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U10 - Berlins unvollendete U-Bahn-Linie

geschrieben von: Donald Duck 403

Datum: 03.10.19 13:13

Die Linie U10 der Berliner U-Bahn war im 200-Kilometer-Plan vorgesehen und sollte als Großprofil-Linie von Weißensee quer durch die Stadt über den Alexanderplatz und Potsdamer Platz bis nach Steglitz und weiter zur Drakestraße in Lichterfelde führen.

[www.geschichtsspuren.de]

Re: U10 - Berlins unvollendete U-Bahn-Linie

geschrieben von: Toaster 480

Datum: 03.10.19 14:32

Sehr interessanter Beitrag!

Meine Bilder auf Flickr: [www.flickr.com] ...
... und in der DSO-Galerie: [www.drehscheibe-online.de]



Re: U10 - Berlins unvollendete U-Bahn-Linie

geschrieben von: Christoph Zimmermann

Datum: 04.10.19 11:36

Donald Duck 403 schrieb:
Das ist aber etwas anderes.

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.

Re: U10 - Berlins unvollendete U-Bahn-Linie

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 04.10.19 18:12

Die Frage wäre, ob die Bauvorleistungen bei der Verwirklichung einer Straßenbahn vom Potsdamer Platz nach Steglitz genutzt werden könnten. Für eine echte U-Bahn besteht angesichts der parallelen S-Bahn wohl keine Chance mehr.
Eher nicht. Die Hochbahnsteige sind ja rohbauseitig vorgegeben, und fürs Aufschottern, um den Höhenunterschied auszugleichen, dürfte die Tunnelhöhe, selbst bei Verwendung einer Deckenstromschiene, nicht ausreichend sein.

Re: U10 - Berlins unvollendete U-Bahn-Linie

geschrieben von: UK

Datum: 04.10.19 23:31

Früherwarallesbesser schrieb:
Eher nicht. Die Hochbahnsteige sind ja rohbauseitig vorgegeben, und fürs Aufschottern, um den Höhenunterschied auszugleichen, dürfte die Tunnelhöhe, selbst bei Verwendung einer Deckenstromschiene, nicht ausreichend sein.
Es wären nicht die ersten Hochbahnsteige, die im Rohbau abgerissen werden für Niederflurbahnsteige: Mülheim RuhrtunneL

Das geht.

Re: U10 - Berlins unvollendete U-Bahn-Linie

geschrieben von: der weiße bim

Datum: 05.10.19 00:45

Früherwarallesbesser schrieb:
Eher nicht. Die Hochbahnsteige sind ja rohbauseitig vorgegeben, und fürs Aufschottern, um den Höhenunterschied auszugleichen, dürfte die Tunnelhöhe, selbst bei Verwendung einer Deckenstromschiene, nicht ausreichend sein.
Nein, das Vorratsbauwerk "U3" untern Potsdamer Platz und unter der Potsdamer Straße ist sowohl für einen Straßenbahn-(Vorlauf-?)betrieb als auch für einen Voll-U-Bahnbetrieb Großprofil ausgelegt. Es sind Außenbahnsteige vorgesehen, so dass selbst Einrichtungsfahrzeuge dort halten könnten. Es wurden rohbauseitig noch keine Bahnsteige gebaut.

Hier der Auszug aus einem Querschnitt in Höhe der Fernbahn-/ Regionalbahngleise:
U3 Pdu Querschnitt Regionalbstg.jpg

So long

Mario

Re: U10 - Berlins unvollendete U-Bahn-Linie

geschrieben von: manuelberlin

Datum: 05.10.19 18:17

Hallo zusammen!

Früherwarallesbesser schrieb:
Eher nicht. Die Hochbahnsteige sind ja rohbauseitig vorgegeben, und fürs Aufschottern, um den Höhenunterschied auszugleichen, dürfte die Tunnelhöhe, selbst bei Verwendung einer Deckenstromschiene, nicht ausreichend sein.
Hochbahnsteige sind zwar oft Teil des Rohbaus, sie sind aber in den seltensten Fällen integrale oder gar tragende Bestandteile eines Stationsbauwerks. Eine Ausnahme könnte zum Beispiel die 1. Tiefebene des Bahnhofs München Marienplatz sein.

Ansonsten sind die Hochbahnsteige typischerweise auf die Bodenplatte aufgesetzt und es befindet sich unter der Bahnsteigplatte ein (ggf. gebückt) begehbarer oder bekriechbarer Hohlraum, der zur Durchführung von Kabeln durch den Bahnhof genutzt wird. Senkt man den Bahnsteig zum Beispiel auf Niederflurniveau ab, wird der Platz in den meisten Fällen immer noch für die Kabel reichen. Lediglich für die Zugänglichkeit muss man dann eine andere Lösung finden.

Die größte Schwierigkeit dürfte oft darin bestehen, den abgesenkten Bahnsteig in befriedigender Weise an bestehende Treppen- und Aufzuganlagen anzuschließen, wie man an den Beispielen im Ruhrgebiet teils gut erkennen kann.

Viele Grüße
Manuel

Re: U10 - Berlins unvollendete U-Bahn-Linie

geschrieben von: UK

Datum: 06.10.19 01:41

manuelberlin schrieb:

Die größte Schwierigkeit dürfte oft darin bestehen, den abgesenkten Bahnsteig in befriedigender Weise an bestehende Treppen- und Aufzuganlagen anzuschließen, wie man an den Beispielen im Ruhrgebiet teils gut erkennen kann.

Bei diesen Beispielen verhält es sich aber umgekehrt:

Es ist ein Niedrigbahnsteig gebaut worden und dabei alles für den späteren Einbau eines Hochflurbahnsteiges vorbereitet worden. Deshalb enden Treppen, Rolltreppen und Aufzüge entsprechend höher und mußten mit Zwischentreppe und/oder Rampen an das niedrigere Bahnsteigniveau angeschlossen werden. Wenn Platz vorhanden ist, ist es aber kein Problem.