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 05 - Straßenbahn-Forum 

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Didy schrieb:
DTD schrieb:
- einige bisherige Haltestellen entfallen ==> Zeitverlust durch längere Wege zur Haltestelle
Ein Kollege war neulich auf einer Infoveranstaltung in Ottobrunn zu dem Thema, wo Ingo Wortmann (MVG-Chef) gesprochen hat.
Aus Kostengründen plant man die U5 derzeit wohl nicht an Ort und Stelle der Buslinie 210, sondern oberirdisch westlich am Stadtrand.
Sprich, mit der U-Bahn würden die Wege zur Haltestelle noch sehr sehr viel weiter werden. Oder man behält die Buslinie zusätzlich bei. Super Optionen.
Das stimmt nicht. Zu Anfang des Jahres wurden 6 Trassen vorgestellt, die im Westen, in der Mitte und entlang der Rosenheimer Landstraße verlaufen. U-Bahn-Stationen gäbe es an verschiedenen Stellen, in manchen Varianten auch in der Ortsmitte. Das Busnetz müßte auf diese Stationen ausgerichtet werden. Diese Alternativen hat auch Ingo Wortmann vorgestellt.

Didy schrieb:
DTD schrieb:
- Aufgrund größerer Gefäße 10 Minuten-Takt statt 5 Minuten beim Bus 210 == Zeitverlust durch längere Wartezeiten
Der 210er fährt nur im 10-Minuten-Takt.
Ab Mitte Dezember 2019 in der HVZ in Lastrichtung im 5 Minuten-Takt.

Didy schrieb:
DTD schrieb:
- Weiterhin Umsteigen in Neuperlach Süd für schnelle Verbindung in die Innenstadt erforderlich ==> kein Zeitgewinn an der Stelle mit dem größten Zeitverlust
Zumindest Stadtauswärts ist von der U-Bahn zum Bus derzeit ein sehr schlanker Anschluss gegeben.
Der Anschluß klappt meistens nicht.
mannibreuckmann schrieb:
DTD schrieb:
mannibreuckmann schrieb:
DTD schrieb:
- Straßenbahn steht auch im Stau ==> kein Zeitgewinn.
(...)

Also sollte man sich gut überlegen, ob eine Straßenbahn ein Fortschritt ist.
Offenbar hast du völlig falsche Vorstellungen. Die Tram würde natürlich am Stau vorbeifahren. Kein Forschritt gegenüber dem Bus?
Ich fahre die Strecke täglich. Wo soll denn die Straßenbahn am Stau vorbeifahren? Auf welcher Straße?
Die Rosenheimer Landstraße wäre breit genug für einen eigenen Bahnkörper, so dass bequem am Stau vorbeigefahren werden könnte. Der 210er könnte im Grunde komplett durch die Tram ersetzt werden.
Dazu müßte der Querschnitt der Straße komplett geändert werden. Bei der Erstellung der Straße gab es dazu schon heftige Diskussionen.
Baumstachler schrieb:
Prima, Test bestanden!

Ich gehe trotzdem nach wie vor davon aus, dass auch bei der Neubewertung des KNF wieder eine deutliche 0 vor dem Komma stehen wird. Das ist angesichts des baulichen Aufwandes im Vergleich zum Nutzen auch plausibel. Niemand der von der Salzburger Autobahn kommt wird in Ottobrunn(!) in die U-Bahn steigen (Geschweige denn in Taufkirchen, die träumen ja auch von "ihrer" U5) ... Die Leute musst du schon wesentlich früher abfangen, ansonsten kann man mit dem Pkw auch gleich bis in die Stadt reinfahren.
Die Leute wollen möglichst weit mit ihrem Auto fahren. Sonst würden sie ja früher umsteigen. Daher ist Taufkirchen Ost der ideale Umsteigepunkt. Die Nähe zu einem Einkaufsgebiet ist da sicherlich von Vorteil.
Gerhard H. schrieb:
DTD schrieb:
- Aufgrund größerer Gefäße 10 Minuten-Takt statt 5 Minuten beim Bus 210 == Zeitverlust durch längere Wartezeiten
Takte sind nicht zementiert. Bei Bedarf kann man auch verdichten.
Und grad der 210er ist was ich so mitbekomme auch nicht das wirklich wahre an Betriebsqualität.
Und diese eine Linie isoliert zu betrachten halte ich speziell im Fall Taufkirchen Ost / Brunnthal Nord zu kurz gegriffen, grad solang da in der Bebauung kein finaler Status erreicht ist.
Da muß z.B. auch der 213er, (der ab Dez zum X213 mit Gelenkbus teilweise im 5er Takt auf der A8 und erweitertem Betrieb, sowie Option auf noch mehr, wird) mit einbezogen werden.
Dem muß ich widersprechen. Nach meinen täglichen Erfahrungen ist die Betriebsqualtität der OL 210 recht gut.
Es betrachtet niemand den 210 allein. Die U5 würde eine komplette Anpassung des Busnetzes erfordern.
Der (X)213 ist nur eine Übergangslösung bis die U5 kommt, Gelenkbusse sind nur eine Option in der Ausschreibung und der neue Vertrag für den X213 beginnt auch erst im Dezember 2020.
Vielleicht wird der X213 auch noch durch den X200 abgelöst.
Die Stadt, Land und auch der Bund hat gerade andere Sorgen als eine U5 nach Ottobrunn zu planen. Das steht auf einer Prioritätenliste unter ferner liefen...

Geld wächst nicht auf Bäumen - und wenn man es hätte, fehlen Planer.

Also, such Dir ein anderes Projekt aus und begleite das. Die U5 wird es im Osten nicht sein.

Grüße
Sven

The light at the End of the Tunnel is the Light of an oncoming train.


SvenT schrieb:
Die Stadt, Land und auch der Bund hat gerade andere Sorgen als eine U5 nach Ottobrunn zu planen. Das steht auf einer Prioritätenliste unter ferner liefen...

Geld wächst nicht auf Bäumen - und wenn man es hätte, fehlen Planer.

Also, such Dir ein anderes Projekt aus und begleite das. Die U5 wird es im Osten nicht sein.

So wird das nichts mit der Verkehrswende. Und umsonst ist nichts zu haben.

Die U9 ist nur eine weitere Linie, die Verkehr ins Zentrum führt.
Die U6 nach Neufahrn erschließt Äcker.
Die U5 nach Freiham ist Parallelverkehr zur S-Bahn.
Die U4 nach Johanneskirchen und weiter verknüpft U- und S-Bahn und erschließt vielleicht neue Wohngebiete.
Die U26 wäre nach über 50 Jahren endlich die zweite Zufahrt nach Fröttmaning und eine direkte Verbindung Hbf - Arena.
DTD schrieb:
Die U26 wäre nach über 50 Jahren endlich die zweite Zufahrt nach Fröttmaning und eine direkte Verbindung Hbf - Arena.

Die U2 (nur ohne U26) erschließt vielleicht neue Wohngebiete und die direkte Verbindung zur Arena ermöglicht auch die U9.
Ehe man neue Fahrgäste in die Innenstadt schaufelt, sollte man das Stammstreckenprinzip aufgegeben haben.
Immerhin hat die U4/5-Stammstrecke noch etwas Kapazitäten frei, die man jedoch mit der Freiham-Strecke füllen will. Und das nur, weil man nicht in der Lage ist die S-Bahn bis Freiham auf ein sinnvolles (innerstädtisches) Niveau auszubauen.
DTD schrieb:
Dazu müßte der Querschnitt der Straße komplett geändert werden.

Das ist so üblich, wenn eine neue Straßenbahn kommt - es sei denn, die Trasse wurde beim Bau der Straße bereits berücksichtigt. Dies wurde beim Umbau vor einigen Jahren trotz der Diskussionen um die Stadt-Umland-Bahn nicht getan, womöglich bewusst, um diese Option ein für alle Mal zugunsten der U-Bahn zu begraben. Jetzt ist die Straße umgebaut und es ist natürlich schwer zu vermitteln, warum jetzt alles wieder ganz anders gebaut werden soll.
Allerdings ist der Favorit für die U-Bahn ebenfalls die Rosenheimer Landstraße. Sprich: Da, wo die Stationen entstehen, wird ebenfalls wieder alles aufgerissen.
mannibreuckmann schrieb:
DTD schrieb:
Dazu müßte der Querschnitt der Straße komplett geändert werden.

Das ist so üblich, wenn eine neue Straßenbahn kommt - es sei denn, die Trasse wurde beim Bau der Straße bereits berücksichtigt. Dies wurde beim Umbau vor einigen Jahren trotz der Diskussionen um die Stadt-Umland-Bahn nicht getan, womöglich bewusst, um diese Option ein für alle Mal zugunsten der U-Bahn zu begraben. Jetzt ist die Straße umgebaut und es ist natürlich schwer zu vermitteln, warum jetzt alles wieder ganz anders gebaut werden soll.
Allerdings ist der Favorit für die U-Bahn ebenfalls die Rosenheimer Landstraße. Sprich: Da, wo die Stationen entstehen, wird ebenfalls wieder alles aufgerissen.
Ja, aber nur dort. Und an diesen Stellen ist zumeist auch Platz vorhanden.
DTD schrieb:
mannibreuckmann schrieb:
DTD schrieb:
Dazu müßte der Querschnitt der Straße komplett geändert werden.

Das ist so üblich, wenn eine neue Straßenbahn kommt - es sei denn, die Trasse wurde beim Bau der Straße bereits berücksichtigt. Dies wurde beim Umbau vor einigen Jahren trotz der Diskussionen um die Stadt-Umland-Bahn nicht getan, womöglich bewusst, um diese Option ein für alle Mal zugunsten der U-Bahn zu begraben. Jetzt ist die Straße umgebaut und es ist natürlich schwer zu vermitteln, warum jetzt alles wieder ganz anders gebaut werden soll.
Allerdings ist der Favorit für die U-Bahn ebenfalls die Rosenheimer Landstraße. Sprich: Da, wo die Stationen entstehen, wird ebenfalls wieder alles aufgerissen.
Ja, aber nur dort. Und an diesen Stellen ist zumeist auch Platz vorhanden.
Wie gesagt: Meiner Meinung nach wurde durch den Ausbau der Rosenheimer Landstraße ohne Trassenfreihaltung für die Tram versucht Fakten pro U-Bahn und Contra Tram zu schaffen. Dazu passt das ungewöhnlich offene Polemisieren gegen die Tram durch die örtliche CSU.

Blöd nur, wenn die U-Bahn nicht kommt - oder nur an der westlichen Peripherie, weil nur dort durch Bau an der Oberfläche die Kosten im Rahmen bleiben können. Dann kann man den Leuten erklären, warum man einen zeitgemäßen Nahverkehr im Osten Ottobrunns fahrlässig in den Wind geschlagen hat.

Man kann die Rosenheimer natürlich erneut umbauen...

Fragt sich nur, welcher Politiker dieses heiße Eisen anzufassen bereit ist.
mannibreuckmann schrieb:
Wie gesagt: Meiner Meinung nach wurde durch den Ausbau der Rosenheimer Landstraße ohne Trassenfreihaltung für die Tram versucht Fakten pro U-Bahn und Contra Tram zu schaffen. Dazu passt das ungewöhnlich offene Polemisieren gegen die Tram durch die örtliche CSU.

Blöd nur, wenn die U-Bahn nicht kommt - oder nur an der westlichen Peripherie, weil nur dort durch Bau an der Oberfläche die Kosten im Rahmen bleiben können. Dann kann man den Leuten erklären, warum man einen zeitgemäßen Nahverkehr im Osten Ottobrunns fahrlässig in den Wind geschlagen hat.

Man kann die Rosenheimer natürlich erneut umbauen...

Fragt sich nur, welcher Politiker dieses heiße Eisen anzufassen bereit ist.
Der jetzige Zustand der RoLa ist im wesentlichen ein Ergebnis der Forderungen der örtlichen Einzelhändler.

Ein U5-Trasse am westlichen Ortsrand ist zwar billiger zu bauen, aber bringt auch weniger Nutzen. Da gibt es ein Ost-West-Gefälle der Kosten und des Nutzens. Entscheidend wird der KNF sein. Eine westliche Trasse birgt auch das Risiko des Zubauens der freien Fläche bis zur Autobahn.
DTD schrieb:
Der jetzige Zustand der RoLa ist im wesentlichen ein Ergebnis der Forderungen der örtlichen Einzelhändler.
Dass der ohnehin gebeutelte Einzelhandel sich durch diese rückwärtsgewandten Forderungen selbst ins Knie geschossen und die Politik diesen Forderungen gegen das Allgemeinwohl auch noch nachgegeben hat, bedarf wohl keines weiteren Kommentars.

Klar, wem es gefällt, der soll ruhig in Stau und Abgasen ersticken. Eine U-Bahn wird den MIV in Ottobrunn kein Stück zurückdrängen - wer Straßen säht, wird Verkehr ernten. Ein Rückbau der RoLa zugunsten des ÖPNV wäre das richtige Signal gewesen.
DTD schrieb:
Das stimmt nicht. Zu Anfang des Jahres wurden 6 Trassen vorgestellt, die im Westen, in der Mitte und entlang der Rosenheimer Landstraße verlaufen. U-Bahn-Stationen gäbe es an verschiedenen Stellen, in manchen Varianten auch in der Ortsmitte. Das Busnetz müßte auf diese Stationen ausgerichtet werden. Diese Alternativen hat auch Ingo Wortmann vorgestellt.
Na dann ist die angesprochene Variante halt eine der 6.
Aber allein, dass man sowas ernsthaft in Betracht zieht....

DTD schrieb:
Der Anschluß klappt meistens nicht.
Ich sehe den nachmittags/abends regelmäßig und da klappt der meistens. Quasi immer vor Busabfahrt kommen die U-Bahn-Fahrgäste.
Aber wenn das wirklich ein Problem wäre, die Busfahrzeit 1-2 Minuten verschieben um den Anschluss zu ermöglichen wäre machbar.

http://foren.1000millimeter.de/strassenbahn/linie2-banner.png
Didy schrieb:
DTD schrieb:
Das stimmt nicht. Zu Anfang des Jahres wurden 6 Trassen vorgestellt, die im Westen, in der Mitte und entlang der Rosenheimer Landstraße verlaufen. U-Bahn-Stationen gäbe es an verschiedenen Stellen, in manchen Varianten auch in der Ortsmitte. Das Busnetz müßte auf diese Stationen ausgerichtet werden. Diese Alternativen hat auch Ingo Wortmann vorgestellt.
Na dann ist die angesprochene Variante halt eine der 6.
Aber allein, dass man sowas ernsthaft in Betracht zieht....
Man kann da nicht sagen, daß das ernsthaft in Betracht gezogen wird. Diese frühe Studie sollte zunächst alle möglichen Trassen untersuchen. Erst danach wird nach der sinnvollsten gesucht. Im November wird es dazu dann weitere Infos geben.

Didy schrieb:
DTD schrieb:
Der Anschluß klappt meistens nicht.
Ich sehe den nachmittags/abends regelmäßig und da klappt der meistens. Quasi immer vor Busabfahrt kommen die U-Bahn-Fahrgäste.
Aber wenn das wirklich ein Problem wäre, die Busfahrzeit 1-2 Minuten verschieben um den Anschluss zu ermöglichen wäre machbar.
Stadtauswärts klappt der Anschluß meistens recht gut, zumindest wenn die U5 keine Verspätung hat. Mit dem 5 Minuten-Takt des 210 ab 12/2019 wird das nachmittags noch besser. Eine andere Abstimmung ist aber aufgrund der Vielzahl der Buslinien in Neuperlach Süd nicht möglich. Sonst stünden die Busse bei der Abfahrt im Stau.

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