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Ich hab hier erstmal nen Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger, was anderes hab ich noch nicht finden können, da kommt aber bestimmt noch mehr. Lasst uns hier in dem Strang mal sammeln.
[www.ksta.de]

Mir ist aufgrund des Artikels noch nicht deutlich, ob das Geld wirklich, wie im Titel geschrieben für neue Fahrzeuge gedacht ist, oder auch für die Infrastruktur. Wenn auch für die Infrastruktur, dann reicht der Zaster ja noch nichtmal für 'ne Amalgamfüllung im hohlen Zahn, wenn man den Betrag nicht nur durch alle Verkehrsunternehmen in NRW teilt, sondern auch noch durch 12, denn der Betrag soll ja für die nächsten 12 Jahre reichen, bis 2031...
das ist nur der 40 Prozentige Landeszuschuss 60 Prozent beibt bei der Kommune laut Artikel
Hier der Text der Pressemitteilung des NRW-Verkehrsministeriums:

"Das Land fördert die Erneuerung der Stadt- und Straßenbahnnetze mit einer Milliarde Euro bis 2031. Hierbei soll die vielfach in die Jahre gekommene Technik auf den neuesten Stand gebracht werden. Dadurch sollen auch die Voraussetzungen für eine bessere Vernetzung verschiedener Verkehrsträger geschaffen werden.

„Wir wollen einen besseren ÖPNV, der sich an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert. Dafür brauchen unsere Städte moderne und leistungsfähige Stadt- und Straßenbahnnetze. Die überwiegend aus den 70- oder 80er Jahren stammenden Netze brauchen dringend ein Upgrade auf den heutigen Stand der Technik. Vernetzte Mobilität darf nicht an analoger Technik scheitern“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst nach der Entscheidung in Düsseldorf.
Die Landesregierung hatte durch ein Gutachten den Erneuerungsbedarf für die kommunalen Stadt- und Straßenbahnnetze ermitteln lassen. Bei der Erneuerung geht es um Anlagen, die am Ende ihrer Lebensdauer durch moderne Anlagen ausgetauscht werden. Das Gutachten beziffert den hierfür notwendigen Investitionsbedarf bis 2031 auf 2,6 Milliarden Euro. Dieser umfasst sämtliche Strecken (Gleise, Weichen, Oberleitungen) sowie Haltestellen und Brücken.
Zur Modernisierung der Netze gehört auch die Beseitigung von bestehenden, verkehrsrelevanten Systembrüchen. Pendler dürfen nicht aufgrund unterschiedlicher Spurbreiten zum Umstieg gezwungen werden. Insgesamt gibt es drei Systembrüche im Ruhrgebiet, die für rund 46 Millionen Euro beseitigt werden können. Das Land stellt das Geld zusätzlich zu der Milliarde zur Verfügung.
Für die Finanzierung der Stadt- und Straßenbahnnetze sind die Kommunen zuständig. „Die Landesregierung ist bereit, die Kommunen dabei zu unterstützen, weil wir einen attraktiven ÖPNV wollen. Der Investitionsbedarf ist für die Kommunen eine riesige Herausforderung. Wir lassen die Kommunen damit nicht alleine“, erklärte Wüst.
Dazu wird das Land mit den Verkehrsunternehmen eine Rahmenvereinbarung bis zum Sommer dieses Jahres abschließen. Das Geld wird aus Regionalisierungsmitteln sowie Landesmitteln für den ÖPNV zur Verfügung gestellt. Das hat das Kabinett heute beschlossen."
Das Thema hatten wir doch schon ausführlich diskutiert: Hier
Allberto schrieb:
Hier der Text der Pressemitteilung des NRW-Verkehrsministeriums:


Zur Modernisierung der Netze gehört auch die Beseitigung von bestehenden, verkehrsrelevanten Systembrüchen. Pendler dürfen nicht aufgrund unterschiedlicher Spurbreiten zum Umstieg gezwungen werden. Insgesamt gibt es drei Systembrüche im Ruhrgebiet, die für rund 46 Millionen Euro beseitigt werden können. Das Land stellt das Geld zusätzlich zu der Milliarde zur Verfügung.

Mahlzeit,


da frage ich mich gerade inwieweit sich ein Systembruch (oder besser derer 3) für 46 Millionen Euro beseitigen lassen. Reden wir dann von der Verlängerung einer Spurweite um z.B. 2 km in den anderen Bereich hinein wenn die Gleise eh erneuert werden und dann nur die Kosten für die 3. Schiene mit aufgefangen werden? Denn ganze Netze umspuren wird man damit nicht mal planen können. Es bliebe in diesem Falle noch die Frage ob das EU-Recht es ermöglicht bei 2 Unternehmen mit unterschiedlichen Systemen in einer Kommune eine ausschreibungslose Vergabe vorzunehmen. Dürfte z.B. die Rheinbahn von der Krefelder Rheinstraße aus noch 2 km weiter fahren? Wie sieht das aus wenn die SWK dann eine andere Linie reduzieren müssten? Also ich glaube fast man hat dort wieder einen Schnellschuss geliefert.



Viele Grüße
Sebastian Woelk
Zitat:
Zur Modernisierung der Netze gehört auch die Beseitigung von bestehenden, verkehrsrelevanten Systembrüchen. Pendler dürfen nicht aufgrund unterschiedlicher Spurbreiten zum Umstieg gezwungen werden. Insgesamt gibt es drei Systembrüche im Ruhrgebiet, die für rund 46 Millionen Euro beseitigt werden können. Das Land stellt das Geld zusätzlich zu der Milliarde zur Verfügung
Das würde ich ja gern mal verstehen! Um welche Systembrüche geht es denn genau?

Gelsenkirchen-Horst? Da war schon rund 20 Jahre vor der Umstellung der Essener Strecke auf Normalspur stets Umsteigen angesagt! Ein Durchbinden Buer-Essen wäre denkbar, aber ob das die Städte dann fordern würden?
Mülheim Hbf? Welche Linien will man denn da durchbinden? Die 901 bis Essen?
Essen-Rüttenscheid? Okay, den Systembruch könnte man beseitigen, wenn man die drei Essener U-Bahn-Strecken wieder zu Meterspurbahnen macht. Aber dann haben wir in Mülheim immer noch einen Systembruch zur 901, oder?
Bochum Hbf? Selbst bei der wohl nicht besonders schlauen Umspurung der U35 auf Meterspur würde vermutlich kein einziger Umsteigezwang entfallen, oder?

Und ein Ausweiten der Düsseldorfer Spurweite und Streckenausrüstung auf das gesamte Ruhrgebiet wäre doch niemals zu einem solchen Schnäppchenpreis machbar!

Oder, sollte man ganz böse denken (das würde aber höchstens zur Mülheimer Lokalpolitik passen): Stellen wir doch alles auf gummibereifte bahnähnliche Systeme um, dann gibt es keine unterschiedlichen Spurweiten mehr.
Das Umsteigen aufgrund verschiedener Systeme am Mülheimer HBF ist weniger das Problem - sehr wohl aber, dass man in zwei Linien gar nicht umsteigen kann, da sie in großzügiger Distanz um den HBF herumgeführt werden.

Für dieses Problem kann es nur eine Lösung geben: stilllegen.
Fassen wir mal zusammen:

In Duisburg sind Neufahrzeuge für die Linien 901 und 903 bestellt. Für die U79 wird es wohl irgendwann welche geben.
In Mülheim hat man heute schon Neufahrzeuge im Einsatz. 901 kommt aus Duisburg und fährt unter DVG. U18 kommt aus Essen und wird von Ruhrbahn Essen gefahren.
In Essen hat man schon Neufahrzeuge im Einsatz, weitere sollen noch nachbestellt und ausgeliefert werden. Für die Stadtbahnen ist das irgendwann Mitte der 2020er geplant. Bis dahin fahren die alten Kisten wie gewohnt.
In Bochum/Gelsenkirchen hat man schon Neufahrzeuge im Einsatz sowohl auf der U35 und auf den anderen Linien.
In Dortmund müssten die Hochflurstadtbahnen Neufahrzeuge bekommen. Auf den Linie U43 und U44 sind die schon im Einsatz.

Für Köln und Düsseldorf gilt das gleiche wie in Essen. Neue Hochflurstadtbahnen sind bestellt (HF6 glaube ich für Düsseldorf). Was in Köln wird keine Ahnung. Das gleiche auch für Bonn.

Dann ist da noch Bielefeld. Auch hier meine ich zu Wissen das Neufahrzeuge bestellt worden sind. Irgendwann Vano ider so ähnlich.


Wie schon "Gernot" schrieb das Thema hatten wir hier schon. Abwarten was aus der Umspurung wird. Erst dann können auch Neufahrzeuge bestellt werden. Grundsätzlich stellt sich die Frage: Welche Linien und Strecken sollen genau umgespurt werden. Bis dahin bleibt es abzuwarten. In erster Linie betrifft dieses Problem die Region Ruhrgebiet und teilweise auch Krefeld (u76).

In Düsseldorf wie Köln und Bonn kann man so ohne weiteres seine Fharzeugflotte modernieren. Wobei dies schon der Fall ist.
Ohne Kenntnis des Gutachtens ist das hier alles rein spekulativ. Systembrüche kann z.B. auch die Sicherungstechnik meinen.
Ich habe das heute morgen in der gedruckten WAZ gelesen. Darin wurde der Minister zitiert, wie er das Schicksal der Pendler beklagt, die beim Überqueren der Stadtgrenze aufgrund unterschiedlicher Spurbreiten zum Umstieg gezwungen würden . Da fällt mir aber nun kein Fall ein, wo so etwas vorkommt, und wenn man sich die Beispiele vornimmt, dann fahren in Mülheim die U18 und die 901 problemlos in die Nachbarstädte Essen und Duisburg. Auch nach Gelsenkirchen kommt man von Essen aus mit der U11 oder der 107. Was will der Minister also ändern? Vor allem, was will er mit so wenig Geld ändern? Vielleicht sogar noch: Wieso kapriziert sich ein Verkehrsminister auf die Spurbreiten, aber nicht auf Maßsysteme (Spurprofile), Fahrzeugbreiten, Fahrzeugtypen (u.a. Einrichter, echte und unechte Zweirichter), Sicherungstechnik oder Einstiegs- und Bahnsteighöhen?
Moin!

Ruhri schrieb:
[...] Wieso kapriziert sich ein Verkehrsminister auf die Spurbreiten, aber nicht auf Maßsysteme (Spurprofile), Fahrzeugbreiten, Fahrzeugtypen (u.a. Einrichter, echte und unechte Zweirichter), Sicherungstechnik oder Einstiegs- und Bahnsteighöhen?
a) Weil er es nicht versteht.
b) Weil die Durchschnittsleser es nicht verstehen.


Der Hilfsbetreiber
Schon wieder die gleiche Sackgasse wie in der ersten (oder zweiten?) Diskussion zu diesem Thema !
Das Verkehrsministerium will also fast 50 Millionen ausgeben, um einige Systembrüche anzugehen. Jegliche Details, was damit gemacht werden soll, fehlen bislang, also wird im Forum munter rumspekuliert.
Es ist eine allgemeine Pressemitteilung, mehr nicht. Aus der Mitteilung geht noch nicht mal hervor, ob für diesen Punkt auch die 60% Eigenanteil der Kommunen gelten, dann wären es ja schon Investitionen von über 110 Millionen. Auf der anderen Seite ist fraglich, ob die betroffenen Kommunen, bzw. deren Verkehrsbetriebe, diese Systembrüche ähnlich problematisch sehen wie irgendein Sachverständiger aus dem Ministerium, bzw. aus einer dafür beauftragten Beraterfirma. Es erscheint mir jedenfalls sehr unwahrscheinlich, dass der Verkehrsminister selbst probeweise als Berufspendler mit den Straßen- und Stadtbahnen unterwegs war.
Mein Vorschlag ist, erstmal abzuwarten bis irgendwelche Details veröffentlicht werden. Dann kann man wahlweise die Weisheit der Düsseldorfer Planer loben oder über deren Unverstand klagen. Aber sich vorher die Feinheiten der unterschiedlichen Parameter um die Ohren zu hauen oder wieder einmal die traditionellen Glaubenskriege zwischen den überzeugten Anhängern einer normalspurigen Stadtbahn und denen der meterspurigen Straßenbahn zu führen halte ich für reichlich verfrüht.

Viel interessanter finde ich übrigens die Frage, ob alle Kommunen die geforderten 60% Eigenanteil aufbringen können, um ihren Teil von der 1 Milliarde abzuschöpfen. Und wenn nicht: Was passiert dann mit den dortigen Netzen und was passiert mit den nicht abgerufenen Geldern?
Gernot schrieb:
Schon wieder die gleiche Sackgasse wie in der ersten (oder zweiten?) Diskussion zu diesem Thema !
Das Verkehrsministerium will also fast 50 Millionen ausgeben, um einige Systembrüche anzugehen. Jegliche Details, was damit gemacht werden soll, fehlen bislang, also wird im Forum munter rumspekuliert.
Es ist eine allgemeine Pressemitteilung, mehr nicht. Aus der Mitteilung geht noch nicht mal hervor, ob für diesen Punkt auch die 60% Eigenanteil der Kommunen gelten, dann wären es ja schon Investitionen von über 110 Millionen. Auf der anderen Seite ist fraglich, ob die betroffenen Kommunen, bzw. deren Verkehrsbetriebe, diese Systembrüche ähnlich problematisch sehen wie irgendein Sachverständiger aus dem Ministerium, bzw. aus einer dafür beauftragten Beraterfirma. Es erscheint mir jedenfalls sehr unwahrscheinlich, dass der Verkehrsminister selbst probeweise als Berufspendler mit den Straßen- und Stadtbahnen unterwegs war.
Mein Vorschlag ist, erstmal abzuwarten bis irgendwelche Details veröffentlicht werden. Dann kann man wahlweise die Weisheit der Düsseldorfer Planer loben oder über deren Unverstand klagen. Aber sich vorher die Feinheiten der unterschiedlichen Parameter um die Ohren zu hauen oder wieder einmal die traditionellen Glaubenskriege zwischen den überzeugten Anhängern einer normalspurigen Stadtbahn und denen der meterspurigen Straßenbahn zu führen halte ich für reichlich verfrüht.

Viel interessanter finde ich übrigens die Frage, ob alle Kommunen die geforderten 60% Eigenanteil aufbringen können, um ihren Teil von der 1 Milliarde abzuschöpfen. Und wenn nicht: Was passiert dann mit den dortigen Netzen und was passiert mit den nicht abgerufenen Geldern?

Ja, die Äußerungen des Minister und ihre möglichen Auswirkungen haben wir hinlänglich diskutiert. Dass er oder sein Ministerium immer wieder denselben inhaltsleeren Text abgeben, wirft aber kein gutes Licht auf das Haus. Hat das wirklich niemand eine Ahnung von der Materie oder türmt sich lediglich ein Berg aus inkompetenten Managern über den wenigen unterbezahlten und demotivierten Know-How-Carriern auf?
Hilfsbetreiber schrieb:Ruhri schrieb:
Moin!

Ruhri schrieb:
[...] Wieso kapriziert sich ein Verkehrsminister auf die Spurbreiten, aber nicht auf Maßsysteme (Spurprofile), Fahrzeugbreiten, Fahrzeugtypen (u.a. Einrichter, echte und unechte Zweirichter), Sicherungstechnik oder Einstiegs- und Bahnsteighöhen?
a) Weil er es nicht versteht.
b) Weil die Durchschnittsleser es nicht verstehen.
Das sehe ich ähnlich: Was will man in NRW von einem CDU-Verkehrsminister schon positiv erwarten? Dieser Mann hatte kurz nach seinem Amtsantritt nichts eiligeres zu tun, als das Verfahren für die Aufstellung des neuen ÖPNV-Bedarfsplans auszusetzen. Die letzten fünf Regierungsjahre von Schwarz-Gelb waren für den ÖPNV in NRW verlorene Jahre. Der ÖPNV-Ausbau sollte um jeden Preis abgewürgt werden und bestenfalls noch Tunnel gefördert werden. Dazu war jedes Mittel recht und kein "Argument" zu abstrus: Das noch von Rot-Grün in Auftrag gegebene, fachlich destrasöse IGVP-Gutachten wurde von Schwarz-Gelb zur Grundlage der Prioritätensetzung gemacht. Wiederaufbau der Straßenbahn nach Kray? Nein, da würden doch schutzwürdige Böden versiegelt - mitten auf der Autobahn! Und wenn die Idiotien der IGVP nicht ausreichten, wurde weiter manipuliert: mit nach unten gerechneten Fahrgastzahlen und Prognosen und Gutachten, die bescheinigten, dass der Bau der neuer Autobahnen ökologisch sinnvoller sei als die Reaktivierung von Eisenbahnstrecken.

Jetzt geht es weiter in die falsche Richtung: Dem Autoverkehr darf nicht zu Leibe gerückt werden - wie denn auch, wo der Slogan "Rot-Grün macht NRW zum Stauland!" im Wahlkampf doch so erfolgreich war - , der ÖPNV-Ausbau ist ausgesetzt. Und jetzt simuliert der Verkehrsminister Engagement für den ÖPNV, setzt dabei aber an den unwichtigen Stellen an. Das mag Dummheit seitens dieses Herrn sein, es kann aber auch sehr wohl Taktik sein, um einen echten ÖPNV-Ausbau dauerhaft zu verhindern.

Von welcher Partei

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 08.05.19 12:12

...ist eigentlich dieser Verkehrsminister? Von den christlich-demokratischen Autofreunden oder von den (neo-)liberalen ÖPNV-Verächtern? Solange die Kommunen 60% beisteuern, kann die Landesregierung sicher sein, dass die Milliarde nicht mal ansatzweise angetastet wird. Wie nennt man sowas? Wählerverarschung?

Re: Von welcher Partei

geschrieben von: Ruhri

Datum: 08.05.19 12:18

Früherwarallesbesser schrieb:
...ist eigentlich dieser Verkehrsminister? Von den christlich-demokratischen Autofreunden oder von den (neo-)liberalen ÖPNV-Verächtern? Solange die Kommunen 60% beisteuern, kann die Landesregierung sicher sein, dass die Milliarde nicht mal ansatzweise angetastet wird. Wie nennt man sowas? Wählerverarschung?
Oben steht es bereits: Er gehört ersterer an.
Bernhard Martin schrieb:
[...]

Jetzt geht es weiter in die falsche Richtung: Dem Autoverkehr darf nicht zu Leibe gerückt werden - wie denn auch, wo der Slogan "Rot-Grün macht NRW zum Stauland!" im Wahlkampf doch so erfolgreich war - , der ÖPNV-Ausbau ist ausgesetzt. Und jetzt simuliert der Verkehrsminister Engagement für den ÖPNV, setzt dabei aber an den unwichtigen Stellen an. Das mag Dummheit seitens dieses Herrn sein, es kann aber auch sehr wohl Taktik sein, um einen echten ÖPNV-Ausbau dauerhaft zu verhindern.
Tja, ich habe noch nie soviel im Stau gestanden wie in den letzten paar Jahren. Also: "Herr Wüst, was tun Sie gegen den Stau?" und "Schwarz-Gelb macht NRW zum Stauland!".

Übrigens: Wüsts Kollegen auf Bundesebene sind seit etlichen Jahren christlich-soziale Minister. Oder wäre "christlich-unsozial" die angemessenere Beschreibung? So viele Bundesmittel, die in ländliche Regionen im Südosten geflossen sind...
Allberto schrieb:
Hier der Text der Pressemitteilung des NRW-Verkehrsministeriums:

(...)

"Für die Finanzierung der Stadt- und Straßenbahnnetze sind die Kommunen zuständig. „Die Landesregierung ist bereit, die Kommunen dabei zu unterstützen, weil wir einen attraktiven ÖPNV wollen. Der Investitionsbedarf ist für die Kommunen eine riesige Herausforderung. Wir lassen die Kommunen damit nicht alleine“, erklärte Wüst.
Dazu wird das Land mit den Verkehrsunternehmen eine Rahmenvereinbarung bis zum Sommer dieses Jahres abschließen. Das Geld wird aus Regionalisierungsmitteln sowie Landesmitteln für den ÖPNV zur Verfügung gestellt. Das hat das Kabinett heute beschlossen."
Sehr schön - die Förderung kommunaler Schienennetze soll also anteilig aus Bundesmitteln für den SPNV bezahlt werden - so wird das nichts mit der "Verkehrswende".
Ruhri schrieb:
Bernhard Martin schrieb:
[...]

Jetzt geht es weiter in die falsche Richtung: Dem Autoverkehr darf nicht zu Leibe gerückt werden - wie denn auch, wo der Slogan "Rot-Grün macht NRW zum Stauland!" im Wahlkampf doch so erfolgreich war - , der ÖPNV-Ausbau ist ausgesetzt. Und jetzt simuliert der Verkehrsminister Engagement für den ÖPNV, setzt dabei aber an den unwichtigen Stellen an. Das mag Dummheit seitens dieses Herrn sein, es kann aber auch sehr wohl Taktik sein, um einen echten ÖPNV-Ausbau dauerhaft zu verhindern.
Tja, ich habe noch nie soviel im Stau gestanden wie in den letzten paar Jahren. Also: "Herr Wüst, was tun Sie gegen den Stau?" und "Schwarz-Gelb macht NRW zum Stauland!".

Das liegt zum Teil daran, dass ein großer Teil der Autobahnbrücken marode ist und derzeit erneuert wird. Und wo noch nicht gebaut wird, gibt es Fahrbahnreduzierungen und Tempobeschränkungen. Man hätte auch einfach dem Übel auf den Grund gehen und das zulässige Höchstgewicht der LKW wieder auf brückenfreundlichere 30 t zurückschrauben können. So, wie es in früheren Zeiten (z.B. bei der Planung der Leverkusener Rheinbrücke) mal war. Aber das hätte den LKW-Verkehr verteuert.

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