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 05 - Straßenbahn-Forum 

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Portland hat bei Siemens 26 weitere Niederflurstadtbahnen des Typs S70 bzw. S700 (neue Bezeichnung) mit Optionen für weitere 60 Fahrzeuge bestellt. Diese Bestellung dient dazu, alle 26 Stadtbahnen von Bombardier zu ersetzen, welche das Ende ihrer "Lebensdauer" nun erreicht haben. Die Optionen sind für weitere Ausbauvorhaben bestimmt. Mit der Ausmusterung der Bombardier-Fahrzeuge wird Portland mit den Typen SD660, S70 und S700 einen reinen Siemens-Fuhrpark haben.

[bahnblogstelle.net]


San Diego hat ebenfalls S700-Niederflurstadtbahnen bestellt, 25 an der Stückzahl. Somit wird der Fuhrpark in San Diego dann insgesamt 146 Fahrzeuges dieses Typs umfassen.

[www.zughalt.de]


Anmerkung: S70 (Bezeichnung für US-Markt); Avanto (Bezeichnung für den europäischen Markt). Der Avanto wird in Europa aber nicht mehr angeboten. Grund: In den USA ist dies ein sehr erfolgreicher Fahrzeugtyp, dort gibt es eine sehr starke Nachfrage, die aber eben in Europa fehlt. Vielleicht wäre in Europa Avanto in dreiteiliger Ausführung ohne Zweisytemtechnik am ehesten was für Köln und das wars. Aber eben: Die Kölner Verkehrsbetriebe haben eine starke Aversion gegen Siemens. Von daher wird daraus nix.
light.rail_transit schrieb:
Aber eben: Die Kölner Verkehrsbetriebe haben eine starke Aversion gegen Siemens. Von daher wird daraus nix.
Warum eigentlich? Ist da mal was vorgefallen?

fragt sich
Gregor
Ja, Bremsversagen der Prototypen, die die Ablösung der B80/B100 darstellen sollten: [de.wikipedia.org]

Manche Elephanten vergessen halt nichts...

Gruss, sepruecom

Aus einem sozialistischen System ein kapitalistisches zu machen, ist, wie aus einem Omelett ein intaktes Ei zu machen (Unbekannter Verfasser)

Der gescheiterte US-Präsidentschaftskandidat John McCain zu seiner Nachtruhe: Seit seiner Niederlage schlafe er wie ein Baby: "Zwei Stunden schlafen, aufwachen und heulen, zwei Stunden schlafen". Quelle
Wobei Siemens mit den SD100/SD160 (früher) und nun S200 sehr erfolgreich in Nordamerika ist. Eine Europäisierung sollte eigentlich nicht zu schwer sein.
sepruecom schrieb:
Ja, Bremsversagen der Prototypen, die die Ablösung der B80/B100 darstellen sollten: [de.wikipedia.org]

Manche Elephanten vergessen halt nichts...

Gruss, sepruecom

Es war ein Ausfall des ZSG in Kombination mit menschlichem Versagen: [archiv.rhein-zeitung.de]

spock5407 schrieb:
Eine Europäisierung sollte eigentlich nicht zu schwer sein.

Sind die US-Stadtbahnen nicht echte "Panzer" mit enormer Crashfestigkeit und entsprechend schwer? War zumindest m.W. mal so. Da müsste man wohl den Europa-Wagenkasten wieder ausgraben...

Gruß Thomas
light.rail_transit schrieb:Zitat:
Anmerkung: S70 (Bezeichnung für US-Markt); Avanto (Bezeichnung für den europäischen Markt). Der Avanto wird in Europa aber nicht mehr angeboten. Grund: In den USA ist dies ein sehr erfolgreicher Fahrzeugtyp, dort gibt es eine sehr starke Nachfrage, die aber eben in Europa fehlt. Vielleicht wäre in Europa Avanto in dreiteiliger Ausführung ohne Zweisytemtechnik am ehesten was für Köln und das wars.
Das war es eben nicht! Siemens hätte sehr gute Chancen gehabt, den Karlsruher Großauftrag für die Nachfolger der Einsystemstadtbahnwagen zu gewinnen. Schließlich ist der Avanto eine Weiterentwicklung der Karlsruher Niederflurwagen. Der Avanto wäre auch ein aussichtsreicher Kandidat für die Stockholmer Vorortlinien gewesen. Nur hat Siemens den Avanto in Europa nie ernsthaft vermarktet. Vollkommen unnötigerweise hat man den Avanto nur als Zweisystemwagen angepriesen und den Avanto sofort vom Markt genommen, als von selbst keine Aufträge kamen.
metr0p0litain schrieb:sepruecom schrieb:
sepruecom schrieb:
Ja, Bremsversagen der Prototypen, die die Ablösung der B80/B100 darstellen sollten: [de.wikipedia.org]

Manche Elephanten vergessen halt nichts...

Gruss, sepruecom
Es war ein Ausfall des ZSG in Kombination mit menschlichem Versagen: [archiv.rhein-zeitung.de]
Richtig. Außerdem muss man weitere Aspekte berücksichtigen: Siemens hat den Citysprinter ausdrücklich auf Wunsch der KVB entwickelt - im Gegenzug wurde ein Großauftrag quasi garantiert. Siemens dann einfach auf den Entwicklungskosten sitzen zu lassen, war schon eine ziemliche Unverschämtheit seitens der KVB. Das umso mehr, als beide Seiten erhebliche Schuld an dem tragischen Unfall hatten. Unmittelbar insofern als zwar zwei Bremssysteme ausgefallen waren, der KVB-Fahrer aber theoretisch durch eine Notbremsung den Auffahrunfall hätte vermeiden können. (Was auch gerichtlich festgestellt wurde.) Siemens hat den ersten Prototypen mit einem Jahr Verspätung abgeliefert. Aber die KVB hat ihren Ausschreibungsfahrplan nicht angepasst. So fanden die Probefahren unter enormem Zeit- und Erfolgsdruck statt. Aber der Citysprinter hatte eben - wie die meisten Neufahrzeuge - Kinderkrankheiten. Vermutlich sind die Bremsprobleme nicht nur am Unfalltag aufgetreten. Wahrscheinlich wurde aber - von welcher Seite auch immer - großer Druck ausgeübt, den Wagen trotzdem auf die Strecke zu schicken.

Re: (Köln) Olle Kamellen

geschrieben von: Jan Bochmann

Datum: 10.08.19 09:25

metr0p0litain schrieb:
sepruecom schrieb:
Ja, Bremsversagen der Prototypen, die die Ablösung der B80/B100 darstellen sollten:..

Manche Elephanten vergessen halt nichts...
Ja.

Zitat:
Es war ein Ausfall des ZSG in Kombination mit menschlichem Versagen: [archiv.rhein-zeitung.de]

Dieser Artikel ist 20 Jahre alt und ändert sich nicht, wenn man ihn alle paar Jahre wieder aus irgendeinem Archiv hervor kramt.

Er schreibt fast alle Behauptungen im Konjunktiv, und das nicht ohne Grund.

Wenn es in der Zeitung steht, dann muß es ja stimmen, denn sonst dürften die das gar nicht schreiben...

Grüße,
Jan B.