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[EF] ? Pläne zur Netzerweiterung

geschrieben von: Lalu

Datum: 03.10.19 21:31

Hallo,

in einem Zeitungsartikel der TA [www.thueringer-allgemeine.de] (Bezahlschranke) zu einem aktuellen Bauprojekt [www.homuth-architekten.de]
ist die Errichtung einer Bushaltestelle erwähnt, welche auch später zum Straßenbahnbetrieb umgerüstet werden kann. Diese wird durch den Bauträger anscheinend auch finanziert.

Nach einer durchgeführten Recherche bin ich auf folgendes Projekt gestoßen: [heatresilientcity.de] Hier ist die blau gestrichelte Linie vermutlich der Verlauf einer möglichen Straßenbahntrasse. Diese führt von der Leipziger Straße abzweigend über die künftige ICE-City durch den Schmidtstedter Knoten auf die andere Gleisseite. Auf den aktuellen Werbevideos der LEG ist aber keine Straßenbahn erkennbar. [m.youtube.com]

Bisher kannte ich nur die Pläne einer Querverbindung über den Flutgraben durch die Puschkinstraße, um den Zwangspunkt Bahnhofstraße umgehen zu können. Gibt es im Netz eine Übersicht oder genauere Beschreibung der Planungen in der Oststadt?

Grüße,
Lalu

Ergänzung: Es lagen in der Straße am Alten Nordhäuser Bahnhof ja schon einmal die Gleise der Aschebahn.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.10.19 21:39.

Re: [EF] ? Pläne zur Netzerweiterung

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 04.10.19 13:47

Die Pläne gibt's schon seit einigen Jahren, ich glaube schon seit es die Planungen für die ICE City Ost gibt. Ich hab aber leider auch keine zusätzlichen Infos parat.

Re: [EF] ? Pläne zur Netzerweiterung

geschrieben von: Gartenstadt

Datum: 07.10.19 18:42

Die Planungen für diese Strecke sind sicher die aktuell letzten Streckenüberlegungen. Interessant ist, das diese Strecke bereits in das Erfurter Stadtmodell integriert ist, was erfahrungsgemäßig auf die tatsächliche Umsetzung schließen lässt. Dennoch glaube ich nicht an diese Strecke. Anstatt der ursprünglichen Linie 4, mit Ausfädelung über den Bahnhofsvorplatz zu folgen, soll sie durch den Bahnhofstunnel fahren und den Verkehr rund um den Hauptbahnhof und die beiden größten Kreuzungen Erfurts bis zu 4 mal kreuzen. Mit der Führung über den Bahnhofsvorplatz würden diese 4 Kreuzungen und rund 5 Kurven entfallen. Die Fahrzeit würde sich um einige Minuten verkürzen. Nun ist aber fraglich ob das Parkhaus unterm Willy-Brandt-Platz die Bahn überhaupt trägt. Zudem müsste statt der geplanten Fußgängerbrücke, über den Schmidtstedter Knoten, eine tragfähigere, größere gebaut werden. Mit dieser Streckeführung wäre die Strecke, bis auf den Abzweig am Bahnhof fast schnurgerade. Die tatsächliche Streckenführung sieht aber die Querung des Bahnhoftunnels, des Stadtparkkopfes und die Gleisverschwenkung am östlichen Stadtparkkopf auf den linken Grünstreifen vor. Dazu kommt die Führung unter den kleinsten Tunnel am Schmidtstedter Knoten, die Kreuzung des Schmidtstedter Nord-Knotens und die Ausfädelung aus dem Ansatz der Thälmannstraße in die Straße Zum Güterbahnhof. Die nächste Unschlüssigkeit betrifft den Zughafen. Ursprünglich sollte der alte Güterbahnhof abgerissen und durch Büro- und Wohngebäude ersetzt werden. Aus Kulturrettungsgründen wurde aber zugesichert, das der Zughafen eine Zukunft hat. Somit fällt hier wichtiges Fahrgastpotenzial weg. Der nächste Knackpunkt ist ein Höhenunterschied auf dem Güterbahnhof in Höhe des alten Posthofes. Hier müsste die Bahn irgendwo in Richtung Leipziger Straße/Alter Nordhäuser Bahnhof abbiegen und eine Höhe von rund 5-10m überwinden. Und der letzte Knackpunkt... Es macht keinen Sinn diese Strecke an die Leipziger Straße anzuschließen, denn dann entsteht eine Streckenschlaufe. Aktuell wäre die Oststadt ein sinnvoller Streckenast für die Linie 5, die aktuell (laut Fahrplan) am Löberwallgraben endet. Sollte die Leipziger Straße aber angeschlossen werden, würde die Bahn nicht in entgegengesetzter Richtung zurückfahren. Sie würde stattdessen in der Leipziger Straße Richtung Johannesstraße fahren, um am Angerentre, ohne Tangenz zum Anger und Hauptbahnhof, in Richtung Nord zu fahren. Es wäre also ein Ringverkehr im Osten der Stadt. Außerdem ist ein Passieren des Gleisabschnitts auf dem Gegengleis an der Kaufmanskirche nicht für einen Taktverkehr vorgesehen. Alles in allem verlangt die Strecke schon jetzt nach mehr Lösungen als sie Vorteile bietet.