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In der WAZ gibt es diesen Bericht: Essen. Die Stadt Essen lässt ein neues Brandschutz-Konzept für den U-Bahnhof Bamlerstraße erstellen. Dabei wird die Sicherheit für 1300 Schüler geprüft. [www.waz.de]

Meine Frage an die Altenessen-Experten. Wo soll denn da eine Schule in der Nähe der Bamlerstraße sein? Das ist eine teilweise sehr schwach genutzte Haltestelle. Schon die Bäuminghausstraße hat da mehr Fahrgäste die dort ein- und aussteigen. Soweit mir bekannt ist liegt die Haltestelle doch in einem Gewerbegebiet oder nicht? ;)
Da ist offenbar eine neue Schule geplant wie der Artikel verrät ...

Hier gibt es noch eine weitere Info: [www.waz.de]

W.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.05.19 15:53.
Nicht die unterirdische Stadtbahn ist das Problem, sondern das Verhalten der Nutzer, in diesem Fall der Schüler. Oje
Diese Station ist besonders unkomfortabel und für Menschenmassen auch anderer Art nicht geeignet, weil sie bei ziemlich tiefer Lage nur an einem Ende überhaupt einen Zugang hat, der nur aus 1 oder 2 kleinen, lahmen Aufzügen und einer langen, schmalen, verwinkelten Treppe besteht - keine Rolltreppen, keine großen Treppen, kein zweiter Eingang.
Hier trifft die übertriebene deutsche Hysterie nach dem unerreichbaren letzten 100. Prozent an Sicherheit, mit der wir uns überall das Leben schwer machen, mal auf wirklich ungeeignete Bedingungen.
Zwiebel schrieb:
Diese Station ist besonders unkomfortabel und für Menschenmassen auch anderer Art nicht geeignet, weil sie bei ziemlich tiefer Lage nur an einem Ende überhaupt einen Zugang hat, ...
Vielen Dank. Erstaunlich, daß so ein Konstrukt 1998 noch überhaupt in Betrieb gehen durfte. Da hülfe dann auch kein Gutachten.
Stundentakt schrieb:
Zwiebel schrieb:
Diese Station ist besonders unkomfortabel und für Menschenmassen auch anderer Art nicht geeignet, weil sie bei ziemlich tiefer Lage nur an einem Ende überhaupt einen Zugang hat, ...
Vielen Dank. Erstaunlich, daß so ein Konstrukt 1998 noch überhaupt in Betrieb gehen durfte. Da hülfe dann auch kein Gutachten.
Naja, im Evakuierungsfall gibt es auf der anderen Seite auch noch einen Notausstieg.

Siehe auch Kaiser-Wilhelm-Park oder Lohring in Bochum.

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.
Zwiebel schrieb:
Zitat:
Diese Station ist besonders unkomfortabel und für Menschenmassen auch anderer Art nicht geeignet, weil sie bei ziemlich tiefer Lage nur an einem Ende überhaupt einen Zugang hat, der nur aus 1 oder 2 kleinen, lahmen Aufzügen und einer langen, schmalen, verwinkelten Treppe besteht - keine Rolltreppen, keine großen Treppen, kein zweiter Eingang.
Hier trifft die übertriebene deutsche Hysterie nach dem unerreichbaren letzten 100. Prozent an Sicherheit, mit der wir uns überall das Leben schwer machen, mal auf wirklich ungeeignete Bedingungen.
Einen ähnlichen, aber in Bezug auf die "Schülermassen" noch deutlich problematischeren, Fall gab es in Duisburg: Nachdem die Berufsschulen aus der Innenstadt nach Neudorf verlegt wurden, stieg die Einsteigerzahl an der (oberirdischen) Haltestelle "Lutherplatz" in den Spitzenzeiten derart an, dass die (normal breiten) Bahnsteige sie nicht mehr aufnehmen konnten und die Schüler teilweise auf den Gleisen bzw. der vielbefahrenen Mülheimer Straße standen. Die Bahnsteige mussten daher neu gebaut und verbreitert werden. (Eine eigentlich überflüssige Investition, wenn die Einsteigerzahlen konstant geblieben wären, da sich die Bahnsteige in einem guten Zustand befanden und sicherlich erst in 10-15 Jahren hätten erneuert werden müssen.)

(Hier zeigt sich aber auch in die Inkompetenz der Stadtverwaltung und Kommunalpolitiker: Die Verlegung der Berufsschulen nach Neudorf war von vorneherein mehr als fragwürdig, da der Stadtteil bereits vorher erhebliche Verkehrsprobleme hatte. Zum einen ist Neudorf sehr dicht besiedelt mit nahezu durchgängiger drei- bis vierstöckiger Wohnbebauung, vielen Autos, aber wenigen separaten Parkplätzen und zweispurigen Durchgangsstraßen. Zum anderen konzentrieren sich in Neudorf viele Duisburger Bildungseinrichtungen. Im größeren Einzugsbereich (10 Minuten Fußweg) lagen schon vorher die Gesamtschule Mitte und der Bereich B (= Bismarckstraße) der Universität. Dass die Ansiedlung der Berufsschulen ausgerechnet in diesem Bereich zu erheblichen Verkehrsproblemen führen musste, hätte jedem schon mit einem Minimum an Nachdenken klar sein müssen. Aber trotzdem wurden die entsprechenden Pläne von der Stadtverwaltung ausgearbeitet und von den Damen und Herren Stadträten unkritisch durchgewunken. Duisburger Kommunalpolitik halt...)

(Der Hintergrund der Verbannung der Berufsschulen aus der Innenstadt zeugt ebenfalls vom mangelnden Willen in Duisburg, klar zu denken: Auf dem Standort der Berufsschulen soll das sog. "Mercatorviertel" entstehen, ein gehobenes Wohnviertel mit eingestreutem Dienstleistungsgewerbe, eine der fixen Ideen aus dem "Masterplan Innenstadt", den die CDU seinerzeit bei Sir Norman Foster bestellt hatte, der eine krude Mischung aus Banalitäten und fixen Ideen - entworfen am Reißbrett ohne nähere Kenntnis der Duisburger Realitäten - enthält, an dem in Duisburg aber alle stoisch festhalten. Dass die Realisierung des Mercatorviertels unter den Duisburger Rahmenbedingungen eher zweifelhaft ist, interessiert niemanden. Man schließt lieber die Berufsschulen, reißt die Gebäude ab, schafft auf unabsehbare Zeit mitten in der Innenstadt eine große Brachfläche und geht auf Investorensuche... Und die Lokalpresse bringt die passenden Durchhalteparolen unter's Volk...)

Auf den ersten Blick scheint es für mich Parallelen zum Essener Fall zu geben: Gibt es für die geplante Gesamtschule keinen anderen Standort, der weniger Verkehrsprobleme mit sich ziehen würde?

Stundentakt schrieb:
Erstaunlich, daß so ein Konstrukt 1998 noch überhaupt in Betrieb gehen durfte.
Na, das passt doch gut zur gesamten Essener Stadtbahnplanung: In keiner anderen Stadt führte die Verlagerung des Schienenverkehrs in den Untergrund zu einer derartigen Verschlechterung der ÖPNV-Erschließung der Innenstadt - U-Bahnhöfe am Rande der Innenstadt (teilweise ziemlich im Abseits wie "Rheinischer Platz" und "Viehofer Platz"), Hauptzugang zum U-Bahnhof "Essen Hbf" auf der innenstadtabgewandten Rüttenscheider Seite. (Die ursprünglichen Pläne sahen sehr viel vernünftiger aus, wurden aber schnell verworfen...) In Karnap wurde die zentrale (oberirdische) Haltestelle ersatzlos gestrichen, weil ein paar Anwohner Krach schlugen. Das Normalspurnetz ist süd-/westlastig. Es fehlt mindestens ein Streckenast in nördlicher/östlicher Richtung. Alles in allem keine besonders geniale Planung. Da verwundern auch U-Bahnhöfe mit nur einem Ausgang nicht mehr...