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Re: Expresslinien

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 29.12.19 14:26

Express U-Bahnen oder S-Bahnen machen nur Sinn wenn der Geschwindigkeitsunterschied entsprechend hoch ist.

Nochmals nein. Sie machen auch Sinn, um die Besetzung auf verschiedene Züge besser zu verteilen. Es reicht wenn U-Bahnen mit weniger innenstadtnahen Halten einfach nur flüssig durchkommen. Sie müssen nicht rasen. Der Anfangsfehler liegt vielleicht darin solche Bahnen als Express oder Sprinter zu bezeichnen. Ohne schmückende Superlative könnte man vielleicht nüchterner und zielführender über die Sache diskutieren.

Gruß, Olaf

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Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Re: [B] Express-U-Bahnen gefordert (1 Link)

geschrieben von: Null2

Datum: 29.12.19 14:39

bsbw schrieb:
Armer Herr Dregger. Hat leider scheinbar den Anschluss an die Realität verloren. Aktuell ist die CDU derzeit nicht im Land Berlin an der Macht beteiligt und kann also in Berlin aktuell keinen Schaden für den ÖPNV anrichten. Zur Erinnerung: Die BVG hat (weil die Politik es so herbeigeführt hat) weder Fahrzeuge noch Personal - gerade auf der U7 (meine Stammlinie) merke ich dies ständig. Darf ich mir für 2020 etwas wünschen? Ich hätte gerne weniger Drogendealer auf und um den U-Bahnhöfen. Ich hätte gern pünktliche Züge - so wie es "früher einmal war"... Und die alten Taktzeiten im Berufsverkehr. Und ich hätte gerne das Firmenticket in neuer Version - also verbilligt - auch für mich. Mein Arbeitgeber weigert sich den neuen Firmenticket-Vertrag abzuschließen, er will den alten Vertrag fortführen so lange es geht. Denn beim alten Firmenticket muss er nichts dazu geben. Dumm für mich. Nun fahren gerade Mitarbeiter des Landes Berlins (mit meinen gezahlten Steuern) günstiger als ich. Denn für die Landesbediensteten wird der Zuschuss vom Land übernommen. Geile Idee lieber Herr Bürgermeister Müller und angehängte Senatoren (m/w/d).
Tja, was kann das Land dafür daß dein AG so ein Geizhals ist?

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero

Re: [B] Express-U-Bahnen gefordert (1 Link)

geschrieben von: Torsten L.

Datum: 29.12.19 15:52

Hallo,
die CDU hat nachweislich viele S-Bahnstrecken nach dem 9.1.1984 wieder Inbetrieb nehmen lassen. Man erinnere sich an die Wannseebahn, wo bei -20C°C gewerkelt wurde und die Eröffnungsfahrten am 1.2.1985 bei strömenden Regen statt fanden.Da der CDU Verkehrssenator Edmund Wronski damals in Reinickendorf wohnte, kam recht schnell die S-Bahn nach Berlin-Frohnau, wobei man auch großzügig, die Kehranlage in Berlin-Frohnau auf der unbenutzten Fernbahntrasse angelegt hatte…..
Die Express-S-Bahn funktioniert beim 10 Minutentakt recht passabel, auch wenn wg. Wagenmangel nur 3 Halbzüge verkehren und an vielen Stationen ungünstig gehalten wird und dann der Rann auf den eingefahrenen Halbzug beginnt.
Es ist aber derzeit bei allen Poltiker*innen in Berlin üblich leere Versprechungen zu machen.

Fahrzeug-, Fahrpersonalmangel und fehlende Infrastruktur wird noch für 3-10 Jahre Thema bleiben.

Gruß
Torsten L.

Re: [B] Express-U-Bahnen gefordert (1 Link)

geschrieben von: Null2

Datum: 29.12.19 16:26

Torsten L. schrieb:
Hallo,
die CDU hat nachweislich viele S-Bahnstrecken nach dem 9.1.1984 wieder Inbetrieb nehmen lassen. Man erinnere sich an die Wannseebahn, wo bei -20C°C gewerkelt wurde und die Eröffnungsfahrten am 1.2.1985 bei strömenden Regen statt fanden.Da der CDU Verkehrssenator Edmund Wronski damals in Reinickendorf wohnte, kam recht schnell die S-Bahn nach Berlin-Frohnau, wobei man auch großzügig, die Kehranlage in Berlin-Frohnau auf der unbenutzten Fernbahntrasse angelegt hatte…..
Die Express-S-Bahn funktioniert beim 10 Minutentakt recht passabel, auch wenn wg. Wagenmangel nur 3 Halbzüge verkehren und an vielen Stationen ungünstig gehalten wird und dann der Rann auf den eingefahrenen Halbzug beginnt.
Es ist aber derzeit bei allen Poltiker*innen in Berlin üblich leere Versprechungen zu machen.

Fahrzeug-, Fahrpersonalmangel und fehlende Infrastruktur wird noch für 3-10 Jahre Thema bleiben.

Gruß
Torsten L.
Wieso ausgerechnet 3-10 Jahre? Hast du nähere Infos dazu?

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero

Re: [B] Express-U-Bahnen gefordert (1 Link)

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 29.12.19 18:44

Beim Fahrzeugmangel ist das Ende der Problematik halbwegs absehbar (wenn Siemens und Stadler nicht noch größere Überraschungen parat haben), aber der Personalmangel würde sich erst wirklich entspannen wenn man, wie in Hamburg, endlich mal das Thema automatischer Betrieb angeht.

Den Eindruck hab ich bei dir!

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 29.12.19 21:43

Welcher SPD Senat soll denn die Verlängerung der U8 Richtung Norden begonnen haben? Das der U-Bahnbau stockte nach der Wende lag ersten am zurückgehenden Geldfluss aus Bonn und am Widerstand diverser Koalitionspartner und das liegt heute noch berlin schwer im Magen!
Mit RRG wird gar nichts umgesteuert die schwafeln nur und wollen um jeden Preis die Tram in den Westen drücken und den Straßenverkehr behindert mit ihrer schwachsinnigen Klientelpolitik! Da wird in 20 Jahren noch nichts besser sein als heute, eher im Gegenteil.
Wenn der Kauf der dringend benötigten U-Bahnwagen weiter verzögert wird, ist auch im Untergund in 5 Jahre Ende im Gelände! Die "Blechkiste" ist das einzitge Verkehrsmittel, was die Bewohner, besonders die außerhalb des S-Bahnringes und der grünen Kernzone im Kreuzhain, noch halbwegs verlässlich und sicher voran bringt. Die steigenden Zulassungszahlen für private PKW sprechen eine deutlichere Sprache als die RRG-Kampfparolen!

Frank aus der Prignitz

Re: S3 Express

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 29.12.19 21:45

Nemo schrieb:
Die Frage ist doch nicht, was die CDU in der Vergangenheit getan hat, sondern das, was sie heute tun würde. Und da sehe ich bei der CDU zur Zeit nichts! Vielleicht ein paar U-Bahnstrecken, irgendwo in der Stadt, aber ansonsten keinerlei Lösungen für den ÖPNV, sondern nur Optionen, um eigentlich den Autoverkehr zu beschleunigen!

Bei der S-Bahnübernahme musste die CDU nebenbeiu auch erst dazu gezwungen werden überhaupt innerhalb von relativ kurzer Zeit irgendwelche größeren Leistungen auf dem S-Bahnnetz zuzulassen. Eigentlich wollte man erstmal alles stilllegen und dann ab Mitte der 90er Jahre langsam mit einer modernen S-Bahn um die Ecke kommen...

Was soll die CDU in der Opposition auch besonders tun? Außer Tram und Radwege wird in Berlin von amtierender Politik und ihrer Anhängerschaft (übrigens nur Minderheiten) doch alles "weggebissen".

Frank aus der Prignitz

Re: Den Eindruck hab ich bei dir!

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 30.12.19 00:08

Frank Schönow schrieb:
Welcher SPD Senat soll denn die Verlängerung der U8 Richtung Norden begonnen haben? Das der U-Bahnbau stockte nach der Wende lag ersten am zurückgehenden Geldfluss aus Bonn und am Widerstand diverser Koalitionspartner und das liegt heute noch berlin schwer im Magen!
Mit RRG wird gar nichts umgesteuert die schwafeln nur und wollen um jeden Preis die Tram in den Westen drücken und den Straßenverkehr behindert mit ihrer schwachsinnigen Klientelpolitik! Da wird in 20 Jahren noch nichts besser sein als heute, eher im Gegenteil.
Wenn der Kauf der dringend benötigten U-Bahnwagen weiter verzögert wird, ist auch im Untergund in 5 Jahre Ende im Gelände! Die "Blechkiste" ist das einzitge Verkehrsmittel, was die Bewohner, besonders die außerhalb des S-Bahnringes und der grünen Kernzone im Kreuzhain, noch halbwegs verlässlich und sicher voran bringt. Die steigenden Zulassungszahlen für private PKW sprechen eine deutlichere Sprache als die RRG-Kampfparolen!
Da würde mich jetzt aber doch mal die Quelle interessieren. Das KBA sieht das offensichtlich etwas anders.

Re: S3 Express

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 30.12.19 00:25

Frank Schönow schrieb:
Was soll die CDU in der Opposition auch besonders tun? Außer Tram und Radwege wird in Berlin von amtierender Politik und ihrer Anhängerschaft (übrigens nur Minderheiten) doch alles "weggebissen".

Vielleicht solltest du dich erstmal mit dem Nahverkehrsplan Berlin beschäftigen bevor du hier ständig so einen Blödsinn von dir gibst.

ach so, und warum sitzt die CDU in Berlin eigentlich in der Opposition wenn die Anhänger der amtierenden Politik nur eine Minderheit darstellen? Vielleicht weil die Anhänger der CDU in Berlin noch eine viel kleinere Minderheit darstellen?

Re: [B] Express-U-Bahnen gefordert (1 Link)

geschrieben von: Sven Vollrath

Datum: 30.12.19 18:38

Express-U-Bahn in Berlin???? Naja, bei einem 5-Minutentakt wird das sicherlich schwer möglich sein. Eine Neue Idee hätte ich dazu aber: Erstens die U-7 zum BER verlängern. Wenn diese Verlängerung erfolgt ist dann eine neue Linie vom Naturkundemuseum (Kehranlage) über Mehringdamm zum BER. Mitte hätte dadurch direkten und umsteigefreien U-Bahnanschluss zum BER. Die Verbindungsweichen sind ja schon seit ewigen Zeiten eingebaut.

Re: [B] Express-U-Bahnen gefordert (1 Link)

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 30.12.19 22:07

Keine gute Idee. Erstens bringen solche Linienwechsler leicht den Fahrplan durcheinander, und zweitens hat Mitte sowohl S-Bahn- als auch Regioanschluss zum BER, wenn er mal eröffnet.

Re: Den Eindruck hab ich bei dir!

geschrieben von: Stundentakt

Datum: 31.12.19 00:01

MrEnglish schrieb:
Frank Schönow schrieb:
...

Mit RRG wird gar nichts umgesteuert die schwafeln nur und wollen um jeden Preis die Tram in den Westen drücken und den Straßenverkehr behindert ...
Tram ist Straßenverkehr; der effizientesten Sorte; deshalb priorisierbar.

R 2 G nur beim Wohnungskauf aktiv...

geschrieben von: Torsten L.

Datum: 31.12.19 18:47

Hallo,
in den 80 er und 90 er Jahren haben wir in Berlin unter der CDU sehr viele S-Bahn und U-Bahn in Betrieb genommen! Unter R 2 G konnte ich weder bei der Eröffnungsfahrt der 21 zum Berliner Ostkreuz teilnehmen, noch werde ich in den nächsten 5 Jahen, bei einer Straßenbahn Verlängerung zur Berlin Moabiter Turmstraße dabei sein. Beide Straßenbahnverlängerungen werden nicht kommen, wie auch der Radschnellewg Teltow-Berlin City! Zu teuer laut Sen UVK...! Die einzige Eröffnungsfahrt mit S- oder Regionalbahn an der ich in den nächsten 5 Jahren teilnehmen kann, wird die Eröffung des S-und Regio Bf. BER am 30.10.2020 sein. Danach steht noch von 2021-2025 die Eröffnung der S 21 zum Berlin Hbf. tief an....., 2029-2030 die Siemens S-Bahn an. Das war´s dann auch, sofern oder trotz AfD und CDU Stimmengewinne bei den nächsten beiden Abgeordnetenhauswahlen gewinnen werden. Bei R 2 G gibt´s nur Luftschlösser. Thema Mietendeckel....... Man merkt´s auch schon an der allgemeinen Stimmungslage in Berlin…

Übrigens hat es unter SPD und Kommunisten-Die Linke in Brandenburg immer die Ablehnung gegeben, die S-Bahn zwischen Hennigsdorf bei Berlin und Velten (Mark) aus der Stadtkasse ca. 60 Mio vor zu finanzieren und später durchs Land Brandenburg nach finanzieren zu lassen.

Nach dem der Sozi/Kommunisten Filz abgewählt wurde, ist unter SPD/CDU Die Grünen, ist für 110 Mio der Wiederaufbau der 2 gleisigen S-Bahn und ein Gleis für die RE 6 /RB 55, glatt durch gewunken worden!!

30 Jahre hatten Velten (Mark) und Hennigsdorf bei Berlin für die S-Bahn gekämpft!

Gruß Torsten L.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:12:31:18:58:30.

Re: Westberliner ÖPNV-Politik

geschrieben von: spock5407

Datum: 01.01.20 14:15

U-Bahnbau und Verkehrspolitik in Westberlin bis zur Wende war relativ stark geprägt vom Ersatz für die S-Bahn als auch Beschäftigungs-/Wirtschaftspolitik für die ansässigen Firmen. Dementsprechend war auch die Tram böse, weil die gabs ja nur im Osten.
Stattdessen schickte man Heerscharen von Bussen mit kleinen Gefäßgrößen durch die Stadt, anstelle wichtige Strecken mit Strassen-/Stadtbahnen hoher Kapazität wirtschaftlicher zu betreiben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.01.20 14:15.

Re: Den Eindruck hab ich bei dir!

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 01.01.20 15:39

MrEnglish schrieb:
Da würde mich jetzt aber doch mal die Quelle interessieren. Das KBA sieht das offensichtlich etwas anders.

Warum sollten die lügen: [www.morgenpost.de]
Dein KBA Link sagt nichts zu 2019

Frank aus der Prignitz

Re: Westberliner ÖPNV-Politik

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 01.01.20 15:44

spock5407 schrieb:
Dementsprechend war auch die Tram böse, weil die gabs ja nur im Osten.
Stattdessen schickte man Heerscharen von Bussen mit kleinen Gefäßgrößen durch die Stadt, anstelle wichtige Strecken mit Strassen-/Stadtbahnen hoher Kapazität wirtschaftlicher zu betreiben.

Das ist Unsinn den du hier schreibst, denn auch Ostberlin wollte die Straßenbahn loswerden (und hat es in der Innenstadt auch vollzogen), hat es aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht geschafft und ist dann zurück gerudert. Bis weit in die siebziger Jahre hinein wurde auch nicht in den Fahrzeugpark investiert, was durch das fehlen der frühen Tatra-Bahnen bewiesen ist.
Erst als die Großsiedlungen am östlichen Stadtrand beschlossen waren, mußten man (zähneknirschend) auf die Straßenbahn zurück greifen, weil die Baukapazität für U- und S-Bahn (nebst Fahrzeugen) fehlte. Breite Straßen und Parkplätze wurden trotzdem angelegt.

Frank aus der Prignitz

Re: Expresslinien

geschrieben von: MSS

Datum: 01.01.20 20:00

So ist es nicht.
Z.b. hat der S-Bahn Kopenhagen seit viele Jahren Linien die nicht an alle Stationen hält, und der V/max sind vielerorts nur zwischen 80 und 100. Es geht trotzdem erheblich schneller.
Nicht nur der aufenthalt mit Fahrgastwechsel aber auch der bremsweg und acceleration muss mit gerechnet werden.
Liegt die Stationen dicht nacheinander wird zudem oftmals auch nicht mit voller gschwindigkeit gefahren weil man bald wieder aufbremsen muss.
Dasselbe sieht man auch bei Expressbulinien, die z.b. nur bei jeder 3.-5. Haltestelle hält. Dies geht auch erheblich schneller obwohl der V/max oft unter 80 km/h liegt.

MFG
Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
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Re: Expresslinien

geschrieben von: numi

Datum: 01.01.20 23:39

Die Durchschnittsgeschwindigkeit von U-Bahnen liegt auch nur im Bereich von 30 km/h. Man kann also auch mit 80 km/h schnellen Zügen einiges herausholen, daran soll es nicht scheitern.

Ich sehe Expresszüge jedoch nicht ohne einen massiven Infrastrukturausbau. So ein Skip-Stop Prinzip mag dort funktionieren, wo Wohngebiete und Gewerbegebiete klar getrennt sind. Das ist in Berlin aber nicht der Fall, manche Fahrgäste fahren auch einfach mal drei Stationen zu einem Supermarkt. Es gäbe also eine klare Verschlechterung des Angebots für viele Fahrgäste, wenn die Züge nicht mehr überall halten. Ohne Skip-Stop sehe ich aber bei einem 5'-Takt keine sinnvolle Möglichkeit, Expresszüge einzubauen. Beispiele wo sowas gemacht wird (und auch in Deutschland gibt es ja durchaus Systeme in denen S-Bahnen und RE Züge auf den selben Gleisen fahren), haben meist minimal einen 15'-Takt.

Auch möchte ich auf die BOStrab § 50 Art. 4 hinweisen, dieser besagt, dass bei Vorbeifahrt an Bahnsteigen ohne Halt eine Geschwindigkeit von 40 km/h nicht überschritten werden darf. Die Zeitersparnis ist also auch nicht so hoch wie man meinen würde.

Letztendlich müsste es also darauf hinauslaufen, dass teile des Streckennetzes 4-gleisig ausgebaut werden. Das wäre zwar grundsätzlich möglich, würde aber natürlich einen gigantischen Bauaufwand (wahrscheinlich auch mit vielen Streckensperrungen) und somit natürlich auch sehr hohe Kosten mitbringen. Dabei ist es höchst fragwürdig, ob eine solche große Baumaßnahme die, zu keiner weiteren Erschließung führt, überhaupt einen positiven Nutzen-Kosten-Indikator erreichen könnte. Wenn nicht, gäbe es dafür dann auch keine Förderung und damit wäre das Projekt dann sowieso gestorben.
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