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 05 - Straßenbahn-Forum 

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Nabend zusammen,

ich möchte euch mal wieder auf eine Fahrt im TW 3000 der ÜSTRA mitnehmen. Diesmal befinde ich mich auf der Linie 5 quasi voll im Unistress, steigen nämlich an den drei Haltestellen entlang der Leibniz Universität viele Studenten zu, die den Zug an seine Kapazitätsgrenze bringen.
Begleitet mich auf der 45 Minuten langen Fahrt vom nordwestlichen Endpunkt in Stöcken bis zum östlichen Endpunkt der Linie in Anderten. Dabei führt die Linie mit drei Haltestellen auch an der Leibniz Universität vorbei, wo am Nachmittag sehr viele Studenten in die Stadtbahnen strömen.
Steigen die Studenten an der ersten Haltestelle noch recht zügig zu, dauert es an den beiden folgenden Stopps umso länger. Mit verschiedenen Sonderansagen versuche ich, die Studenten davon zu überzeugen, ins Wageninnere durchzugehen und die Türbereiche freizuhalten.

Grade der östliche Abschnitt der Linie 5 ist sehr reizvoll, führt die Strecke hier nämlich zum Großteil im Straßenraum durch die Stadtteile Kleefeld und Kirchrode. Deshalb kommt hier, abgesehen von den Hochbahnsteigen, noch richtiges Straßenbahnfeeling auf. Nicht umsonst zählt dieser Streckenabschnitt zu einemr der schönsten im Netz der ÜSTRA. Am Großen Hillen zeigt sich dann jedoch der große Nachteil dieser Streckenführung, muss sich die Stadtbahn nämlich mit in den Stau einreihen, statt sonst auf eigenem Bahnkörper an den wartenden Autos vorbeizurauschen.
Durch die vielen Studenten und den Stau im Zentrum Kirchrodes hat sich eine ordentliche Verspätung aufgebaut, die ich über den Bordrechner mit einer codierten Verspätungsmeldung an die Leitstelle weitergebe, damit sich diese um den Anschluss am Endpunkt zur weiterführenden Buslinie in Richtung Misburg und Meierwiesen kümmern kann. Ob der Anschlussbus erreicht wird, erfahrt ihr, wenn ihr bis zum Schluss dran bleibt ;)

Schaut einfach mal ins Video rein und erfahrt in den Untertiteln viele weitere Informationen rund um das Fahrzeug und die Strecke.

Quelle: YouTube
Viel Spaß wünsche ich beim Anschauen und einen schönen Abend noch :)

Bus- und Stadtbahnvideos aus Hannover: [www.youtube.com]
Moin,

wieder mal hübsch gemacht. Das Verkehrsaufkommen an der Uni fand ich aber nicht so extrem. Eigentlich gehören auch die drei Stationen davor (Schaumburgstraße, Herrenhäuser Gärten und Appelstraße) zum Einzugsgebiet der Uni (teilweise sogar Kopernikusstraße und Christuskirche), aber die dortigen Institute sind nicht so sehr aufkommensstark. Was ich früher viel schlimmer fand, war der Verkehr ab Kröpcke in Richtung Westen kurz vor 8 Uhr - Unterrichtsbeginn der Berufsbildenden Schulen am Waterloo, der Humboldtschule und der Fachhochschule. Oder Schulschuss in der Südstadt, wenn Tausende Schüler nach Hause wollen und Hunderte davon am Altenbekener Damm einsteigen.

Gruß,
Sven
Danke für dein Lob :)

Bedenke nur, dass sich vor der Uni das Fahrgastaufkommen auf drei Haltestellen aufteilt, während am Kröpcke und am Altenbekener Damm alle Schüler an einer Station in die Bahn strömen.

Also dürfte es im Endeffekt ähnlich voll gewesen sein, wie nach Schulschluss am A'Damm.
Wobei sich das dort ja durch Protec und Verschiebung des Unterrichtsschluss der einzelnen Schulen deutlich gebessert hat.

Gruß

Bus- und Stadtbahnvideos aus Hannover: [www.youtube.com]
Ist es normal, daß der Fahrgastwechsel am Steintor länger dauert als am Kröpcke und als am Aegi?
Der Zug, der von 0:30 bis 0:40 eingeblendet ist, ist nicht dieser Zug, oder?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.06.19 01:38.
Das Problem wird wohl gewesen sein, dass am Steintor ein erster Schwung von Fahrgästen aussteigen möchte, viele aber in der Bahn bleiben und erst am Kröpcke raus wollen.
So müssen sich die Leute, die schon vorher aussteigen möchten, durch die Massen der Fahrgäste drängeln, was schon mal etwas Zeit in Anspruch nehmen kann. Zumal dann auch die Leute wieder mit einsteigen müssen, die ausgestiegen waren, um andere Leute aussteigen zu lassen.
Bis da also am Steintor alle Leute raus sind, die raus wollen, dauert es etwas länger. Am Kröpcke hingegen strömt ja die große Masse aus dem Zug, da geht das dann vergleichsweise etwas schneller.

Es ist nicht exakt dieser Zug zu dieser Fahrt, aber zumindest der vordere Wagen ist der Gleiche, in dem auch das Video aufgenommen wurde. Das Foto ist ein paar Tage später entstanden.

Bus- und Stadtbahnvideos aus Hannover: [www.youtube.com]
Ah ja.
Die Sache war doch so, daß die Konzentration aller Umsteigevorgänge auf nur eine zentrale Station im Zentrum zu einem längeren Aufenthalt und damit zu einer geringeren Durchlässigkeit der Strecke führt, als wenn sich die Umsteigevorgänge auf mehrere Stationen verteilen. Je mehr Leute aus- oder umsteigen, desto länger der Aufenthalt. Demnach hätte man doch eigentlich erwarten müssen, daß der Aufenthalt am Kröpcke am längsten dauert. Oder? Stimmt das gar nicht? Oder war diese Fahrt ein Ausnahmefall?
In einem anderen Video (vom Roderbruch nach Garbsen) dauert der Aufenthalt am Kröpcke länger als der am Steintor.
Der abgebildete Zug hat vorn und hinten einen A-Teil, während die B-Teile aneinander gekuppelt sind. Die Aufnahme ist aber aus einem B-Teil gemacht worden, wie man ja leicht erkennen kann.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.06.19 10:58.
Wie gesagt, es wird wohl problematisch gewesen sein, dass aus der noch sehr vollen Fahrgäste nur vergleichsweise wenig Fahrgäste aussteigen wollen und die sich durch die Massen der anderen Fahrgäste drängeln müssen.
Am Kröpcke hingegen strömt quasi erstmal alles aus der Bahn raus, eh die neuen Fahrgäste einsteigen.
Also denke ich mal, dass es vllt eine Ausnahme gewesen ist, dass der Stationsaufenthalt am Steintor länger war, als am Kröpcke.

Die Verteilung der Hauptumsteigelast auf Aegi und Hbf hat Vor- und Nachteile.
Bahnsteiggleich und ohne Wartezeit umzusteigen, ist natürlich der entscheidende Vorteil.
Hingegen stehen die Bahnen an den beiden Stationen länger, da die Bahnen meist kurz nacheinander eintreffen und so zumindest eine Bahn länger an der Station steht.

Respekt, dass du so aufmerksam hingeschaut hast ;)
Ich möchte immer ein Foto von dem Fahrzeug zeigen, damit sich auch Außenstehende wissen, in welchem Typ das Video aufgenommen wurde.
Normalerweise versuche ich, direkt vor oder nach der Fahrt ein Foto von dem Zug zu machen, in diesem Fall ging das aber nicht, sodass dieses Foto von einem anderen Tag ist.

Gruß

Bus- und Stadtbahnvideos aus Hannover: [www.youtube.com]
Irvine Citaro schrieb:
Die Verteilung der Hauptumsteigelast auf Aegi und Hbf hat Vor- und Nachteile.
Bahnsteiggleich und ohne Wartezeit umzusteigen, ist natürlich der entscheidende Vorteil.
Kröpcke übernimmt auch einen Teil (den größten Teil) der Umsteigelast, nämlich den Umstieg zwischen A und C, den nachfragestärksten Strecken. Ich glaube, der entscheidende Vorteil ist die Verteilung der Umsteigevorgänge auf mehrere Haupt-Umsteigestationen an sich. Die parallele Anordnung der Strecken an Richtungsbahnsteigen ist eine sehr gute Lösung für die Gestaltung der Verknüpfung. Und daß man ohne Wartezeit umsteigen kann, ist eine Sache des Fahrplans (und dessen Einhaltung), wobei die Anschlüsse in der HVZ ja eh nicht gesichert sind und letztlich zu Wartezeiten für all die führt, die durchfahren wollen.

Irvine Citaro schrieb:
Zitat:
Hingegen stehen die Bahnen an den beiden Stationen länger, da die Bahnen meist kurz nacheinander eintreffen und so zumindest eine Bahn länger an der Station steht.
Womit der Vorteil für die Fahrgäste, der in der NVZ wertvoll ist, in der HVZ zum Problem für das System werden kann, wenn der Aufenthalt so lang wird, daß der Folgezug nicht mit 2min Abstand fahren kann. Ich glaube, man könnte in der HVZ auch auf die Verzahnung verzichten, mit ein paar Minuten Umsteigezeit ist der Umstieg hier immer noch attraktiv.
Ein Nachteil wäre es, wenn es durch die Verteilung der Umsteigevorgänge auf mehrere Haltestellen dazu käme, daß ein Rundumanschluss in der SVZ oder in der Nacht mit Aufenthalt aller Züge an der selben Station nicht möglich wäre, so wie in Dortmund. Das ist in Hannover aber ja nicht der Fall. Ich meine, daß diese sich widersprechenden Anforderungen - Verteilung der Umsteigelast und Rungumanschluss in einer Station - in Hannover gut erfüllt werden.

Irvine Citaro schrieb:
Zitat:
Respekt, dass du so aufmerksam hingeschaut hast ;)
Na wenn schon denn schon! :-)
Bei den "Schnupperfahrten" mit dem "Neuen" TW6000 gibt es Gelegenheit zu Führerstandsaufnahmen mit 4min Aufenthalt auf der Strecke. Gibt's davon dann ein Video für uns? :-D
Gibt es beim Tw 3000 auch eine optische Blinkerkontrolle oder nur die im Video hörbare aktustische? Mit ist auf dem Fahrpult keine Kontrollleuchte aufgefallen.

Gruß
Dietmar
Die optische Blinkerkontrolle ist im linken Fahrerdisplay untergebacht.
Dort gibt es im oberen Bereich zwei Felder, die je nach Richtung blinken.

Der linke Bildschirm ist an der Oberfläche, zumindest im Video, recht dunkel und deshalb sind die beiden Leuchten im Display nicht zu erkennen.

Aber es steht schon auf der Agenda, beim nächsten TW 3000-Video die Helligkeit des linken Bildschirms ganz hoch zu stellen, dann wird man diese beiden Leuchten auch erkennen ;)

Bus- und Stadtbahnvideos aus Hannover: [www.youtube.com]