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Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: Schwarz-Fahrer

Datum: 10.06.19 14:04

cinéma schrieb:
Es geht um die Anbindung der Uni ans Rechtsrheinische, dafür wurde seinerzeit die 9 extra so gelegt, wie sie jetzt fährt.
Die Uni hat zwangsläufig eine Direktverbindung ins Rechtsrheinische, egal ob sie zum Königsforst oder nach Zündorf führt. :-)

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: Thomaner

Datum: 10.06.19 14:14

Zentauri schrieb:
cinéma schrieb:
Zentauri schrieb:
cinéma schrieb:
Gernot schrieb:
Zwar frequentieren die Studierenden wegen ihrer Semestertickets recht häufig die KVB, aber ob man sie deshalb als wichtigen Kundenkreis bezeichnet? Umgerechnet auf den Preis eines Semestertickets dürften die Erlöse je Fahrt da doch sehr gering sein. Meine Tochter beispielsweise fährt auch schon mal die zwei Stationen bis zum Aldi mit der Bahn - kostet sie ja nichts. So was wie Premiumkunden sind die Studis ganz bestimmt nicht.
Sie sind zwangsverpflichtet, eine Halbjahreskarte zu kaufen, wenn man das rechtfertigen will, muss man ihnen schon etwas bieten.
Die Studierenden haben selber entschieden, dass Sie das Ticket haben möchten. Es hat keiner den AStA gezwungen, das Ticket einzuführen.
Und genauso können die Studierenden jederzeit wieder aussteigen aus dieser Nummer.
Ja. Wo ist da das Problem? Ich sehe da keins.
Zunächst @ MichaeL. Danke für die sinvolle Abtrennung!

Das "Problem" des Stundentickets ist, dass es eine Solidargemeinschaft ist. Aufgrund der schieren Menge bekommt man die entsprechenden Preise und auch entsprechende Konditionen.
Hier kann sich nicht einfach jemand ausklingen, der 5 Min zu Fuß zur Uni, zu den Eltern und zum Nebenjob braucht und somit theoretisch drauf zahlt.
Meines erachtens funktioniert das System Stundenticket auch nur so und, wenn man ehrlich ist, funktioniert auch das System studieren nur so.
Sonst würdest Du Studierende, welche nicht das Privileg haben in einer Hochschulstadt zu leben und deren Eltern nicht noch eben 1.000€ zusätzlich für Leben in der Stadt ausgeben können, vom Studieren einfach mal eben ausschließen.
Es geht hier um etwas mehr als nur ein günstiges Ticket, welches von Gernots Tochter (und sicherlich auch vielen anderen) mal etwas "am Thema" vorbei genutzt wird.
Hand aufs Herz: wer hat das noch nie mit seinem Abo , seinem PKW oder gar seinem Dienstwagen getan? Eben ...

! und ? sind keine Rudeltiere.

Meine Bildbeiträge

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: Zentauri

Datum: 10.06.19 15:09

Thomaner schrieb:
Zentauri schrieb:
cinéma schrieb:
Zentauri schrieb:
cinéma schrieb:
Gernot schrieb:
Zwar frequentieren die Studierenden wegen ihrer Semestertickets recht häufig die KVB, aber ob man sie deshalb als wichtigen Kundenkreis bezeichnet? Umgerechnet auf den Preis eines Semestertickets dürften die Erlöse je Fahrt da doch sehr gering sein. Meine Tochter beispielsweise fährt auch schon mal die zwei Stationen bis zum Aldi mit der Bahn - kostet sie ja nichts. So was wie Premiumkunden sind die Studis ganz bestimmt nicht.
Sie sind zwangsverpflichtet, eine Halbjahreskarte zu kaufen, wenn man das rechtfertigen will, muss man ihnen schon etwas bieten.
Die Studierenden haben selber entschieden, dass Sie das Ticket haben möchten. Es hat keiner den AStA gezwungen, das Ticket einzuführen.
Und genauso können die Studierenden jederzeit wieder aussteigen aus dieser Nummer.
Ja. Wo ist da das Problem? Ich sehe da keins.
Zunächst @ MichaeL. Danke für die sinvolle Abtrennung!

Das "Problem" des Stundentickets ist, dass es eine Solidargemeinschaft ist. Aufgrund der schieren Menge bekommt man die entsprechenden Preise und auch entsprechende Konditionen.
Hier kann sich nicht einfach jemand ausklingen, der 5 Min zu Fuß zur Uni, zu den Eltern und zum Nebenjob braucht und somit theoretisch drauf zahlt.
Meines erachtens funktioniert das System Stundenticket auch nur so und, wenn man ehrlich ist, funktioniert auch das System studieren nur so.
Sonst würdest Du Studierende, welche nicht das Privileg haben in einer Hochschulstadt zu leben und deren Eltern nicht noch eben 1.000€ zusätzlich für Leben in der Stadt ausgeben können, vom Studieren einfach mal eben ausschließen.
Es geht hier um etwas mehr als nur ein günstiges Ticket, welches von Gernots Tochter (und sicherlich auch vielen anderen) mal etwas "am Thema" vorbei genutzt wird.
Hand aufs Herz: wer hat das noch nie mit seinem Abo , seinem PKW oder gar seinem Dienstwagen getan? Eben ...
Keine Frage: Solange die Studierenden ein Ticket wünschen, müssen sie auch ein Angebot bekommen. Aber nirgendwo steht, dass dieses Angebot auch eine umsteigefreie Verbindung zum Bf. Deutz enthalten muss.

Als 1994 die Linieführung der Stadtbahnlinie 9 geändert wurde, führte keine Linie mehr direkt aus dem rechtsrheinischen zum Hauptbahnhof - wenn man mal von der Linie 14, die nur an Messetagen fuhr, und der Linie 16, die am Wiener Platz startete, absieht. Es mussten daher (fast) alle rechtsrheinisch lebenden Einwohner fortan umsteigen, um zum Fernverkehr zu kommen. Von Studenten kann man offensichtlich einen Umstieg nicht mehr erwarten.

Manchmal ist es betrieblich sinnvoller eine Linie anders zu führen als auf einige Fahrgäste Rücksicht zu nehmen.

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: Gernot

Datum: 10.06.19 15:18

Zentauri schrieb:
Als 1994 die Linieführung der Stadtbahnlinie 9 geändert wurde, führte keine Linie mehr direkt aus dem rechtsrheinischen zum Hauptbahnhof - wenn man mal von der Linie 14, die nur an Messetagen fuhr, und der Linie 16, die am Wiener Platz startete, absieht. Es mussten daher (fast) alle rechtsrheinisch lebenden Einwohner fortan umsteigen, um zum Fernverkehr zu kommen. Von Studenten kann man offensichtlich einen Umstieg nicht mehr erwarten.

Manchmal ist es betrieblich sinnvoller eine Linie anders zu führen als auf einige Fahrgäste Rücksicht zu nehmen.
In der Regel werden solche Linienänderungen auf der Basis von Fahrgastzählungen und/oder -befragungen beschlossen. D.h., wenn die Zahl der Fahrgäste, die aus Deutz und Kalk zur Uni möchten höher ist als die Zahl derer, aus Poll/Prz dorthin wollen, ist so eine Änderung nachvollziehbar. Dass die 9 ihren Linienweg Königsforst - Severinsbrücke - Neumarkt - Chorweiler verlassen hat, lag aber am Hochflur-/Niederflurkonzept.

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: Zentauri

Datum: 10.06.19 15:31

Gernot schrieb:
In der Regel werden solche Linienänderungen auf der Basis von Fahrgastzählungen und/oder -befragungen beschlossen. D.h., wenn die Zahl der Fahrgäste, die aus Deutz und Kalk zur Uni möchten höher ist als die Zahl derer, aus Poll/Prz dorthin wollen, ist so eine Änderung nachvollziehbar. Dass die 9 ihren Linienweg Königsforst - Severinsbrücke - Neumarkt - Chorweiler verlassen hat, lag aber am Hochflur-/Niederflurkonzept.
Na dann sollten wir mal eine Zählung machen. Nicht, dasss mehr Menschen von Rath/Heumar, Ostheim und Vingst Richtung Rudolfplatz wollen als Richtung Universität.

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: Gernot

Datum: 10.06.19 15:51

Zentauri schrieb:
Gernot schrieb:
In der Regel werden solche Linienänderungen auf der Basis von Fahrgastzählungen und/oder -befragungen beschlossen. D.h., wenn die Zahl der Fahrgäste, die aus Deutz und Kalk zur Uni möchten höher ist als die Zahl derer, aus Poll/Prz dorthin wollen, ist so eine Änderung nachvollziehbar. Dass die 9 ihren Linienweg Königsforst - Severinsbrücke - Neumarkt - Chorweiler verlassen hat, lag aber am Hochflur-/Niederflurkonzept.
Na dann sollten wir mal eine Zählung machen. Nicht, dasss mehr Menschen von Rath/Heumar, Ostheim und Vingst Richtung Rudolfplatz wollen als Richtung Universität.
Kann schon sein, auch wenn ich nicht so genau wüsste, wo am Rudolfplatz oder in Braunsfeld die attraktiven Ziele für die Bewohner des Rechtsrheinischen liegen. Vielleicht wollen die ja alle zu den Gräbern ihrer Lieben nach Melaten statt zum Ostfriedhof oder zum Shoppen nach Weiden.
Theoretisch wäre so ein Linientausch jedenfalls drin. Ob er sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Oder man geht wieder zum alten KVB-Linienkonezpt zurück und lässt auf den Hauptachsen zwei Linien fahren, die ab Zentrum andere Ziele ansteuern. Um beim Ost-West-Bündel zu bleiben also beispielsweise:
1: Bensberg - Weiden
2: (Bensberg-) Brück - Uni
7: Zündorf - Benzelrath
8: Porz - Stadion (-Junkersdorf)
9: Königsforst - Sülz
10: Ostheim - Haus Vorst

Wobei die Linien mit den geraden Nummern eventuell in der SVZ nicht fahren.

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: cinéma

Datum: 10.06.19 16:10

Zentauri schrieb:
Ja. Wo ist da das Problem? Ich sehe da keins.
Ich schon, denn die Städte sind sehr interessiert daran, die Studierenden im ÖPNV zu halten, dafür müssen sie dann auch etwas bieten.

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: cinéma

Datum: 10.06.19 16:13

Zentauri schrieb:
Manchmal ist es betrieblich sinnvoller eine Linie anders zu führen als auf einige Fahrgäste Rücksicht zu nehmen.
Es geht hier nicht um ein paar Fahrgäste, sondern um eine große Kundengruppe.

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: Zentauri

Datum: 10.06.19 19:27

cinéma schrieb:
Zentauri schrieb:
Manchmal ist es betrieblich sinnvoller eine Linie anders zu führen als auf einige Fahrgäste Rücksicht zu nehmen.
Es geht hier nicht um ein paar Fahrgäste, sondern um eine große Kundengruppe.
Ja, es ist eine große Gruppe. Aber es sind keine guten Zahler. Andere Kundengruppen zahlen mehr und bekommen keine eigene Verbindung.

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 10.06.19 20:23

Zentauri schrieb:
Von Studenten kann man offensichtlich einen Umstieg nicht mehr erwarten.
Ähem, die Linie 9 resultiert doch aus dem Wunsch, dass die Studenten umsteigen **können** !

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: Zentauri

Datum: 10.06.19 20:30

Hauptmann Mumm schrieb:
Zentauri schrieb:
Von Studenten kann man offensichtlich einen Umstieg nicht mehr erwarten.
Ähem, die Linie 9 resultiert doch aus dem Wunsch, dass die Studenten umsteigen **können** !
Gemeint war nicht der Umstieg auf Bus und Bahn, sondern das Umsteigen zwischen verschiedenen Linien. Meines Erachtens ist die jetzige Lösung, dass die Linien 7 und 9 ein- und ausgefädelt werden müssen eher suboptimal. Besser wäre es, wenn die Linien 1 und 9 von Kalk bis zum Gürtel gemeinsam verkehren und die Linie 7 auf eigenen Gleisen von Zündorf nach Sülz. Alleine ich glaube nicht, dass wir die Innenstadt in diesem Jahrhundert noch mit zwei zusätzlichen Gleisen auf der Ost-West-Achse ausbauen.

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 10.06.19 21:56

Zentauri schrieb:
Hauptmann Mumm schrieb:
Zentauri schrieb:
Von Studenten kann man offensichtlich einen Umstieg nicht mehr erwarten.
Ähem, die Linie 9 resultiert doch aus dem Wunsch, dass die Studenten umsteigen **können** !
Gemeint war nicht der Umstieg auf Bus und Bahn, sondern das Umsteigen zwischen verschiedenen Linien.
Das ist mir schon klar.

Klingelt es jetzt? Kleiner Tipp: die Uni ist vom Hbf und Hansaring nicht direkt erreichbar.

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 10.06.19 22:07

Um das mal losgelöst von der SPNV-Verknüpfung zu denken: betrieblich und bzgl. Vertaktung wäre ein Tausch der Äste 7/9 natürlich sinnvoll.

Schwierig macht das die ungleiche Auslastung der Äste. Im heutigen 60m-System braucht man kurzfristig zur Behebung der ärgsten Überlastungen sowohl lrh als auch rrh je einen 10'-Takt mehr:
- rrh 5'-Takt auf 1, 7 UND 9 (und nicht 7 ODER 9 wie bisher), natürlich 5'-Takt der 9 dabei mindestens bis Ostheim
- lrh ein zusätzlicher 10'-Takt bis Weiden West

Das geht mit drei Linien eh nicht.

Die wichtigste Frage aktuell ist, ob man diese Angebotsdichte im Bestand mit Ertüchtigung LSA-Steuerung mit Durchmesserlinien (=36tph auf Ost-West) durchbekommt oder nicht. Wenn nicht, geht der aktuelle FDP-Vorschlag für zusätzliche Endststationen in der Innenstadt in die richtige Richtung.

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: Zentauri

Datum: 11.06.19 01:20

Hauptmann Mumm schrieb:
Zentauri schrieb:
Hauptmann Mumm schrieb:
Zentauri schrieb:
Von Studenten kann man offensichtlich einen Umstieg nicht mehr erwarten.
Ähem, die Linie 9 resultiert doch aus dem Wunsch, dass die Studenten umsteigen **können** !
Gemeint war nicht der Umstieg auf Bus und Bahn, sondern das Umsteigen zwischen verschiedenen Linien.
Das ist mir schon klar.

Klingelt es jetzt? Kleiner Tipp: die Uni ist vom Hbf und Hansaring nicht direkt erreichbar.
Wenn der Bf. Süd ein vollwertiger S-Bahnhalt wird, errreicht man von dort in wenigen Minuten den Hauptbahnhof und den Bf. Deutz. Vom Hauptgebäude der Uni Köln ist der Bahnhof Süd in 5 bis 7 Minuten zu Fuß zu erreichen. Durchaus keine Überforderung. In anderen Städten läuft man teilweise deutlich weiter bis zum nächsten Bahnhof.
Dass Die Uni jetzt nur suboptimal an den Kölner Hauptbahnhof angeschlossen ist, ist ja keine neue Erkenntnis. Das war früher aber auch nicht das große Problem, da die meisten Studenten aus dem näheren Umkreis oder zumindest aus Köln kamen und somit maximal einmal umsteigen mussten. Dass es inzwischen eine nicht unerheblich Anzahl Studenten gibt, die längere Anfahrtswege in Kauf nehmen, ist mir klar. Aber das Problem sollte mit dem Ausbau der S-Bahn erledigt sein. Ich hoffe, dass dieser bis 2030 abgeschlossen ist. Schneller liegen auch keine weiteren Gleise in der Kölner Innenstadt, sodass sich der Status Quo leider wohl nicht so bald ändern wird.

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 11.06.19 01:44

Zentauri schrieb:
Alleine ich glaube nicht, dass wir die Innenstadt in diesem Jahrhundert noch mit zwei zusätzlichen Gleisen auf der Ost-West-Achse ausbauen.
Was wäre die Alternative?

Ost-West-U-Bahn? Auch da bräuchte man zwei zusätzliche Gleise, oben oder unten.

Längere Züge? Stand jetzt ist bei 75m immer noch Schluss, oder habe ich das was verpasst?

Mal abgesehen davon, dass mit dem aktuellen Wagenpak weiterhin nur 60m drin sind.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:06:11:01:45:58.

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: Zentauri

Datum: 11.06.19 07:06

mannibreuckmann schrieb:
Zentauri schrieb:
Alleine ich glaube nicht, dass wir die Innenstadt in diesem Jahrhundert noch mit zwei zusätzlichen Gleisen auf der Ost-West-Achse ausbauen.
Was wäre die Alternative?

Ost-West-U-Bahn? Auch da bräuchte man zwei zusätzliche Gleise, oben oder unten.

Längere Züge? Stand jetzt ist bei 75m immer noch Schluss, oder habe ich das was verpasst?

Mal abgesehen davon, dass mit dem aktuellen Wagenpak weiterhin nur 60m drin sind.
Es geht doch nicht darum, was ich für sinnvoll halte, sondern worauf sich die Politik einigen kann. Und da ist mein Glaube an zusätzliche Gleise leider nicht vorhanden. Allerdings halte ich diese für notwendig. Dann können wir auch gerne 90 m lange Züge einsetzen.

Wer einie Verkehrswende ernsthaft will, muss aber auch die Takte deutlich verdichten. Das Auto steht bei den Leuten vor der Tür. Fußweg vielleicht 20 bis mximal 50 m. Zur Not werden auch Geh- und Radwege zugeparkt, damit der Weg nicht länger wird. Der Autofahrer kann jederzeit starten, es gibt keinen Fahrplan. Auf einmal muss er bis zu 10 Minuten bis zur nächsten Haltestelle laufen und dort auch noch warten. Das ist schon ein großer Komfortverlust. Da muss man ansetzen. Die Wartezeit muss möglichst kurz sein. Es muss aureichend Platz in den Verkehrsmitteln sein, damit er sich nicht reinquetschen muss. Von 8 m² Platz auf 0,25 m² ist eben etwas extrem.

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 11.06.19 09:29

Klar, eine Steigerung der Kapazität um 50% durch 90-Meter-Dreifachtraktionen wäre natürlich die einfachste und naheliegendste Lösung. Aber das Ganze müsste Hand und Fuß haben, eine Abhängigkeit von einer Ausnahmegenehmingung, die jederzeit wiederrufen werden kann, wäre fatal.

Wenn es die Möglichkeit gäbe, die 75-Meter-Grenze durch Änderung der Vorschriften auf 90 Meter auszudehnen, dann sollte man das angehen...

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 11.06.19 09:41

Zentauri schrieb:Zitat:
Ja, es ist eine große Gruppe. Aber es sind keine guten Zahler. Andere Kundengruppen zahlen mehr und bekommen keine eigene Verbindung.
Das magst du sehen. Effektiv sind Studenten bei Verkehrsverbünden sehr beliebt:

1. Die Uni bezahlt immer - und zwar im Voraus!
2. Gegenüber normalen Auszubildendentarifen - an denen sich die Semestertickets kalkulatorisch anlehnen - besteht durch das Solidarprinzip eine einfachere Möglichkeit einen attraktiven Preis zu bilden.
3. Studenten fahren nicht nur in der Hauptverkehrszeit und in den Hauptlastrichtungen, sondern auch am Tagesrand
4. Die Uni übernimmt den Vertrieb, damit entfallen deutliche Kosten für Personal, Versand und Kommunikation und nicht zuletzt: für Mahnwesen und Inkasso!
...

Zudem vergisst du hier einen eklatanten Punkt: Andere Kundengruppen fahren nicht so berechenbar (Wohnort/WG, Zeitlagen) gleichartig zur einem Punkt (Unistandorte), sondern räumlich und zeitlich gestreut von den Wohnorten zu den Arbeitsplätzen.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: Zentauri

Datum: 11.06.19 09:56

mannibreuckmann schrieb:
Klar, eine Steigerung der Kapazität um 50% durch 90-Meter-Dreifachtraktionen wäre natürlich die einfachste und naheliegendste Lösung. Aber das Ganze müsste Hand und Fuß haben, eine Abhängigkeit von einer Ausnahmegenehmingung, die jederzeit wiederrufen werden kann, wäre fatal.

Wenn es die Möglichkeit gäbe, die 75-Meter-Grenze durch Änderung der Vorschriften auf 90 Meter auszudehnen, dann sollte man das angehen...
Ja, sie wäre einfach und naheliegend. Ich glaube aber nicht, dass dies reicht, um die Verkehrswende einzuläuten. Die Klimaziele von Paris wird Deutschland so nicht erreichen.

Re: Linienkonzept Ost-West in Köln

geschrieben von: kmueller

Datum: 11.06.19 11:54

Zentauri schrieb:
Vom Hauptgebäude der Uni Köln ist der Bahnhof Süd in 5 bis 7 Minuten zu Fuß zu erreichen. Durchaus keine Überforderung. In anderen Städten läuft man teilweise deutlich weiter bis zum nächsten Bahnhof.
Diese Distanz sowie die vom Südbf. zum Hörsaalgebäude, zur Uni-Bibliothek und zum Philosophikum (alles gegenüber dem Hauptgebäude) ist nur etwa 100m länger als die Distanz zwischen den Lehrveranstaltungen in der Physik und denen im Mathematischen Institut. Geophysiker oder Meteorologen (Institute direkt am Südbf.) hatten es zur Mathematik sogar weiter.

Der Weg zur Mensa ist von fast allen Uni-Teilen (Ausnahmen: Physik, Chemie und Geowissenschaften) nur 100m kürzer als der zum Südbf. und trotzdem hört man sehr selten von hungertoten Studenten. Der Südbf. selbst hat heute bereits 5 NV-Züge stündlich zum Hbf; die Bedeutung einer direkten Stadtbahn zum Hbf oder Deutzer Bf. sollte man deshalb wirklich etwas tiefer hängen.

Die gesamte Uni (eingeschlossen die ehemalige PH) verteilt sich mittlerweile auf eine Fläche von 1-2qkm. zwischen Eisenbahnring und Gürtel. Will man wenig laufen, nutzt man sinnvollerweise ab Innenstadt sowieso verschiedene Linien und reist

- zur Ex-PH*: via Aachener Str. (1,7) oder via Dürener Str. (136,146)
- zum WiSo-Hochhaus*: via Dürener
- zur Mathematik*: dito
- zur Chemie*: via Luxemburger (18)
- denselben Weg würde ich vom Hbf(!) auch zur Physik* wählen
- zur Uniklinik/Medizin: via Zülpicher (9)
- Physik/Geowissenschaften/Mensa*: via Zülpicher Str. oder Südbf.
- zur Biologie*: via Dürener oder Zülpicher

Alles, was ich mit Sternchen markiert habe, liegt in einer Entfernung vom Südbf., die ich regelmäßig - teilweise täglich - zwischen Lehrveranstaltungen laufen mußte.

Die Terminierung der Grundvorlesungen in Mathematik und Physik richtete sich lt. Angaben der Institute damals übrigens an der Ankunft eines Eilzugs aus dem Ruhrgebiet aus. Kann mich selber noch an solche Fahrten erinnern: erst frühmorgendlicher Alibi-NV über die Ratinger Westbahn (Lok mit einem Silberling, Ticketverkauf durch Schaffner) und dann ab Düsseldorf weiter mit Eilzug in D-Zug-Länge (so was gab es damals noch mit Laufwegen wie Dortmund-Frankfurt).
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