... sogenannten Loubat-Flachschienen ... von 1435mm, nach englischem Maßsystem 4' 8'' 6''' verlegt. ... des eindringende Oberflächenwasser ... als Folge der Belastung ... nach außen drückte. Dadurch war ... Ende der 1870er Jahre auf allen Strecken eine Spurwerweiterung auf durchschnittlich 1460mm eingetreten. ... in offizielle Dokumentation gab man nur 1438mm zu." Gekürzt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 23:42.
stahlwieeisen schrieb:
als verkehrshistorisch Interessierter möchte ich gerne mal wissen, in welchen deutschen Städten bei der Umstellung von Pferdebahn auf elektrische Strassenbahn das vorhandene Netz teilweise oder komplett umgespurt wurde. ... Gab es noch mehr Umspurungen, damals im deutschen Kaiserreich vor ca. 120 Jahren?
Selbstverständlich.
Beispielsweise war die ab 1881 durch eine private Gesellschaft eröffnete Pferdebahn in Königsberg (Ostpreußen) normalspurig und wurde bis 1897 auf sieben Linien erweitert.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/ba/K%C3%B6nigsberg_Castle.jpg/800px-K%C3%B6nigsberg_Castle.jpg
Pferdebahn vor dem Königsberger Schlossturm, vor 1900 (Quelle Wikipedia, Autor unbekannt, gemeinfrei)

Die Stadt Königsberg baute ihrerseits ab 1895 eigene bereits elektrische Strecken in Meterspur. 1900 bis 1901 wurden alle Pferdebahnstrecken umgespurt, elektrifiziert und schließlich bis 1909 von der Stadt übernommen. So entstand ein großes zusammenhängendes Meterspurnetz, das von den 1922 gegründeten Stadtwerken betrieben wurde. Bis 1938 kamen weitere Neubaustrecken hinzu. Leider wurde der Betrieb durch die Kriegszerstörungen schwer getroffen und musste im Januar 1945 eingestellt werden.
Unter sowjetischer Verwaltung erfolgte ab Ende 1946 der Wiederaufbau fast zu alter Größe, bis um 2000 der Niedergang einsetzte. Heute gibt es nur noch eine einzige Linie.

So long

Mario
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