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Mahlzeit,


wie der Lokreport gestern meldet hat die Göteborger Stadtverkehrsgesellschaft Västtrafik die Elektroautoshow eCarExpo in Göteborg mit einer über 100 Jahre alten Straßenbahn provoziert. Das Fahrzeug mit der Nummer 43 (?) wurde schlicht auf der Messe ausgestellt mit dem Hinweis "vollkommen elektrisch seit 1902.

Ich finde das ist eine gelungene Aktion, der Veranstalter hat hier definitiv gut mitgemacht! Daumen hoch für solch eine Aktion!

Es würde mich freuen wenn hier jetzt einige Hundert Menschen die Straßenbahn regelmäßig neu nutzen und einige hundert die Straßenbahn regelmäßiger als bisher nutzen. Dann hat die Aktion etwas gebracht. Kann jemand von euch schwedisch und kann dort in 3 bis 6 Monaten mal nachfragen ob die Aktion spürbar neue Fahrgäste gebracht hat? Manche böse Aktion schafft genau soetwas...


Viele Grüße
Sebastian Woelk
Sebastian Woelk schrieb:
Das Fahrzeug mit der Nummer 43 (?)
Richtig, das gibt's: [www.ringlinien.org]

Man hätte noch auch das fehlende Fahrstress und Parkplatzmisere zugegeben können... :-)
Sebastian Woelk schrieb:
wie der Lokreport gestern meldet hat die Göteborger Stadtverkehrsgesellschaft Västtrafik die Elektroautoshow eCarExpo in Göteborg mit einer über 100 Jahre alten Straßenbahn provoziert. Das Fahrzeug mit der Nummer 43 (?) wurde schlicht auf der Messe ausgestellt mit dem Hinweis "vollkommen elektrisch seit 1902.

Ich finde das ist eine gelungene Aktion, der Veranstalter hat hier definitiv gut mitgemacht! Daumen hoch für solch eine Aktion!
Daumen hoch und viel Applaus für die gelungene Aktion! So eine Aktion vo der IAA, das wäre ein guter Protest gewesen...
Über mangelnde Nachfrage kann sich die Göteborger Straßenbahn eigentlich nicht beklagen.
Überhaupt ist das ganze System dort so gestaltet, dass der Verzicht aufs Auto leichter fällt. Aus dem Umland fahren in dichtem Takt Expressbusse ins Zentrum, die Straßenbahn hat ein enges Netz und dichte Takte und Autofahren auf dem Stadtgebiet ist tageszeit- und streckenabhängig mit einer Maut belegt.
BRAVO für diese Aktion gen Norden !!!!

Hierzulande wird immer von über 125-jähriger Elektromobilität gesprochen
(seit 1881 Groß-Lichterfelde, Siemens), wenn die Elektrische gemeint wird ....

Mehr aber auch nicht, die Straßenbahn als elektrisches Fahrzeug ist wohl
eine Selbstverständlichkeit, nichts Besonderes mehr?

Gruß
R H
Rolf Hafke schrieb:Zitat:
Hierzulande wird immer von über 125-jähriger Elektromobilität gesprochen (seit 1881 Groß-Lichterfelde, Siemens), wenn die Elektrische gemeint wird ....
Mehr aber auch nicht, die Straßenbahn als elektrisches Fahrzeug ist wohleine Selbstverständlichkeit, nichts Besonderes mehr
passend dazu diese (leicht OT-)randnotiz:
im jahr 1902 wurde in hannover der erste automobile löschzug der welt in betrieb genommen.
zwei der drei fahrzeuge wurden elektrisch angetrieben!

infos von [de.wikipedia.org]
Zitat
Nach rund sieben Jahren in leitender Position in Altona wurde Reichel zum Oktober 1900 zum Branddirektor[1] der städtischen Feuerwehr Hannover berufen[2] als Nachfolger von Adolf Ebeling.[3] Von der im selben Jahr durch den Architekten Otto Ruprecht nach mehrjähriger Bauzeit in der Nordstadt von Hannover fertiggestellten Feuerwache Am Kleinen Felde[4] läßt Maximilian Reichel am 19. Februr 1902 den ersten automobil angetriebenen Feuerlöschzug der Welt den Betrieb aufnehmen. Die drei Einsatzfahrzeuge bestanden aus einer Gaspritze und einem Hydrantenwagen, die beide elektrisch angetrieben wurden, sowie aus einer Dampfspritze, die sich durch ihren eigenen Dampfdruck fortbewegen konnte. Mit diesem Aufsehen erregenden Ereignis wurde Maximilian zum Pionier der Motorisierung der Feuerwehren in Deutschland. Das überzeugendste Argument war, dass „[...] die motorbetriebenen Fahrzeuge im (Still-)Stand keine Kosten“ verursachten und daher erheblich billiger waren als der Betrieb der bis dahin üblichen Pferdefuhrwerke und der dafür notwendige Unterhalt für die Zugtiere und deren „Pferdestärken“.[1]
da fragt man sich doch glatt, was bei der entwicklung elektrischer antriebe für kraftfahrzeuge in den letzten hundert jahren alles verpennt wurde ...?

die hannöversche politik erinnerte sich erst im jahr 2017 wieder daran, als man hier [e-government.hannover-stadt.de] dies forderte:
Zitat
Es werden in der städtischen Fahrzeugflotte im Rahmen der Neu- und Ersatzbeschaffung nur noch Fahrzeuge mit einem Elektro-Antrieb angeschafft, sobald entsprechende Fahrzeuge auf dem Markt erhältlich sind. Gleichzeitig setzt sich die Verwaltung dafür ein, dass auch alle städtischen Töchter bzw. städtischen Beteiligungen nur noch Fahrzeuge mit Elektroantrieb beschaffen.
[...]
Auf der Feuerwehrleitmesse Interschutz 2015 in Hannover wurde das erste, rein elektrisch betriebene Feuerwehrauto Deutschlands vorgestellt, der BMW i3E. Geeignet ist es als Einsatzfahrzeug für Polizei, Feuerwehr oder im Notärztlichen Bereich. Londons Feuerwehr nutzt 52 BMW i3E, das Los Angeles Police Department 100 Stück. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, auch im Feuerwehrbereich, wo hohe Zuverlässigkeit sowie Ausfallsicherheit wichtig sind, neue elektrische Antriebsmöglichkeiten zu testen, auch bezüglich ihrer Bewährungsmöglichkeiten im harten Einsatzalltag.
Die Feuerwehr Hannover hat bereits im Jahr 1902 als erste Feuerwehr weltweit einen sog. Automobilen Löschzug (ohne Pferde) mit Elektroantrieb in Dienst genommen. Denkbar ist, dass die Feuerwehr Hannover auch in heutiger Zeit in Sachen Elektromobilität eine bundesweite Vorreiterrolle einnimmt.
[...]
historische ausführungen zu dem thema findet man hier:
Der Automobil-Löschzug der Berufsfeuerwehr Hannover Taschenbuch – 1. Januar 1903 von M. Reichel (Autor)
- [www.amazon.de]
- [www.springer.com]

gruß andreas alias http://abload.de/img/6001bqeqqd.jpg
Das mit dem elektrischen Antrieb ging halt so lange gut, wie die Fahrzeuge nur ein paar PS hatten. Man kann ein paar hundert Kilo Batterien mit ein paar PS antreiben, nur ist dann weder die Beschleunigung noch die Endgeschwindigkeit sonderlich hoch. Als die Motorleistung anstieg, brauchte es eben Treibstoffe mit höherer Energiedichte, und die frühen Batteriefahrzeuge waren aus dem Spiel.

Bei der "großen" Eisenbahn konnten sich Akkutriebwagen ja länger halten, die ETA 150 wurde in über 200 Exemplaren produziert. Denen dürfte billiger Diesel den Garaus gemacht haben...

[de.wikipedia.org]

Gruss, sepruecom

Aus einem sozialistischen System ein kapitalistisches zu machen, ist, wie aus einem Omelett ein intaktes Ei zu machen (Unbekannter Verfasser)

Der gescheiterte US-Präsidentschaftskandidat John McCain zu seiner Nachtruhe: Seit seiner Niederlage schlafe er wie ein Baby: "Zwei Stunden schlafen, aufwachen und heulen, zwei Stunden schlafen". Quelle
Hallo Andreas,

in meiner Kindheit (ist schon ein bisschen her) fuhren alle im hannoverschen Stadtkern eingesetzten Paketverteil-Transporter der Deutschen Bundespost elektrisch. Die recht primitiven gelben Kastenwagen haben mich damals fasziniert, weil die Hinterachse über eine außen offen an der linken Wagenseite laufende Rollenkette angetrieben wurden.

Gruß
Helmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.12.19 16:31.
VástTRfk ist nicht der Betreiber, doch die Name des Verkehrsverbund, wo mehr als 1 Provinz (Län) angeschlossen sind. Wie schon seit viele viele Jahre heisst der Betrieb immer noch GS = Göteborge Spärväger, mit die SE-a die ich hier nicht finden kann (mit o drauf)