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Aus Krefeld gibt es nun eine erfreuliche Nachricht:
Die Straßenbahnwagen des Typs M8C von Düwag aus den Jahren 1980 und 1981 werden nun für weitere acht Jahre in Stand gesetzt.

Nachdem im Jahre 2014 zwölf neue Niederflurbahnen des Typs FOC in Betrieb genommen wurde, wurden im Gegenzug im Laufe der folgenden Jahren zwölf M8Cs bereits ausgemustert.
Der erste (848) wurde bereits im November 2013 verschrottet, 831-835, 837, 840-841, 846, 849 wurden in den folgenden Jahren 2014-2019 verschrottet, einzig der 836 wurde im Jahre 2016 nach Kempen verkauft und steht dort neben der Sportanlage als Jugendtreff unter freiem Himmel.
Damit sind von den mittlerweile 39 bis 40 Jahre alten M8Cs, wovon ursprünglich 20 im Bestand waren, aktuell noch acht M8C's im Bestand bei der SWK Mobil:
838, 839, 842-845, 847 und 850, wovon aktuell alle bis auf 842 und 845 im Liniendienst fahren.

Mitte März 2017 wurde M8C 845, ursprünglich zur Verschrottung, aus dem Dienst entnommen und stand eine lange Zeit im Betriebshof abgestellt, bis im Januar 2018 umentschieden wurde und die Entscheidung nun doch nicht auf eine Verschrottung, sondern auf eine Restaurierung fiel. Damit kam er als erster der damals noch zehn verbliebenen M8Cs in den Genuss der Restaurierung.
Nun verbrachte er deswegen weitere zwei Jahre in der Werkstatt, wo er vollständig entkernt wurde und eine vollständige HU erhielt.
Dabei wurden die Wände und der gesamte Boden erneuert und neu lackiert, teilweise auch in der Inneneinrichtung (beispielsweise die Wände der Sitze).
Zudem bekam er auch außen einen vollständigen Neulack mit dem neuen Design der SWK, in Anlehnung an die Lackierung der Busse der Baujahre 2018 und neuer, wobei die schrägen Streifen, welche auch die FOCs tragen, ausgelassen wurden. So fehlt nur der rote Streifen unten am Fahrzeug, doch der Frontspoiler ist rot geblieben.

Nach fast exakt drei Jahren Standzeit im Betriebshof durfte er dieses am heutigen Dienstag, 17.03.2020 um 9:11 Uhr erstmals verlassen und durfte seine erste Testfahrt antreten.
Bis zum ersten Linieneinsatz wird es vermutlich eher noch dauern.
M8C 845 bei seiner ersten Ausfahrt aus dem Betriebshof...
https://live.staticflickr.com/65535/49669306636_a12dbab768_b.jpg
https://live.staticflickr.com/65535/49669597247_497c7aee75_b.jpg

Seine erste Testfahrt führte über die Strecke der Linie 041 bis zum Hauptbahnhof und anschließend über die Strecke der Linie 042 nach Stahldorf (Edelstahlwerk Tor 3).
Kurz nach dem Verlassen der (H) Rheinstraße fotografierte ich ihn das nächste Mal.
https://live.staticflickr.com/65535/49669603762_4f7eb92ce1_b.jpg

Sein HU-Datum datiert den November 2019.
https://live.staticflickr.com/65535/49669316141_a12cecdaeb_b.jpg

Von Stahldorf fuhr er wieder die Strecke der Linie 042 zurück und fuhr weiter nach Elfrath.
Diesmal wartete ich ihn an der (H) Grotenburg/Zoo ab.
https://live.staticflickr.com/65535/49669319186_67357842f8_b.jpg

An dieser Stelle ein kleiner Vergleich wegen der Lackierung: M8C 839 ist noch mit "altem" SWK-Lack unterwegs. Hier sieht man noch schön die zwei roten Streifen unten.
Weitere kleine Details fallen auf. So ist die Wagennummer bei 845 auf der Front rechts oben zu sehen, und auf sämtliche weiteren Beschriftungen verzichtet:
Beispielsweise die Wagennummer und das KASSE-Zeichen über der Tür und selbst den Taufnamen hat man nun nicht mehr außen beschriftet.
Hierzu muss ich aber sagen, dass 839 wohl noch das originalste Fahrzeug ist, diese Kleinigkeiten haben auch andere M8C's im Laufe der Zeit durch Unfälle etc. mehr oder weniger verloren.
Das Foto entstand heute am selben Ort, nur wenige Minuten vor der Aufnahme des M8C 845.
https://live.staticflickr.com/65535/49669345126_2462a9355e_b.jpg

An der Endhaltestelle der Linie 042, Elfrather Mühle, pausierte M8C 845 ein wenig bei strahlendem Sonnenschein.
Die roten Türen stechen doch direkt in die Augen, diese passen aber meiner Meinung nach ziemlich gut.
Links daneben pausierte ebenso der FOC 609, der heute im Plandienst auf der Linie 042 fuhr.
https://live.staticflickr.com/65535/49669610132_5dc33588a7_b.jpg

Hier durfte ich dann auch kurz einen Blick in den Innenraum des Fahrzeugs werfen.
Direkt aufgefallen ist mir die neue Wand, welches den Innenraum schonmal deutlich moderner aussehen ließ.
Auch im Innenraum hat man nun auf die Angabe des Taufnamens verzichtet, welche sich 40 Jahre lang etabliert hatten - schade drum.
https://live.staticflickr.com/65535/49668781603_4c11cdcf55_b.jpg

Zum Vergleich dazu der alte Innenraum von 844, den man heute noch bei den sechs M8C's, die im Einsatz sind, erleben kann.
Da hat sich doch einiges geändert. Das Hölzerne, was die Krefelder M8C ja doch so besonders klassisch macht, wird man wohl bei allen M8Cs nach der Sanierung kaum noch wiederfinden.
Dieses Foto von 844 entstand auch heute.
https://live.staticflickr.com/65535/49669390326_e3ab3a7b25_b.jpg

Ein Blick in den Großteil des Innenraums von M8C 845.
Auf diesem Bild ist nun auch der neue Boden zu sehen.
Die Gelenkportale, die Sitze und die Lichter blieben so wie früher, kleinere Innenausstattungen wie Haltewunschtasten oder Haltestellenanzeigen ebenfalls.
Vom Prinzip her sieht der Blick so daher nicht ganz so anders aus als zuvor.
https://live.staticflickr.com/65535/49669323751_18aec6c905_b.jpg

Auch von dieser Sicht ein (nicht ganz perfekt gelungenes) Vergleichsbild von M8C 844.
https://live.staticflickr.com/65535/49669338446_dce0323e4c_b.jpg

Ein letztes Foto vom Innenraum des M8C 845, das etwas näher an den Gelenkportalen entstand.
An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass diese kantigen Gelenkportalen aktuell sonst nur bei den Fahrzeugen der 2.Serie (842-845, 847 und 850) zu finden sind.
Die Fahrzeuge der 1.Serie (838 und 839) haben hier noch hölzerne, runde Durchgänge, die ich persönlich deutlich angenehmer finde.
Ich bin mal gespannt, ob - wenn eine der beiden Fahrzeuge der 1.Serie ebenfalls dieser Restaurierung unterzogen werden - die alten Durchgänge noch erhalten bleiben und wie gut sie vom Optik her passen.
https://live.staticflickr.com/65535/49668782888_c529ed42dc_b.jpg

Zum Abschluss des Beitrags nochmal ein Foto von 845 beim Verlassen der Endhaltestelle Elfrather Mühle, welches mir ausgesprochen gut gefällt.
https://live.staticflickr.com/65535/49669547511_eb2ba4ec19_b.jpg

Lange wird es nicht mehr dauern, bis die nächsten M8C's der Restaurierung unterzogen werden.
Seit Juni 2019 ist bereits der zweite von den verbliebenen sieben M8C's in der Restaurierung - M8C 842.
Noch in diesem Monat (März 2020) wird M8C 838 HU-fällig, M8C 839 im Juli 2020.
Doch es bleibt abzuwarten, ob diese tatsächlich noch einer Restaurierung unterzogen werden - oder sogar doch nochmal verschrottet werden.
Denn nachdem beim 845 mit der Sanierung im Januar 2018 begonnen wurde, wurden M8C 834 und 835 nach Fristablauf (wobei 835 schon seit 2017 abgestellt war) verschrottet.
Es ist nicht auszuschließen, dass noch ein weiterer, oder maximal sogar zwei weitere M8Cs verschrottet werden.

Nun hat M8C 845 nach der Restaurierung die ersten paar Kilometer problemlos absolviert - ein großer Meilenstein in der Geschichte der Krefelder M8Cs.
Eventuell wird M8C 845 die nächsten Tage weitere Testfahrten machen. Ich bin auf jeden Fall mit meiner Kamera bereit und werde euch berichten, wenn es Neuigkeiten gibt.
Ansonsten hoffe ich, dass es euch trotz Coronavirus gut geht und hoffe, dass ihr weiterhin gesund seid.

Momentan habe ich dank Corona-Ferien viel Zeit - gerne kann ich in den nächsten Tagen auch eine Übersicht der Krefelder Straßenbahn mit verschiedenen Daten, zusammen mit wenigen Fotos erstellen.

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6-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.20 11:18.
Wenn's in den nächsten 8 Jahren noch ÖPNV geben wird 😂

Wie kann man nur das schöne Holzdekor entfernen? 😢
Manche Neu-Fahrzeuge werden damit heute noch ausgeliefert.

Trotzdem Danke für die Info und vor allem Innenaufnahmen!
Hi,

erstmal finde ich es schön, dass noch ein Betrieb in die künftige Nutzung dieser Wagen investiert. Wobei ich mich ein bisschen wundere, dass die ausgemusterten Krefelder M8C verschrottet wurden und nicht nach Polen gingen - Lodz wäre da ein Kandidat gewesen, aber auch Elblag.

Ich glaube nicht, dass das Holzdekor entfernt wurde oder gar die Trennwand zum Fahrerraum neu ist. Eher glaube ich, dass man die nur weiß gestrichen hat.

Ciao

Eibacher
Danke für die Fotos und den Bericht. Bekamen die Wagen neue Antriebssteuerungen? Die veränderte Gewichtsangabe wundert mich doch sehr.

Ich finde es auch schade, dass der schöne hölzerne Innenraum weiß gestrichen wurde. Vor allem an den Türen sieht man innen Details, die sie Qualität von "früher" und "heute" zeigen. Die Hinweisschilder waren damals noch richtige Schilder und geschraubt, heute sind es jedoch billige Aufkleber, die irgendwann abfallen oder verfärben.
Tw 667 schrieb:
Wenn's in den nächsten 8 Jahren noch ÖPNV geben wird 😂

Wie kann man nur das schöne Holzdekor entfernen? 😢
Manche Neu-Fahrzeuge werden damit heute noch ausgeliefert.

Trotzdem Danke für die Info und vor allem Innenaufnahmen!

Holdekor trifft es gut! Das ist eh nur eine Klebefolie in Holzoptik und sowas von OldSchool! :)
Ne, dann lieber weiß und einheitlich.

Auf jeden Fall ein interessanter Bericht.

Gruß

-OR
Eibacher schrieb:
Wobei ich mich ein bisschen wundere, dass die ausgemusterten Krefelder M8C verschrottet wurden und nicht nach Polen gingen - Lodz wäre da ein Kandidat gewesen, aber auch Elblag.
Die SWK wollte die ausgemusterten M8C nicht verkaufen, weil sie sie zur Ersatzteilgewinnung heranziehen wollte.
Mir gefällt der weiß gestrichene Innenraum erheblich besser als das „Holzimitat“, das ich schon um 1980 herum eher muffig und altbacken fand. Kein Vergleich zu wirklichen Holzverkleidungen der Düwags aus den Sechzigern.
Einstieg mit mehreren Stufen. Die Dinger gehören auf den Schrott.
Highspeed schrieb:
Einstieg mit mehreren Stufen. Die Dinger gehören auf den Schrott.
Keinesfalls! Einige begreifen wohl nicht, dass diese "alten schrottreifen" Straßenbahnen noch weitere 50 Jahre halten können, wenn sie elektrisch wenigstens zum Teil modernisiert werden, sollten die Ersatzteile knapp werden. Das ist wunderbare Qualität. Aus mechanischer Sicht sehr ausgereift und langlebig. Sogar der Radreifenverschleiß ist gering. Die Polen sind nicht dumm und wissen das. Nicht ohne Grund sind diese Wagentypen sehr beliebt für Modernisierungen.

Sowas gehört nicht auf den Schrott, sondern als Verstärker in die Hauptverkehrszeit. Heutzutage dauert es Jahre, neue Straßenbahnen zu beschaffen. Da sind solche Wagen sehr gute Kandidaten als Reserve. Heute kann man sie verschrotten, aber morgen wird man ihnen wegen Fahrzeugknappheit nachtrauern.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.03.20 22:40.
KN58 schrieb:
Highspeed schrieb:
Einstieg mit mehreren Stufen. Die Dinger gehören auf den Schrott.
Keinesfalls! Einige begreifen wohl nicht, dass diese "alten schrottreifen" Straßenbahnen noch weitere 50 Jahre halten können, wenn sie elektrisch wenigstens zum Teil modernisiert werden, sollten die Ersatzteile knapp werden. Das ist wunderbare Qualität. Aus mechanischer Sicht sehr ausgereift und langlebig. Sogar der Radreifenverschleiß ist gering.
Das ist aber sehr einseitig betrachtet. Natürlich ist die Qualität von Fahrzeugen aus der Zeit vor der Niederflur- und Elektronikzeit deutlich besser. Aber Hochflurwagen machen heute nur noch als Lückenfüller Sinn. Das ist die Situation in Krefeld. Und der Weiterbetrieb der M8C ist dort vernünftig.

KN58 schrieb:
Zitat:
Die Polen sind nicht dumm und wissen das. Nicht ohne Grund sind diese Wagentypen sehr beliebt für Modernisierungen.

Die Polen haben v.a. einen anderen Problemkomplex. Und der besteht aus noch zahlreich vorhandenen 105Na/805Na (und z.B. in Kraków Hochflurgebrauchtwagen aus dem Westen), die sich zwar modernisieren, aber nicht mit vertretbarem Aufwand niederflurig umbauen lassen. Gleichzeitig reicht das vorhandene Geld nicht aus, um neben den notwendigen Streckensanierungen (und -Neubauten) den gesamten Wagenpark durch 70-100%-Niederflur-Neuwagen zu ersetzen. Deshalb finden sich für Fahrzeugtypen wie den Moderus Beta, die konzeptionell den Stand von 1990 darstellen, Kunden. Und deshalb kaufen die Polen M-/N-Wagen. Diese sind noch relativ jung und lassen sich leicht mit einem Niederflurmittelteil nachrüsten. Außerdem stehen die polnischen Betriebe noch nicht unter einem so scharfen Kostendruck wie die deutschen und können sich daher ein höheres Durchschnittsalter ihrer Flotten und häufig eine erstaunliche Typenvielfalt leisten.
Vergleiche zwischen Deutschland und Polen in Sachen ÖPNV sind daher mit Vorsicht zu genießen.
Vielen Dank an Ryokan für diesen ausführlichen Bericht und die Fotos!

Leider muss ich feststellen: Weiß ist keine Farbe!

Und leider muss ich auch feststellen: Ja, genau genommen gehören die M8C - wenn auch nicht unbedingt auf den Schrott - als hochflurige Fahrzeuge eigentlich nicht mehr in den Linienbetrieb (auch wenn sie für Strab- und/oder DUEWAG-Fans natürlich schon schön sind!). Für Fahrgäste mit Rollator, Kinderwagen oder auch Fahrrädern sind sie eine nicht mehr zeitgemäße Herausforderung - ist einfach so! Und die engen Fahrerkabinen erfüllen garantiert nicht mehr die Anforderungen eines modernen, ergonomischen Arbeitsplatzes. Obwohl die Enge für die Fahrer*innen den Vorteil bietet, dass alle Bedienelemente in Reichweite sind, ohne dass man sich für jede Schalterbedienung nach vorne beugen muss. Den Kabinen fehlt natürlich auch - genau, wie dem Fahrgastraum - eine Klimaanlage (heutzutage absolut kein Luxus mehr!).

ABER: Ein niederfluriges Fahrzeug als Ersatz kostet nun mal mittlerweile weit über 2 Mio. EUR - die muss man erst mal haben, wenn man über's Verschrotten nachdenkt. Und es ist schön zu sehen, wie solide diese Wagen gebaut waren - einfach "unkaputtbar"... das muss denen ein modernes Fahrzeug erst mal nachmachen! Was wiederum traurig ist, dass man sich bei neuen (und extrem teuren!) Fahrzeugen schon freuen kann, wenn sie 20 oder gar 25 Jahre schaffen!

In diesem Sinne wünscht - frei nach DB Fernverkehr - "Thank you for using SWK MOBIL.Take care and good bye!" passt auf euch auf in diesen bewegenden Zeiten
600_Volt

Krefeld am Linken Niederrhein: in NRW, im VRR, mit SWK mobil mobil ...
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... und wo die DUEWAGs herkamen

Re: Weiss ich von Farben?

geschrieben von: sepruecom

Datum: 18.03.20 04:40

Weiß ist eine unbunte (=unchromatische) Farbe: [de.wikipedia.org]

Ja, ich habe damals in der Schule auch noch gelernt, dass Weiss keine Farbe sei, aber die Wissenschaft hat sich seitdem weiterentwickelt. Und die Fakenews und Verschwörungstheorien über die "Nicht-Farbe" Weiss gehören auf die Müllhalde der Geschichte, wie "Impfen macht Autismus", die "Vier-Säfte-Lehre" (die zu Aderlassen (oft bis zur Bewusstlosigkeit) geführt hat, um überzähliges Blut abzulassen), "Seuchen entstehen aus Fäulnisgasen" (Miasma-Theorie, die zu den Schnabelmasken der Doktore geführt hat) und "Hexen kann man daran erkennen, dass sie in Fließgewässern nach oben treiben, weil reines Wasser sie abstößt" (Gottesurteil) ;-)

Gruss, sepruecom

Aus einem sozialistischen System ein kapitalistisches zu machen, ist, wie aus einem Omelett ein intaktes Ei zu machen (Unbekannter Verfasser)

Der gescheiterte US-Präsidentschaftskandidat John McCain zu seiner Nachtruhe: Seit seiner Niederlage schlafe er wie ein Baby: "Zwei Stunden schlafen, aufwachen und heulen, zwei Stunden schlafen". Quelle

Re: Weiss ich von Farben?

geschrieben von: 600_Volt

Datum: 18.03.20 08:13

Hallo @sepruecom,

vielen Dank für die geradezu wissenschaftliche Abhandlung die Farbe Weiß betreffend,

aber das ist nicht das, was ich meine.

Für meinen Geschmack (nichts anderes wollte ich damit widergeben), ist Weiß keine Farbe, weil es keine Konturen darstellt - weiße Flächen sind ein eintöniger Brei, dem was fehlt, wie beispielsweise manchmal dem Essen das Salz - und damit der Geschmack.

Auch die SWK-FOCs sind weiß, haben aber - als Gegengewicht - die roten SWK-Logo-Bögen (oder zumindest einen genialen Teil davon), rote Türen und ein paar graue Flächen (die SWK-Farben eben). Die Busse wiederum haben (das ist unterschiedlich) oft auch einen schwarzen oder roten Bereich im unteren Wagenteil. Diese Kontraste sind es, die Weiß dann doch "Formen" geben (oder ein Gesicht) - und das fehlt mir auf den doch recht großen Seitenflächen des "reanimierten" M8C.

Findet
600_Volt

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... und wo die DUEWAGs herkamen

Re: Weiss ich von Farben?

geschrieben von: UK

Datum: 18.03.20 08:21

600_Volt schrieb:
Hallo @sepruecom,

vielen Dank für die geradezu wissenschaftliche Abhandlung die Farbe Weiß betreffend,

aber das ist nicht das, was ich meine.

Für meinen Geschmack (nichts anderes wollte ich damit widergeben), ist Weiß keine Farbe, weil es keine Konturen darstellt - weiße Flächen sind ein eintöniger Brei, dem was fehlt, wie beispielsweise manchmal dem Essen das Salz - und damit der Geschmack.

Auch die SWK-FOCs sind weiß, haben aber - als Gegengewicht - die roten SWK-Logo-Bögen (oder zumindest einen genialen Teil davon), rote Türen und ein paar graue Flächen (die SWK-Farben eben). Die Busse wiederum haben (das ist unterschiedlich) oft auch einen schwarzen oder roten Bereich im unteren Wagenteil. Diese Kontraste sind es, die Weiß dann doch "Formen" geben (oder ein Gesicht) - und das fehlt mir auf den doch recht großen Seitenflächen des "reanimierten" M8C.

Findet
600_Volt
Dann ist es aber nicht die Farbe weiß, die Dich stört, sondern die Kontrastlosigkeit. Die rein gelben Ruhrbahn-Fahrzeuge müssten Deinem Auge genauso weh tun.

Re: Weiss ich von Farben?

geschrieben von: 600_Volt

Datum: 18.03.20 10:43

UK schrieb:
Dann ist es aber nicht die Farbe weiß, die Dich stört, sondern die Kontrastlosigkeit. Die rein gelben Ruhrbahn-Fahrzeuge müssten Deinem Auge genauso weh tun.
...irgendwie versteht mich hier keiner, macht aber nix.

Ich probier's noch einmal: Einfarbig ist nicht das (oder mein!) "Problem", sondern weiß. Speziell beim Weiß sind einfach kaum Konturen sichtbar.

Und wenn man vom "Additiven Farbmodell" ausgeht, wie es beispielsweise auf allen Monitoren in Form von "RGB" verwendet wird, ist Weiß ja sogar nicht farblos, sondern enthält ganz im Gegenteil alle der verwendeten Grundfarben Rot, Grün und Blau in voller Stärke (also je 100 %). Und vielleicht liegt es genau an dieser "Übersteuerung" mit allen Farben...

Also: Es handelt sich hier um mein persönliches Farbempfinden und es geht nicht um einfarbig schlechthin. Kann man akzeptieren, muss man aber natürlich nicht. Man braucht allerdings nicht versuchen, mir zu erklären, was ich eigentlich meine... (klar, andere wissen immer besser, was man eigentlich meint) :-)

Findet - absolut nicht böse gemeint! -
600_Volt,
der das Thema "Weiß" jetzt für sich als abgeschlossen betrachtet.

Krefeld am Linken Niederrhein: in NRW, im VRR, mit SWK mobil mobil ...
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... und wo die DUEWAGs herkamen

Re: Weiss ich von Farben?

geschrieben von: M6D

Datum: 18.03.20 11:52

Ich hin froh, dass die SWK nicht so einen Mist verzapfen, wie ein Forist es fordert. Verschrotten kann man die Wagen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden - also nicht jetzt.

Re: Weiss ich von Farben?

geschrieben von: spotter

Datum: 18.03.20 12:28

Da stimme 600_Volt (schön mal wieder was von Dir zu lesen!) absolut zu. Ich hatte gestern auch kurz die Gelegenheit den Wagen "in freier Wildbahn" zu sehen. Der sieht echt nackig aus! Die anderen M8C haben im unteren Bereich einen breiten roten Streifen, unterbrochen von einer weißen Linie. Das rundet die Gestaltung ab und das sieht doch "fertiger" aus. Der 845 sieht so aus, als ob der Werkstatt Farbe bzw. Folie ausgegangen ist.

Das mag vielleicht am aktuellen Corporte Identity (CI) liegen, denn bei den seit 2018 gelieferten Bussen fehlt dieser tiefe, rote Streifen ebenfalls. Das macht sich da aber nicht so stark bemerkbar, weil bei den Bussen der Bereich bis zu den Fenstern kleiner ist. Dann hätte man aber auch so konsquent sein müssen und die roten SWK-Bögen an den Wagenenden anbringen müssen.
Im Übrigen steht nicht jedem alten Fahrzeug ein modernes Design. In Düsseldorf hat man - zum Glück! - darauf verzichtet den GT8 das grau/rot anzutun. Die GT8SU mußten das leider über sich ergehen lassen und sehen - nach meinem Geschmack - bescheiden aus.

CI hin oder her, man hat jetzt einen (vllt. mit 842 einen zweiten) M8C im aktuellen Look, der Rest wird noch Jahre so rumfahren. Bei den Krefelder Gt8 war es damals ja auch so. Ob dass im Sinne einer CI ist?

Da mein Provider den Hostdienst für Bilder zum 31.01.2017 eingestellt hat, sind fast alle Bilder aus meinen Beiträgen vor diesem Zeitpunkt gelöscht.

Re: Weiss ich von Farben?

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 18.03.20 19:28

Ich vermute mal, einfarbig weiße Wagenkästen lassen sich problemloser mit Ganzreklame foliieren als (mehr-)farbig bunte.

Re: Weiss ich von Farben?

geschrieben von: Bernhard Martin

Datum: 18.03.20 21:00

Früherwarallesbesser schrieb:
Ich vermute mal, einfarbig weiße Wagenkästen lassen sich problemloser mit Ganzreklame foliieren als (mehr-)farbig bunte.
Das ist in Krefeld nicht mehr so wichtig. Laut Tram-Info gibt es inzwischen keine M8C mit Ganzreklame mehr. Bei den FOC sind die SWK leider zu der Unsitte übergegangen, die beiden äußeren Fahrzeugsegmente nicht mehr in die Ganzreklamen miteinzubeziehen (wie auch bei den meisten Rheinbahn-Felzinos).
Zitat
Für Fahrgäste mit Rollator, Kinderwagen oder auch Fahrrädern sind sie eine nicht mehr zeitgemäße Herausforderung - ist einfach so!
In den ersten beiden Fällen gehe ich da mit und es ist auch nicht angenehm, um Hilfe bitten zu müssen. Die Fahrradmitnahme ist aber kein Problem. Etwas eng sind die M-Wagen sicherlich, doch man muss den Konstrukteuren der Stadtbahnwagen B und M bescheinigen, dass sie sehr viel richtig gemacht haben. Die Laufeigenschaften sind jedenfalls tadellos und die lange Einsatzzeit dürfte in Friedenszeiten kaum zu übertreffen sein.

Falk

Re: Weiss ich von Farben?

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 19.03.20 00:15

Diese Unsitte kam schon vor rund 40 Jahren in Österreich (vor allem in Linz und Graz) auf. Dort hat es sich inzwischen gegeben, jetzt schwappt es mit reichlich Verspätung nach Deutschland. Warum kann man nicht mal aus den Erfahrungen anderer lernen?

Re: Weiss ich von Farben?

geschrieben von: Bernhard Martin

Datum: 19.03.20 02:15

Früherwarallesbesser schrieb:
Diese Unsitte kam schon vor rund 40 Jahren in Österreich (vor allem in Linz und Graz) auf. Dort hat es sich inzwischen gegeben, jetzt schwappt es mit reichlich Verspätung nach Deutschland. Warum kann man nicht mal aus den Erfahrungen anderer lernen?
Die Art der Ganzreklamebeklebung, die ich mich meine, habe ich bislang bewusst nur in Düsseldorf und Krefeld gesehen. In Graz waren die ersten Variobahnen ähnlich beklebt. In Graz und Linz habe ich es in den 2000er und 2010er Jahren nie gesehen, sondern nur normale Ganzreklamen. (Aber möglicherweise reden wir an einander vorbei.)

Meine Vermutung ist, dass diese - m.A.n. wenig ansprechende - Form der Ganzreklamebeklebung in Düsseldorf gewählt wird, um das Fahrzeugdesign zu betonen. In Krefeld ist es wahrscheinlich ähnlich, vielleicht finden die SWK ihr aktuelles Farbschema für die FOC aber auch wahnsinnig toll und wollen es deshalb auch bei Ganzreklame wahren...

Re: Weiss ich von Farben?

geschrieben von: StraßenbahnFanBobo2003

Datum: 19.03.20 08:16

Bernhard Martin schrieb:
Früherwarallesbesser schrieb:
Diese Unsitte kam schon vor rund 40 Jahren in Österreich (vor allem in Linz und Graz) auf. Dort hat es sich inzwischen gegeben, jetzt schwappt es mit reichlich Verspätung nach Deutschland. Warum kann man nicht mal aus den Erfahrungen anderer lernen?
Die Art der Ganzreklamebeklebung, die ich mich meine, habe ich bislang bewusst nur in Düsseldorf und Krefeld gesehen. In Graz waren die ersten Variobahnen ähnlich beklebt. In Graz und Linz habe ich es in den 2000er und 2010er Jahren nie gesehen, sondern nur normale Ganzreklamen. (Aber möglicherweise reden wir an einander vorbei.)

Meine Vermutung ist, dass diese - m.A.n. wenig ansprechende - Form der Ganzreklamebeklebung in Düsseldorf gewählt wird, um das Fahrzeugdesign zu betonen. In Krefeld ist es wahrscheinlich ähnlich, vielleicht finden die SWK ihr aktuelles Farbschema für die FOC aber auch wahnsinnig toll und wollen es deshalb auch bei Ganzreklame wahren...
Meines Wissens nach, laut einem Forenmitglied hier, ist mit Bombardier beim Kauf der Fahrzeuge abgesprochen worden, dass das Design der SWK-Streifen an den beiden Endteile mindestens 10 Jahre lang so präsentiert werden soll und nicht drüber beklebt werden darf.
Immerhin ist wohl nicht der gesamte Teil gemeint, so ist beim FOC 606 die Caritas-Werbung, welche übrigens im Januar 2011 auch als die überhaupt erste Vollwerbung auf FOCs beklebt wurde, bis zur Hälfte der Endteile beklebt.
606 180511 1805 (2).jpg

Ebenso interessant ist die Beklebung von FOC 614, bei dem die Vollwerbung über den ersten knappen Rand der Endteile, bis zu den Streifen, sich erzieht.
Diese Werbung für YAYLA Fleischprodukte wurde im Januar 2019 angebracht.
614 190716 1907.jpg

Der 611 wurde nach dem selben Schema beklebt, welcher zu fast gleichem Zeitpunkt wie 614 die Werbung für die YAYLA Milchprodukte bekommen hat, sieht aber so meiner Meinung nach ziemlich merkwürdig aus.
Da greift das Schwarz der Werbung noch auf die Endteile, während es unten weiß bleibt... was an dem Design der Werbung liegt, dass unten das "Milch" ist und auch an den anderen Wagenteilen weiß beklebt ist.
IMG_9503.JPG


Alle anderen Vollwerbungen wurden allerdings meines Wissens nach genau nur auf die drei Mittelteile beklebt, sehr gut zu sehen beispielsweise an der Spee-Werbung von FOC 618 (welche er von August 2016 bis 2019 getragen hat).

618 180823 1808.jpg

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3-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.20 08:35.

Re: Weiss ich von Farben?

geschrieben von: spotter

Datum: 19.03.20 14:22

Wie immer schöne Bilder von Ryokan!

Was die Werbung angeht gehe ich davon aus, dass es in Krefeld keine M8C mehr mit "kommerzieller" Werbung geben wird. Ob da vielleicht mal für irgendwelche SWK-eigene oder städtische Zwecke geworben wird will ich nicht ausschließen, aber "klassische", kommerzielle Werbung für Produkte oder Unternehmen wird es meiner Meinung nach wohl eher nicht mehr geben. Die M8C haben ja auch nicht so viel Auslauf wie die FOC. Ich würde da nicht mehr für Werbung bezahlen wollen, zumal von den 32 FOC noch 11 Stück unbeklebt sind. 17 (!) Wagen tragen "Gestaltungen" (ich schreibe bewußt nicht "Werbung", bestenfalls Eigenwerbung) z.B. für die SWK, den Zoo oder das Bauhausjahr. Lediglich 4 Wagen haben derzeit kommerzielle Werbung (2 x Yayla, 1 x Caritas, 1 x "Kombi"-Werbung). Der Rest (11 Stück) sind unbeklebt.

Ich finde es grundsätzlich schade, dass zumindest hier in Krefeld nicht mehr viel auf den Fahrzeugen geworben wird. Das macht die Fahrzeugeflotte abwechslungsreicher, besser erkennbar und zu was individuellem.

Da mein Provider den Hostdienst für Bilder zum 31.01.2017 eingestellt hat, sind fast alle Bilder aus meinen Beiträgen vor diesem Zeitpunkt gelöscht.

Re: [KR] M8C werden für weitere 8 Jahre saniert

geschrieben von: Ruhri

Datum: 19.03.20 14:51

600_Volt schrieb:
[...]
Und leider muss ich auch feststellen: Ja, genau genommen gehören die M8C - wenn auch nicht unbedingt auf den Schrott - als hochflurige Fahrzeuge eigentlich nicht mehr in den Linienbetrieb (auch wenn sie für Strab- und/oder DUEWAG-Fans natürlich schon schön sind!). Für Fahrgäste mit Rollator, Kinderwagen oder auch Fahrrädern sind sie eine nicht mehr zeitgemäße Herausforderung - ist einfach so! Und die engen Fahrerkabinen erfüllen garantiert nicht mehr die Anforderungen eines modernen, ergonomischen Arbeitsplatzes. Obwohl die Enge für die Fahrer*innen den Vorteil bietet, dass alle Bedienelemente in Reichweite sind, ohne dass man sich für jede Schalterbedienung nach vorne beugen muss. Den Kabinen fehlt natürlich auch - genau, wie dem Fahrgastraum - eine Klimaanlage (heutzutage absolut kein Luxus mehr!).

[...]

Nur noch einmal zur Erinnerung: Die meisten Fahrgäste haben keine Probleme mit Stufen, aber das Ein- und Aussteigen kostet auch diese Menschen ein wenig mehr Zeit. Der stufenlose Zugang zur Bahn ist damit immer auch ein Beitrag zur Pünktlichkeit.

Re: Weiss ich von Farben?

geschrieben von: StraßenbahnFanBobo2003

Datum: 19.03.20 14:52

spotter schrieb:
Wie immer schöne Bilder von Ryokan!

Was die Werbung angeht gehe ich davon aus, dass es in Krefeld keine M8C mehr mit "kommerzieller" Werbung geben wird. Ob da vielleicht mal für irgendwelche SWK-eigene oder städtische Zwecke geworben wird will ich nicht ausschließen, aber "klassische", kommerzielle Werbung für Produkte oder Unternehmen wird es meiner Meinung nach wohl eher nicht mehr geben. Die M8C haben ja auch nicht so viel Auslauf wie die FOC. Ich würde da nicht mehr für Werbung bezahlen wollen, zumal von den 31 FOC noch 11 Stück unbeklebt sind. 16 (!) Wagen tragen "Gestaltungen" (ich schreibe bewußt nicht "Werbung", bestenfalls Eigenwerbung) z.B. für die SWK, den Zoo oder das Bauhausjahr. Lediglich 4 Wagen haben derzeit kommerzielle Werbung (2 x Yayla, 1 x Caritas, 1 x "Kombi"-Werbung). Der Rest (11 Stück) sind unbeklebt.

Ich finde es grundsätzlich schade, dass zumindest hier in Krefeld nicht mehr viel auf den Fahrzeugen geworben wird. Das macht die Fahrzeugeflotte abwechslungsreicher, besser erkennbar und zu was individuellem.
Zwei kleine Fehler ;)
Ich wusste garnicht, dass die Zoo- und Bauhausjahr-Werbung nicht kommerziell sind. Wie lässt sich das denn unterscheiden?
Tatsächlich sind ja alle anderen 14 Bahnen SWK-Eigenwerbung, sei es Energie, Strom, Wasser, Bahnfahrer, eine App oder sonst was.
Früher, auf den M8Cs wurde ja deutlich mehr Werbungen angebracht. Manche Werbungen waren nun wirklich nicht schön (bspw. AOK-Werbung von 850) und andere (Volvo Werbung von 841) waren schöner, das hat die Flotte ja wirklich abwechslungsreicher gemacht. Soweit ich weiß, waren 838, 839 und 848 die einzigen von 20, die seit der Umlackierung auf rot-weiß keine einzige Werbung getragen haben.

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Re: Weiss ich von Farben?

geschrieben von: spotter

Datum: 19.03.20 15:26

Wie die Flächen auf den Fahrzeugen vermarktet werden weiß ich ehrlich gesagt nicht so genau. Ich denke, dass das über Ströer (ehem. dt. Städtereklame) läuft. Die lassen sich das natürlich bezahlen. Ob die SWK für Eigenwerbung an Ströer zahlen weiß ich nicht, kann ich mir aber nicht vorstellen. Der Zoo ist zwar privatisiert, aber dennoch irgendwie städtisch. Das Bauhausjahr war ja auch eher eine Veranstaltung der Stadt oder irgendeiner nicht kommerziellen Organisation. Die werden nicht die Mittel für solche Werbemaßnahmen haben oder aufbringen können/wollen. Ich betrachte das daher als nicht kommerziell. Bei der Caritas bin ich mir da übrigens nicht ganz so sicher, denke aber, dass die dafür zahlen werden und das auch können.

Da mein Provider den Hostdienst für Bilder zum 31.01.2017 eingestellt hat, sind fast alle Bilder aus meinen Beiträgen vor diesem Zeitpunkt gelöscht.

Re: Weiss ich von Farben?

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 19.03.20 18:04

Das war lange vor jeder Art von Niederflurbahnen, man hat dort wohl schon in den Achtzigerjahren festgestellt, wie besch...eiden das aussieht, und auch die Fahrzeugfronten in die Ganzwerbung einbezogen.
Was für Ansichten.
Typisch für den heutigen Zeitgeist.

Nur mal nebenbei, Fährräder gehören nicht in die Straßenbahn.
Es ist eine viel zu große Gefährdung der anderen Insassen.
Ich glaube Sie haben noch nie erlebt was mit einem Fahrrad
passiert wenn der Fahrer aus Not eine Vollbremsung machen
muß.
Da bleibt es nicht bei einen Schreck!
Sieh an, der Großinquisitor ist da. Nur eben blöd, dass alle meine Fahrräder als Handgepäck mitzunehmen sind.

(Das ist jetzt der Zeitpunkt, wo Du in die Tischplatte beißen musst)

Falk, Signalwerker im inzwischen 42. Dienstjahr (und von daher mit den wirkenden Kräften in einem fahrenden Zug auch mit Mg-Bremsen durchaus vertraut)

Re: [KR] M8C werden für weitere 8 Jahre saniert

geschrieben von: Andre Joost

Datum: 20.03.20 08:26

Ruhri schrieb:
Nur noch einmal zur Erinnerung: Die meisten Fahrgäste haben keine Probleme mit Stufen, aber das Ein- und Aussteigen kostet auch diese Menschen ein wenig mehr Zeit. Der stufenlose Zugang zur Bahn ist damit immer auch ein Beitrag zur Pünktlichkeit.
Der in Krefeld aber durch den Fahrscheinkauf beim Fahrer wieder zunichte gemacht wird.

Gruß,
Andre Joost

Re: [KR] M8C werden für weitere 8 Jahre saniert

geschrieben von: Ruhri

Datum: 20.03.20 09:39

Andre Joost schrieb:
Der in Krefeld aber durch den Fahrscheinkauf beim Fahrer wieder zunichte gemacht wird.

Gruß,
Andre Joost


Das bezweifle ich aber ganz stark. Wer kauft denn heutzutage noch Fahrscheine beim Fahrer? Allzu viele sind das nicht mehr, denn die meisten kommen mit Monats- oder Mehrfahrtentickets. Und Smartphones haben sowieso die allermeisten. Da müsste Krefeld schon eine ganz besondere Ausnahme sein, dass in den Straßenbahnen alle Welt erst beim Fahrer den Fahrschein kauft.
Ruhri schrieb:
Andre Joost schrieb:
Der in Krefeld aber durch den Fahrscheinkauf beim Fahrer wieder zunichte gemacht wird.

Gruß,
Andre Joost

Das bezweifle ich aber ganz stark. Wer kauft denn heutzutage noch Fahrscheine beim Fahrer? Allzu viele sind das nicht mehr, denn die meisten kommen mit Monats- oder Mehrfahrtentickets. Und Smartphones haben sowieso die allermeisten. Da müsste Krefeld schon eine ganz besondere Ausnahme sein, dass in den Straßenbahnen alle Welt erst beim Fahrer den Fahrschein kauft.
Doch, ich sah, als die Fahrer noch Fahrscheine verkauft haben, täglich eine Menge an Menschen, die beim Fahrer Fahrscheine gekauft haben. Tatsächlich entstehen dabei bis zu zwei Minuten Verspätung pro Haltestelle, wenn das Aufkommen besonders hoch ist. Auch ich habe früher - als ich noch kein Schokoticket hatte - immer beim Fahrer ein Ticket geholt.
Nur aktuell haben die Fahrer ja aufgrund des Coronavirus darauf verzichtet.

Die alten Menschen, die nur ab und zu mit der Bahn fahren, und kein Smartphone benutzen - und eben nicht so weit laufen können bzw. auch wollen, um den Körper zu schonen - für die ist es das Beste, den Ticket gleich beim Fahrer kaufen zu können.

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Re: [KR] M8C werden für weitere 8 Jahre saniert

geschrieben von: Ruhri

Datum: 20.03.20 12:27

StraßenbahnFanBobo2003 schrieb:
Doch, ich sah, als die Fahrer noch Fahrscheine verkauft haben, täglich eine Menge an Menschen, die beim Fahrer Fahrscheine gekauft haben. Tatsächlich entstehen dabei bis zu zwei Minuten Verspätung pro Haltestelle, wenn das Aufkommen besonders hoch ist. Auch ich habe früher - als ich noch kein Schokoticket hatte - immer beim Fahrer ein Ticket geholt.
Nur aktuell haben die Fahrer ja aufgrund des Coronavirus darauf verzichtet.

Die alten Menschen, die nur ab und zu mit der Bahn fahren, und kein Smartphone benutzen - und eben nicht so weit laufen können bzw. auch wollen, um den Körper zu schonen - für die ist es das Beste, den Ticket gleich beim Fahrer kaufen zu können.
Das ist tatsächlich überraschend. Ich kenne das eigentlich nur noch so, dass die meisten Menschen mit gültigem Fahrschein einsteigen. Da machen Straßenbahnfahrer schon mal das Fenster zu, wenn niemand einen Fahrschein haben will (und fahren minutenlang geschlossen) oder antworten auf die Frage, ob man bei ihnen Fahrscheine kaufen können, mit einem ebenso begeisterten wie herzlichem "Selbstverständlich!".

Verkauft die SWK eigentlich auch Vierertickets in Bus und Bahn? Dann kauft man zumindest nur einmal einen Fahrschein und stempelt danach dreimal ab.

Aber wenn die Nachfrage in Krefeld tatsächlich dermaßen groß ist, dann ist das nun einmal so. Die alten Herrschaften sind mit Automaten nun einmal heillos überfordert, und auch jüngere verzweifeln oftmals. Einen Automaten in einer sich bewegenden Straßenbahn zu bedienen, erfordert ja zudem auch ein gewisses Mindestmaß an Körperbeherrschung.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.20 16:58.
Ja, 4er-, Tages- und Zusatztickets werden auch verkauft. Eigentlich alles, was es in Vorverkaufsstellen auch zu kaufen gibt.
Einzig die 10erTickets gibt es nur übers Smartphone.

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Re: [KR] M8C werden für weitere 8 Jahre saniert

geschrieben von: Andre Joost

Datum: 20.03.20 16:08

Ruhri schrieb:
Aber wenn die Nachfrage in Krefeld tatsächlich dermaßen groß ist, dann ist da nun einmal so. Die alten Herrschaften sind mit Automaten nun einmal heillos überfordert, und auch jüngere verzweifeln oftmals. Einen Automaten in einer sich bewegenden Straßenbahn zu bedienen, erfordert ja zudem auch ein gewisses Mindestmaß an Körperbeherrschung.
In Krefeld gibt es keine Automaten der SWK (mehr), weder bewegt noch stationär. Wenn man dann nicht in der Nähe einer Vorverkaufsstelle wohnt, muß man also beim Fahrer kaufen. Und an der zentralen Haltestelle Rheinstraße kommt noch das Gedränge mit Linkseinstieg im nächsten Fahrzeugteil hinzu. Beim Fahrer gibt es (bei den neuen Fahrzeugen) nur vorne rechts eine Tür.

Gruß,
Andre Joost

Re: [KR] M8C werden für weitere 8 Jahre saniert

geschrieben von: Ruhri

Datum: 20.03.20 17:02

Andre Joost schrieb:
In Krefeld gibt es keine Automaten der SWK (mehr), weder bewegt noch stationär. Wenn man dann nicht in der Nähe einer Vorverkaufsstelle wohnt, muß man also beim Fahrer kaufen. Und an der zentralen Haltestelle Rheinstraße kommt noch das Gedränge mit Linkseinstieg im nächsten Fahrzeugteil hinzu. Beim Fahrer gibt es (bei den neuen Fahrzeugen) nur vorne rechts eine Tür.

Gruß,
Andre Joost

Man muss den Fahrschein an einer Vorverkaufsstelle ja auch nicht unmittelbar vor Fahrbeginn kaufen. Die Bogestra scheint übrigens das Konzept der Automaten in den Bahnen auch als gescheitert zu betrachten. Außer den auslaufenden NF6D haben nie welche gehabt.

Re: Weiss ich von Farben?

geschrieben von: Bernhard Martin

Datum: 20.03.20 21:31

StraßenbahnFanBobo2003 schrieb:
Ich wusste garnicht, dass die Zoo- und Bauhausjahr-Werbung nicht kommerziell sind. Wie lässt sich das denn unterscheiden?

Man kann auch Vergleiche mit Zürich (bis ca. 2011) und Frankreich ziehen: Dort gab bzw. gibt es keine kommerziellen Ganzreklamen. Trotzdem gab und gibt es immer wieder einzelne Wagen, die aussehen, als würden sie Ganzreklamen tragen. Bei genauerem Hinsehen werben sie aber für städtische Einrichtungen (z.B. Theater), Ausstellungen oder Veranstaltungen, neue Strecken oder Linien. Oder sind temporäre Kunstwerke. (In Frankreich kenne ich solche Wagen aus Grenoble, Saint-Étienne und Strasbourg.)
Gut Gemacht SWK Und bitte weiter so! Neukauf wäre teurer. instandsetzung ist gut. Außerdem schonen M8C die Schienen. Die anderen Neuwagen haben schon größere Schäden verursacht im Bereich Weichen (Herzstücke).
Das darfst Du aber nicht sagen. Sonst beißen die Freunde der Hundertprozentniederflurpodestgebirgsgleisverschleißfördereinrichtungen wieder in die Eichenholztischplatte. Dabei ist Eichenholz schon heute knapp!

Falk

Re: [KR] M8C werden für weitere 8 Jahre standgehalten:

geschrieben von: Ruhri

Datum: 24.03.20 08:34

Lok35 schrieb:
Gut Gemacht SWK Und bitte weiter so! Neukauf wäre teurer. instandsetzung ist gut. Außerdem schonen M8C die Schienen. Die anderen Neuwagen haben schon größere Schäden verursacht im Bereich Weichen (Herzstücke).

Das Argument ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen, aber mal ehrlich: Welchen Fahrgast interessiert so etwas schon? Da kommt es einfach nicht gut, wenn man in die modernen Busse hinein und wieder heraus gelangt, ohne Stufen steigen zu müssen, in den Straßenbahnen aber klettern muss. Da sind in Zukunft einfach gleisschonendere Fahrzeugtypen gefragt, denn so etwas wie die M6er und M8er wird man dieser Tage nicht mehr neu bestellen. Man könnte natürlich zur Bielefelder Lösung greifen, aber das wäre ein Projekt für die nächsten Jahrzehnte.

Re: [KR] M8C werden für weitere 8 Jahre standgehalten:

geschrieben von: Lok35

Datum: 24.03.20 16:51

Wir gehen in Krefeld eben sorgsam mit dem Geld um, auch früher schon, als die SWK noch Krefelder Verkehrs AG hieß. Im Ruhrpott schmeisst man lieber das Material weg und kauft dann teilweise nicht ausgereifte Konzeptionen, die man dann auch wieder wegwirft. So kann man Geld auch zum Fenster herauswerfen.Anscheinend wächst dort das Geld auf Bäumen oder Dagobert Duck hat eine Zweigstelle im Form eines prall gefüllten Geldspeichers.Und wenn der Fahrgastwechsel auch etwas länger dauert, die M8C können gut beschleunigen und fahren auch schnell und sicher durch Kurven, was ich bei den FOC nicht empfehlen möchte.Die Fahreigenschaften sind den ersten Strassenbahnen a la blauer Zug ähnlich, man könnte auch wieder mit Zweiachsern fahren.Im übrigen gibt es im Krefeld schon lange das kombinierte Sprech-und Datenfunknetz sowie Ampelvorrang und grüne Welle für Bus und Bahn durch Leitstelle bei Bedarf eingesetzt. Dafür haben wir dann auch keine U-Bahnen nötig, die hohe Folgekosten nach sich ziehen !
Die M8C wurden damals beschafft, weil es für die Einrichtungsachtachser keine Fördermittel vom Land mehr gab. Diese machten Investitionen in den Betrieb im bereich Stromversorgung erfoderlich.Die waren Aussagen vom Betriebsdirektor Flössel, den ich persönlich gekannt habe.Die altfahrzeuge wurden technisch aufgerüstet .Durch den zukunftsweisenden Ausbau des gemischten Daten -und Sprechfunknetzes ab 1983 ( die M8C kamen 1980/81) konnten nunmehr exakte Verbrauchsdaten unter Betriebsbedingungen gewonnen werden. So mancher Hersteller musste seine Angaben korrigieren. Außerdem bestand immer Funkverbindung, wenn nicht über Sprechfunk,dann über Datenfunk.Die Leitstelle wusste IMMER,wo das Fahrzeug war. Die Ampelvorrangschaltung wurde ausgebaut und integriert, man kann bei Verspätung die Fahrstrecke auf Grün stellen. Die Hybridbusse wurden in der ersten Bauart mit 10 Wagen beschafft und selbstverständlich auch unter Betriebsbedingugen analysiert. Nun ist ein 2. Projekt wieder mit 10 Gelenkbussen in der Praxiserprobung. Die Fahrzeuge der ersten Generation konnten auch im Winter aus vereisten Haltestellen fahren. So einen Blödsinn wie in Essen, wo anstelle einer Strassenbahn eine Spurbuslinie gebaut wurde, ist hier nicht erfolgt. Die Fachhochschule Niederrhein ist mit im Boot, u.a. bei der Ausbildung von Ingenieuren von morgen, die bei den SWK praxisbezogen mitarbeiten können.Man muss heute nach 40 jahren festellen, die richtige Weichenstellung erfolgte ab 1976 mit dem Bau des neuen Betriebshofs. Die Weitsicht und die Innovationsbereitschaft von damals nutzt den heutigen Generationen.Der Neukauf von vierachsigen Strassenbahnbeiwagen war betreffend der Kapazitätserhöhung eine gute Idee, in dem Abendstunden aus Sicherheitsgrünen - man hatte noch keine Videoüberwachung - schlecht. Sie waren eine Ersatzbeschaffung von selbstgebauten Fahrzeugen aus Zweiachsern, die in eigener Werkstatt zu Vierachsern umgebaut wurden. Diese waren zu Anfangs noch mit Schaffnerplatz ausgestattet und dann später verschlissen.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.20 20:21.
Die waren vor 1990 schon verschwenderisch. Ich öffne mal die Tage einen neuen Thread dazu.

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3-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.20 18:13.
Etwas mehr Fakten und genauere Aussagen täten deinem Posting gut!

Ein paar kleine Denkanstöße, die deutlich machen sollen, dass man Äpfel und Birnen nur bedingt vergleichen kann: Von welcher Region und mikt welchen Motiven ging die Entwicklung des M-Wagens aus? Wo fahren immer noch (mehr als zwei) M-Wagen von 1980? Wie viele Fahrgäste befördert eine Doppeltraktion B80D in Bochum - wo gibt es so ein Fahrgastaufkommen in Krefeld? Welche Umbaumaßnahmen und Eingriffe in die Bebauung hätte es benötigt eine oberirdische Variante der Nordstrecke in Essen zu bauen, um nicht mehr auf die teils eingleisige und verspätungsanfällige 101/106 nach Karnap angewiesen zu sein? (Reisegeschwindigkeit und Entwicklung der Fahrgastzahlen auf diesem Linienast sprechen Bände!) Was unterscheidet in Bezug auf Verkehrsströme Städte im Ruhrgebiet von z.B. Krefeld? Welche Stadt hat, um einen Millionenbetrag pro Fahrzeug zu sparen, gebrauchte Stadtbahnwagen an ihre Verhältnisse angepasst? Welche Städte haben besonders viel (Schwer-)Industrie behebergt und heute entsprechend hohe Sozialausgaben?

Ich erinnere nur mal an ein Beispiel aus jüngerer Vergangenheit: Wieso hat die SWK seinerzeit so viele Hybridbusse beschafft, die deutlich teurer waren als Standardlinienbusse mit Dieselmotor?
Der "Hit in Tüten" waren die inzwischen ausgemusterten Wagen wohl ganz sicher von Anfang an nicht, es gab aber seinerzeit Fördergelder vom VRR - da konnte und wollte man nicht widerstehen. Die Erfahrungen aus diesen Fahrzeugen kamen aber der Branche insgesamt zugute, ähnlich ist es mit den ersten Niederflurwagen: Während manche Städte zunächst zögerlich erst Ende der 1990er / Anfang der 2000er Niederflurfahrzeuge beschafft haben (Krefeld noch später!), waren andere mutiger und haben so zur (Weiter-) Entwicklung neuerer Generationen beigetragen.
Verschwendung ... War es nicht Krefeld, wo sich die vierachsigen Beiwagen nach ein paar Einsatzjahren die Radreifen platt standen, ehe sie verschrottet wurden? ;-)

Der Ticketverkauf kann gerne mal einen Signalumlauf kosten, also schneller ginge es sicher, wenn das Fahrpersonal sich ausschließlich aufs Fahren konzentrieren könnte.
Ich hatte einen langen Posting geschrieben, den dann doch gelöscht, aber dann hänge ich die Texte nun doch nochmal dran:

Vor 1990 ist die Krefelder Verkehrs-AG meiner Meinung nach doch verschwenderisch gewesen. Ich verstehe es bis heute noch nicht.

Die Vierachser wurden mit einem zarten Alter von 18(!) bis maximal 24 Jahren verschrottet, bis auf ein verschenkten und zwei zum eigenen Museum abgegebenen Fahrzeuge.
Auch mit den nicht zu den Achtachsern umgebauten Sechsachsern (601-608) hat man nicht besser gehandelt, diese hat man sogar nach 17 Jahre Einsatzzeit abgestellt und sieben Jahre später verschrottet bzw einen an einem Privatmann verkauft, einzig zwei Front-Teile wurden zu einem Fahrschulwagen zusammengesetzt und umgebaut.
Die 1974 gelieferten Beiwagen waren sogar nur bis 1990, nur 16 Jahre im Einsatz und wurden 1996 verschrottet.

Alles nur, weil man die Linien 042 und 043 auf einmal auf einen Zweirichtungsbetrieb ändern wollte, dessen Grund mir bis heute unbekannt ist. Für die Rechtfertigung, die beiden Linien auf einen Zweirichtungsbetrieb umzustellen wurden M-Wagen gekauft, und dann mussten es auch gleich 20 sein, damit man ja genug Fahrzeuge und genug Reserven dieses Fahrzeugtyps hat, da andere Typen ja nicht eingesetzt werden können da sie alle Einrichtungsfahrzeuge sind.

Das wiederum sorgte dafür dass zu wenig Platz auf dem Betriebshof vorhanden sind bzw viele Fahrzeuge überflüssig wurden, sodass für die 20 M8 20 junge Bahnen ausgemustert werden mussten - 12 Vierachser der 300er und die acht Sechsachser. (Die 400er wurden bereits durch die letzten beiden GT8 Serien ersetzt.)
Der Fuhrpark war eigentlich daher neu genug - die ältesten, 1979 vorhandenen Bahnen waren 1959 und 1962 gebaute Vierachser mit den 300er Nummern, danach folgten 8 Sechsachser aus dem Jahre 1964 sowie 16 GT8 mit Baujahr 1972-1974(umgebaut aus GT6), erst 1974 wurden für die Vierachser noch Beiwagen nachbestellt und 1976 wurden nochmal die letzten sechs GT8 ausgeliefert. Die neuesten Fahrzeuge waren also gerade mal drei Jahre alt.

Bei 609 und 610 aus der selben Serie und aus dem selben Jahrgang wie 601-608, sieht man, wie lange die Sechsachser eigentlich gehalten hätten. Der einzige Unterschied war nur, dass sie zu Achtachser umgebaut wurden (809-810), und waren ganz ohne Modernisierung oder Sanierung ganze 46 Jahre im Einsatz. Das hätten die Fahrzeuge 601-608 auch geschafft.

Es ist unverständlich, warum man so sehr auf Zweirichtungsfahrzeuge setzen wollte. Ohne diesen Drang zur Zweirichtungsfahrzeuge hätte man mit den Fahrzeugen noch locker bis 1990 ausgekommen, selbst da wären die ältesten Vierachser gerade mal 31 Jahre alt gewesen, für damalige Verhältnisse noch jung. Nur 13 neue Bahnen hätten gereicht, um den Fuhrpark bis 2010 standzuhalten, und diese 13 Bahnen wären dann vermutlich auch schon zumindest zum größten Teil Niederflurfahrzeuge gewesen, beispielsweise MGT6D. (70% Niederflur, was vollkommen reicht.)

Was ich noch nicht verstehe - irgendwie wurden Krefelder Fahrzeuge nach dem 2. Weltkrieg, mit Ausnahme der 10 GT8 nach Graudenz im Jahre 2010, nie an andere Straßenbahnbetriebe weiterverkauft. Dabei hätten gerade diese erst 17-24 Jahre alten Vier- und Sechsachser einige Betriebe noch eventuell dazugekauft. Selbst die heutigen Niederflurbahnen, die für deutlich weniger Laufzeit gebaut werden, werden nicht ganz so jung verkauft ohne gravierende Mängel. Oder selbst mit gravierenden Mängel werden sie weiterverkauft. Dazu zählen z.B die Bochumer MGT6D, und selbst die hatten auch schon 21 bis 23 Dienstjahre...

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Das hat möglicherweise mit einem Generationswechsel bei der Leitung des Betriebes zu tun. Wenn andere Vorstellungen von einem effektiven Fahrzeugbestand mit Fördermöglichkeiten von Land und vielleicht Bund zusammenkommen, dann landen noch gar nicht so alte Wagen schnell beim Schrottverwerter.

Falk
das Problem war gewesen, man wollte anstelle der M8C weiter Einrichtungsachtachser kaufen. Dafür gab es aber vom Land keine Fördermittel mehr.DieNeubauvierachser Anhänger wurden als Ersatz für die EigenUMbauanhänger 102 -112 (?) , die hatten schon mindestens 40 Jahre auf dem Buckel.Diese stammten aus KSW Anhängern und zweiachser Triebwagen. Die Ausrüstung der Tw wurden zur Sanierung der Wuppertaler 4x GelenkTw herangezogen,deren fahrwerke waren grottenschlecht. Die Umbau 4x Gelenk Tw 301-306 waren mehrfach modernisiert worden.Man konnte mit einem 8x Gelenktw plus Anhänger in den Abendstunden Sicherheitsprobleme erleben, da keine Videoüberwachung damals vorhanden war. Bis zu einem bestimmten zeitpunkt rentierte sich auch der Einsatz, da dies mit der Vergütung des Aufwands verbunden war, der der Verkehrs AG aus Steuermitteln zufloß.Als dies nicht mehr der Fall war,ging man zu Einzel 8x Tw über. Mit der Möglichkeit 20 M8C auf einmal zu erhalten, konnte man dann eine Bereinigung des Fahrzeugparks durchführen.Die Lackierung orientierte sich an derjenigen der Mülheimer Strassenbahn - damals noch ein Vorzeigebetrieb.Insgesamt von heute gesehen waren die M8C ein Fortschritt,wenn auch einige Fahrer meinten, die Einrichtungs 8x Tw wären noch stabiler gewesen.Insbesondere die Beschleunigung war besser, allerdings musste auch die Stromversorgung verstärkt werden durch drei neue Unterwerke.Der zweirichtungsbetrieb erweis sich in Notfällen als vorteilhaft, konnte man auch Falschfahrten durchführen -notfalls sogar mit zwei fahrern, wie von mir beobachtet beim Umbau des Bahnhofvorplatzes Krefeld HBF. Man hatte in Krefeld viel Altmaterial nach dem Krieg,man baute auch in eigener Werkstatt viel um.Nur irgendwann ist eben auch einmal Feierabend.
Lok35 schrieb:
Der zweirichtungsbetrieb erweis sich in Notfällen als vorteilhaft, konnte man auch Falschfahrten durchführen -notfalls sogar mit zwei fahrern, wie von mir beobachtet beim Umbau des Bahnhofvorplatzes Krefeld HBF.
Das ist nun ja schon ziemlich lange her und war ein Einzelfall. Krefeld hat sich ja nun praktisch unumkehrbar zum Zweirichtungsbetrieb entwickelt. Leider, denn die paar Vorteile die dieser Betrieb, werden hier zum größten Teil liegen gelassen. Es gibt im gesamten Netz nämlich praktisch keinen Gleiswechsel (ich weiß dass das an einzelnen, wenigen Stellen im Netz möglich ist. Diese gab es aber schon zu Zeiten des Einrichtungsbetriebes mit Ausnahme des Wendegleises am Hauptbahnhof). Bei einer Störung hat man hier die gleichen Probleme wie bei Einrichterbetrieben. Ein Gleiswechsel in die Gegenrichtung ist praktisch ausgeschlossen und ein "Rückwärtsfahren" gegen die Fahrtrichtung des MIV ein Abenteuer. Aber auch das habe ich schonmal gesehen, als der damalige Fahrschulwagen unter "Polizeischutz" im Gegenverkehr an einen haverierten Tw herangeführt wurde.
Also beim besten willen, ich kann - hier in Krefeld - überhaupt keine Vorteile des Zweirichtungsbetriebes in Notfällen erkennen.

Da mein Provider den Hostdienst für Bilder zum 31.01.2017 eingestellt hat, sind fast alle Bilder aus meinen Beiträgen vor diesem Zeitpunkt gelöscht.

spotter schrieb:
Lok35 schrieb:
Der zweirichtungsbetrieb erweis sich in Notfällen als vorteilhaft, konnte man auch Falschfahrten durchführen -notfalls sogar mit zwei fahrern, wie von mir beobachtet beim Umbau des Bahnhofvorplatzes Krefeld HBF.
Das ist nun ja schon ziemlich lange her und war ein Einzelfall. Krefeld hat sich ja nun praktisch unumkehrbar zum Zweirichtungsbetrieb entwickelt. Leider, denn die paar Vorteile die dieser Betrieb, werden hier zum größten Teil liegen gelassen. Es gibt im gesamten Netz nämlich praktisch keinen Gleiswechsel (ich weiß dass das an einzelnen, wenigen Stellen im Netz möglich ist. Diese gab es aber schon zu Zeiten des Einrichtungsbetriebes mit Ausnahme des Wendegleises am Hauptbahnhof). Bei einer Störung hat man hier die gleichen Probleme wie bei Einrichterbetrieben. Ein Gleiswechsel in die Gegenrichtung ist praktisch ausgeschlossen und ein "Rückwärtsfahren" gegen die Fahrtrichtung des MIV ein Abenteuer. Aber auch das habe ich schonmal gesehen, als der damalige Fahrschulwagen unter "Polizeischutz" im Gegenverkehr an einen haverierten Tw herangeführt wurde.
Also beim besten willen, ich kann - hier in Krefeld - überhaupt keine Vorteile des Zweirichtungsbetriebes in Notfällen erkennen.
Das stimmt.

Ach übrigens...
Am 13.09.2017 ist mir FOC 670 auf solch einer "Geisterfahrt" entgegengekommen, er fuhr auf der falschen Seite und gegen den MIV in der Bockumer Innenstadt, unter einem Schutz.
Zufällig hab ich das dann auch gefilmt. Hier ist das Video davon zu sehen (ab Minute 1:30):
[www.youtube.com]

Die ganze Geisterfahrt wohl nur, damit ein Kurs der Linie 042 zwischen Bockumer Platz und Stahldorf nicht entfällt.
Grund für die Streckensperrung war ein Oberleitungsschaden in Elfrath, der durch einen umgestürzten Baum verursacht wurde. Vermutlich stand der FOC also in Fahrtrichtung Elfrath vor dem umgestürzten Baum.
Alle Bahnen wurden nach Uerdingen umgeleitet, nach der Geisterfahrt bis zum Bockumer Platz ist der FOC 670 dann selbstständig in Richtung Uerdingen gefahren und kam direkt danach auch wieder zurück (wie ab Minute 4:10 zu sehen), um nach Stahldorf zu fahren.

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5-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.20 20:50.
das sehe ich nicht so. Wir haben hier in Krefeld mehrere Möglichkeiten, die vorteilhaft sind durch Zweirichtungswagen. Gleisdreiecke besser nutzen , Ostwall/Rheinstrasse (2x ), Hauptbahnhof , auch Abstellanlage Hansacentrum, Bahnstr/ Philadelphiastr. und Rheinstr/Philadelphiastr. / , Dreieck am Großmarkt /
Dreieck Sprödentalplatz / UerdingerStr. mit Verbindungsstrecke eingleisig. Es ist Inselverkehr möglich, Überbrückung mit Bus.Und dies hatten wir früher nicht so.
Lok35 schrieb:
das sehe ich nicht so. Wir haben hier in Krefeld mehrere Möglichkeiten, die vorteilhaft sind durch Zweirichtungswagen. Gleisdreiecke besser nutzen , Ostwall/Rheinstrasse (2x ), Hauptbahnhof , auch Abstellanlage Hansacentrum, Bahnstr/ Philadelphiastr. und Rheinstr/Philadelphiastr. / , Dreieck am Großmarkt /
Dreieck Sprödentalplatz / UerdingerStr. mit Verbindungsstrecke eingleisig. Es ist Inselverkehr möglich, Überbrückung mit Bus.Und dies hatten wir früher nicht so.
In Krefeld gibt es nur 2 Wendemöglichkeiten für ZR-Wagen die ER-Wagen nicht nutzen könnten (außer den Endstellen: Elfrather Mühle, Edelstahlwerk Tor 3 , Uerdingen Bf, Krefeld Hbf und Hüls):

Der eingleisige Bereich in Hüls und der eingleisige Bereich in Linn.
Dazu gibt es als Möglichkeiten einer Zwischenwende nur noch den Friedrichsplatz als Kreisverkehr und die Einfahrt zum Betriebshof.

Alle anderen von Dir genannten Möglichkeiten könnten auch von ER-Wagen genutzt werden. Lediglich durch den eingleisigen Bereich neben dem Sprödentalplatz sparen ZR-Wagen einen Fahrtrichtungswechsel, aber die beiden anschließenden Gleisdreiecke könnten auch ER-Wagen zum Wenden nutzen.

In Krefeld kann durch fehlende Gleiswechsel der Vorteil von ZR-Wagen bei Störungen nicht genutzt werden. Die Äste müssen bei Störungen immer stillgelegt oder umgelegt werden:

41 Süd Stilllegung ab Hbf
41 Ost Stilllegung ab Betriebshof (oder Inselbetrieb Betriebshof - St Tönis und Unterbrechung Betriebshof - Rheinstraße)

42 Nord Umlegung nach Uerdingen oder Stilllegung ab Sprödentalplatz
42 Süd Stilllegung ab Hbf

43 West Umlegung nach Elfrath oder Stilllegung ab Sprödentalplatz

44 Nord Stilllegung ab Friedrichsplatz (oder Inselbetrieb Friedrichsplatz - Hüls und Unterbrechung Moritzplatz - Rheinstraße)
44 West Stilllegung ab Linn (oder Inselbetrieb Linn - Rheinhafen und Unterbrechung Linn - Großmarkt)

Ob diese Inselbetriebe überhaupt möglich ist kann ich nicht sagen. Könnte evtl. auch an Speiseabschnitten in der Oberleitung scheitern.

Zwischenschleifen wurden im Laufe der Jahre ersatzlos abgebaut, zB Bockumer Platz, Badezentrum, Oberplatz.

Und gäbe es nicht den Karneval wären die Philadelphiastraße und die Sprödentalplatzverbindung längst stillgelegt und entfernt worden.
@ Lok35

Mit Verlaub, dass sind doch teilweise nur theoretische Möglichkeiten. Einen havarierten Wagen an der Philadelphiastr. oder Rheinstr. zu wenden stelle ich mir sportlich - nein, eher abenteuerlich vor.

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.20 22:51.
Sehe ich auch so.

Nur hinsichtlich der Betriebsstrecken bin ich etwas anderer Ansicht.
Die Betriebsstrecke Philadelphiastr. ist als Ausweichstrecke bei Störungen auf dem Ostwall unverzichtbar, da ansonsten alle 4 Linien massiv betroffen wären.
Die Grenzstr. bietet eine der wenigen Möglichkeiten Fahrzeuge abzustellen ohne den Betrieb zu stören. Früher, als die Strecke noch zweigleisig war, hat mir jemand erzählt, dass die als Ersatzdepot vorgesehen war, wenn der Betriebshof St. Töniser Str. nicht erreichbar ist. Da die Kapazität heute ja praktisch halbiert ist, weiß ich nicht ob das noch so ist.

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spotter schrieb:
Sehe ich auch so.

Nur hinsichtlich der Betriebsstrecken bin ich etwas anderer Ansicht.
Die Betriebsstrecke Philadelphiastr. ist als Ausweichstrecke bei Störungen auf dem Ostwall unverzichtbar, da ansonsten alle 4 Linien massiv betroffen wären.
Die Grenzstr. bietet eine der wenigen Möglichkeiten Fahrzeuge abzustellen ohne den Betrieb zu stören. Früher, als die Strecke noch zweigleisig war, hat mir jemand erzählt, dass die als Ersatzdepot vorgesehen war, wenn der Betriebshof St. Töniser Str. nicht erreichbar ist. Da die Kapazität heute ja praktisch halbiert ist, weiß ich nicht ob das noch so ist.
Aber mit der Kappung der Strecke nach Tackheide gibt es eigentlich sonst keine andere Strecke, an dem das möglich ist. Jeweils die Hälfte der Kurse der Linien 041-044, je nach dem wo gesperrt ist - müsste knapp passen. Wegen einer Streckensperrung standen da mal insgesamt sechs Bahnen der Linien 042/043, vier Bahnen hintereinander + zwei auf dem zweiten Gleis. Sieben weitere Bahnen haben da locker noch gepasst, zumal ja an der Seite des Großmarkts auch wieder zweigleisig ist.,

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zu spotter: dafür haben die SWK drei Unimogs, das geht immer.Und mit einem M8C kann man einen Fleibility auch abschleppen.Habe ich schon gesehen.
Das habe ich auch alles schon gesehen. Aber es ging mir eher um die fehlenden Gleiswechsel, wie sie bei den meisten anderen ZR-Betrieben üblich sind, und nicht um Wendmöglichkeiten auf vielbefahrenen Straßenkreuzungen. Ist aber auch egal, man scheint das im Betrieb nicht zu kennen und nicht zu vermissen.

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