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Hallo zusammen,

an zwei Tagen Ende Juni 2020 bin ich erneut in Braunschweig auf die Jagd gegangen.

Erstmals mit Fahrrad, was mir ermöglicht hat, nebenbei noch bequem die Linienäste zu besichtigen, die ich bei früheren Besuchen noch nie angesehen hatte (die 3 nach Volkmarode jenseits des Bahnhofs Gliesmarode, die 1 und 2 über die Haltestelle Sachsendamm hinaus sowie die 3 und 5 über die Haltestelle Donauknoten hinaus). Diese Streckenabschnitte fand ich allerdings nur sehr teilweise fotogen und ich habe dort unterschiedlich viele Bilder gemacht, an der 2 Süd gar keines.

Die Fotostrecke deckt vor allem den Linienweg der 10 ab, mit Abstechern nach Gliesmarode und nach Stöckheim.

Dabei möchte ich mich vorab ganz herzlich zum einen für die fleißigen Hochflur-Meldungen bedanken, zum anderen für die grandiose "Brutalismus"-Fotostrecke von Tobias, aus der ich einige neue Anregungen gezogen habe. Einzig die Stadthalle ist mir nicht gelungen, das Motiv muss man wohl Sonntags oder zu "Lockdown-Zeiten" versuchen, und den Abschnitt des Bohlwegs auf Höhe Rathaus und Schloss habe ich diesmal absichtlich ausgelassen, um mich auf andere Stellen zu konzentrieren.

Viele Grüße
Manuel


(1) Wir starten am Ring-Center mit Zug 7758+7775, der als Linie 10 aus der Schleife kommt.
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(2) Zur Expo 2000 wurde das Nahverkehrsterminal vor dem Hauptbahnhof errichtet.
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(3) Zug 8157+8175 durchquert auf dem Kreisverkehr vor dem Hauptbahnhof ein violettes Blütenmeer - es handelt sich dabei um eine Sorte von Zierlauch (Allium).
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(4) Blick in die Gegenrichtung (nachmittags). Der 1960 eröffnete Braunschweiger Hauptbahnhof gehört zu den bekanntesten Bauwerken der Nachkriegsmoderne in Deutschland.
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(5) Zug 0758+7472 in der Bahnhofstraße
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(6) Begegnung zwischen 7758+7775 (links) und 7756+7776 zwischen den Haltestellen Campestraße und John-F.-Kennedy-Platz ...
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(7) ... und bei vorgerückter Sonne von der anderen Straßenseite dort 8157+8175 (links) und 8165+8471. Im Hintergrund das Hochhaus des BraWo-Parks am Hauptbahnhof.
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(8) Auguststraße mit der Chorseite der Aegidienkirche. Die Kirche (erbaut ab 1278 bis 1478) hatte übrigens nie Türme - alle Versuche, Glockentürme zu erbauen, scheiterten immer wieder am Baugrund.
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(9) Nachmittags von der gegenüberliegenden Straßenseite.
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(10) 8157+8175 vor Galeria Kaufhof (ex. Horten). Aus architektonischer und denkmalpflegerischer Sicht ist es ein Frevel, dass bei einer Renovierung das Glasband in die Fassade eingefügt wurde, damit ist leider auch der ansonsten naheliegende Denkmalschutz hinfällig. Es gibt kaum noch Kaufhäuser, an denen die Fassaden aus den sogenannten Hortenkacheln vollständig vorhanden sind.
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Schloss und Neues Rathaus habe ich diesmal übersprungen.

(11) Bohlweg mit der Haltestelle Hagenmarkt und im Hintergrund mit der Katharinenkirche am Hagenmarkt, deren Nordturm aus Geldmangel unvollendet blieb.
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(12) Wendenstraße auf Höhe Bockstwete, im Hintergrund die Haltestelle Am Wendentor.
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(13) Wendenstraße nördlich der Haltestelle Am Wendentor, links die neue Jugendherberge (2011-2015 erbaut).
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(14) Zug 8165+8471 vor dem Torschreiberhaus am Beginn der Wendenstraße (erbaut 1780–1790).
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(15) Markantestes Bauwerk an diesem Streckenabschnitt ist das Architektenhochhaus der TU Braunschweig im Stil des Brutalismus, das einen extremen Kontrast zu den klassizistischen Torhäusern bildet.
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(16) An der Einmündung der Straße Am Wendenwehr in die Mühlenpfordtstraße herrschen ebenfalls extreme architektonische Kontraste: Irgendwann ist man auf die schräge Idee gekommen, Hausfassaden mit Badezimmerfliesen zu verkleiden. Im Hintergrund türmt sich wie ein Gebirge das Studentenwohnheim "Affenfelsen" auf. Der Schlot dahinter gehört zum Heizkraftwerk Mitte an der Hamburger Straße.
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(17) Zweihundert Meter weiter mit Blick in die Gegenrichtung: Was für eine Idylle!
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(18) Haltestelle Hamburger Straße
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(19) Hamburger Straße auf Höhe Ludwigstraße. Wagen 8157+8175 erreichen gleich die Haltestelle Ludwigstraße. Rechts ein weiteres schön erhaltenes Gebäude mit "Klo-Kachel"-Fassade, vom Stil her mutmaßlich früher eine Tankstelle oder Autowerkstatt (ich weiß, Kacheln gibt es nur am Ofen, alles andere sind Fliesen).
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(20) Bereits etwas weiter stadtauswärts an der Haltestelle Stadion begegnen sich erneut 8165+8471 (links) und 8157+8175.
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(21) Schon ganz weit draußen Idylle zwischen den Haltestellen Lincolnsiedlung (hinten) und Hansestraße Ost. Das Wäldchen links ist allerdings nur ein rund 30 Meter breiter Streifen, dahinter verbirgt sich die Autobahn A391.
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(22) Am Vormittag des zweiten Besuchstags bin ich in nur 20 Minuten vom Hauptbahnhof bis zur Haltestelle Lincolnsiedling geradelt. Eigentlich hatte ich einen LHB erwartet, sonst hätte ich nicht so reingetreten. Der LHB-Kurs kam mir aber schon auf dem Hinweg entgegen, entweder stimmte die Meldung nicht oder ich hatte falsch gelesen. So blieb als Hochflurwagen nur der extrem schwierig zu fotografierende "Albino" 7756+7776.
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Nun machen wir einen Ausflug an die Strecke nach Volkmarode, die ich zuvor nur westlich der Bahnlinie besucht hatte.

(23) Los geht es in der Fallersleber Straße gleich hinter der Katharinenkirche mit diesem klassischen Hausgeräteladen.
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Den weiteren ausgesprochen sehenswerten Abschnitt bis zum Bahnhof Gliesmarode hatte ich schon vergangenes Jahr gezeigt und diesmal bewusst ausgelassen.

(24) Zwischen den Haltestellen Bahnhof Gliesmarode und Querumer Straße findet sich der "Gliesmaroder Turm". Ursprünglich handelte es sich um einen Wehrturm, der jedoch im 18. Jahrhundert abgerissen und durch eine Gaststätte ersetzt wurde. Der Wirt hatte bis ins 19. Jahrhundert gleichzeitig die Aufgabe, Chausseegeld, also Straßenmaut, zu kassieren.
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(25) Etwas weiter östlich beginnt der interessanteste Teil dieses Streckenabschnitts - die 1936 erbaute Bugenhagenkirche markiert den Anfang. Hier steigt die Berliner Straße durch eine vermutlich ebenfalls in dieser Zeit entstandene Siedlung aus dem Okertal auf eine Hochebene. Mehrere schöne Motive sind möglich. Bemerkenswert ist hier rechts auch das vermutlich in den 1950er Jahren vor ein Siedlungshaus angebaute Ladenlokal, das leider leer steht. Wieder die "Klo-Kacheln" ;)
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(26) Extrem zerschneidend wirkt der Straßenquerschnitt. Ich habe zwar jeweils nicht bei ersten Versuch autofreie Bilder hinbekommen, aber warum die Berliner Straße hier vier Fahrstreifen benötigt, erschließt sich mir nicht. Dagegen sind die Breiten von Geh- und Hochbordradweg ein völliger Witz. Vermutlich standen die Siedlungshäuser ursprünglich nicht direkt am Straßenrand, sondern hatten Vorgärten.
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Über den Messeweg hinaus fand ich die Strecke einschließlich der Endschleife völlig unfotogen.

Daher machen wir nun einen zweiten Ausflug nach Stöckheim. Mit dem Fahrrad unter den endlosen Eisenbahnüberführungen im Verlauf der Salzdahlumer Straße in der Nähe des Hauptbahnhofs hindurchzufahren, ist schon ein Erlebnis für sich, ebenso der weiterführende Abschnitt des Sachsendamms, zunächst entlang der Autobahn A39.

(27) Zwischen den Haltestellen Sachsendamm (im Mittellage oberhalb der Autobahn A36, Trennungspunkt der Linien 1 und 2) und der Haltestelle Trakehnenstraße verläuft die Straßenbahntrasse auf unabhängigem Bahnkörper gefühlt durch "Feld und Flur". Hier 0757+7471 kurz vor der Haltestelle Militschstraße. Der Hochhausriegel im Hintergrund müsste sich am Thüringenplatz befinden (im Verlauf der Linie 2 nahe Erfurtplatz).
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(28) Kurz vor der Haltestelle Trakehnenstraße, im Hintergrund die Brücke über den Springbach.
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(29) Haltestelle Stöckheim Markt. Hier wurde nach dem Jahr 2000 mit der Straßenbahnanbindung und der baulichen Neugestaltung (rechts) ein neues Zentrum geschaffen.
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Nur 100 Meter weiter findet sich ein sehr interessantes Gebäudeensemble: Dort wurden vermutlich in den 1950er Jahren die Vorgärten von sieben oder acht gleichartigen Siedlungshäusern mit einer durchgehenden Ladenzeile überbaut. Wer sich für Stadtentwicklung und Architekturgeschichte interessiert, kann dies im Hochsommer am frühen Abend bei passendem Sonnenstand aufnehmen. Am frühen Abend könnte im Hochsommer auch eine Nordansicht des Großen Weghauses möglich sein.

(30) Im weiteren Verlauf der Leipziger Straße finden sich noch alte Fachwerkhäuser, ...
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(31) ... hier kurz vor dem Großen Weghaus, im Hintergrund der neue "Marktplatz".
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(32) Das Große Weghaus ist ohne Zweifel das Top-Motiv an diesem Streckenast und eines der schönsten Straßenbahnmotive in Braunschweig. Ähnlich wie der Gliesmaroder Turm war es Gasthaus und Maut- beziehungsweise Zollstation zugleich, wurde aber bereits 1691 am "Herrschaftlichen Weg", einer herzoglichen Privatstraße zwischen Braunschweig und dem hier nur noch wenige Kilometer entfernten Wolfenbüttel, errichtet. Ein weiteres Highlight dieses Motivs ist links der Rokokopavillon (errichtet 1763 bis 1767), der zum hinter der Mauer gelegenen ehemaligen Schriftsassenhof gehört. "Schriftsässigkeit" bedeutete, dass ein Grund und Boden direkt dem Landesherrn unterstand und nicht dem örtlichen Amt und dessen Amtsgerichtsbarkeit ("Amtssässigkeit") - ein Privileg, das oft Rittergütern zustand. Wagen 0758+7472.
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Gerne hätte ich einen von zwei frühen Abenden noch in Stöckheim fotografiert, aber am ersten Tag war mir um diese Zeit in der Innenstadt nicht gelungen, was ich erreichen wollte.

(33) Endlich ist mir ein langgehegtes Wunschmotiv gelungen: Das Happy-Rizzi-House (1999-2001) an der Georg-Eckert-Straße. Im Hintergrund die Magnikirche - ab 1252 erbaut und Mittelpunkt des Magniviertels, eine der fünf sogenannten "Traditionsinseln" der Stadt Braunschweig, die den Zweiten Weltkrieg und den darauf folgenden autogerechten Stadtumbau überdauert haben.
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(34) Und zurück am "Affenfelsen". Diese Ansicht ist mir mit fast allen Typen gelungen - nur an beiden Tagen nicht mit den von mir geliebten LHB-Wagen. Alle Versuche, diese hier zu fotografieren, wurden jeweils komplett von einer Gegenbahn zugefahren. Ich habe lange überlegt, welches Bild ich hier zeige. Zuerst war ich beim "Albino-Düwag", der auf Fotos oft wie ein Platzhalter für eine Straßenbahn wirkt, fast wie aus dem Bild ausgeschnitten, stellvertretend für alle ;) Ich habe mich jedoch für diesen Beiwagenzug (0757+7471) umentschieden: Die Vollwerbung "Wohnungen in begehrten Lagen" passt vor der Betonkulisse und der Autoschneise (Rebenring, Teil der Ringstraße) einfach wie die Faust aus Auge und die warmen Farben bieten einen schönen Kontrast.
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(35) Zum Abschluss noch ein Bild von 8165+8471 auf der Betriebsstrecke am Lessingplatz - kurz bevor die Sonne hinter den Häusern verschwindet.
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Das war's. Ich hoffe, der Beitrag hat etwas Freude bereitet und ein paar neue Erkenntnisse gebracht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.07.20 21:04.
manuelberlin schrieb:
(26) Extrem zerschneidend wirkt der Straßenquerschnitt. Ich habe zwar jeweils nicht bei ersten Versuch autofreie Bilder hinbekommen, aber warum die Berliner Straße hier vier Fahrstreifen benötigt, erschließt sich mir nicht.
Zum Rasen? Wenn man dort knapp über 50 fährt, zischen die anderen Autos nur so an einem vorbei, gerne auch im Slalom. (Und nebenbei: Wenn man die Hans-Sommer-Straße zwischen Hagenring und Abtstraße nicht mit "Tacho 60" fährt, erwischt man die Grünphase nicht.) Allerdings war ich dort nie im morgendlichen Berufsverkehr unterwegs, den kenne ich nur als ehemaliger (fast) Anwohner vom Rebenring, und dann als Fußgänger, Radfahrer oder bestenfalls Businsasse. Und selbst da war ich zum Glück meist so früh unterwegs, dass ich das Gröbste verpasst habe.

Ich war schon eine Weile nicht mehr auf der Berliner Straße unterwegs, aber zwischen den Gleisen stand jahrelang ein abgeklebter Maststumpf, ich glaube von einem Fußgängerüberweg. Den hatte ein Autodieb auf der Flucht vor der Polizei niedergemäht, bevor er sich um einen Oberleitungsmast gewickelt hat. Keine Ahnung, warum er auf dem Weg nach Osten in Lehre von der A2 runter und nach Braunschweig rein ist.

manuelberlin schrieb:
Gerne hätte ich einen von zwei frühen Abenden noch in Stöckheim fotografiert, aber am ersten Tag war mir um diese Zeit in der Innenstadt nicht gelungen, was ich erreichen wollte.
Der Witz an Stöckheim (Braunschweig) ist, dass es inzwischen wesentlich größer ist als Groß Stöckheim (Wolfenbüttel).

Gruß,
Sven
Moin Manuel,

vielen Dank für diesen Bilderbogen in gewohnter Qualität.

Bild 25 dürfte die Bugenhagenkirche zeigen, nach einem Weggefährten Luthers, der 1528 in Braunschweig tätig war.

Viele Grüße
Sören
Hallo Manuel,

eindeutig haben die Fotos und die dazugehörigen Begleittexte gefallen!
Du nimmst einen einfach jedesmal auf eine spannende und meist packende
Art und Weise mit in deine Reisen.

Grüße Stephan.
vielen Dank für diesen tollen Bilderbogen bei absolut schönem Wetter sowie die informativen Erklärungen!

Da die mütterliche Linie meiner Vorfahren aus Braunschweig stammt, war ich bis zum Tod meiner Oma 1994 regelmäßig in Braunschweig, leider jedoch ohne dort Fotos zu machen.
Meine Oma wohnte zuletzt am Heidberg, daher ging die Fahrt nach der Ankunft mit dem Zug aus Richtung Rheinland immer mit der 2 bis zum Erfurtplatz. Das Hochhaus auf Bild 27 könnte der "i-Punkt" sein, das höchste Haus am Heidberg. War da nicht früher auch ein "i" auf dem Dach?
Außer den Fahrten vom und zum Bahnhof ging es sonst meist in die Stadt (Bohlweg) und auch mal zum Friedhof Helmstädter Straße.
Moin Manuel!

Freut mich, das mein "Brutalismus-Beitrag" scheinbar bleibenden Einduck hinterlassen hat und du uns nun an deinen beiden Ausflügen nach Braunschweig teilhaben lässt :-)

Für gerade einmal zwei Fototage eine beeindruckende Fotoausbeute - wenn ich bedenke, wie lange ich an einigen der Stellen schon herumgestanden habe, bis mal ein Kurs mit Sonne und ohne Autos (mit Hochflurer) geklappt hat... Wenigstens die Sonne scheint an beiden Tage kein Problem gewesen zu sein. Und die Stadthalle ist so eine Sache - ich glaube, da kann man auch an Sonntagen mal die vollen 2 1/2 Stunden, in denen das Motiv im Licht ist, ausharren, ohne das eine Aufnahme ohne "Auto-" oder "Passantenschaden" gelingt ;-)
Schön, dass du auch die 07er Hängerzüge mitgenommen hast, wer weiß wie lange diese ungewöhnlichen Gespanne noch laufen. Besonders das Bild am Affenfelsen mit dem BBG-Zug sticht dabei heraus! Mit einem derart langen Zug auch nur an den längsten Tagen im Jahr umsetzbar.
Den letzten Abschnitt der SL2 hinter dem Sachsendamm finde ich garnicht mal so unfotogen, verglichen mit einigen Abschnitten beispielsweise der SL3. Gerade die "Wald"-Endschleife Anklamannstraße ist doch durchaus lauschig. Die Sonnenspots sind zugegeben aber sehr kurz und Hochflurer schon seit Jahren die Ausnahme.

Da du scheinbar an den 81ern besonderen Gefallen findest, hier mal zwei Bilder aus dem August 2017, als 8155, bereits seines Beiwagens beraubt, sein letztes Gnadenbrot solo auf der SL 2 verdiente.

https://abload.de/img/t2017-08-16_009bsanklqjj8g.jpg
Die Endschleife Anklamannstraße ist doch fast schon idyllisch - der sommerliche Sonnenspot reicht allerdings maximal für einen 95er aus. Oder eben für einen solofahrenden Hochflurer, was allerdings in den vergangenen Jahren die absolute Ausnahme darstellte.

https://abload.de/img/t2017-08-28_007bssacho5kzk.jpg
Ebenfalls am 28. August 2017 zwischen Erfurtplatz und Sachsendamm. Abseits der seltenen Hochflureinsätze, ist diese Stelle besonders zur Herbstfärbung ein guter Anlaufpunkt.

Aufgrund des derzeitigen Fahrzeugeinsatztes aber durchaus verständlich, dass du für diesen Streckenabschnitt keine weitere Zeit investiert hast ;-)

Gruß aus Braunschweig,
Tobias

Mehr Reiseberichte und Serien rund um die Straßenbahn- und Schmalspurfotografie auf [www.tramtrain.de]
Verzeichnis meiner Berichte auf DSO: [www.drehscheibe-online.de]
https://www.tramtrain.de/wp-content/uploads/2019/04/Logo-Kopie3.jpg
Hallo Tobias,

danke!

Ja, Dein "Brutalismus"-Beitrag hat genau meinen Nerv getroffen, gerade wegen der intensiven Beschäftigung mit dem Umfeld, die man so nicht bei vielen Fotografen findet. Und das Thema Nachkriegsmoderne ist bei mir hoch im Kurs.

Mit der Ausbeute bin ich extrem zufrieden. Die Hängerzüge habe ich noch häufiger erwischt, oder Motive sowohl mit LHB als auch mit dem "Albino". Am Ende musste ich für den Beitrag eine Auswahl treffen. Die 81er haben es mir in der Tat angetan, ich hatte auch schon zweimal die Möglichkeit, diesen Typ in Trondheim zu fotografieren.

Die Linie 2 hinter dem Sachsendamm habe ich mir bis zur Endschleife angesehen. Gerade die Schleife ist in der Tat sehr, sehr schön, geradezu parkartig. Der Sonnenstand und die zu kleinen Sonnenstellen passten allerdings überhaupt nicht. Das hätte ich gezielt planen müssen beziehungsweise wäre dazu jetzt erst in der Lage, nachdem ich mir die Strecke einmal angesehen habe.

Ich habe mir auch noch ein paar andere Stellen angesehen. Zum Beispiel die Schleifenausfahrt am Petritorwall in Radeklint. Das ist wunderschön, aber ein derartiger Baumtunnel, dass es vermutlich selbst dann nicht geht, wenn die Sonne genau in der Achse steht. Vermutlich ebenfalls ein Herbstmotiv. Auch die Schleife Weststadt Weserstraße mit dem Blick über das Tal und dem Funkturm Broitzem. Aber ähnlich wie in der Anklamstraße habe ich keine Möglichkeit gefunden, das Motiv ansprechend umzusetzen.

Bei der Stadthalle kam Dir vermutlich der Lockdown sehr entgegen - ich habe hier in Berlin in dieser Zeit auch einige Motive aufnehmen können, an denen ich mich zuvor vergeblich versucht hatte.

Viele Grüße
Manuel


März 2014 oberhalb von Trondheim: Schmalere Spur, breitere Wagen, aber unverkennbar.
http://www.wortundgestalt-webservices.de/foren/dso/norwegen/trondheim/_D714129.jpg




DB 399 101-5 schrieb:
Moin Manuel!

Freut mich, das mein "Brutalismus-Beitrag" scheinbar bleibenden Einduck hinterlassen hat und du uns nun an deinen beiden Ausflügen nach Braunschweig teilhaben lässt :-)

Für gerade einmal zwei Fototage eine beeindruckende Fotoausbeute - wenn ich bedenke, wie lange ich an einigen der Stellen schon herumgestanden habe, bis mal ein Kurs mit Sonne und ohne Autos (mit Hochflurer) geklappt hat... Wenigstens die Sonne scheint an beiden Tage kein Problem gewesen zu sein. Und die Stadthalle ist so eine Sache - ich glaube, da kann man auch an Sonntagen mal die vollen 2 1/2 Stunden, in denen das Motiv im Licht ist, ausharren, ohne das eine Aufnahme ohne "Auto-" oder "Passantenschaden" gelingt ;-)
Schön, dass du auch die 07er Hängerzüge mitgenommen hast, wer weiß wie lange diese ungewöhnlichen Gespanne noch laufen. Besonders das Bild am Affenfelsen mit dem BBG-Zug sticht dabei heraus! Mit einem derart langen Zug auch nur an den längsten Tagen im Jahr umsetzbar.
Den letzten Abschnitt der SL2 hinter dem Sachsendamm finde ich garnicht mal so unfotogen, verglichen mit einigen Abschnitten beispielsweise der SL3. Gerade die "Wald"-Endschleife Anklamannstraße ist doch durchaus lauschig. Die Sonnenspots sind zugegeben aber sehr kurz und Hochflurer schon seit Jahren die Ausnahme.

Da du scheinbar an den 81ern besonderen Gefallen findest, hier mal zwei Bilder aus dem August 2017, als 8155, bereits seines Beiwagens beraubt, sein letztes Gnadenbrot solo auf der SL 2 verdiente.

[abload.de]
Die Endschleife Anklamannstraße ist doch fast schon idyllisch - der sommerliche Sonnenspot reicht allerdings maximal für einen 95er aus. Oder eben für einen solofahrenden Hochflurer, was allerdings in den vergangenen Jahren die absolute Ausnahme darstellte.

[abload.de]
Ebenfalls am 28. August 2017 zwischen Erfurtplatz und Sachsendamm. Abseits der seltenen Hochflureinsätze, ist diese Stelle besonders zur Herbstfärbung ein guter Anlaufpunkt.

Aufgrund des derzeitigen Fahrzeugeinsatztes aber durchaus verständlich, dass du für diesen Streckenabschnitt keine weitere Zeit investiert hast ;-)

Gruß aus Braunschweig,
Tobias



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.07.20 22:06.
Hallo Sören,

danke für die Korrektur mit der Bugenhagenkirche, der Fehler war wohl der späten Stunde geschuldet.

Hallo Falco,

danke auch für Deine Ergänzung. Jetzt, wo Du es erwähnst, meine ich auch vor Ort irgendwo "i-Punkt" gelesen zu haben. Aber ich konnte mich nicht mehr genau erinnern und fand es nirgends wieder.

Viele Grüße
Manuel

falco973 schrieb:
Das Hochhaus auf Bild 27 könnte der "i-Punkt" sein, das höchste Haus am Heidberg. War da nicht früher auch ein "i" auf dem Dach?
Schöne Fotos dabei, auf jeden Fall. Dabei brauche ich jetzt nicht nochmal erwähnen, was meine favorisierten Motive sind, das hat sich seit dem inspirierenden Brutalismus-Fotobeitrag vor ein paar Wochen nicht geändert.

Aber sag, gefallen Dir die 95er nicht? Ich finde die 90er-Jahre-Niederflurwagen ziemlich gelungen, die GT6S aus Braunschweig gehören dazu. Auch wenn man sie mittlerweile durch die Farbgebung stark 'verhunzt' hat.

Manuel schrieb:
(26) Extrem zerschneidend wirkt der Straßenquerschnitt.
Hier zeigt sich aber was aus meiner Sicht ganz tolles: Braunschweig setzt kaum auf fußgängergängelnde Gitter. Da sind manche Städte und Straßenbahnbetriebe deutlich gruseliger drauf (beispielsweise Schwerin). So wie im Bild gezeigt ist das doch ganz okay. Mag der Straßenquerschnitt übertrieben sein, aber wenn gerade mal kein Auto kommt, kann man die Piste offenbar überall queren. So muss das!
Hallo Tramfreak!

Zu Deinem zweiten Punkt zuerst:

Tramfreak schrieb:
Zitat:
Braunschweig setzt kaum auf fußgängergängelnde Gitter. Da sind manche Städte und Straßenbahnbetriebe deutlich gruseliger drauf (beispielsweise Schwerin). So wie im Bild gezeigt ist das doch ganz okay. Mag der Straßenquerschnitt übertrieben sein, aber wenn gerade mal kein Auto kommt, kann man die Piste offenbar überall queren. So muss das!

Da hast Du völlig recht. Geländer sind bislang glücklicherweise eher begrenzt zu finden. Ich bin übrigens unverschämterweise dreimal von der Haltestelle Rathaus durch die Haltestelle Hagenmarkt bis zur Kreuzung am Hagenmarkt auf dem Gleiskörper geradelt. Genauso schnell geht es tatsächlich, wie eigentlich vorgesehen, durch die Parallelstraße bis zum Wendentor, aber wenn man fotografieren will, geht es nicht immer nur um "schnell". In diesem Bereich finden sich aber in der Tat viele Geländer an der Trasse, anders als in anderen Bereichen Braunschweigs.

Tramfreak schrieb:
Aber sag, gefallen Dir die 95er nicht? Ich finde die 90er-Jahre-Niederflurwagen ziemlich gelungen, die GT6S aus Braunschweig gehören dazu. Auch wenn man sie mittlerweile durch die Farbgebung stark 'verhunzt' hat.
Dazu ein klares "jein". Die GT6 gefallen mir in der neuen Hauslackierung recht gut, aber ich habe aktuell keinen werbefreien Wagen dieses Typs mehr gesehen. Generell finde ich die in die Schürze integrierten Leuchten nicht so schick. Die Front der LHB/Alstom-Niederflurwagen erinnert mich immer wieder an das Maul eines Karpfens, da kann ich mir nicht helfen. Diese Wagen stachen für mich in Braunschweig auch als die mit Abstand lautesten Wagen heraus, was vermutlich an den Kleinrad-Drehgestellen liegt.

Viele Grüße
Manuel

Der einzige werbefreie LHB/Alstom-Niederflurwagen, den ich aktuell gesehen habe:
http://wortundgestalt-webservices.de/foren/dso/braunschweig/_D852295.jpg

In der neuen Lackierung kann ich den GT6 trotz der komischen Frontschürze erstmals etwas abgewinnen. Leider habe ich aktuell keinen Wagen dieses Typs ohne unschöne Werbung gesehen. Sie waren aber auch einfach nicht auf den Strecken unterwegs, die ich jetzt im Juni im Fokus hatte. Foto vom Mai 2014:
http://wortundgestalt-webservices.de/foren/dso/braunschweig/_D738722.jpg


Am "Affenfelsen"-Motiv habe ich mir die Zähne ausgebissen oder besser gesagt die Beine in den Bauch gestanden. Einen GT6 gab es auch autofrei, aber der hatte eine unschöne schwarze Bandenwerbung, das Bild habe ich nicht bearbeitet:
http://wortundgestalt-webservices.de/foren/dso/braunschweig/_D852746.jpg

http://wortundgestalt-webservices.de/foren/dso/braunschweig/_D852777.jpg

http://wortundgestalt-webservices.de/foren/dso/braunschweig/_D852807.jpg

Nur bei den LHB hat es ärgerlicherweise lediglich für einen Nachschuss gereicht:
http://wortundgestalt-webservices.de/foren/dso/braunschweig/_D852736.jpg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.07.20 00:30.

Was für ein wahnsinniger blauer Himmel..!!!

geschrieben von: ASa

Datum: 26.07.20 13:22

Hallo,

eine tolle Dokumentation mit herrlich blauem Himmel.

Bis vor kurzem waren solche Tage selten - nun wird der Himmel wieder blau!

MfG - Asa

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Meine Windmühlenflügel sind:

Humorlosigkeit in Internetforen.

Ich weiß, es ist fast aussichts-
los, aber wer aufgibt, hat schon
verloren.

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