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Liebe Foristen,
laut einem Interview mit M. Siry (Erster Beigeordneter Hürth) im Kölner Stadt-Anzeiger vom 5.2.2020 wollen die Hürther in diesem Jahr einen Grundsatzbeschluss fassen für den Bau der SL18/19 nach Hürth Einkaufszentrum/Mitte.
Gründe die 20 Jahre alten Planungen nun konkret anzugehen seien die „Verkehrswende“ und die Bebauung des ehem. Rangierbahnhofes Kendenich. Man spricht von einer Umsetzung bis in 5 Jahren. Den Zeitplan halte ich für Wunschdenken, was nicht heißt das ich das nicht begrüßen würde.
Am Ende des Interviews kommt noch ein Thema auf was ich gar nicht begrüßen würde. Er würde gerne die SL 18 auf Hürther Stadtgebiet entwidmen und in eine BOStrab Strecke umwandeln. Als Grund dafür genannt werden das weniger „strenge“ Regelwerk und finanzielle Vorteile, sowie angeblich kürzere Schrankenschließzeiten. Ob er seinen Bürgern auch erzählt, das dabei der Sicherheitsstandart sinkt, wenn man die jetzigen HP-Anlagen in ÜS-Anlagen nach BOStrab Standart umwandelt, ist ein Durchfahren bei einem nicht gesicherten Bü möglich, da es keine Zugbeeinflussung am ÜS-Signal gibt. Der SWB Vorfall in Sankt Augustin / Beuel dürfte hier mahnendes Beispiel sein. Dafür braucht es keinen bewusstlosen Tf, da reicht eine entsprechend kurze Unaufmerksamkeit. Vielleicht sollte er sich eher um höhenfreie Lösungen kümmern, auch wenn das in dicht besiedelten Gebiet natürlich anspruchsvoll ist.

Meint und grüßt, Lz
Lz schrieb:
Liebe Foristen,
laut einem Interview mit M. Siry (Erster Beigeordneter Hürth) im Kölner Stadt-Anzeiger vom 5.2.2020 wollen die Hürther in diesem Jahr einen Grundsatzbeschluss fassen für den Bau der SL18/19 nach Hürth Einkaufszentrum/Mitte.
Gründe die 20 Jahre alten Planungen nun konkret anzugehen seien die „Verkehrswende“ und die Bebauung des ehem. Rangierbahnhofes Kendenich. Man spricht von einer Umsetzung bis in 5 Jahren. Den Zeitplan halte ich für Wunschdenken, was nicht heißt das ich das nicht begrüßen würde.
Am Ende des Interviews kommt noch ein Thema auf was ich gar nicht begrüßen würde. Er würde gerne die SL 18 auf Hürther Stadtgebiet entwidmen und in eine BOStrab Strecke umwandeln. Als Grund dafür genannt werden das weniger „strenge“ Regelwerk und finanzielle Vorteile, sowie angeblich kürzere Schrankenschließzeiten. Ob er seinen Bürgern auch erzählt, das dabei der Sicherheitsstandart sinkt, wenn man die jetzigen HP-Anlagen in ÜS-Anlagen nach BOStrab Standart umwandelt, ist ein Durchfahren bei einem nicht gesicherten Bü möglich, da es keine Zugbeeinflussung am ÜS-Signal gibt. Der SWB Vorfall in Sankt Augustin / Beuel dürfte hier mahnendes Beispiel sein. Dafür braucht es keinen bewusstlosen Tf, da reicht eine entsprechend kurze Unaufmerksamkeit. Vielleicht sollte er sich eher um höhenfreie Lösungen kümmern, auch wenn das in dicht besiedelten Gebiet natürlich anspruchsvoll ist.

Meint und grüßt, Lz
für 1,822 km brauchen man keine 5 Jahre Bauzeit incl 4 BÜ
TW337 schrieb:
Lz schrieb:
Liebe Foristen,
laut einem Interview mit M. Siry (Erster Beigeordneter Hürth) im Kölner Stadt-Anzeiger vom 5.2.2020 wollen die Hürther in diesem Jahr einen Grundsatzbeschluss fassen für den Bau der SL18/19 nach Hürth Einkaufszentrum/Mitte.
Gründe die 20 Jahre alten Planungen nun konkret anzugehen seien die „Verkehrswende“ und die Bebauung des ehem. Rangierbahnhofes Kendenich. Man spricht von einer Umsetzung bis in 5 Jahren. Den Zeitplan halte ich für Wunschdenken, was nicht heißt das ich das nicht begrüßen würde.
Am Ende des Interviews kommt noch ein Thema auf was ich gar nicht begrüßen würde. Er würde gerne die SL 18 auf Hürther Stadtgebiet entwidmen und in eine BOStrab Strecke umwandeln. Als Grund dafür genannt werden das weniger „strenge“ Regelwerk und finanzielle Vorteile, sowie angeblich kürzere Schrankenschließzeiten. Ob er seinen Bürgern auch erzählt, das dabei der Sicherheitsstandart sinkt, wenn man die jetzigen HP-Anlagen in ÜS-Anlagen nach BOStrab Standart umwandelt, ist ein Durchfahren bei einem nicht gesicherten Bü möglich, da es keine Zugbeeinflussung am ÜS-Signal gibt. Der SWB Vorfall in Sankt Augustin / Beuel dürfte hier mahnendes Beispiel sein. Dafür braucht es keinen bewusstlosen Tf, da reicht eine entsprechend kurze Unaufmerksamkeit. Vielleicht sollte er sich eher um höhenfreie Lösungen kümmern, auch wenn das in dicht besiedelten Gebiet natürlich anspruchsvoll ist.

für 1,822 km brauchen man keine 5 Jahre Bauzeit incl 4 BÜ
Steht da was von Bauzeit?

Erstmal brauchst Du eine standardisierte Bewertung, wenn es Fördermittel geben soll und nicht alles aus eigener Tasche gezahlt werden soll. Dauert mindestens ein Jahr. Dann die Planung, inklusive diverser Gutachten zu Natur- und Artenschutz, Lärm etc. - ebenfalls mit einem Jahr schon optimistisch geschätzt. Zwischendurch können immer mal wieder ein paar Monate Verzögerung, wenn politische Beschlüsse eingeholt werden müssen (Antragsfristen, ggf. Vertagungen, ....)
Dann wird man ein Planfeststellungsverfahren brauchen, für das man locker zwei Jahre ansetzen kann, und auch das ist schon optimistisch. Wenn Du Pech hast, klagt hinterher noch jemand gegen den Beschluss, mit weiteren 1-10 Jahren Verzögerung.

Im Ergebnis wirst Du selbst unter optimistischsten Annahmen frühestens in 4-5 Jahren Baurecht haben - bis dahin wurde noch kein Sandkorn bewegt.

Für den eigentlichen Bau nochmal 2-3 Jahre, sofern keine aufwendigen Leitungsverlegungen notwendig sind. Und dann nochmal ein Jahr bis Einbindung der Strecke ins Stellwerk genehmigt ist...

Gruß,

Val
Ich Frage mich nur wo der Platz da sein soll für die Endstation am ZOB
goalie schrieb:
Ich Frage mich nur wo der Platz da sein soll für die Endstation am ZOB
Mies Wissens hat man beim Bau des Bussteigs schon geplant, eine Seite davon zu einer Stadtbahnhaltestelle umbauen zu können.
Lz schrieb:
Am Ende des Interviews kommt noch ein Thema auf was ich gar nicht begrüßen würde. Er würde gerne die SL 18 auf Hürther Stadtgebiet entwidmen und in eine BOStrab Strecke umwandeln. Als Grund dafür genannt werden das weniger „strenge“ Regelwerk und finanzielle Vorteile, sowie angeblich kürzere Schrankenschließzeiten. Ob er seinen Bürgern auch erzählt, das dabei der Sicherheitsstandart sinkt, wenn man die jetzigen HP-Anlagen in ÜS-Anlagen nach BOStrab Standart umwandelt, ist ein Durchfahren bei einem nicht gesicherten Bü möglich, da es keine Zugbeeinflussung am ÜS-Signal gibt. Der SWB Vorfall in Sankt Augustin / Beuel dürfte hier mahnendes Beispiel sein. Dafür braucht es keinen bewusstlosen Tf, da reicht eine entsprechend kurze Unaufmerksamkeit. Vielleicht sollte er sich eher um höhenfreie Lösungen kümmern, auch wenn das in dicht besiedelten Gebiet natürlich anspruchsvoll ist.

Meint und grüßt, Lz
Würde ich nicht ernst nehmen. Erstens gehört die Strecke gar nicht der Stadt Hürth, sondern der HGK also mehrheitlich den SWK – lediglich der Rhein-Erft-Kreis hat eine Minderheitsbeteiligung, nicht die Stadt Hürth, zweitens müsste die Stadt Hürth den Umbau bezahlen, denn außer ihr will das ja scheinbar keiner. Die Stadt Bonn hat damals einen mehrfachen Millionenbetrag allein für den Aufbau eines neuen Signalsystems ausgeben müssen, drittens gilt heutzutage bei neuen, unabhängigen BOStrab-Strecken ebenfalls das Eisenbahnkreuzungsgesetz mit entsprechenden Schließzeiten in der Folge. Das Problem hatte die Stadt Köln ja an der Südbrücke. Dort ließen sich die Schließzeiten nur mit einer Ausnahmegenehmigung der TAB verkürzen, die Bahnen fahren da aber auch nur 20 km/h.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.02.20 19:06.
Anbei noch die Links ins Hürther Ratsinformationssystem zum Thema:
[sdnetrim.kdvz-frechen.de]

[sdnetrim.kdvz-frechen.de]

[sdnetrim.kdvz-frechen.de]


@TW 337:
Val hat zu Zeiten ja schon entgegnet. Das teile ich im wesentlichen. Wenn es dich näher interessiert kannst du dir ja mal die Leistungsphasen nach HOAI anschauen. [de.m.wikipedia.org]

@cinema:
Ich denke deine korrekte Darstellung der Eigentümerschaft ist zu kurz gesprungen. Was ist wenn die Stadt Hürth die KVB an ihre Seite bringt ? Dann hat Sie einen mächtigen Verbündeten. Der damalige Vorstandsvorsitzende hatte es ja in einem Interview öffentlich bekannt, dass sie das gerne mit der gesamten SL 16 gemacht hätten.


Gruß, Lz
Lz schrieb:

@cinema:
Ich denke deine korrekte Darstellung der Eigentümerschaft ist zu kurz gesprungen. Was ist wenn die Stadt Hürth die KVB an ihre Seite bringt ? Dann hat Sie einen mächtigen Verbündeten. Der damalige Vorstandsvorsitzende hatte es ja in einem Interview öffentlich bekannt, dass sie das gerne mit der gesamten SL 16 gemacht hätten.


Gruß, Lz
Ich bin zwar nicht cinéma aber:

Es gibt schon einen Grund warum man das trotz Willen nicht mit der 16 gemacht hat.

Was die SWB damals auf Bonner Stadtgebiet veranstaltet hat hat nicht nur ein ordentliches Sümmchen gekostet, es ist auch mittlerweile nicht mehr rechtens. Man kann eine Strecke unter Vollbetrieb nicht einfach mal so entwidmen, und entwidmet werden muss sie damit sie als BOStrab neu gewidmet werden kann.* Außerdem gewinnt die KVB davon nichts. Der Güterverkehr auf der Vorgebirgsbahn ist rege, der Güterbahnhof nördlich von Brühl gerade nochmal wieder aufgefrischt worden. Um die Doppelzulassung BOStrab EBO loszuwerden reicht es also nicht. Für die KVB entstehen so also nur Kosten und keine Vorteile. Ich bezweifle dass man der Stadt Hürth hier stattgibt.

*) Eine Umwidmung ohne Entwidmung ist technisch möglich indem man die BOStrab als Sonderanwendung der EBO einreicht. Das benötigt allerdings eine Sondergenehmigung und, was viel wichtiger ist, hebt das Eisenbahnkreuzungsgesetz sowie sämtliche Sicherheitsvorschriften für die Strecke nicht auf, was schließlich alles ist was man seitens der Stadt Hürth für die Strecke erreichen will.
Das Eisenbahn-Kreuzungs-Gesetz kommt auch bei Kreuzungen zwischen einer Straßenbahn auf unabhängigen Bahnkörper und Straßen zur Anwendung. Dies ist klar geregelt.
Vorteil einer Straßenbahntrasse wäre der deutlich geringere Querschnitt. Eine zweigleisige Eisenbahn ist mindestens 12 m breit, bei einer zweigleisigen Straßenbahn genügen 8,50 m. Eingleisige Eisenbahnstrecken sind meist 9 m breit, so dass diese als Straßenbahn zweigleisig ausgebaut werden können.
Sicherungsanlagen und Betriebsführung sind bei Straßenbahnen auch einfacher. Ohne Kenntnis der konkreten Planungen ist der Sinn der einen oder anderen Möglichkeit der Konzessionierung reines Philosophieren.
Lz schrieb:
Anbei noch die Links ins Hürther Ratsinformationssystem zum Thema:
[sdnetrim.kdvz-frechen.de]

[sdnetrim.kdvz-frechen.de]

[sdnetrim.kdvz-frechen.de]


@TW 337:
Val hat zu Zeiten ja schon entgegnet. Das teile ich im wesentlichen. Wenn es dich näher interessiert kannst du dir ja mal die Leistungsphasen nach HOAI anschauen. [de.m.wikipedia.org]

@cinema:
Ich denke deine korrekte Darstellung der Eigentümerschaft ist zu kurz gesprungen. Was ist wenn die Stadt Hürth die KVB an ihre Seite bringt ? Dann hat Sie einen mächtigen Verbündeten. Der damalige Vorstandsvorsitzende hatte es ja in einem Interview öffentlich bekannt, dass sie das gerne mit der gesamten SL 16 gemacht hätten.


Gruß, Lz
da steht bis zur Inbetriebnahme dauert es 5 Jahre. Ich bin für eine drastische Beschleunigung des Verfahrens, geht in Frankreich auch.
TW337 schrieb:
Lz schrieb:
Anbei noch die Links ins Hürther Ratsinformationssystem zum Thema:
[sdnetrim.kdvz-frechen.de]

[sdnetrim.kdvz-frechen.de]

[sdnetrim.kdvz-frechen.de]


@TW 337:
Val hat zu Zeiten ja schon entgegnet. Das teile ich im wesentlichen. Wenn es dich näher interessiert kannst du dir ja mal die Leistungsphasen nach HOAI anschauen. [de.m.wikipedia.org]

@cinema:
Ich denke deine korrekte Darstellung der Eigentümerschaft ist zu kurz gesprungen. Was ist wenn die Stadt Hürth die KVB an ihre Seite bringt ? Dann hat Sie einen mächtigen Verbündeten. Der damalige Vorstandsvorsitzende hatte es ja in einem Interview öffentlich bekannt, dass sie das gerne mit der gesamten SL 16 gemacht hätten.


Gruß, Lz
da steht bis zur Inbetriebnahme dauert es 5 Jahre. Ich bin für eine drastische Beschleunigung des Verfahrens, geht in Frankreich auch

In Frankreich ist vieles anders. Z. B geht man früher regulär in Rente. Daher helfen hier Vergleiche mit dem Ausland nicht weiter. Vor 2040 wird das Einkaufszentrum bestinmt nicht auf der Schiene erreichbar sein.
Christoph L schrieb:
Das Eisenbahn-Kreuzungs-Gesetz kommt auch bei Kreuzungen zwischen einer Straßenbahn auf unabhängigen Bahnkörper und Straßen zur Anwendung. Dies ist klar geregelt.
Vorteil einer Straßenbahntrasse wäre der deutlich geringere Querschnitt. Eine zweigleisige Eisenbahn ist mindestens 12 m breit, bei einer zweigleisigen Straßenbahn genügen 8,50 m. Eingleisige Eisenbahnstrecken sind meist 9 m breit, so dass diese als Straßenbahn zweigleisig ausgebaut werden können.
Sicherungsanlagen und Betriebsführung sind bei Straßenbahnen auch einfacher. Ohne Kenntnis der konkreten Planungen ist der Sinn der einen oder anderen Möglichkeit der Konzessionierung reines Philosophieren.
Da die Strecke von Klettenberg bis Hermülheim sowieso schon existiert, wird sich da nicht großartig was ändern lassen. Mag sein, dass manche Hürther die langen Schrankenschließungszeiten stören, aber die Luxemburger Str. bekommt demnächst auf dem fraglichen Abschnitt eine neue Trasse, womit ein Hauptproblem entschärft wird.
Und die Stichstrecke vom Bahnhof Hermülheim bis zum Einkaufszentrum kann man nach BOStrab bauen. Wo also ist da das Problem?
In Frankreich ist vieles anders. Daher helfen hier Vergleiche mit dem Ausland nicht weiter.

Ja warum denn nicht? 'Es bleibt wie es ist' hilft noch weniger weiter. Wie hieß es diese Tage erst aus Paris: "Aus Berlin kommen in Sachen ökologischer Wandel kaum noch Vorschläge und Initiativen. Und das nicht nur in diesem Bereich." Das traurige ist, wenn in Deutschland etwas reformiert/geändert werden soll, dann kommt immer nur ein Minimalstkompromiss-Stühlerücken von nur ganz wenigen Millimetern bei raus. Deutschland hat echt ein rustikales Verkrustungsproblem - nicht nur bei solchen Stadtbahn-Bauvorhaben. Wir sollten bitte nicht annehmen, daß Deutschlands Schwerkraft inzwischen so groß ist, daß wir uns nur um unseren eigenen Nukleus drehen und dabei meinen sollten, daß uns das Ausland nicht positiv inspiriren könnte.

Gruß, Olaf

(,“)
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Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
Alibizugpaar schrieb:
In Frankreich ist vieles anders. Daher helfen hier Vergleiche mit dem Ausland nicht weiter.

Ja warum denn nicht? 'Es bleibt wie es ist' hilft noch weniger weiter. Wie hieß es diese Tage erst aus Paris: "Aus Berlin kommen in Sachen ökologischer Wandel kaum noch Vorschläge und Initiativen. Und das nicht nur in diesem Bereich." Das traurige ist, wenn in Deutschland etwas reformiert/geändert werden soll, dann kommt immer nur ein Minimalstkompromiss-Stühlerücken von nur ganz wenigen Millimetern bei raus. Deutschland hat echt ein rustikales Verkrustungsproblem - nicht nur bei solchen Stadtbahn-Bauvorhaben. Wir sollten bitte nicht annehmen, daß Deutschlands Schwerkraft inzwischen so groß ist, daß wir uns nur um unseren eigenen Nukleus drehen und dabei meinen sollten, daß uns das Ausland nicht positiv inspiriren könnte.
Wir sind doch in der EU. Warum gibt es nicht einheitliche Sicherheits und Planungsparameter. Die Strecke zum Hürthpark ist doch schon vor zwanzig Jahren beleuchtet worden. Die Trasse ist freigehalten und definiert. Wenn ich sehe das in Strasbourg ein neues System entstand [de.wikipedia.org]
zwischen der Willenserklärung November 1990, Baubeginn Juni 1991, Eröffnung des ersten Abschnitts 25.11.1994. Das sind 4 Jahre für 9,8 km Trasse und einem 1,4 km langen Tunnels mit der Station Gare Zentral. !!!!!!!!!!
Warum dauert das in Deutschland 30 Jahre. Heute hat Strasbourg nach 25 Jahren ein Netz von ca 25 km Linienlänge incl Verknüpfung nach Kehl Deutschland und ist im wesentlichen fertig. [de.wikipedia.org]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.20 12:06.
Christoph L schrieb:
Das Eisenbahn-Kreuzungs-Gesetz kommt auch bei Kreuzungen zwischen einer Straßenbahn auf unabhängigen Bahnkörper und Straßen zur Anwendung. Dies ist klar geregelt.
Vorteil einer Straßenbahntrasse wäre der deutlich geringere Querschnitt. Eine zweigleisige Eisenbahn ist mindestens 12 m breit, bei einer zweigleisigen Straßenbahn genügen 8,50 m. Eingleisige Eisenbahnstrecken sind meist 9 m breit, so dass diese als Straßenbahn zweigleisig ausgebaut werden können.
Sicherungsanlagen und Betriebsführung sind bei Straßenbahnen auch einfacher. Ohne Kenntnis der konkreten Planungen ist der Sinn der einen oder anderen Möglichkeit der Konzessionierung reines Philosophieren.
Das Eisenbahnkreuzungsgesetz bezüglich EBO aber nicht bei BÜSTRAs.

Und du hast nicht ganz den Punkt verstanden: Eine Umwidmung nach BOStrab von EBO kann nur (nach besonderer Genehmigung) erfolgen, wenn die Sicherheitsvorschriften der EBO dennoch eingehalten werden. Man kann eben nicht die deutlich einfacherern Sicherungsanlagen und Betriebsführungen nach BOStrab benutzen. Man wendet praktisch die BOStrab hier als Erweiterung oder Variante der EBO an, nicht als Alternative. Das einzige was du durch dieses Manöver gewinnst sind andere Richtlinien bezüglich Lichtraum und Achslasten, sowie eine besser mögliche Anpassung an die Bremswege der Straßenbahn. Um eine Strecke komplett nach BOStrab zu konzessionieren müsstest du sie erst ent- und dann wieder neu-widmen. Das ist das Problem, und der Grund warum das auf bestehenden Strecken mit Vollbetrieb praktisch nie umgesetzt wird.

Und wie von anderen schon erwähnt, die Strecke durch Hürth ist bereits zweigleisig und existent, ebenso wie der Abzweig. Es fehlt nur das Stückchen entlang des Hürther Bogens, was neu gebaut werden muss und so problemlos als BOStrab-Stummel fungieren kann. Nur die Umwidmung zu BOStrab der Gesamtstrecke auf Hürther Stadtgebiet ist irrsinnig, da die einzig sinnvolle Methode nichts von dem halten kann was sich die Stadt Hürth davon verspricht (finanzielle Erleichterung, kürzere Schrankenzeiten, weniger strenge Regelwerke).

Re: [K/BN]: Erschließung neues Wohngebiet

geschrieben von: Strizie

Datum: 09.02.20 22:36

Lz schrieb:
Anbei noch die Links ins Hürther Ratsinformationssystem zum Thema:

[sdnetrim.kdvz-frechen.de]
Ich hätte mir eigentlich einen zusätzlichen Halt der Linie 18 in Höhe der Umgehungsstraße gewünscht um das neue Wohngebiet anzubinden und die dortigen Arbeitsplätze bzw. Einkaufsmöglichkeiten zu erschließen.

Aber anscheinend wieder mal Fehlanzeige.

Mal schauen wie viele Zwischenhalte der Stummel nach Hürth-Mitte bekommt.
Gernot schrieb:
goalie schrieb:
Ich Frage mich nur wo der Platz da sein soll für die Endstation am ZOB
Mies Wissens hat man beim Bau des Bussteigs schon geplant, eine Seite davon zu einer Stadtbahnhaltestelle umbauen zu können.
So wie die Platzverhältnisse dort aussehen wird es vermutlich nur für ein Stumpfgleis mit Seitenbahnsteig direkt am Parkhaus reichen.

Schöner wäre natürlich ein Mittelbahnsteig mit zwei Stumpfgleisen um vielleicht später mal eine Stadtbahnlinie Hürth-Brühl-Wesseling verwirklichen zu können.
Sobald die Strecke nach Hürth-Mitte in Betrieb geht dürfte das auch umfangreiche Änderungen im ÖPNV bei den Busverkehren zur Folge haben.

Die Buslinie 979 soll dann z.B. nach Hürth-Mitte fahren statt heute Hürth-Hermülheim (macht auch Sinn)

Hürth-Hermülheim dürfte dann als Umsteigepunkt weitgehend ausgedient haben.

Der Stadtbusverkehr dürfte dann auch deutlich reduziert werden zwischen Hürth-Mitte und Hürth-Hermülheim

Re: [K/BN]: Erschließung neues Wohngebiet

geschrieben von: Plastikbomber

Datum: 09.02.20 23:27

Ich finde es unglücklich, dass man die Vorgebirgsbahn nicht auf die Westseite (bzw. 100 m weiter westlich am ehemaligen Güterbahnhof vorbei) verlegen kann, also dorthin, wo in Hermülheim der alte Bahnsteig ist. So wäre eine Verbindungskurve zum Einkaufszentrum besser möglich und das Wohnbauprojekt fände ich auf der Ostseite besser in das bestehende Straßenschema integrierbar. Ebenso wäre auf diesem Areal eine kleine Abstellanlage durchaus sinnvoll. Das alles wäre aber wohl zu teuer gewesen und das Gegenteil ist beschlossene Sache.

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE

Re: [K/BN]: Erschließung neues Wohngebiet

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 10.02.20 00:07

Strizie schrieb:
Mal schauen wie viele Zwischenhalte der Stummel nach Hürth-Mitte bekommt.
Einen. An der Luxemburger.

Seiten: 1 2 All

Angemeldet: -