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Re: Kein Grund zur Freude

geschrieben von: 143 828

Datum: 09.07.19 09:27

telefonbahner schrieb:
Hallo zusammen,
wer sich mal die Nossener Brücke von unten her anschaut kann eigentlich auch nur zu dem Schluß kommen...

Andreas M schrieb:
Die DNN zitiert ihn nun im oben verlinkten Artikel "Die „großen Abschnitte dazwischen“, Zellescher Weg und Nossener Brücke, sollten nun nicht allzu lange auf sich warten lassen, sagt Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP)."
Das macht mir Hoffnung, dass in absehbarer Zeit doch noch was passieren möge.

Andreas M
...das es schnellstens dort weitergehen muss.

Gruß Gerd aus Dresden
Ja, dann gibt es einen "Behelfsbau" für die nächsten 50 Jahre.

Re: Kein Grund zur Freude

geschrieben von: 143 967-8

Datum: 10.07.19 11:42

143 828 schrieb:
Auf die Nossener Brücke wird sich auch bald der halbe Stadtrat stürzen.
Warum sollte er das tun? Das Planfeststellungsverfahren soll Ende des Jahres starten.


143 828 schrieb:
Zitat:
Herr Z. ist schon lange in der Politik, dass er das natürlich etwas geschickter anstellt. Hätte er von vornherein gesagt, er ist gegen die Straßenbahn, dann hätte man ihn nicht so gewähren lassen. Also geht es offiziell um die Radwege. Damit kann man auch schön die Straßenbahn verhindern.
Glaubst du eigentlich selbst, was du uns erzählst? Ja, es wird über Autospuren und Radwege debattiert. Je nach dem, welches Lager sich durchsetzt, gibts dann verschieden breite Autospuren und Radwege. Die Straßenbahn ist aber in beiden Lagern dabei.

MfG 143 967-8

Meine (S) Bahn Dresden [DB] - Einfach Mehr im Nahverkehr!

Re: Kein Grund zur Freude

geschrieben von: 143 828

Datum: 10.07.19 12:20

143 967-8 schrieb:
143 828 schrieb:
Auf die Nossener Brücke wird sich auch bald der halbe Stadtrat stürzen.
Warum sollte er das tun?

Um zu verzögern und damit vielleicht auf lange Sicht auch zu verhindern. Du weißt schon, welche Hälfte ich meine?

Zitat:
Das Planfeststellungsverfahren soll Ende des Jahres starten.

Da in diesem Themenfeld (wurde nicht gerade eben die Landesdirektion angerufen, ob der OB tatsächlich in der Lage ist, einen Stadtratsantrag von der Tagesordnung zu nehmen?) die Volten schneller kommen als man schauen kann, hat es absolut nichts zu bedeuten, wenn erst Ende des Jahres das Planfeststellungsverfahren startet.

Zitat:
143 828 schrieb:
Zitat:
Herr Z. ist schon lange in der Politik, dass er das natürlich etwas geschickter anstellt. Hätte er von vornherein gesagt, er ist gegen die Straßenbahn, dann hätte man ihn nicht so gewähren lassen. Also geht es offiziell um die Radwege. Damit kann man auch schön die Straßenbahn verhindern.
Glaubst du eigentlich selbst, was du uns erzählst? Ja, es wird über Autospuren und Radwege debattiert. Je nach dem, welches Lager sich durchsetzt, gibts dann verschieden breite Autospuren und Radwege. Die Straßenbahn ist aber in beiden Lagern dabei.
Setz deine rosa Brille ab. Solange die Lager streiten - und es sieht danach aus, als würden sie es sehr lange tun, Jahre oder gar Jahrzehnte - wird nichts gebaut. Kein Radweg, keine MIV-Spuren und auch keine Straßenbahn.

Re: Kein Grund zur Freude

geschrieben von: telefonbahner

Datum: 10.07.19 16:19

Hallo zusammen,
ich weiß zwar nicht was das alles unmittelbar mit der Trasse Oskarstrasse zu tun hat aber wenn die Diskussion weiter so abdriftet wird wohl die "Forenpolizei" diesen Beitrag genau so schnell versenken wie den über den Zellschen Weg.
Man soll ja die Hoffnung niemals aufgeben das sich die Strassenbahn in Dresden weiterhin als attraktives Verkehrsmittel entwickelt.

Gruß Gerd aus Dresden
(Abomonatskartennutzer)

Re: Kein Grund zur Freude

geschrieben von: 143 967-8

Datum: 10.07.19 19:16

Für die Vorplanung von Abschnitt 1.2 gab es Zustimmung von CDU, Linke, Grüne und SPD. Es ist bislang nicht erkennbar, dass sich das bei einer der Parteien geändert hat. Bei der FDP gab es zwar damals Ablehnung, aber seit dem ist bei der Nossener Brücke von da nichts mehr zu hören. Warum sollte sich das nun ändern?

Was den Abschnitt 1.3 angeht: Richtig, solange diskutiert wird, wird nichts gebaut. Woran du aber erkennen willst, dass darüber Jahre oder Jahrzehnte diskutiert wird, bleibt mir ein Rätsel.

MfG 143 967-8

Meine (S) Bahn Dresden [DB] - Einfach Mehr im Nahverkehr!

Re: DD Oskarstraße Eröffnung

geschrieben von: Knut Ochdorf

Datum: 11.07.19 12:30

falk schrieb:
Wie haben die Dresdener eigentlich den Mischbetrieb von Ein- und Zweirichtungswagen mit ESW-Kupplung realisiert, mit generell symmetrischen Klavieren oder gerichteten Zweirichtungswagen, bei denen immer A- mit B-Enden gekuppelt werden müssen?


Ersteres. Gerichtete Zweirichtungswagen ging wegen der Kuppelendstellen nicht.

Knut

Re: DD Oskarstraße Eröffnung

geschrieben von: falk

Datum: 11.07.19 12:47

Danke. Man hat also das gemacht, was die meisten anderen Betriebe und auch die Hersteller für unmöglich hielten.

Gerichtete Zweirichtunswagen sind eine Spezialität der Londoner U-Bahn mit A- und D-Enden und asymmetrisch angeordneten Leitungsverbindungen. Nahezu alle Bauarten waren so ausgerüstet, die eine mir bekannte Ausnahme war die Reihe C mit wegen der Ringlinie symmetrischen Enden. Das Prinzip gibt es meines Wissens auch bei der Kirnitzschtalbahn, dort unterstützt durch die einseitige Türanordnung. Solange alle A-Enden in eine Richtung zeigen, ist das Umsetzen kein Problem. Man muss die unterschiedlichen Enden nur kennzeichnen, damit auffällt, wenn ein Wagen versehentlich gedreht worden ist. Aber, siehe oben, bei den DVB war man etwas cleverer und handelte bewusst gegen einen Trend. Haben die DVB die ESW-Kupplung mit symmetrischem Klavier schon mit den T57 eingeführt? Das wäre allerdings schon mindestend fünf Jahre vor der Umstellung auf OS-Betrieb. Die Anzahl der dafür erforderlichen Adern wurde mal als Grund genannt, keine symmetrischen Klaviere mehr verwenden zu können.

Falk

Re: Dresden u.a. ZR-Wagen

geschrieben von: Jan Bochmann

Datum: 11.07.19 18:23

Guten Tag,

falk schrieb:
Danke. Man hat also das gemacht, was die meisten anderen Betriebe und auch die Hersteller für unmöglich hielten.
Wie man es gemacht hat, weiß ich auch nicht. Soweit ich mich erinnere, waren nach ihrer Modernisierung (also wohl spätestens 1970er Jahre) alle Gotha- und LOWA-Wagen in Dresden kompatibel und die Zweirichter dabei beliebig drehbar, dazu kamen anfangs auch noch die wenigen KSW-Triebwagen (umgebaut als ER, wie auch alle LOWA).

In Dresden sind dabei einige Funktionen ziemlich simpel gewesen oder fehlten ganz, wahrscheinlich hat man damit einige Adern an den Kupplungen sparen können.

Elektrische Türöffnung gab es z.B. nicht, nur zentrales Schließen. Zumindest in den ZR-Beiwagen gab es einen Schaltkasten ziemlich in der Mitte unter einem Sitz. Dort konnte man die Innenbeleuchtung einschalten, vermutlich auch die Heizung (bin mir nicht mehr sicher, denn ich habe nur im Sommer in Cossebaude gekuppelt). Wahrscheinlich gab es dafür nur eine Leitung, die ständig unter Spannung stand. An gleicher Stelle war das OS-Signal links/rechts umzuschalten, offenbar wurde dieses nur mit einer Ader angesteuert.

falk schrieb:
Gerichtete Zweirichtungswagen sind eine Spezialität der Londoner U-Bahn mit A- und D-Enden...
Ist das nicht auch bei der Berliner U-Bahn so? Da soll es im ganzen Netz keine Möglichkeit geben, einen Wagen zu drehen.

Auch die NGT6-ZR in Dresden sind gerichtet (Tw 2581-2593). Man kann sie nur jeweils A-Seite an B-Seite elektrisch kuppeln.

falk schrieb:
Solange alle A-Enden in eine Richtung zeigen, ist das Umsetzen kein Problem...
In der Praxis gab es aber viele Linien, die an einem Ende eine Wendeschleife hatten und nur am anderen eine Kuppelendstelle. Im Störungsfalle hätte man also nur eine 50%-Chance, Züge operativ neu zu kuppeln. Ebenso kann man nicht mittels Standtriebwagen rangieren und auch nicht die Bw vom jeweils vorigen Tw mitnehmen lassen - das gab es wohl mal auf der Linie 2 in Jena, und sicher auch anderenorts bei Baustellen.

Grüße,
Jan B.

Re: Dresden u.a. ZR-Wagen

geschrieben von: Knut Ochdorf

Datum: 12.07.19 11:50

Jan Bochmann schrieb:
Guten Tag,

falk schrieb:
Danke. Man hat also das gemacht, was die meisten anderen Betriebe und auch die Hersteller für unmöglich hielten.
Wie man es gemacht hat, weiß ich auch nicht. Soweit ich mich erinnere, waren nach ihrer Modernisierung (also wohl spätestens 1970er Jahre) alle Gotha- und LOWA-Wagen in Dresden kompatibel und die Zweirichter dabei beliebig drehbar, dazu kamen anfangs auch noch die wenigen KSW-Triebwagen (umgebaut als ER, wie auch alle LOWA).

In Dresden sind dabei einige Funktionen ziemlich simpel gewesen oder fehlten ganz, wahrscheinlich hat man damit einige Adern an den Kupplungen sparen können.

Elektrische Türöffnung gab es z.B. nicht, nur zentrales Schließen. Zumindest in den ZR-Beiwagen gab es einen Schaltkasten ziemlich in der Mitte unter einem Sitz. Dort konnte man die Innenbeleuchtung einschalten, vermutlich auch die Heizung (bin mir nicht mehr sicher, denn ich habe nur im Sommer in Cossebaude gekuppelt). Wahrscheinlich gab es dafür nur eine Leitung, die ständig unter Spannung stand. An gleicher Stelle war das OS-Signal links/rechts umzuschalten, offenbar wurde dieses nur mit einer Ader angesteuert.

Ich weiß es auch nicht, aber das wird die Lösung gewesen sein. Die Gotha- und LOWA-Fahrzeuge hatten ja die gleichen Funktionen als die alten MAN- und UNION-Wagen mit ihrer Trompetenkupplung plus extra Kabel. Lediglich die elektrische >Türschließfunktion kam hinzu.

Jan Bochmann schrieb:
falk schrieb:
Gerichtete Zweirichtungswagen sind eine Spezialität der Londoner U-Bahn mit A- und D-Enden...
Ist das nicht auch bei der Berliner U-Bahn so? Da soll es im ganzen Netz keine Möglichkeit geben, einen Wagen zu drehen.

Sie ist es, das gesamte Netz der Berliner U-Bahn ist Dreieckfrei. Damit laufen alle Fahrzeuge in einer Richtung. So kann man das Klavier unsymmetrisch gestalten und mehr Adern unterbringen.

Knut

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