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KVB Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks in einem großen Interview des Kölner Stadtanzeigers über die Zukunft der KVB.

[mobil.ksta.de]


1 „WLAN in den Bahnen lohnt sich wegen der kurzen Verweildauer nicht. In Bussen will man es aber einführen“

So ein Quatsch, als ob die Verweildauer in den Bussen länger wäre als in den Bahnen.

2. „Ost-West/Stadtbahn-Achse will sie in jedem Fall eine unterirdische Lösung“

Auch sie hat leider nicht erkannt, dass wir hier sowohl eine oberirdische als auch eine unter irdische Stadtbahn brauchen, wenn wir nennenswerte Kapazitätserweiterung erreichen wollen.

3. „Bis 2020 sollen personal- und fahrzeugtechnische Ausfälle von Stadtbahnen kompensiert werden“

Träumen kann sie auch.

4. „Der Schwerpunkt muss auf dem Ausbau der Busflotte und der Verdichtung des Busnetzes liegen, da man nicht in jedes Viertel Schiene legen kann“

Klar, in einer Stadt mit nur 1 Million Einwohner lohnen sich neue Schiene nicht, da ist der Ausbau des Busnetzes natürlich besser.

Die gute Frau scheint sich nahtlos in die Ahnungslosigkeit ihres Vorgängers einzureihen.
Es ist schön wenn man hier einen Link eines Zeitungsartikels einstellt, es wäre auch genauso gut wenn man vorher mal schaut ob da eine Bezahlschranke
eingebaut ist nach einigen Textzeilen. Denn ich sehe nicht ein bei fast jedem Verlag ein Abo etc. abschließen zu müssen für einen Artikel, der mich gerade
Interessiert.


Solche Links könnte man sich auch sparen.

Mfg.
Robert Hansen schrieb:
Es ist schön wenn man hier einen Link eines Zeitungsartikels einstellt, es wäre auch genauso gut wenn man vorher mal schaut ob da eine Bezahlschranke
eingebaut ist nach einigen Textzeilen. Denn ich sehe nicht ein bei fast jedem Verlag ein Abo etc. abschließen zu müssen für einen Artikel, der mich gerade
Interessiert.


Solche Links könnte man sich auch sparen.

Mfg.
Einfach den Quellcode anzeigen lassen, so kann man die Bezahlschranke umgehen.

Freie Quellen

geschrieben von: Robart

Datum: 11.08.19 17:57

Robert Hansen klagte:
Es ist schön wenn man hier einen Link eines Zeitungsartikels einstellt, es wäre auch genauso gut wenn man vorher mal schaut ob da eine Bezahlschranke
eingebaut ist nach einigen Textzeilen. Denn ich sehe nicht ein bei fast jedem Verlag ein Abo etc. abschließen zu müssen für einen Artikel, der mich gerade
Interessiert.
Solche Links könnte man sich auch sparen.
Nachtzug hat eine Zusammenfassung geschrieben und dazu eine Quelle angegeben. Eine andere dürfte er wahrscheinlich nicht haben.
Er hat dir eine Information zukommen lassen, die du vorher nicht hattest. Das ist sowohl interessant als auch dankenswert.

Für dich als "ich sehe nicht ein bei fast jedem Verlag ein Abo etc. abschließen zu müssen für einen Artikel, der mich gerade
Interessiert" gibt es nun zwei Möglichkeiten:

1. du verzichtest auf die Information
2. du lebst damit, daß nicht alle Quellen frei zugänglich sind.



Ich entscheide mich ganz klar für die 2.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.19 17:57.
Nachtzug schrieb:
Die gute Frau scheint sich nahtlos in die Ahnungslosigkeit ihres Vorgängers einzureihen.

Sagt ausgerechnet einer, der allen Ernstes auf der Ost-West-Achse eine oberirdische und eine unterirdische Lösung fordert. Anderen das Leben in Ahnungslosigkeit vorwerfen, aber selber in einer Traumwelt leben – köstlich.
Dass hier immer Leute ihre Arroganz raushängen lassen müssen, nur weil man eine andere Meinung vertritt...

Natürlich klingt es erst einmal wenig realistisch einen Tunnel für knapp unter einer Milliarde zu gaben und dennoch die bestehende Infrastruktur zu belassen. Fraglich ist jedoch, ob der Tunnel die Engpässe der Kapazitäten wirklich beheben kann. Allein schon deswegen, weil man im Tunnel nicht mehr auf Sicht fahren kann und sich die Abstände der Fahrzeuge so gezwungenermaßen vergrößern werden. Sollte 2024 wirklich die 8 (Porz - Sülz) wieder eingeführt werden - wie Ende 2018 von Fenske noch behauptet - kämen wir auf eine weitere Linie auf der Ost-West-Achse, das wären zur HVZ sechs Züge alle 10 Minuten. Das mag in Paris auf der Métrolinie 13 funktionieren, wo teilautomatisiert gefahren wird und mittlerweile Bahnsteigtüren nachgerüstet wurden, aber in Köln? Kann ich mir ohne viergleisige Bahnhöfe am Heumarkt und Neumarkt nicht vorstellen..



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.19 19:02.
Flexity Swift schrieb:
Allein schon deswegen, weil man im Tunnel nicht mehr auf Sicht fahren kann und sich die Abstände der Fahrzeuge so gezwungenermaßen vergrößern werden.
Dieser Unfug wird nicht dadurch wahr, dass man ihn beständig wiederholt.

Die Menschen werden zu recht fragen, warum man nicht direkt einen Tunnel baut, der leistungsfähig genug ist, anstatt neben einem zu kleinem Tunnel auch noch die Altstrecke weiter zu betreiben. Das hört sich nach nichts Halbem und nichts Ganzem an.

Lieber mehr Busse anstatt neuer Bahnlinien?

geschrieben von: Rudolf R

Datum: 11.08.19 20:45

Vielleicht kennt sich die neue KVB-Chefin noch nicht so gut aus. Unzählige Pläne auf Verlängerung von Bahnlinien (z. B. Neubrück, Linie 13, Widdersdorf) können teilweise seit Jahrzehnten wegen fehlender Mittel nicht umgesetzt werden. Soll das alles ad acta gelegt werden zugunsten von Buslinien? Die Fragestellung der Journalisten war wohl auch nicht so gut gelungen. Gefragt wurde nach dem Bau von neuen Linien mit schmaleren Fahrzeugen. Sind Hoch- und Niederflurfahrzeuge nicht gleich breit?

Re: Lieber mehr Busse anstatt neuer Bahnlinien?

geschrieben von: Zentauri

Datum: 11.08.19 20:50

Rudolf R schrieb:
Sind Hoch- und Niederflurfahrzeuge nicht gleich breit?
Ja, sind sie. Jeweils 2,65 m.

Schilda...

geschrieben von: Stundentakt

Datum: 11.08.19 20:51

Frau Haaks hat schon jetzt und grundsätzlich etwas nicht verstanden, wenn ihre erste Denkhandlung ist, eine schon bestehende Strecke zu verlegen oder zu verlagern.

Wie die Vorredner schon sagten: nix kapiert.

Es ist nur noch ein Kreuz...

Ausgerechnet die PKM-stärksten Linien ohne WLAN (wenn das denn als erforderlich zu gelten hat), man faßt sich doch nur noch an den Kopf... Nein, halt: Irgendwie muß man den SEV ja vollkriegen.

Re: Schilda...

geschrieben von: Zentauri

Datum: 11.08.19 20:53

Stundentakt schrieb:
Frau Haaks hat schon jetzt und grundsätzlich etwas nicht verstanden, wenn ihre erste Denkhandlung ist, eine schon bestehende Strecke zu verlegen oder zu verlagern.

Wie die Vorredner schon sagten: nix kapiert.
Sie ist eben gelernte Steuerberaterin.

Re: Lieber mehr Busse anstatt neuer Bahnlinien?

geschrieben von: Stundentakt

Datum: 11.08.19 20:55

Rudolf R schrieb:
Gefragt wurde nach dem Bau von neuen Linien mit schmaleren Fahrzeugen. Sind Hoch- und Niederflurfahrzeuge nicht gleich breit?
"Schmalere" Bahnen wären aber für eine bessere Erschließung der engen, kleinteiligen City von Vorteil.

Re: Schilda...

geschrieben von: Stundentakt

Datum: 11.08.19 20:57

Zentauri schrieb:
Stundentakt schrieb:
Stundentakt schrieb:
Frau Haaks hat schon jetzt und grundsätzlich etwas nicht verstanden, wenn ihre erste Denkhandlung ist, eine schon bestehende Strecke zu verlegen oder zu verlagern.

Wie die Vorredner schon sagten: nix kapiert.
Sie ist eben gelernte Steuerberaterin.
Also Fachkräftemangel.
cinéma schrieb:
Flexity Swift schrieb:
Allein schon deswegen, weil man im Tunnel nicht mehr auf Sicht fahren kann und sich die Abstände der Fahrzeuge so gezwungenermaßen vergrößern werden.
Dieser Unfug wird nicht dadurch wahr, dass man ihn beständig wiederholt.

Die Menschen werden zu recht fragen, warum man nicht direkt einen Tunnel baut, der leistungsfähig genug ist, anstatt neben einem zu kleinem Tunnel auch noch die Altstrecke weiter zu betreiben. Das hört sich nach nichts Halbem und nichts Ganzem an.
Es wird in Köln mit Sicherheit keinen viergleisigen Tunnel geben. Daher ist die Idee einer zweigleisigen Strecke oberirdisch und parallel drunter eine weitere zweigleisige Strecke gar nicht so schlecht.
Zentauri schrieb:
Es wird in Köln mit Sicherheit keinen viergleisigen Tunnel geben. Daher ist die Idee einer zweigleisigen Strecke oberirdisch und parallel drunter eine weitere zweigleisige Strecke gar nicht so schlecht.
Wie auch immer man einen Tunnel leistungsfähig genug hinbekommt, wahrscheinlicher als die Durchsetzbarkeit von zwei Strecken wird er auf jeden Fall sein.
cinéma schrieb:
Zentauri schrieb:
Es wird in Köln mit Sicherheit keinen viergleisigen Tunnel geben. Daher ist die Idee einer zweigleisigen Strecke oberirdisch und parallel drunter eine weitere zweigleisige Strecke gar nicht so schlecht.
Wie auch immer man einen Tunnel leistungsfähig genug hinbekommt, wahrscheinlicher als die Durchsetzbarkeit von zwei Strecken wird er auf jeden Fall sein.
Was durchsetzbar ist und was notwendig ist sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Du hast es wie die Politik noch nicht verstanden. Wir reden bei einem Tunnel in Köln von mindestens 15-20 Jahren bis das Ganze fertig ist. Bis dahin wird es vermutlich nicht mehr viel Autoverkehr in der Innenstadt geben. Wenn wir eine Verlagerung auf die Schiene wollen brauchen wir zusätzliche Infrastruktur. keinen 1:1 Ersatz.

Das Beispiel Stuttgart 21 sollte uns eine Lehre sein. Hier merkt man jetzt, dass man den Tunnelbahnhof zusätzlich zu Teilen der oberirdischen Kopfbahnhof braucht und nicht stattdessen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.19 09:12.
Zentauri schrieb:Zitat:
Es wird in Köln mit Sicherheit keinen viergleisigen Tunnel geben. Daher ist die Idee einer zweigleisigen Strecke oberirdisch und parallel drunter eine weitere zweigleisige Strecke gar nicht so schlecht.
Deine Idee ist und bleibt aus mehreren Gründen grober Unfug:
- Sie ist auf keinen Fall förderfähig.
- Sie läuft im Zweifelsfall auf eine Überkapazität hinaus. So viele Züge fahren auf der Ost-West-Achse nicht, dass man eine durchgehende Viergleisigkeit benötigen würde. Gegen den Tunnel spricht v.a., dass es sehr fragwürdig ist, ob er wirklich substantiell mehr Zugfahrten ermöglicht als die Bestandsstrecke. Eine von den bisherigen Kreuzungen mit dem MIV bereinigte oberirdische Strecke mit viergleisiger Haltestelle am Neumarkt würde hingegen die Durchlässigkeit der Strecke mit geringem Investitionsaufwand deutlich erhöhen.
- Die Ost-West-Achse muss derzeit sehr viel unnötigen Verkehr verkraften, weil Köln sich den Luxus leistet, keine attraktiven ÖPNV-Angebote für die wichtigen Tangentialverbindungen anzubieten. Im Stadtbahnbereich sind praktisch keine konkreten Anstrengungen zu beobachten, hieran mittelfristig etwas zu verändern. Die Kölner S-Bahn ist der Größe und Bedeutung von Stadt und Ballungsraum unangemessen und weder die Stadt noch das Land üben Druck auf Bund und DB aus, das Netz endlich um die wichtigen West- und Tangentialverbindungen zu ergänzen. Es gibt nur Absichtserklärungen, aber keine verlässlichen Realisierungszeitpläne. Würde Köln endlich attraktive Tangentialverbindungen schaffen, würde der Druck auf die Ost-West-Achse deutlich abnehmen. Kurz- bis mittelfristig könnte man durchaus tangentiale Buslinien und Busspuren einrichten.
- Mit der Einführung längerer Zugeinheiten würde sich die Situation auf der Ost-West-Achse ebenfalls entspannen. Aber hier machen die KVB-Verantwortlichen ja íhre Hausaufgaben nicht. Es ist skandalös, dass bislang nicht abgeklärt wurde, welche maximale Zuglängen die Aufsichtsbehörde auf welhen Strecken unter welchen Voraussetzungen genehmigen würde.
Nachtzug schrieb:
cinéma schrieb:
Zentauri schrieb:
Es wird in Köln mit Sicherheit keinen viergleisigen Tunnel geben. Daher ist die Idee einer zweigleisigen Strecke oberirdisch und parallel drunter eine weitere zweigleisige Strecke gar nicht so schlecht.
Wie auch immer man einen Tunnel leistungsfähig genug hinbekommt, wahrscheinlicher als die Durchsetzbarkeit von zwei Strecken wird er auf jeden Fall sein.
Was durchsetzbar ist und was notwendig ist sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Du hast es wie die Politik noch nicht verstanden. Wir reden bei einem Tunnel in Köln von mindestens 15-20 Jahren bis das Ganze fertig ist. Bis dahin wird es vermutlich nicht mehr viel Autoverkehr in der Innenstadt geben. Wenn wir eine Verlagerung auf die Schiene wollen brauchen wir zusätzliche Infrastruktur. keinen 1:1 Ersatz.

Das Beispiel Stuttgart 21 sollte uns eine Lehre sein. Hier merkt man jetzt, dass man den Tunnelbahnhof zusätzlich zu Teilen der iberischen Kopfbahnhof braucht und nicht stattdessen.
Wir brauchen auf der Ost-West-Achse nicht zwingend zusätzliche Infrastruktur, sondern leistungsfähige. Dabei ist es schon wichtig nach der Durchsetzbarkeit zu fragen. In der Presse wird jetzt schon die Frage aufgeworfen, wie man die Teilung des künftigen Museumsviertels durch den Verkehr verhindern kann, dabei geht es neben dem Autoverkehr auch um die Stadtbahn, denn diese wird in der Kölner Innenstadt durchaus als genauso störend wie der Autoverkehr empfunden, auch wenn mancher sich das hier nicht vorstellen kann. Von daher wird es nicht durchsetzbar sein, einen teueren Tunnel zu bauen und trotzdem oben noch eine Stadtbahn zu haben.
Wenn ein Tunnel gebaut wird, muss der also leistungsfähig genug gebaut werden, alles andere wäre nicht vermittelbar. Wie man das dann erreicht, entweder durch Viergleisigkeit oder über eine höhere Zugfolge durch digitale Technik, sind Detailfragen die zu klären wären.
Kommt POlemik nicht doch von Po?

In Köln könnte man nahezu problemlos die Schienenkapazität Ost-West um gut 50 % erhöhen, ohne irrsinnige Kosten zu erzeugen.

Die zukünftigen Mittelflurwagen mit nur einem Fahrerstand und einen sechsachsigen Zwischenwagen ohne Fahrerstand , das gibt Platz, spart Kosten und die verkehrsgebeutelte Stadt sorgt für ein begrenztes Erweitern der maximal 75 m Marke.
Und noch eins: Der Zug muß nicht in ganzer Länge eine Bahnsteigkante haben. Der vordere türlose Bereich des Erstwagens, sowie der hinter türlose Bereich des "Drittwagens" benötigen keine Bahnsteigkante !!!

Alles andere halte ich für Geschwafel, sowohl seitens der Politik, als auch etlicher obenstehender Meinungen.
cinéma schrieb:
Nachtzug schrieb:
cinéma schrieb:
Zentauri schrieb:
Es wird in Köln mit Sicherheit keinen viergleisigen Tunnel geben. Daher ist die Idee einer zweigleisigen Strecke oberirdisch und parallel drunter eine weitere zweigleisige Strecke gar nicht so schlecht.
Wie auch immer man einen Tunnel leistungsfähig genug hinbekommt, wahrscheinlicher als die Durchsetzbarkeit von zwei Strecken wird er auf jeden Fall sein.
Was durchsetzbar ist und was notwendig ist sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Du hast es wie die Politik noch nicht verstanden. Wir reden bei einem Tunnel in Köln von mindestens 15-20 Jahren bis das Ganze fertig ist. Bis dahin wird es vermutlich nicht mehr viel Autoverkehr in der Innenstadt geben. Wenn wir eine Verlagerung auf die Schiene wollen brauchen wir zusätzliche Infrastruktur. keinen 1:1 Ersatz.

Das Beispiel Stuttgart 21 sollte uns eine Lehre sein. Hier merkt man jetzt, dass man den Tunnelbahnhof zusätzlich zu Teilen der iberischen Kopfbahnhof braucht und nicht stattdessen.
Wir brauchen auf der Ost-West-Achse nicht zwingend zusätzliche Infrastruktur, sondern leistungsfähige. Dabei ist es schon wichtig nach der Durchsetzbarkeit zu fragen. In der Presse wird jetzt schon die Frage aufgeworfen, wie man die Teilung des künftigen Museumsviertels durch den Verkehr verhindern kann, dabei geht es neben dem Autoverkehr auch um die Stadtbahn, denn diese wird in der Kölner Innenstadt durchaus als genauso störend wie der Autoverkehr empfunden, auch wenn mancher sich das hier nicht vorstellen kann. Von daher wird es nicht durchsetzbar sein, einen teueren Tunnel zu bauen und trotzdem oben noch eine Stadtbahn zu haben.
Wenn ein Tunnel gebaut wird, muss der also leistungsfähig genug gebaut werden, alles andere wäre nicht vermittelbar. Wie man das dann erreicht, entweder durch Viergleisigkeit oder über eine höhere Zugfolge durch digitale Technik, sind Detailfragen die zu klären wären.
Also wenn ich an die Ausbaupläne der KVB denke (Verlängerung Linie 1 nach Kürten, Verlängerung Linie 7 über Porz Richtung Bonn, neue Stadtbahn nach Flittard, die ab Deutz auch über die Ost-West-Achse fahren könnte/müsste), muss ich mir schon mal überlegen, wo die ganzen Bahnen - sagen wir ab 2035+ - in der Innenstadt fahren sollen.

Wenn ich mir jetzt mal einen Tunnel von Bf. Deutz bis zum Melatenfriedhof vorstelle. Dann hätte ich da die Linie 1 Kürten - Weiden bzw. Refrath - Weiden im 5 Minutentakt. Zusätzlich eine Linie 9 Königsforst - Frechen bzw. Ostheim - Marsdorf im 5 Minutentakt. Macht hier noch Kapazitätsreserven von 1 Zug im 10 Minutentakt + Bedarfsverkehre Stadion. Und auch bei leichten Verspätungen wären die Züge noch alle einigermaßen im Fahrplan durch die Innenstadt unterwegs.

Auf der oberirischen Strecke hätten wir dann die Linie 7 Bonn/Niederkassel - Porz - Sülz und die Linie 8 Porz - Sülz jeweils im 10 Minutentakt. Kommt dann noch eine Linie 14 Flittard - Universität im 10 Minutentakt und HVZ Verstärker Flittard - Neumarkt im 10 Minutentakt. Dann hätten wir auch noch Kapazitätsreserven von 1 Zug im 10 Minutentakt. Und auch hier wären bei leichten Verspätungen die Züge noch alle einigermaßen im Fahrplan durch die Innenstadt unterwegs.

Ein neuer Tunnel in der Innenstadt vom Heumarkt zur Moltkestraße mit den vorhanden ebenerdigen Abzweig an der Deuter Freiheit und dem neuen ebenerdigen Abzweig hinter dem Neumarkt könnte - auch mit CBTC - niemals die o.a. Betriebsleistungen aufnehmen. Wir müssen uns mal von den Betriebsprogramm 2019 verabschieden und dies nicht als Grundlage für den Verkehrsbedarf 2035+ ansehen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.19 10:08.

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