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KVB Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks in einem großen Interview des Kölner Stadtanzeigers über die Zukunft der KVB.

[mobil.ksta.de]


1 „WLAN in den Bahnen lohnt sich wegen der kurzen Verweildauer nicht. In Bussen will man es aber einführen“

So ein Quatsch, als ob die Verweildauer in den Bussen länger wäre als in den Bahnen.

2. „Ost-West/Stadtbahn-Achse will sie in jedem Fall eine unterirdische Lösung“

Auch sie hat leider nicht erkannt, dass wir hier sowohl eine oberirdische als auch eine unter irdische Stadtbahn brauchen, wenn wir nennenswerte Kapazitätserweiterung erreichen wollen.

3. „Bis 2020 sollen personal- und fahrzeugtechnische Ausfälle von Stadtbahnen kompensiert werden“

Träumen kann sie auch.

4. „Der Schwerpunkt muss auf dem Ausbau der Busflotte und der Verdichtung des Busnetzes liegen, da man nicht in jedes Viertel Schiene legen kann“

Klar, in einer Stadt mit nur 1 Million Einwohner lohnen sich neue Schiene nicht, da ist der Ausbau des Busnetzes natürlich besser.

Die gute Frau scheint sich nahtlos in die Ahnungslosigkeit ihres Vorgängers einzureihen.
Es ist schön wenn man hier einen Link eines Zeitungsartikels einstellt, es wäre auch genauso gut wenn man vorher mal schaut ob da eine Bezahlschranke
eingebaut ist nach einigen Textzeilen. Denn ich sehe nicht ein bei fast jedem Verlag ein Abo etc. abschließen zu müssen für einen Artikel, der mich gerade
Interessiert.


Solche Links könnte man sich auch sparen.

Mfg.
Robert Hansen schrieb:
Es ist schön wenn man hier einen Link eines Zeitungsartikels einstellt, es wäre auch genauso gut wenn man vorher mal schaut ob da eine Bezahlschranke
eingebaut ist nach einigen Textzeilen. Denn ich sehe nicht ein bei fast jedem Verlag ein Abo etc. abschließen zu müssen für einen Artikel, der mich gerade
Interessiert.


Solche Links könnte man sich auch sparen.

Mfg.
Einfach den Quellcode anzeigen lassen, so kann man die Bezahlschranke umgehen.

Freie Quellen

geschrieben von: Robart

Datum: 11.08.19 17:57

Robert Hansen klagte:
Es ist schön wenn man hier einen Link eines Zeitungsartikels einstellt, es wäre auch genauso gut wenn man vorher mal schaut ob da eine Bezahlschranke
eingebaut ist nach einigen Textzeilen. Denn ich sehe nicht ein bei fast jedem Verlag ein Abo etc. abschließen zu müssen für einen Artikel, der mich gerade
Interessiert.
Solche Links könnte man sich auch sparen.
Nachtzug hat eine Zusammenfassung geschrieben und dazu eine Quelle angegeben. Eine andere dürfte er wahrscheinlich nicht haben.
Er hat dir eine Information zukommen lassen, die du vorher nicht hattest. Das ist sowohl interessant als auch dankenswert.

Für dich als "ich sehe nicht ein bei fast jedem Verlag ein Abo etc. abschließen zu müssen für einen Artikel, der mich gerade
Interessiert" gibt es nun zwei Möglichkeiten:

1. du verzichtest auf die Information
2. du lebst damit, daß nicht alle Quellen frei zugänglich sind.



Ich entscheide mich ganz klar für die 2.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.19 17:57.
Nachtzug schrieb:
Die gute Frau scheint sich nahtlos in die Ahnungslosigkeit ihres Vorgängers einzureihen.

Sagt ausgerechnet einer, der allen Ernstes auf der Ost-West-Achse eine oberirdische und eine unterirdische Lösung fordert. Anderen das Leben in Ahnungslosigkeit vorwerfen, aber selber in einer Traumwelt leben – köstlich.
Dass hier immer Leute ihre Arroganz raushängen lassen müssen, nur weil man eine andere Meinung vertritt...

Natürlich klingt es erst einmal wenig realistisch einen Tunnel für knapp unter einer Milliarde zu gaben und dennoch die bestehende Infrastruktur zu belassen. Fraglich ist jedoch, ob der Tunnel die Engpässe der Kapazitäten wirklich beheben kann. Allein schon deswegen, weil man im Tunnel nicht mehr auf Sicht fahren kann und sich die Abstände der Fahrzeuge so gezwungenermaßen vergrößern werden. Sollte 2024 wirklich die 8 (Porz - Sülz) wieder eingeführt werden - wie Ende 2018 von Fenske noch behauptet - kämen wir auf eine weitere Linie auf der Ost-West-Achse, das wären zur HVZ sechs Züge alle 10 Minuten. Das mag in Paris auf der Métrolinie 13 funktionieren, wo teilautomatisiert gefahren wird und mittlerweile Bahnsteigtüren nachgerüstet wurden, aber in Köln? Kann ich mir ohne viergleisige Bahnhöfe am Heumarkt und Neumarkt nicht vorstellen..



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.19 19:02.
Flexity Swift schrieb:
Allein schon deswegen, weil man im Tunnel nicht mehr auf Sicht fahren kann und sich die Abstände der Fahrzeuge so gezwungenermaßen vergrößern werden.
Dieser Unfug wird nicht dadurch wahr, dass man ihn beständig wiederholt.

Die Menschen werden zu recht fragen, warum man nicht direkt einen Tunnel baut, der leistungsfähig genug ist, anstatt neben einem zu kleinem Tunnel auch noch die Altstrecke weiter zu betreiben. Das hört sich nach nichts Halbem und nichts Ganzem an.

Lieber mehr Busse anstatt neuer Bahnlinien?

geschrieben von: Rudolf R

Datum: 11.08.19 20:45

Vielleicht kennt sich die neue KVB-Chefin noch nicht so gut aus. Unzählige Pläne auf Verlängerung von Bahnlinien (z. B. Neubrück, Linie 13, Widdersdorf) können teilweise seit Jahrzehnten wegen fehlender Mittel nicht umgesetzt werden. Soll das alles ad acta gelegt werden zugunsten von Buslinien? Die Fragestellung der Journalisten war wohl auch nicht so gut gelungen. Gefragt wurde nach dem Bau von neuen Linien mit schmaleren Fahrzeugen. Sind Hoch- und Niederflurfahrzeuge nicht gleich breit?

Re: Lieber mehr Busse anstatt neuer Bahnlinien?

geschrieben von: Zentauri

Datum: 11.08.19 20:50

Rudolf R schrieb:
Sind Hoch- und Niederflurfahrzeuge nicht gleich breit?
Ja, sind sie. Jeweils 2,65 m.

Schilda...

geschrieben von: Stundentakt

Datum: 11.08.19 20:51

Frau Haaks hat schon jetzt und grundsätzlich etwas nicht verstanden, wenn ihre erste Denkhandlung ist, eine schon bestehende Strecke zu verlegen oder zu verlagern.

Wie die Vorredner schon sagten: nix kapiert.

Es ist nur noch ein Kreuz...

Ausgerechnet die PKM-stärksten Linien ohne WLAN (wenn das denn als erforderlich zu gelten hat), man faßt sich doch nur noch an den Kopf... Nein, halt: Irgendwie muß man den SEV ja vollkriegen.

Re: Schilda...

geschrieben von: Zentauri

Datum: 11.08.19 20:53

Stundentakt schrieb:
Frau Haaks hat schon jetzt und grundsätzlich etwas nicht verstanden, wenn ihre erste Denkhandlung ist, eine schon bestehende Strecke zu verlegen oder zu verlagern.

Wie die Vorredner schon sagten: nix kapiert.
Sie ist eben gelernte Steuerberaterin.

Re: Lieber mehr Busse anstatt neuer Bahnlinien?

geschrieben von: Stundentakt

Datum: 11.08.19 20:55

Rudolf R schrieb:
Gefragt wurde nach dem Bau von neuen Linien mit schmaleren Fahrzeugen. Sind Hoch- und Niederflurfahrzeuge nicht gleich breit?
"Schmalere" Bahnen wären aber für eine bessere Erschließung der engen, kleinteiligen City von Vorteil.

Re: Schilda...

geschrieben von: Stundentakt

Datum: 11.08.19 20:57

Zentauri schrieb:
Stundentakt schrieb:
Stundentakt schrieb:
Frau Haaks hat schon jetzt und grundsätzlich etwas nicht verstanden, wenn ihre erste Denkhandlung ist, eine schon bestehende Strecke zu verlegen oder zu verlagern.

Wie die Vorredner schon sagten: nix kapiert.
Sie ist eben gelernte Steuerberaterin.
Also Fachkräftemangel.
cinéma schrieb:
Flexity Swift schrieb:
Allein schon deswegen, weil man im Tunnel nicht mehr auf Sicht fahren kann und sich die Abstände der Fahrzeuge so gezwungenermaßen vergrößern werden.
Dieser Unfug wird nicht dadurch wahr, dass man ihn beständig wiederholt.

Die Menschen werden zu recht fragen, warum man nicht direkt einen Tunnel baut, der leistungsfähig genug ist, anstatt neben einem zu kleinem Tunnel auch noch die Altstrecke weiter zu betreiben. Das hört sich nach nichts Halbem und nichts Ganzem an.
Es wird in Köln mit Sicherheit keinen viergleisigen Tunnel geben. Daher ist die Idee einer zweigleisigen Strecke oberirdisch und parallel drunter eine weitere zweigleisige Strecke gar nicht so schlecht.
Zentauri schrieb:
Es wird in Köln mit Sicherheit keinen viergleisigen Tunnel geben. Daher ist die Idee einer zweigleisigen Strecke oberirdisch und parallel drunter eine weitere zweigleisige Strecke gar nicht so schlecht.
Wie auch immer man einen Tunnel leistungsfähig genug hinbekommt, wahrscheinlicher als die Durchsetzbarkeit von zwei Strecken wird er auf jeden Fall sein.
cinéma schrieb:
Zentauri schrieb:
Es wird in Köln mit Sicherheit keinen viergleisigen Tunnel geben. Daher ist die Idee einer zweigleisigen Strecke oberirdisch und parallel drunter eine weitere zweigleisige Strecke gar nicht so schlecht.
Wie auch immer man einen Tunnel leistungsfähig genug hinbekommt, wahrscheinlicher als die Durchsetzbarkeit von zwei Strecken wird er auf jeden Fall sein.
Was durchsetzbar ist und was notwendig ist sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Du hast es wie die Politik noch nicht verstanden. Wir reden bei einem Tunnel in Köln von mindestens 15-20 Jahren bis das Ganze fertig ist. Bis dahin wird es vermutlich nicht mehr viel Autoverkehr in der Innenstadt geben. Wenn wir eine Verlagerung auf die Schiene wollen brauchen wir zusätzliche Infrastruktur. keinen 1:1 Ersatz.

Das Beispiel Stuttgart 21 sollte uns eine Lehre sein. Hier merkt man jetzt, dass man den Tunnelbahnhof zusätzlich zu Teilen der oberirdischen Kopfbahnhof braucht und nicht stattdessen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.19 09:12.
Zentauri schrieb:Zitat:
Es wird in Köln mit Sicherheit keinen viergleisigen Tunnel geben. Daher ist die Idee einer zweigleisigen Strecke oberirdisch und parallel drunter eine weitere zweigleisige Strecke gar nicht so schlecht.
Deine Idee ist und bleibt aus mehreren Gründen grober Unfug:
- Sie ist auf keinen Fall förderfähig.
- Sie läuft im Zweifelsfall auf eine Überkapazität hinaus. So viele Züge fahren auf der Ost-West-Achse nicht, dass man eine durchgehende Viergleisigkeit benötigen würde. Gegen den Tunnel spricht v.a., dass es sehr fragwürdig ist, ob er wirklich substantiell mehr Zugfahrten ermöglicht als die Bestandsstrecke. Eine von den bisherigen Kreuzungen mit dem MIV bereinigte oberirdische Strecke mit viergleisiger Haltestelle am Neumarkt würde hingegen die Durchlässigkeit der Strecke mit geringem Investitionsaufwand deutlich erhöhen.
- Die Ost-West-Achse muss derzeit sehr viel unnötigen Verkehr verkraften, weil Köln sich den Luxus leistet, keine attraktiven ÖPNV-Angebote für die wichtigen Tangentialverbindungen anzubieten. Im Stadtbahnbereich sind praktisch keine konkreten Anstrengungen zu beobachten, hieran mittelfristig etwas zu verändern. Die Kölner S-Bahn ist der Größe und Bedeutung von Stadt und Ballungsraum unangemessen und weder die Stadt noch das Land üben Druck auf Bund und DB aus, das Netz endlich um die wichtigen West- und Tangentialverbindungen zu ergänzen. Es gibt nur Absichtserklärungen, aber keine verlässlichen Realisierungszeitpläne. Würde Köln endlich attraktive Tangentialverbindungen schaffen, würde der Druck auf die Ost-West-Achse deutlich abnehmen. Kurz- bis mittelfristig könnte man durchaus tangentiale Buslinien und Busspuren einrichten.
- Mit der Einführung längerer Zugeinheiten würde sich die Situation auf der Ost-West-Achse ebenfalls entspannen. Aber hier machen die KVB-Verantwortlichen ja íhre Hausaufgaben nicht. Es ist skandalös, dass bislang nicht abgeklärt wurde, welche maximale Zuglängen die Aufsichtsbehörde auf welhen Strecken unter welchen Voraussetzungen genehmigen würde.
Nachtzug schrieb:
cinéma schrieb:
Zentauri schrieb:
Es wird in Köln mit Sicherheit keinen viergleisigen Tunnel geben. Daher ist die Idee einer zweigleisigen Strecke oberirdisch und parallel drunter eine weitere zweigleisige Strecke gar nicht so schlecht.
Wie auch immer man einen Tunnel leistungsfähig genug hinbekommt, wahrscheinlicher als die Durchsetzbarkeit von zwei Strecken wird er auf jeden Fall sein.
Was durchsetzbar ist und was notwendig ist sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Du hast es wie die Politik noch nicht verstanden. Wir reden bei einem Tunnel in Köln von mindestens 15-20 Jahren bis das Ganze fertig ist. Bis dahin wird es vermutlich nicht mehr viel Autoverkehr in der Innenstadt geben. Wenn wir eine Verlagerung auf die Schiene wollen brauchen wir zusätzliche Infrastruktur. keinen 1:1 Ersatz.

Das Beispiel Stuttgart 21 sollte uns eine Lehre sein. Hier merkt man jetzt, dass man den Tunnelbahnhof zusätzlich zu Teilen der iberischen Kopfbahnhof braucht und nicht stattdessen.
Wir brauchen auf der Ost-West-Achse nicht zwingend zusätzliche Infrastruktur, sondern leistungsfähige. Dabei ist es schon wichtig nach der Durchsetzbarkeit zu fragen. In der Presse wird jetzt schon die Frage aufgeworfen, wie man die Teilung des künftigen Museumsviertels durch den Verkehr verhindern kann, dabei geht es neben dem Autoverkehr auch um die Stadtbahn, denn diese wird in der Kölner Innenstadt durchaus als genauso störend wie der Autoverkehr empfunden, auch wenn mancher sich das hier nicht vorstellen kann. Von daher wird es nicht durchsetzbar sein, einen teueren Tunnel zu bauen und trotzdem oben noch eine Stadtbahn zu haben.
Wenn ein Tunnel gebaut wird, muss der also leistungsfähig genug gebaut werden, alles andere wäre nicht vermittelbar. Wie man das dann erreicht, entweder durch Viergleisigkeit oder über eine höhere Zugfolge durch digitale Technik, sind Detailfragen die zu klären wären.
Kommt POlemik nicht doch von Po?

In Köln könnte man nahezu problemlos die Schienenkapazität Ost-West um gut 50 % erhöhen, ohne irrsinnige Kosten zu erzeugen.

Die zukünftigen Mittelflurwagen mit nur einem Fahrerstand und einen sechsachsigen Zwischenwagen ohne Fahrerstand , das gibt Platz, spart Kosten und die verkehrsgebeutelte Stadt sorgt für ein begrenztes Erweitern der maximal 75 m Marke.
Und noch eins: Der Zug muß nicht in ganzer Länge eine Bahnsteigkante haben. Der vordere türlose Bereich des Erstwagens, sowie der hinter türlose Bereich des "Drittwagens" benötigen keine Bahnsteigkante !!!

Alles andere halte ich für Geschwafel, sowohl seitens der Politik, als auch etlicher obenstehender Meinungen.
cinéma schrieb:
Nachtzug schrieb:
cinéma schrieb:
Zentauri schrieb:
Es wird in Köln mit Sicherheit keinen viergleisigen Tunnel geben. Daher ist die Idee einer zweigleisigen Strecke oberirdisch und parallel drunter eine weitere zweigleisige Strecke gar nicht so schlecht.
Wie auch immer man einen Tunnel leistungsfähig genug hinbekommt, wahrscheinlicher als die Durchsetzbarkeit von zwei Strecken wird er auf jeden Fall sein.
Was durchsetzbar ist und was notwendig ist sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Du hast es wie die Politik noch nicht verstanden. Wir reden bei einem Tunnel in Köln von mindestens 15-20 Jahren bis das Ganze fertig ist. Bis dahin wird es vermutlich nicht mehr viel Autoverkehr in der Innenstadt geben. Wenn wir eine Verlagerung auf die Schiene wollen brauchen wir zusätzliche Infrastruktur. keinen 1:1 Ersatz.

Das Beispiel Stuttgart 21 sollte uns eine Lehre sein. Hier merkt man jetzt, dass man den Tunnelbahnhof zusätzlich zu Teilen der iberischen Kopfbahnhof braucht und nicht stattdessen.
Wir brauchen auf der Ost-West-Achse nicht zwingend zusätzliche Infrastruktur, sondern leistungsfähige. Dabei ist es schon wichtig nach der Durchsetzbarkeit zu fragen. In der Presse wird jetzt schon die Frage aufgeworfen, wie man die Teilung des künftigen Museumsviertels durch den Verkehr verhindern kann, dabei geht es neben dem Autoverkehr auch um die Stadtbahn, denn diese wird in der Kölner Innenstadt durchaus als genauso störend wie der Autoverkehr empfunden, auch wenn mancher sich das hier nicht vorstellen kann. Von daher wird es nicht durchsetzbar sein, einen teueren Tunnel zu bauen und trotzdem oben noch eine Stadtbahn zu haben.
Wenn ein Tunnel gebaut wird, muss der also leistungsfähig genug gebaut werden, alles andere wäre nicht vermittelbar. Wie man das dann erreicht, entweder durch Viergleisigkeit oder über eine höhere Zugfolge durch digitale Technik, sind Detailfragen die zu klären wären.
Also wenn ich an die Ausbaupläne der KVB denke (Verlängerung Linie 1 nach Kürten, Verlängerung Linie 7 über Porz Richtung Bonn, neue Stadtbahn nach Flittard, die ab Deutz auch über die Ost-West-Achse fahren könnte/müsste), muss ich mir schon mal überlegen, wo die ganzen Bahnen - sagen wir ab 2035+ - in der Innenstadt fahren sollen.

Wenn ich mir jetzt mal einen Tunnel von Bf. Deutz bis zum Melatenfriedhof vorstelle. Dann hätte ich da die Linie 1 Kürten - Weiden bzw. Refrath - Weiden im 5 Minutentakt. Zusätzlich eine Linie 9 Königsforst - Frechen bzw. Ostheim - Marsdorf im 5 Minutentakt. Macht hier noch Kapazitätsreserven von 1 Zug im 10 Minutentakt + Bedarfsverkehre Stadion. Und auch bei leichten Verspätungen wären die Züge noch alle einigermaßen im Fahrplan durch die Innenstadt unterwegs.

Auf der oberirischen Strecke hätten wir dann die Linie 7 Bonn/Niederkassel - Porz - Sülz und die Linie 8 Porz - Sülz jeweils im 10 Minutentakt. Kommt dann noch eine Linie 14 Flittard - Universität im 10 Minutentakt und HVZ Verstärker Flittard - Neumarkt im 10 Minutentakt. Dann hätten wir auch noch Kapazitätsreserven von 1 Zug im 10 Minutentakt. Und auch hier wären bei leichten Verspätungen die Züge noch alle einigermaßen im Fahrplan durch die Innenstadt unterwegs.

Ein neuer Tunnel in der Innenstadt vom Heumarkt zur Moltkestraße mit den vorhanden ebenerdigen Abzweig an der Deuter Freiheit und dem neuen ebenerdigen Abzweig hinter dem Neumarkt könnte - auch mit CBTC - niemals die o.a. Betriebsleistungen aufnehmen. Wir müssen uns mal von den Betriebsprogramm 2019 verabschieden und dies nicht als Grundlage für den Verkehrsbedarf 2035+ ansehen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.19 10:08.
Bernhard Martin schrieb:
Zentauri schrieb:Zitat:
Es wird in Köln mit Sicherheit keinen viergleisigen Tunnel geben. Daher ist die Idee einer zweigleisigen Strecke oberirdisch und parallel drunter eine weitere zweigleisige Strecke gar nicht so schlecht.
- Mit der Einführung längerer Zugeinheiten würde sich die Situation auf der Ost-West-Achse ebenfalls entspannen. Aber hier machen die KVB-Verantwortlichen ja íhre Hausaufgaben nicht. Es ist skandalös, dass bislang nicht abgeklärt wurde, welche maximale Zuglängen die Aufsichtsbehörde auf welhen Strecken unter welchen Voraussetzungen genehmigen würde.
Laut Aussage der Kölner Verkehrs-Betriebe AG ist ein Einsatz von 90 m langen Zügen genehmigungsfähig. Zuletzt wurde die noch einmal von Herrn Höhn im Ausschuss für Anregungen und Beschwerden bekräftigt (siehe auch Ratsinformationssystem unter Punkt 3.3).
[theworldnews.net]

Zum Rest sag ich jetzt mal nix, ich hab schon oft genug geschrieben, dass eine die Straßenbahn ersetzende U-Bahn meiner Meinung nach rausgeschmissenes Geld ist, denn eine zukunftsfähige Kapazitätssteigerung gibt es nur mit einer die Straßenbahn ergänzenden U-Bahn.
In Zukunft auf Busse zu setzen halte ich grundsätzlich für falsch für eine Millionenstadt.
cinéma schrieb:
Von daher wird es nicht durchsetzbar sein, einen teueren Tunnel zu bauen und trotzdem oben noch eine Stadtbahn zu haben.
Wenn ein Tunnel gebaut wird, muss der also leistungsfähig genug gebaut werden, alles andere wäre nicht vermittelbar.
Die oberirdische Strecke wäre zu betreiben als erster Teil eines Tramnetzes, das insbes. auch die Erschließung der flächenmäßig großen Kölner Innenstadt (zwischen Rhein und Ringen) verbessert. Das fängt an mit einem Halt zwischen Neumarkt und Heumarkt und wäre auszubauen mit Stichstrecken in die Netzlücken der Stadtbahn. Aufs Tramnetz gehören langfristig Linien, die eher dem Kurzstreckenverkehr (Hafencity Deutz) dienen, oder die aufgrund ihrer Teilnahme am Straßenverkehr im Tunnel suboptimal sind (Sülz, Zollstock). Der 'leistungsfähige Tunnel' wird zum Witz, wenn man ihn mit zulassungsbedingt kurzen Zügen verspätungsanfälliger Linien füllt.

Man sehe sich mal zum Vergleich die Dichte des Tramnetzes im Zentrum von Düsseldorf oder Brüssel an - obwohl es in Brüssel eine echte Metro gibt und in Düsseldorf einen viergleisigen Stadtbahntunnel.

Er hat Düsseldorf gesagt. (o.w.T)

geschrieben von: Stundentakt

Datum: 12.08.19 16:15

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
ob ich Herrn Höhn glauben würde, weiß ich nicht - mir liegt die Kopie eines Schreiben der Bezirksregierung Düsseldorf aus dem letzten Jahr vor.

Aktenzeichen 25.18-03.01.00 vor, in dem diese ausführt:

"Sollen längere Züge eingesetzt werden, kann der Verkehrsbetrieb einen Antrag auf Ausnahme gemäß § 6 BOStrab zum § 55 (2) BOStrab bei der Technischen Aufsichtsbehörde stellen.
Im Rahmen der Antragsbearbeitung werden z.B. die betrieblichen und örtlichen Verhältnisse (dazu zählen beispielsweise Bahnsetiglängen, Signalisierungen oder Räumzeiten für Kreuzungen) für den Einsatz eines Zuges mit mehr als 75m geprüft.
Da sich die Nachweisführung in solchen Fällen oft schwierig und dehr komplex gestaltet, kann man nicht sagen, wie ein Antrag auf Ausnahme letztendlich beschieden wird."

Herr Höhn, aber selbstverständlich auch Herr Fenske oder Frau Blome haben die Ausnahmegenehmigung als Pflichtübung dargestellt.
Ohne einen genauen Plan von jedem Meter Strecke zwischen Heumarkt und Weiden West wird es nicht geben.
Diese Pläne gibt es nicht, folglich weiß auch niemand, wie letztendlich beschieden wird.

Ich glaube erst, wenn ich sehe, einen Bescheid mit eben diesen Plänen.

Und ansonsten - Gehe zurück auf los und teile Deine Züge neu ein ... - mit 60 m Zügen ist es schwierig, auf 75 m zu kommen ...
kmueller schrieb:
cinéma schrieb:
Von daher wird es nicht durchsetzbar sein, einen teueren Tunnel zu bauen und trotzdem oben noch eine Stadtbahn zu haben.
Wenn ein Tunnel gebaut wird, muss der also leistungsfähig genug gebaut werden, alles andere wäre nicht vermittelbar.
Die oberirdische Strecke wäre zu betreiben als erster Teil eines Tramnetzes, das insbes. auch die Erschließung der flächenmäßig großen Kölner Innenstadt (zwischen Rhein und Ringen) verbessert. Das fängt an mit einem Halt zwischen Neumarkt und Heumarkt und wäre auszubauen mit Stichstrecken in die Netzlücken der Stadtbahn. Aufs Tramnetz gehören langfristig Linien, die eher dem Kurzstreckenverkehr (Hafencity Deutz) dienen, oder die aufgrund ihrer Teilnahme am Straßenverkehr im Tunnel suboptimal sind (Sülz, Zollstock). Der 'leistungsfähige Tunnel' wird zum Witz, wenn man ihn mit zulassungsbedingt kurzen Zügen verspätungsanfälliger Linien füllt.

Man sehe sich mal zum Vergleich die Dichte des Tramnetzes im Zentrum von Düsseldorf oder Brüssel an - obwohl es in Brüssel eine echte Metro gibt und in Düsseldorf einen viergleisigen Stadtbahntunnel.
Ob sich ausgerechnet die Ost-West-Strecke als Tramstrecke eignet, wage ich aber zu bezweifeln. Nichts gegen ein separates Tramnetz, aber dann auch konsequent als eigenes Netz mit kürzeren, schmaleren und damit flexibleren Zügen, so wie in Düsseldorf oder in Bonn. Einfach eine Stadtbahnlinie oben zu lassen, weil man nicht genug Geld für einen leistungsfähigen Tunnel ausgeben will, macht noch lange kein Tramnetz – auch keinen Anfang eines solchen.
eingangs wurde gesagt:

>> KVB Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks in einem großen Interview des Kölner Stadtanzeigers über die Zukunft der KVB.
<<

Das ist eine halbe Seite im Kölner Stadt-Anzeiger ...

Der erste Außen-Auftritt nach 5 Monaten Betriebszugehörigkeit!
Alle Themen nur gestreift, keine NEUigkeiten!!!
(scheinbar haben die Journalisten auch blöde Fragen gestellt, wie schmälere Bahnen für engere Straßen ....)


Wie auch?
Die Politik gibt vor, was und wie die KVB es machen soll ....
Siehe Expressbus-Linie, der größte Schwachsinn aller Zeiten.
Aber die CDU musste ja den Grünen "ein Angebot" machen, um die Stimmen für den Tunnel
zu bekommen - dann kommt so ein Blödsinn raus, der von Sitzung zu Sitzung "verfeinert" wird!
(statt die "kleinste gemeinsame Lösung" für den Tunel mit der SPD zu suchen,
es wird aber scheinbar noch nicht einmal miteinander gesprochen!! (??))

Das muss dann die Frau Blome auslöffeln und die KVB in die Tat umsetzen.

Dann die Idee mit der hochflurigen SL 2 auf gleicher Strecke bis kurz vor den Neumarkt.
Dabei fahren in der HVZ schon alle 5 Minuten eine Bahn = 12 Fahrten pro Richtung,
ab Moltkestraße kommen im 10 Min.-Takt 2 Buslinien dazu, siehe am 'Rudolfplatz bis Neumarkt,
sind zusammen 24 Fahrten in 60 Minuten / pro Richtung !!!!

Was soll dann noch eine SL 2???

>> Die zukünftigen Mittelflurwagen mit nur einem Fahrerstand und einen sechsachsigen Zwischenwagen ohne Fahrerstand , das gibt Platz, spart Kosten und die verkehrsgebeutelte Stadt sorgt für ein begrenztes Erweitern der maximal 75 m Marke.
Und noch eins: Der Zug muß nicht in ganzer Länge eine Bahnsteigkante haben. Der vordere türlose Bereich des Erstwagens, sowie der hinter türlose Bereich des "Drittwagens" benötigen keine Bahnsteigkante !!! <<

Leider fehlerhaft: man stelle sich zwei heutige B-Wagen oder ähnliches vor, natürlich in Nfl.-Bauweise
(wie Stadler, Alstom und CAF schon bauen), in der Mitte in der Werkstatt trennbar, 2 x rund 28 Meter lang,
zusammen also 56 Meter....

Es gibt noch keine offiziellen Angebote! Man kann es nur ahnen, entweder tiefer gelegter Stadtbahnwagen
oder ähnlich K4500 mit verlängertem Endteil mit einer Sitztreihe zusätzlich, dann Durchgang ....
Eine ähnlciihe Ausschreibung gab es Anfang 2000 schon einmal für 54 Stadtbahnwagen bzw. 27 doppelt lange Züge.
Damals hatten Vorgespräche ergeben, dass eine solche Einheit nicht nur den doppelten Preis kosten,
sondern eine weitere Million (damals DM) oben drauf.

Mögliche Anbieter hjaben ja heutzutage Erfahrungen mit langen, trennbaren Einheiten, die quasi im Betrieshof
auch solo mit Noteinrichtung fahren können (wie U5-50)!
Ob man an Bombarider noch inbteressiert ist, sei dahin gestellt.
I
ch schätze eher, dass BT Wien KEIN Angebot machen wird (so auch in bisherigen Hochburgen wie Porto
und anderen Städten zuletzt). Die sind sehr stark mit sich selbst beschäftigt!! Überall verspätete Lieferungen,
Pönale dann in entsprechender Höhe, siehe HF6 für Rheinbahn und KVB - wir dürfen wohl bis 2022 oder 2023 warten!!

HIER sollte nicht nur auf Frau Haaks geschimpft werden,
es ist die Haltung der KVB zum Thema Beauftragung, Durchführung und ordnungsgemäße Leistungen.

Wenn täglich über 40 Kurse ausfallen, muss auch die Politik (wie bei der DB AG) das erkennen und EINgreifen .....
Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind (derzeit) scheinbar Fremdworte bei der KVB!

Seit der Zusammenlegung der beiden großen Bereiche Fahrdienst und Werkstätten zu einer Abteilung
ist die Qualität ständig abgerutscht. Weniger Personal, schlechte Wartung, dann keine Ersatzteile mehr.

WIE will die KVB den Betrieb wieder flott machen??

R H
Wo wird denn bei der DB eingegriffen? Bei der S-Bahn häufen sich die Solokurse in letzter Zeit.
Düsseldorf hat Köln eines vorraus und das ist ein funktionierendes Stadtbahnsystem.
Zur Messe/Stadion kann die Rheinbahn auf Dreiwagenzüge setzen die dann auch oberirdisch unterwegs sind und was denn Innenstadttunnel der Stadtbahn Hochflur angeht, so kann die Rheinbahn gerade beim Karneval auf Vierwagenzüge setzen.

Aber auch in Dortmund setzt die dortige DSW21 zum Stadion lange Züge ein. Hier z.B. ein Achtachser B-Wagen in Doppeltraktion oder Dreiwagenzüge zum Stadion.

Schaue ich weiter nach Bielefeld oder Hannover, so trifft man auch dort Langzüge die länger sind als bei der KVB.

Meiner Meinung nach benötigt die KVB B-Wagen in Achtachser Variante Heck an Heck gekuppelt, oder einen Mittelniederflurwagen wie bei der Saarbahn dann als Doppeltraktion.
Aber das alles klappt leider nicht, weil die Infrastruktur der Bahnsteige nur Doppeltraktionen zu lässt. Hier müßten doch erstmal alle Bahnsteige zumindest auf 75m verlängert werden und zwar bis Bonn. Nur das wird jede Menge Geld kosten. Viel Geld. Das muß erstmal in die Hand genommen werden. Ob ein neuer Tunnel für sich alleine alle Probleme löst, wage ich zu bezweifeln, genauso wie eine Parallelstrecke oberirdisch und unterirdisch. Da bleiben die Menschen lieber an der Oberfläche.
Hamsti1155 schrieb:
Da bleiben die Menschen lieber an der Oberfläche.
Entschuldigung, aber das ist ein typisches Provinzlerargument, das weltweit in diversen Großstädten widerlegt wird.
Die günstige Fahrzeugvariante für Köln wäre auch aus meiner Sicht der 37,5 m lange Saarbahnwagen, eventuell mit einer zusätzlichen Doppeltüre im Mittelteil. Das Fahrzeug bietet mit seinen Drehgestellen gutes Laufverhalten im Tunnel und auf den Vorortbahnen sowie konventionelle Verhältnisse beim Antrieb. Im Gegensatz zu Multigelenkwagen geht wenig Platz durch Gelenkbereiche verloren. Eine Einheit würde über etwa 90 Sitzplätze verfügen. Der Mitteleinstieg hätte allerdings eine Stufe oder eine sehr kleine Niederflurplattform. Ein Durchgang zwischen einer Doppeltraktion ist bei den Kölner Gleisanlagen aber kaum realisierbar. Dazu müsste der Fahrzeugüberhang erheblich reduziert werden mit entsprechendem Längenverlust des Wagenkastens. Die Frankfurter Lösung mit 25 m-Einheiten und kürzeren Wagenkästen ist dann diesbezüglich günstiger und ermöglicht einen breiteren Durchgang.
Das sehe ich genau so. Köln benötigt im Innenstadtbereich dringend ein separates Tramnetz um eben auch die Stadtbahnlinien zu entlasten bzw. damit dieser weiter ins Umland fahren können.

Der Neumarkt wäre ein idealer Knotenpunkt.

1. Sülz - Neumarkt
2. Deckstein - Neumarkt (Umstellung Buslinie 146)
3. Hohenlind - Neumarkt (Umstellung Buslinie 136)
4. Wohngebiet Herkulesstraße (Deckel A57) - Mediapark - durch die Gassen - Neumarkt
5. Neumarkt - Porz Salmstr. - über den Gewerbepark bis zur Gremberger Str.
6. Neumarkt - Deutz Mitte - via. Reitweg über den Campus - Gremberger Str.
7. Neumarkt - Deutz Mitte - Gießener Str. - S-Bahnhalt Trimbornstr. - Dillenburger Str. - Vingst

Da hätte man also gleich 4 Straßenbahnlinien zusammen.
Christoph L schrieb:
Die günstige Fahrzeugvariante für Köln wäre auch aus meiner Sicht der 37,5 m lange Saarbahnwagen, eventuell mit einer zusätzlichen Doppeltüre im Mittelteil. Das Fahrzeug bietet mit seinen Drehgestellen gutes Laufverhalten im Tunnel und auf den Vorortbahnen sowie konventionelle Verhältnisse beim Antrieb. Im Gegensatz zu Multigelenkwagen geht wenig Platz durch Gelenkbereiche verloren. Eine Einheit würde über etwa 90 Sitzplätze verfügen. Der Mitteleinstieg hätte allerdings eine Stufe oder eine sehr kleine Niederflurplattform. Ein Durchgang zwischen einer Doppeltraktion ist bei den Kölner Gleisanlagen aber kaum realisierbar. Dazu müsste der Fahrzeugüberhang erheblich reduziert werden mit entsprechendem Längenverlust des Wagenkastens. Die Frankfurter Lösung mit 25 m-Einheiten und kürzeren Wagenkästen ist dann diesbezüglich günstiger und ermöglicht einen breiteren Durchgang.
Dazu verweise ich zustimmend gerne noch mal auf meine Ausführungen im letzten (oder vorletzten?) Thread, der mal mit Frau Haaks begann: [www.drehscheibe-online.de]

Hier noch mal mein Post von Juni:
Zitat:
Meiner Meinung nach kann man mit 75m-Zügen durchaus ähnliche Kapazitäten hinbekommen, wie das jetzt mit der „90m“-Variante geplant ist.
So, wie ich die Kölner Randparameter kenne, werden dabei nämlich eher um die 84m rauskommen, da man am Grundraster eines sechsachsigen Wagens festhalten will und aufgrund der begrenzenden Maße (v.A. Lichtraum und Gewicht) damit kaum längere und fassungsstärkere Fahrzeuge als jetzt möglich sein werden. Wegen der recht engen Bogenfolgen in Köln kann ich mir außerdem nicht vorstellen, dass die Doppelzüge mit Wagenübergang überhaupt so lang werden können, wie die aktuellen Fahrzeuge (Stichwort Querversatz!). Die Frankfurter und Hannoveraner Wagen mit Übergang sind auch kürzer als ihr jeweiliges Pendant mit zwei Köpfen. Daher die Hochrechnung mit rund 28m pro Wagen.
Dann kommt noch dazu, dass geplant ist, die „90m“ (84m) aus einem Doppelzug und einem gekuppelten Einzelwagen zu bilden. Dort ergeben sich dann leicht noch mal vier bis fünf Meter „toter Raum“ für eine Fahrerkabine, Kupplungen, Crashelemente, etc., womit der reale Vorteil bei der Nutzlänge gegenüber einem Doppelzug aus zwei 37,5m-Wagen mit Wagenübergang schon nur noch im Bereich von vier oder fünf Meter liegt ... wenn überhaupt. Das entspricht ungefähr der länge des zusätzlichen Drehgestellbereichs, den drei Sechsachser gegenüber zwei Achtachsern aufweisen. Gehen wir also mal von 16 Sitzplätzen und rund 60cm Gangbreite x 4,5m (ca. 10 Stehplätze) aus, dann ergibt sich bei der längeren Lösung mit drei Wagen noch eine Mehrkapazität von ca. 26 Personen.

Lange rede, kurzer Sinn:
3x 28m kommen auf ca. 3x 185 = 555 Personen. (Vergleich K4000/K4500) = +50% gegenüber Doppelzug
2x 37,5m ergeben nach meiner Hochrechnung dann rund 530 Personen = +43% gegenüber Doppelzug

Zum Vergleich: Ein Dortmunder B-Wagen (Achtachser) fasst als Doppelzug 520 Personen und hat dabei zwar noch zwei mittlere Fahrerkabinen, aber auch einen geräumigeren Mittelteil, als das bei einem Niederflurwagen wahrscheinlich möglich wäre.

Viele Grüße aus Berlin
Markus
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Christoph L schrieb:
Die günstige Fahrzeugvariante für Köln wäre auch aus meiner Sicht der 37,5 m lange Saarbahnwagen, eventuell mit einer zusätzlichen Doppeltüre im Mittelteil. Das Fahrzeug bietet mit seinen Drehgestellen gutes Laufverhalten im Tunnel und auf den Vorortbahnen sowie konventionelle Verhältnisse beim Antrieb. Im Gegensatz zu Multigelenkwagen geht wenig Platz durch Gelenkbereiche verloren. Eine Einheit würde über etwa 90 Sitzplätze verfügen. Der Mitteleinstieg hätte allerdings eine Stufe oder eine sehr kleine Niederflurplattform. Ein Durchgang zwischen einer Doppeltraktion ist bei den Kölner Gleisanlagen aber kaum realisierbar. Dazu müsste der Fahrzeugüberhang erheblich reduziert werden mit entsprechendem Längenverlust des Wagenkastens. Die Frankfurter Lösung mit 25 m-Einheiten und kürzeren Wagenkästen ist dann diesbezüglich günstiger und ermöglicht einen breiteren Durchgang.
Beide Varianten, die Du hier vorschlägst, haben dermaßene Einschränkungen, die Du zum Teil auch selber anführst, dass sie nicht sinnvoll erscheinen.
cinéma schrieb:
Nachtzug schrieb:
Die gute Frau scheint sich nahtlos in die Ahnungslosigkeit ihres Vorgängers einzureihen.
Sagt ausgerechnet einer, der allen Ernstes auf der Ost-West-Achse eine oberirdische und eine unterirdische Lösung fordert. Anderen das Leben in Ahnungslosigkeit vorwerfen, aber selber in einer Traumwelt leben – köstlich.
deine Vorstellung von einer Verkehrswende reichen von 12:00 Uhr bis Mittag. Wenn es in Düsseldorf möglich ist einen 4 gleisigen U-Bahn Tunnel plus eine parallel verlaufende oberirdische zweigleisige Strecke zu haben, warum ist es dann eine Traumwelt in Köln 2 zweigleisige parallele Strecken für den Horizont 2035+ zu fordern?



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.19 22:31.
Nachtzug schrieb:
deine Vorstellung von einer Verkehrswende reichen von 12:00 Uhr bis Mittag. Wenn es in Düsseldorf möglich ist einen 4 gleisigen U-Bahn Tunnel plus eine parallel verlaufende oberirdische zweigleisige Strecke zu haben, warum ist es dann eine Traumwelt in Köln 2 zweigleisige parallele Strecken für den Horizont 2035+ zu fordern?
Jetzt bin ich aber neugierig, erzähl mir mehr. Wie bereits mehrfach angemerkt wurde, ist deine Idee nicht förderfähig, auch wenn sie durchaus interessant klingt. Wir müssen uns aber zuerst mal mit dem Machbaren beschäftigen.
Linie21 schrieb:
Nachtzug schrieb:
deine Vorstellung von einer Verkehrswende reichen von 12:00 Uhr bis Mittag. Wenn es in Düsseldorf möglich ist einen 4 gleisigen U-Bahn Tunnel plus eine parallel verlaufende oberirdische zweigleisige Strecke zu haben, warum ist es dann eine Traumwelt in Köln 2 zweigleisige parallele Strecken für den Horizont 2035+ zu fordern?
Jetzt bin ich aber neugierig, erzähl mir mehr. Wie bereits mehrfach angemerkt wurde, ist deine Idee nicht förderfähig, auch wenn sie durchaus interessant klingt. Wir müssen uns aber zuerst mal mit dem Machbaren beschäftigen.
Das machbare reicht aber bei weitem nicht aus und genau das ist das Problem.

Nur mal ein kleines Beispiel aus Brühl. Hier enstehen entlang der Linie 18 zahlreiche neue Wohngebiete.

Das heißt die Linie 18 wird in naher Zukunft noch voller ab Brühl fahren Richtung Köln.

Falls die Linie 18 mal auf 90m verlängert wird (vielleicht in 25 Jahren mal) wird die Wirkung sofort verpuffen.

Ob die Stadt Hürth langfristig den in Klettenberg endenden Takt bis Hürth-Hermülheim verlängert ist auch nicht sicher. Die Stadt Hürth jammert schon heute über die Kosten für die Stadtbahn rum.


Auf den Linien der Ost-West-Achse wird das nicht anders sein. Die Verlängerung auf 90m wird sofort verpuffen und das ohne die geplanten Verlängerungen weiter ins Umland.

Das alles mit neuen Buslinien aufzufangen wird auch nicht klappen.
Ich kann mich nicht zurückhalten.
Wo steht geschrieben, daß ein Tunnel zusätzlich zur oberirdischen Strecke nicht förderfähig sei? Warum sollte eine Tunnelstrecke als Ersatz für die oberirdische Strecke einen höheren Nutzen-Kosten-Quotienten haben als eine Tunnelstrecke zusätzlich zur oberirdischen Strecke, wenn sie doch einen unterirdischen Abzweig unter die Mauritiuskirche (= höhere Kosten) oder alternativ eine Umwegfahrt über Moltkestraße mit längerer Fahrzeit (= niedrigerer Nutzen) erfordert? Es geht um eine parallele Streckenführung vom Neumarkt zum Heumarkt, mehr nicht. Das entspricht in etwa dem Parallelverkehr vom Aegi zum Kröpcke oder vom Kröpcke zum Hauptbahnhof, der sehr sinnvoll ist und sich sehr bewährt.
Die viergleisige Strecke in Düsseldorf hingegen ist in meinen Augen tatsächlich Parallelverkehr zweier Stammstrecken über mehrere Haltestellen, den man so besser nicht eingerichtet hätte, und der natürlich kein Vorbild sein kann.
Ja, und neue Busangebote mögen unzureichend sein, sie verändern aber den Status Quo hin zu einem Szenario, das den volkswirtschaftlichen Nutzen umfangreicher Schienen-Neubauten erhöht, weil damit jede Menge Busangebot entbehrlich wird. Wenn eine gewünschte Baumaßnahme im Vergleich zum Status Quo nicht wirtschaftlich ist, dann kann man das ändern, indem man den Status Quo teurer macht. ;-)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.19 00:20.
Nachtzug schrieb:
deine Vorstellung von einer Verkehrswende reichen von 12:00 Uhr bis Mittag. Wenn es in Düsseldorf möglich ist einen 4 gleisigen U-Bahn Tunnel plus eine parallel verlaufende oberirdische zweigleisige Strecke zu haben, warum ist es dann eine Traumwelt in Köln 2 zweigleisige parallele Strecken für den Horizont 2035+ zu fordern?
Eine Begründung habe ich längst geliefert, daher nur noch kurz: Dein Vorschlag wird politisch nicht durchsetzbar sein.
cinéma schrieb:
Nachtzug schrieb:
deine Vorstellung von einer Verkehrswende reichen von 12:00 Uhr bis Mittag. Wenn es in Düsseldorf möglich ist einen 4 gleisigen U-Bahn Tunnel plus eine parallel verlaufende oberirdische zweigleisige Strecke zu haben, warum ist es dann eine Traumwelt in Köln 2 zweigleisige parallele Strecken für den Horizont 2035+ zu fordern?
Eine Begründung habe ich längst geliefert, daher nur noch kurz: Dein Vorschlag wird politisch nicht durchsetzbar sein.
alles was politisch gewünscht wird ist förderfähig und damit umsetzbar, bzw. Alles was nicht gewünscht ist isz nicht förderfähig. Die Politik möchte weder einen 4 gleisigen Tunnel noch oberirdiache Gleise und einen Tunnel. Über einen Nutzen oder kapazitätssituationen wurde nie diskutiert
es fehlten z.b die Erweiterung nach Flittard bzw. Leverkusen Opladen und die Reviertram
Wenn man keinen viergleisigen Tunnel möchte, wobei über diese Variante noch gar nicht gesprochen wurde, muss man einen zweigleisigen Tunnel so bauen, dass er kapazitativ ausreicht. Im Zuge der Digitalisierung sollte da noch eine Menge möglich sein.
Wenn nur eine, oder maximal perspektivisch 2 von 5 Bahnen mit Dreifachtraktion fahren, kannst Du Dir das von mir aus digital schönrechnen - die Kapazität würde mit einem zweigleisigen Tunnel bei gleichzeitigem Abriss der Bestandstrecke damit nur um poplige 10% bis maximal 20% gesteigert.
Das ist keine zukunftsfähige Lösung, sondern Geldverschwendung.
Das kann ich nur bestätigen - die Regelungen für die Fördervoraussetzung sind dehnbar.
Es muss ein Nutzen-Kosten-Faktor von >1 rauskommen und der Rechenweg ist vorgegeben.
Die Eingangsparameter jedoch sind tw. flexibel.

Pay the fare or pay the price.
LUAS
cinéma schrieb:
Wenn man keinen viergleisigen Tunnel möchte, wobei über diese Variante noch gar nicht gesprochen wurde, muss man einen zweigleisigen Tunnel so bauen, dass er kapazitativ ausreicht. Im Zuge der Digitalisierung sollte da noch eine Menge möglich sein.
Wie willst du den bei einem "digitalisierten" Tunnel vom Heumarkt zur Moltkestraße - von mir aus mit 20% mehr Fahrten - diese Kapazitätserhöhung im Vorfeld über den ebenerdigen Abzweig an der Deutzer Freiheit bringen? Vielleich ein Überwerfungsbauwerk auf der Brückenrampe? OK, das sind kleine Details die man schon irgendwie lösen kann.

Man muss nicht nur den Tunnel vom Heumarkt zur Moltkestraße betrachten, sondern auch darüberhinaus gucken. Das ist für dich genauso wie für die Ratsvertreter scheinbar nicht möglich. Wenn man die ganze Sache ganzheitlich betrachtet kommt man da schnell zum Ergebnis, dass ein separater durchgehender Tunnel nur für die Achse Kalk - Aachener Straße das sinnvollste ist.

Davon mal abgesehen, was denkst du denn in wie viel Jahren eine Kapazitätserweiterung von 20% wieder "aufgebraucht" ist? Geh mal davon aus, dass der Tunnel noch nicht mal fertig gebaut ist, da ist die schöne neue Infrastruktur kapazitätsmäßig wieder hinfällig, weil die Prognosen das bei weiten schon wieder übertreffen. Glaubst du ehrlich, dass 20% mehr Fahrten - auch wenn die eine oder andere Linie in Dreifachtraktion verkehrt - 2040 noch ausreichend sind?
Strizie schrieb:
Das machbare reicht aber bei weitem nicht aus und genau das ist das Problem.
Das ist richtig, aber da kann hier keiner etwas dafür. Was man für langfristig sinnvoll und was für mittelfristig machbar hält, sind zwei Paar Schuhe.

Zitat:
Ob die Stadt Hürth langfristig den in Klettenberg endenden Takt bis Hürth-Hermülheim verlängert ist auch nicht sicher. Die Stadt Hürth jammert schon heute über die Kosten für die Stadtbahn rum.
War nicht irgendwo die Rede davon, dass dies umgesetzt wird, wenn die Unterfahrung der Militärringstraße fertiggestellt ist?

Zitat:
Auf den Linien der Ost-West-Achse wird das nicht anders sein. Die Verlängerung auf 90m wird sofort verpuffen und das ohne die geplanten Verlängerungen weiter ins Umland.
Das ist aber eine gewagte These. Es liegt ja nicht alles andere still, solange die Strecke gebaut wird. Es werden sicherlich in diesem Zeitraum auch andere Erweiterungen stattfinden, vernünftigerweise Tangentialverbindungen, welche die Strecken im Zentrum entlasten. Wir wissen auch gar nicht, was für Züge dann fahren werden. Mit weniger Fahrerständen und einer anderen Platzeinteilung lässt sich da einiges machen.
Gruß, Linie21
Köln ist ein Wachstumsregion und die sollten bei der Mittelverteilung auch bevorzugt werden. Neue Wohngebiete nur mit Bussen erschließen wie in Widdersdorf ist nicht attraktiv.

Das wird nur umgesetzt, wenn die Stadt Hürth auch die Mehrkosten bezahlt. Hürth gilt aber nicht gerade als ÖPNV-freundlich. Man jammert ja schon heute über die Kosten der Linie 18 rum.

Mich würde auch interessieren ob die Stadt Hürth die Zusatzbusse ab Efferen mit bezahlt oder ob das die KVB aus eigener Tasche finanziert.

Auch darf man nicht vergessen, dass auf dem ehemaligen KBE-Verschiebebahnhof in Hürth-Hermülheim ein neues Wohnquartier entstehen soll. Das sind noch mal zusätzliche Fahrgäste und eventuell sogar ein neuer Haltepunkt zwischen Fischenich und Hermülheim. Das bedeutet dann auch, dass die Linie 18 mit verlängertem Zwischentakt nach Hermülheim ab Sülzgürtel bereits an der Kapazitätsgrenze ist und man zukünftig mindestens 3 Kurse im 10 Minuten-Takt fahren muss sofern man es in den nächsten 5-10 Jahren die Verlängerung auf 75-90m kommt.

Das findest Du aber man hofft ja schon heute, dass die Expressbusse dort nur eine Übergangslösung sind bis die 90m-Bahnen kommen. Ich kann Dir jetzt schon sagen, dass wird eine Dauerlösung werden.

Natürlich kann man dem entgegen wirken indem der VRS weiterhin so wie bisher die Fahrpreise massiv erhöht. 2040 kostet dann das Einzelticket für Köln 10€ oder so.
Strizie schrieb:
Köln ist ein Wachstumsregion und die sollten bei der Mittelverteilung auch bevorzugt werden. Neue Wohngebiete nur mit Bussen erschließen wie in Widdersdorf ist nicht attraktiv.
Es würde aber wohl reichen, eine S-Bahn in Richtung Pulheim zu bauen mit Bahnhof Bocklemünd, wo man die (dann an dieser Stelle viergleisige) Strecke nebenbei höherlegt, um den Bahnübergang zu beseitigen. So wäre ein zuverlässiger öffentlicher Verkehr auch ohne Stadtbahn denkbar.

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE
Plastikbomber schrieb:
Strizie schrieb:
Köln ist ein Wachstumsregion und die sollten bei der Mittelverteilung auch bevorzugt werden. Neue Wohngebiete nur mit Bussen erschließen wie in Widdersdorf ist nicht attraktiv.
Es würde aber wohl reichen, eine S-Bahn in Richtung Pulheim zu bauen mit Bahnhof Bocklemünd, wo man die (dann an dieser Stelle viergleisige) Strecke nebenbei höherlegt, um den Bahnübergang zu beseitigen. So wäre ein zuverlässiger öffentlicher Verkehr auch ohne Stadtbahn denkbar.
Das hat man heute schon mit Lövenich ist allerdings nur zum Kölner Hbf interessant. Wenn man zum Neumarkt/Heumarkt möchte dauert das eine Ewigkeit. Nur die Linie 4 könnte hier eine schnelle Verbindung schaffen allerdings ist der Golfplatz im Weg. Davon mal abgesehen schau Dir mal an wie viele Mitarbeiter tagtäglich zum WDR-Gelände mit dem Auto fahren. Der Umstieg in Bocklemünd wird als nicht sonderlich attraktiv empfunden.

Umsteigen kostet nun mahl immer Zeit und im Stadtverkehr sind 5-10 Minuten sehr viel.

Mit der Stadtbahnlinie 4 würde man vom WDR aus locker 10 Minuten einsparen gegenüber heute.

In Zukunft denke ich, dass die Stadtbahnlinie aus Flittard ebenfalls bis Bocklemünd fahren wird und die Linie 4 dann hoffentlich bis Widdersdorf.
Strizie schrieb:
Plastikbomber schrieb:
Strizie schrieb:
Köln ist ein Wachstumsregion und die sollten bei der Mittelverteilung auch bevorzugt werden. Neue Wohngebiete nur mit Bussen erschließen wie in Widdersdorf ist nicht attraktiv.
Es würde aber wohl reichen, eine S-Bahn in Richtung Pulheim zu bauen mit Bahnhof Bocklemünd, wo man die (dann an dieser Stelle viergleisige) Strecke nebenbei höherlegt, um den Bahnübergang zu beseitigen. So wäre ein zuverlässiger öffentlicher Verkehr auch ohne Stadtbahn denkbar.
Das hat man heute schon mit Lövenich ist allerdings nur zum Kölner Hbf interessant. Wenn man zum Neumarkt/Heumarkt möchte dauert das eine Ewigkeit. Nur die Linie 4 könnte hier eine schnelle Verbindung schaffen allerdings ist der Golfplatz im Weg. Davon mal abgesehen schau Dir mal an wie viele Mitarbeiter tagtäglich zum WDR-Gelände mit dem Auto fahren. Der Umstieg in Bocklemünd wird als nicht sonderlich attraktiv empfunden.

Umsteigen kostet nun mahl immer Zeit und im Stadtverkehr sind 5-10 Minuten sehr viel.

Mit der Stadtbahnlinie 4 würde man vom WDR aus locker 10 Minuten einsparen gegenüber heute.

In Zukunft denke ich, dass die Stadtbahnlinie aus Flittard ebenfalls bis Bocklemünd fahren wird und die Linie 4 dann hoffentlich bis Widdersdorf.
In Zukunft fährt die Linie 4 von Bocklemünd über Pulheim Brauweiler nach BM Niederausem über BM Glessen
TW337 schrieb:
In Zukunft fährt die Linie 4 von Bocklemünd über Pulheim Brauweiler nach BM Niederausem über BM Glessen
Im Jahr 3090?
Nachtzug schrieb:
Wie willst du den bei einem "digitalisierten" Tunnel vom Heumarkt zur Moltkestraße - von mir aus mit 20% mehr Fahrten - diese Kapazitätserhöhung im Vorfeld über den ebenerdigen Abzweig an der Deutzer Freiheit bringen? Vielleich ein Überwerfungsbauwerk auf der Brückenrampe? OK, das sind kleine Details die man schon irgendwie lösen kann.

Man muss nicht nur den Tunnel vom Heumarkt zur Moltkestraße betrachten, sondern auch darüberhinaus gucken. Das ist für dich genauso wie für die Ratsvertreter scheinbar nicht möglich. Wenn man die ganze Sache ganzheitlich betrachtet kommt man da schnell zum Ergebnis, dass ein separater durchgehender Tunnel nur für die Achse Kalk - Aachener Straße das sinnvollste ist.

Davon mal abgesehen, was denkst du denn in wie viel Jahren eine Kapazitätserweiterung von 20% wieder "aufgebraucht" ist? Geh mal davon aus, dass der Tunnel noch nicht mal fertig gebaut ist, da ist die schöne neue Infrastruktur kapazitätsmäßig wieder hinfällig, weil die Prognosen das bei weiten schon wieder übertreffen. Glaubst du ehrlich, dass 20% mehr Fahrten - auch wenn die eine oder andere Linie in Dreifachtraktion verkehrt - 2040 noch ausreichend sind?
Die Kombination aus Dreifachtraktion und 20 Prozent mehr – in Zukunft vielleicht sogar noch mehr bei Fahrt auf elektronische Sicht? – wäre schon ein ordentlicher Schub.
Falls man jedoch zu dem Ergebnis kommen sollte, dass es nicht reichte, müsste ernsthaft über die viergleisige Variante gesprochen werden, diese kombiniert mit Dreifachtraktionen und Digitalisierung wäre der große Wurf. Ein viel größerer Wurf als Dein Vorschlag und trotzdem viel einfacher zu vermitteln.
Der Kombi-Variante aus Bestandsstrecke und Tunnel würde das Stigma der „Gewollt-und-nicht-gekonnt-Variante“ anhaften, anstatt einen vernünftigen Tunnel zu bauen, reichte es nur für die Billig-Variante, die das Museumsquartier weiter zerschneiden würde, sowie Fahrradverkehr und Fußgänger weiter störte. Nicht zu vergessen: die Aufgabe der Verbindung Uni–Bf. Deutz, sowie die Kombination des Astes Zündorf mit dem dafür vollkommen ungeeigneten Ast Sülz. So sähe undurchdachtes Stückwerk aus!



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.08.19 10:08.
cinéma schrieb:
Nicht zu vergessen: die Aufgabe der Verbindung Uni–Bf. Deutz, sowie die Kombination des Astes Zündorf mit dem dafür vollkommen ungeeigneten Ast Sülz. So sähe undurchdachtes Stückwerk aus!
Ich halte die Verbindung von der Universität zum Bahnhof Deutz für verzichtbar, wenn die S-Bahn den Bahnhof Süd anfährt. Und dies soll ja in den nächsten Jahren geschehen. Schneller ist der Tunnel auch nicht fertig - so er denn kommt. Zudem ist die Verbindung Zündorf - Sülz nicht sinnvoller oder unsinniger als Königsforst - Sülz. Im Gegensatz zur Linie 7 gibt es auf der Linie 9 östlich vom Heumarkt kein einziges Teilstück mehr, wo die Bahn sich mit dem Individualverkehr die Trasse teilen muss. Die Linie 7 hat noch immer in Deutz und Poll Probleme. Besonders im Poller Teil kommt zu zu sehr geringen Geschwindigkeiten und langen Fahrzeiten. Daran wird sich in den nächsten Jahrzehnten wohal auch nichts ändern. Selbst wenn die Bebauung am Deutzer Hafen erfolgt. Ich sehe nicht, dass die Line 7 dann über die ehemaligen Hafengleise verkehrt.
Hampelmann Fenske hat vor ca. 2 Jahren noch öffentlich gesagt, dass er / die KVB nicht an einer Streckenführung der 7 über die alten Hafengleise interessiert sei.
Das schafft aber keine zusätzlichen Schienenstrecken in der Innenstadt davon abgesehen wäre ein nachträglicher viergleisiger Ausbau der U-Bahnstation Heumarkt nicht billig.

Diese Variante bringt also kaum Verbesserungen mit sich. Der Mediapark hat bis heute keinen ÖPNV-Anschluss und der Fußweg zur Christophstr. bzw. Hansaring ist nicht sonderlich angenehm insbesondere abends.

Eine Haltestelle in Höhe Nord-Süd-Fahrt zur besseren Erschließung der Schildergasse/Hohe Str. wäre auch sehr wünschenswert.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Zentauri

Datum: 15.08.19 07:49

Strizie schrieb:
Eine Haltestelle in Höhe Nord-Süd-Fahrt zur besseren Erschließung der Schildergasse/Hohe Str. wäre auch sehr wünschenswert.
Die Schildergasse ist über die Haltestellen Heumarkt (knapp 300 m Fußweg) und Neumarkt (knapp 200 m Fußweg) gut erschlossen. Die Hohe Straße ist über die Haltestellen Heumarkt (knapp 300 m Fußweg) und Dom/Hbf. (rund 250 m Fußweg) gut erschlossen. Ich denke nicht, dass es dazu einerweitere Haltestelle an der Neuköllner Straße bedarf.

Re: [K] ? zu Hüllkurve Saarbahnwagen / Kölner Tunnel

geschrieben von: Solo-Tw

Datum: 15.08.19 09:44

Christoph L schrieb:
Die günstige Fahrzeugvariante für Köln wäre auch aus meiner Sicht der 37,5 m lange Saarbahnwagen...
Hallo Christoph,

kannst Du uns sagen, ob der Saarbahnwagen von seiner Hüllkurve her in die Kölner Tunnel passen würde? Bekanntlich wurde der B-Wagen entwickelt, weil der projektierte A-Wagen nicht in die Kölner Tunnel gepasst hätte.

Gruß

Solo-Tw
Solo-Tw schrieb:
Christoph L schrieb:
Die günstige Fahrzeugvariante für Köln wäre auch aus meiner Sicht der 37,5 m lange Saarbahnwagen...
Hallo Christoph,

kannst Du uns sagen, ob der Saarbahnwagen von seiner Hüllkurve her in die Kölner Tunnel passen würde? Bekanntlich wurde der B-Wagen entwickelt, weil der projektierte A-Wagen nicht in die Kölner Tunnel gepasst hätte.

Gruß

Solo-Tw
Die Hüllkurve eines fiktiven Fahrzeugs auf Basis des Saarbahnwagens haben wir bereits 2011 im Rahmen einer Diplomarbeit für Köln geprüft. Sie entsprach weitgehend den Kölner Fahrzeugen der Serie 4500. Einen Fahrzeugübergang zwischen einer Doppeltaktion war nicht vorgesehen. Der Doppelzug mit einer Länge von 75 m hatte aber 90 Prozent des Platzangebotes eines Dreiwagenzuges aus K4500.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Stundentakt

Datum: 15.08.19 12:18

Zentauri schrieb:
Strizie schrieb:
Eine Haltestelle in Höhe Nord-Süd-Fahrt zur besseren Erschließung der Schildergasse/Hohe Str. wäre auch sehr wünschenswert.
Die Schildergasse ist über die Haltestellen Heumarkt (knapp 300 m Fußweg) und Neumarkt (knapp 200 m Fußweg) gut erschlossen. Die Hohe Straße ist über die Haltestellen Heumarkt (knapp 300 m Fußweg) und Dom/Hbf. (rund 250 m Fußweg) gut erschlossen. Ich denke nicht, dass es dazu einerweitere Haltestelle an der Neuköllner Straße bedarf.
Apodiktischer (um nicht zu sagen selbstherrlicher) Umgang mit Fahrgastwünschen wie dieser haben zu dem Desaster geführt, das wir Kölner Innenstadt-Verkehrsaufkommen nennen.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: TW337

Datum: 15.08.19 12:41

Stundentakt schrieb:
Zentauri schrieb:
Strizie schrieb:
Eine Haltestelle in Höhe Nord-Süd-Fahrt zur besseren Erschließung der Schildergasse/Hohe Str. wäre auch sehr wünschenswert.
Die Schildergasse ist über die Haltestellen Heumarkt (knapp 300 m Fußweg) und Neumarkt (knapp 200 m Fußweg) gut erschlossen. Die Hohe Straße ist über die Haltestellen Heumarkt (knapp 300 m Fußweg) und Dom/Hbf. (rund 250 m Fußweg) gut erschlossen. Ich denke nicht, dass es dazu einerweitere Haltestelle an der Neuköllner Straße bedarf.
Apodiktischer (um nicht zu sagen selbstherrlicher) Umgang mit Fahrgastwünschen wie dieser haben zu dem Desaster geführt, das wir Kölner Innenstadt-Verkehrsaufkommen nennen.
Vom Neumarkt bis zur nord süd fahrt sind es 350 Meter und von der nord süd fahrt bis zum heumarkt sind es 450 meter. Also gehört in Höhe Nord südfahrt eine Haltestelle hin. Hier kann jemand nicht rechnen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.08.19 12:41.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Zentauri

Datum: 15.08.19 16:24

TW337 schrieb:
Stundentakt schrieb:
Zentauri schrieb:
Strizie schrieb:
Eine Haltestelle in Höhe Nord-Süd-Fahrt zur besseren Erschließung der Schildergasse/Hohe Str. wäre auch sehr wünschenswert.
Die Schildergasse ist über die Haltestellen Heumarkt (knapp 300 m Fußweg) und Neumarkt (knapp 200 m Fußweg) gut erschlossen. Die Hohe Straße ist über die Haltestellen Heumarkt (knapp 300 m Fußweg) und Dom/Hbf. (rund 250 m Fußweg) gut erschlossen. Ich denke nicht, dass es dazu einerweitere Haltestelle an der Neuköllner Straße bedarf.
Apodiktischer (um nicht zu sagen selbstherrlicher) Umgang mit Fahrgastwünschen wie dieser haben zu dem Desaster geführt, das wir Kölner Innenstadt-Verkehrsaufkommen nennen.
Vom Neumarkt bis zur nord süd fahrt sind es 350 Meter und von der nord süd fahrt bis zum heumarkt sind es 450 meter. Also gehört in Höhe Nord südfahrt eine Haltestelle hin. Hier kann jemand nicht rechnen
Ich weiß zwar nicht, wer mit nicht rechnen können gemeint ist, aber wo steht geschrieben, dass es alle 350 m eine Haltestelle geben muss?
Christoph L schrieb:
Solo-Tw schrieb:
Christoph L schrieb:
Die günstige Fahrzeugvariante für Köln wäre auch aus meiner Sicht der 37,5 m lange Saarbahnwagen...
Hallo Christoph,

kannst Du uns sagen, ob der Saarbahnwagen von seiner Hüllkurve her in die Kölner Tunnel passen würde? Bekanntlich wurde der B-Wagen entwickelt, weil der projektierte A-Wagen nicht in die Kölner Tunnel gepasst hätte.

Gruß

Solo-Tw
Die Hüllkurve eines fiktiven Fahrzeugs auf Basis des Saarbahnwagens haben wir bereits 2011 im Rahmen einer Diplomarbeit für Köln geprüft. Sie entsprach weitgehend den Kölner Fahrzeugen der Serie 4500. Einen Fahrzeugübergang zwischen einer Doppeltaktion war nicht vorgesehen. Der Doppelzug mit einer Länge von 75 m hatte aber 90 Prozent des Platzangebotes eines Dreiwagenzuges aus K4500.
Selbstverständlich würde das passen und ist am ehesten mit den dreiteiligen Dortmunder Achtachsern vergleichbar. Die A-Wagen (ähnlich der späteren Stuttgarter Stadtbahnwagen) wären nur zweiteilig.

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.08.19 16:44.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: kmueller

Datum: 15.08.19 16:58

Zentauri schrieb:
Ich weiß zwar nicht, wer mit nicht rechnen können gemeint ist, aber wo steht geschrieben, dass es alle 350 m eine Haltestelle geben muss?
In einem Innenstadtbereich ist 350m Haltestellenabstand schon ziemlich viel - jedenfalls für Tram oder Stadtbus, aber nicht notwendigerweise für eine Vorortbahn.

Auf der Ostwestachse kommt das Kölner Tram/Vorortbahn-Zwitterwesen sichtlich an seine Grenze. Zum relativ großen Halteabstand kommt noch die relativ große Entfernung zu Fußgängerzone; Trams fahren mancherorts dort direkt durch (ich schlage das nicht für Köln vor).

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Strizie

Datum: 15.08.19 18:29

Also ich finde den Weg vom Neumarkt oder Dom/Hbf zum Kaufhof in der Schildergasse nicht gerade bequem.

In Zürich sind 300m-Haltestellenabstand bei der Tram die Regel.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Schwarz-Fahrer

Datum: 16.08.19 00:41

Zürich hat ja auch 'ne Tram, Köln hat 'ne Stadtbahn.
Wer am Dom aussteigt, um zu Kaufhof zu gehen, hat auch irgendwie die falsche Haltestelle genommen. Neumarkt liegt ganz gut dafür.
Die Tunnelstation Heumarkt des Ost-West-Tunnels liegt übrigens weiter westlich als die oberirdische Haltestelle. Wem der Weg von dort zum Kaufhof zu weit ist, dem ist nicht zu helfen. Ich würde da dann keine zusätzliche Station zwischen Neumarkt und Heumarkt einrichten, sondern vielleicht die Tunnelstation Neumarkt auf der Ostseite der vorhandenen Station errichten, das ergibt gleichmäßigere Haltestellenabstände.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Kölnbahner

Datum: 16.08.19 09:19

Die Haltestellenabstände zwischen Heumarkt/Neumarkt und zwischen Neumarkt/Rudolfplatz sind so ziemlich die längsten der ganzen Kölner Innenstadt. Bei einer Parallelstrecke würden sich natürlich Zwischenhalte anbieten, denn gerade dort ist die "Laufkundschaft" der KVB am größten.

Personal?

geschrieben von: Pogg 3000

Datum: 16.08.19 09:20

Hallo zusammen,

gleich in der "Headline", wird hier gerne "überlesen":

"Ein wichtiger Punkt ist den Fahrzeug- und Fahrermangel zu beheben."

Im noch lesbaren Teil findet man den Satz:

"Bei uns arbeiten viele Kollegen seit mehr als 30 Jahren."

Intressant...

...schönes Wocheende, Thomas

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Zentauri

Datum: 16.08.19 10:25

Strizie schrieb:
Also ich finde den Weg vom Neumarkt oder Dom/Hbf zum Kaufhof in der Schildergasse nicht gerade bequem.

In Zürich sind 300m-Haltestellenabstand bei der Tram die Regel.
Wer zum Kaufhof möchte, fährt zur Haltestelle Heumarkt. Dazu kann man sowohl am Dom/Hbf. als auch am Neumarkt umsteigen. Wer auf einer der Nord-Süd-Linien unterwegs ist, dem hilft dazu auch keine zusätzliche Station an der Nord-Süd-Fahrt, da er diese nur durch umsteigen erreichen kann.

Die Schildergasse selber ist gerade einmal 500 m lang. Diese Strecke sollte man zu Fuß schon schaffen. Zudem will die Mehrheit der Besucher ja über die Fußgängerzone schlendern. Hier geht es in aller Regel nicht um schnell hin und weg.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Stundentakt

Datum: 16.08.19 14:32

Kölnbahner schrieb:
Die Haltestellenabstände zwischen Heumarkt/Neumarkt und zwischen Neumarkt/Rudolfplatz sind so ziemlich die längsten der ganzen Kölner Innenstadt. Bei einer Parallelstrecke würden sich natürlich Zwischenhalte anbieten, denn gerade dort ist die "Laufkundschaft" der KVB am größten.
Die autogerechte Stadt - Haaks:


Zitat:
- diktiert es so.
"So ein Quatsch, als ob die Verweildauer in den Bussen länger wäre als in den Bahnen."

Haha, aber wirklich. Ich brauche im ÖPNV kein WLAN, aber das Argument finde ich entzückend. :D


"Auch sie hat leider nicht erkannt, dass wir hier sowohl eine oberirdische als auch eine unter irdische Stadtbahn brauchen, wenn wir nennenswerte Kapazitätserweiterung erreichen wollen."

Und auch hier möchte ich gerne zustimmen: Die heutigen engen Zustände rund um den Neumarkt(oben) würde man bei einer 1:1-Absenkung nur für die Zukunft weiter zementieren. Vor allem wenn der niveaugleiche Abzweig der 9 nach Sülz bleibt. Da wäre der Ost-West-Tunnel eines Tages fertig und bei der Eröffnung schon klar, daß das nicht reicht. Eine Witznummer ohnegleichen.

Gruß, Olaf

(,“)
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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.08.19 17:49.
"Wenn wir eine Verlagerung auf die Schiene wollen brauchen wir zusätzliche Infrastruktur. keinen 1:1 Ersatz."

Richtig! Denn auch wenn Köln Süd (Uninähe) einen S-Bahnhof bekommen soll, von wo man gut zum Hbf und nach Deutz kommt, so fahren diese S-Bahnen doch ums Stadtzentrum herum. Also werden Studenten in die Stadt weiterhin die Straßenbahn 9 nehmen und das dürfte weiterhin Verstärkerzüge erfordern. Also mit jeder Sparlösung werden die den Laden an die Wand fahren.

Weiß jemand wie man bei einer Tunnellösung die Stadion-Sonderverkehre rollen lassen würde? Wende am Neumarkt wäre ja nicht mehr möglich. Sollen die Bahnen dann alle bis Deutz fahren?

Gruß, Olaf

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Alibizugpaar schrieb:
"Wenn wir eine Verlagerung auf die Schiene wollen brauchen wir zusätzliche Infrastruktur. keinen 1:1 Ersatz."

Richtig! Denn auch wenn Köln Süd (Uninähe) einen S-Bahnhof bekommen soll, von wo man gut zum Hbf und nach Deutz kommt, so fahren diese S-Bahnen doch ums Stadtzentrum herum. Also werden Studenten in die Stadt weiterhin die Straßenbahn 9 nehmen und das dürfte weiterhin Verstärkerzüge erfordern. Also mit jeder Sparlösung werden die den Laden an die Wand fahren.

Kommt man per Vollbahnzug aus dem Umland, würde ich schon heute meistens die Weiterfahrt mit diesem Verkehrsmittel zum Südbf. präferieren, da in Deutz die Umsteigewege unterirdisch sind und via Hbf oder Hansaring in jedem Fall zwei Umstiege anfallen. Ausnahmen: Uniklinik, (Ex-)PH und größere Störung im Bahnverkehr. Was diejenigen betrifft, die aus dem Stadtgebiet zur Uni kommen: da wird es immer welche geben, die an der 'richtigen' Linie wohnen und immer welche (die Mehrheit), die in der Innenstadt umsteigen müssen. Welche Linie zur Uni fährt, ist da relativ egal. Das könnte auch eine in der Innenstadt endende Tram sein.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.08.19 18:24.
"Wir müssen uns aber zuerst mal mit dem Machbaren beschäftigen."

Dieses 'Machbare' wäre die Zementierung des heutigen Zustandes für die nächsten 100 Jahre. Stell Dich zur HVZ oben auf den Neumarkt und stell es Dir 1:1 unter Tage vor. Mehr Fantasie braucht man nicht.

In Sachen Zukunft und Nachfragesteigerungen (Verkehrswende) kann man aber gleich aufhören sich irgendwas vorzustellen, sobald die oberirdische Ost-West-Trasse am Kaufhof vorbei abgebaut und zweitverwendet wird. Da kommt man auch mit einem verlängerten Zug auf der 1 nicht weit. Wenn das alles ist was förderfähig ist, dann können wir unsere Zeit sinnvoller verplempern, indem wir uns heutigen und zukünftigen Werbungen auf den Zügen zuwenden. Wie wäre es mal mit einem 4000er in rot-weißer Coca Cola-Vollwerbung? Das hätte zumindest einen nicht depressiven Unterhaltungswert.

Gruß, Olaf

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Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Kölnbahner

Datum: 16.08.19 22:50

Stundentakt schrieb:
Kölnbahner schrieb:
Die Haltestellenabstände zwischen Heumarkt/Neumarkt und zwischen Neumarkt/Rudolfplatz sind so ziemlich die längsten der ganzen Kölner Innenstadt. Bei einer Parallelstrecke würden sich natürlich Zwischenhalte anbieten, denn gerade dort ist die "Laufkundschaft" der KVB am größten.
Die autogerechte Stadt - Haaks:


Zitat:
- diktiert es so.
Ja, und sie findet, dass nicht in jedes Viertel eine Bahn fahren muss. Lieber mehr Busse, sagt sie.
Schöne neue Welt ohne Verkehrswende in Köln...
Alibizugpaar schrieb:
"Wir müssen uns aber zuerst mal mit dem Machbaren beschäftigen."

Dieses 'Machbare' wäre die Zementierung des heutigen Zustandes für die nächsten 100 Jahre. Stell Dich zur HVZ oben auf den Neumarkt und stell es Dir 1:1 unter Tage vor. Mehr Fantasie braucht man nicht.

In Sachen Zukunft und Nachfragesteigerungen (Verkehrswende) kann man aber gleich aufhören sich irgendwas vorzustellen, sobald die oberirdische Ost-West-Trasse am Kaufhof vorbei abgebaut und zweitverwendet wird. Da kommt man auch mit einem verlängerten Zug auf der 1 nicht weit. Wenn das alles ist was förderfähig ist, dann können wir unsere Zeit sinnvoller verplempern, indem wir uns heutigen und zukünftigen Werbungen auf den Zügen zuwenden. Wie wäre es mal mit einem 4000er in rot-weißer Coca Cola-Vollwerbung? Das hätte zumindest einen nicht depressiven Unterhaltungswert.
K4000 nicht aber wenigstens ein Plastikbomber Bombardier K5000: [www.modeltram.org]

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Stundentakt

Datum: 17.08.19 02:33

Kölnbahner schrieb:
Zitat:
Ja, und sie findet, dass nicht in jedes Viertel eine Bahn fahren muss. Lieber mehr Busse, sagt sie. ...
Unterirdische Lösung, sagt sie ja.

Vielleicht hat sie sich in Stuttgart verpflichtet, den CapaCity in Köln einzuführen...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.08.19 12:34.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Linie21

Datum: 17.08.19 18:37

Kölnbahner schrieb:
Die Haltestellenabstände zwischen Heumarkt/Neumarkt und zwischen Neumarkt/Rudolfplatz sind so ziemlich die längsten der ganzen Kölner Innenstadt. Bei einer Parallelstrecke würden sich natürlich Zwischenhalte anbieten, denn gerade dort ist die "Laufkundschaft" der KVB am größten.
Jain, zwischen Heumarkt und Neumarkt vollkommen korrekt, aber zwischen Neumarkt und Rudolfplatz ist der Abstand mit unter 600 Metern immer noch im Bereich des "Normalen" im Kölner Innenstadt-Netz. Da gibt es größere Abstände wie z. B. zwischen Christophstr./Mediapark und Hansaring.
Strizie schrieb:
Zitat:
Das findest Du aber man hofft ja schon heute, dass die Expressbusse dort nur eine Übergangslösung sind bis die 90m-Bahnen kommen.
Was finde ich?
Die Expressbusse sind natürlich nur als Übergangslösung gedacht, aber ob die Langzüge überhaupt kommen, steht noch in den Sternen. Ich bezweifle stark, dass die auf der Strecke genehmigt werden.
Alibizugpaar schrieb:
"Wir müssen uns aber zuerst mal mit dem Machbaren beschäftigen."

Dieses 'Machbare' wäre die Zementierung des heutigen Zustandes für die nächsten 100 Jahre.
Das Machbare beschränkt sich nicht nur auf die Ost-West-Achse, aber viel mehr wird ja leider gar nicht untersucht. Ausgehend von den derzeitigen politischen Verhältnissen hast du recht, da lässt sich nicht viel ändern. Umso wichtiger ist es, dass mehr Bürger selbst politisch aktiv werden, Möglichkeiten gibt uns die Demokratie hierzu genug.
Es macht aber Angst, daß sich die politischen Gremien nicht um andere weiter voraus schauende Lösungen mühen. Wozu wählen wir denn die städtischen Volksvertreter, wenn nicht zur zukunftsgerichteten Lösung solcher Fragen? Die müssen doch selber erkennen, daß die geltenden Regeln zur ÖPNV-(Nicht)Förderfähigkeit nicht mehr auf die Bedürfnisse des realen Lebens ausgerichtet sind.

Gruß, Olaf

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Alibizugpaar schrieb:
Es macht aber Angst, daß sich die politischen Gremien nicht um andere weiter voraus schauende Lösungen mühen. Wozu wählen wir denn die städtischen Volksvertreter, wenn nicht zur zukunftsgerichteten Lösung solcher Fragen? Die müssen doch selber erkennen, daß die geltenden Regeln zur ÖPNV-(Nicht)Förderfähigkeit nicht mehr auf die Bedürfnisse des realen Lebens ausgerichtet sind.
Klar kann einem das Angst machen, aber das ist doch nicht neu. Es betrifft ja auch nicht nur Entscheidungen im ÖPNV und nicht nur die Kommunalpolitik, vielmehr werden auf allen politischen Ebenen seit Jahrzehnten mehrheitlich Parteien gewählt, die nicht gerade für zukunftsgerichtete Lösungen bekannt sind. Bei jedem auftretenden Problem schimpfen die Bürger dann über unfähige Politiker, wählen sie aber bei der nächsten Wahl wieder. Viele Menschen verstehen unter Demokratie offenbar nur, in regelmäßigen Abständen Kreuzchen zu setzen und dann zu gucken, was passiert. Dabei kommen trotz negativer Erfahrungen für viele nur die altbekannten Parteien infrage, auch wenn bekannt ist, dass sich dann nichts ändert. Und so ändert sich eben auch im ÖPNV nichts, wie es vorauszusehen war.

Gruß,
Linie21
Die Leuten wählen 'die' bei der nächsten Wahl u.U. wieder, weil sie mit nur 1 kleinen Kreuzchen zig persönliche Interessensgebiete abzudecken versuchen müssen. Das ist oft ein Ding der Unmöglichkeiten. Denn neben dem ÖPNV geht es einem ja auch um Außenpolitik, Wirtschaft., Gesundheit, Bildung, Pflege, Soziales ...

Gruß, Olaf

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Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Strizie

Datum: 18.08.19 21:54

Kölnbahner schrieb:
Ja, und sie findet, dass nicht in jedes Viertel eine Bahn fahren muss. Lieber mehr Busse, sagt sie.
Schöne neue Welt ohne Verkehrswende in Köln...
Das ist halt einfach Typisch Deutschland wo man immer noch glaubt mit neuen Buslinien würde sich die Situation ändern.

Die neue KVB-Chefin müsste es aber eigentlich besser wissen. Ein Schienenanschluss ist wesentlich attraktiver als Busse zudem kann man mehr Fahrgäste befördern.

Das der Mediapark keinen direkten ÖPNV-Anschluss hat ist eigentlich ein Unding. Der Weg vom Hansaring zum Mediapark ist nicht sonderlich attraktiv und zur Christophstr. auch nicht.

Große Veränderungen erwarte ich in den nächsten Jahrzehnten nicht. Die Bevölkerung im Kölner Umland wird weiter wachsen und der Schienen-ÖPNV bleibt ungenügend.

Es wäre eine echt tolle Vision wenn man das Zentrum zwischen Rheinuferstraße und Ringe weitgehend autofrei bekäme. Das geht allerdings nur mit einem Straßenbahnnetz durch die Kölner Gassen.

Neue Wohnquartiere werden wohl weiterhin nur mit ungenügenden Bussen erschlossen wie immer. So was wie in Wien in der Seestadt wird es hier nicht geben in Köln.

Re: Schilda...

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 18.08.19 23:07

Stundentakt schrieb:
Frau Haaks hat schon jetzt und grundsätzlich etwas nicht verstanden, wenn ihre erste Denkhandlung ist, eine schon bestehende Strecke zu verlegen oder zu verlagern.
Ich kenne von ihr auch die Aussage, dass heute nach/trotz Tunnelbau niemand mehr eine oberirdische Innenstadtstrecke stilllegen würde. (Bin übrigens in diesem Kontext sehr gespannt was die Karlsruher letztlich machen werden.)

So etwas will der Stadtanzünder aber nicht wissen und würde es erst recht nicht schreiben.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Spencer84

Datum: 19.08.19 13:49

Strizie schrieb:
Das der Mediapark keinen direkten ÖPNV-Anschluss hat ist eigentlich ein Unding. Der Weg vom Hansaring zum Mediapark ist nicht sonderlich attraktiv und zur Christophstr. auch nicht.
Ja, es ist wirklich eine Gemeinheit, dass die U-Bahn nirgends bis vor die Haustür fährt /ironieaus

Der Weg von Christophstr/Mediapark zum Cinedom beträgt 500 Meter und führt mit Ausnahme einer Straßenkreuzung immer geradeaus in der Mitte einer mit Bäumen bepflanzten Straße.

Dafür, dass der 700m lange Fußweg (in deinen Augen) vom Hansaring zum Mediapark unattraktiv ist, kann die KVB nichts. Hast du schon mal den Weg über die Maybachstraße probiert? Schöne Gebäude, alles sehr ruhig.
Die Haltestelle Hansaring ist außerdem nicht (nur) dafür gedacht, den Mediapark zu erschließen, sondern auch den Eigelstein, das Ursulaviertel und Agnesviertel. Am Wochenende steigen hier alle Feierwütigen von den Ringen in die S-Bahnen ins Kölner Umland.

500-700 Meter bis zur nächsten Haltestelle zu laufen finde ich als Kölner ganz normal. Ich wohne in der Innenstadt, und eine U-Bahn fährt nicht direkt vor der Haustür. Dafür habe ich im Umkreis von ca. 600-700 Metern drei Haltestellen (plus den Hbf), an denen ich umsteigefrei in unterschiedlichste Richtungen fahren kann. Was will ich also mehr?
Wenn ich mir dagegen überlege, wie weit vom Schuss die meisten Haltestellen in den Außenbezirken sind...

Ich habe auch noch nie jemanden sich beschweren hören, dass die Haltestellenabstände zu groß sind.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Kölnbahner

Datum: 19.08.19 14:31

Im Agnesviertel hörst Du die Stimmen schon, da fährt nämlich die U-Bahn vom Ebertplatz bis Lohsestr einfach durch. Da hätte man wirklich einen Halt bauen können...

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Stundentakt

Datum: 19.08.19 16:04

Spencer84 schrieb:
500-700 Meter bis zur nächsten Haltestelle zu laufen finde ich als Kölner ganz normal.
Jeder Jeck ist anders.

Mehr und neue Haltestellen fordern wir für normale Menschen in ihren Autos, die ihren Wagen nicht gewohnheitsmäßig 700 Meter vor oder hinter ihrem Fahrtziel parken und sich das auch nicht schönreden könnten.

Die gesamte Altstadt zwischen Appellhof und Hansaring ist eine einzige Bedienungslücke.

Das Verkehrskonzept Mediapark namens Stratzen ist da nur Anekdote...

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Stundentakt

Datum: 19.08.19 16:09

Kölnbahner schrieb:
Im Agnesviertel hörst Du die Stimmen schon, da fährt nämlich die U-Bahn vom Ebertplatz bis Lohsestr einfach durch. Da hätte man wirklich einen Halt bauen können...
Habe im Lohsetunnel nie Stimmen gehört...

Die tolle Lentpark-Buslinie war den Damen und Herren Agnesviertlern wohl nicht fein genug...

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Spencer84

Datum: 19.08.19 16:50

Kölnbahner schrieb:
Im Agnesviertel hörst Du die Stimmen schon, da fährt nämlich die U-Bahn vom Ebertplatz bis Lohsestr einfach durch. Da hätte man wirklich einen Halt bauen können...
Da gebe ich dir bedingt recht – aber je nachdem, wo du wohnst, bist du auch dort nie mehr als 500 Meter von einer U-Bahn-Haltestelle entfernt. Entweder gehst du zum Ebertplatz, Lohsestraße, Hansaring oder Reichenspergerplatz.
Noch dazu gibt es mit dem 127er und 140er zwei Buslinien im Agnesviertel.
Also schlecht angebunden ist wirklich was anderes.

Das gleiche gilt für die Altstadt zwischen Appellhofplatz und Hansaring. Man ist an keinem Punkt weiter als 500 Meter von der nächsten U-Bahn-Haltestelle entfernt, sei es nun Appellhofplatz, Christophstr, Hansaring oder Hbf.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Strizie

Datum: 19.08.19 17:56

Tja und mit dem Auto kann man dort direkt darunter parken.

Man könnte eigentlich wunderbar hier eine Straßenbahnlinie ab Neumarkt durch die Richmondstraße-Mohrenstraße-Christophstr.-Mediapark-Mittellage A57 (HST Herkuleshochhaus)-bis auf dem Autobahndeckel zur Liebigstraße führen.

Damit würde man das neue Wohngebiet in Ehrenfeld sehr gut an die Innenstadt anbinden.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Stundentakt

Datum: 19.08.19 18:27

Spencer84 schrieb:
...
Das gleiche gilt für die Altstadt zwischen Appellhofplatz und Hansaring. Man ist an keinem Punkt weiter als 500 Meter von der nächsten U-Bahn-Haltestelle entfernt, sei es nun Appellhofplatz, Christophstr, Hansaring oder Hbf.
Da in dem umrissenen Gebiet keinerlei andere Haltestellen als U- existieren, bedeutet dies 500 Meter von jeglicher Haltestelle i.S.v. ÖV-Zugangspunkt - und das ist 60% über dem vernünftigen Wert für eine Innenstadtlage.

= Bedienungslücke = MIV = Stau.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Strizie

Datum: 19.08.19 23:01

Die Innenstadt ist oberhalb vom Neumarkt bis Hansaring beschissen erschlossen. Zwischen Neumarkt und den Bächen sieht das nur gut aus, weil die Linie 9 via. Mauritiuskirche zum Zülpicher Platz fährt. Gäbe es dort die Linie 9 nicht wäre die Erschließungswirkung genauso beschissen wie nördlich des Neumarkt.

Die Breite Straße ist z.B. eine Einkaufsstraße und nur erschlossen durch den Apellhofplatz. Wenn man zur Ehrenstraße möchte ist die Erschließungswirkung gleich Null.

Wenn man sich mal auf Google Maps anschaut wie viele Autos da in den Gassen abgestellt stehen finde ich dies erschreckend.

Um etwas zu ändern in Köln bzw. eine Verkehrswende zu erreichen benötigt man unbedingt ein separates Straßenbahnnetz eben durch diese Gassen. Da durch neue Buslinien zu schicken macht absolut keinen Sinn wie man bei der Buslinie 127 erkennen kann. Die Linie fährt teils durch enge Wohnstraßen mit Gelenkbussen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.08.19 23:02.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Spencer84

Datum: 20.08.19 07:54

Strizie schrieb:
Um etwas zu ändern in Köln bzw. eine Verkehrswende zu erreichen benötigt man unbedingt ein separates Straßenbahnnetz eben durch diese Gassen. Da durch neue Buslinien zu schicken macht absolut keinen Sinn wie man bei der Buslinie 127 erkennen kann. Die Linie fährt teils durch enge Wohnstraßen mit Gelenkbussen.
Wo genau fährt der 127er durch enge Wohnstraßen? Im Agnesviertel jedenfalls nicht. Auf der Krefelder Straße ist ausreichend Platz.

Und wieso glaubst du, dass Straßenbahnen besser durch enge Wohnstraßen kommen?
Deine angedachte Strecke vom Neumarkt zum Mediapark würde jedenfalls größtenteils aus bislang engen Einbahnstraßen bestehen. Da kannst du nicht mal zwei Gleise parallel verlegen.

Was die Anbindung der Ehrenstraße und anderer Shoppingstraßen angeht: Wie hier auch schon mal im Thema geschrieben wurde, geht ein Großteil der Besucher shoppen. Sprich, man fängt auf der einen Seite der Straße an und geht dann bis zum Ende hinunter. Die meisten Wochenendshopper machen die Runde Hohe Straße -> Schildergasse und wieder zurück.
Genauso laufen die etwas wohlhabenderen Shopper vom Rudolfplatz direkt über die Pfeilstraße (wo ebenfalls viele teure Geschäfte sind) zur Ehrenstraße und Mittelstraße.
So gut wie niemand würde sich wohl die Mühe machen, aus dem Umland am Wochenende ins Gedrängel in die Kölner Innenstadt zu fahren, um dann nur 1 Geschäft aufzusuchen. (Als Einheimischer weiß man, dass man Hohe Straße/Schildergasse samstags meiden sollte.)

Aber klar, wenn man sich die Stadt nur per Google Maps ansieht, weiß man natürlich alles besser :)

Henne und Ei

geschrieben von: Stundentakt

Datum: 20.08.19 09:20

Spencer84 schrieb:
... geht ...

... samstags ...
Das ist jetzt aber eine Übertreibung. Samstags kommt man spätestens mit der zwoten, allerspätestens dritten Bahn mit...

Man möchte sich gar nicht ausmalen, wie viele ÖV-Zugangspunkte man in dreißig Fußminuten erreicht und was man auf dem Weg dorthin schon alles erledigt hat...

Re: Henne und Ei

geschrieben von: Kölnbahner

Datum: 20.08.19 22:26

Naja, es stimmt schon teilweise was oben geschrieben wurde. Jeder Autofahrer, der sein Auto 700m von der Haustüre entfernt parken muss zu der er geht, der schimpft wie ein Rohrspatz und wird mindestens Worte wie "katastrophale Parksituation hier" finden.
700m zur nächsten Bahnhaltestelle sind m.E. keine katastrophale Situation, eine attraktive Anbindung sieht aber anders aus. Insofern ist die Kölner Innenstadt, die flächenmäßig eben sehr groß ist teilweise relativ schlecht angebunden.
Etwa 30 Haltestellen auf 16km² klingen zwar erst mal nichtschäbbig, sind aber der Innenstadt einer Millionenstadt unwürdig. Da sind die genannten Gebiete um den Klingelpütz im Norden und im Süden das Gebiet östlich von St. Pantaleon, oder die Bäche bzw. Nord-Süd-Fahrt sind einige Beispiele, wo man evtl. auch mit nur 1-2 feinerschließenden Straßenbahnlinien viel erreichen könnte, ohne zu zaubern.

Den Ausbau des Kölner ÖPNV in Zukunft mit Bussen vollziehen zu wollen ist aus der 0Faulheit, Frust und Not geboren, weil Bahnprojekte heutzutage in diesem kaputtbürokratisierten Land eine Generation bis zur Verwirklichung brauchen - in Köln teilweise 2 Generationen. Es ist aber mit Sicherheit kein Konzept zu einer Verkehrswende!

PS: Ich verstehe auch nicht, warum sich einige meiner Vorredner so gegen die Idee neuer Straßenbahnlinien sträuben. Wir sind hier in einem Straßenbahn-Forum! Die Alternative hat ausnahmslos Gummireifen, denn die Schienenstrecken schaffen es jetzt schon nicht mehr.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.08.19 22:34.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 20.08.19 23:01

Spencer84 schrieb:
Strizie schrieb:
Die Linie fährt teils durch enge Wohnstraßen mit Gelenkbussen.
Wo genau fährt der 127er durch enge Wohnstraßen? Im Agnesviertel jedenfalls nicht. Auf der Krefelder Straße ist ausreichend Platz.
Im Sechzigviertel geht es aber schon ziemlich eng zu.

Spencer84 schrieb:
Zitat:
Deine angedachte Strecke vom Neumarkt zum Mediapark würde jedenfalls größtenteils aus bislang engen Einbahnstraßen bestehen. Da kannst du nicht mal zwei Gleise parallel verlegen.
So lang man sie in zwei parallelen Straßen verlegen kann, ist das ja auch nicht nötig.

Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

geschrieben von: Spencer84

Datum: 21.08.19 01:48

mannibreuckmann schrieb:
Spencer84 schrieb:
Strizie schrieb:
Die Linie fährt teils durch enge Wohnstraßen mit Gelenkbussen.
Wo genau fährt der 127er durch enge Wohnstraßen? Im Agnesviertel jedenfalls nicht. Auf der Krefelder Straße ist ausreichend Platz.
Im Sechzigviertel geht es aber schon ziemlich eng zu.
Ja – das Sechzigviertel ist aber in Nippes und nicht in der Innenstadt. Alle Buslinien fahren an irgendeiner Stelle im Kölner Stadtgebiet durch enge Straßen, genauso wie es wahrscheinlich in allen Städten der Fall ist.
Aber was hat das damit zu tun, dass die Innenstadt angeblich nicht gut erschlossen ist?

Im Übrigen hat die KVB heute einige Fahrplanänderungen ab dem 28. August veröffentlicht: [www.kvb.koeln]

Zitat
  • Auf der Stadtbahn-Linie 16 gibt es montags bis freitags in den Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags einen durchgängigen 10-Minuten-Takt zwischen Köln und Bonn. Bislang fuhren die Bahnen von Köln aus lediglich bis Wesseling im 10-Minuten-Takt. Außerdem wird es zusätzliche Fahrten in den Schwachverkehrszeiten sowie in den Wochenend-Nächten bis nach Bonn geben.
  • Auf der Stadtbahn-Linie 7 werden montags bis freitags alle Fahrten, die bislang in Haus Vorst enden, um eine Haltestelle bis Frechen Bahnhof verlängert. Am Nachmittag wird eine Fahrt bis nach Frechen Benzelrath verlängert.
  • Die Bus-Linie 139 wird bis zur Gesamtschule am Wasseramselweg verlängert.
  • Die Bus-Linie 163/550 fährt künftig samstags im 20-Minuten-Takt (bisher 30-Minuten-Takt). Sonntags sowie an allen Tagen abends wird der bisherige 60-Min-Takt auf einen 30-Min-Takt verdichtet.
  • Die Bus-Linie 164, die heute an der Stadtgrenze zur Linie 501 Richtung Siegburg wird, wird dort künftig zur Buslinie SB55nach Bonn; die Leistung auf Kölner Stadtgebiet ändert sich nicht. Die Linie 167 wird im Nachtverkehr dann an der Stadtgrenze ebenfalls zur Linie SB55.
  • Zum Semesterbeginn am 7. Oktober 2019 werden die Fahrten der Bus-Linie 142, die an der Weißhausstraße enden, bis zur neuen Haltestelle Sibille-Hartmann-Straße (Interimsstandort der Universität, zwischen Pohligstraße und Am Vorgebirgstor) verlängert. Damit fahren die Busse dann im 10-Minuten-Takt bis zur Pohligstraße.

  • Weitere Verbesserungen sind zum regulären Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 geplant.




    3-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.08.19 01:51.

    Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

    geschrieben von: mannibreuckmann

    Datum: 21.08.19 23:52

    Spencer84 schrieb:
    mannibreuckmann schrieb:
    Spencer84 schrieb:
    Strizie schrieb:
    Die Linie fährt teils durch enge Wohnstraßen mit Gelenkbussen.
    Wo genau fährt der 127er durch enge Wohnstraßen? Im Agnesviertel jedenfalls nicht. Auf der Krefelder Straße ist ausreichend Platz.
    Im Sechzigviertel geht es aber schon ziemlich eng zu.
    Ja – das Sechzigviertel ist aber in Nippes und nicht in der Innenstadt.
    Ging es darum? Ich hatte es so verstanden, dass es Irsinn sei, zusätzliche Buslinien anstelle von neuen Bahnstrecken zu fordern, wenn die vorhandenen schon am Anschlag sind und man deshalb mit Gelenkbussen durch enge Wohnstraßen fahren muss.

    Im Übrigen sind Sechzig- und Agnesviertel nur einen Steinwurf voneinander entfernt. Entweder sind beide Innenstadt - oder keins von beiden.

    Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

    geschrieben von: Zentauri

    Datum: 22.08.19 00:19

    mannibreuckmann schrieb:
    Im Übrigen sind Sechzig- und Agnesviertel nur einen Steinwurf voneinander entfernt. Entweder sind beide Innenstadt - oder keins von beiden.
    Das Agnesviertel ist Neustadt-Nord, gehört also zum Stadtbezirk Innenstadt. Das Sechzigvirtel gehört zum Stadtbezirk Nippes und ist damit keine Innenstadt mehr.

    Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

    geschrieben von: kmueller

    Datum: 22.08.19 09:30

    Spencer84 schrieb:
    500-700 Meter bis zur nächsten Haltestelle zu laufen finde ich als Kölner ganz normal.
    Das ist eine der Hauptschwächen des Kölner Netzes.

    Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

    geschrieben von: mannibreuckmann

    Datum: 22.08.19 15:42

    Zentauri schrieb:
    mannibreuckmann schrieb:
    Im Übrigen sind Sechzig- und Agnesviertel nur einen Steinwurf voneinander entfernt. Entweder sind beide Innenstadt - oder keins von beiden.
    Das Agnesviertel ist Neustadt-Nord, gehört also zum Stadtbezirk Innenstadt. Das Sechzigvirtel gehört zum Stadtbezirk Nippes und ist damit keine Innenstadt mehr.
    Stadtbezirk Innenstadt = Innenstadt? Wenn ich im Stadtbezirk Rodenkirchen wohne, dann wohne ich also in Rodenkirchen, auch wenn ich tatsächlich in Zollstock wohne? Merkwürdige Argumentation, die ich in ihrer Starrheit eigentlich nur von einem anderen User hier kenne.
    Alibizugpaar schrieb:
    Die Leuten wählen 'die' bei der nächsten Wahl u.U. wieder, weil sie mit nur 1 kleinen Kreuzchen zig persönliche Interessensgebiete abzudecken versuchen müssen. Das ist oft ein Ding der Unmöglichkeiten. Denn neben dem ÖPNV geht es einem ja auch um Außenpolitik, Wirtschaft., Gesundheit, Bildung, Pflege, Soziales ...
    Genau das habe ich ja geschrieben, die Untätigkeit der Altparteien betrifft ja eben nicht nur den ÖPNV, sondern auch einige der anderen Bereiche. Es gäbe durchaus die Möglichkeit, eine Partei zu wählen, die bessere Konzepte im Rahmen der eigenen Überzeugungen hat, aber viele schauen sich gar nicht nach Alternativen um und halten lieber an etwas fest, was sie seit Jahren nur enttäuscht.

    Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

    geschrieben von: Linie21

    Datum: 22.08.19 22:18

    mannibreuckmann schrieb:
    Zentauri schrieb:
    mannibreuckmann schrieb:
    Im Übrigen sind Sechzig- und Agnesviertel nur einen Steinwurf voneinander entfernt. Entweder sind beide Innenstadt - oder keins von beiden.
    Das Agnesviertel ist Neustadt-Nord, gehört also zum Stadtbezirk Innenstadt. Das Sechzigvirtel gehört zum Stadtbezirk Nippes und ist damit keine Innenstadt mehr.
    Stadtbezirk Innenstadt = Innenstadt? Wenn ich im Stadtbezirk Rodenkirchen wohne, dann wohne ich also in Rodenkirchen, auch wenn ich tatsächlich in Zollstock wohne? Merkwürdige Argumentation, die ich in ihrer Starrheit eigentlich nur von einem anderen User hier kenne.
    Das ist aber ein schlechter Vergleich, denn unter Innenstadt versteht man im Allgemeinen tatsächlich den Stadtbezirk Innenstadt mit Ausnahme von Deutz. Beim Sechzigviertel spricht definitiv keiner von Innenstadt. Das Viertel mag zwar nah am Agnesviertel liegen, aber es befindet sich durchaus eine markante Grenze dazwischen, nämlich die Innere Kanalstraße und der Innere Grüngürtel.
    Gruß,
    Linie21

    Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

    geschrieben von: Linie21

    Datum: 22.08.19 22:22

    Spencer84 schrieb:
    Zitat:
    Ich habe auch noch nie jemanden sich beschweren hören, dass die Haltestellenabstände zu groß sind.
    Dann unterhalte dich mal mit älteren Leuten oder mit potenziellen ÖPNV-Nutzern. Gerade in der Innenstadt kann die Erschließung nicht nur durch U-Bahnen bzw. unabhängig verkehrende Stadtbahnen mit mittleren bis großen Haltestellenabständen erfolgen. In anderen Städten verdichten Busse oder Straßenbahnen das Netz.

    Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

    geschrieben von: Strizie

    Datum: 22.08.19 23:06

    Spencer84 schrieb:
    Und wieso glaubst du, dass Straßenbahnen besser durch enge Wohnstraßen kommen?
    Deine angedachte Strecke vom Neumarkt zum Mediapark würde jedenfalls größtenteils aus bislang engen Einbahnstraßen bestehen. Da kannst du nicht mal zwei Gleise parallel verlegen.

    Was die Anbindung der Ehrenstraße und anderer Shoppingstraßen angeht: Wie hier auch schon mal im Thema geschrieben wurde, geht ein Großteil der Besucher shoppen. Sprich, man fängt auf der einen Seite der Straße an und geht dann bis zum Ende hinunter. Die meisten Wochenendshopper machen die Runde Hohe Straße -> Schildergasse und wieder zurück.
    Genauso laufen die etwas wohlhabenderen Shopper vom Rudolfplatz direkt über die Pfeilstraße (wo ebenfalls viele teure Geschäfte sind) zur Ehrenstraße und Mittelstraße.
    So gut wie niemand würde sich wohl die Mühe machen, aus dem Umland am Wochenende ins Gedrängel in die Kölner Innenstadt zu fahren, um dann nur 1 Geschäft aufzusuchen. (Als Einheimischer weiß man, dass man Hohe Straße/Schildergasse samstags meiden sollte.)

    Aber klar, wenn man sich die Stadt nur per Google Maps ansieht, weiß man natürlich alles besser :)
    Es geht darum in Köln ein gutes ÖPNV-Angebot zu schaffen und das Zentrum ist eben nicht gut mit ÖPNV erschlossen.

    Auch muss es darum gehen das Auto aus der Kölner Innenstadt weitgehend zu verbannen ansonsten erreicht man keine Verkehrswende.

    Straßen vom Neumarkt aus Richtung Norden gibt es genug kann man auch in nur einer Richtung befahren, dass ist immer noch besser als der jetzige Status.

    Das relativ neue Wohngebiet in Ehrenfeld an der Herkulesstraße ist auch nur über die Buslinie 142 erschlossen. Das ist nicht gerade der Hit. Richtung Innenstadt ist also grundsätzlich 1-2 Umstiege erforderlich.

    Immerhin bekommt man über Google Maps einen guten Überblick darüber, dass die komplette Innenstadt mit Autos zugeparkt ist. Wenn das ÖPNV-Angebot doch so dermaßen toll in der Innenstadt ist warum besitzen dort etliche Anwohner ein Auto? Oder willst Du uns etwa erzählen das sind alles Pendler von auswärts.

    Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

    geschrieben von: Stundentakt

    Datum: 22.08.19 23:26

    Strizie schrieb:
    Immerhin bekommt man über Google Maps einen guten Überblick darüber, dass die komplette Innenstadt mit Autos zugeparkt ist. Wenn das ÖPNV-Angebot doch so dermaßen toll in der Innenstadt ist warum besitzen dort etliche Anwohner ein Auto? Oder willst Du uns etwa erzählen das sind alles Pendler von auswärts.

    Ein einziger dieser häßlichen sperrigen Gelenkbusse kostet ja locker vier zauberhafte Parklücken, ist Dir das klar?

    Das geht so nicht.

    Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

    geschrieben von: mannibreuckmann

    Datum: 22.08.19 23:56

    Linie21 schrieb:Zitat:
    Das ist aber ein schlechter Vergleich, denn unter Innenstadt versteht man im Allgemeinen tatsächlich den Stadtbezirk Innenstadt mit Ausnahme von Deutz. Beim Sechzigviertel spricht definitiv keiner von Innenstadt. Das Viertel mag zwar nah am Agnesviertel liegen, aber es befindet sich durchaus eine markante Grenze dazwischen, nämlich die Innere Kanalstraße und der Innere Grüngürtel.
    Gruß,
    Linie21
    Wenn ich Deutz ausnehme, kann ich genauso gut alles außerhalb des Rings ausnehmen. Was bliebe, wäre die Innenstadt im engeren Sinne, das historische Stadtzentrum. Und wenn ich mich nicht ganz irre, ging es im Ausgangsbeitrag genau darum, genauer gesagt um den nördlichen Teil davon etwa zwischen Neumarkt und Hansaring, wo ÖPNV-technisch tatsächlich der Hund begraben ist.

    Die innere Kanalstraße mag eine Verwaltungsgrenze sein, im täglichen Leben spielt sie aber gerade zwischen Nippes und dem Agnesviertel - ebenso wie rund um die Uni - keine Rolle. Das ist z.B. zwischen Ehrenfeld und dem Belgischen Viertel völlig anders.

    So, und nun is' gut;-)

    Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

    geschrieben von: Zentauri

    Datum: 22.08.19 23:56

    mannibreuckmann schrieb:
    Zentauri schrieb:
    mannibreuckmann schrieb:
    Im Übrigen sind Sechzig- und Agnesviertel nur einen Steinwurf voneinander entfernt. Entweder sind beide Innenstadt - oder keins von beiden.
    Das Agnesviertel ist Neustadt-Nord, gehört also zum Stadtbezirk Innenstadt. Das Sechzigvirtel gehört zum Stadtbezirk Nippes und ist damit keine Innenstadt mehr.
    Stadtbezirk Innenstadt = Innenstadt? Wenn ich im Stadtbezirk Rodenkirchen wohne, dann wohne ich also in Rodenkirchen, auch wenn ich tatsächlich in Zollstock wohne? Merkwürdige Argumentation, die ich in ihrer Starrheit eigentlich nur von einem anderen User hier kenne.
    Irgendwo muss man eine Grenze ziehen, was Innenstadt ist und was nicht. In diesem Bereich ist die Grenze nun einmal die Innere Kanalstraße. Nördlich davon ist nicht mehr Innenstadt. Ich weiß auch nicht, was an der Argumentation merkwürdig sein soll.
    Auch von meinem persönlichen Empfinden zähle ich das Sechzigviertel nicht mehr zur Innenstadt. Für mich ist rein vom Gefühl auch das Agnesviertel nicht mehr so richtig Innenstadt. Aber jede Jeck is anders - und das ist auch gut so. ;)

    Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

    geschrieben von: mannibreuckmann

    Datum: Gestern, 09:47:18

    Na, so kommen wir doch gut zusammen:-)

    Natürlich ist das Sechzigviertel NICHT Innenstadt, aber wie du schreibst: Das Agnesviertel eher auch nicht, dafür steht es einfach zu sehr für sich. Die Grenzen zwischen Eigelstein, Agnesviertel und Nippes sind fließend - trotz der Inneren als Verwaltungsgrenze.

    Auch im Süden: Die Südstadt rund um den Chlodwigplatz würde ich eher nicht zur Innenstadt zu zählen und auch hier ist der Übergang nach Bayenthal fließend.

    Aber du hast natürlich recht: Irgendwo muss die Verwaltung Grenzen ziehen und einigermaßen sinnvolle Bezeichnungen für die entstandenen Gebiete finden. Dass sich das nicht immer 100%ig schlüssig sein kann, ist klar.

    Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

    geschrieben von: Kölnbahner

    Datum: Gestern, 10:53:17

    Schön, dass Ihr auf einen gemeinsamen Nenner kommt. Es ist auch völlig wurscht, wo genau die Grenze der Kölner Innenstadt verläuft, und es ist auch völlig wurscht, ob der Stadtkern schlecht, mäßig, oder OK mit Schienen angebunden ist: da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben - und darum geht's.
    Das Kölner Bahnsystem krankt an mangelnder Kapazität, die ist größtenteils bedingt durch knausrige Zuglängen und eine zu starke Bündelung der Linien auf zu wenig Strecken.
    Alle ernsthaft diskutierten Systemerweiterungen drehen sich um die Verlängerungen von bestehenden Linien an den Außenästen, bedeuten also nur eine Verschlimmerung des Problems in der Innenstadt. Das heißt, man muss sich Gedanken um Erweiterungen in der Innenstadt machen. Weil Tunnel teuer sind und die Verwirklichung extrem lange dauert, bleiben nur neue Straßenbahnstrecken/Linien übrig, wenn man keine Busstadt will.
    Das sollte in einem Straßenbahn-Forum eigentlich auf offene Ohren treffen und nicht zu seitenlanger Zerfledderei führen.

    Für mich sind die Bäche und die Nord/Süd-Fahrt erst einmal die heißesten Kandidaten für neue Straßenbahnlinien, da ist auch Platz genug.
    Klingelpütz/Mediapark im Norden und Vorgebirgstraße/Parkstadt Süd sind da nur zwei Möglichkeiten von vielen. Wichtig ist das der Kern der Stadt neue Strecken erhält.

    Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

    geschrieben von: Nachtzug

    Datum: Gestern, 12:51:03

    Kölnbahner schrieb:
    Schön, dass Ihr auf einen gemeinsamen Nenner kommt. Es ist auch völlig wurscht, wo genau die Grenze der Kölner Innenstadt verläuft, und es ist auch völlig wurscht, ob der Stadtkern schlecht, mäßig, oder OK mit Schienen angebunden ist: da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben - und darum geht's.
    Das Kölner Bahnsystem krankt an mangelnder Kapazität, die ist größtenteils bedingt durch knausrige Zuglängen und eine zu starke Bündelung der Linien auf zu wenig Strecken.
    Alle ernsthaft diskutierten Systemerweiterungen drehen sich um die Verlängerungen von bestehenden Linien an den Außenästen, bedeuten also nur eine Verschlimmerung des Problems in der Innenstadt. Das heißt, man muss sich Gedanken um Erweiterungen in der Innenstadt machen. Weil Tunnel teuer sind und die Verwirklichung extrem lange dauert, bleiben nur neue Straßenbahnstrecken/Linien übrig, wenn man keine Busstadt will.
    Das sollte in einem Straßenbahn-Forum eigentlich auf offene Ohren treffen und nicht zu seitenlanger Zerfledderei führen.

    Für mich sind die Bäche und die Nord/Süd-Fahrt erst einmal die heißesten Kandidaten für neue Straßenbahnlinien, da ist auch Platz genug.
    Klingelpütz/Mediapark im Norden und Vorgebirgstraße/Parkstadt Süd sind da nur zwei Möglichkeiten von vielen. Wichtig ist das der Kern der Stadt neue Strecken erhält.
    endlich mal einer der die Problematik ganzheitlich und zukunftsweisend erkannt hat

    Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

    geschrieben von: Strizie

    Datum: Gestern, 13:25:33

    Busse motivieren Autofahrer auch nicht gerade zum Umsteigen.

    Als ÖPNV-Nutzer mag ich es selbst nicht Busse zu benutzen. Wenn man Autofahrer vom ÖPNV überzeugen will muss man denen ein gutes Angebot vorsetzen und dies möglichst ohne Busse.

    Davon abgesehen sollten Busse in Millionenstädten keine Hauptrollen im ÖPNV spielen.

    Lieber eine Straßenbahn vor der Haustüre als diese einöden Asphaltpisten.

    Re: [K] Haltestelle Neuköllner Straße

    geschrieben von: Hauptmann Mumm

    Datum: Gestern, 13:58:18

    Kölnbahner schrieb:
    Für mich sind die Bäche und die Nord/Süd-Fahrt erst einmal die heißesten Kandidaten für neue Straßenbahnlinien, da ist auch Platz genug.
    Klingelpütz/Mediapark im Norden und Vorgebirgstraße/Parkstadt Süd sind da nur zwei Möglichkeiten von vielen. Wichtig ist das der Kern der Stadt neue Strecken erhält.
    Grundsätzlich d'accord, dass es neue Strecken braucht. Wobei die Frage nach dem "wo" m.E. schon etwas diffiziler ist.

    Die einzige innerstädtische Neubaustrecke, die kurzfristig Kapazitäten schaffen könnte, ist für mich Severinstraße -> Barbarossaplatz (eingleisig oberirdisch) als Ergänzung zur bereits vorhandenen unterirdischen Eingleisigkeit; anschließend dann 5-Takt auf der Linie 4 und Ableitung der Linie 3 nach Klettenberg.

    Im Ost-West-Bereich sind sich hier ja bereits viele einig(*), dass eine Weiterentwicklung oben+unten sinnig ist. Für mich ist da vor allem die Frage offen, inwieweit man eine zusätzliche Rheinquerung braucht bzw. ob diese überhaupt ansatzweise realistisch ist. Das ist aber dann eher langfristig gedacht.

    Für Nord-Süd bieten sich in der Tat entweder die Bäche oder die Nord-Süd-Fahrt für eine ganz neue zusätzliche Achse an. Im Süden könnten beide zweckmäßigerweise mit der Zollstocker Linie verknüpft werden. Im Norden gäbe es m.E. zwei lohnenswerte anschließende Achsen:
    - Komödienstr. oder Kyotostr. und dann weiter in Richtung Mediapark, Liebgstraße und/oder Neu-Ehrenfeld (ggf. mit Anschluss an die Linie 5)
    - Turiner Str. - Agneskirche und dann weiter in Richtung Kempener Str. und/oder Niehler Str.
    Die Verknüpfung dieser potenziellen Achsen wäre aber alles andere als trivial. Bei einer Strecke durch die Bäche stellt sich die Frage der Weiterführung ab Heumarkt nach Norden bis zum Hauptbahnhof. Dort gibt es letztendlich vier Möglichkeiten: Altstadt (entweder wie der Busverkehr am Gürzenich vorbei oder über Heumarkt/Alter Markt), Rheingarten oder Rheinufertunnel (2 Fahrspuren MIV -> ÖPNV). Alles sehr anspruchsvoll. Bei der Nord-Süd-Fahrt wiederum stellt sich mir vor allem die Frage, ob die Unterquerung der Schildergasse bzgl. Trassierung vom Schienenverkehr überhaupt nutzbar wäre. Zudem hat die NSF den Pferdefuß, sehr schlecht zu den heutigen ÖPNV-Verknüpfungspunkten zu liegen.

    Außerhalb der Innenstadt wäre m.E. über eine tangentiale Strecke etwa im Verlauf der Inneren Kanalstr. nachzudenken.


    (*) Nicht alle, ich weiß!



    4-mal bearbeitet. Zuletzt am gestern, 14:00:21.

    Melde, Herr Hauptmann, ich hab' da was gefunden

    geschrieben von: TBOAR (bt)

    Datum: Gestern, 18:31:18

    ... und das heißt:

    Busse und Bahnen auf neuen Wegen in Köln und der Region - Anlalysen und Konsequenzen für den Öffentlichen Verkehr

    Herausgeberin Fraktion Die GRÜNEN im Kölner Rat, Köln, im Mai 1992

    mit

    Altstadtbahn (nicht Alt-Statt-Bahn ;-)), Bächebahn, Mediaparkbahn - also manches lebt wieder auf in wird auch 27 Jahre danach wieder aktuell.
    Nur für die Nord-Süd-Fahrt hatten die noch nix - damals.