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U-Bahn München erhält nun auch Bahnsteigtüren

geschrieben von: Pesa Link

Datum: 02.08.19 15:20

Hallo zusammen,

die U-Bahn München soll in Zukunft auch mit Bahnsteigtüren ausgestattet werden. Das geht aus einem Artikel im Focus hervor.

Mittelfristig sollen die Bahnsteigtüren an allen stark frequentierten Stationen installiert werden.

Näheres siehe hier [www.focus.de]

Viele Grüße
Moritz
Ab 2023 bei einer Bahnsteigkante soll es so weit sein.

Da werden aber wieder zwei Welten aufeinander prallen (Zulassungsbehörden und MVG), und wenn ich sehe, wie bei der MVG derzeit die restliche Infrastruktur unterhalten wird, muss sich da einiges bessern. Eine Bahnsteigtüre ist ein Notausgang und kann nicht einfach gelb bezettelt werden...
Danach kommt der vollautomatisierte U-Bahn Betrieb mit Fahrerloser U-Bahn.

Pesa Link schrieb:
Hallo zusammen,

die U-Bahn München soll in Zukunft auch mit Bahnsteigtüren ausgestattet werden. Das geht aus einem Artikel im Focus hervor.

Mittelfristig sollen die Bahnsteigtüren an allen stark frequentierten Stationen installiert werden.

Näheres siehe hier [www.focus.de]

Jenseits von München komplett unfinanzierbar

geschrieben von: Matthias.Vollstedt

Datum: 02.08.19 18:40

Da sich kommunaler Schienenverkehr häufiger in Städten findet, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind, wird der Ruf nach Bahnsteigtueren Stilllegungsdebatten nach sich ziehen - wetten?

Grüße
Matthias

Re: U-Bahn München erhält nun auch Bahnsteigtüren

geschrieben von: 824819

Datum: 02.08.19 22:40

Hallo zusammen,
Falls sich jemand über den relativ langen Zeitrahmen aufregen sollte: Ich habe an einem solchen Projekt für SP (BRA)mitgeplant.
Die Montage und Inbetriebnahme gehen relativ schnell, aber bis das Lastenheft vorliegt und man sich im Klaren ist, was man eigentlich
will, vergeht schon einige Zeit. Die Technik kommt aus dem eigenen Land (DE), das Material ist kein Hexenwerk, die Verriegelungen und
Sicherheitsanforderungen sind bekannt und die Schnittstelle zum rolling stock funktioniert auch. -Unsicherheiten gibts erst, wenn man
den Aufsichtsbehörden erst mal erklären muß, wie alles funktioniert, das dauert- und weil ja jeder sein Ei legt, wird aus einer
Standardanlage wieder ne Sonderlocke. Die Lieferanten für Bahnsteigabschlußtüren aus Deutschland würden sich freuen, wenn endlich
mal entwickelte Technik nicht nur fern der Heimat eingesetzt wird. Ich wäre gern wieder dabei.
Grüße an die Mitleser
824819

Re: Kostenfrage

geschrieben von: der weiße bim

Datum: 03.08.19 01:56

Matthias.Vollstedt schrieb:
Da sich kommunaler Schienenverkehr häufiger in Städten findet, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind, wird der Ruf nach Bahnsteigtueren Stilllegungsdebatten nach sich ziehen - wetten?
Das glaube ich nicht.
Langfristig rechnen sich solche Investitionen durch geringeren Personalaufwand und höhere Sicherheit. Es wird immer schwieriger, ausreichend geeignetes und zuverlässiges Fahrpersonal zu finden und es langwierig auszubilden. Dessen Hauptaufgabe (das Steuern der Fahrzeuge) erledigen technische Systeme inzwischen erheblich besser. Menschliches Versagen entfällt. Automatische Züge kennen keine Mindestwendezeiten/Urlaub/Freistellung/Krankheit/Feiertage/Streik, fahren stets planmäßig und energieoptimal.

So long

Mario

Wuppertaler Schwebebahn!

geschrieben von: PL

Datum: 03.08.19 09:45

Die Debatte um das autonome Fahren hatte es vor 20 Jahren bei der Neukonzeption der Wuppertaler Schwebebahn. Ja, die Technik macht es möglich. Doch: Die abzulösenden aus gesundheitlichen Gründen nur noch für den soften Einsatz auf der Schwebebahn tauglichen BusfahrerInnen wurden amtsärztlich-gutachterlich verständlicherweise nicht für den Dienst als Zugbegleiter tauglich eingestuft. Grölende Fußballfans und Kampfhundeführer zu besänftigen, wenn sie ihnen das erhöhte Beförderungsentgelt abnehmen müssen - Menschen die sich jahrzehntelang mit dem Straßenverkehr und seinen Pappkameraden abgemüht haben Diesen noch 1:1 auf die Pelle zu setzen: Das macht kein Arbeitsrecht mit.

Das Sicherheitspersonal wird es an jedem Münchner U-Bahnhof brauchen. Zwei Leute pro Bahnsteig. Und die Elektromechaniker freuen sich über neue Aufträge. Das Wirtschaftswachstum (wohin eigentlich?) läßt grüßen.

Es braucht Hirn, nicht Maschinen.


Grüße vom ex-Wuppertaler

TW 239

Re: Wuppertaler Schwebebahn!

geschrieben von: Gernot

Datum: 03.08.19 10:22

PL schrieb:
Die Debatte um das autonome Fahren hatte es vor 20 Jahren bei der Neukonzeption der Wuppertaler Schwebebahn. Ja, die Technik macht es möglich. Doch: Die abzulösenden aus gesundheitlichen Gründen nur noch für den soften Einsatz auf der Schwebebahn tauglichen BusfahrerInnen wurden amtsärztlich-gutachterlich verständlicherweise nicht für den Dienst als Zugbegleiter tauglich eingestuft. Grölende Fußballfans und Kampfhundeführer zu besänftigen, wenn sie ihnen das erhöhte Beförderungsentgelt abnehmen müssen - Menschen die sich jahrzehntelang mit dem Straßenverkehr und seinen Pappkameraden abgemüht haben Diesen noch 1:1 auf die Pelle zu setzen: Das macht kein Arbeitsrecht mit.

Das Sicherheitspersonal wird es an jedem Münchner U-Bahnhof brauchen. Zwei Leute pro Bahnsteig. Und die Elektromechaniker freuen sich über neue Aufträge. Das Wirtschaftswachstum (wohin eigentlich?) läßt grüßen.

Es braucht Hirn, nicht Maschinen.

Mal abwarten. Fest steht, dass der größte Kostenpunkt im ÖPNV das Personal ist, nicht die Technik oder die Infrastruktur. Und bei der momentanen Entwicklung des Arbeitsmarktes dürfte sich das noch verstärken. Entweder wird der Fahrdienst für potentielle Neueinstellungen deutlich attraktiver - was die Verkehrsbetriebe eine Menge kostet - oder die Zahl der Ausfälle wegen Personalmangel wird noch steigen. Von daher ist es gut verständlich, dass die Entwicklung hin zum fahrerlosen Fahrzeug tendiert.

Re: Wuppertaler Schwebebahn!

geschrieben von: Mesosphere

Datum: 03.08.19 10:30

Bahnsteigtüren in Berlin stelle ich mir dagegen schwieriger vor.

Beim Großprofil sollte es noch gehen, denn jeder Waggon hat 3 Türen. Ich vermute, dass die Türabstände der F- und der H- (und der zukünftigen J-)Serie gleich sind. Solange noch Ik-Züge auf der U5 verkehren, klappt das mit den Bahnsteigtüren allerdings nicht.

Beim Kleinprofil ist es schwieriger. Die Serie A hat 3 Türen pro Waggon, die Hk und Ik auch, vermutlich auch mit gleichen Abständen, aber die G-Serie hat nur 2 Türen. Und bei der Jk-Serie sind auch nur 2 Türen geplant. Ob diese die gleichen Positionen im Waggon haben wie die 1. und 3. Tür der A- und Hk/Ik-Serien, kann ich nicht sagen. Wenn ja, würde es sogar mit den Bahnsteigtüren gehen. Bei der G-Serie kommt mir das so vor, aber die dürfte bis dahin eh ausgemustert sein.

Aber eines wird nicht mehr möglich sein, wenn die Berliner U-Bahn mit Bahnsteigtüren ausgestattet wird: Kleinprofilfahrzeuge mit Blumenbrettern vorübergehend auf Großprofillinien einsetzen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.08.19 10:31.

Re: Jenseits von München komplett unfinanzierbar

geschrieben von: Oepeenvau1971

Datum: 03.08.19 13:31

Matthias.Vollstedt schrieb:
Da sich kommunaler Schienenverkehr häufiger in Städten findet, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind, wird der Ruf nach Bahnsteigtueren Stilllegungsdebatten nach sich ziehen - wetten?

Grüße
Matthias
Wenn Politiker (nicht persönlich nehmen) endlich wieder auf dem Boden der Tatsachen ankämen (Wahrscheinlichkeit unter Null%), wären viele unnütze und kostspielige Diskussionen und Umsetzungen völlig überflüssig.

Re: Jenseits von München komplett unfinanzierbar

geschrieben von: nozomi07

Datum: 03.08.19 15:54

Oepeenvau1971 schrieb:
Wenn Politiker (nicht persönlich nehmen) endlich wieder auf dem Boden der Tatsachen ankämen (Wahrscheinlichkeit unter Null%), wären viele unnütze und kostspielige Diskussionen und Umsetzungen völlig überflüssig
Beliebige Online-Zeitung/Forum öffnen, Leser-Kommentare durchlesen, und es kommt die Erkenntnis: Politiker sind eher die vernünftigeren, sachlicheren Wesen in diesem Land.

Re: U-Bahn München erhält nun auch Bahnsteigtüren

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 03.08.19 18:53

Auch bei der Münchener U-Bahn sind derzeit verschiedene Fahrzeugtypen mit verschiedenen Türaufteilungen im Einsatz. Oder sind bis dahin alle bestellten Neufahrzeuge im Einsatz, so daß alle Altfahrzeuge verdückt bzw. nach Nürnberg abgegeben werden können.

Re: Wuppertaler Schwebebahn!

geschrieben von: AK1

Datum: 03.08.19 19:32

Das Problem mit unterschiedlichen Türabständen hat man in München genauso. Deswegen testet man an einem Bahnhof, wo es zwei Gleise je Richtung gibt. Der Bahnsteig mit Bahnsteigtüren kann dann nur noch durch die neuen C-Züge angefahren werden, A- und B-Züge müssen auf die andere Seite des Bahnsteigs.
Großflächig umsetzen kann man das nur, wenn man die Fahrzeuge trennt und je Linie nur noch einen Typ einsetzt (in München schwierig, da es jede Menge Bahnhöfe gibt, die von verscheidenen Linien angefahren werden) oder irgendwann mal nur noch C-Züge (bzw. vom Abstand her dazu passende - D-Züge werden dann wohl passend bestellt werden...) eingesetzt werden.

Re: Wuppertaler Schwebebahn!

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 03.08.19 21:19

AK1 schrieb:
Das Problem mit unterschiedlichen Türabständen hat man in München genauso. Deswegen testet man an einem Bahnhof, wo es zwei Gleise je Richtung gibt. Der Bahnsteig mit Bahnsteigtüren kann dann nur noch durch die neuen C-Züge angefahren werden, A- und B-Züge müssen auf die andere Seite des Bahnsteigs.
Großflächig umsetzen kann man das nur, wenn man die Fahrzeuge trennt und je Linie nur noch einen Typ einsetzt (in München schwierig, da es jede Menge Bahnhöfe gibt, die von verscheidenen Linien angefahren werden) oder irgendwann mal nur noch C-Züge (bzw. vom Abstand her dazu passende - D-Züge werden dann wohl passend bestellt werden...) eingesetzt werden.
Hallo.

Ich möchte nicht wissen, wie oft A- oder B-Züge in den Umlaufplänen der C-Züge eingesetzt werden müssen, nur weil deren Verfügbarkeit schwächelt.

Re: Wuppertaler Schwebebahn!

geschrieben von: metr0p0litain

Datum: 04.08.19 00:44

215 122-3 schrieb:
AK1 schrieb:
Das Problem mit unterschiedlichen Türabständen hat man in München genauso. Deswegen testet man an einem Bahnhof, wo es zwei Gleise je Richtung gibt. Der Bahnsteig mit Bahnsteigtüren kann dann nur noch durch die neuen C-Züge angefahren werden, A- und B-Züge müssen auf die andere Seite des Bahnsteigs.
Großflächig umsetzen kann man das nur, wenn man die Fahrzeuge trennt und je Linie nur noch einen Typ einsetzt (in München schwierig, da es jede Menge Bahnhöfe gibt, die von verscheidenen Linien angefahren werden) oder irgendwann mal nur noch C-Züge (bzw. vom Abstand her dazu passende - D-Züge werden dann wohl passend bestellt werden...) eingesetzt werden.
Hallo.

Ich möchte nicht wissen, wie oft A- oder B-Züge in den Umlaufplänen der C-Züge eingesetzt werden müssen, nur weil deren Verfügbarkeit schwächelt.
Auch wenn du es nicht wissen willst: Die Verfügbarkeit der C1-Züge ist deutlich höher als von A- oder B-Wagen.

Umlaufpläne?

geschrieben von: E-Lok-Woife

Datum: 05.08.19 11:23

Hej Holger ,

explizite Umlaufpläne haben wir bei der Münchner U-Bahn nicht. Die Stellwerker entscheiden in der
Nacht frei, welcher Zug auf welchem Kurs zum Einsatz kommen wird. Berücksichtigt wird dabei
lediglich, daß diejenigen Wagen, die zu Fristarbeiten in die Werkstatt müssen, für solche Kurswagen
verwendet werden, die im Laufe des Tages nahe der Technischen Basis (also FT oder BN) einrücken.

Was die Verfügbarkeit der beiden C-Wagentypen angeht: die laufen tatsächlich ziemlich stabil. Der
C1 ist ohnehin ein sehr zuverlässiges Fahrzeug und auch die C2 fallen inzwischen nicht mehr durch
signifikant höhere Ausfallquoten als die A- oder B-Wagen auf.

Ha det bra!

Woife

Re: Jenseits von München komplett unfinanzierbar

geschrieben von: Rugby Central

Datum: 05.08.19 12:19

nozomi07 schrieb:
Oepeenvau1971 schrieb:
Wenn Politiker (nicht persönlich nehmen) endlich wieder auf dem Boden der Tatsachen ankämen (Wahrscheinlichkeit unter Null%), wären viele unnütze und kostspielige Diskussionen und Umsetzungen völlig überflüssig
Beliebige Online-Zeitung/Forum öffnen, Leser-Kommentare durchlesen, und es kommt die Erkenntnis: Politiker sind eher die vernünftigeren, sachlicheren Wesen in diesem Land.
Wenigstens einer erkennt es. Danke. :)

I've got a thing about trains! [www.youtube.com]

Liebe Mitforist_innen: die anderen Meinungen hier sind das Gegenteil zu eurer Filterblase.

Re: Wuppertaler Schwebebahn!

geschrieben von: cinéma

Datum: 06.08.19 12:45

Gernot schrieb:
Mal abwarten. Fest steht, dass der größte Kostenpunkt im ÖPNV das Personal ist, nicht die Technik oder die Infrastruktur. Und bei der momentanen Entwicklung des Arbeitsmarktes dürfte sich das noch verstärken. Entweder wird der Fahrdienst für potentielle Neueinstellungen deutlich attraktiver - was die Verkehrsbetriebe eine Menge kostet - oder die Zahl der Ausfälle wegen Personalmangel wird noch steigen. Von daher ist es gut verständlich, dass die Entwicklung hin zum fahrerlosen Fahrzeug tendiert.
Wobei man für Bahnsteigtüren nicht unbedingt automatisches Fahren braucht. Man kann auch manuell sehr zielgenau fahren, wenn es sein muss, wie es sich in Köln zeigt. Übrigens sollten dort Bahnsteigtüren auch möglich sein. Ob sie nötig sind, ist natürlich eine ganz andere Frage.

Re: U-Bahn München erhält nun auch Bahnsteigtüren

geschrieben von: 401/402

Datum: 07.08.19 17:19

215 122-3 schrieb:
Auch bei der Münchener U-Bahn sind derzeit verschiedene Fahrzeugtypen mit verschiedenen Türaufteilungen im Einsatz. Oder sind bis dahin alle bestellten Neufahrzeuge im Einsatz, so daß alle Altfahrzeuge verdückt bzw. nach Nürnberg abgegeben werden können.
Und was sollen wir Nürnberger damit anfangen? Außer verschrotten fiele mir da ehrlich gesagt nichts ein.

Nürnberg hat ebenfalls nagelneue U-Bahnzüge bei Siemens bestellt, um die alten DT1 und DT2 ausmustern zu können. Die ersten Einheiten vom Typ G1 werden noch in diesem Jahr ausgeliefert. Zudem sind die Münchner und Nürnberger DT1 nicht mehr kompatibel und können nur noch mechanisch gekuppelt werden.
401/402 schrieb:
Die ersten Einheiten vom Typ G1 werden noch in diesem Jahr ausgeliefert.
Es sind bereits drei G1-Züge nach Nürnberg ausgeliefert.

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