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Hier in Köln fahren zur Zeit 9 verschiedene Bahnentypen, die im täglichen Liniendienst unterwegs sind. Ich finde das sehr viel und wüsste gerne, wie das in anderen Städten so ist.
Wir haben hier:

1. "20er" - Vier letzte Exemplare des Hochflur-Stadtbahnwagens Typ B "Kölner Bauart", 1. Generation Düwag, Baujahr (1973 Prototyp), 1977/1978, Seriennummern 2000 ff -- Ja, die alten Gurken sind immer noch täglich unterwegs, und ich liebe sie!

2. "21er" - Einen letzten Hochflur-Stadtbahnwagen B der 2. Generation Düwag, Baujahr 1983, Seriennummer 2100 ff, der Rest ist modernisiert/umgebaut und trägt die Seriennummern 2400 ff. Ich habe sie nie gemocht, die Umgebauten gefallen mir wesentlich besser.

3. "22er" - Hochflur-Stadtbahnwagen B der 3. Generation Düwag, Baujahr ca. 1989, Seriennummer 2200 ff, die mit nur einem Führerstand, die aber "@#$%& an @#$%& gekuppelt" Zweirichtungsfahrzeuge sind. Anfahrtgeräusche und -Gefühle sind gewöhnungsbedürftig, ich habe mich nach 30 Jahren dran gewöhnt.

4. "22-5er" - Hochflur-Stadtbahnwagen B der "3 1/2." Generation Waggon Union, Baujahr ca. 1990, Seriennummer 2250, die mit nur einem Führerstand, die aber "@#$%& an @#$%& gekuppelt" Zweirichtungsfahrzeuge sind. Sehen von außen kastiger, bulliger aus. Von innen sehr schrullig, fast kult. Fast.
Klang? :-(

5. "23er" - Hochflur-Stadtbahnwagen B der 4. Generation Düwag, Baujahr ca. 1993, Seriennummer 2300 ff, den 22ern ähnlich, nur mit zwei Führerständen. Hab ich nie gemocht, weil unglücklicherweise mit Fenstern, die zu hoch sind, um den Arm darauf abzulegen. Dr miese Klang liegt wohl am Drehstrom, von sowas hab ich keine Ahnung.

6. "K4000" - Niederflur-Stadtbahnwagen, waren wohl ein spektakuläres Billigangebot von Bombardier, um Fuß zu fassen in Europa damals , Baujahr ca. 1998, Seriennummer 4000 ff. Sind nur für 25 Jahre ausgelegt, fallen auch laut KVB schon fast auseinander. Die Ausschreibung für die Nachfolger läuft. Schönes 1990er Design, unverkennbarer Sound, aber absolut kein Platz für Kinderwagen o.ä.

7. "K5000" - Hochflur-Stadtbahnwagen Flexity Swift, Lowcost von Bombardier, verschiedene Baujahre um 2004, Seriennummer 5000 ff ("Plastikschrott"). Vibrieren vor allem an den Wagenenden extrem, es rutscht einem die Brille von der Nase (echt wahr!). Der Motorklang ist so ziemlich das Schlimmste, das ich je gehört habe von einem Schienenfahrzeug. Das Fahrgefühl kriegt die Schulnote 5. Leider hat die KVB davon sehr viele gekauft, sogar noch nachbestellt :-o
Die Bonner SWB haben sich an die Bestellung der KVB damals drangehänt und auch einige bestellt, allerdings aus qualitativen Gründen von einer Nachbestellung abgesehen.
Besser is.

8. "K4500" - Niederflur-Stadtbahnwagen Flexity Swift von Bombardier, Baujahr 2006?, Seriennummer 4500. Sollen angeblich fast baugleich mit den K5000ern sein, kann ich aber bis heute nicht glauben, weil die Dinger fahren wirklich prima - Schulnote 2+. Ich hoffe, sie fahren noch lange!)

9. "24er" Hochflur-Stadtbahnwagen B der 2. Generation, Baujahr ca. 1983, Seriennummer 2100, umgebaut und modernisiert, jetzt Seriennummer 2400 ff. Haben viele Kinderkrankheiten, gefallen mir aber von den Hochflurfahrzeugen mit am besten (2+) - nach den 20ern...

(10. Dazu kommen dann auch noch verschiedene Typen aus Bonn auf den Linien 16 und 18)


ff = fortfolgend, also 2000 ff = 2001, 2002, 2003, usw...



Für mich als Bahnfreak ist das natürlich toll, eine solche "Artenvielfalt" in Town zu haben, für ein Verkehrsunternehmen ist das aus wirtschaftlicher Sicht dann weniger toll, denn das bedeutet natürlich tjeoretisch ein riesiges Ersatzteillager, praktisch lange Ausfallzeiten, weil die Ersatzteile nicht alle auf Lager sind.

Ich weiß auch, dass in anderen Städten Straßenbahn und U-Bahn zwei verschiedene Baustellen sind, und dass in Köln Niederflur und Hochflur alles unter einem Hut sind - dadurch die Zahl 9 natürlich verzerrend groß dargestellt wird...

Wie ist das in anderen Städten?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.20 02:23.
Vor Allem wenn man das im Verhältnis zur Netzgröße setzt, bringt's immer noch Braunschweig: Fünf grundverschiedene Wagentypen auf dem relativ übersichtlichen Netz.
In Berlin tummeln sich auf dem Straßenbahnnetz - wenn man es ähnlich auseinander nimmt - sieben Wagentypen aus drei grundverschiedenen Familien.
Und der Rhein-Neckar-Raum kommt mit seinen vielen verschiedenen rnv-Variobahnen sicherlich auch auf 'ne hohe Zahl Wagentypen...
In München kommt man bei weit ausgelegter Betrachtungsweise auch auf neun (P/p, R2.2, R2.2-modernisiert, R3.3, S, T1.6, T2.7, T3.7, T4.7).
Hannover bietet drei Stadtbahn Typen.
20180522_121951.jpg
Tw 6000
20180228_161659.jpg
Tw 2000/2500
20190709_100934.jpg
Tw 3000

Gruß Olaf



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.20 08:29.

Re: "Artenvielfalt" auf den gleichen Schienen einer Stadt

geschrieben von: TW337

Datum: 09.02.20 08:49

Kölnbahner schrieb:
Hier in Köln fahren zur Zeit 9 verschiedene Bahnentypen, die im täglichen Liniendienst unterwegs sind. Ich finde das sehr viel und wüsste gerne, wie das in anderen Städten so ist.
Wir haben hier:

1. "20er" - Vier letzte Exemplare des Hochflur-Stadtbahnwagens Typ B "Kölner Bauart", 1. Generation Düwag, Baujahr (1973 Prototyp), 1977/1978, Seriennummern 2000 ff -- Ja, die alten Gurken sind immer noch täglich unterwegs, und ich liebe sie!

2. "21er" - Einen letzten Hochflur-Stadtbahnwagen B der 2. Generation Düwag, Baujahr 1983, Seriennummer 2100 ff, der Rest ist modernisiert/umgebaut und trägt die Seriennummern 2400 ff. Ich habe sie nie gemocht, die Umgebauten gefallen mir wesentlich besser.

3. "22er" - Hochflur-Stadtbahnwagen B der 3. Generation Düwag, Baujahr ca. 1989, Seriennummer 2200 ff, die mit nur einem Führerstand, die aber "@#$%& an @#$%& gekuppelt" Zweirichtungsfahrzeuge sind. Anfahrtgeräusche und -Gefühle sind gewöhnungsbedürftig, ich habe mich nach 30 Jahren dran gewöhnt.

4. "22-5er" - Hochflur-Stadtbahnwagen B der "3 1/2." Generation Waggon Union, Baujahr ca. 1990, Seriennummer 2250, die mit nur einem Führerstand, die aber "@#$%& an @#$%& gekuppelt" Zweirichtungsfahrzeuge sind. Sehen von außen kastiger, bulliger aus. Von innen sehr schrullig, fast kult. Fast.
Klang? :-(

5. "23er" - Hochflur-Stadtbahnwagen B der 4. Generation Düwag, Baujahr ca. 1993, Seriennummer 2300 ff, den 22ern ähnlich, nur mit zwei Führerständen. Hab ich nie gemocht, weil unglücklicherweise mit Fenstern, die zu hoch sind, um den Arm darauf abzulegen. Dr miese Klang liegt wohl am Drehstrom, von sowas hab ich keine Ahnung.

6. "K4000" - Niederflur-Stadtbahnwagen, waren wohl ein spektakuläres Billigangebot von Bombardier, um Fuß zu fassen in Europa damals , Baujahr ca. 1998, Seriennummer 4000 ff. Sind nur für 25 Jahre ausgelegt, fallen auch laut KVB schon fast auseinander. Die Ausschreibung für die Nachfolger läuft. Schönes 1990er Design, unverkennbarer Sound, aber absolut kein Platz für Kinderwagen o.ä.

7. "K5000" - Hochflur-Stadtbahnwagen Flexity Swift, Lowcost von Bombardier, verschiedene Baujahre um 2004, Seriennummer 5000 ff ("Plastikschrott"). Vibrieren vor allem an den Wagenenden extrem, es rutscht einem die Brille von der Nase (echt wahr!). Der Motorklang ist so ziemlich das Schlimmste, das ich je gehört habe von einem Schienenfahrzeug. Das Fahrgefühl kriegt die Schulnote 5. Leider hat die KVB davon sehr viele gekauft, sogar noch nachbestellt :-o
Die Bonner SWB haben sich an die Bestellung der KVB damals drangehänt und auch einige bestellt, allerdings aus qualitativen Gründen von einer Nachbestellung abgesehen.
Besser is.

8. "K4500" - Niederflur-Stadtbahnwagen Flexity Swift von Bombardier, Baujahr 2006?, Seriennummer 4500. Sollen angeblich fast baugleich mit den K5000ern sein, kann ich aber bis heute nicht glauben, weil die Dinger fahren wirklich prima - Schulnote 2+. Ich hoffe, sie fahren noch lange!)

9. "24er" Hochflur-Stadtbahnwagen B der 2. Generation, Baujahr ca. 1983, Seriennummer 2100, umgebaut und modernisiert, jetzt Seriennummer 2400 ff. Haben viele Kinderkrankheiten, gefallen mir aber von den Hochflurfahrzeugen mit am besten (2+) - nach den 20ern...

(10. Dazu kommen dann auch noch verschiedene Typen aus Bonn auf den


Für mich als Bahnfreak ist das natürlich toll, eine solche "Artenvielfalt" in Town zu haben, für ein Verkehrsunternehmen ist das aus wirtschaftlicher Sicht dann weniger toll, denn das bedeutet natürlich tjeoretisch ein riesiges Ersatzteillager, praktisch lange Ausfallzeiten, weil die Ersatzteile nicht alle auf Lager sind.

Ich weiß auch, dass in anderen Städten Straßenbahn und U-Bahn zwei verschiedene Baustellen sind, und dass in Köln Niederflur und Hochflur alles unter einem Hut sind - dadurch die Zahl 9 natürlich verzerrend groß dargestellt wird...

Wie ist das in anderen Städten?
Es sind 4 Baureihen in Köln Alles andere ist Haarspalterei
Guten Morgen!
In Tschechien z.B. die vielen Tatratypen
Plzen mit 13 verschiedenen Typen
Ostrava mit über 20 verschiedenen Typen
Brno mit über 20 verschiedenen Typen
MfG.
Ja, da lässt sich trefflich drüber streiten, ob jedes Facelift oder jede Modernisierungsvariante als ein Typ zu rechnen ist.....
Wenn ich mal die relative Typenvielfalt zugrunde lege dann würde Strausberg einen Spitzenplatz einnehmen:
- 4 Fahrzeuge bei 3 Typen (Tatra T6, KT8 und 2 Flexities)
Ja, darüber lässt sich natürlich streiten, muss man aber nicht. Das Thema ist von mir auch nicht als Schwanzvergleich gedacht und auch nicht als Biotop für Haarspaltereien, sondern mich interessiert einfach, wie das in anderen Städten so ist.

Das mit den tschechischen Städten z. B. finde ich dann sehr interessant. Da werd ich heut Nachmittag mal Herrn Google oder Frau Ecosia zu befragen... :)

Dank an Olaf für die Bilder.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.20 10:59.

Re: Bochum

geschrieben von: Altaria

Datum: 09.02.20 11:14

Siemens Stadbahnwagen B80 D 1435 mm
Stadler TANGO 1435 mm
DÜWAG Stadtbahnwagen M6 1000 mm
Siemens Nf-Stadtbahn MGT6D 1000 mm
Stadler Variobahn 1000 mm
Kölnbahner schrieb:
Das mit den tschechischen Städten z. B. finde ich dann sehr interessant.

Durch die große Zahl Gebrauchtfahrzeuge und den teils winzigen Serienlieferungen sind auch die polnischen Städte dahingehend interessant. Poznań müsste mit GT8 (ex Frankfurt), 105Na, Tatra RT6N1, Combino und Moderus Alpha, Beta, Gaga schon einen Spitzenplatz einnehmen, der nur noch von Kraków getoppt wird (105Na*, N8* [ex Nürnberg], GT8S/C* [ex Düsseldorf], E1 [ex Wien], NGT6*, NGT8 und Pesa 2014N, *jeweils mit Unterbauarten oder auch optisch verschiedenen Modernisierungsstufen).

Re: "Artenvielfalt" auf den gleichen Schienen einer Stadt

geschrieben von: Hendi

Datum: 09.02.20 11:33

In Nordhausen kommt es sehr darauf an, was man als eigenen Typ betrachtet.
Alle zwölf Fahrzeuge sind Combinos, allerdings lassen sich dabei fünf Varianten unterscheiden:
Erstmal gibt es eine Unterteilung in sechs Ein- und sechs Zweirichtungswagen.
Die Zweirichtungswagen teilen sich dann nochmal in drei "normale" Zweirichtungswagen (Combino Advanced) und drei Hybridwagen (Combino Duo) unterteilen.
Bei den Einrichtungswagen gibt es jeweils zwei Fahrzeuge des Combino Basic, des Combino Advanced und des Combino Classic, wobei sich diese nur in Baujahr, Aussehen und Inneneinrichtung unterscheiden, also nur bedingt als getrennte Fahrzeugtypen zu betrachten sind.

Je nach Grad der Haarspalterei könnte man also von einem, zwei, drei oder fünf Typen reden.

Re: "Artenvielfalt" auf den gleichen Schienen einer Stadt

geschrieben von: Gernot

Datum: 09.02.20 11:38

Ob man die verschiedenen Bauserien und die technische Fortentwicklung des gleichen Typs unbedingt als eigene Baureihen ansehen muss?
Aber mal abgesehen davon sollte man berücksichtigen, dass die KVB ein im Vergleich recht großer Betrieb ist. Da ist eine größere Vielfalt eher zu erwarten als bei einem Kleinbetrieb, der mit knapp 30 Fahrzeugen zwei oder drei Linien bedient. Das ist auch gut und richtig so, denn ob es wirklich so sinnvoll ist, auf einen Schlag - also innerhalb weniger Jahre - den kompletten Fuhrpark auszutauschen? Für Kleinbetriebe mag das noch angehen, aber nicht bei einem Bestand von fast 400 Triebwagen.
Die größte jemals in Köln vorhandene Serie waren die Düwag-Achtachser mit 200 Stück. (Nach deiner Rechnung könnte man auch die in verschiedene Bauserien unterteilen). Die ersten davon kamen 1963 aufs Gleis, die letzten wurden 45 Jahre später ausgemustert. Aber auch in deren Ära gab es immer mindestens zwei andere Typen, die gleichzeitig im Betriebsbestand waren. Und Splittergattungen mit fünf oder zehn Fahrzeugen hat man in Köln eigentlich fast immer vermieden.
Fazit: Eine gewisse Typenvielfalt ist bei größeren Betrieben eher die Regel als die Ausnahme. Sie ist aber angesichts der üblichen Lebensdauer von 25 - 40 Jahren und dem technischen Fortschritt sozusagen systemimmanent.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.20 11:40.

Re: "Artenvielfalt" auf den gleichen Schienen einer Stadt

geschrieben von: T3R.PV

Datum: 09.02.20 11:46

Demnach hat Chemnitz 4 oder 6 Typen im Straßenbahnnetz aufzuweisen (in der Reihenfolge des Erscheinens):

1. Tatra T3Dm
2a. Variobahn ZR Stadt
2b. Variobahn ER Stadt
2c. Variobahn ZR Regio
3. Citylink
4. Skoda 35T

Beim Haare doppelt spalten kommt noch die Prototyp-Variobahn hinzu, die sich ja vom Serien-ER-Wagen weiter unterscheidet als ER und ZR untereinander. Dreifach Haare spalten würde bedeuten die T3Dm noch in führende, geführte sowie geführte Heck-an-Heck-fähige zu unterscheiden...

Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.

Die echte Seite über die Chemnitzer Straßenbahn: [www.strassenbahn-chemnitz.de]
Hallo,

als Städte mit wirklich unterschiedlichen Fahrzeugtypen fallen mir spontan ein:

Mainz
M-Wagen, GT6M, Variobahn

Augsburg
M-Wagen, GT6M, Combino, Flexity

Freiburg
GT8 in zwei Varianten (Hochflur und mit Niederflurmittelteil), GT8Z (Niederflur), Combino (Basic und Advanced), Urbos

Interessant finde ich bei Fototouren immer, die neuesten und ältesten Fahrzeugtypen zusammen auf ein Bild zu bekommen. Oft gibt es nur kurze Übergangszeiten, in denen Vorgänger und ihre Ablösung gemeinsam im Einsatz sind.

Viele Spaß bei der weiteren Recherche!
Die Vielfalt gefällt mir in Köln tatsächlich auch sehr. Meist habe ich sogar die Möglichkeit, mich bei der Fahrt zur Arbeit/Schule für einen bestimmten Fahrzeugtyp zu entscheiden oder wenigstens ein wenig Einfluss darauf zu nehmen. - Und überhaupt einer der Gründe, warum ich überhaupt mit der Straßenbahn fahre, wo ich theoretisch auch mit RE/RB oder gar Bus fahren könnte...

Ich würde sogar 10 Typen dingfest machen, solange man die K5200 (nachfolgend beschaffte Serie 2010/2011) als eigenständige Baureihe auflistet...

Zitat:
1. "20er"
Alt, und das merkt man auch (leider). Ruckeln beim Anfahren, Sound kaum existent, und wirken leider runtergekommen - innen wie außen. Wen wunderts, die Tage dieser BR sind eh gezählt, was will man da noch investieren...

Zitat:
2. "21er"
- Wegen Umbau zu 2400er schon länger nicht mehr gefahren, kann mich nicht an negative Dinge erinnern, außer dass es kaum Sound beim Anfahren gab und die Sitze keine wirklich hohe Rückenlehne hatten...

Zitat:
3. "22er"
- Sound kaum vorhanden, aber ich liebe die Panoramafenster am Wagenende ohne Füherstand. Eine durchgängige Scheibe, trotz Knick, wo man eine gute Aussicht auf Strecke, Signale und Umgebung hat. Innenraumbeleuchtung ist ok. Beschleunigung mittelmäßig, da können die moderneren K5000 tatsächlich einfach mehr... Diese Plastiksitze mit der flachen Rückenlehne gefallen mir sogar recht gut. Andere Innenraumbeleuchtung, die Anordnung der Lampen ist unterschiedlich zu 21er/22er.

Zitat:
4. "22-5er"
Wie 22er, aber keine durchgängige Scheibe mehr, sondern ein dicker Holm versperrt den Panoramablick auf die Umgebung... :(

Zitat:
5. "23er"
Ich mag das Summen beim Anfahren. Habe aber den Eindruck von lauteren Rollgeräuschen, was aber vom Gleis abhängig sein mag.

Zitat:
6. "K4000"
Billig. Spaltmaße aus der Hölle, Türen wirken teilweise sehr instabil... Farbschema innen wirklich hässlich und sehr unangenehme Laufruhe. Ruckeln, beim Anfahren, aber auch lateral. Laut kreischende Fahrwerke, je nach Fahrzeug. Immerhin - der Anfahrsound gefällt mir tatsächlich recht gut.

Zitat:
7. "K5000"
Ähnlich K4000, aber der Sound... wie ein seit Jahren gequältes Fahrzeug, was um Hilfe schreit. Laufruhe stark vom Fahrzeug abhängig, bei hohen Geschwindigkeiten wird es - vor allem in Wagenmitte - durch ein hochfrequentes Kreischen teilweise uangenehm laut. Starke Vibrationen habe ich kaum wahrgenommen, aber wenn, dann richtig. Aber die Einzelsitze hinter dem Führerstand sind super! Hat man seine Ruhe und muss keine Plätze frei machen oder aufstehen...

Zitat:
8. "K5200"
Flexity Swift einer neueren Serie, Baujahr 2010/2011. Es gab kleine Anpassungen gegenüber K5000, der Einzelsitz am Führerstand wurde leider durch eine Rampe (?) in gelbem Metallgehäuse ersetzt... Sound ok, etwas unaufdringlicher als K5000, ebenso bessere Laufruhe, allerdings sind die Fahrzeuge auch noch nicht so alt. Neuerdings wurden manche Exemplare innen mit LED-Retrofits ausgerüstet. Kommt richtig gut.

Zitat:
9. "K4500"
Im Gegensatz zu K4000ern laufruhig und wirken auch besser verarbeitet. Vibrieren aber auch manchmal. Verglichen mit anderen Baureihen sehr starke Beschleunigung, kein Ruckeln beim Bremsen oder Anfahren. Teilweise mit LED-Leuchtstoffröhren-Retrofits ausgestattet, kommt ebenfalls richtig gut!

Zitat:
10. "24er"
Sound kaum existent. Sitze aus meiner Sicht deutlich unbequemer als in den anderen Baureihen, den Sitzen (vor allem in Wagenmitte) hätte eine etwas höhere Rückenlehne sehr gut gestanden... recht häufig Türstörungen o. Defekte, mich hat anfangs ein Ruckeln beim Anfahren gewundert, tritt aber scheinbar nicht bei allen Fahrzeugen auf (?). An sich gefällt mir der Innenraum aber richtig gut, ich vermute, dass die Innenraumbeleuchtung ebenfalls mit LED-Technik realisiert wurde.

Rechnet man die Bonner Baureihen dazu, wird es noch umfangreicher. Abwechslung wird einem in Köln-Bonn zumindest wirklich geboten, und da irgendwann die neuen HF6 kommen, kommen wir nach Ausmusterung der 2000er weiterhin auf 9 bzw. 10 Baureihen...

LG, Ludewicus
Zitat
7. "K5000" - Hochflur-Stadtbahnwagen Flexity Swift, Lowcost von Bombardier, verschiedene Baujahre um 2004, Seriennummer 5000 ff ("Plastikschrott"). Vibrieren vor allem an den Wagenenden extrem, es rutscht einem die Brille von der Nase (echt wahr!). Der Motorklang ist so ziemlich das Schlimmste, das ich je gehört habe von einem Schienenfahrzeug.

Ich kann hier nur zustimmen. Kann hier jemand sagen, ob die K5000 eigentlich Getriebeprobleme haben? Ich weiß noch, wie sich die anhörten, als die Teile neuer waren - und zwar besser. Ich bin jetzt vor einem Monat mit einigen mitgefahren und ich dachte bei den Fahrgeräuschen nur "Was ist denn da kaputt?". Immer dieses komische vom Leerlauf in die Beschleunigung einsetzende verzogene, fast schon kläglich klingende Surren. Das kann doch nur vom Getriebe stammen? Wie dem auch sei, die Fahrzeuge sehen schrottig aus und hören sich auch so an.

In Manchester klingen die Schwesterfahrzeuge anständiger, haben aber sicher auch komplett andere Drehgestelle, als die Kölner? Ich hoffe man ist dort mehr zufrieden.


Zitat
In München kommt man bei weit ausgelegter Betrachtungsweise auch auf neun (P/p, R2.2, R2.2-modernisiert, R3.3, S, T1.6, T2.7, T3.7, T4.7).

Bzgl. Artenvielfalt in München: Das ist der Variobahn zu verdanken, wäre man mit dieser zufriedener gewesen, hätte man nun nicht noch vier weitere Avenio-Varianten beschafft, denke ich. Ich erinnere mich gerne ins Jahr 2007 zurück, wo vor allem am Wochenende die Münchner Tram alleine von R-Wagen (R2.2 und R3.3) dominiert war. So schnell ändern sich die Zeiten.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.20 13:45.
Was Unterschiedlichkeit der Wagen angeht, ist Hiroshima auch ganz weit vorne mit dabei.
Dortmund:
NGT8 (Flexity)
Nach meinen Empfinden die schlimmsten Niederflurwagen, die man auf dem europäischen Markt anschaffen konnte. Quasi der K5000 in der Niederflurversion. Ruckelt ständig, hat andauernd Flachstellen, gerade an den antriebslosen Drehgestellen. (Werden die anders gebremst?)
Fahrgeräusch vom Antrieb eher langweilig aber nicht störend.
Fahrzeuge besitzen ausschwenkbare Trittstufen, was bei Niederlurfahrzeugen schon selten ist.

B80C
Die, zumindest meiner Meinung nach, besten B-Wagen, die Düwag gebaut hat. Zum Glück kein Drehstromantrieb, bei den Geruckel der B80D in Köln (warum nur da?) kriegt man ja Rückenschmerzen.
Fahrgeräusch: dank technischer Ausrüstung von ABB einzigartig bei B-Wagen. Stuttgart müsste bei den ersten DT-Baureihen die selben Antriebe haben.
Dank Choppersteuerung ein sehr ruhiges Fahrverhalten.
Den B80C gibt es in Dortmund auch als längere Version, bei denen wären stärkere Antriebe vorteilhaft, man merkt schon, dass die 8-Achser eine langsamere Beschleunigung haben.

B100S
Aus Bonn gekauft, anfangs blaues Wunder genannt.
Kurz und knapp: sie wurden kapput moderniesiert, hat neue und alte Technik verbunden, Elektrotüren verbaut, die anfälliger sind, als die Drucklufttüren es jemals waren, trotz einer längeren Testphase beim Wagen 408, wo die "Testtür" eigentlich immer defekt war.
Mitlerweile hat man zumindest die ZUB-Probleme im Griff bekommen. Eingesetzt werden sie nur auf der U42.
Fahrgeräusch ist in Ordnung. Ruckeln trotz Schaltwerkantrieb nicht so schlimm, wie beim M6S der Bogestra.
118 640 - 2 schrieb:
Hannover bietet drei Stadtbahn Typen.
Wenn man ganz penibel ist, kommt man auf 13 Baureihen:
6117 - 6163 4 Wagen 2. Serie
6194 - 6205 7 Wagen 3. Serie
6206 - 6230 24 Wagen 4. Serie
6232 - 6250 18 Wagen 5. Serie
6231 - 6239 2 Wagen 5. Serie mit der aktuellen Modernisierung mit LED-Röhren
6251 - 6258 8 Wagen 6. Serie
6259 - 6260 2 Wagen 6. Serie mit der aktuellen Modernisierung mit LED-Röhren
2001 - 2010 9 Wagen mit den alten Haltestangen
2011 - 2048 38 Wagen mit den neuen Haltestangen
2501 - 2515 15 Wagen mit den alten Haltestangen
2516 - 2596 81 Wagen mit den neuen Haltestangen
3001 - 3050 50 Wagen mit Fußboden in beige
3051 - 3142 92 Wagen mit Fußboden in anthrazit

Oder?
Heiko123 schrieb:
Was Unterschiedlichkeit der Wagen angeht, ist Hiroshima auch ganz weit vorne mit dabei.

Ja, jede Menge Kleinstserien uralter Wagen, großenteils gebraucht übernommen. Allerdings mit abnehmendem Trend. Kochi liegt da übrigens in ähnlicher Größenordnung. Und das sind echte Unterschiede, nicht nur unterschiedliche Griffstangen oder Leuchtstoffröhren, auch wenn die Basis der japanischen Vierachser von etwa 1940 bis 1967 praktisch die selbe geblieben ist.
Komplett ohne jede „Haarspalterei“ bringt es Leipzig aktuell auf 6 definitiv komplett verschiedene Typen im Planbetrieb: Tatra T4, Leoliner, NGT8, NGT10, NGT12 und die NB4-Beiwagen. Damit ist man im „Ranking“ eigentlich ganz gut dabei.

WE
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