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 05 - Straßenbahn-Forum 

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Die finale Entscheidung zur Beschaffung von 100 fabrikneuen Niederflurtramwagen in 100% Niederflur und in 36 Meter Länge rückt näher. Interessant wird sein, welcher der beiden Bieter und welches Fahrzeugkonzept sich in Bukarest am Ende durchsetzen wird. Die rumänisch-chinesische Astra Vagoane/CRRC Sifang ist mit einem Vierteiler-GTx angetreten, die türkische Durmazlar mit einem Fünfteiler-Multigelenker. Die Türken haben sich mit dem Auftrag für die polnische Stadt Olsztyn (Durmazlar) und die rumänische Stadt Timișoara (Bozankaya) erstmals im hart umkämpften Europa-Markt durchsetzen können.

Nichtsdestotrotz hat Astra Vagoane bisher in Rumänien fast alle Ausschreibungen für neue Niederflurstraßenbahnen gewonnen und reihenweise Aufträge eingeheimst. Dennoch darf man aber auch Durmazlar nicht unterschätzen. Bukarest ist besonders interessant, weil angesichts der großen Fahrzeugstückzahl sich Astra Vagoane extra für die Bukarester Ausschreibung mit dem weltgrössten Schienenfahrzeughersteller CRRC aus China zusammengetan hat. Falls der Auftrag an Astra Vagoane/CRRC Sifang geht, dann bedeutet dies, die Chinesen sind beim Bau von Straßenbahnen mit einem Bein in Europa. Bei der Ausschreibung von Porto (Portugal) für 18 Niederflurstraßenbahnwagen ist neben Siemens und Skoda ebenfalls auch CRRC dabei.

Klingeln die Alarmglocken?

Quelle (Original):
[www.economica.net]

Quelle (Übersetzung):
[translate.google.com]
light.rail_transit schrieb:
Zitat:
Klingeln die Alarmglocken?
Warum sollten sie?

Die Türken sind bereits da...

geschrieben von: no-night

Datum: 09.10.19 09:56

In frischer Blickpunkt Strassenbahn wurde - allerdings nur unter Industrie und nicht Rumänien - gemeldet, daß Durmazlar auch für Resita (!!!) neue Strassenbahnen bauen soll. (Dafür scheinen laut Google-Bilder die Schienen in - nicht nur für rumänischen Verhältnissen - guten Zustand sein, nur um die Bf. Nord, sowie in den Schleifen und Remise soll etwas saniert werden... und natürlich ist durchaus geklaute Oberleitung zu ersetzen.)

Produkte der türkischen Fahrzeugindustrie in Rumänien - und in Bulgarien - sind nichts neues und ungewöhnliches, wenn man die gummibereifte Sparte betrachtet. Dazu noch fest entschieden, daß Bozankaya für Bukarest auch 100 O-Busse liefert - damit werden Ikarus 415 weg.

Re: Die Türken sind bereits da...

geschrieben von: sepruecom

Datum: 09.10.19 10:21

an sich gibt es ja 200 Ikarus-O-Busse in Bukarest, insofern weiss ich nicht, ob 100 Neufahrzeuge diese vollständig ersetzen können. Die Wagen sind jetzt schon 25 Jahre alt, mittel- bis hochflurig und haben keine Klimaanlage. Insofern ist der Ersatzzeitpunkt wohl nicht zu früh (und vielleicht könnten die freigewordenen Fahrzeuge einige Provinzbetriebe modernisieren, da die Hauptstadtwagen in recht gutem Zustand sind)...

Gruss, sepruecom

Aus einem sozialistischen System ein kapitalistisches zu machen, ist, wie aus einem Omelett ein intaktes Ei zu machen (Unbekannter Verfasser)

Der gescheiterte US-Präsidentschaftskandidat John McCain zu seiner Nachtruhe: Seit seiner Niederlage schlafe er wie ein Baby: "Zwei Stunden schlafen, aufwachen und heulen, zwei Stunden schlafen". Quelle
Osterhasi schrieb:
light.rail_transit schrieb:
Zitat:
Klingeln die Alarmglocken?
Warum sollten sie?
Weil es dann nicht mehr lange gehen wird, bis die Chinesen ganz Europa aufkaufen. Licht aus und gute N8 Europa!

Re: Die Türken sind bereits da...

geschrieben von: light.rail_transit

Datum: 09.10.19 22:32

no-night schrieb:
In frischer Blickpunkt Strassenbahn wurde - allerdings nur unter Industrie und nicht Rumänien - gemeldet, daß Durmazlar auch für Resita (!!!) neue Strassenbahnen bauen soll. (Dafür scheinen laut Google-Bilder die Schienen in - nicht nur für rumänischen Verhältnissen - guten Zustand sein, nur um die Bf. Nord, sowie in den Schleifen und Remise soll etwas saniert werden... und natürlich ist durchaus geklaute Oberleitung zu ersetzen.)
Mit Resita sind es dann drei Trambetriebe in Europa, die Niederflurstraßenbahnen aus türkischer Produktion erhalten. Danke für den Hinweis mit Resita.
na ja, inzwischen haben auch die Chinesen kapiert, dass man durch Abbau der Produktionsanlagen und Aufbau in China keine Aufträge in Europa bekommt. (anders gesagt würden die Arbeitsplätze in Arad wohl erhalten bleiben. Ich glaube auch nicht, dass sie von Astra viel lernen können (eher umgekehrt). Und vor ein paar Monaten wurde die chinesische Wirtschaft für ausländische Firmengründer/Investoren vollständig geöffnet (also ohne chinesischen Businesspartner und Mehrheitseigentümer), das Ganze ist also kein "One-Way-Ticket" mehr. (Lustigerweise echaufieren sich stets diejenigen Länder am Meisten über Marktbarrieren, die sich selber am wenigsten an marktwirtschaftliche Regeln halten...)

Gruss, sepruecom

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