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Hallo,

ein weiterer Meilenstein in der dänischen Hauptstadt ist erreicht: Die vollautomatische "Cityringen" ist in Betrieb gegangen.

Weiteres hier: [m.dk]

VG - Asa

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Meine Windmühlenflügel sind:

Humorlosigkeit in Internetforen.

Ich weiß, es ist fast aussichts-
los, aber wer aufgibt, hat schon
verloren.

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.10.19 09:28.
An folgender Stelle befindet sich auch ein ausführlicher und dokumentierter Bericht über die neue Linie:

[urban-transport-magazine.com]

Grüße und viel Spaß beim Lesen!
Na, das wäre doch auch was für Köln:

Ringe, am Ubierring unter dem Rhein durch, Deutzer Hafen, FH, Deutzer Bahnhof, Messe, Ebertplatz, Ringe...

Dafür bräuchte man mindestens 90m Züge, bei der zu erwartenden Nachfrage. Das wäre dann mal ein Quantensprung, für den ein U-Bahn-Bau auch gerechtfertigt wäre.

Auf jeden Fall sinnvoller, als eine bestehende, unabhängige Ost-West-Strecke in den Untergrund zu verlegen, deren Kapazitätsprobleme man dann auch anders lösen könnte...

Sorry für Off-Topic, Leute;-)
Cityringen = der Cityring.
In den skandinavischen Sprachen sind "en" und "et" die unbestimmten Artikel, wenn sie vor dem Substantiv stehen, entsprechen also "ein/eine". Als Nachsilbe werden sie zum bestimmten Artikel, "-en" = "der" oder "die", "-et" = "das".
Verzeiht die Klugscheisserei, aber für mich ist "der Cityringen" linguistisch genauso schlimm wie "die la-ola-welle", bei der "la" "die" heißt und "ola" "Welle".
baxmann schrieb:
Cityringen = der Cityring.
In den skandinavischen Sprachen sind "en" und "et" die unbestimmten Artikel, wenn sie vor dem Substantiv stehen, entsprechen also "ein/eine". Als Nachsilbe werden sie zum bestimmten Artikel, "-en" = "der" oder "die", "-et" = "das".
Verzeiht die Klugscheisserei, aber für mich ist "der Cityringen" linguistisch genauso schlimm wie "die la-ola-welle", bei der "la" "die" heißt und "ola" "Welle".
Danke für die Erklärung.

Ich wäre da aber nicht übermäßig streng. Wenn du zufällig eine Sprache beherrschst kannst du es korrekt benutzen. Aber wüsstest du bei chinesischen oder arabischen Fremdwörtdern jede dieser Feinheiten kennen? Ich finde es legitim, ausländische Wörter wie "Cityringen" als eine Art Namen zu übernehmen. Genauso wie wir auch von "Tsunamis" sprechen, obwohl es erstens keinen Plural gibt, und zweitens einfach als "Hafenwelle" übersetzt gehört.

Wie orthodox will man da sein.
da in diese Thread auch mal auf linguistische Feinheiten geachtet wird, sei auf "Quantensprung" hingewiesen. Ein Quant ist mithin die kleinste konkret bezifferbare Längeneinheit der Physik. Ein Quantensprung somit ein Hauch von Nichts. Bestimmt möchtest du inhaltlich das Gegenteil dessen aussagen - nämlich einen Riesenschritt in Richtung Verbesserung. Wie wäre es mit Parsec-Sprung ;-)

Verstehe ich nicht ...

geschrieben von: ASa

Datum: 02.10.19 09:45

Hallo,

ich hatte "Cityringen" in Anführungszeichen gesetzt und wie einen Eigennamen behandlet.

Die Dänen machen das wohl auch so - Zitat Homepage: "M3 Cityringen og M4 — Nordhavn og Sydhavn" und in der englischen Version: "We are currently working on Cityringen and M4 — the extension to Nordhavn and later Sydhavn". Diesbezügliche Beschwerden daher bitte an Metroselskabet.


VG - Asa

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.10.19 09:50.
Pilot22 schrieb:
da in diese Thread auch mal auf linguistische Feinheiten geachtet wird, sei auf "Quantensprung" hingewiesen. Ein Quant ist mithin die kleinste konkret bezifferbare Längeneinheit der Physik. Ein Quantensprung somit ein Hauch von Nichts. Bestimmt möchtest du inhaltlich das Gegenteil dessen aussagen - nämlich einen Riesenschritt in Richtung Verbesserung. Wie wäre es mit Parsec-Sprung ;-)
Ich habe den Begriff natürlich ensprechend der Alltagssprache verwendet. Mit Quantenphysik hat das nix zu tun;-)

Meinen Glückwunsch an Kopenhagen

geschrieben von: HLeo

Datum: 02.10.19 23:04

Seit etwa 20 Jahren durfte ich die Entwicklung der Kopenhagener Metro (M1 und M2) beruflich begleiten.
Ihr Bau war integraler Bestandteil des damals neu zu entwickelnden und zu bauenden Stadtteils Ørestad.
Darüber hinaus ist die Metro neben dem Fahrrad ein wesentlicher Bestandteil der Verkehrspolitik.

Kopenhagen hat sehr viel Geld in die Metro investiert und auch einigen Mut.
Die Erfahrungen beim Bau und Betrieb der ersten Strecken (M1 und M2) haben die verantwortlichen Politiker und Fachleute in Kopenhagen nicht abgeschreckt,
auch den Cityring und die weiteren Linienäste zu planen und zu bauen.

Dafür kann man Kopenhagen nur gratulieren.

Den Mut und die Tatkraft, mit der Kopenhagen die Metro geplant und gebaut hat, kann man deutschen Städten nur wünschen - wohl aber vergeblich.

Re: Meinen Glückwunsch an Kopenhagen

geschrieben von: Jürgen Lerch

Datum: 03.10.19 15:14

HLeo schrieb:
Seit etwa 20 Jahren durfte ich die Entwicklung der Kopenhagener Metro (M1 und M2) beruflich begleiten.
Ihr Bau war integraler Bestandteil des damals neu zu entwickelnden und zu bauenden Stadtteils Ørestad.
Darüber hinaus ist die Metro neben dem Fahrrad ein wesentlicher Bestandteil der Verkehrspolitik.

Kopenhagen hat sehr viel Geld in die Metro investiert und auch einigen Mut.
Die Erfahrungen beim Bau und Betrieb der ersten Strecken (M1 und M2) haben die verantwortlichen Politiker und Fachleute in Kopenhagen nicht abgeschreckt,
auch den Cityring und die weiteren Linienäste zu planen und zu bauen.

Dafür kann man Kopenhagen nur gratulieren.

Den Mut und die Tatkraft, mit der Kopenhagen die Metro geplant und gebaut hat, kann man deutschen Städten nur wünschen - wohl aber vergeblich.
Hallo HLeo,

teile Deine Meinung bezüglich des zielstrebigen Ausbaus. Was mich allerdings in Kopenhagen wundert, sind die relativ kurzen Züge, die dort verkehren. Die Stationen geben von der Länge her aber auch nicht mehr her. Wenn ich z.B. Kopenhagen mit Nürnberg vergleiche, so sind die U-Bahnen in Nürnberg wesentlich länger; eine Linie verkehrt in Nürnberg auch automatisch. Und Nürnberg hat rund 100.00 Einwohner weniger als Kopenhagen. Gewiss, der Takt in Kopenhagen ist dichter, aber kann man in Zukunft bei Mehrbedarf noch etwas zusetzen?

Viele Grüße

Jürgen

Re: Meinen Glückwunsch an Kopenhagen

geschrieben von: andersj

Datum: 03.10.19 15:47

Jürgen Lerch schrieb:
HLeo schrieb:
Seit etwa 20 Jahren durfte ich die Entwicklung der Kopenhagener Metro (M1 und M2) beruflich begleiten.
Ihr Bau war integraler Bestandteil des damals neu zu entwickelnden und zu bauenden Stadtteils Ørestad.
Darüber hinaus ist die Metro neben dem Fahrrad ein wesentlicher Bestandteil der Verkehrspolitik.

Kopenhagen hat sehr viel Geld in die Metro investiert und auch einigen Mut.
Die Erfahrungen beim Bau und Betrieb der ersten Strecken (M1 und M2) haben die verantwortlichen Politiker und Fachleute in Kopenhagen nicht abgeschreckt,
auch den Cityring und die weiteren Linienäste zu planen und zu bauen.

Dafür kann man Kopenhagen nur gratulieren.

Den Mut und die Tatkraft, mit der Kopenhagen die Metro geplant und gebaut hat, kann man deutschen Städten nur wünschen - wohl aber vergeblich.
Hallo HLeo,

teile Deine Meinung bezüglich des zielstrebigen Ausbaus. Was mich allerdings in Kopenhagen wundert, sind die relativ kurzen Züge, die dort verkehren. Die Stationen geben von der Länge her aber auch nicht mehr her. Wenn ich z.B. Kopenhagen mit Nürnberg vergleiche, so sind die U-Bahnen in Nürnberg wesentlich länger; eine Linie verkehrt in Nürnberg auch automatisch. Und Nürnberg hat rund 100.00 Einwohner weniger als Kopenhagen. Gewiss, der Takt in Kopenhagen ist dichter, aber kann man in Zukunft bei Mehrbedarf noch etwas zusetzen?

Viele Grüße

Jürgen
Die kurzen Züge sind schon ein Problem auf die M1/M2 Stammstrecke im Zentrum. Deswegen hat man auch viele Sitzplätze entfernt und bekommt 8 neue Bahnen von Hitachi Rail Italy nächstes Jahr. Dann wird es 100 statt 120 Sekunden abstand zwischen Zwei Züge auf der Stammstrecke im HVZ geben.

Auf der Cityring mit CBTC gibt es keine feste Streckenblöcke, so das eine sehr dichte Zugfolge hier möglich ist.

Kurze Züge

geschrieben von: HLeo

Datum: 03.10.19 15:48

Jürgen Lerch schrieb:
... Was mich allerdings in Kopenhagen wundert, sind die relativ kurzen Züge, die dort verkehren. Die Stationen geben von der Länge her aber auch nicht mehr her. ...

Die Länge der Züge der alten Metro (M1/M2) ist das Ergebnis der Planungen in den 1990er-Jahren. Zug- und Bahnsteiglänge sind genau aufeinander abgestimmt. Tatsächlich ergaben sich nach einiger Betriebszeit irgendwo Engpässe. Nur erkannte man sehr bald, dass die Bahnsteige (zumindest im Tunnel) nicht verlängert werden können - und damit auch nicht die Züge. Denn jeweils hinter den Tunnel-Bahnsteigen befinden sich das Fluchttreppenhaus und Technik-Räume, und dahinter die gebohrte Tunnelstruktur. Auch die Betriebsleit- und Zugsicherungstechnik (Lage der Transponder, Lage und Länge der Gleisstromkreise) sind physisch sehr genau auf die Zug- Und Bahnsteiglängen abgestimmt.
Man hat dann versucht, die Engpässe durch Warte-Markierungen auf einigen Bahnsteigen zu entschärfen, sodass sich die Fahrgastströme nicht gegenseitige behindern sollen.

Da der Cityring vollkommen unabhängig von der alten Metro geplant und gebaut wurde und auch betrieben wird(*), hatte man die Gelegenheit, andere Zug- und Bahnsteiglängen zu wählen. Warum man das nicht tat, weiß ich nicht.

(*) Die beiden Systeme sind wirklich vollkommen voneinander unabhängig. Es gibt keine Gleisverbindung untereinander. Jedes System hat sein eigenes Depot mit Werkstatt und seine eigene Betriebszentrale.


Nachtrag: andersj war schneller. Danke an ihn für seinen Beitrag.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.10.19 15:51.