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Guten Tag,

ich habe vor einigen Tagen einen Katalog der Gottfried Lindner AG mit Einzelblättern erworben. Darunter dieses Blatt einer Trambahn-Lokomotive, welche der Meißner Trambahn sehr ähnlich scheint, es fehlen nur die großen Scheinwerfer mittig im Bereich der Vorbauten.
AEG riga.jpg

Ich habe nur Infos zu Aktien einer Russischen AEG in Petersburg gefunden, das soll die Auslandsgesellschaft der AEG in Deutschland gewesen sein. Wo könnten solche Trambahnlokomotiven gefahren sein?

Gruß Holger

"Wir haben zwei wichtige Mitarbeiter im internationalen Schienengüterverkehr: Jemand und Niemand. Jemand baut immer Mist - Niemand ist Schuld"
(Peter Füglistaler, Chef des Bundesamtes für Verkehr der Schweiz in Basel)

Nethobl schrieb:
Ich habe nur Infos zu Aktien einer Russischen AEG in Petersburg gefunden, das soll die Auslandsgesellschaft der AEG in Deutschland gewesen sein. Wo könnten solche Trambahnlokomotiven gefahren sein?
Hallo,

leider kann ich deine eigentliche Frage nicht beantworten. Die russische AEG [ru.m.wikipedia.org]; übernahm 1904 die Firma Union [ru.m.wikipedia.org] mit dem Hauptwerk in Riga. Dieses Werk war ein Vorläufer der VEF [de.m.wikipedia.org].

Gruß
westring
eine ähnliche Lok,
mit Seiten- und Dachstromabnehmer für 750 V Gleichspannung,
hatte die Hamburger Hochbahn bis mindestens in die 1930er Jahre
wurde später umgebaut mit Kastenaufbau und Endfahrerständen und fuhr bis mindestens Ende 1950er Jahre

mit freundlichem Gruß
Heinz Günther

Modellbahnthema Hamburger Nahverkehr H0
Modulanlage im Aufbau Hamburger Hochbahn U-Bahn
DCC, BiDiB
Hallo Holger,

danke für das Bild! Lässt sich feststellen, wann die Katalogblätter veröffentlicht wurden?

Die AEG hat in der Regel ihre Lokomotiven für Russland bzw. die Ukraine komplett im Berliner, später im Hennigsdorfer Werk gebaut und über die Niederlassung in Riga verkauft.
Das Erscheinungsbild - die Ähnlichkeiten mit den Meißner Maschinen sind unverkennbar - lässt vermuten, dass die Lok von Lindner im Zeitraum zwischen 1901 und 1904 für die UEG gebaut wurde. In späteren Referenzen wurden diese Lieferungen dann der AEG zugeschrieben - so, wie das auch von der AEG selbst gehandhabt wurde.

Eine Zuordnung der Lindner-Lok zu einem Betrieb ist aber auch unter dieser "Horizonterweiterung" bisher nicht möglich; die einzigen in Frage kommenden Bo'Bo'-Maschinen, die in einer AEG-Referenzliste von 1912 erwähnt werden, sind vom Aussehen her bekannt (geliefert 1906, 1908 und 1912 an die "Société d’Ekaterinowka, Mouschketowo"):

https://abload.de/img/0295_jekaterinowka_1910k4l.jpg

Viele Grüße
Wolfgang-D.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.11.19 09:17.
Nachtrag:

Ggfs. wäre eine Verschiebung ins Historische Forum sinnvoll, da dort auch die Privat- und Industriebahn-Experten zugange sind.

Gruß
Wolfgang-D.
Ich schätze so, im 1.Drittel der 1910er Jahre, also vor dem 1. Weltkrieg.

Es sind viele Straßenbahnen aus der Ammendorfer Produktion ab den 1890er Jahre drin, ich habe auch Abweichungen zu den Herstellerangaben in den Straßenbahnarchiven gefunden.

Gruß Holger

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(Peter Füglistaler, Chef des Bundesamtes für Verkehr der Schweiz in Basel)