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 05 - Straßenbahn-Forum 

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In Bottrop wird laut über eine Rückkehr der Straßenbahn im Zuge des Projektes Freiheit Emscher nachgedacht.

Für diejenigen, die nicht wissen, was Freiheit Emscher sein soll zur Erklärung ein Zitat von [www.rag-montan-immobilien.de]

Zitat
Das interkommunale Projekt-Areal Freiheit Emscher bildet die größte Flächenreserve des Ruhrgebiets in zentraler Lage und damit immense Chancen für die Zukunft der Region. Das Ziel: ein neues urbanes Zentrum für die Metropole Ruhr und die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Es geht um etwa 1700ha im Bereich Sturmshof/Kohlereserve an der Stadtgrenze zu Essen Vogelheim.

In diesem Rahmen will man nun offenbar eine Rückkehr der Straßenbahn in Betracht ziehen, nicht zuletzt weil die RAG eine gute Erschließung des Geländes zur Bedingung für eine Vermarktung desselbigen macht und die geplante Autobahnabfahrt an dieser Stelle wohl auf absehbare Zeit nicht kommen wird.

Zitat
Mit einer Machbarkeitsstudie will die Stadt ausloten, ob und wie eine neue Straßenbahn helfen kann, die Bottroper Innenstadt mit dem Areal „Freiheit Emscher“ zu erschließen.
Offenbar ist auch ein neuer Haltepunkt der S9 zur Erschließung im Gespräch, mit eventuellem Anschlusspunkt zur Tram auf der geplanten Umwelttrasse. Allerdings gibt es zur Trassenführung der Tram diverse Optionen:


Zitat
Einige Wege sind schon gebahnt. Die Umwelttrasse zum Beispiel ist schon recht scharf gezeichnet. Sie wird im Norden mit einer neuen Station an die S-Bahnlinie 9 angebunden und läuft durch die Knappenstraße, die Welheimer Mark, am Sturmshof vorbei. Über den Kanal, aber unter der A 42 führt sie bis zum S-Bahnhof Bergeborbeck.
Zitat
Der Gewerbe-Boulevard, der den Schwerlastverkehr aufnehmen soll, verläuft fast parallel etwas weiter östlich. Er beginnt in Essen an der Daniel-Eckhart-Straße und der B224, wo die Essener Planer aber noch echte Anschluss-Probleme lösen müssen, verläuft auf einer Breite von 30 Meter Richtung Bottrop und wird in Höhe der Kokerei in die Prosperstraße münden, über die ein weiterer Anschluss an die B 224 hergestellt wird.
Zitat
Eine mögliche neue Straßenbahn könnte einer der beiden neuen Trassen folgen oder eine separate Trasse bekommen, sagt die Planerin: „Da machen wir dem Gutachter keine Vorgaben.“ Gesetzt ist allerdings die Anbindung der Innenstadt etwa am Kreuzkamp - und gern auch des Hauptbahnhofs.
Quelle: [www.waz.de]
Achtung, Bezahlschranke


Ich bin sehr gespannt, ob es bei Luftschlössern bleibt oder ob die Vestischen Straßenbahnen Ihren Namen eines Tages wieder zu Recht tragen werden.
Da ja auch in Essen wohl über eine Straßenbahn durch Essen 51 zum Stadion diskutiert wird, fehlt da ja nicht mehr viel zum Lückenschluss und einer möglichen Tram von der Essener Innenstadt über Krupp Gürtel, Essen 51, Stadion und Freiheit Emscher in die Bottroper City.



11-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.19 11:11.
Die Vestische Straßenbahn spielt hierbei überhaupt keine Rolle. Angedacht ist eine Verlängerung der Essener Straßenban (Ruhrbahn) ab Essen-Bergeborbeck über Vogelheim oder ab Bahnhof Altenessen über Vogelheim nach Bottrop.
Diese Idee hatte die CDU-Fraktion in Bottrop schon vor ca. 2 Jahren aufgebracht, jetzt scheint es aber tatsächlich konkreter zu werden. Zumindest wird es eine Machbarkeitsstudie geben.
Im engeren Sinne gehört Bottrop ja nicht zum "Vest" bzw. dem Kreis Recklinghausen, ist aber (wie Gelsenkirchen) Mitbesitzer des VER Vestischen. Bevor aber die stadteigene Verkehrsgesellschaft wieder in die Technologie "Straßenbahn" einsteigt, wäre ausbrechender Verkehr der naheliegendere Weg. Sollte man das hinbekommen, könnte man später auch noch mit der Bogestra zusammenarbeiten. Und falls sich Ruhrbahn und Bogestra irgendwann in (hoffentlich nicht zu) ferner Zukunft in Bottrop treffen sollten, wäre das doch alles andere als ein Problem.

Gewinnen kann Bottrop durch eine neue Straßenbahn auf jeden Fall, wer auch immer die dann betreibt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.19 15:44.
Ruhri schrieb:
Im engeren Sinne gehört Bottrop ja nicht zum "Vest" bzw. dem Kreis Recklinghausen, ist aber (wie Gelsenkirchen) Mitbesitzer des VER. Bevor aber die stadteigene Verkehrsgesellschaft wieder in die Technologie "Straßenbahn" einsteigt, wäre ausbrechender Verkehr der naheliegendere Weg. Sollte man das hinbekommen, könnte man später auch noch mit der Bogestra zusammenarbeiten. Und falls sich Ruhrbahn und Bogestra irgendwann in (hoffentlich nicht zu) ferner Zukunft in Bottrop treffen sollten, wäre das doch alles andere als ein Problem.

Gewinnen kann Bottrop durch eine neue Straßenbahn auf jeden Fall, wer auch immer die dann betreibt.
Bottrop "Mitbesitzer" der VER (Verkehrsgesellschaft Ennepe - Ruhr) mit Sitz in Ennepetal?

Bist Du Dir da ganz sicher?

Oder zeigt das nur einmal mehr, welche unrealistischen Träume Strassenbahn-Freaks da so träumen?

Bottrop ist nicht übermässig gross. Man hat dort eine S-Bahn nach Essen. Und dazu noch Buslinien. Könnte es nicht sein, dass das reicht? Man kann die Buslinien ja verdichten. Das wäre preiswerter - auch wenn der eine oder andere jetzt verzweifelt ...
melbbahn schrieb:
Bottrop "Mitbesitzer" der VER (Verkehrsgesellschaft Ennepe - Ruhr) mit Sitz in Ennepetal?

Bist Du Dir da ganz sicher?
Nun, du hast aber sofort gewusst, was damit gemeint war, oder?

Zitat:
Oder zeigt das nur einmal mehr, welche unrealistischen Träume Strassenbahn-Freaks da so träumen?

Unrealistisch oder realistisch? Hat nicht das Land Nordrhein-Westfalen das Zeitalter der Elektromobilität ausgerufen? Und vergiss nicht, dass wir gerade einmal von der Verlängerung einer Ruhrbahnlinie sprechen. Weder die Stadt Bottrop noch ihr Verkehrsunternehmen, die Vestische, müssten dazu einen Straßenbahnbetriebshof bauen und mit Personal bestücken.

Zitat:
Bottrop ist nicht übermässig gross. Man hat dort eine S-Bahn nach Essen. Und dazu noch Buslinien. Könnte es nicht sein, dass das reicht? Man kann die Buslinien ja verdichten. Das wäre preiswerter - auch wenn der eine oder andere jetzt verzweifelt …

Witten ist auch nicht allzu groß und Hattingen ist noch kleiner. Trotzdem haben beide eine Straßenbahnlinie, und Witten hätte sogar gerne die eine oder andere mehr. Bottrop ist im Gegensatz dazu immerhin eine echte Großstadt. Also verzweifele jetzt bitte nicht, falls Bottrop demnächst nach langen Jahren wieder Straßenbahnstadt werden sollte. Auf lange Sicht gesehen dürfte das sogar viel billiger sein.
melbbahn schrieb:Zitat:
Bottrop ist nicht übermässig gross.
Darauf kommt es nicht an. Entscheidend ist, ob es Korridore mit straßenbahnwürdigem Fahrgastaufkommen/-potential gibt.

melbbahn schrieb:
Zitat:
Man hat dort eine S-Bahn nach Essen.
Die S9 fährt die Bottroper Innenstadt nicht an, weswegen eine Zeit lange eine Tunnelstichstrecke geplant war.

melbbahn schrieb:
Zitat:
Und dazu noch Buslinien. Könnte es nicht sein, dass das reicht?
Es kommt darauf an, in welcher ÖPNV-Liga man spielen will und ob man verkehrspolitische Ziele erreichen will.

melbbahn schrieb:
Zitat:
Man kann die Buslinien ja verdichten. Das wäre preiswerter
Preiswerter ja, aber die Ergebnisse wären eben auch schlechter. Mit Taktverdichtungen der Buslinien schafft man keine 30-80% Fahrgastzuwachs.
Warum sollte sich eine Straßenbahn nach Bottrop nicht rentieren? Sie würde über weite Strecken auf eigenem Bahnkörper rollen, würde das Stadion Essen, Vogelheim, Gewerbegebiet Stadthafen, Freiheit Emscher, Bottrop Batenbrock mit der Essener und der Bottroper Innenstadt verbinden. Würde man in Batenbrock dazu hoch einen Umsteigepunkt zwischen S 9 und Straßenbahn bauen, wäre das doch ein gutes Netz im Essener Norden bzw. Bottroper Süden.
Das würde schon viele Menschen zum Umsteigen bewegen, denn der SB 16 steht ja leider auch viel im Stau.
melbbahn schrieb:
Bottrop ist nicht übermässig gross. Man hat dort eine S-Bahn nach Essen. Und dazu noch Buslinien. Könnte es nicht sein, dass das reicht? Man kann die Buslinien ja verdichten. Das wäre preiswerter - auch wenn der eine oder andere jetzt verzweifelt ...
Kennst du die Ausgangslage?

Die Stadt Bottrop hat in den 2000er Jahren anders als viele Ruhrgebietsstädte ihre neue Rolle als Aufgabenträger sehr bewusst wahrgenommen. Seit dem Nahverkehrsplan 2007 gab es auf allen wichtigen Straßenachsen aus der Innenstadt in die Stadtteile einen 10-Minuten-Takt (Gladbecker Straße, Horster Straße, Prosperstraße, Friedrich-Ebert-Straße, Osterfelder Straße, Hans-Böckler-Straße Kirchhellener Straße). Schnellbuslinien zwischen der Bottroper Innenstadt und den Zentren der Nachbarstädte (ohne Kreis Wesel, aber plus Gelsenkirchen), Erschließungslinien im 20-Minuten-Takt in die Wohnsiedlungen abseits der Achsen und Bedarfsverkehre in den Randgebieten bilden ein ÖV-Angebot, das für eine Hunderttausend-Einwohner-Stadt recht beachtlich war und ist. Zwischenzeitlich hat es Veränderungen gegeben, auf einer der Achsen – nach Dorsten über Kirchhellen – liegt der Standard nun niedriger, aber Bottrop hat immer noch ein sehr ordentliches ÖV-Angebot und 10-Minuten-Takte auf fast allen Hauptachsen!

Da ist es nur logisch, dass für eine weitere Attraktivitätssteigerung auch die Option einer Straßenbahn diskutiert wird.

Die Anbindung der Freiheit Emscher ist jetzt ein guter Anlass, das Thema voranzutreiben. Verkehrlich sehr sinnvoll wäre auch eine Strecke von der Bottroper Innenstadt zum CentrO mit Linienführung weiter zum Oberhausener Hauptbahnhof, um den Bus SB91 zu ersetzen. Diese beiden Strecken könnten verkehrlich und betrieblich hervorragend kombiniert werden.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.19 23:59.