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(DD) Lolttchen in Dresden

geschrieben von: Quadratschädel

Datum: 09.09.19 18:47

Sichtung vom 06.09.19 an Haltestelle Bf DD Neustadt (Hansastrasse)




DSC00622.jpg

Gruß
Detlev
Ich habe gerade mal das Foto hier entdeckt und komme aus dem Westen der BRD. Bin etwas Älter und kenne so Großraumwagen nur mit Handfahrschalter auf der linken Seite zum steuern.

Klar habe ich mich als Kind des Pottes in den 1980 Jahren erschreckt, das man im Rhein-Neckar-Kreis die Uhren oder Fahrschalter anderes rum gedreht hat. Gab mal von mir einen Aufschrei und dummes Gesicht des Grossraumeinmannfahrer. Aber scheinbar braucht man DD den linken Arm nicht, um das Ding zu fahren?

Wer jetzt mal etwas Ironie in dem Beitrag findet, darf mal zum lachen inne Keller.

Nette Grüße aussen Pott der nicht mehr glüht, aber wo die DSK mal mit Zechenflutungen uns mal das Trinkwassser verseuchen will. Ist ja alles mal ganz harmlos, kostet mal nix, außer der Jugend dat Leben.

Mit mal ironischen Grüßen

der Gebuerer
Pedalsteuerung. Bei Tatras, Konstals, Rigaer und USt-Katawer Wagen verbreitet.

Im Westen Deutschlands war die Pedalsteuerung nicht so sehr verbreitet, in Dortmund gab es eine Kleinserie von Vierachsern, auch in Kiel waren afaik die Vierachser ebenfalls pedalgesteuert. Sonst blieb man bei eher konservativen Steuerungen.

Die Pedalsteuerung kam in den USA ab den 30iger Jahren auf, und wurde später in den meisten Ländern mit Straßenbahnbetrieben mehr oder weniger großflächig eingeführt. Deutschland, Österreich und auch Ungarn sind da eher die Ausnahme, was die nicht-implementierung des Konzepts angeht...

Gruss, sepruecom

(naturgemäß kann man auch Sollwertgeber und Kurbeln loslassen, zumindest in "Null-Stellung". Nur kommt man dann u.U. nicht sehr weit mit seiner Bahn ;-) )

Aus einem sozialistischen System ein kapitalistisches zu machen, ist, wie aus einem Omelett ein intaktes Ei zu machen (Unbekannter Verfasser)

Der gescheiterte US-Präsidentschaftskandidat John McCain zu seiner Nachtruhe: Seit seiner Niederlage schlafe er wie ein Baby: "Zwei Stunden schlafen, aufwachen und heulen, zwei Stunden schlafen". Quelle
Alle Tatras dieser Bauart (T1, T2, T3, T4, KT4, Brüssler PCC, mehrere O-Bus-Typen und andere) sind auf dem amerikanischen PCC-Wagen-Prinzip aufgebaut . Diese hatten diese amerikanische Pedalsteuerung. Abgekupfert von der damals aufkommenden Automatikgetrieben in PKW^s. Also ein Fahrpedal, ein Bremspedal sowie ein Totmannspedal welches bei den Tatras eingespart worden ist.
Alle Tatras dieser Bauart (T1, T2, T3, T4, KT4, Brüssler PCC, mehrere O-Bus-Typen und andere) sind auf die amerikanischen PCC-Wagen-Prinzip aufgebaut . Diese hatten diese amerikanische Pedalsteuerung. Abgekupfert von der damals aufkommenden Automatikgetrieben in PKW^s. Also ein Fahrpedal, ein Bremspedal sowie ein Totmannspedal welches bei den Tatras eingespart worden ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.19 15:18.
Die Pedalsteuerung wurde eingebaut, damit das Fahrpersonal die Hände zum Grüßen entgegenkommender Kollegen frei hat(te). ;-)

P.S.: Auch Tatra T6 und KT8 wurden bzw. werden "getreten".

+++Freundliche Grüße aus der Straßenbahnstadt Leipzig vom ehemaligen "Bimmelkutscher" Frank+++

gebuerer schrieb:
Aber scheinbar braucht man DD den linken Arm nicht, um das Ding zu fahren?

der Gebuerer

Eigentlich brauchte man den linken Fuss auch nicht, der konnte sich auf dem Sandhebel ausruhen. Man hat nur 2 Pedale, Gas (Strom) und Bremse, zu bedienen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.19 19:52.
Hallo

Auch das nicht ganz. Es gab, grade in Richtung Sowjetunion, Typen, die hatten ein Totmannpedal. Ob das dann in den Betrieben inaktiv geschalten wurde oder mit einem Hemmschuh auf Dauer betätigt wurde sei mal dahingestellt, aber prinzipiell gab es auch ein drittes Pedal. Ebenso dann später beim T6 ein drittes Pedal zur Betätigung des Sandes (? oder war es die Schienenbremse?)

Gruß

http://abload.de/img/dd-lklein0hb8g.jpg

"Das Ziel bestimmt die Art und Weise, wie man dahin gelangt"
(Emanuel Seidelbast)
Tony Laake schrieb:
Hallo

Auch das nicht ganz. Es gab, grade in Richtung Sowjetunion, Typen, die hatten ein Totmannpedal. Ob das dann in den Betrieben inaktiv geschalten wurde oder mit einem Hemmschuh auf Dauer betätigt wurde sei mal dahingestellt, aber prinzipiell gab es auch ein drittes Pedal. Ebenso dann später beim T6 ein drittes Pedal zur Betätigung des Sandes (? oder war es die Schienenbremse?)

Gruß
Hallo Tony,
das linke 3. Pedal ist das Sandpedal (KT4Dt/T6).
Gruß vom Ringbahner
Die Wagen aus Riga und Ust Kataw hatten keine Pedalsteuerung, sondern eine Art von kleiner Kurbel.
In Budapest fahren Tatra^s Typ T5 als ZR-Wagen mit nur einer Fahrerkabine (meistens Heck an Heck gekuppelt) mit Kurbelsteueung. Ich weiß nicht ob das eine einmalige Entwicklung nur für Budapest war oder gab es davon weitere Typen?
92Fahrer schrieb:
In Budapest fahren Tatra^s Typ T5 als ZR-Wagen mit nur einer Fahrerkabine (meistens Heck an Heck gekuppelt) mit Kurbelsteueung. Ich weiß nicht ob das eine einmalige Entwicklung nur für Budapest war oder gab es davon weitere Typen?
Das ist so nicht richtig; das vielstufige Nockenschaltwerk wird über Handhebel bedient.

Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.

Die echte Seite über die Chemnitzer Straßenbahn: [www.strassenbahn-chemnitz.de]
92Fahrer schrieb:
In Budapest fahren Tatra^s Typ T5 als ZR-Wagen mit nur einer Fahrerkabine (meistens Heck an Heck gekuppelt) mit Kurbelsteueung. Ich weiß nicht ob das eine einmalige Entwicklung nur für Budapest war oder gab es davon weitere Typen?
Die T5C5 waren eine spezielle Entwicklung für Budapest mit einer Schützensteuerung und Bedienung mittels Handhebel > [villamosok.hu]

An Tatras mit Handsteuerung gab es dann nur noch den in wenigen Exemplaren gebauten T7B5 > [strassenbahn-online.de]

+++Freundliche Grüße aus der Straßenbahnstadt Leipzig vom ehemaligen "Bimmelkutscher" Frank+++

Nils Carl Aspenberg schrieb:
Die Wagen aus Riga und Ust Kataw hatten keine Pedalsteuerung, sondern eine Art von kleiner Kurbel.
Das sieht so aus > [www.google.com]:

+++Freundliche Grüße aus der Straßenbahnstadt Leipzig vom ehemaligen "Bimmelkutscher" Frank+++