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Meldet der Bonner General - Anzeiger

Ich bin wie das Wetter. Teilweise gibts bei mir freundliche Abschnitte !

Auch die Titanic ist an einem Eisberg gescheitert !
Über die genauen Umstände werden wir vermutlich nie etwas erfahren. Nach Aussage der SWB war der 47-jährige Fahrer zum Zeitpunkt der Ausbildung vor ein paar Monaten körperlich fit.
Jetzt ist es es offensichtlich dauerhaft nicht mehr.

Vor einigen Jahren gab es noch eine Altersgrenze von (ich meine) 45 Jahren für die Ausbildung von Straßenbahnfahrern. Wegen des Personalmangels hat man die scheinbar aufgehoben. Beim Gesundheitscheck hat man vielleicht in diesem Fall etwas übersehen. Normalerweise gibt es diesbezüglich sehr hohe Anforderungen für das Fahrpersonal.
Die per se völliger Quatsch ist (Altersgrenze). Das Alter sagt heutzutage recht wenig über den allgemeinen Gesundheitszustand aus. Warum glaubt Ihr wohl, dass in Russland bis heute Lokführer vor jedem Dienst zum Gesundheitscheck müssen? Ja sicher kostet Geld. Und da sind wir schon beim Thema, was ist denn ein Menschenleben wert? Möglicherweise hätte eine einfache Blutdruckmessung gereicht. Aber das ist die gleiche Rechnung wie bei den Schutzweichen, die bei den ÖBB ausgebaut wurden. Ihre Wartung kostet ganz einfach mehr, als der Schadenersatz für alle paar Jahre ein oder zwei Tote und ein paar Schwerverletzte. Ist einfach billiger.

So ist es heutzutage!

Liebe Grüße
Werner

702 schrieb:
Die per se völliger Quatsch ist (Altersgrenze). Das Alter sagt heutzutage recht wenig über den allgemeinen Gesundheitszustand aus. Warum glaubt Ihr wohl, dass in Russland bis heute Lokführer vor jedem Dienst zum Gesundheitscheck müssen? Ja sicher kostet Geld. Und da sind wir schon beim Thema, was ist denn ein Menschenleben wert? Möglicherweise hätte eine einfache Blutdruckmessung gereicht. Aber das ist die gleiche Rechnung wie bei den Schutzweichen, die bei den ÖBB ausgebaut wurden. Ihre Wartung kostet ganz einfach mehr, als der Schadenersatz für alle paar Jahre ein oder zwei Tote und ein paar Schwerverletzte. Ist einfach billiger.

So ist es heutzutage!

Liebe Grüße Werner
Die russischen Fahrpersonale sind zu beneiden.
Vor Dienstbeginn zum Gesundheitscheck und schon haben sie die Sicherheit in den nächsten rund acht Stunden nicht sterben zu müssen.
- nur so, das war Ironie -
702 schrieb:
Die per se völliger Quatsch ist (Altersgrenze). Das Alter sagt heutzutage recht wenig über den allgemeinen Gesundheitszustand aus. Warum glaubt Ihr wohl, dass in Russland bis heute Lokführer vor jedem Dienst zum Gesundheitscheck müssen? Ja sicher kostet Geld. Und da sind wir schon beim Thema, was ist denn ein Menschenleben wert? Möglicherweise hätte eine einfache Blutdruckmessung gereicht. Aber das ist die gleiche Rechnung wie bei den Schutzweichen, die bei den ÖBB ausgebaut wurden. Ihre Wartung kostet ganz einfach mehr, als der Schadenersatz für alle paar Jahre ein oder zwei Tote und ein paar Schwerverletzte. Ist einfach billiger.
Wie darf man sich diesen Gesundheitscheck bei der РЖД vorstellen? Wie wird das in abgelegeneren Dienstantrittstellen (zB startender Frühzug im Unterwegsbahnhof oder am Ende einer längeren Stichstrecke) gehandhabt, was wird dabei als ein Dienst betrachtet? Was wird dabei gecheckt, bei welchen Grenzwerten? Ich bezweifle nicht die Möglichkeit, so etwas zu etablieren, habe aber doch etwas Zweifel das bei unseren Rahmenbedingungen praktisch unterzubringen wäre, und zweifle auch etwas an der grundsätzlichen Notwendigkeit hierzulande. Ja, eventuell hätte es im beispielhaften Fall tatsächlich geholfen, das hätte aber die von dir als Quatsch (wenngleich ich es ähnlich empfinde) abgetane Altersgrenze auch getan.

Wo gab es in den letzten paar Jahren Tote oder Verletzte aufgrund von ausgebauten Schutzweichen bei der ÖBB?
Ich finde die Altersgrenze hier nicht zielführend. Wobei ich die hier angesprochene Ausbildungs-Altersgrenze als rein wirtschaftliche Entscheidung sehe - In Mitarbeiter über X Lebensjahre "lohnt" es sich nicht zu investieren. Letztlich spielt es ja überhaupt keine Rolle, wenn ein beispielsweise 55jähriger Fahrer aufgrund gesundheitlicher Probleme verunfallt ob dieser die Ausbildung mit 54, 40 oder 18 Jahren gemacht hat. Und Fahrer über X Jahre (wobei X = gesetzl. Rentenalter) generell aus dem Dienst zu nehmen will doch hoffentlich keiner ernsthaft vorschlagen?!

Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.

Die echte Seite über die Chemnitzer Straßenbahn: [www.strassenbahn-chemnitz.de]

Das ist ganz normales Standardverfahren!

geschrieben von: ASa

Datum: 11.01.20 13:31

Hallo,

und eigentlich keine Zeitungsmeldung wert.

MfG - Asa



Weil nach BOStrab:
§ 10 (4): Bestehen begründete Zweifel am Weiterbestehen der Tauglichkeit, insbesondere nach schwerer Krankheit, darf der Betriebsbedienstete als solcher erst weiterbeschäftigt werden, wenn seine Tauglichkeit nach Absatz 2 erneut festgestellt worden ist.

----------------------------------
Meine Windmühlenflügel sind:

Humorlosigkeit in Internetforen.

Ich weiß, es ist fast aussichts-
los, aber wer aufgibt, hat schon
verloren.

-----------------------------------




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 13:35.

Ein Blick in die BOStrab genügt ...!

geschrieben von: ASa

Datum: 11.01.20 13:34

Hallo,

siehe BOStrab § 10 - da gibt es keine obere Altersgrenze.

Mindestalter ist 18 Jahre.

VG - Asa

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Meine Windmühlenflügel sind:

Humorlosigkeit in Internetforen.

Ich weiß, es ist fast aussichts-
los, aber wer aufgibt, hat schon
verloren.

-----------------------------------
702 schrieb:
Die per se völliger Quatsch ist (Altersgrenze). Das Alter sagt heutzutage recht wenig über den allgemeinen Gesundheitszustand aus. Warum glaubt Ihr wohl, dass in Russland bis heute Lokführer vor jedem Dienst zum Gesundheitscheck müssen?
Ich würde vermuten, daß es an einer dort ziemlich weit verbreiteten Krankheit mit dem Namen 'Wodka' liegt.
Dies wäre dann eher ein stark verkürzter medical check.

Volvo bietet z.B. Alcolocks für PKWs an.

Pay the fare or pay the price.
LUAS
Man kann natürlich auch die Inaugenscheinnahme eines Kollege beim Dienststellenleiter als "Gesundheitsscheck" hochsterilisieren!

Das hätte Bonn sicherlich auch nicht verhindert, wenn einer seine Medikamente vergessen hat oder ähnlichem und die Folgewirkung während der Schicht eintritt.
Moin zusammen,

bei uns in ... egal wo es ist, weil ich dem Kollegen es nicht streitig machen möchte und befreundet bin ... fährt beim Bus (nicht weniger verantwortungsvoll als bei der Straßenbahn) Subunternehmer ein Fahrer, der wird im Frühjahr 80 Jahre alt. Solange der Gesundheitscheck OK sagt, warum nicht.

Das Alter sagt nichts zum Gesundheitszustand des Fahrers.

Mfg Wattführer Wolle
Was immer dort in der Fahrerkabine vorgefallen ist, eine funktionierende Fahrgastnotbremse hätte hier das große Medienecho verhindert. Aber das wurde in anderen Threads ja schon breitgetreten. Vielleicht nur noch als Ergänzung, dass dem Fahrer dann auch eher Erste Hilfe zuteil geworden wäre.
Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht.
1) Man könnte neben jedem Straßenbahnfahrer einen Ein-Euro-Jobber vom zweiten Arbeitsmarkt platzieren. Dann hätte man statt einer Sicherheit von 99,9999999999 % vielleicht eine Sicherheit 99,99999999999999999999 %.
2) Und wenn die Notbremse eine direkte Wirkung gehabt hätte, wäre vielleicht gar kein Fahrgast im Wagen gewesen, der etwas gemerkt hätte. Oder der Zug hätte direkt am Anfang schon jemanden überfahren.
3) Und wenn der Fahrer noch am selben Tag vorher ärztlich untersucht worden wäre, hätte er vielleicht seine Medikamente vergessen oder doppelt eingenommen oder etwas falsches gegessen. Oder er wäre nach einer Woche Schlaflosigkeit vielleicht im Führerstand schlichtweg eingeschlafen.

Trotzdem sollte man darüber nachdenken, wie man die Totmannknöpfe sicherer machen kann und wie die Notbremseinrichtungen auf noch mehr Eventualitäten Rücksicht nehmen können.
T3R.PV schrieb:
Ich finde die Altersgrenze hier nicht zielführend. Wobei ich die hier angesprochene Ausbildungs-Altersgrenze als rein wirtschaftliche Entscheidung sehe - In Mitarbeiter über X Lebensjahre "lohnt" es sich nicht zu investieren
Bei Studenten lohnt sich das dann trotzdem für ca. 5 Jahre? Die meisten dürften ja danach nicht Fahrer bleiben.
Somit dürfte das andere Gründe als wirtschaftliche Überlegungen haben.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
Bei uns in Oslo hat man mit neue fahrer im Alter von 50 plus gute Erfahrungen gemacht. In einige Branchen wie z.B. die Druckereien, die Banken und die Zeitungen sind viele Leute entlassen worden. Neue Stellen gibt es kaum und als Strassenbahnfahrer sind solche Leute sehr stabil. Die werden nicht schwanger und haben keine Kinder die krank werden. Neue Stellen kriegen die kaum mehr, und fahren dann die Strassenbahnen bis die in der Rente gehen. Ein Fahrer der 22 Jahre alt ist hat ziemlich oft nach fünf Jahre eine andere Stelle gefunden.
Aus welchen Bestandteilen besteht denn der Gesundheitscheck? In einer TV-Doku zur Moskauer Metro wurde gezeigt, daß die Fahrer vor Dienstbeginn immer zum Alkoholtest müssen. Weiter wurde nichts erwähnt.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
Hallo :-)

Wie der Express soeben berichtet, soll der Fahrer unter Epilepsie leiden:

[www.express.de]

Gru0

Sebastian

KVB12 schrieb:
Wie der Express soeben berichtet, soll der Fahrer unter Epilepsie leiden:

[www.express.de]
Selten fühle ich mich nach dem Lesen von Artikeln dümmer als davor. So ist es auch in diesem Fall.

dümmer als davor

geschrieben von: HLeo

Datum: 12.01.20 18:26

KN58 schrieb:
... Selten fühle ich mich nach dem Lesen von Artikeln dümmer als davor. So ist es auch in diesem Fall.

Das kommt davon, wenn man "Express" liest. Der Kölner Stadtanzeiger berichtet mit etwas weniger Unfug: [www.ksta.de]

Die Notwendigkeit von §10 BOStrab wird somit bestätigt.
dt8.de schrieb:
Bei Studenten lohnt sich das dann trotzdem für ca. 5 Jahre? Die meisten dürften ja danach nicht Fahrer bleiben.
Somit dürfte das andere Gründe als wirtschaftliche Überlegungen haben.
Wenn diese Studenten aber im Unternehmen verbleiben haben sie 5 Jahre Wissens- und Erfahrungsvorsprung, und man braucht sie dann nicht während der Einschulung unterbrechend auf diese Basisausbildungen schicken.
Heckeneilzugfan schrieb:
Trotzdem sollte man darüber nachdenken, wie man die Totmannknöpfe sicherer machen kann und wie die Notbremseinrichtungen auf noch mehr Eventualitäten Rücksicht nehmen können.
Eine SIFA wie bei der Eisenbahn, die aktives Handeln des Tf verlangt, würde das Problem lösen. Eine "Totmannschaltung", die einen bewusstlos überm Fahrerpult hängenden Fahrer nicht als Problem erkennt, ist vollkommen nutzlos und kann daher auch ganz weggelassen werden. Spart Geld...
Rodscha schrieb:
dt8.de schrieb:
Bei Studenten lohnt sich das dann trotzdem für ca. 5 Jahre? Die meisten dürften ja danach nicht Fahrer bleiben.
Somit dürfte das andere Gründe als wirtschaftliche Überlegungen haben.
Wenn diese Studenten aber im Unternehmen verbleiben haben sie 5 Jahre Wissens- und Erfahrungsvorsprung, und man braucht sie dann nicht während der Einschulung unterbrechend auf diese Basisausbildungen schicken.
Dort, wo man Studenten als Fahrer hat, weiß man, dass fast keine bleiben.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
dt8.de schrieb:
Dort, wo man Studenten als Fahrer hat, weiß man, dass fast keine bleiben.
Dass die nicht als Fahrer*in bleiben, überrascht wenig - dass man sie nicht an anderer Stelle im Unternehmen behält, dann aber doch.
Alibizugpaar schrieb:
Aus welchen Bestandteilen besteht denn der Gesundheitscheck? In einer TV-Doku zur Moskauer Metro wurde gezeigt, daß die Fahrer vor Dienstbeginn immer zum Alkoholtest müssen. Weiter wurde nichts erwähnt.
Mein Stand (auch aus einer Reportage): Alkoholtest, Puls, Blutdruck und Abfrage, ob man sich über neue Dienstanweisungen informiert hat. Dauert wohl ca. 20 Minuten und wird per Unterschrift quittiert.

Gesundheitscheck

geschrieben von: Tubaman

Datum: 20.01.20 14:37

Wie soll denn bei dem Gesundheitscheck eine Epilepsie ausgeschlossen werden, wenn die Patient ggf. bei der Frage lügt?
Soll man den Probanden vor ein Stroboskop setzen und hoffen, daß was passiert? Und nicht mal dabei muß ja was passieren.

Bitte beachten Sie die besonderen Fahrpläne zu Weihnachten, Silvester und Karneval.

Die Sifa kommt!

geschrieben von: Gernot

Datum: 21.01.20 16:17

CHB schrieb:
Heckeneilzugfan schrieb:
Trotzdem sollte man darüber nachdenken, wie man die Totmannknöpfe sicherer machen kann und wie die Notbremseinrichtungen auf noch mehr Eventualitäten Rücksicht nehmen können.
Eine SIFA wie bei der Eisenbahn, die aktives Handeln des Tf verlangt, würde das Problem lösen. Eine "Totmannschaltung", die einen bewusstlos überm Fahrerpult hängenden Fahrer nicht als Problem erkennt, ist vollkommen nutzlos und kann daher auch ganz weggelassen werden. Spart Geld...
Und so wird es wohl auch NRW-weit kommen, meldet der "Kölner Stadtanzeiger" heute. Die Aufsichtsbehörden haben sich das Geschehen anscheinend gut angesehen und ihre Konsequenz gezogen. Allerdings ist dem Artikel nicht zu entnehmen, ob das nur für Neufahrzeuge gilt oder ob auch Altwagen innerhalb einer bestimmten Frist umgerüstet werden müssen. Der "Stadtanzeiger" ist halt keine Fachpresse für Eisen- und Straßenbahner.

Re: Die Sifa kommt!

geschrieben von: Christoph L

Datum: 21.01.20 16:35

Gemäß Bericht im WDR müssen in Nordrhein-Westfalen ca. 1700 Fahrzeuge umgebaut werden. Über Fristen wurde nichts gesagt. Das könnte je nach Termin für ältere Fahrzeuge aus wirtschaftlichen Gründen das vorzeitige Aus bedeuten.

Re: Die Sifa kommt! Übergangsfrist 2 Jahre

geschrieben von: Lz

Datum: 21.01.20 17:40

Die Übergangsfrist soll 2 Jahre betragen. [www1.wdr.de]

Gruß, Lz
Rodscha schrieb:
Wo gab es in den letzten paar Jahren Tote oder Verletzte aufgrund von ausgebauten Schutzweichen bei der ÖBB?

In meiner Heimatgemeinde Klosterneuburg wenige Tage vor Weihnachten 2017.


[kurier.at]

[www.kleinezeitung.at]

Und genau dieser Unfall wäre mit signalabhängiger Schutzweichen zu verhindern gewesen.

Liebe Grüße

Werner