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Re: Berliner U-Bahn

geschrieben von: no-night

Datum: 12.02.20 10:06

cinéma schrieb:
So, bei der Berliner U-Bahn komme ich auf fünf Typengruppen beim Kleinprofil und zehn beim Großprofil. Allerdings ist die Abgrenzung gar nicht so einfach, man kann das Ganze bestimmt auch anders ordnen.
Fünf bei Kleinprofil kommt nur dann aus, wenn die zwei sichtbar unterschiedlichen A3-Gattungen gesondert gezählt werden. Aber zehn Großprofil... das ist echt waghalsig, F-Wagen haben ca. 3-4 unterschiedlich aussehende Unterbauarten, und H ist ziemlich einheitlich. Rechnet man die "plan-nostalgie-"D's dazu, das ist noch immer weit davon.

Baureihenchaos

geschrieben von: Gernot

Datum: 12.02.20 11:34

Ich finde diese Aufdröselung in Unter-unterbaureihen doch ziemlich an den Haaren herbeigezogen. So nach der Methode: Wer findet mehr Unterschiede in kleinsten Details?
Faktisch ist es doch so, dass sich die Auslieferung einer neuen Baureihe meist über einen längeren Zeitraum erstreckt. Schienenfahrzeuge werden nun einmal nicht am Fließband mit einem Produktionstakt von einigen Minuten gebaut. Schon allein während der Lieferung einer Serie von sagen wir mal 25 Fahrzeugen, die sich über ein gutes Jahr erstreckt, kann es zu kleinen Unterschieden kommen, weil der Betrieb nach den ersten Erfahrungen mit den Serienfahrzeugen 1-6 ein paar Änderungswünsche hat. Und erst recht, wenn der Betrieb dann drei Jahre später ein weiteres Los dieser mittlerweile bewährten Baureihe bestellt. Die haben dann vielleicht andere Scheinwerfer, weil der Zulieferer die alten nicht mehr im Programm hat oder das Konkurrenzmodell etwas günstiger ist. Oder ein Bauteil, welches in der ersten Serie nachträglich im Betrieb eingebaut wurde, ist in der nächsten Serie schon werksseitig verbaut. Meist fällt so etwas dem Normalfahrgast überhaupt nicht auf, sondern ist was für Spezialisten.
Und wenn bei einem Wagen eine größere Reparatur außerhalb der Regelfrist stattfindet und dabei dann gleich die erst in einem Jahr fällige HU vorgezogen wird, kommen womöglich andere Sitze, Heizungen, Fahrgastinformationssysteme oder was weiß ich. Vielleicht hat man auch den Entwerter an einen anderen Ort montiert, weil man so besser zu den Abstellplätzen für Kinderwagen durchkommt. Und schon hat man wieder eine neue Splittergattung entdeckt und damit haben die Verkehrsbetriebe von Dingenskirchen bei insgsamt 44 Fahrzeugen 26 verschiedene Baureihen. Sieger im Forumsranking!!!!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.20 11:36.

Re: Berliner U-Bahn

geschrieben von: cinéma

Datum: 12.02.20 18:48

no-night schrieb:
Fünf bei Kleinprofil kommt nur dann aus, wenn die zwei sichtbar unterschiedlichen A3-Gattungen gesondert gezählt werden. Aber zehn Großprofil... das ist echt waghalsig, F-Wagen haben ca. 3-4 unterschiedlich aussehende Unterbauarten, und H ist ziemlich einheitlich. Rechnet man die "plan-nostalgie-"D's dazu, das ist noch immer weit davon.

Man kann natürlich auch weniger ausdifferenzieren, ich habe beim Typ F die Unterarten separat gezählt, weil die Unterschiede dann ja schon in verschiedener Ausprägung vorhanden sind. Manchmal ist es nur die Optik, zum Teil aber auch deutliche technische Unterschiede wie z. B. verschiedene Antriebsarten und/oder Höchstgeschwindigkeiten ab Werk.* Da habe ich mich dann an der sehr feingliedrigen Ausdifferenzierung des B-Wagens im Laufe der Diskussion orientiert.

* So ist der Unterschied bspw. zwischen F74 und F76 wirklich hauptsächlich optischer Natur, aber der Unterschied zwischen z. B. F74 und F84 ist dann aufgrund des Drehstromantriebs und der Schwenkschiebetüren bei letzterem deutlich technischer Natur.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.20 18:58.

Re: Stuttgart

geschrieben von: ec paganini

Datum: 12.02.20 19:56

Gerhard schrieb:
AlexB2507 schrieb:
Stuttgart:
1 Typ
3 Generationen
10 Serien
Dann noch den DT8.S der ja modernisierte 1. Generation ist.

Und 2 Gleisbauloks, 2 Schotterwagen, 1 Scheinentransportwagen, 2 Schleif(bei)wagen, 2 Steuerwagen und 2 halbe Stadtbahnprototypen
Hallo Alex,

Deine Betrachtung ist m. E. völlig schräg. Es gibt im Betrieb vier Typen von Stadtbahnwagen aus 10 Bau- und ein bis zwei Umbauserien. DT8.5 bis DT8.9 sind alle in den DT8-S aufgegangen, DT8.4 gibt es noch, davon sind nur einige ganz wenige zu -S geworden. Weitere Typen sind die DT8.10 und .11 sowie .12 und 14. Diese Doppelserien unterscheiden sich von einander und von den DT8.4 und -S erheblich und sie sind auch nicht kompatibel. Das kann man nur schwerlich als denselben Fahrzeugtyp bezeichnen. Ob man die -S und die nicht-modernisierten als einen Typ sieht, ist m. E. auch schon zweifelhaft, aber eher eine Fan-Diskussion, denke ich.
Die DT8.1 bis .3 waren die Prototypen, davon sind zwar zwei Hälften noch da, aber seit Jahrzehnten nicht mehr betriebsfähig, also nicht im Betrieb zu erleben. Und auf demselben Netz stehen sie nur, wenn Du die Meterspurfahrzeuge des Adhäsionsbetriebs auch dazuzählst. Die Seilbahn und die Zacke sind in der Tat raus, weil nicht auf demselben Netz. Dies ist mit den Fahrzeugen der Linie 23 anders, da gibt es nach wie vor GT4, DoT4, T2, B0 ("Schiffle"), GS-TW, 270er, 1300er, 400er, Nachbau-1200er aus Reutlingen. Gleiches Netz, konzessionierte Linie. Neben den oben gennannten Arbeitswagen gibt es noch den Meterspur-Schleifzug. Letztes Jahr war zusätzlich der Freiburger GT4 da, noch ein Typ; der Halberstädter war ja ein Stuttgarter.

Viele Grüße

Gerhard.
Hallo Gerhard, man kann das natürlich noch weiter aufdröseln ;-)

DT8.4
DT8.4 spar-modernisiert
DT8S
DT8S mit neuen Türknöpfen innen ;-)
DT8.10
DT8.11
DT8.12
DT8.14
ZT4
Standseilbahn-Teakholzwagen

Wenn man das mal maximieren möchte :-)

LG Torsten

Karlsruhe hat 5 verschiedene Grundtypen

geschrieben von: Wessex Trains

Datum: 12.02.20 19:56

Hallo,

Karlsruhe kann mit 5 verschiedenen Grundtypen aufwarten:

Stadtbahnwagen 1 Richtungwagen gab es als 6-Achser Nummer 501-520 (nur noch Museumsbestand) und als 8-Achser Nummer 551 bis 590 sind noch mit etwa 8 Fahrzeugen im Regelbetrieb Mo-Fr unterwegs.

Stadtbahnwagen 2 Richtungswagen Mehrsystemwagen als Hochflurwagen Nummer 801-836 mit Choppersteuerung

Stadtbahnwagen 2 Richtungswagen Mehrsystemwagen als Mittelflurwagen Nummer 837-922 mit Drehstromsteuerung

Stadtbahnwagen ET2010 Mehrsystemwagen mit Drehstromsteuerung Nummer 923-964

Straßenbahnwagen Niederflurwagen mit Drehstromantrieb Nummer 221-265 und 301-325

Straßenbahn- und Stadtbahnwagen mit Drehstromantrieb NET 2012 Nummer 326-400

Re: "Artenvielfalt" auf den gleichen Schienen einer Stadt

geschrieben von: 1418

Datum: 12.02.20 20:52

Moin,
Zitat:
In Tschechien z.B. die vielen Tatratypen
Plzen mit 13 verschiedenen Typen
Ostrava mit über 20 verschiedenen Typen
Brno mit über 20 verschiedenen Typen
Das geht aber auch in die Haarspalterei, wenn man so will.
Für Brno beispielhaft mal die Grundtypen:
T3
K2
K3R
T6
KT8
Skoda 03T
Skoda 13T
VarioLF
VarioLF2
noch nicht im Einsatz, aber in Bau: EVO2
RT6N und VV60 sind nicht mehr im Einsatz.
Wenn man die verschiedenen Modernisierungsvarianten der Tatras alle einzeln mitzählt, kommt man auf deutlich mehr "Typen", was sich im Alltag aber dadurch relativiert, weil es dann typübergreifende Gleichteile z.B. bei der Antriebssteuerung gibt. Für die Werkstatt ist die Vielfalt daher kleiner als sie auf dem ersten Blick auf die nackten Zahlen aussieht.
In Ostrava sieht das insgesamt nicht viel anders aus:
T3
T6
KT8
Skoda 03T
Inekon Trio
VarioLF
VarioLF2
VarioLF3 (ER+ZR)
VarioLF2+
Stadler Tango
VV60
Auch hier gilt das für Brno zu den Gleichteilen geschriebene.
Das könnte man jetzt noch für die anderen tschechischen Betriebe fortsetzen.

Wie schon erwähnt, sind auch einige polnische Betriebe bei der Typenvielfalt weit vorne mit dabei. Hier wurde in der Vergangenheit so einiges herumexperimentiert, dabei so mancher Urrweg beschritten und nicht weiterverfolgt. Gerade aus der Anfangszeit der NF-Technik sind so viele Klein- und Kleinstserien sowie Einzelgänger entstanden, die bis auf wenige Einzelfälle auch noch im Einsatzbestand befinden. Mittlerweile ist die Technik ausgereifter, es werden wieder größere Stückzahlen beschafft.

MfG 1418
Ludewicus schrieb:
Die Vielfalt gefällt mir in Köln tatsächlich auch sehr. Meist habe ich sogar die Möglichkeit, mich bei der Fahrt zur Arbeit/Schule für einen bestimmten Fahrzeugtyp zu entscheiden oder wenigstens ein wenig Einfluss darauf zu nehmen. - Und überhaupt einer der Gründe, warum ich überhaupt mit der Straßenbahn fahre, wo ich theoretisch auch mit RE/RB oder gar Bus fahren könnte...

Ich würde sogar 10 Typen dingfest machen, solange man die K5200 (nachfolgend beschaffte Serie 2010/2011) als eigenständige Baureihe auflistet...

Zitat:
1. "20er"
Alt, und das merkt man auch (leider). Ruckeln beim Anfahren, Sound kaum existent, und wirken leider runtergekommen - innen wie außen. Wen wunderts, die Tage dieser BR sind eh gezählt, was will man da noch investieren...

Zitat:
2. "21er"
- Wegen Umbau zu 2400er schon länger nicht mehr gefahren, kann mich nicht an negative Dinge erinnern, außer dass es kaum Sound beim Anfahren gab und die Sitze keine wirklich hohe Rückenlehne hatten...

Zitat:
3. "22er"
- Sound kaum vorhanden, aber ich liebe die Panoramafenster am Wagenende ohne Füherstand. Eine durchgängige Scheibe, trotz Knick, wo man eine gute Aussicht auf Strecke, Signale und Umgebung hat. Innenraumbeleuchtung ist ok. Beschleunigung mittelmäßig, da können die moderneren K5000 tatsächlich einfach mehr... Diese Plastiksitze mit der flachen Rückenlehne gefallen mir sogar recht gut. Andere Innenraumbeleuchtung, die Anordnung der Lampen ist unterschiedlich zu 21er/22er.

Zitat:
4. "22-5er"
Wie 22er, aber keine durchgängige Scheibe mehr, sondern ein dicker Holm versperrt den Panoramablick auf die Umgebung... :(

Zitat:
5. "23er"
Ich mag das Summen beim Anfahren. Habe aber den Eindruck von lauteren Rollgeräuschen, was aber vom Gleis abhängig sein mag.

Zitat:
6. "K4000"
Billig. Spaltmaße aus der Hölle, Türen wirken teilweise sehr instabil... Farbschema innen wirklich hässlich und sehr unangenehme Laufruhe. Ruckeln, beim Anfahren, aber auch lateral. Laut kreischende Fahrwerke, je nach Fahrzeug. Immerhin - der Anfahrsound gefällt mir tatsächlich recht gut.

Zitat:
7. "K5000"
Ähnlich K4000, aber der Sound... wie ein seit Jahren gequältes Fahrzeug, was um Hilfe schreit. Laufruhe stark vom Fahrzeug abhängig, bei hohen Geschwindigkeiten wird es - vor allem in Wagenmitte - durch ein hochfrequentes Kreischen teilweise uangenehm laut. Starke Vibrationen habe ich kaum wahrgenommen, aber wenn, dann richtig. Aber die Einzelsitze hinter dem Führerstand sind super! Hat man seine Ruhe und muss keine Plätze frei machen oder aufstehen...

Zitat:
8. "K5200"
Flexity Swift einer neueren Serie, Baujahr 2010/2011. Es gab kleine Anpassungen gegenüber K5000, der Einzelsitz am Führerstand wurde leider durch eine Rampe (?) in gelbem Metallgehäuse ersetzt... Sound ok, etwas unaufdringlicher als K5000, ebenso bessere Laufruhe, allerdings sind die Fahrzeuge auch noch nicht so alt. Neuerdings wurden manche Exemplare innen mit LED-Retrofits ausgerüstet. Kommt richtig gut.

Zitat:
9. "K4500"
Im Gegensatz zu K4000ern laufruhig und wirken auch besser verarbeitet. Vibrieren aber auch manchmal. Verglichen mit anderen Baureihen sehr starke Beschleunigung, kein Ruckeln beim Bremsen oder Anfahren. Teilweise mit LED-Leuchtstoffröhren-Retrofits ausgestattet, kommt ebenfalls richtig gut!

Zitat:
10. "24er"
Sound kaum existent. Sitze aus meiner Sicht deutlich unbequemer als in den anderen Baureihen, den Sitzen (vor allem in Wagenmitte) hätte eine etwas höhere Rückenlehne sehr gut gestanden... recht häufig Türstörungen o. Defekte, mich hat anfangs ein Ruckeln beim Anfahren gewundert, tritt aber scheinbar nicht bei allen Fahrzeugen auf (?). An sich gefällt mir der Innenraum aber richtig gut, ich vermute, dass die Innenraumbeleuchtung ebenfalls mit LED-Technik realisiert wurde.

Rechnet man die Bonner Baureihen dazu, wird es noch umfangreicher. Abwechslung wird einem in Köln-Bonn zumindest wirklich geboten, und da irgendwann die neuen HF6 kommen, kommen wir nach Ausmusterung der 2000er weiterhin auf 9 bzw. 10 Baureihen...

LG, Ludewicus
** Für alle Nicht-Ortskundigen: Es geht um Köln.



Lutz, die 20er sind mittlerweile total runtergekommen. Man merkt, dass die KVB da keinen Cent mehr rein investiert als nötig. Noch nicht mal die Innenbeleuchtung wird halbwegs instand gehalten. Zuletzt saß ich in einer, da war es schummrig grün drinnen. Hat aber auch was... :-)

Die 21er sind so gut wie raus, nur noch eine übrig. Negative Dinge? Die schäbbige Aluverkleidungen an den Fahrerkabinen, die nachträglich angebracht wurden (vermutl. als billigstes Mittel gegen Graffitty) Das geht gar nicht.

22er und 22-5er: Das mit dem Holm an der Po-Seite bei den 22-5ern ist mir noch gar nicht aufgefallen (Arrsch-Seite darrf man ja hierr nicht schrreiben...). Muss ich mal drauf achten.

23er: Das Surren gefällt mir gar nicht, ich steh da eher auf "analogen" Sound. Die zu hoch gezogenen Armlehenen an den Fenstern sind für mich einfach nur Doofheit eines Konstrukteurs. Aber das ist mehr ein Problem vergangener Jahrzehnte, wann hat man heute schon mal einen Sitzplatz - und dann noch am Fenster?

24er: "Sound kaum existent" schreibst Du. Ja, warum wohl? Wie bei den 20ern und 21ern, damals hat man halt noch qualitativ gute Bahnen gebaut...

K4000: Was meinst Du genau mit Spaltmaßen aus der Hölle?

K4500: Wie Du schon schreibst: Sehr laufruhig, gerade für Niederflur sehr bemerkenswert. Wenn man die Laufruhe der NF 4500er vergleicht mit der der HF5000er, kein Vergleich. Unglaublich, dass die Dinger fast baugleich sein sollen!

K5000: Über die Klänge sind wir uns wohl alle einig hier: Geht gar nicht. Fahrgefühl auch. Wäre das Ding ein Auto würde es niemand kaufen. Ende.

Zu den in Köln fahrenden Bonner Bahnen: Ich empfinde sie alle als angenehmer. Die Zweiterstellten, wie auch die alten. Selbst die 75er (das heißt ja Baujahr 1975 !!!) haben eine erfreuliche Laufruhe in den Kölner Tunnels. Dafür quietschen sie erschreckend mehr. Wenn Du in Köln am Bf Mülheim stehst und 'ne Bonner Bahn kommte aus dem Rohr, dann brauchst Du nicht mehr zum HNO-Arzt um die die Ohren freispülen zu lassen, die sind leergeätzt. Ich glaub, die Brille ist dann auch sauber...
Kölnbahner schrieb:
** Für alle Nicht-Ortskundigen: Es geht um Köln.

22er und 22-5er: Das mit dem Holm an der Po-Seite bei den 22-5ern ist mir noch gar nicht aufgefallen (Arrsch-Seite darrf man ja hierr nicht schrreiben...). Muss ich mal drauf achten.
Die Duewag-Wagenkästen der Serie 2200 von 1987 waren eine völlige Neukonstruktion, die sich erheblich von den Wagenkästen Serien 2000 und 2100 unterscheidet. Das Heck wurde speziell für die Belange ohne Führerstand konzipiert. Die Waggon-Union hat dagegen weitgehend den ürsprünglichen Wagenkasten von 1973 (in Duewag-Lizenz) weitergebaut und nur etwas modifiziert. Außeredem wurden die Waggon-Union-Fahrzeuge symmetrisch gebaut, so dass bei einem klassischen Zweirichtungsfahrzeug mit zwei Führerständen keine Änderungen an der Konstruktion erforderlich gewesen wären.

Kölnbahner schrieb:
Die zu hoch gezogenen Armlehenen an den Fenstern sind für mich einfach nur Doofheit eines Konstrukteurs. Aber das ist mehr ein Problem vergangener Jahrzehnte, wann hat man heute schon mal einen Sitzplatz - und dann noch am Fenster?
Es wurde keine Armlehne hochgezogen und mit Doofheit hat das schonmal gar nichts zu tun! Bei den 2200ern der Duewag wurde die Unterkante der Fenster gegenüber den 2000ern und 2100ern soweit heruntergezogen, dass die Armlehne als Aluschiene in das Fenstergummi integriert werden konnte. Bei den 2300ern wurde leider auf die Aluschiene verzichtet. Die Fahrzeuge der Waggon-Union haben die gleichen Fenstermaße, wie der Serien 2000 und 2100 und daher Armlehnen unter den Fenstern.

Kölnbahner schrieb:
24er: "Sound kaum existent" schreibst Du. Ja, warum wohl? Wie bei den 20ern und 21ern, damals hat man halt noch qualitativ gute Bahnen gebaut...
"Sound" entsteht durch Umrichtertechnik und die ist bei den Fahrzeugen der Kölner Serien 2000, 2100 und 2400 schlichtweg nicht vorhanden. Dies Fahrzeuge habe klassische Schaltwerkstechnik mit Fahr- und Bremsstufen, daher kommt das Ruckeln.

Kölnbahner schrieb:
K4000: Was meinst Du genau mit Spaltmaßen aus der Hölle?
Die Wagenkästen sind sind nicht als tragende Röhre geschweißt, sondern aus Boden, Dach und Seitenwänden zusammengeschraubt oder genietet. Die Außenbleche und Fenster sind geklebt, sie Fugen mit Silikon verfüllt. Eine ganz andere Konstruktion gegeüber den klassischen Duewag-Fahrzeugen. Schick wegen glatter Außenhaut, aber klapprig und instandhaltungsintensiv. Irgendwann undicht bei Regen.

Kölnbahner schrieb:
Zu den in Köln fahrenden Bonner Bahnen: Ich empfinde sie alle als angenehmer. Die Zweiterstellten, wie auch die alten. Selbst die 75er (das heißt ja Baujahr 1975 !!!) haben eine erfreuliche Laufruhe in den Kölner Tunnels. Dafür quietschen sie erschreckend mehr.
Das ist technisch bedingt. Die KVB setzen seit den 1990er-Jahren wegen der extrem vielen engen Gleisbögenin ihrem Streckennetz überwiegend auf Spurkranzschmierung in ihren Fahrzeugen. Die Bonner haben dagegen in ihren wenigen engen Gleisbögen des Hochflurnetzes gut funktionierende ortsfeste Schmieranlagen. Daher quietschen die Bonner Fahrzeuge in Köln.
Danke für die Antworten, Christoph.
Das mit den Armlehnen/Fensterrahmen war mein Fehler. Ich meinte die 23er,in denen mir das unangenehm auffällt im Gegensatz zu den 22ern.
Kölnbahner schrieb:

K5000: Über die Klänge sind wir uns wohl alle einig hier: Geht gar nicht. Fahrgefühl auch. Wäre das Ding ein Auto würde es niemand kaufen. Ende.
Also so einig bin ich mir da nicht mit dir. Im Gegenteil: Wenn ich in Köln bin versuche ich extra eine Fahrt mit K5000 auf der Gürtel-Hochbahn einzubauen. Immer wieder genial das Zusammenspiel aus kreischendem Sound, dem Vibrieren und der schnellen Geschwindigkeit beim Blick nach vorne.
Bislang am meisten vom Fuhrpark aus begeistert war ich im polnischen Lodz, jedoch Juni 2019.
GT6 in verschiedenen Arten (1038/1075 sahen anders aus als 1147)
GT8N
M6S ex Bochum
MGT6D ex Bochum
alte Konstal in verschiedenen Arten und Lackierungen
modernisierte Konstal in verschiedenen Arten
Modernisierte M8C ex Bielefeld
Pesa Link

Auch Krakau hatte recht viel zu bieten aber nicht ganz so sehr wie Lodz. Und in Posen hab ich nicht drauf geachtet, da war ich zu sehr beschäftigt mit den GT8 ex Düsseldorf. Da führen zwar auch viele Wagentypen, es war aber viel übersichtlicher.

Mt den ganzen Altfahrzeugen hat aber Arad wohl noch mehr Artenvielfalt. Obwohl da jetzt 24 neue bestellt sind, bald kann es sich ändern...

Geht man weg von Europa, hat übrigens auch Hiroshima in Japan wirklich viel zu bieten ... im August 2017, als ich noch 13 Jahre alt war, war ich dort und habe bestimmt 10 Wagentypen angetroffen:
[www.drehscheibe-online.de]

Hier auch ein damals selbst gemachtes Video dazu:
[youtu.be]

Straßenbahnen und Busse aus Krefeld! [strassenbahn-bus.de]
--- ich liebe die M8C's in Krefeld ---
Meine Bahn und Busvideos: [www.youtube.com]

Liste von meinen Foto-Beiträgen auf DSO Straßenbahn-Forum:
[www.drehscheibe-online.de]




5-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.02.20 10:12.
Kölnbahner schrieb:
24er: "Sound kaum existent" schreibst Du. Ja, warum wohl? Wie bei den 20ern und 21ern, damals hat man halt noch qualitativ gute Bahnen gebaut...
Hilft aber nichts, wenn man die Fahrzeuge einfach nur runterreitet und nur die nötigsten Arbeiten durchführt...
Die 20er wirken mittlerweile einfach nur schäbig, was früher sicher anders war. :(
Und das Anfahrverhalten von Bahnen mit "klassischer" Schaltwerkstechnik muss heutzutage auch nicht mehr unbedingt sein, aber dazu gleich mehr.

Zitat:
K4000: Was meinst Du genau mit Spaltmaßen aus der Hölle?
Das was Christoph schon geschrieben hat. Und vertrauenserweckend wirken die geklebten Außenbleche und Scheiben für mich nicht wirklich. Ebenso wie die Türen, bei denen frage ich mich manchmal tatsächlich, ob die nicht irgendwann bei voller Fahrt rausfallen - ohne Übertreibung, stabil wirkt das nicht, manchmal klappern die sogar während der Fahrt leicht hin und her, vor allem wenn ein Gegenzug vorbei fährt. Zudem gibt es mehr oder weniger große Spalte zwischen den gelben Kunststoffabdeckungen innen (an den Türen und jene über den Sitzen). Alles in allem wirkt das Ding halt einfach billig und lieblos gefertigt...

Zitat:
Zu den in Köln fahrenden Bonner Bahnen: Ich empfinde sie alle als angenehmer
An sich ja, zumindest wirken sie gepflegter, vor allem was Sauberkeit betrifft. Aber letztens bin ich mit einer SWB-Bahn gefahren (könnte ein 845x gewesen sein, nagel mich aber bitte nicht darauf fest), welche im Geschwindigkeitsbereich von 0 bis etwa 40 km/h wirklich stark geruckelt hat, wie ich es so bisher noch nicht erlebt habe. Das war dann vor allem auf den Sitzen mit der niedrigen Rückenlehne nach längerer Fahrt wirklich unangenehm...

Generell habe ich bei den KVB-Fahrzeugen den Eindruck, dass es eine enorme Streuung des Fahrkomforts und des Zustands gibt. K5000 bspw. - manche Fahrten sind einfach nur unangenehm, Vibration, kreischen, gequälte Geräusche, klappern, alles da. Und bei anderen Bahnen derselben Serie macht es teilweise sogar Spaß, soweit man das sagen kann. Genau das Gegenteil, kein Kreischen, kein Vibrieren... Bei den 24ern genauso, manche Ruckeln stark, andere fast gar nicht. Daher tue ich mich schwer, pauschal alle 20er und 21/24er als ruckelnd zu bezeichnen, genauso wie bei den Bonner Pendants.

Am Ende ists halt immer Glückssache, was für ein Fahrzeug man bekommt. Auch eine Art Lotto zu spielen.

LG, Ludewicus
Ludewicus schrieb:
Generell habe ich bei den KVB-Fahrzeugen den Eindruck, dass es eine enorme Streuung des Fahrkomforts und des Zustands gibt. K5000 bspw. - manche Fahrten sind einfach nur unangenehm, Vibration, kreischen, gequälte Geräusche, klappern, alles da. Und bei anderen Bahnen derselben Serie macht es teilweise sogar Spaß, soweit man das sagen kann. Genau das Gegenteil, kein Kreischen, kein Vibrieren... Bei den 24ern genauso, manche Ruckeln stark, andere fast gar nicht. Daher tue ich mich schwer, pauschal alle 20er und 21/24er als ruckelnd zu bezeichnen, genauso wie bei den Bonner Pendants.
Am Ende ists halt immer Glückssache, was für ein Fahrzeug man bekommt. Auch eine Art Lotto zu spielen.
Bei den 5000ern ist eine regelmäßige Neuprofilierung der Räder sehr wichtig, damit sie einigermaßen ruhig laufen. Bei den Bonner K5000 erfolgt die Bearbeitung scheinbar häufiger, als bei den Kölner Gegenstücken.

Generell sind innerhalb der verschiedenen Fahrzeugserien Fahrmotoren und Getriebe unterschiedlicher Hersteller eingebaut. Äußerlich ist das gar nicht zu erkennen, aber durchaus am Laufverhalten.

Außerdem spielt der Raddurchmesser des jeweiligen Fahrzeugs eine Rolle. Dieser verändert sich beim B-Wagen (neu/verschlissen) von 740 auf 660 mm, beim K5000 von 660 auf 590 mm. Gemischte Traktionen mit stark unterschiedlichem Verschleißzuständen verhalten sich wiederum anders.

Die älteren B-Wagen mit Schaltwerken ruckeln bei Doppeltraktionen oft beim pneumatischen Umschalten zwischen Fahr und Bremswalze. Dies liegt aber auch oft am Fahrer, der ohne Gefühl den Sollwertgeber betätigt. Daher sollte eigentlich noch auf Achtachsern ausgebildet werden, um ein Gefühl für Schaltwerkfahrzeuge zu bekommen. Diese sind aber ohnehin ein Auslaufmodell.
Noch ruckliger ist das ganze allerdings, wenn ein B100S mit einem B80D zusammengekuppelt ist.
Auch 4000er mit 4500er gekuppelt scheinen mehr zu ruckeln, als einheitliche Traktionen.
Da hat man bei der Ruhrbahn bei einer Mischtraktion B80C/B100S weniger Probleme mit.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.20 06:48.
Ich wundere mich, dass hier noch niemand Leipzig angesprochen hat, wo wirklich wild durcheinandergewürfelt fährt:

T4D-M (Tatra)
NB4 (Niederflur-Beiwagen)
NGT8
NGTW6L
(Leoliner)
NGT12LEI (Classic XXL)
NGT10 (XL)

Ganz ohne irgendwelche Untertypen gleich mal 6 verschiedene Arten. Wikipedia zählt 14 Untertypen.

Re: "Artenvielfalt" auf den gleichen Schienen einer Stadt

geschrieben von: 1418

Datum: 17.02.20 09:36

Moin,
Zitat:
Ich wundere mich, dass hier noch niemand Leipzig angesprochen hat, wo wirklich wild durcheinandergewürfelt fährt
"Weiße Elster" hat dies im 20. Beitrag (je nach Ansichtsversion) bereits getan: [www.drehscheibe-online.de]
Zitat:
Wikipedia zählt 14 Untertypen.
Echt? Da sind wir wieder bei der Haarspalterei. Ob man da nun wirklich jede Lieferserie oder jeden kleinen technischen (und bis auf bunte statt einfarbige Matrix nicht sichtbaren) Unterschied auseinanderpflücken muß... ich sage mal NEIN und bleibe auch bei 6, bestenfalls 7 (wenn man den Prototyp-Leo separat betrachtet, da doch erheblich von der Serie abweichend und nicht kompatibel zum Rest).
Da hat sogar Dresden mehr (bzw. ist gleichauf):
25xx ER-kurz
25xx ZR-kurz
27xx ER-Lang
26xx ER-kurz-Drehgestelle
28xx ER-lang-Drehgestelle
224 xxx T4D-Mod
244 xxx TB4D-Mod

MfG 1418



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.20 09:40.

Re: "Artenvielfalt" auf den gleichen Schienen einer Stadt

geschrieben von: cs

Datum: 17.02.20 21:12

Kölnbahner schrieb:
Das mit dem Holm an der Po-Seite bei den 22-5ern ist mir noch gar nicht aufgefallen (Arrsch-Seite darrf man ja hierr nicht schrreiben...).
Wenn man weiß wie, kann man hier auch Ar sch schreiben ;-)

Re: "Artenvielfalt" auf den gleichen Schienen einer Stadt

geschrieben von: Slavic

Datum: 17.02.20 23:00

Sankt-Petersburg:

LM-68M-Umbauten in mehreren äußerlich unterschiedlichen Ausführungen;
LVS-86 in Originalform sowie in mehreren Modernisierungsvarianten;
71-88* in unterschiedlichen Ausführungen sowie äußerlich ähnliche PR-Vierachser;
LVS-97 in mehreren Ausführungen und mit unterschiedlicher Steuerung;
LM-99 in vielen äußerlich sowie innerlich sehr unterschiedlichen Ausführungen, es sind noch nicht mal Fahrgestelle innerhalb dieser Baureihe ohne weiteres austauschbar;
LVS-2005;
LM-2008;
BKM-84300M;
KTM-31 als Einrichter sowie als Zweirichter, alles mit Elektronik von unterschiedlichen Herstellern, so dass sogar die Fahrer für äußerlich identische Wagen mit unterschiedlichen Steuerungssystemen separat geschult und zugelassen werden müssen;
KTM-23 als Einrichter mit unterschiedlicher Elektronik sowie als Eineinhalbrichter;
71-407 als Einzelgänger, doch täglich im Einsatz;
71-301;
Alstom Citadis 301 CIS;
71-931 in älterer sowie in neuerer Ausführung;
71-923;
Stadler B85600M bei dem neuen quasiprivaten Betrieb im Auftrage der Stadt.

Also ganz grob 16 Basismodelle.

Wenn man jetzt jede einzelne Ausführung bei den LM-99 und LVS-86 sowie alle fahrfähigen Museumswagen (von denen bis vor kurzem einige im regelmäßigen Einsatz auf der Touristenlinie M waren) aufzählt, kommt man auf wirklich beeindruckende Zahlen.


Außerdem empfehle ich noch, Kiew und Mailand nachzuschlagen: da müsste auch so einiges unterwegs sein.
Christoph L schrieb:
Generell sind innerhalb der verschiedenen Fahrzeugserien Fahrmotoren und Getriebe unterschiedlicher Hersteller eingebaut. Äußerlich ist das gar nicht zu erkennen, aber durchaus am Laufverhalten. [...]

Danke für Deine Infos!
Ich habe sowas wie unterschiedliche Hersteller von Antrieben/Antriebskomponenten schon irgendwo vermutet, dafür erschienen mir die Unterschiede in der Laufruhe einfach zu stark.
(Wobei ich bis dato aber kaum Unterschiede zwischen Kölner und Bonner K5000 festgestellt habe, andererseits habe ich scheinbar ein Händchen dafür, diese immer NICHT zu fahren und bin daher schon länger nicht mehr in einem Bonner K5000 unterwegs gewesen.)

Vorhin bin ich in einem B100C (aka SWB 9357) unterwegs gewesen, und der hat dank Choppersteuerung einen imho wirklich schönen Sound. Den hört man zwar nur an den Wagenenden und auch dort eher verhalten, aber macht wie ich finde richtig was her, vor allem bei voller Beschleunigung von 0 auf über 70 km/h. Von der Laufruhe auch klasse, so muss Straßenbahn fahren sein!

LG, Ludewicus
Ludewicus schrieb:
Von der Laufruhe auch klasse, so muss Straßenbahn fahren sein!

LG, Ludewicus
Gerade der Stadtbahnwagen B hat mit einer Straßenbahn herzlich wenig zu tun, von den technischen Parametern her, ist das eher ein U-Bahn-Fahrzeug; daher sind die Laufeigenschaften nicht weiter verwunderlich.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.20 04:32.

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