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 05 - Straßenbahn-Forum 

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Hallo,

fein, das die Finanzierung der Machbarkeitsstudie durch ist.
Der Pferdefuss der ganzen Sache wird in dem verlinkten Text auch erwähnt: Die Frage der Wirtschaftlichkeit. Ob die nach den Kriterien der "Standi" tatsächlich nachgewiesen werden kann, halte ich für fraglich. Die Verlängerung der Kirnitzschtalbahn kann durchaus sinnvoll sein, man wird aber wohl eher Sonderkriterien anlegen und andere Finanzierungstöpfe anzapfen müssen als den GVFG-Topf. (So wie man es auch im Falle der Herkulesbahn in Kassel tun muss.)

Wenn man den Autoverkehr in Bad Schandau und im Kirnitzschtal verringern will, wird die bloße Verlängerung der Straßenbahn kaum ausreichen. Hier helfen auf Dauer nur Durchfahrtverbote, Auffangparkplätze etc.. Aber das ist dann sicherlich wieder nicht mit CDU und AfD zu machen...
Die Verlängerung zur Neumannmühle hinten im Tal ist sicher technisch nicht so komplex. Auch die Fahrzeuge müssten ausreichen. Die Wendeanlage könnte man in das Seitental legen, denn an der Hauptstraße ist dort weniger Platz als am Lichtenhainer Wasserfall.

Wirklich schwierig wäre Bad Schandau. Zum einen ist die Ortsdurchfahrt extrem eng, weswegen die einstige Strecke zum Elbkai bereits zu DDR-Zeiten stillgelegt wurde. Heute ist noch deutlich mehr Verkehr als damals. Zum anderen ist die Idee wohl, dass die Straßenbahn auf der Eisenbahnbrücke mitfahren soll, was ein recht großer Umweg wäre und neue Fahrzeuge erfordert, um eine akzeptable Fahrzeit zu erreichen. (Ein Zeitungsartikel meinte auch, das Gefälle wäre zu stark für die vorhandenen Fahrzeuge.)

Im Moment fahren wochenends am Vormittag teils mehrere Gelenkbusse im Pulk hinter ins Tal, weil der Bedarf zu hoch ist. Aber ob diese vier Spitzen in der Woche ein solch riesiges Projekt rechtfertigen? Wenn, dann scheint mir die alte Variante bis Elbkai mit Verknüpfung zur Fähre wesentlich zielführender.
Bei der Frage der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung muss man sicherlich etwas kreativ sein.
Momentan
* Kosten Parkplatz Lichtenhainer Wasserfall = 7,-€ Tageskarte - Das ist schon heftig. Abver: Wandern geht man oft mit Freunden/ Familie, die ÖPNV-Karte von DD aus sind z.Z. 6,50€ die Einzelfahrt, Tageskarte 14,-€. Familien/ Gruppen zahlen 20,-€. Eine Mitfahrt mit der Kirnitzschtalbahn kostet zwischen 5,-€ Einzalfahrt und 20,-€ Familienkarte. Der Preis gilt m.E. zusätzlich zum VVO-Tarif. Da gibt es also noch viel Luft um potentielle Fahrgäste zu gewinnen.
* Zumindest in der Saison fahren am Wochenende/ Feiertag Busse und Trams in fast der identischen Fahrplanlage etwa aller 30 min. Dies scheint mir auch nicht gerade der Weisheit letzter Schluss zu sein. Der Parallelverkehr könnte aber erst entfallen, wenn die Bahn bis zur Buschmühle fährt. Von dort aus würde dann der Bus aus Sebnitz den Anschluss nach Hinterhermsdorf herstellen können. Das wären ca.: 300m mehr Gleis.
* Der Fährbetrieb zwischen Bahnhof und Bad Schandau Zentrum fährt auch aller 30min.. Die Buslinien jetzt bedienen die gleiche Strecke in der Hälfte der Zeit. Müsste das dann noch sein? Stichwort Parallelverkehr. Wie hoch sind denn eigentlich die Betriebskosten für eine Fähre?
* CO2 Reduzierung = Kosteneinsparung = Wirtschaftlicher Nutzen. Kann so was sinnvoll miteinberechnet werden.

Alles in Allem halte ich es für ein zwar sehr schönes und begrüßenswertes Projekt - aber doch recht ambitioniert. Etwa vor einem Jahr geisterte das Projekt ja schon mal durch die Presse. Genauso wie der Gedanke einer Standseilbahn zur Festung Königstein. So schön die Gedanken sind, ich hoffe es ist nicht nur Wahlkampfgedöhns.

Andreas M
Vielleicht mal zur Übersetzung: Habe ich das richtig verstanden, dass die dann an beiden Enden verlängerte Strecke mit modernem Fahrzeugmaterial befahren werden soll und die traditionelle Stammstrecke zwischen Stadtpark und Lichtenhainer Wasserfall weiter mit den "Klassikern"? Berichtigt mich bitte, wenn ich falsch liege! :)

Ex oriente lux!
Hallo,

ja das Projekt geisterte vor einem Jahr schon mal durch die Presse. Als Idee.

Jetzt wieder, da die Finanzierung der Machbarkeitsstudie durch ist. Also Schritt 2.

@Elbkai
Die Bahn fuhr zu keinem Zeitpunkt zum Elbkai ;-)

Im Netz finden sich immer mal Konzepte wo eine Verlängerung angedacht war:
Kurpark, Basteiplatz, Bereich der heutigen Toska Therme, Brücke über die Elbe, Bahnhof Bad Schandau.

Die jetzige Variante:
Kurpark, Basteiplatz, Poststraße, ..., Hohenstein er Straße, Elbstraße, Carolabrücke steht meiner Meinung nur zur Diskussion weil die Carolabrücke so schön breit ist und rein optisch ein zweites Gleis passen könnte. Nur ist das doof. Da das Eisenbahngleis genau auf der falschen Seite liegt. Wenn man ein kreuzen vermeiden will (wie in Zittau). Oder geht die Idee am Bahnhof so weit, das die KTB mittig im Bahnhof endet?

Fahrzeuge, wenn es was neues werden muss, hoffe ich doch das man optisch sich an den älteren Fahrzeugen orientiert. Die Hallenser (501, 612) waren ja damals unpassend.

Was die Verlängerung ab dem Lichtenhainer Wasserfall angeht, 26.07. - 28.07. bin ich wieder vor Ort und habe vor mir den Abschnitt bis Buschmühle evtl. bis Neumannmühle mal genauer anzusehen. Bisher kenne ich es nur vom Fleischer-Shuttel zum Kirnitzschtalfest. Ist schon eng dort.

Sonnigen Gruß aus Lpz.

Edith:
Die Parkplatzsituation ist schon heftig. Die 7€ finde ich sogar noch zu wenig. Pro Std. 1€ ist nichts. Kannst ja gleich mit dem Auto in das Gasthof rein fahren ;-).
Das Tal gehört für mich - außer ÖPNV - gesperrt.

Den Parallelverkehr der 241 verstehe ich auch nicht so richtig. Zumal sich Bahn und Bus gegenseitig behindern. Je nach dem wo der Bus die Bahn überholt oder im Gegenverkehr vorbei muss.
Nur die Linie zu teilen, Pirna - Bad Schandau Elbkai und Lichtenhainer Wasserfall - Hinterhermsdorf macht auch kein Sinn. Oder?

So schön wie auch die Fähren sind, Elbkai - Bahnhof, ist die Strecke sinnvoll?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.07.19 11:50.
"Die Parkplatzsituation ist schon heftig. Die 7€ finde ich sogar noch zu wenig. Pro Std. 1€ ist nichts. Kannst ja gleich mit dem Auto in das Gasthof rein fahren ;-).
Das Tal gehört für mich - außer ÖPNV - gesperrt. "

Da stimme ich dir prizipell zu. Ich war erst am WE dort - mit Familie und leider mit Auto, da Euronenmäßig der ÖPNV im Vergleich zum PKW nicht mithalten kann. Klar sind die 7€ heftig - aber die 20,-€ für die Bahn die man als Familie berappen muss + Parkgebühren in Bad Schandau sind heftiger. Das passt nicht!
Da sollte noch deutlich was korrigiert werden, wenn man im Tal die Autos weghaben möchte.

Andreas M
Ein größeres Problem sehe ich da für den Zeltplatz Ostrau. Dort reist man ja doch gern mit dem Auto bzw. Camper an - da ist umsteigen auf den ÖPNV keine Option. Für alle anderen Aktivitäten natürlich schon - ich war selbst nur zum Kirnitzschtalfest als Aussteller/Händler mit dem Auto im K'tal. Ansonsten immer zu Fuß, mit dem ÖPNV oder dem Fahrrad. Insofern fände ich die Sperrung für den MIV schon sinnvoll - aber es muss sinnvolle Ausnahmen geben dürfen.

Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.

Die echte Seite über die Chemnitzer Straßenbahn: [www.strassenbahn-chemnitz.de]
Familientageskarte:
20,00€ für 2 Erwachsene (alternativ je 1 Tageskarte für 8,00€ = 16.00€), x Kinder (alternativ Tageskarte ermäßigt für 4,00€ = x).

Ich gehe mal davon aus wenigstens 2 Kinder.
Würde 8,00€ machen, zusammen 24,00€.

Wo rechnet sich die Familientageskarte nicht?

Dafür das die Bahn als Touristenattraktion verkehrt und nicht gefördert wird, geht das.

Nur mal so: Leipzig -> Bad Schandau
2* Erw., RB/ RE, S, Bus - Sachsen-Ticket

Bad Schandau
2* Erw., Tagesticket zu 9,00€ ;-)

Bad Schandau -> Leipzig
2* Erw., RB/ RE, S, Bus - Sachsen-Ticket

Das für Fr., Sa., So.. Günstiger geht nicht.
Bahn/ Bus/ Fähre hin & her.

Okay, plus je 1€ Zuschlag für Traditionsverkehr.
Wie weit ran an die Grenze soll die Bahn da geführt werden? Oder vielleicht sogar drüber?

Ex oriente lux!
Zitat
So schön wie auch die Fähren sind, Elbkai - Bahnhof, ist die Strecke sinnvoll?
Lauf die Strecke, dann weißt Du es. Vor dem Bau der Strecke BS (Bautzen–Schandau) war übrigens der Hp Krippen der Verkehrshalt für (Bad) Schandau.
eine straßenbahnverbindung durch Bad Schandau zum Bahnhof wäre bestimmt sinnvoll, aber nicht mit einer Ehrenrunde über die Carolabrücke und nur zum Vebundtarif.

@FTB, bis zur Neumannmühle, die Verlängerung zur Einsparung des Busparallelverkehrs dürfte den Abschnitt bis zur Buschmühle an der Einmündung der K8738 (Dorfbachgrund) nach Ottendorf betreffen. Bis zur Grenze bei Hinterdittersach kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Da müsste man schon Hinterhermsdorf anschließen und ehe das passiert, treten die Mitglieder der sächsischen AfD geschlossen in die DKP ein.

Falk



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.07.19 15:20.
Mit der S-Bahn ankommen, kein Bus fährt und die Fähre ist auch gerade nicht da.
Die Strecke bin ich hin und zurück mehrmals gelaufen ;-).

Habe ja nur mal gefragt, weil der viele Parallelverkehr angesprochen wurde.

Grenze, die Planungen laufen bis zur Neumannmühle. Laut div. Zeitungen.
Wenn ich an die Straßenverkehrssituation denke, dann ist die Fährstrecke unbedingt nötig. Eine zusätzliche Busverbindung durch die engen Straßen braucht wirklich niemand und unangenehm weit ist es vom Bahnhof auf jeden Fall.
Fehlende Anschlüsse und Rücksichtnahme auf den öffentlichen Personenverkehr hat in Sachsen allerdings seit König Kurt überhaupt keine Priorität, doch der Souverän wusste schließlich, wen er mit der Führung der Regierungsgeschäfte betraut. Nach dem vierten Mal kann man sich nicht mehr mit »’schuldigung, Irrtum« rausreden.

Falk
T. Walter schrieb

Zitat
Nur die Linie zu teilen, Pirna - Bad Schandau Elbkai und Lichtenhainer Wasserfall - Hinterhermsdorf macht auch kein Sinn. Oder?
Das muss man nicht - der Bus könnte die Route über die Höhenstraße an Altendorf - Mittelndorf - Lichtenhain nach Sebnitz nehmen, um ab Buschmühle wieder im letzten Teil des Tals zu fahren. Die KTB wäre dann immer noch von Elbkai bis Buschmühle zu verlängern - insbesondere das hintere Ende ist schon ein großes Stück mit relativ wenig Zielorten...

Apropos "Straßenbahn":
Ist es so undenkbar, getreu des Bahn-Namens eine zweigleisige Strecke in die Richtungsfahrbahnen der Straßen einzulassen? Dann könnte man auch gleich die 'moderne' Autobrücke zum Bahnhof mitbenutzen. Das dürfte die Kosten und Fahrzeiten deutlich senken...

Die Parallelverkehre von Bus und Fähre sind weder überzeugend noch überschaubar, wenn man nicht täglich dort ist.
Genauso bedauerlich, dass die Fahrten der Ausflugsbusse ins Böhmische so gar nicht mit den dortigen Linienbussen nach Decin abgestimmt wird.
Jeder macht was er will - alle machen mit. Aber es darf nicht zu viel kosten. Wie soll das gelingen?
Ich habe den Eindruck, dass doch Gäste mit Pkw gewünscht sind, da sie allgemein für zahlungskräftiger gehalten werden (als die Hungerleider, die mit der Eisenbahn kommen).

Falk
Hallo

Es ist nicht undenkbar, aber doch unrealistisch, die Straßenbahnstrecke zweigleisig bis in den Bahnhof zu führen. Ob für 2 Gleise am Bad Schandauer Markt ausreichend Platz ist, bezweifle ich. Zudem ist dort an manchen Tagen schon jetzt Verkehrschaos. Neue Gleise über eine Bundesstraße zu führen, ist aufgrund von verschiedenen Gesetzen und Verordnungen auch nicht einfach. Außerdem würde man mit einer Straßenbahn auf der Bahnhofsseite die gute Verkehrswegeführung der Auffahrten von der Bahnhofsstraße auf die Brücke über den Haufen werfen. Zumal vor dem Bahnhof selber auch nicht viel Platz ist. Ich halte es nicht für sinnvoll, den Parkplatz dafür zu opfern. Parkplatz, Bushaltestelle, Kreisverkehr und Zuwegung zum Fähranleger wurden erst vor kurzer Zeit erneuert. Die aktuelle Verkehrswegeführung vor dem Bahnhof stellt alle Verkehrsteilnehmer zufrieden. Ich halte es deshalb für sinnvoll,die Straßenbahn eingleisig bis an den stadtseitigen Fähranleger heranzuführen und Tickets anzubieten, mit denen man Fähre, Kirnitzschtalbahn und anderen ÖPNV nutzen kann.

Tschüss
der granitschädel



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.07.19 20:56.
falk schrieb:
Ich habe den Eindruck, dass doch Gäste mit Pkw gewünscht sind, da sie allgemein für zahlungskräftiger gehalten werden (als die Hungerleider, die mit der Eisenbahn kommen).

Falk
Hier wurde aber doch schon vorgerechnet, dass die Anfahrt mit dem Auto billiger kommt als mit der Bahn. Ergo kommen die Hungerleider mit dem Auto und die zahlungskräftigen Gäste mit der Bahn.

Grüße
Karlheinz
Diese Rechnung ist Kraftfahrers Selbstbetrug. Sie berücksichtigt weder, dass man für ein Kraftfahrzeug erstmal eine in der Regel fünfstellige Summe investieren muss und dass auch danach noch jeder Kilometer Kosten, die deutlich über denen für den Treibstoff liegen, verursacht. Dazu kommt, dass zumindest in größeren Städten ein Pkw nutzlos ist, mal abgesehen von Angeberbonus »meiner ist größer als Deiner«. Händler und Wirte halten außerdem Pkw-Besitzer tatsächlich für finanziell potenter. Das zeigt sich bei jeder Verkehrsberuhigung, die eine Stadtverwaltung einrichten will.

Falk

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