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 05 - Straßenbahn-Forum 

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Hallo an alle Freunde osteuropäischer Straßenbahnbetriebe,

nachdem ich hier im DSO Busforum bereits einen kleinen Bericht über die letzten Ikarus-Busse der Stadt geschrieben habe
stelle ich nun die Stadt und die Straßenbahn hier ausführlich in zwei Teilen vor.
Wen es interessiert, hier noch der link ins Bus Forum: (Kamjnske, mit dem Ikarus zum Kombinat)


Im September 2019 befand ich mich auf einer Hobbyreise durch die Ukraine. Unter anderem machte ich drei Tage Station in Kamjanske.

Die Stadt Kamjanske (von 1936-2016 Dniprodserschynsk) ist quasi der kleine Bruder der unmittelbar daneben liegenden größeren Stadt Dnipro (1926–2016 Dnipropetrowsk).
Kamjanske entstand aus mehreren kleinen Dörfern am südlichen schwammigen Ufer des Flusses Dniepr. Hauptsächlich auf weichem Schwemmboden, der seine Uferlinien durch die Kraft des mäandernden Dniepr immer wieder änderte und es oft auch zu Überschwemmungen kam. Der dörfliche Charakter des Ortes änderte sich erst, als im Jahr 1887 der erste Bau einer metallurgischen Fabrik am Flussufer begann. Damals ahnte sicherlich noch niemand welch riesige Ausmaße das Werk mal haben wird.
„Dniprovsʹkyy metalurhiynyy kombinat, DMK“, dass ist der Name des Hüttenwerkes, das von nun an das gesamte Stadtleben bestimmen und beeinflussen wird. Über die Jahre wuchs das Werk immer mehr und verschlang die ursprünglichen Dörfer am Flußufer.
Das Werksgelände ist so groß, das der gesamte heutige Innenstadtbereich von Kamjanske hineinpassen würde.

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(Bild 1) Einfahrt nach Kamjanske vom Bahnhof zum Stadtzentrum. Der ehemalige Lenin-Prospekt führt direkt auf die DMK-Werke drauf zu, die schon von weitem ihre Abgase dem Besucher präsentieren.


In Kamjanske kommt es zu der ziemlich krassen städtebaulichen Situation, das unmittelbar neben dem Stadtzentrum das große Werksgelände liegt. Auf Deutsche Verhältnisse übertragen würde das bedeuten, das man zum Beispiel am Karlsruher Marktplatz in die Straßenbahn steigt, und schon eine Haltestelle später befindet man sich am Haupttor des großen Thyssen-Hüttenwerkes am Rhein bei Marxloh. Das hat mich vor Ort ziemlich fasziniert. Nach drei Tagen Aufenthalt hat aber auch mein Hals und die Atemwege etwas davon gehabt und brauchten nachher einige Tage Genesungszeit. Um so mehr habe ich Respekt vor den Einwohnern von Kamjanske die jeden Tag je nach Windlage diese ungesunde Luftmischung einatmen müssen!

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(Bild 2) Tag für Tag entlässt das Werk bunte Rauchschwaden über die Stadt.


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(Bild 3) Blick auf den zentralen Heldenplatz.


Ab dem Jahr 1935 begann auch die Geschichte der Straßenbahn in der Stadt. Von Beginn an wurde das Streckennetz auf das DMK-Werk ausgerichtet und bis ins Jahr 1990 weiter ausgebaut. Alle Strecken führen aus drei Himmelsrichtungen direkt auf das DMK-Werksgelände zu.
Zu sowjetischen Zeiten wurden mit Tatra-Doppeltraktionen im dichten Takt die Arbeiter zum Schichtwechsel gebracht.

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(Bild 4) Das heutige Streckennetz der Straßenbahn von Kamjanske.
rot = bestehende Streckennetz
rosa = ehemalige abgebaute Strecken.
Man erkennt sehr gut wie alle Strecken sternförmig auf das DMK-Werksgelände ausgerichtet sind.
Die ehemalige Strecke im Osten, die in Nord-Süd Richtung die beiden Strecken der Linien 2 und 3 verband, wurde im Jahr 1996 nach einem der schwersten Straßenbahnunglücke Europas geschlossen (34 Tote, 100 Verletzte). Die Gleise wurden erst 2002 abgebaut.

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(Bild 5) Ziemlich interessant ist die Entwicklung des Streckennetzes im Bereich des Hüttenwerkes.
Die zwei gelben Markierungen kennzeichnen im Süden den zentralen Platz der Stadt (Heldenplatz) und im Norden das Haupttor des DMK-Hüttenwerkes. Bis in die 80er Jahre befand sich der alte DMK-Haupteingang ein Stück weiter nördlich zum heutigen Eingang. Bis dahin führte eine Straße und Straßenbahn im Gefälle hinab zu einer Schleife direkt am alten Haupttor (orange). Die Gebäude des alten Haupttores existieren noch heute und befinden sich nicht mehr zugänglich direkt im Werksgelände. Die alte Straßenbahnschleife wurde überbaut. Die Straße dorthin wurde ebenfalls komplett überbaut und im Jahr 1988 wurde die heutige DMK-Schleife in Betrieb genommen. Eine weitere Strecke (blau), führte in die Reste des ursprünglichen Dorfes Kamenskoje. Die Strecke soll laut Bildbelegen noch mindestens bis 1979 in Betrieb gewesen sein. Erst kurz darauf wurde das Werksgelände massiv erweitert und alles vorher dagewesene wurde abgerissen. Wie weit die Strecke nach Osten führte bleibt mir unklar.
Zuletzt gibt es noch die ursprüngliche Strecke der Linie 4 (grün), diese wurde mit einer weiteren Erweiterung des DMK-Werkes im Jahr 1990 geschlossen und nach Süden verlegt.


Die Straßenbahn heute:
Die Zeiten, in denen Tatra-Doppeltraktionen im dichten Takt auf 10 Linien in der Hauptverkehrszeit durch die Stadt fuhren, ist leider schon lange vorbei. Heute verkehren nur noch 16 Kurse auf 4 Linien. Auf jedem der Streckenäste gibt es nur noch eine Linie, die mit vierachsigen Solo Triebwagen verschiedener Bauarten befahren werden.

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(Bild 6) Für den kompletten Fahrplan werden gerade mal 16 Fahrzeuge benötigt.
Die Takte der einzelnen Linien waren im September 2019 folgende:
Linie 1 im 10 Minutentakt = 4 Kurse
Linie 2 im 24 Minutentakt = 5 Kurse
Linie 3 im 24 Minutentakt = 3 Kurse
Linie 4 im 24 Minutentakt = 4 Kurse
Es gab keinerlei Verstärkung zu den Schichtwechselzeiten im DMK-Werk. Die meisten Werksarbeiter fahren mit werkseigenen Bussen oder den öffentlichen Maschrutkis zur Arbeit.
Auf den Innenstadtachsen kommt trotzdem regelmäßig zu hoffnungslosen Überfüllungen der Trams, in denen sich vor allem Rentner um die begehrten Sitzplätze rangeln. Der 24 Minutentakt der meisten Linien ist dem Bedarf nicht angemessen. Aber es fehlt an Wagenmaterial.


Der Wagenpark, Strecken und Betrieb:
Im allgemeinen machte der Zustand der Wagen und Strecken einen für ukrainische Verhältnisse sehr angenehmen Eindruck. An vielen Haltestellen gab es sogar elektronische Anzeigetafeln in Echtzeit, die die Ankunft der nächsten Bahnen an den Haltestellen zuverlässig anzeigten.

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(Bild 7) Eine der großen gut lesbaren Anzeigetafeln.

Für den regulären Betrieb steht ein Bunter Wagenpark zur Verfügung, der hauptsächlich aus Resten einst großer Serien besteht, oder aus Lieferungen von Einzelstücken und Kleinstserien.
Es folgt eine Übersicht, geordnet nach der zeitlichen Reihenfolge der Anlieferung der Wagen.

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(Bild 8) Stellvertretend für die Ära der Zweiachser in Kamjanske steht dieses Denkmal vor dem Straßenbahndepot Nr. 1 in Kamjanske. Dieser Wagen ist Baujahr 1955 und fuhr als letzter Vertreter der Bauart KTM-1 noch bis 1985 im Linienverkehr durch die Stadt und gehörte damit zu den längsten eingesetzten Wagen dieser Bauart. Nur in Sapporischja gab es noch längere Einsätze bis 1987.

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(Bild 9 ) Von 1972 – 1987 wurde über einen langen Zeitraum eine sehr große Anzahl tschechische Tatra Straßenbahnen der Bauart T3SU in zwei- und dreitüriger Variante der Stadt zugeteilt. Sie prägten lange Zeit das Stadtbild und boten fassungsstarke Kapazitäten für den Berufsverkehr in Doppeltraktion. Ab dem Jahr 1990 wurden etliche an andere ukrainische Städte weitergegeben. Die meisten wurden jedoch verschrottet.
Im September 2019 fuhren nur noch vier Stück von ihnen durch das Streckennetz. Zwei von ihnen erhielten in jüngster Zeit eine geschlossene Schürze.

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(Bild 9) Nachdem die große Anlieferungswelle der Tatra-Straßenbahnen aus Tschechien abgeschlossen war, drückte man dem Betrieb im Jahr 1989/90 als Ersatz für etliche an andere Städte abgegebene Tatras noch eine größere Anzahl der sowjetischen KTM-5 auf. Warum und wie es dazu kam das der Tatra-verwöhnte Betrieb nun noch mit den einfachen und primitiven KTM-5 „beglückt“ wurde ist mir ein persönliches Rätsel. Wie beliebt die Wagen vor Ort waren merkt man daran, das nur zwei von ihnen eine umfangreiche Aufarbeitung bekamen und noch heute durch die Stadt rumpeln.

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(Bild 10) Insgesamt 19 Stück KTM-8K mit der ursprünglichen eckigen Form und sieben der Nachfolgebauart KTM-8KM mit der etwas modifizierten Front wurden im Jahr 1993-1996 nach Kamjanske geliefert. Nur die sieben Stück der modifizierten zweiten Lieferserie findet man noch im Streckennetz.

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(Bild 11) Eine Überraschung war für mich die Tatsache, das ausnahmslos alle gesichteten KTM-8KM im Fahrgastraum mit den typischen Tatra Schalensitzen ausgestattet waren. Wie es dazu kam entzieht sich leider meiner Kenntnis.

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(Bild 12) Im Zeitraum zwischen 1994-2000 wurden gerade mal 5 Stück Tatra-Yug T6B5 (T3M) aus den ukrainischen Tatra-Werken in Betrieb genommen. Alle sind heute betriebsfähig.

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(Bild 13) Im Jahr 2013 erfolgte die Anlieferung eines Tatra-Yug K1. Er blieb ein Einzelstück.

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(Bild 14) Im Jahr 2016/2017 besann man sich wieder auf die Rückkehr der Tatra T3, mit denen man viele Jahre bereits Erfahrung sammelte. Insgesamt 8 gebrauchte Tatra T3 und T3SUCS kamen gebraucht aus Prag nach Kamjanske. Einige davon verweilten vorher kurze Zeit auf dem Straßenbahnnetz in Charkiw. Aus Ostrava verirrte sich ebenfalls ein modernisierter T3 hierher.


Teil 1 , DMK, Stadtzentrum und Strecken der Linien 1 und 4


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(Bild 15) Extra um 6:00 aufgestanden, damit ich gegen 07:00 die Morgenstimmung über dem DMK-Werk erleben kann.
Nach einer 30 minütigen warterei entpuppte sich gleich der Grund für die große Taktlücke. Ein ex Prager T3 blieb liegen und musste vom nachfolgendem Kurs, ebenfalls ein ex Prager T3, geschoben werden.
Für den Fahrgast brachte das bei zwei ausfallenden Kursen eine empfindliche Lücke im 24 Minutentakt!
Für mich war es das große Glück wenigstens einmal eine „Doppeltraktion“ vor der Linse zu haben, so wie es in dieser Stadt einst täglich normal war.

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(Bild 16) Kurze zeit später begegnet die Havariefahrt seinem planmäßigem Nachfolgekurs. Wer die Streckenlänge kennt weiß jetzt wie lange es dauert bis wieder eine stadteinwärtige Bahn kommt.

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(Bild 17) Das ist die wichtigste Straßenbahnschleife der Stadt. Die Endstelle „DMK“ wie sie seit 1988 existiert.
Das Dispatchergebäude in der Mitte trägt zurecht seinen Namen im Volksmund:„Ufo“.

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(Bild 18) Zum Schichtwechsel im DMK-Werk strömen tausende Menschen aus dem Werkstor hinaus und verteilen sich in alle Himmelsrichtungen. Nur noch der kleinste Teil der Massen begibt sich zur Straßenbahnhaltestelle.
Der Platz ist stattdessen gefüllt mit unzähligen Maschrutkis.

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(Bild 19) Vor dem Stadtmuseum, das ein Musterbeispiel Sowjetischer Architektur darstellt, eilt der KTM-8 der Endstelle DMK entgegen. Gerade hat er den zentralen Heldenplatz hinter sich gelassen.
Auf diesem kurzen Abschnitt verkehren alle 4 Straßenbahnlinien der Stadt.

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(Bild 20) Begegnung am Heldenplatz mit einem T3 ex Prag und einem Tatra-Yug.

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(Bild 21) Ein einheimischer T3SU ohne geschlossene Schürze und ein Tatra -Yug begegnen sich ebenfalls auf dem Heldenplatz.

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(Bild 22) Linie 1 ist die kürzeste Linie der Stadt und verkehrt als einzige in einem stabilen 10 Minuten Takt. Die Strecke führt hinauf zu einem Plattenbauviertel aus den 70er Jahren. Im Hintergrund ist das DMK-Werk gut zu sehen.
Der Abgebildete T3 kam aus Prag über Charkiw nach Kamjanske.

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(Bild 23) Vor beeindruckender Kulisse fährt hier einer der letzten einheimischen T3SU.


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(Bild 24) Herrliche sowjetische Betonbaukunst gibt es an der Strecke zu bewundern.

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(Bild 25) Ebenfalls auf der Linie 1 kam am in meinem Besuchszeitraum der einzige ex Ostrava T3 zum Einsatz. Den blau-weißen Ostrava Hauslack verlor er zugunsten der klassischen Tatra-Lackierung.

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(Bild 26) Der westliche Streckenabschnitt der Linie 4 beginnt im Richtungsverkehr durch verschiedene Straßen. Einer der letzten beiden KTM-5 hat soeben das Stadtzentrum verlassen.

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(Bild 27) Unbefestigte Straßenabschnitte mit Gleisen gibt es in Kamjanske nur auf diesem Teilstück.

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(Bild 28) Am Straßenbahndepot Nr. 1 passieren die Wagen der Linie 4 dieses kleine Straßenbahn-Monument.

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(Bild 29) Weiter geht es auf der Linie 4 zum westlichen Endpunkt.

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(Bild 30) Auf den letzten Kilometern der Strecke gibt es nur noch flache Bebauung und viel Grün links und rechts der Trasse.



Soweit war dies der erste Teil meines Berichts über Kamjanske.

Wer sich für bewegte Szenen der Stadt interessiert sowie weitere Sehenswürdigkeiten und Architektonische Highlights bewundern möchte, dem empfehle ich den dazugehörigen Film zum Bericht:

Кам'янське Трамвай (Route No. 1, 4), 18.-20.09.2019


Quelle: YouTube

Hier geht es zum zweiten Teil des Berichts über die Stadt und ihren Straßenbahnbetrieb:
Kamjanske, alles fährt nach "DMK" , Teil 2


Grüße von
worldtradesurfer



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.03.20 23:39.
Hallo Worldtradesurfer,

Danke für diesen sehr informativen und toll zusammengesetzten Bericht!
So lernt man über die Stadt doch noch einiges kennen 😃
Das macht Lust, sofort wieder in die Ukraine zu fahren...

Viele Grüße,
Daniel
Immer wieder eine Reise wert. Den Ausblick von Motov 2 kenne ich zu gut, das Hotel ist ideal gelegen für Industrie-Romantiker. :-))
Hallo!

Da drängen sich mir ganz wichtige Fragen auf: Hast du auch Леонид Ильич Брежнев / Leonid Iljitsch Breschnew besucht? Lenin am Heldenplatz/ vormals Leninplatz wurde ja vor einiger Zeit schon umgelegt.
Und: gibt es das Гостиница "Зоря" / Hotel Zarya noch und hat offen? Also nicht, dass ich mich jetzt darum reißen würde nochmal dort unterzukommen, aber die Aussicht ist einfach unvergleichlich:

https://abload.de/img/100_32620vj0x.jpg
Damals noch Дніпродзержинськ / Dniprodserschynsk, 2013 kurz vor dem Weltuntergang.

Grüße

http://abload.de/img/dd-lklein0hb8g.jpg

"Das Ziel bestimmt die Art und Weise, wie man dahin gelangt"
(Emanuel Seidelbast)
Hy Daniel,

Danke fürs Feedback,
Leider müssen wir uns wohl Gedulden bis man da wieder hin fahren kann :-(

Grüße
Hallo M6D

ich selbst war im Hotel Premier nur wenige 100 Meter vom DMK Werk entfernt. Hier hatte ich ein Zimmer mit dem wohl wirklich für "Mainstreamtouristen" schlimmsten Zimmerblick den man sich vorstellen kann. Aber ich habe mich über meinen Zimmerausblick sehr gefreut und die Stimmung im warsten Sinne des Wortes eingeatmet.

Hier mal ein Bild vom Blick aus meinem Zimmerfenster:
https://s19.directupload.net/images/200325/t2ymt37l.jpg


Grüße
worldtradesurfer
Hallo Tony

Ja das Breschnew Denkmal hatte ich auch fotografiert. Steht ja gleich gegenüber der großen Betonstele des Denkmals für die Soldaten der Befreier. Dort war ich auch verwundert das da noch das große Sowjetische Hammer und Sichel Symbol erhalten war.

Zum Hotel Zarya,

ich muss gestehen, dieses Hotel ist mir vor Ort gar nicht so aufgefallen. Erst als ich wieder zu Hause war. Deswegen weiß ich nicht ob es noch geöffnet hat. Ich schlief im Hotel Premier nur wenige hundert Meter neben dem DMK-Werk. Der Zimmerausblick war für mich dort ebenfalls spektakulär (siehe Bild oben in der Antwort an User M6D.)

Aber Dein Foto des Ausblicks ist wirklich spektakulär!!

Grüße
worldtradesurfer



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.20 22:41.

Re: Wo entstand das Bild?

geschrieben von: M6D

Datum: 25.03.20 13:55

Hallo worldtradesurfer,

Ich weiss, da steige ich auch ab. :-))
Abends im Fenster sitzen und ungestört das Spektakel davor genießen. Allein dafür lohnt sich die Reise schon!

Viele Grüße,

M6D