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Eine neue Tram-Linie zwischen Ostbahnhof und Neuperlach könnte Realität werden

[www.sueddeutsche.de]
Das sind sehr gute Nachrichten! Ich kenne die Gegend gut, bin die Trasse auch öfter abgeradelt. Da gehört definitiv eine Tram hin! Ein ganzer Teil Münchens, der derzeit unzureichend mit ÖV erschlossen ist, aber eine hohe Bebauungsdichte aufweist.

Man sollte bei der Gelegenheit auch über eine Verlängerung nach Ottobrunn nachdenken, und Ausbau der S-Bahn nach Neuperlach Süd. Da könnte ein neuer Knotenpunkt entstehen, der wirklich mehr Verkehr auf den ÖV bringt.

Was mich wundert ist der Ruf nach einem "beschleunigten Verfahren". Machen wir uns nichts vor, diese Tram wird einiges an Fahrspuren und Parkplätzen kosten, und da ist der Mut in München recht überschaubar. Zudem müsste man am Ostbahnhof die ganze Anlage komplett umbauen. Eine bestehende, nutzbare Tram-Trasse gibt es nur auf einem kleinen Teil der Route.

Aber Hauptsache, es geht los. Und Hauptsache, man zerdiskutiert es nicht Jahrzente wie die Westtangente. Da muss man auch ein ernstes Wort mit der Blockadepartei CSU reden.
nozomi07 schrieb:Zitat:
Da muss man auch ein ernstes Wort mit der Blockadepartei CSU reden.
Da bin ich anderer Meinung: Es sollte das Ziel der anderen Parteien sein, die CSU bei der nächsten Kommunalpolitik so klein wie möglich zu machen und sie als das zu entlarven, was sie in München ist: eine nicht-großstadt-kompatible Partei. Und nach der Wahl müsste das Ziel eine Koalition ohne die CSU sein.

Dein Vorschlag ist m.A.n. nicht umsetzbar: Wer sollte denn ein ernstes Wort mit der CSU reden? Die Lusche Reiter? Die machtbessenen Grünen? (Man denke hier nur an die Jamaika-Verhandlungen, Baden-Württemberg, Hessen oder Sachsen-Anhalt.) Am Ende kommt bei Gesprächen mit der CSU in München doch kaum etwas Gutes heraus. Die Westtangente scheint endlich auf einem guten Weg zu sein. Die gefundene Lösung ist aber nicht so gut wie die ursprüngliche. Diverse Straßenbahnprojekte werden (vorerst?) nicht weiterverfolgt, dafür absurde U-Bahn-Projekte beschlossen.
Eine Straßenbahn nach Ottobrunn macht keinen Sinn. Das bringt keine Verbesserung gegenüber der Buslinie 210.
Nur die U5 nach Ottobrunn würde einen wirklichen Vorteil bieten.
nozomi07 schrieb:
Zitat:
Was mich wundert ist der Ruf nach einem "beschleunigten Verfahren". Machen wir uns nichts vor, diese Tram wird einiges an Fahrspuren und Parkplätzen kosten, und da ist der Mut in München recht überschaubar. Zudem müsste man am Ostbahnhof die ganze Anlage komplett umbauen. Eine bestehende, nutzbare Tram-Trasse gibt es nur auf einem kleinen Teil der Route.
Im Gespräch war ein "Beschleunigtes Verfahren" für die Strecke vom Ostbahnhof bis Ramersdorf aufgrund der Vorstellung, dass dort die Trasse noch weitgehend vorhanden sei. Allerdings wurde schon zurückgerudert, da die Trasse den Erfordernissen nicht mehr genügt und trotzdem komplett neugebaut werden müsste.

Fahrspuren und Parkplätze würden auf diesem Abschnitt allerdings weniger wegfallen, da man die noch vorhandene, alte Strecke mehr oder weniger Eins zu Eins ersetzen kann. Problematisch ist eher der Teil von Ramersdorf nach Neuperlach, insbesondere der enge Ortskern von Altperlach. Die alte Führung parallel zur U-Bahn ist keine rechte Alternative, zumal der Bus bislang auch über Altperlach fährt. Möglicherweise wäre die Mitnutzung der Ständlerstraße möglich, Platz wäre das genug, da da mal ein Ausbau für den MIV geplant war.

Zum Thema Ostbahnhof: Es gibt auch die Idee, die Strecke direkt auf geradem Weg über Rosenheimer Platz bis zum Isartor zu führen. Dann entfiele ein Umbau am Ostbahnhof.
DTD schrieb:
Eine Straßenbahn nach Ottobrunn macht keinen Sinn.
Sehen einige in Ottobrunn anders. Eine Tram entlang der Rosenheimer Landstraße von Neuperlach Süd ausgehend wäre natürlich sinnvoll. Platz wäre da auch genug. Allerdings hat man die Straße gerade erst komplett umgebaut, nicht auszudenken, was die Bürger sagen, wenn man da nun alles wieder aufreißt...

Ich denke, die Sache ist - noch! - nicht durchsetzbar. Eine Verlängerung der Tram nach Waldperlach halte ich für realistischer.
mannibreuckmann schrieb:
DTD schrieb:
Eine Straßenbahn nach Ottobrunn macht keinen Sinn.
Sehen einige in Ottobrunn anders. Eine Tram entlang der Rosenheimer Landstraße von Neuperlach Süd ausgehend wäre natürlich sinnvoll. Platz wäre da auch genug. Allerdings hat man die Straße gerade erst komplett umgebaut, nicht auszudenken, was die Bürger sagen, wenn man da nun alles wieder aufreißt...

Ich denke, die Sache ist - noch! - nicht durchsetzbar. Eine Verlängerung der Tram nach Waldperlach halte ich für realistischer.
Klar, klingt ja auch zunächst gut. Wenn man dann genauer hinschaut, sieht die Sache anders aus. Basierend auf den Plänen für die Stadt-Umland-Bahn:
- Straßenbahn steht auch im Stau ==> kein Zeitgewinn.
- einige bisherige Haltestellen entfallen ==> Zeitverlust durch längere Wege zur Haltestelle
- Aufgrund größerer Gefäße 10 Minuten-Takt statt 5 Minuten beim Bus 210 == Zeitverlust durch längere Wartezeiten
- Weiterhin Umsteigen in Neuperlach Süd für schnelle Verbindung in die Innenstadt erforderlich ==> kein Zeitgewinn an der Stelle mit dem größten Zeitverlust

Also sollte man sich gut überlegen, ob eine Straßenbahn ein Fortschritt ist.
Blöd nur, dass bei allen Plänen für eine U5 nach Ottobrunn die NKU weit, weit, weit entfernt von jeglicher Förderfähigkeit liegt ...

Und ganz davon ab: Ottobrunn braucht keine U5. Das gibt die Verkehrsbelastung nicht her. Wenn, dann würde es gerade so für Umstellung auf Tram reichen. Und wer auch das nicht möchte darf halt gerne weiter im Stau stehen ...
Baumstachler schrieb:
Blöd nur, dass bei allen Plänen für eine U5 nach Ottobrunn die NKU weit, weit, weit entfernt von jeglicher Förderfähigkeit liegt ...

Und ganz davon ab: Ottobrunn braucht keine U5. Das gibt die Verkehrsbelastung nicht her. Wenn, dann würde es gerade so für Umstellung auf Tram reichen. Und wer auch das nicht möchte darf halt gerne weiter im Stau stehen ...
Das Update zur NKU gibt es am 28.11.2019.

München braucht die U5 nach Ottobrunn, um die Autos auf der Salzburger Autobahn aus der Stadt herauszuhalten.
DTD schrieb:
- Straßenbahn steht auch im Stau ==> kein Zeitgewinn.
(...)

Also sollte man sich gut überlegen, ob eine Straßenbahn ein Fortschritt ist.
Offenbar hast du völlig falsche Vorstellungen. Die Tram würde natürlich am Stau vorbeifahren. Kein Forschritt gegenüber dem Bus?
mannibreuckmann schrieb:
DTD schrieb:
- Straßenbahn steht auch im Stau ==> kein Zeitgewinn.
(...)

Also sollte man sich gut überlegen, ob eine Straßenbahn ein Fortschritt ist.
Offenbar hast du völlig falsche Vorstellungen. Die Tram würde natürlich am Stau vorbeifahren. Kein Forschritt gegenüber dem Bus?
Ich fahre die Strecke täglich. Wo soll denn die Straßenbahn am Stau vorbeifahren? Auf welcher Straße?
Und ich rechne weiter damit, das vor dem Komma eine ganze Zahl steht, die durch alle natürlichen Zahlen und sich selbst teilbar ist ... (Kleiner Tipp: 1,... ist nicht gemeint ).

Im Gegensatz zur U5 nach Freiham ist und bleibt die 5 nach Ottobrunn ein Hirngespinst, das wertvolle Planungs- und Förderkapazitäten vollkommen umsonst bindet.

Da gibt es weit wichtigere Projekte, z.B. die Suche nach einem dringend benötigten Betriebshof im Westen der Stadt und die Umstellung des CityRings im Abschnitt des alten, südlichen 17er.
Baumstachler schrieb:
Und ich rechne weiter damit, das vor dem Komma eine ganze Zahl steht, die durch alle natürlichen Zahlen und sich selbst teilbar ist ... (Kleiner Tipp: 1,... ist nicht gemeint ).

Im Gegensatz zur U5 nach Freiham ist und bleibt die 5 nach Ottobrunn ein Hirngespinst, das wertvolle Planungs- und Förderkapazitäten vollkommen umsonst bindet.

Da gibt es weit wichtigere Projekte, z.B. die Suche nach einem dringend benötigten Betriebshof im Westen der Stadt und die Umstellung des CityRings im Abschnitt des alten, südlichen 17er.
Auch 0 ist nicht durch 0 teilbar.

Jede U-Bahn parallel zu einer ausgebauten S-Bahnstrecke ist Umfug. Die Erschließung von Freiham kann besser durch eine Straßenbahn erfolgen.

Aber wir brauchen hier keine Neiddiskussion.
DTD schrieb:

- Aufgrund größerer Gefäße 10 Minuten-Takt statt 5 Minuten beim Bus 210 == Zeitverlust durch längere Wartezeiten
Takte sind nicht zementiert. Bei Bedarf kann man auch verdichten.
Und grad der 210er ist was ich so mitbekomme auch nicht das wirklich wahre an Betriebsqualität.
Und diese eine Linie isoliert zu betrachten halte ich speziell im Fall Taufkirchen Ost / Brunnthal Nord zu kurz gegriffen, grad solang da in der Bebauung kein finaler Status erreicht ist.
Da muß z.B. auch der 213er, (der ab Dez zum X213 mit Gelenkbus teilweise im 5er Takt auf der A8 und erweitertem Betrieb, sowie Option auf noch mehr, wird) mit einbezogen werden.
Prima, Test bestanden!

Ich gehe trotzdem nach wie vor davon aus, dass auch bei der Neubewertung des KNF wieder eine deutliche 0 vor dem Komma stehen wird. Das ist angesichts des baulichen Aufwandes im Vergleich zum Nutzen auch plausibel. Niemand der von der Salzburger Autobahn kommt wird in Ottobrunn(!) in die U-Bahn steigen (Geschweige denn in Taufkirchen, die träumen ja auch von "ihrer" U5) ... Die Leute musst du schon wesentlich früher abfangen, ansonsten kann man mit dem Pkw auch gleich bis in die Stadt reinfahren.

Ansonsten ist die Priorisierung der Ausbaumaßnahmen nach Dringlichkeit, Realisierbarkeit und Finanzierbarkeit keine Neiddebatte sondern eine dringend durchzuführende Abwägung, um sich am Ende nicht wie manch andere Städte mit lauter sinnlosen Projekten zu verzetteln. Gerade die CSU + Grünen neigen ja ganz gerne dazu, einen im 20'-Takt verkehrenden Bus am liebsten mit der U-Bahn erschlagen zu wollen, während ein Bus mit 5' und dichter bloß keine Straßenbahn werden soll ...

Da man das Geld aber nur einmal ausgeben kann, sollte man sich daher grundsätzlich vorher solide Gedanken machen. Als Verkehrsunternehmen hat man halt eine andere Einstellung zu solchen Infrastrukturprojekten, besonders wenn man in der Umsetzungsverantwortung und Rechtfertigungspflicht ist. Insofern: keine Neiddebatte, sondern die Priorisierung unternehmerisch machbarer und verkehrlich / städtebaulich sinnvoller Maßnahmen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.10.19 12:26.
Baumstachler schrieb:
Ansonsten ist die Priorisierung der Ausbaumaßnahmen nach Dringlichkeit, Realisierbarkeit und Finanzierbarkeit keine Neiddebatte sondern eine dringend durchzuführende Abwägung, um sich am Ende nicht wie manch andere Städte mit lauter sinnlosen Projekten zu verzetteln.
Da hat die schwarz-rote Koalition der MVG aber einen Bärendienst erwiesen, indem sinnvolle Projekte beerdigt oder mundtot gemacht wurden und überflüssige Ideen wie die U26 weit oben auf der Prioritätenliste gelandet sind.
wird am Ende seine Ziele erreichen.

Deine Kritik kann ich verstehen, ich teile sie. Und sicher auch die Kollegen der MVG.

Trotzdem ist die Sache nicht so einfach, wie einige hier immer wieder darstellen oder es gerne hätten. Die MVG (generell alle Verkehrsunternehmen) agieren nicht im luftleeren Raum. Die Unternehmen haben die planerische Kompetenz und eine Reihe an Fachleuten - die Entscheidungsgewalt liegt aber bei fachlich absolut ahnungslosen Politikern. Das heißt vereinfacht: Die, die Ahnung haben, dürfen nichts eintscheiden. Und die, die entscheiden müssen, haben keine Ahnung... Das bekommt man schon sehr früh sowohl im Studium als auch später in der Praxis beigebracht. Also muss man lernen, dieses "System der Murx-Funktion" für sich zu nutzen.

Dann kommt halt so etwas dabei raus wie die U5 nach Freiham oder die U26 im Münchner Norden. Das kann man negativ sehen, aus Unternehmenssicht muss man damit aber professionell umgehen. Man kann es ja auch andersherum sehen: Mit dem U26 Kompromiss kommt endlich die lang ersehnte U9-Spange am Hbf. Eine Entscheidung, die zu 100% den fachlichen Erfordernissen und Wünschen des Verkehrsunternehmens entspricht, wird man in diesem Staat niemals erzielen. Wer 100% durchsetzen will, der wird auf ganzer Linie scheitern. Also muss man im Extremfall auch mit 50% zufrieden sein können.

Wer sagt denn, dass die U26 wirklich kommt? Ich weiß, dass es einige Münchner Zeitgenossen gibt, die meinen BMW müsse nur einmal mit dem Finger schnippsen und schon wird gezaubert und gebaut. Spätestens, wenn die Kostenschätzung für U5 + U9 + U26 auf dem Tisch liegen, wird die Stadt München dicke Backen machen: Das sind Kosten im Bereich mehrerer Milliarden Euro (alleine für die U9 Spange mit allem drum und dran rechnet man mit mindestens 3 Mrd. Euro, wenn man alle Eventualitäten auch im Hinblick auf die zweite Stammstrecke einbezieht), für die es überwiegend KEINE(!) Bundesförderung geben wird! Und spätestens dann bricht das Kartenhaus zusammen. Und wenn die U9 erstmal da ist: wer sagt denn, dass es dann noch freie Trassen für die Verlängerung der U26 gibt?

Was man bei aller berechtigten Kritik nicht übersehen sollte: im Gegenzug kommt die Tram zur Technischen Basis und auf der Westtangente (auch hier gibt es Kräfte, die das ganze Paket am liebsten nochmal von vorne aufgemacht und nach fast 30 Jahren Planungszeitraum im Orkus verschwinden lassen wollten, das darf man bei aller Kritk nicht vergessen!). Auch für die Nordtangente sieht es deutlich besser aus als noch vor 5-10 Jahren. Schon alleine diese Umstände muss man, so traurig das sein mag, als Erfolg werten.

Ich weiß, dass diese Situation zutiefst unbefriedigend ist, wenn Politiker über Dinge entscheiden, deren Tragweite sie nicht beurteilen können, weil ihnen das Fachwissen fehlt. Genau hier muss ich als Verkehrsunternehmen versuchen dagegenzuhalten. Das erreicht man aber nicht mit Maximalforderungen und öffentlichem Gepolter. Als Verkehrsunternehmen muss man notfalls auch Kröten schlucken, um kleine Erfolge zu erzielen. Es kommt nur darauf an richtig abzuwägen, welche Kröten man schlucken kann und welche Kröten sich langfristig von alleine in Wohlgefallen auflösen. Vor allem muss man aber auch oft die leisen Töne spielen, die man nur im Hintergrund hört.

Ich für meinen Teil glaube nicht, dass die U5 nach Ottobrunn oder sogar die U26 kommen wird. Es gibt wichtigere Sachen. Die allerwichtigste wäre die Schaffung einer ausirechend großen Werkstatt- und Betriebshofinfrastruktur. Und danach gibt es bereits heute einige Buslinien, die man Schritt für Schritt auf Trambetrieb umstellen müsste. Vor allem sollte man aber im Auge behalten, dass mit den aktuell laufenden Ausbauprojekten schon ein extremer Planungs- und Bearbeitungsaufwand vorhanden ist, den man erstmal stemmen muss.

Edit: Kosten für U9 korrigiert, die 1 Mrd. bezogen sich alleine auf das finanzielle Risiko auf die Spange und den Bahnhofsbau in München Hbf. Danke Frederik für den Hinweis.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.10.19 23:30.
Baumstachler schrieb:
(alleine für die U9 Spange mit allem drum und dran rechnet man mit mindestens 1 Mrd. Euro, wenn man alle Eventualitäten auch im Hinblick auf die zweite Stammstrecke einbezieht), für die es überwiegend KEINE(!) Bundesförderung geben wird!

Selbst nach offiziellen Schätzungen liegt die U9 mittlerweile bei mindestens drei Milliarden. Mehr dazu auf der Webseite der MVG.
DTD schrieb:
mannibreuckmann schrieb:
DTD schrieb:
- Straßenbahn steht auch im Stau ==> kein Zeitgewinn.
(...)

Also sollte man sich gut überlegen, ob eine Straßenbahn ein Fortschritt ist.
Offenbar hast du völlig falsche Vorstellungen. Die Tram würde natürlich am Stau vorbeifahren. Kein Forschritt gegenüber dem Bus?
Ich fahre die Strecke täglich. Wo soll denn die Straßenbahn am Stau vorbeifahren? Auf welcher Straße?
Die Rosenheimer Landstraße wäre breit genug für einen eigenen Bahnkörper, so dass bequem am Stau vorbeigefahren werden könnte. Der 210er könnte im Grunde komplett durch die Tram ersetzt werden.
DTD schrieb:
- einige bisherige Haltestellen entfallen ==> Zeitverlust durch längere Wege zur Haltestelle
Ein Kollege war neulich auf einer Infoveranstaltung in Ottobrunn zu dem Thema, wo Ingo Wortmann (MVG-Chef) gesprochen hat.
Aus Kostengründen plant man die U5 derzeit wohl nicht an Ort und Stelle der Buslinie 210, sondern oberirdisch westlich am Stadtrand.
Sprich, mit der U-Bahn würden die Wege zur Haltestelle noch sehr sehr viel weiter werden. Oder man behält die Buslinie zusätzlich bei. Super Optionen.

DTD schrieb:
- Aufgrund größerer Gefäße 10 Minuten-Takt statt 5 Minuten beim Bus 210 == Zeitverlust durch längere Wartezeiten
Der 210er fährt nur im 10-Minuten-Takt.

DTD schrieb:
- Weiterhin Umsteigen in Neuperlach Süd für schnelle Verbindung in die Innenstadt erforderlich ==> kein Zeitgewinn an der Stelle mit dem größten Zeitverlust
Zumindest Stadtauswärts ist von der U-Bahn zum Bus derzeit ein sehr schlanker Anschluss gegeben.

http://foren.1000millimeter.de/strassenbahn/linie2-banner.png
Didy schrieb:
DTD schrieb:
- einige bisherige Haltestellen entfallen ==> Zeitverlust durch längere Wege zur Haltestelle
Ein Kollege war neulich auf einer Infoveranstaltung in Ottobrunn zu dem Thema, wo Ingo Wortmann (MVG-Chef) gesprochen hat.
Aus Kostengründen plant man die U5 derzeit wohl nicht an Ort und Stelle der Buslinie 210, sondern oberirdisch westlich am Stadtrand.
Sprich, mit der U-Bahn würden die Wege zur Haltestelle noch sehr sehr viel weiter werden. Oder man behält die Buslinie zusätzlich bei. Super Optionen.
Das stimmt nicht. Zu Anfang des Jahres wurden 6 Trassen vorgestellt, die im Westen, in der Mitte und entlang der Rosenheimer Landstraße verlaufen. U-Bahn-Stationen gäbe es an verschiedenen Stellen, in manchen Varianten auch in der Ortsmitte. Das Busnetz müßte auf diese Stationen ausgerichtet werden. Diese Alternativen hat auch Ingo Wortmann vorgestellt.

Didy schrieb:
DTD schrieb:
- Aufgrund größerer Gefäße 10 Minuten-Takt statt 5 Minuten beim Bus 210 == Zeitverlust durch längere Wartezeiten
Der 210er fährt nur im 10-Minuten-Takt.
Ab Mitte Dezember 2019 in der HVZ in Lastrichtung im 5 Minuten-Takt.

Didy schrieb:
DTD schrieb:
- Weiterhin Umsteigen in Neuperlach Süd für schnelle Verbindung in die Innenstadt erforderlich ==> kein Zeitgewinn an der Stelle mit dem größten Zeitverlust
Zumindest Stadtauswärts ist von der U-Bahn zum Bus derzeit ein sehr schlanker Anschluss gegeben.
Der Anschluß klappt meistens nicht.
mannibreuckmann schrieb:
DTD schrieb:
mannibreuckmann schrieb:
DTD schrieb:
- Straßenbahn steht auch im Stau ==> kein Zeitgewinn.
(...)

Also sollte man sich gut überlegen, ob eine Straßenbahn ein Fortschritt ist.
Offenbar hast du völlig falsche Vorstellungen. Die Tram würde natürlich am Stau vorbeifahren. Kein Forschritt gegenüber dem Bus?
Ich fahre die Strecke täglich. Wo soll denn die Straßenbahn am Stau vorbeifahren? Auf welcher Straße?
Die Rosenheimer Landstraße wäre breit genug für einen eigenen Bahnkörper, so dass bequem am Stau vorbeigefahren werden könnte. Der 210er könnte im Grunde komplett durch die Tram ersetzt werden.
Dazu müßte der Querschnitt der Straße komplett geändert werden. Bei der Erstellung der Straße gab es dazu schon heftige Diskussionen.
Baumstachler schrieb:
Prima, Test bestanden!

Ich gehe trotzdem nach wie vor davon aus, dass auch bei der Neubewertung des KNF wieder eine deutliche 0 vor dem Komma stehen wird. Das ist angesichts des baulichen Aufwandes im Vergleich zum Nutzen auch plausibel. Niemand der von der Salzburger Autobahn kommt wird in Ottobrunn(!) in die U-Bahn steigen (Geschweige denn in Taufkirchen, die träumen ja auch von "ihrer" U5) ... Die Leute musst du schon wesentlich früher abfangen, ansonsten kann man mit dem Pkw auch gleich bis in die Stadt reinfahren.
Die Leute wollen möglichst weit mit ihrem Auto fahren. Sonst würden sie ja früher umsteigen. Daher ist Taufkirchen Ost der ideale Umsteigepunkt. Die Nähe zu einem Einkaufsgebiet ist da sicherlich von Vorteil.
Gerhard H. schrieb:
DTD schrieb:
- Aufgrund größerer Gefäße 10 Minuten-Takt statt 5 Minuten beim Bus 210 == Zeitverlust durch längere Wartezeiten
Takte sind nicht zementiert. Bei Bedarf kann man auch verdichten.
Und grad der 210er ist was ich so mitbekomme auch nicht das wirklich wahre an Betriebsqualität.
Und diese eine Linie isoliert zu betrachten halte ich speziell im Fall Taufkirchen Ost / Brunnthal Nord zu kurz gegriffen, grad solang da in der Bebauung kein finaler Status erreicht ist.
Da muß z.B. auch der 213er, (der ab Dez zum X213 mit Gelenkbus teilweise im 5er Takt auf der A8 und erweitertem Betrieb, sowie Option auf noch mehr, wird) mit einbezogen werden.
Dem muß ich widersprechen. Nach meinen täglichen Erfahrungen ist die Betriebsqualtität der OL 210 recht gut.
Es betrachtet niemand den 210 allein. Die U5 würde eine komplette Anpassung des Busnetzes erfordern.
Der (X)213 ist nur eine Übergangslösung bis die U5 kommt, Gelenkbusse sind nur eine Option in der Ausschreibung und der neue Vertrag für den X213 beginnt auch erst im Dezember 2020.
Vielleicht wird der X213 auch noch durch den X200 abgelöst.
Die Stadt, Land und auch der Bund hat gerade andere Sorgen als eine U5 nach Ottobrunn zu planen. Das steht auf einer Prioritätenliste unter ferner liefen...

Geld wächst nicht auf Bäumen - und wenn man es hätte, fehlen Planer.

Also, such Dir ein anderes Projekt aus und begleite das. Die U5 wird es im Osten nicht sein.

Grüße
Sven

The light at the End of the Tunnel is the Light of an oncoming train.


SvenT schrieb:
Die Stadt, Land und auch der Bund hat gerade andere Sorgen als eine U5 nach Ottobrunn zu planen. Das steht auf einer Prioritätenliste unter ferner liefen...

Geld wächst nicht auf Bäumen - und wenn man es hätte, fehlen Planer.

Also, such Dir ein anderes Projekt aus und begleite das. Die U5 wird es im Osten nicht sein.

So wird das nichts mit der Verkehrswende. Und umsonst ist nichts zu haben.

Die U9 ist nur eine weitere Linie, die Verkehr ins Zentrum führt.
Die U6 nach Neufahrn erschließt Äcker.
Die U5 nach Freiham ist Parallelverkehr zur S-Bahn.
Die U4 nach Johanneskirchen und weiter verknüpft U- und S-Bahn und erschließt vielleicht neue Wohngebiete.
Die U26 wäre nach über 50 Jahren endlich die zweite Zufahrt nach Fröttmaning und eine direkte Verbindung Hbf - Arena.
DTD schrieb:
Die U26 wäre nach über 50 Jahren endlich die zweite Zufahrt nach Fröttmaning und eine direkte Verbindung Hbf - Arena.

Die U2 (nur ohne U26) erschließt vielleicht neue Wohngebiete und die direkte Verbindung zur Arena ermöglicht auch die U9.
Ehe man neue Fahrgäste in die Innenstadt schaufelt, sollte man das Stammstreckenprinzip aufgegeben haben.
Immerhin hat die U4/5-Stammstrecke noch etwas Kapazitäten frei, die man jedoch mit der Freiham-Strecke füllen will. Und das nur, weil man nicht in der Lage ist die S-Bahn bis Freiham auf ein sinnvolles (innerstädtisches) Niveau auszubauen.
DTD schrieb:
Dazu müßte der Querschnitt der Straße komplett geändert werden.

Das ist so üblich, wenn eine neue Straßenbahn kommt - es sei denn, die Trasse wurde beim Bau der Straße bereits berücksichtigt. Dies wurde beim Umbau vor einigen Jahren trotz der Diskussionen um die Stadt-Umland-Bahn nicht getan, womöglich bewusst, um diese Option ein für alle Mal zugunsten der U-Bahn zu begraben. Jetzt ist die Straße umgebaut und es ist natürlich schwer zu vermitteln, warum jetzt alles wieder ganz anders gebaut werden soll.
Allerdings ist der Favorit für die U-Bahn ebenfalls die Rosenheimer Landstraße. Sprich: Da, wo die Stationen entstehen, wird ebenfalls wieder alles aufgerissen.
mannibreuckmann schrieb:
DTD schrieb:
Dazu müßte der Querschnitt der Straße komplett geändert werden.

Das ist so üblich, wenn eine neue Straßenbahn kommt - es sei denn, die Trasse wurde beim Bau der Straße bereits berücksichtigt. Dies wurde beim Umbau vor einigen Jahren trotz der Diskussionen um die Stadt-Umland-Bahn nicht getan, womöglich bewusst, um diese Option ein für alle Mal zugunsten der U-Bahn zu begraben. Jetzt ist die Straße umgebaut und es ist natürlich schwer zu vermitteln, warum jetzt alles wieder ganz anders gebaut werden soll.
Allerdings ist der Favorit für die U-Bahn ebenfalls die Rosenheimer Landstraße. Sprich: Da, wo die Stationen entstehen, wird ebenfalls wieder alles aufgerissen.
Ja, aber nur dort. Und an diesen Stellen ist zumeist auch Platz vorhanden.
DTD schrieb:
mannibreuckmann schrieb:
DTD schrieb:
Dazu müßte der Querschnitt der Straße komplett geändert werden.

Das ist so üblich, wenn eine neue Straßenbahn kommt - es sei denn, die Trasse wurde beim Bau der Straße bereits berücksichtigt. Dies wurde beim Umbau vor einigen Jahren trotz der Diskussionen um die Stadt-Umland-Bahn nicht getan, womöglich bewusst, um diese Option ein für alle Mal zugunsten der U-Bahn zu begraben. Jetzt ist die Straße umgebaut und es ist natürlich schwer zu vermitteln, warum jetzt alles wieder ganz anders gebaut werden soll.
Allerdings ist der Favorit für die U-Bahn ebenfalls die Rosenheimer Landstraße. Sprich: Da, wo die Stationen entstehen, wird ebenfalls wieder alles aufgerissen.
Ja, aber nur dort. Und an diesen Stellen ist zumeist auch Platz vorhanden.
Wie gesagt: Meiner Meinung nach wurde durch den Ausbau der Rosenheimer Landstraße ohne Trassenfreihaltung für die Tram versucht Fakten pro U-Bahn und Contra Tram zu schaffen. Dazu passt das ungewöhnlich offene Polemisieren gegen die Tram durch die örtliche CSU.

Blöd nur, wenn die U-Bahn nicht kommt - oder nur an der westlichen Peripherie, weil nur dort durch Bau an der Oberfläche die Kosten im Rahmen bleiben können. Dann kann man den Leuten erklären, warum man einen zeitgemäßen Nahverkehr im Osten Ottobrunns fahrlässig in den Wind geschlagen hat.

Man kann die Rosenheimer natürlich erneut umbauen...

Fragt sich nur, welcher Politiker dieses heiße Eisen anzufassen bereit ist.
mannibreuckmann schrieb:
Wie gesagt: Meiner Meinung nach wurde durch den Ausbau der Rosenheimer Landstraße ohne Trassenfreihaltung für die Tram versucht Fakten pro U-Bahn und Contra Tram zu schaffen. Dazu passt das ungewöhnlich offene Polemisieren gegen die Tram durch die örtliche CSU.

Blöd nur, wenn die U-Bahn nicht kommt - oder nur an der westlichen Peripherie, weil nur dort durch Bau an der Oberfläche die Kosten im Rahmen bleiben können. Dann kann man den Leuten erklären, warum man einen zeitgemäßen Nahverkehr im Osten Ottobrunns fahrlässig in den Wind geschlagen hat.

Man kann die Rosenheimer natürlich erneut umbauen...

Fragt sich nur, welcher Politiker dieses heiße Eisen anzufassen bereit ist.
Der jetzige Zustand der RoLa ist im wesentlichen ein Ergebnis der Forderungen der örtlichen Einzelhändler.

Ein U5-Trasse am westlichen Ortsrand ist zwar billiger zu bauen, aber bringt auch weniger Nutzen. Da gibt es ein Ost-West-Gefälle der Kosten und des Nutzens. Entscheidend wird der KNF sein. Eine westliche Trasse birgt auch das Risiko des Zubauens der freien Fläche bis zur Autobahn.
DTD schrieb:
Der jetzige Zustand der RoLa ist im wesentlichen ein Ergebnis der Forderungen der örtlichen Einzelhändler.
Dass der ohnehin gebeutelte Einzelhandel sich durch diese rückwärtsgewandten Forderungen selbst ins Knie geschossen und die Politik diesen Forderungen gegen das Allgemeinwohl auch noch nachgegeben hat, bedarf wohl keines weiteren Kommentars.

Klar, wem es gefällt, der soll ruhig in Stau und Abgasen ersticken. Eine U-Bahn wird den MIV in Ottobrunn kein Stück zurückdrängen - wer Straßen säht, wird Verkehr ernten. Ein Rückbau der RoLa zugunsten des ÖPNV wäre das richtige Signal gewesen.
DTD schrieb:
Das stimmt nicht. Zu Anfang des Jahres wurden 6 Trassen vorgestellt, die im Westen, in der Mitte und entlang der Rosenheimer Landstraße verlaufen. U-Bahn-Stationen gäbe es an verschiedenen Stellen, in manchen Varianten auch in der Ortsmitte. Das Busnetz müßte auf diese Stationen ausgerichtet werden. Diese Alternativen hat auch Ingo Wortmann vorgestellt.
Na dann ist die angesprochene Variante halt eine der 6.
Aber allein, dass man sowas ernsthaft in Betracht zieht....

DTD schrieb:
Der Anschluß klappt meistens nicht.
Ich sehe den nachmittags/abends regelmäßig und da klappt der meistens. Quasi immer vor Busabfahrt kommen die U-Bahn-Fahrgäste.
Aber wenn das wirklich ein Problem wäre, die Busfahrzeit 1-2 Minuten verschieben um den Anschluss zu ermöglichen wäre machbar.

http://foren.1000millimeter.de/strassenbahn/linie2-banner.png
Didy schrieb:
DTD schrieb:
Das stimmt nicht. Zu Anfang des Jahres wurden 6 Trassen vorgestellt, die im Westen, in der Mitte und entlang der Rosenheimer Landstraße verlaufen. U-Bahn-Stationen gäbe es an verschiedenen Stellen, in manchen Varianten auch in der Ortsmitte. Das Busnetz müßte auf diese Stationen ausgerichtet werden. Diese Alternativen hat auch Ingo Wortmann vorgestellt.
Na dann ist die angesprochene Variante halt eine der 6.
Aber allein, dass man sowas ernsthaft in Betracht zieht....
Man kann da nicht sagen, daß das ernsthaft in Betracht gezogen wird. Diese frühe Studie sollte zunächst alle möglichen Trassen untersuchen. Erst danach wird nach der sinnvollsten gesucht. Im November wird es dazu dann weitere Infos geben.

Didy schrieb:
DTD schrieb:
Der Anschluß klappt meistens nicht.
Ich sehe den nachmittags/abends regelmäßig und da klappt der meistens. Quasi immer vor Busabfahrt kommen die U-Bahn-Fahrgäste.
Aber wenn das wirklich ein Problem wäre, die Busfahrzeit 1-2 Minuten verschieben um den Anschluss zu ermöglichen wäre machbar.
Stadtauswärts klappt der Anschluß meistens recht gut, zumindest wenn die U5 keine Verspätung hat. Mit dem 5 Minuten-Takt des 210 ab 12/2019 wird das nachmittags noch besser. Eine andere Abstimmung ist aber aufgrund der Vielzahl der Buslinien in Neuperlach Süd nicht möglich. Sonst stünden die Busse bei der Abfahrt im Stau.