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 05 - Straßenbahn-Forum 

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Hallo in die Runde,

ich brauche mal euer geballtes Wissen. Für eine Recherche über Bauabläufe und -zeiten im Rahmen unserer Bürgerinitiative (ProCityBahn Wiesbaden) bin ich auf der Suche nach einer möglichst vollständigen Übersicht der Straßenbahnneubauten und -erweiterungen in Deutschland der letzten 20/30 Jahre. Meine Hoffnung, da gäbe es schon Übersichten im Netz, wurde enttäuscht. Daher meine Frage: Kennt ihr irgendwo eine Aufstellung? Oder bekommen wir aus dem Gedächtnis möglichst viel zusammen? Ich fang mal mit den beiden an, die ich spontan hinekomme:

* Mainz/Mainzelbahn
* München (zum Bahnhof Pasing)

Bei den Erweiterungen alles, was irgendwie signifikant ist. 100 Meter-Strecken eher nicht :)


Grüße aus Wiesbaden - hoffentlich bald mit eigener Straßenbahn :)
Ich würde die Liste deutscher Straßenbahnen in der Wikipedia abklappern und dann weiter filtern: Liste Straßenbahnen in Deutschland (in der Regel sollten dort auch die Erweiterungen in der Linienchronik oder Streckenchronik erfasst ssein)

Für Stuttgart (sofern Stadtbahnen auch zählen) gilt folgende Liste aus der Wikipedia, aus der ich Umbauten von Straßenbahn (1m) auf Stadtbahn (Normalspur) weggelassen habe, allerdings könnten genau diese bezüglich des Bauablaufs auch interessant sein, da häufig erst die Straßenbahn abgerissen wurde und dann komplett neu gebaut wurden - allerdings soweit möglich auf eigenem Gleiskörper (U2 2002 und U15 2007/2011 haben einen hohen Straßenanteil):
19. April 1993 Eckartshaldenweg (heute Pragfriedhof) – Killesberg [eigener Gleiskörper/Tunnel]
23. Mai 1998 Bopser – Ruhbank [abkürzender Tunnel]
22. Mai 1999 Mühlhausen – Neckargröningen [eigener Gleiskörper]
9. September 2000 Heumaden – Nellingen [eigener Gleiskörper]
2. Juni 2002 Obere Ziegelei – Hauptfriedhof [eigener Gleiskörper, wenige 100m; die Strecke Wilhelmsplatz - Obere Ziegelei ist teilweise auf der Straße, aber auf dieser fuhr wenige Jahre vorher noch die Straßenbahn]
16. Juli 2005 Hauptfriedhof – Neugereut [eigener Gleiskörper/Tunnel]
11. Dezember 2005 Freiberg – Mönchfeld [eigener Gleiskörper]
11. Dezember 2010 Möhringen Freibad – Fasanenhof Schelmenwasen [eigener Gleiskörper/Tunnel]
14. September 2013 Löwentor – Hallschlag [eigener Gleiskörper]
13. Mai 2016 Wallgraben – Dürrlewang [eigener Gleiskörper]
9. Dezember 2017 Hauptbahnhof – Milchhof, Hallschlag – Aubrücke [eigener Gleiskörper/Tunnel]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.06.20 13:50.
Da fällt mir auf die Schnelle seit meiner Geburt 1992 ein:
- München: Linie 23 komplett, Linie 19 nach Berg am Laim und nach St. Emmeran geht es mit den Linien 16 und 17.
- Bremen/Niedersachsen: Linie 4 nach Falkenberg.
- Mannheim: Linie 4(A) abwechselnd zum Käfertaler Wald und Waldfriedhof
- Heidelberg: Linie 26 nach Kirchheim und die Strecke durch die Bahnstadt mit 22 und 26
- Augsburg: Linie 6 nach Friedberg
- Ulm: Komplette Linie 2
- Oberhausen: Linie 112
- Bochum: Linie 302/309/310 nach Langendreer
- Düsseldorf: Wehrhahn-Tunnel
- Berlin: Zum Adlershof und Hauptbahnhof

Re: Straßenbahnprojekte der letzten zweidrei Jahrzehnte

geschrieben von: Pio

Datum: 23.06.20 14:14

Ergänzung für Berlin

Verlängerung Bornholmer Straße - Virchow Klinikum

In Vorbereitung
Hbf-Turmstraße
Verlegung Ostkreuz

Im Vorbeitrag genannter Abschnitt, Adlershof-Schöneweide/Umbau Schöneweide-Adlergestell/Bahnhofstunnel-Johannistal/Adlershof ist im Bau.

Und einiges ist in Planung.
Nur ein Beispiel, Neubaubetriebshof Adlershof.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.06.20 14:20.

Re: Straßenbahnprojekte der letzten zweidrei Jahrzehnte

geschrieben von: Acobono

Datum: 23.06.20 14:19

Hallo,

dazu noch Bonn und Köln:

1989 - 1992 Tunnel Ehrenfeld und Betrieb bis Bocklemünd

1992 Verlängerung nach Niehl Sebastianstraße

1994 Stadtbahntunnel Godesberg, Vorleistung Mehlem

1994 Verlegung Graurheindorf - Auerberg

2000 Bensberg (ist zwar nur eine Haltestelle und damit etwa 500m, allerdings großer technischer Aufwand sowie eine sehr aufwändige Haltestelle und Vorleistung zur Verlängerung)

2002 - 2018 Bocklemünd - Görlitzer Zentrum

[2004 - 20?? Nord-Süd Stadtbahn siehe unten]

2006 Fußballweltmeisterschaftsbahnhof Weiden-West (zwar auch hier wieder nur eine Haltestelle, aber auch hier wieder größerer technischer Aufwand sowie eine aufwändige 4-Gleisige Wendeanlage in Weiden-West)

2010 Ossendorf - Butzweilerhof

2012-2013 [Nord-Süd-Stadtbahn] Dom/Hbf & Breslauer Platz/Hbf - Heumarkt

2015 [Nord-Süd-Stadtbahn] Schönhauser Straße - Severinstraße

Relevant sind außerdem sonst noch die diversen Ausbauten zur Zweigleisigkeit auf der Vorgebirgsbahn [2006-20??] sowie der de facto Komplettumbau des Abschnittes Heussallee - Hochkreuz [2004-2011], auch wenn sie keine neuen Streckenabschnitte darstellen.

Außerdem: 1992-2014 Saarbahn, komplett.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.06.20 14:21.
DUEWAG-IBK schrieb:
- Bremen/Niedersachsen: Linie 4 nach Falkenberg
- Berlin: Zum Adlershof und Hauptbahnhof
hinzu noch Verlängerung zu Franz. Buchholz, und die Wiedererrichtung in der Seestrasse... auch Bremen hatte viel mehr als bloß Linie 4

was mir noch einfällt:

- Dresden: Strecke nach Kaditz
- Hannover: Verlängerung nach Garbsen
- Jena: ganzes Ausbau um Lobeda einschl. Btf. Burgau
- Magdeburg: Reform und die Tangentenlinien
- Erfurt: Ringelberg, Flughafen u.v.m.
- Gera: Linie 1
- Zwickau: Neuplanitz

und natürlich Saarbrücken als neues Betrieb, sowie die "Tram-Train"-Systeme von Karlsruhe, Kassel, Chemnitz und Zwickau!
Für Frankfurt am Main wären das:

13:12.2003: Linie 17 Rebstockbad
11.12.2011: Linie 18 Preungesheim Ost
13:12.2014: Linie 17 Stresemannallee

Viel Erfolg nach Wiesbaden!

Philipp
Mannheim: B-Linie zur Rheingoldhalle,
Neuostheim - Arena/Maimarkt
Planetarium - Arena/Maimarkt

Heidelberg: Bunsengymnasium - Hans-Thoma Platz

http://www.abload.de/img/linie8nw3if1.jpg
Aus der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar
Veröffentlichungen und Forenbeiträge

Re: Straßenbahnprojekte der letzten zweidrei Jahrzehnte

geschrieben von: Hendi

Datum: 23.06.20 14:29

Das Nordhäuser Straßenbahnnetz wurde 1993 in den Osten der Stadt erweitert.

Re: Straßenbahnprojekte der letzten zweidrei Jahrzehnte

geschrieben von: KVB12

Datum: 23.06.20 14:35

Hallo :-)

Essen: Okt. 2014 Berthold-Beitz-Boulevard (teils Neubau, teils Reaktivierung).

Gruß

Sebastian





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.06.20 14:36.
DUEWAG-IBK schrieb:
Da fällt mir auf die Schnelle seit meiner Geburt 1992 ein:
- Augsburg: Linie 6 nach Friedberg
Wenn man den Zeitraum bis 30 Jahre nimmt, dann gehört da auch die Linie 3 dazu, welche 1996 eröffnet wurde. Die wird gegenwärtig übrigens gerade weitergebaut in die Nachbarstadt Königsbrunn, Eröffnung ist für Ende 2021 geplant.

Walter König

Webmaster der FdAS-Homepage

Re: Straßenbahnprojekte der letzten zweidrei Jahrzehnte

geschrieben von: ngt8c

Datum: 23.06.20 15:01

Kassel 1992 helleöhn
Kassel nach Baunatal
Kassel ins lossetal
Kassel nach Vellmar, alles seit 1992

Der schönste Düwag ....
.. kam von WEGMANN

Kassel ab 1990

geschrieben von: Tw666

Datum: 23.06.20 15:34

1992 Walther-Schücking-Platz - Helleböhn

1995 Mattenberg - Baunatal (Abschnitt bis Porschestraße, heute VW-Werk wurde schon 1994 eröffnet) (zwei Jahre Bauzeit). Interessant: Kurz nach Eröffnung musste der Fahrplan zwischen den beiden Hauptverkehrszeiten massiv ausgeweitet werden (Fahrtenanzahl verdoppelt 15 statt 30 Minuten Takt) um dem Ansturm gerecht zu werden), 1999 wurde eine Ausweiche in Betrieb genommen um ebenfalls in der Hauptverkehrszeit eine Verdopplung der Fahrten zu erreichen (7,5 statt 15 Minuten Takt).

1998 Helleböhn - Oberzwehren Mitte (Lückenschluss) (ein Jahr Bauzeit)

1998 Lindenberg - Kaufungen-Papierfabrik

2001 Kaufungen-Papierfabrik - Helsa (reaktivierung Eisenbahn und Neubau Straßenbahn)

2005 Scheidemannplatz - Lutherplatz (als Ersatz der Tunnelstrecke Hbf)

2006 Helsa - Hess. Lichtenau (Reaktivierung Eisenbahn, Neubau Straßenbahn)

2007 Tunnel Hauptbahnhof, Verbindung Eisenbahn/Straßenbahn

2011 Holländische Straße - Vellmar (2 Jahre Bauzeit)

Demgegenüber steht nur eine Strecke, welche Stillgelegt wurde (Brabanter Straße - Kurhausstraße 1995), welche aber nur eine Haltestelle bediente. Ebenfalls sind zwei Strecken in Betriebsstrecken umgewandelt worden (VW-Werk Schleife ab 1997 bis 2009 Betriebsstrecke und seit 2017 aufgrund einer BAB-Baustelle gesperrt) sowie Scheidemannplatz - Hauptbahnhof - Polizeipräsidium - Lutherplatz. Der Abschnitt Scheidemannplatz - Hauptbahnhof - Polizeipräsidium ist stillgelegt.

Weiterhin geplant sind die Strecken nach Waldau, zum Herkules und nach Harleshausen.
Ebenfalls in einer Machbarkeitsstudie sind weitere Entwicklungen im Zuge der RegioTram, wie eine neue Verbindung Baunatal - Bf. Wilhelmshöhe und Bf. Wilhelmshöhe - Bf. Niederzwehren - Papierfabrik.

Beste Grüße aus Kassel

666



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.06.20 15:40.

Hannover ab 1990

geschrieben von: Claus Rahtge

Datum: 23.06.20 16:52

Hallo.

ich hab für Hannover, außer der Verlängerung nach Garbsen die ja schon genannt wurde, noch folgende Verlängerungen zu bieten:
- Berliner Platz -> Langenhagen
- Freundallee -> Messe/Ost
- Mühlenberg (jetzt Mühlenberger Markt) -> Wettbergen
- Spange Legionsbrücke (direkter Fahrweg zwischen Waterloo und Krankenhaus Siloah)
- Kirchrode (jetzt Ostendstraße) ->Anderten
- Limmer -> Ahlem

Viele Grüße.
Claus

Karlsuhe, Heilbronn & Co ab 1990

geschrieben von: Meini92

Datum: 23.06.20 17:46

Hallo,

Von zwei bzw. drei Jahrzehnten zähle ich dem Zeitraum bis 1990.
Für Karlsruhe und Heilbronn ist mir folgendes auf die schnelle eingefallen:

Karlsruhe:

1997 Einführung der Linie S2 nach Stutensee-Blankenloch

2000 Eröffnung der Straßenbahn in der Brauerstraße
2000 Verlängerung in der Waldstadt zur Europaviertel (seit einigen Jahren aus Kostengründen von einem 10min Takt auf der Bedienung im 20min Takt reduziert)

2004 Eröffnung des Abschnitts nach Wolfartsweier (und damit die Linie 8, welche von einem anfänglichem 20min Takt auf einzelne Fahrten reduziert wurde)

2006 Eröffnung der Strecke in der Nordstadt nach Neureut-Heide
2006 Verlängerung der Linie S2 von Blankenloch nach Spöck

2008 Inbetriebnahme des neuem BHG (Betriebshof Gerwigstraße)

2012 Eröffnung der Südostbahn

Voraussichtlich kommen nächstes Jahr der Abschnitt Siemensallee - Knielingen 2.0 und der Inbetriebnahme des Tunnels in der Kaiserstraße und Ettlinger Straße - später die Straßenbahn in der Kriegstr. zur Vollendung der Kombilösung hinzu (Kommentare zum Zielnetz erspare ich mir dabei).
Unbekannt ist mir der Zeitraum, in dem die Schienen in der Baumeisterstraße herausgerissen wurden, um danach festzustellen, dass man eine Umleitungsstrecke braucht und kurze Zeit später wieder eingebaut wurden.


Es gibt allerdings eine lange Liste an weiteren möglichen Abschnitten, welche irgendwie gebraucht werden, und irgendwann umgesetzt werden sollen - wann weiß man nicht. Hier ein Auszug:
- Pulverhausstraße
- Stuttgarter Straße
- Verlängerung von Wolfartsweier nach Ettlingen bzw. den "Bergdörfern"
- Verlängerung der S2 nach Bruchsal (vor paar Jahren mit einem NKU Wert nache 0 gescheitert, weil die Linie kein eine mehr nahm. Die Diskussion ist (glücklicherweise) wieder entfacht, wenn man sieht wie voll die 123er und 125er Busse sind.)
- Verlängerung vom Turmberg nach Grötzingen
- Lückenschluss Neureut-Heide - Neureut-Kirchfeld
...
Bleibt abzuwarten, welche ernsthafter verfolgt werden, die Diskussionen werden schon seit einn paar Jahr(zehnten) geführt.

Heilbronn

Für Heilbronn ist die Wiedereinführung der Straßenbahn zusammen mit dem "Karlsruher Modell" in folgenden Etappen und Abschnitten erfolgt:

2001 Eröffnung des Abschnittes Heilbronn Hbf-Vorplatz - Harmonie

2005 Verlängerung von der Harmonie zum Pfühlpark (und weiter nach Öhringen)

2013 Eröffnung der Stadtbahn Heilbronn Nord im Abschnitt Harmonie - Neckarsulm (zusammen mit der Erneuerung zahlreicher Anschlüsse zur Industrie. Dort habe ich noch nie Betrieb gesehen und die Schienen vegetieren vor sich hin)

Eventuell ergibt sich ein dritter Abschnitt mit der Wiedereinführung der Bottwartalbahn, die aber vermutlich frühestens 203X in Betrieb genommen würde (es sei denn, die Rahmenbedingungen der Bauvorhaben sowie die der Finanzierung werden deutlich vereinfacht - ich rechne aber nicht damit)

Außerhalb Karlsruhe und Heilbronn sind noch folgende BoStra-Strecken in Betrieb gegangen:

1997 Innenstadtbedienung Wörth

2003 Bad Wildbad Kurpark

Die Ausbauten der Schnittstellen BoStra/EBO und die Eröffnungen der Abschnitte im EBO Bereich habe ich außen vor gelassen.
Gerne Ergänzungen, falls was vergessen wurde.

Viele Grüße (und hoffentlich baldiger Spatenstich der City-Bahn - wobei die Erweiterung in Mainz schätzungsweise vor der City-Bahn kommt...)
Meini

Edit: Rechtschreibteufel versucht zu eliminieren



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.06.20 17:52.

Re: Hannover ab 1990

geschrieben von: xqwitz

Datum: 23.06.20 17:53

Für Hannover hab ich da noch:

- Lahe (heute Paracelsusweg) nach Altwarmbüchen
- Lahe nach Misburg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.06.20 17:55.

Darmstadt (auf die Schnelle)

geschrieben von: Markus K.

Datum: 23.06.20 18:11

Guten Tag!

Für Darmstadt will ich hier mal kurz die letzten Neubaustrecken auflisten:

(- Verlängerung von Jugenheim nach Alsbach Beuneweg, 1979)
- Strecke nach Kranichstein Linien (4 und 5), seit 2003 in Betrieb
- Verlängerung der Strecke von Alsbach Beuneweg nach Am Hinkelstein (Linien 6 und 8), Inbetriebnahme Dez. 2008
- Verlängerung der Strecke von Arheilgen Hofgasse (jetzt Löwenplatz, im alten Ortskern gelegen) zur Haltestelle Dreieichweg (nördlicher Ortsrand), Linien 6, 7, 8, Sommer 2011
- "Lichtwiesenbahn" von der Haltestelle Jahnstraße zur TU Lichtwiese, derzeit im Bau ([www.lichtwiesenbahn.de])

Alle Daten aus wikipedia: [de.wikipedia.org]

Mit freundlichen Grüßen aus Darmstadt

M.K.

Re: Karlsuhe, Heilbronn & Co ab 1990

geschrieben von: JanH

Datum: 23.06.20 19:51

Meini92 schrieb:Zitat:
Unbekannt ist mir der Zeitraum, in dem die Schienen in der Baumeisterstraße herausgerissen wurden, um danach festzustellen, dass man eine Umleitungsstrecke braucht und kurze Zeit später wieder eingebaut wurden.
??
Es war nur das südliche Gleis (West-Ost), welches 2006 bis 2009 außer Betrieb war, und der Hintergrund war ein bisschen komplexer, als es so verkürzt dargestellt ist: Das Gleis wurde ursprünglich wegen Kanalbauarbeiten außer Betrieb genommen, und der Wiedereinbau hat sich deswegen verzögert, weil man die Strecke in dem Zusammenhang eigentlich richtig modernisieren wollte, also neben der damals noch ausstehenden Gleismittenerweiterung (vor 2006 war die Strecke damit auch nur bedingt für Umleitungen mit den 2,65 m breiten Fahrzeugen nutzbar) auch die Haltestelle an der Oberpostdirektion/Volkswohnung barrierefrei umbauen und auf einem kurzen Stückchen glaube ich auch etwas größere Umgestaltung des Straßenraums.
Durch die Kombilösung hat man die Gleismittenerweiterung dann vorgezogen, und dafür den restlichen Ausbau auf die lange Bank geschoben.

Re: Karlsuhe, Heilbronn & Co ab 1990

geschrieben von: Nils Carl Aspenberg

Datum: 23.06.20 21:13

Robert Schwandl hat eine komplette Liste über Streckeneröffnungen und Stillegungen von 2009 bis 15.3.2019 in Strassenbahnatlas Deutschland Ausgabe 2-5. Erwähnt werden auch die geplanten Strecken bis 2024.

Re: Hannover ab 1990

geschrieben von: 6087

Datum: 23.06.20 21:31

Hallo Claus,

es fehlt noch die Verlängerung von Lahe (ehemaliger Endpunkt Linie 3) nach Altwarmbüchen.

Der damalige Endpunkt Kirchrode heißt jetzt Ostfeldstraße.

Liebe Grüße

Joachim
Wenn Du auf UrbanRail.net die einzelnen Stadtseiten aufrufst und etwas weiter unten nachschaust, dann gibt es da Eröffnungsdaten für neuere Strecken. Die Daten sind da aber nicht unbedingt vollständig.

Ich weiss ja nicht weswegen Du eine solche Übersicht benötigst, aber in Deutschland gibt es ja nur Saarbrücken in einer vergleichbaren Situation mit Wiesbaden, wenn man mal von Verlängerung der Mühlheimer Straßenbahn in Oberhausen absieht. Argumente und Beispiele für eine neue Stadtbahn in Wiesbaden dürften doch ehr im Ausland zu finden sein, wo es eine ganze Reihe von Städte gibt, die Stadtbahn/Straßenbahn neu bauen. Ich weise da mal nur auf die skandinavischen Städte Tampere, Lund, Bergen, Kopenhagen, Odense und Aarhus hin.

In Düsseldorf wurden ab 1990 folgende Strecken neu in Betrieb genommen:
27.05.1990 Volmerswerther Strasse - Hellriegelwegstrasse (Linie 712; heute U72)
Ungefähr 600 Meter zweigleisige Strecke im Strassenraum mit zweigleisiger Wendeschleife, Toilettenanlage und zwei neuen Haltestellen für Strassenbahn. Kosten etwa 6,5 Millionen DM.
14.12.1991 Südpark - Universität Ost (Linie 707; heute U73 und U79)
Ungefähr 800 Meter zweigleisige Strecke auf eigner Trasse mit zweigleisiger Wendeschleife, Toilettenanlage und zwei neuen Haltestellenanlagen für Strassenbahn. Kosten etwa 12 Millionen DM.
26.09.1993* Hauptbahnhof - Ronsdorfer Strasse (U75)
Ungefähr 800 Meter zweigleisige Tunnelstrecke mit zwei U-Bahnhöfen (Hochflur) und Abstellanlage im Tunnel, sowie ungefähr 500 Meter oberirdische Zulaufstrecke auf eigenem Bahnkörper mit einem Hochbahnsteig. Kosten etwa 380 Millionen DM.
26.09.1993 Prinzenallee - Am Seestern (Linie 717; heute U77)
Ungefähr 550 Meter zweigleisige Strecke auf eigener Trasse im Strassenraum mit Stumpfendstelle und zwei Haltestellen mit Hochbahnsteigen.
15.06.2002* Hauptbahnhof - Werstener Kreuz (U74 und U77; heute auch U79)
Ungefähr 1500 zweigleisige Tunnelstrecke mit drei U-Bahnhöfen der Hochflurbauart, sowie ungefähr 1600 Meter oberirdische Zulaufstrecke auf eigenem Bahnkörper im Strasseneaum mit drei Hochbahnsteighaltestellen.
08.01.2014 Franziusstrasse - Medienhafen (Linie 719; heute 707)
Ungefähr 450 Meter zweigleisige Strecke auf eigener Trasse im Strassenraum mit zweigleisiger Wendeschleife und zwei NF-Haltestellen.
21.02.2016* Bilk S - Wehrhahn S (U71, U72, U73 und U83)
Ungefähr 3500 Meter zweigleisige Tunnelstrecke mit sechs U-Bahnhöfen in Niederflurbauart, sowie eine Haltestelle im Bereich der Tunnelrampe in Bilk. Kosten über 840 Millionen Euro. Um 1978 wurde schon eine Bauvorleistung über 170 Millionen DM am Kreuzungsbahnhof Heinrich-Heine-Allee errichtet.
07.01.2018 Rath S - ISS-DOME/Am Hülserhof (Linie 701)
Ungefähr 1900 Meter zweigleisige Strecke auf eigener Trasse im Strassenraum mit zweigleisiger Wendeschleife, Toilettenanlage und drei neuen NF-Haltestellen, sowie eine neue NF-Haltestellenanlage an der ehemaligen Endstelle in Rath.

* Neubaustrecken als Ersatz für Strassenbahnstrecken.

Voraussichtlich Juni 2024 wird die Hochflurstrecke zum Flughafen mit einem neuen U-Bahnhof am Flughafen eröffnet. Bei hoffentlich wenigen Klagen dann auch die neue Stadtbahnrheinbrücke mit der neuen U81 von Neuss Hbf bis Düsseldorf Flughafen im Jahre 2030. Über andere Streckenverlängerungen wird nachgedacht.

Sei noch zu bemerken, dass in Düsseldorf bei Neubaustrecken nur noch Stadtbahnfahrleitungen gebaut werden, also nachgespannter Fahrdraht, was die Neubaustrecken entsprechend verteuert. Dies gilt auch für alle die gelisteten Strecken.

MfG Volmerswerther

Re: Straßenbahnprojekte der letzten zweidrei Jahrzehnte

geschrieben von: Tw666

Datum: 23.06.20 23:57

Volmerswerther schrieb:
Sei noch zu bemerken, dass in Düsseldorf bei Neubaustrecken nur noch Stadtbahnfahrleitungen gebaut werden, also nachgespannter Fahrdraht, was die Neubaustrecken entsprechend verteuert. Dies gilt auch für alle die gelisteten Strecken.
Nach kurzer Recherche gehe ich davon aus, dass nachgespannte Fahrleitung eine normale Hockkettenfahrleitung analog zur "echten" Eisenbahn ist.
Dies dürfte doch heute eher die Regel als die Ausnahme bei Straßenbahnneubaustrecken oder großen Renovierungen sein...

Beste Grüße

666

Ulm!

geschrieben von: Schmalspurbahnfreund

Datum: 24.06.20 00:36

Ulm bietet die Besonderheit, dass sich die Länge der Straßenbahnstrecken seit 2009 fast vervierfacht hat!
Augsburg:

...ebenso die Verlängerungen der 1 (zum neuen Ostfriedhof), 2 (nach P&R Augsburg West) und 4 (nach P&R Augsburg Nord)

Neubaulinien waren die Linie 3 (zur Inninger Straße) und 6 (nach P&R Friedberg West).

Kürzere Neubaustrecken waren die Linie zur Messe (9) sowie zum neuen Stadion (8).

Daneben wurde der Königsplatz umgestaltet, aktuell ist ein Hauptbahnhoftunnel im Bau.

Die Erweiterung der 3 nach Königsbrunn wurde bereits erwähnt.

Geplant ist ebenfalls eine neue Linie "5" (die dann vermutlich mit einer der am Hauptbahnhof endenden Linien (4 oder 6) zusammengelegt werden wird), allerdings haben sich da die Fahrgastzahlen schlechter entwickelt als erwartet.

Allerdings beschreibt gerade der Augsburger Wikipediaartikel diese Änderungen sehr kurz und gut zusammenfassend - und sogar im richtigen Zeitraum: [de.wikipedia.org]

München:

Wiederaufbau Linien 16/17 (Hauptbahnhof - Romanplatz) sowie "Osttangente" Linien 15/25 (Wörthstr. - Ostfriedhof), Teile der St-Emmeram-Strecke sind ebenfalls ein Wiederaufbau

Neubau St. Emmeram (16/17), Schwabing Nord (23), Berg am Laim (19).

Stillgelegt wurden die Strecken nach Hasenbergl/Harthof (12/13), Fürstenried West und Lorettoplatz.

Geplant ist in München eine ganze Menge, schaun wir mal, was wird. Die Westtangente sowie die Strecke durch den englischen Garten dürften in trockenen Tüchern sein, die Verlängerung der 23 Richtung Kieferngarten vermutlich auch.

Auch hier gibt es ein zusammenfassendes Wikipedia-Kapitel: [de.wikipedia.org]

Nürnberg:

Hier wurde die Strecke zum Dokuzentrum (Dutzendteich - Dokuzentrum - Luitpoldhain) sowie die Strecke Thon - Am Wegfeld neu gebaut. Die Strecke nach Ziegelstein sowie die "Nordtangente" der Linie 9 wurden nach dieser Zeit noch eingestellt.

Geplant wird momentan die Strecke nach Erlangen.

Hier muss man sich ein paar Kapitel zusammenlesen, steht aber auch in der Wiki: [de.wikipedia.org]

Würzburg:

Der hiesige Wiki-Artikel ist nicht gar so umfangreich. Die einzige große Neubaumaßnahme ist so weit ich weiss die Strecke nach Heuchelhof/Rottenbauer. Da gibt es sicher andere, die das vielleicht ergänzen können. Vielleicht könnte jemand auch den Wiki-Artikel um die Zeit zwischen 1945 und "Stadtbahn-Ausbau" ergänzen?

Geplant/im Bau(?) ist die Strecke zur Universität ("Linie 6")

[de.wikipedia.org]

--

So, das Ganze hat mich jetzt ca. 20-25 Minuten Nachforschung gekostet. Und dabei kämpfe ich noch nicht mal für die Wiedereinführung einer Straßenbahn ;-)

Gruss, sepruecom

Aus einem sozialistischen System ein kapitalistisches zu machen, ist, wie aus einem Omelett ein intaktes Ei zu machen (Unbekannter Verfasser)

Der gescheiterte US-Präsidentschaftskandidat John McCain zu seiner Nachtruhe: Seit seiner Niederlage schlafe er wie ein Baby: "Zwei Stunden schlafen, aufwachen und heulen, zwei Stunden schlafen". Quelle




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.06.20 03:24.

Re: Straßenbahnprojekte der letzten zweidrei Jahrzehnte

geschrieben von: TOPCTEH

Datum: 24.06.20 10:18

Tw666 schrieb:
Volmerswerther schrieb:
Sei noch zu bemerken, dass in Düsseldorf bei Neubaustrecken nur noch Stadtbahnfahrleitungen gebaut werden, also nachgespannter Fahrdraht, was die Neubaustrecken entsprechend verteuert. Dies gilt auch für alle die gelisteten Strecken.
Nach kurzer Recherche gehe ich davon aus, dass nachgespannte Fahrleitung eine normale Hockkettenfahrleitung analog zur "echten" Eisenbahn ist.
Dies dürfte doch heute eher die Regel als die Ausnahme bei Straßenbahnneubaustrecken oder großen Renovierungen sein...
Ich glaube, das ist aber nur in Deutschland wirklich der Fall - und meistens potthässlich. Spontan fallen mir folgende Neubaustrecken mit Einfachfahrleitung ein: Strasbourg-Kehl, Limmattalbahn, Odense Letbane.

{Edit: Dem schweizer Fluss noch einen Buchstaben spendiert.}

Und tschüs!
Torsten aus Stuttgart

"Money ain't got no owners - only spenders." (Omar Little, The Wire)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.06.20 12:38.

Magdeburg

geschrieben von: ex-Magdeburger

Datum: 24.06.20 12:14

Für Magdeburg ist das relativ einfach: Es ist die 2. Nord-Süd-Verbindung mit 7(+1) Bauabschnitten. In Wohl so in der zweiten Hälfte der 90er debattiert und beschlossen 1999. Bauzeitraum 2000 bis schätzungsweise 2024, wobei es immer mal größere Zeiträume gab in denen gar nichts passiert ist. Weiter Infos hier: [www.mvbnetzausbau.de]
Beim gesamten Bauprojekt ist man etwa bei der Halbzeit, bei den Bauabschnitten 6 und 7 (die übrigens weit entfernt voneinander liegen) ist man gut dabei und will es im Dezember (BA7) bzw. im nächsten Jahr (BA6) fertigstellen. Problemfälle sind die BA4 und 5. Bei BA4 will man nicht die Bundesstraße 1 sperren sobald nicht ein anderes Bauprojekt fertig ist - das mit seiner Fertigstellung übrigens für 2022 prognostiziert wird, BA5 ist nicht mal Planfestgestellt. Es sollen private Flächen in Anspruch genommen werden und die Besitzer finden das natürlich nicht so soll und versuchen offenbar den Bau des BA5 zu verhindern.

Fertiggestellt sind:

- BA 1 (Europaring) im Jahr 2004
- BA 2 (Wiener Straße) im Jahr 2018
- BA 2a (Bestandsstrecke Leipziger Str.) im Jahr 2012
- BA 3 (Streckenverlängerung von der heutigen zwischenschleife Leipziger Ch. ins Plattenbauviertel) ebenfalls 2012

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass der Abzweig Klosterwuhne - (heutige Haltestelle) Ikea und die Strecke Westring - Südring Anfang der 90er fertiggestellt wurden. Für letztere ist die Strecke Haltestelle Arndtstraße - Hermann-Gieseler-Halle stillegelegt wurden. Aber das waren mehr oder weniger die letzten DDR-Projekte und fallen daher sicher aus der Wertung.
Eine kleine Randbemerkung sei mir dazu noch gestattet: Die Hermann-Gieseler-Halle war nach der Stilllegung der Strecke dorthin (1992) noch 5 Jahre bis 1997 Spielort in der Handball-Bundesliga. Fans mussten auf die nicht weit entfernte Haltestelle Liebknechtstraße auf der (damaligen) Neubaustrecke ausweichen. Wobei die "HGH" deutlich weniger Zuschauer fasste als die Getecarena (und fasst, denn heute spitelt der SCM II, "die YoungsterS" und alle Jugenmannschaften immernoch in der "Gieseler-Hölle").

Ich muss mich jetzt bremsen, sonst läuft mein Post aufgrund meines geheimen Doppellebens als Straßenbahn- und SCM-Fan völlig aus dem Ruder... :D

Edit: Betreff bearbeitet.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.06.20 13:56.

Re: Straßenbahnprojekte der letzten zweidrei Jahrzehnte

geschrieben von: BJ1964

Datum: 24.06.20 12:39

In Leipzig gab es nach der Wende zwei Neubaustrecken. Zum einen die Strecke von Wiederitzsch zum neuen Messegelände (1996) und zum anderen die Verbindung von der Deutschen Nationalbibliothek zum Triftweg (2000), welche beide von der Linie 16 befahren werden.
Die 1994 bzw. 1995 eröffneten Abschnitte Paunsdorf-Nord - Sommerfeld und Portitzer Allee - Paunsdorf-Nord waren noch zu DDR-Zeiten geplant worden.

+++Freundliche Grüße aus der Straßenbahnstadt Leipzig vom ehemaligen "Bimmelkutscher" Frank/Baujahr 1964+++





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.06.20 12:51.
TOPCTEH schrieb:
Tw666 schrieb:
Volmerswerther schrieb:
Sei noch zu bemerken, dass in Düsseldorf bei Neubaustrecken nur noch Stadtbahnfahrleitungen gebaut werden, also nachgespannter Fahrdraht, was die Neubaustrecken entsprechend verteuert. Dies gilt auch für alle die gelisteten Strecken.
Nach kurzer Recherche gehe ich davon aus, dass nachgespannte Fahrleitung eine normale Hockkettenfahrleitung analog zur "echten" Eisenbahn ist.
Dies dürfte doch heute eher die Regel als die Ausnahme bei Straßenbahnneubaustrecken oder großen Renovierungen sein...
Ich glaube, das ist aber nur in Deutschland wirklich der Fall - und meistens potthässlich. Spontan fallen mir folgende Neubaustrecken mit Einfachfahrleitung ein: Strasbourg-Kehl, Limattalbahn, Odense Letbane.
Potthässlich ...
Zumindest ein ziemlicher esthetischer Einschnitt in das Stadt-/Strassenbild. Die Verlängerung der Strassenbahnstreke nach Volmerswerth 1989/90 war mit klobigen Betonmasten geplant. Keiner entlang der Volmerswerther Strasse hatte wohl bei den Planungen verstanden, was da kommen sollte. Erst als der erste graue Betonmast aufgerichtet war, brach der Sturm los. Nach einigen hin und her gab die Stadt nach. Die Betonmasten mussten wieder entfernt werden. Seitdem werden in der Innestadt nur noch lackierte "elegante" Stahlmaste mit H-Profil verwendet, welche enstprechend teurer sind.

In Bergen und Tampere hat man sich für Hochkettenfahrleitung entschieden. Einfacher Fahrdraht in Lund und Aarhus. Auch in Oslo bleibt bei den derzeit umfassenden Sanierungen der Strassenbahnstrecken der einfachen Fahrleitung treu.

MfG Volmerswerther



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.06.20 12:51.
TOPCTEH schrieb:
Tw666 schrieb:
Volmerswerther schrieb:
Sei noch zu bemerken, dass in Düsseldorf bei Neubaustrecken nur noch Stadtbahnfahrleitungen gebaut werden, also nachgespannter Fahrdraht, was die Neubaustrecken entsprechend verteuert. Dies gilt auch für alle die gelisteten Strecken.
Nach kurzer Recherche gehe ich davon aus, dass nachgespannte Fahrleitung eine normale Hockkettenfahrleitung analog zur "echten" Eisenbahn ist.
Dies dürfte doch heute eher die Regel als die Ausnahme bei Straßenbahnneubaustrecken oder großen Renovierungen sein...
Ich glaube, das ist aber nur in Deutschland wirklich der Fall - und meistens potthässlich. Spontan fallen mir folgende Neubaustrecken mit Einfachfahrleitung ein: Strasbourg-Kehl, Limmattalbahn, Odense Letbane.

{Edit: Dem schweizer Fluss noch einen Buchstaben spendiert.}
In Mainz zum Lerchenberg hat man leider mit Hochkettenfahrleitung auch nicht gegeizt - um damit Straßenbahngegnern Futter geliefert.

Es bringt nichts bei Neubaupojekten in Deutschland mit den französischen Planungsleitbildern zu "werben" und am Ende gibts dann wieder Schotterbett und Hochkettenfahrleitung. Ich kann die Gegner teilweise verstehen.

Re: Straßenbahnprojekte der letzten zweidrei Jahrzehnte

geschrieben von: streu

Datum: 24.06.20 17:53

Zitat
- Dresden: Strecke nach Kaditz
Kaditz ist aber nur durch das Hochwasser motivierter Ersatzneubau.

Wirklich neu sind Messe (wobei, gab's da nicht vor 100 Jahren auch schon was?) und Pennrich. Wenn man den gesamten 30-Jahres-Zeitraum betrachtet ist aber auch einiges entfallen (Coschütz, Cossebaude, Johannstadt, Btf. Tolkewitz, div. Betriebsgleise).


--Stefan

Re: Straßenbahnprojekte der letzten zweidrei Jahrzehnte

geschrieben von: BJ1964

Datum: 24.06.20 18:46

streu schrieb:
Zitat
- Dresden: Strecke nach Kaditz
Kaditz ist aber nur durch das Hochwasser motivierter Ersatzneubau.

Wirklich neu sind Messe (wobei, gab's da nicht vor 100 Jahren auch schon was?) und Pennrich. Wenn man den gesamten 30-Jahres-Zeitraum betrachtet ist aber auch einiges entfallen (Coschütz, Cossebaude, Johannstadt, Btf. Tolkewitz, div. Betriebsgleise).


--Stefan
Die Kaditzer Strecke ist auch wg. des Shoppingcenters gebaut wurden, ist nahezu völlig abweichend von der alten Strecke nach Übigau und auch viel länger. Aber sicher wurden dazu auch Finanzmittel verwendet, die zur Beseitigung der Hochwasserschäden gedacht waren.
Die heutige Strecke zur Messe gab es schon mal als Verbindung zum ehem. Schlachthof. 1974 wurde diese wg. Baufälligkeit der Schlachthofbrücke verkürzt bis zum Gleisdreieck Vorwerkstraße.
Neu entstand auch 1999 die Verbindung Nöthnitzer Str. bis Cämmerswalder Str., als Ersatz für die stillgelegte Strecke durch Altplauen.

+++Freundliche Grüße aus der Straßenbahnstadt Leipzig vom ehemaligen "Bimmelkutscher" Frank/Baujahr 1964+++

Re: Straßenbahnprojekte der letzten zweidrei Jahrzehnte

geschrieben von: Null2

Datum: 24.06.20 19:32

" - Ulm: Komplette Linie 2 "

Das war Ende 2018.
Zudem wurde 2009 die SL1 von der Donauhalle nach Böfingen verlängert. Das entsprach einer Verdoppelung der Strecke um fast das Doppelte.
Mit dem Bau der SL2 wurde die Streckenlänge des Netzes innerhalb von 11 Jahren vervierfacht.

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero
Braunschweig:
1999 Rühme Daimlerstraße - Wenden
2004 Hauptbahnhof - Bürgerpark über Heinrich-Büssing-Ring
2006 Gleisdreick Sachsendamm - Stöckheim
2009 Helmstedter Straße - neuer Betriebshof am Hauptgüterbahnhof
Nordhausen

1993: Neubaustrecke nach NDH Ost.

2002: Anschluss HSB auf dem Nordhäuser Bahnhofsplatz

2004: Neue Combino DUO Linie 10 nach Ilfeld

Bremen

geschrieben von: Weststadt

Datum: 25.06.20 09:17

1) Osterholz-Mahndorf
2) Horn-Lilienthal
3) Hafenvorstadt


4) Kurz vor Bau: Mittelshuchting-Kirchhuchting
5) PFV: Querverbindung Ost
6) Kurz vor Baurecht: Huchting-Leeste
7) In Untersuchung: Hafenkante

8) Verkehrsentwicklungsplan: Osterholz
9) Verkehrsentwicklungsplan: Universität
10) Verkehrsentwicklungsplan: Oslebshausen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.06.20 09:26.

Re: Straßenbahnprojekte der letzten zweidrei Jahrzehnte

geschrieben von: bauigel

Datum: 25.06.20 10:16

Tramateur schrieb:
Es bringt nichts bei Neubaupojekten in Deutschland mit den französischen Planungsleitbildern zu "werben" und am Ende gibts dann wieder Schotterbett und Hochkettenfahrleitung. Ich kann die Gegner teilweise verstehen.

Französische Planungsleitbilder sind in Deutschland so lange toll, wie man sie nicht finanzieren muss. Irgendwann stellen aber die politischen Entscheidungsträger fest, dass da Geld für Dinge ausgeben wird, für die es in Deutschland nicht einmal dem ÖPNV zugeordnete Kostengruppen gibt...

Das gilt ähnlich bei den französischen BHNS-Systemen, die hierzulande gerne als Vorbilder für den "besseren und billigeren" Bus anstelle der Straßenbahn genannt werden. Da schlagen regelmäßig die Unterkiefer vor Schreck auf der Tischkante auf, wenn man darauf hinweist, dass z. B. in Metz für den Fahrweg des "Mettis" Kosten pro Kilometer angefallen sind, die mit denen einer deutschen Straßenbahn vergleichbar sind...
bauigel schrieb:
Tramateur schrieb:
Es bringt nichts bei Neubaupojekten in Deutschland mit den französischen Planungsleitbildern zu "werben" und am Ende gibts dann wieder Schotterbett und Hochkettenfahrleitung. Ich kann die Gegner teilweise verstehen.

Französische Planungsleitbilder sind in Deutschland so lange toll, wie man sie nicht finanzieren muss. Irgendwann stellen aber die politischen Entscheidungsträger fest, dass da Geld für Dinge ausgeben wird, für die es in Deutschland nicht einmal dem ÖPNV zugeordnete Kostengruppen gibt...

Dann darf man sich aber nicht wundern, wenn Straßenbahnprojekte in Deutschland immer mal wieder scheitern. Ich bin absoluter Straßenbahnbefürworter und predige die Vorteile des Systems, aber die Kombi Schottergleis und Hochkettenfahrleitung verschandelt das Stadtbild. Genau mit diesen Argumenten arbeiten dann Straßenbahngegner und beeinflussen Bürgerentscheide, wie die anstehende in Wiesbaden.

Die Kilometerpreise für Straßenbahnstrecken sind in Frankreich deshalb so teuer, da man das Umfeld miteinbezieht und eine deutliche Aufwertung erzielt. Die ein oder andere deutsche Stadt hätte dies sicherlich auch nötig.

ich empfehle als Lektüre die veröffentlichung von Christoph Groneck: [elpub.bib.uni-wuppertal.de]
Essen:

1998 Verlängerung U 11 Universität Essen - Altenessen Bf. ( Neue Streckenführung )
2001 Umspurung Nordstrecke U11 / U 17 Altenessen Bf .- GE Fischer Str.
2004 Umspurung GE Fischer Str. - GE Buerer Str. ( Früher fuhr die damalige Evag nur bis Schloss Horst )
2014 Neubau bzw. Reaktivierung Linie 109 8 wurde schon erwähnt.
2025 Bahnhofstangente Neubaustrecke zwischen Hollestraße und Frohnhauser Straße, sowie weitere Planung Altendorfer Str. - Essen 51 - Bergmühle
Planung Verlängerung Linie U 11/ U 17 nach Hatzper Str. vrsl. aber erst wenn die A52 auf sechs Spuren ausgebaut wird.

Bochum:

2017 Verlängerung Linie 302 Unterstraße - Langendreer (S)
2020 Langendreer Markt - Papenholz Linie 309/310 ( Dafür Aufgabe der Straßenbahn über Kaltehardt Linie 310 )
Planung Laer Mitte - ehemaliges Opelgelände.

Bielefeld

1995/1996 Verlängerung Stadtbahnlinie 3 Sieker - Stieghorst
2000 Eröffnung der Linie 4 vom Hbf nach Universität
2002 Verlängerung der Linie 4 von Universität - Lohmannshof
2015 Verlängerung Linie 2 von Milse nach Altenhagen
2019 Neubau Dürkopp Linie 4
Weitere größere Planungen wie Senne, Hillegossen, Sennestadt, Hochschulcampus stehen derzeit im Focus.

Re: Straßenbahnprojekte der letzten zweidrei Jahrzehnte

geschrieben von: bauigel

Datum: 26.06.20 12:01

Tramateur schrieb:
Die Kilometerpreise für Straßenbahnstrecken sind in Frankreich deshalb so teuer, da man das Umfeld miteinbezieht und eine deutliche Aufwertung erzielt.
Die Aufwertung kommt ja oft auch der verkehrlichen Funktionalität oder zumindest Attraktivität zugute.
Die Gestaltung von Gleisbereich und Umwelt hat aber auch immer wieder Auswirkungen auf die technische Planung - und da macht Kleinvieh auch Mist.
Nur mal ein kleines Beispiel: im klassischen Schottergleis kann man Anforderungskontakte für eine LSA und ähnliches einfach am Schluß an den Schienensteg bohren, anschrauben und anschließen. Beim Rasengleis oder beim eingepflasterten Gleis hat man mehr Aufwand - beim Material (Einbau-/Schutzrahmen) bei der Koordination des Einbaus und später in der Instandhaltung (nach dem Einpflastern oder Granulat auffüllen kommt man eben nicht mehr so leicht dran ;-) ) Auch die Frage, wo und wie die zugehörigen Kabelschränke/Kabelverzweiger in der Umfeldgestaltung platziert werden, hat Auswirkungen in Meter Kupfer und damit in Euro...

Beim BHNS sehe ich einen wesentlichen Teil der Kostendifferenz zwischen Deutschland und Frankreich nicht unbedingt in der Umfeldgestaltung, sondern in der konsequenten verkehrlichen und technischen Planung. Die wird nämlich auch dort durchgezogen, wo man in Deutschland eher sagt: da wird es schwierig - können wir da nicht "ein paar Meter" auf die Busspur verzichten?
Und wo es solche "teuren Ausreißer" nicht gibt, wird der Mittelwert automatisch kleiner...

Tramateur schrieb:
Zitat:
Die ein oder andere deutsche Stadt hätte dies sicherlich auch nötig.
Gerade die, die es am nötigsten hätten, haben aber kaum Interesse (und zum Teil auch wenig Möglichkeiten), Budget für Kostengruppen aus "Städtebau" in eine Maßnahme unter der Überschrift "ÖPNV" zu stecken - der umgekehrte Fall (städtebauliche Maßnahmen aus ÖPNV-Mitteln finanzieren) geht leider oft deutlich leichter...


Tramateur schrieb:
Zitat:
ich empfehle als Lektüre die veröffentlichung von Christoph Groneck: [elpub.bib.uni-wuppertal.de]
Ist hier bekannt; auch die populärwissenschaftliche Ausgabe aus dem EK-Verlag - für Diskussionen mit Stadträten und ähnlichen ist eher der Verweis auf diese Fassung gelegentlich hilfreich...

Nürnberg

geschrieben von: 401/402

Datum: 26.06.20 16:41

Hallo!

Neu gebaut/Reaktiviert:

- Luitpoldhain -> Doku-Zentrum -> Dutzendteich
- Hauptbahnhof -> Celtisplatz -> Aufseßplatz
- Thon -> Am Wegfeld
- Marientunnel -> Scheurlstraße -> Schweiggerstraße (Reaktivierung)
- Frankenstraße -> Trafowerk (+ Anbindung neue Betriebswerkstatt)


In Planung:

- Am Wegfeld -> Erlangen -> Herzogenaurach (Stadtumlandbahn)
- Tristanstraße -> Lichtenreuth -> Bauernfeindstraße (-> Messe -> Berthold-Brecht-Schule)
- Gibitzenhof -> Minervaplatz -> Finkenbrunn
- Rathenauplatz -> Stadtpark (Reaktivierung bis 2022/23 vorgesehen)
- Stadtbahnstrecke nach Kornburg
- Rathenauplatz -> Wöhrd -> Dürrenhof (-> Scharrerstraße)
- Rathenauplatz -> Hauptmarkt -> Hallertor (NKF > 4,xx)


Stillgelegt oder nicht mehr im regulären Personenverkehr:

- Rathenauplatz -> Stadtpark (nur noch Betriebsstrecke; Reaktivierung bis 2022/23 geplant)
- Rennweg -> Friedrich-Ebert-Platz (nur noch Betriebsstrecke)
- St. Johannis Friedhof -> Kirchenweg -> Friedrich-Ebert-Platz (stillgelegt und teilweise abgebaut)
- Westfriedhof -> Maximilianstraße -> Betriebswerkstatt Muggenhof (ehem. Betriebsstrecke stillgelegt und abgebaut)
- Wendeschleife Obere Turnstraße (abgebaut)
- Tristanstraße -> Bayernstraße (nur noch Betriebsstrecke)

Viele Grüße,
401/402




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.06.20 16:45.

Re: Nürnberg

geschrieben von: KKoBerlin

Datum: 27.06.20 10:03

- Rostock: etliche Verlängerungen und Neubauprojekte, u.a. Rockstock-Südstadt, Untertunnelung des Hbfs, Verlängerung nach Lütten-Klein, Aufbau eines Innenstadt-Rings
- Schwerin: Abbau Schleife Freilichtbühne, Aufbau einer neuen, nahe gelegenen Wendemöglichkeit
- Potsdam: Verlängerungen im Norden ab Kapellenweg zur Kirschallee und Campus Jungfernstieg, im Süden ab Stern zur Marie-Juchacz-Straße; völliger Neubau der Trasse vor dem Hauptbahnhof Potsdam-Stadt



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.06.20 10:09.
Tramateur schrieb:
bauigel schrieb:
Tramateur schrieb:
Es bringt nichts bei Neubaupojekten in Deutschland mit den französischen Planungsleitbildern zu "werben" und am Ende gibts dann wieder Schotterbett und Hochkettenfahrleitung. Ich kann die Gegner teilweise verstehen.

Französische Planungsleitbilder sind in Deutschland so lange toll, wie man sie nicht finanzieren muss. Irgendwann stellen aber die politischen Entscheidungsträger fest, dass da Geld für Dinge ausgeben wird, für die es in Deutschland nicht einmal dem ÖPNV zugeordnete Kostengruppen gibt...

Dann darf man sich aber nicht wundern, wenn Straßenbahnprojekte in Deutschland immer mal wieder scheitern. Ich bin absoluter Straßenbahnbefürworter und predige die Vorteile des Systems, aber die Kombi Schottergleis und Hochkettenfahrleitung verschandelt das Stadtbild. Genau mit diesen Argumenten arbeiten dann Straßenbahngegner und beeinflussen Bürgerentscheide, wie die anstehende in Wiesbaden.

Die Kilometerpreise für Straßenbahnstrecken sind in Frankreich deshalb so teuer, da man das Umfeld miteinbezieht und eine deutliche Aufwertung erzielt. Die ein oder andere deutsche Stadt hätte dies sicherlich auch nötig.

ich empfehle als Lektüre die veröffentlichung von Christoph Groneck: [elpub.bib.uni-wuppertal.de]
Hier sind wir bei Fragen, die mir im Moment fast unlösbar erscheinen. Eine "schöne", sich ins Stadtbild einfügende Tramhaltestelle sollte im Rahmen der standardisierten Bewertung positiv gewertet werden - und natürlich förderfähig sein. Nur geben die sehr "technikorientierten", eher "untergrundbahnaffinen" deutschen Regelwerke wie die BOStrab für solche ganzheitlichen, die stadtplanerische Seite viel mehr einbeziehende Entwicklungen wenig her.

Vielleicht ein Zitat von Christoph Groneck (S. 175) dazu:

"Die sorgfältige städtebauliche Gestaltung von Straßenbahnstrecken ist kein Selbstzweck. Sie ist vielmehr entscheidend dafür, ob Straßenbahninfrastruktur über ihre reine Verkehrsfunktion hinaus einen positiven oder negativen Einfluss auf ihre städtische Umgebung ausübt. Damit beeinflusst sie direkt das Image eines Straßenbahnsystems in der öffentlichen Meinung sowie die Beurteilung des Verkehrssystems durch (potenzielle) Fahrgäste sowie politische Entscheidungsträger.

Ein positives Image ist wiederum ein wesentlicher Garant für einen langfristigen Erhalt von Straßenbahnsystemen und für die Durchsetzbarkeit von Ausbauvorhaben – bis hin zu solchen, deren Ziel eine offensive Veränderung des Modal Split vom MIV eben zur Straßenbahn hin ist."

Wenn sich die deutsche Politik dieser Sichtweise nähern und die deutschen Regelwerke ein wenig in diese Richtung weiterentwickeln könnte - ich hätte nichts dagegen,

Marienfelde.

Re: Straßenbahnprojekte der letzten zweidrei Jahrzehnte

geschrieben von: FTB

Datum: 28.06.20 14:52

Staune ja, dass Halle-Neustadt nicht erwähnt wird. Beim Bau und Planung wurde den Planern sogar verboten, mit Straßenbahn zu planen. "Halle-Neustadt ist eine sozialistische Großstadt mit S-Bahn und Großraumbussen!". Halle-Neustadts Stadtarchitekt Richard Paulick hat das Verbot aber elegant unterlaufen, in dem er damals mit Mittelstreifen auf der Magistrale plante. Und er sollte recht behalten: Im November 1999 (20 Jahre nach seinem Tod) fuhr die erste Straßenbahn nach Halle-Neustadt!

Frei nach dem braven Soldat Schwejk: "Nach Corona halb sechs im Biergarten!" :)

Re: Straßenbahnprojekte der letzten zweidrei Jahrzehnte

geschrieben von: facile

Datum: 29.06.20 00:39

Hallo,

es gibt ein aktuelles Buch dazu:

Analyse der Straßen- und Stadtbahnsysteme in Europa aus technischer und wirtschaftlicher Sicht, [www.vdv.de]

Ggf. hilft es ja weiter,

Gruß facile

Re: Straßenbahnprojekte der letzten zweidrei Jahrzehnte

geschrieben von: SES

Datum: 29.06.20 18:15

FTB schrieb:
Staune ja, dass Halle-Neustadt nicht erwähnt wird. Beim Bau und Planung wurde den Planern sogar verboten, mit Straßenbahn zu planen. "Halle-Neustadt ist eine sozialistische Großstadt mit S-Bahn und Großraumbussen!". Halle-Neustadts Stadtarchitekt Richard Paulick hat das Verbot aber elegant unterlaufen, in dem er damals mit Mittelstreifen auf der Magistrale plante. Und er sollte recht behalten: Im November 1999 (20 Jahre nach seinem Tod) fuhr die erste Straßenbahn nach Halle-Neustadt!
Genau. Deswegen war Halle-Neustadt ja auch kein Stadtteil von Halle, sondern offiziell eine eigene Stadt.

Cottbus

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 29.06.20 19:00

Hallo!

Folgendes kann ich für Cottbus anbieten.

1990: Wiedereröffnung Stadtring - Bahnhofsbrücke - Bahnhofstraße - Berliner Straße (- Stadthalle) nach 10-jähriger Unterbrechung. Straßenbahn erhielt auf der Bahnhofsbrücke einen eigenen Teil und wurde vom Straßenverkehr getrennt.

1998: erste Teilinbetriebnahme neuer Betriebshof in Neu Schmellwitz. Damit Gleistrasse Neu Schmellwitz (Wendeschleife) - Neuer Betriebshof als Betriebsstrecke eröffnet. Später zeitweilig mit Linienverkehr. Grund war Sanierung der Berliner Straße mit zeitweiligen Ausfall Betriebshof Berliner Straße (Betriebshof 1999 stillgelegt). Die ersten vorbereitenden Arbeiten wurden noch in der DDR-Zeit begonnen (erste Gleise an der Wendeschleife in Neu Schmellwitz).

2019: neue zentrale Haltestelle am Hauptbahnhof. Dadurch erhebliche Veränderungen an den Gleisanlagen an der großen Bahnhofskreuzung und im Bereich des Bahnhofs.

Ansonsten wurden noch zwei Verbindungkurven an der Kreuzung Berliner Straße/Bahnhofstraße (aus Richtung Ströbitz) und Bahnhofstraße/Stadtring (in Richtung Straße der Jugend) eingerichtet. Letztgenannte wurde inzwischen wieder entfernt. Auch die Verbindungskurve Lutherstraße/Thiemstraße, in Richtung Krankenhaus, wurde entfernt. Schleife kann nur noch in Richtung Bahnhof verlassen werden.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.06.20 20:37.

Re: Bremen

geschrieben von: Martin Sch.

Datum: 29.06.20 23:33

Weststadt schrieb:
1) Osterholz-Mahndorf
2) Horn-Lilienthal
3) Hafenvorstadt

Da fehlt noch die kurze Verlängerung in Arsten und die Verlängerung zur Uni. Weiterhin seit neuestem die Wiederinbetriebnahme der kurzen Betriebsstrecke zur Schleife Bürgerpark.

M.