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 05 - Straßenbahn-Forum 

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So eine der heutigen provokaten Schlagzeilen der Funke-Presse. Der Zyniker würde jetzt sagen, dass er dann ja bestens zur örtlichen Bevölkerung passe.

---

Hallo zusammen,

heute hat man dort den ÖPNV mal wieder als Tagesthema entdeckt und direkt mehrere Artikel veröffentlicht. Als Ursache für die Misere wird die hohe und kleinteilige Zersplitterung festgemacht, räumlich und organisatorisch, was übergreifende Zusammenarbeit behindert (bekanntes „Kirchturmdenken“) und durch x-fache Redunanzen (u. a. Vorstände etc.) hohe Zusatzkosten verursacht, die dann als Takt- und Erschließungsverbesserungen und Erneuerungsinvestitionen in den Betrieb fehlen. Der NRW-Verkehrsminister hielte sich dazu am liebsten nur mit der hippen Digitalisierung auf. Der VRR scheue Konflikte mit den stark von der Lokalpolitik abhängigen und dominierten örtlichen Nahverkehrsbetrieben. Zudem ist das Ganze auf kommunaler Seite wegen der drückenden Schuldenproblematik sehr stark unterfinanziert.

Im Einzelnen:

Warum der Nahverkehr im Ruhrgebiet so kompliziert ist --> [www.waz.de]
Experten: „Nahverkehr im Ruhrgebiet ist auf Hartz-IV-Niveau“ --> [www.waz.de]
Ohne Druck gibt's beim ÖPNV-Flickenteppich keine Veränderung [Kommentar] --> [www.waz.de]

Hier schon abgehandelt:

Land will Spurbreiten-Chaos im Ruhrgebiet beenden --> [www.waz.de] [www.drehscheibe-online.de]
Umstrittener neuer Nahverkehrsplan kommt erst im Oktober [Duisburg] --> [www.waz.de] [www.drehscheibe-online.de]

Zum vollständigen Lesen jeweils Überschrift bei Google eingeben und passenden (meist ersten) Suchtreffer anklicken. Für Versierte: Es steht alles unverschlüsselt im Quelltext.

Da die Hauptlast des ÖPNV im VRR auf schienenbasierten Verkehrsmitteln liegt und vor allem deren Verbesserung und Ausbau dringend erforderlich ist, gehört das thematisch unzweifelhaft ins Straßenbahnforum.

Es grüßt der Ruhrrevierbahner
Zitat:
Zum vollständigen Lesen jeweils Überschrift bei Google eingeben und passenden (meist ersten) Suchtreffer anklicken. Für Versierte: Es steht alles unverschlüsselt im Quelltext.

Oder man gönnt sich "noScript" als kostenloses Add-on, z.B. für Firefox, und setzt in den Einstellungen "www.waz.de" auf "misstrauen".
Das "noScript"-Add-on kann normalerweise deaktiviert bleiben - will man den ganzen Artikel lesen, kurz das Add-on aktivieren und gut is ...
Dorander schrieb:
Zitat:
Zum vollständigen Lesen jeweils Überschrift bei Google eingeben und passenden (meist ersten) Suchtreffer anklicken. Für Versierte: Es steht alles unverschlüsselt im Quelltext.

Oder man gönnt sich "noScript" als kostenloses Add-on, z.B. für Firefox, und setzt in den Einstellungen "www.waz.de" auf "misstrauen".
Das "noScript"-Add-on kann normalerweise deaktiviert bleiben - will man den ganzen Artikel lesen, kurz das Add-on aktivieren und gut is ...
Oder einfach mal für Dinge, die man konsumiert, bezahlen? Oder gehst Du auch im Supermarkt klauen, wenn Du was haben willst?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.04.19 14:19.
Differenzierter und fundierter berichten die Ruhr-Nachrichten. Allerdings verzichtet das Verlagshaus Lensing offenbar ganz darauf, Artikel online zu stellen.
derasselner schrieb:
Differenzierter und fundierter berichten die Ruhr-Nachrichten. Allerdings verzichtet das Verlagshaus Lensing offenbar ganz darauf, Artikel online zu stellen.
[www.ruhrnachrichten.de] wäre die passende URL, gibt dort auch Artikel. Diesen speziellen habe ich aber noch nicht gefunden.

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.
Auf Hartz IV-Niveau? Man kann es auch übertreiben. So gut ist der ÖPNV im Ruhrgebiet bei weitem nicht.
Die Hartz-Referenz im Titel ist reichlich deplaziert, ein selbstvergessener Spott über eine große Gruppe von captive customers des ÖV. Erstaunlich, daß gerade der WAZ ein solcher Ausrutscher unterläuft. Oder spottet es sich über die im Dunklen einfach leichter als über die Inhaber von Dienstlimousinen? Knallhart recherchieren könnte man demgegenüber, wo im ÖV die Tariflöhner sitzen, wo die Aufstocker, und wo die Schlechtleistung entsteht; ob da ein Zusammenhang erkennbar würde.
Linie 711 schrieb:
Auf Hartz IV-Niveau? Man kann es auch übertreiben. So gut ist der ÖPNV im Ruhrgebiet bei weitem nicht.
Das kommt halt davon, wenn man sich über Spurweiten mehr Gedanken macht, als über Netzausbau und Taktverbesserungen.
Es ist doch völlig logisch, dass öffentlicher Nahverkehr auf Hartz 4 Niveau ist!

Schließlich läuft die ganze Angelegenheit im Allgemeinen immer noch unter unter dem Programmpunkt "Daseinsvorsorge"
und dabei handelt es sich nun einmal um eine soziale Leistung!
Das gilt auch nicht nur für den Ruhrpott, sondern im Prinzip für das ganze Land.

Es gibt zwar große Erwartungen daran, was ÖV noch alles leisten soll, also z.B. Klimaschutz und ähnliches, letztendlich
geht es bei den harten Fakten, Normen und Bemessungsgrundlagen aber immer um Mindeststandards und das Kriterium
der Sparsamkeit, wie es für das Sozialwesen typisch ist.

Wer mehr will, braucht unter Umständen mehr Geld und vor allem ein anderes Grundkonzept!


Hans
Es stand nur von teilweise auf Hartz IV-Niveau, d.h. und das weis hier jeder; es gibt Städte mit guten Angeboten und andere.

Vor einem Jahr ging es um kostenlosen Nahverkehr in Essen und Bonn als Versuch. Keiner wußte wohin mit den neuen Fahrgästen. Was ist seitdem passiert ? Nichts.
Wo sind Lieferoptionen für 200 neue Strabs fürs Revier und 500 zusätzlichen Bussen, um ein kostenloses Angebot ( oder 365 Euro pro Jahr) zu bewältigen?

Stattdessen der digitale Fahrschein für NRW.

Toll, toller Laschet.
ingo st. schrieb:
Es stand nur von teilweise auf Hartz IV-Niveau, d.h. und das weis hier jeder; es gibt Städte mit guten Angeboten und andere.
Diese Lesart ist möglich, aber nicht unzweifelhaft. Wenn der gemeinsame Nenner von VRR-ÖV und Hartz IV hier der Topos Mängelwirtschaft sein soll, dann vielleicht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.04.19 17:15.
cinéma schrieb:
Dorander schrieb:
Zitat:
Zum vollständigen Lesen jeweils Überschrift bei Google eingeben und passenden (meist ersten) Suchtreffer anklicken. Für Versierte: Es steht alles unverschlüsselt im Quelltext.

Oder man gönnt sich "noScript" als kostenloses Add-on, z.B. für Firefox, und setzt in den Einstellungen "www.waz.de" auf "misstrauen".
Das "noScript"-Add-on kann normalerweise deaktiviert bleiben - will man den ganzen Artikel lesen, kurz das Add-on aktivieren und gut is ...
Oder einfach mal für Dinge, die man konsumiert, bezahlen? Oder gehst Du auch im Supermarkt klauen, wenn Du was haben willst?
Vom "Klauen" von Dingen, für die andere gearbeitet haben und für die sie Geld haben möchten, halte ich auch nichts, aber das Betrachten von Webseiten mit deaktiviertem JavaScript (bei Chromium bzw. Google Chrome lässt sich JavaScript übrigens ohne Add-on einfach in den Browser-Einstellungen deaktivieren) ist nun wirklich kein "Trick", den man als verwerflich ansehen könnte, sondern wird von machen Leuten auch aus ganz anderen Gründen praktiziert (verringert Datenübertragung, da Scripte in externen Dateien gar nicht erst heruntergeladen werden; auf langsamen Rechnern läuft der Browser flüssiger; manche bedenkliche Praktiken gewisser Websites [gewisse Exploits und Fingerprinting] werden dadurch verhindert - genau deshalb gibt es ja auch Browser-Erweiterungen wie NoScript).

Und wenn ein Webentwickler versucht, als Bezahlinhalt gedachten Text per JavaScript zu verbergen, ist das derart dilettantisch, dass es ein bezeichnendes Licht auf den Entwicker wirft - oder aber die Bezahlschranke ist gar nicht ernstgemeint. Bei anderen Zeitungen sorgt deren Webserver nämlich dafür, dass der Text von Bezahlartikeln ohne Bezahlung gar nicht im HTML-Quelltext ausgeliefert wird (was technisch problemlos zu bewerkstelligen ist).



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.04.19 17:27.
Danke _Fabian_ für die aufklärenden Worte. Ich habe die WAZ übrigens mehrmals aufgefordert, mir als Abonnenten der Papierausgabe (110 € im Vierteljahr!) einen kostenfreien Zugang zu diesen Artikeln zu gewähren, da ich eine Ware nicht zweimal zu bezahlen gedenke. Eine Antwort erhielt ich nicht.
4 Punkte die das schlechte Niveau des Nahverkehres im Ruhrbahnnetz repräsentieren.

1. MH Hauptbahnhof - MH Stadtmitte: Wer mit der U 18 ankommt und zum Knotenpunkt Stadtmitte will um dort weiter zu fahren muß zweimal umsteigen. ( Spurweitenchaos)
2. Rellinghausen. Warum endet die Linie 105 rund 700 Meter vor dem Umsteigepunkt Annental? Statt lange im Stau zu stehen käme man schneller mit der 105 in die Stadt.
3. Spurbus nach Kray. Der Bus ständig überfüllt, ne Tram in Doppeltraktion würde Abhilfe schaffen.
4. Taktfrequenzen im Abend und Wochendverkehr müßte deutlich besser sein. Änderung der Betriebszeiten Tagnetz/Nachtnetz und die U 18 als Verbindungslinie zwischen dem Essener und Mülheimer Nachtnetz.

usw.
_Fabian_ schrieb:
Vom "Klauen" von Dingen, für die andere gearbeitet haben und für die sie Geld haben möchten, halte ich auch nichts, aber das Betrachten von Webseiten mit deaktiviertem JavaScript (bei Chromium bzw. Google Chrome lässt sich JavaScript übrigens ohne Add-on einfach in den Browser-Einstellungen deaktivieren) ist nun wirklich kein "Trick", den man als verwerflich ansehen könnte, sondern wird von machen Leuten auch aus ganz anderen Gründen praktiziert (verringert Datenübertragung, da Scripte in externen Dateien gar nicht erst heruntergeladen werden; auf langsamen Rechnern läuft der Browser flüssiger; manche bedenkliche Praktiken gewisser Websites werden dadurch verhindert - genau deshalb gibt es ja auch Browser-Erweiterungen wie NoScript).

Und wenn ein Webentwickler versucht, als Bezahlinhalt gedachten Text per JavaScript zu verbergen, ist das derart dilettantisch, dass es ein bezeichnendes Licht auf den Entwicker wirft - oder aber die Bezahlschranke ist gar nicht ernstgemeint. Bei anderen Zeitungen sorgt deren Webserver nämlich dafür, dass der Text von Bezahlartikeln ohne Bezahlung gar nicht im HTML-Quelltext ausgeliefert wird (was technisch problemlos zu bewerkstelligen ist).
Tenor Deines Beitrags: Wer seine Wohnungstür offen lässt, darf beklaut werden.
Hamsti1155 schrieb:
4 Punkte die das schlechte Niveau des Nahverkehres im Ruhrbahnnetz repräsentieren.

1. MH Hauptbahnhof - MH Stadtmitte: Wer mit der U 18 ankommt und zum Knotenpunkt Stadtmitte will um dort weiter zu fahren muß zweimal umsteigen. ( Spurweitenchaos)
2. Rellinghausen. Warum endet die Linie 105 rund 700 Meter vor dem Umsteigepunkt Annental? Statt lange im Stau zu stehen käme man schneller mit der 105 in die Stadt.
3. Spurbus nach Kray. Der Bus ständig überfüllt, ne Tram in Doppeltraktion würde Abhilfe schaffen.
4. Taktfrequenzen im Abend und Wochendverkehr müßte deutlich besser sein. Änderung der Betriebszeiten Tagnetz/Nachtnetz und die U 18 als Verbindungslinie zwischen dem Essener und Mülheimer Nachtnetz.

usw.
Deshalb wurde VIA gegründet und hat nichts bewirkt (bewirken können).
Unvollendete Stadtbahnkonzepte und ein quer reingekommendes Daimler-Benz-Gemauschel mit Spurbus.
und das CDU/FDP-Land hat außer schlaue Sprüche keine Kohle - ist ja kommunale Angelegenheit und Nahverkehrsplan.
cinéma schrieb:
_Fabian_ schrieb:
Vom "Klauen" von Dingen, für die andere gearbeitet haben und für die sie Geld haben möchten, halte ich auch nichts, aber das Betrachten von Webseiten mit deaktiviertem JavaScript (bei Chromium bzw. Google Chrome lässt sich JavaScript übrigens ohne Add-on einfach in den Browser-Einstellungen deaktivieren) ist nun wirklich kein "Trick", den man als verwerflich ansehen könnte, sondern wird von machen Leuten auch aus ganz anderen Gründen praktiziert (verringert Datenübertragung, da Scripte in externen Dateien gar nicht erst heruntergeladen werden; auf langsamen Rechnern läuft der Browser flüssiger; manche bedenkliche Praktiken gewisser Websites werden dadurch verhindert - genau deshalb gibt es ja auch Browser-Erweiterungen wie NoScript).

Und wenn ein Webentwickler versucht, als Bezahlinhalt gedachten Text per JavaScript zu verbergen, ist das derart dilettantisch, dass es ein bezeichnendes Licht auf den Entwicker wirft - oder aber die Bezahlschranke ist gar nicht ernstgemeint. Bei anderen Zeitungen sorgt deren Webserver nämlich dafür, dass der Text von Bezahlartikeln ohne Bezahlung gar nicht im HTML-Quelltext ausgeliefert wird (was technisch problemlos zu bewerkstelligen ist).
Tenor Deines Beitrags: Wer seine Wohnungstür offen lässt, darf beklaut werden.
Falsch.
Wer seine Wohnung schlecht sichert oder das Fenster auf Kipp stehen lässt sollte sich nicht wundern wenn er ungebetenen Besuch bekommt.

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero
Null2 schrieb:
cinéma schrieb:
_Fabian_ schrieb:
Vom "Klauen" von Dingen, für die andere gearbeitet haben und für die sie Geld haben möchten, halte ich auch nichts, aber das Betrachten von Webseiten mit deaktiviertem JavaScript (bei Chromium bzw. Google Chrome lässt sich JavaScript übrigens ohne Add-on einfach in den Browser-Einstellungen deaktivieren) ist nun wirklich kein "Trick", den man als verwerflich ansehen könnte, sondern wird von machen Leuten auch aus ganz anderen Gründen praktiziert (verringert Datenübertragung, da Scripte in externen Dateien gar nicht erst heruntergeladen werden; auf langsamen Rechnern läuft der Browser flüssiger; manche bedenkliche Praktiken gewisser Websites werden dadurch verhindert - genau deshalb gibt es ja auch Browser-Erweiterungen wie NoScript).

Und wenn ein Webentwickler versucht, als Bezahlinhalt gedachten Text per JavaScript zu verbergen, ist das derart dilettantisch, dass es ein bezeichnendes Licht auf den Entwicker wirft - oder aber die Bezahlschranke ist gar nicht ernstgemeint. Bei anderen Zeitungen sorgt deren Webserver nämlich dafür, dass der Text von Bezahlartikeln ohne Bezahlung gar nicht im HTML-Quelltext ausgeliefert wird (was technisch problemlos zu bewerkstelligen ist).
Tenor Deines Beitrags: Wer seine Wohnungstür offen lässt, darf beklaut werden.
Falsch.
Wer seine Wohnung schlecht sichert oder das Fenster auf Kipp stehen lässt sollte sich nicht wundern wenn er ungebetenen Besuch bekommt.
Wobei selbiges zwar für die Versicherung bedeutet, dass sie eventuell wegen Fahrlässigkeit nicht zahlt, der Strafttatbestand des Diebstahls aber dennoch bestehen bleibt. Für das Gericht macht es keinen Unterschied ob der Einbrecher durch ein offenstehendes Fenster einsteigt oder ob er das Fenster zunächst aufhebelt.
Und was die Zeitungen angeht: Wer meint, er müsse alle Artikel kostenlos(!) frei Haus geliefert bekommen, darf sich über das Sterben der Lokalpresse und die damit einhergehende schrumpfende Infrormationsvielfalt nicht wundern, geschweige denn ärgern. Dass die Auflage der meisten Tageszeitungen in den letzten Jahren deutlich gesunken ist und einige ihre Selbständigkeit verloren, hängt auch daran. Die 1946/47 von den Briten in ihrer Besatzungszone verordnete Praxis, in jeder Region mindestens zwei Tageszeitungen mit unterschiedlicher politischer Ausrichtung zu etablieren, ist jedenfalls in vielen Gegenden verschwunden. Da herrscht mittlerweile im Lokaljournalismus ein Meinungsmonopol, geprägt von einigen Großverlagen.
Hamsti1155 schrieb:
4 Punkte die das schlechte Niveau des Nahverkehres im Ruhrbahnnetz repräsentieren.

[...]
Ach so sehr muss man gar nicht ins Detail gehen. Neulich seit langem mal wieder in Duisburg gewesen: Am Hbf beim Treppenabgang zur U-Bahn erstmal im Slalom an den Alkoholikern und Obdachlosen vorbei. Die Station selbst schmuddelig und düster, Fahrgastinformation seit schätzungsweise den 80ern nicht erneuert. Sogar noch Schilder mit altem DB-Logo finden sich. Fahrgastfrequenz sehr gering. Fahrzeuge ebenfalls alt, schmuddelig, eng, man wähnt sich in Osteuropa, aber nicht in einem der reichsten Länder der Erde.

Hartz-IV-Niveau passt ganz gut.

Re: Nahverkehr im Ruhrgebiet

geschrieben von: Allberto

Datum: 13.04.19 16:01

Hamsti1155 schrieb:Zitat:
4. Taktfrequenzen im Abend und Wochendverkehr müßte deutlich besser sein. Änderung der Betriebszeiten Tagnetz/Nachtnetz und die U 18 als Verbindungslinie zwischen dem Essener und Mülheimer Nachtnetz.
Zum ersten Satz gebe ich volle Zustimmung.

Die zweite Forderung zeigt, wie leidensfähig die ÖPNV-Nutzer im Ruhrgebiet bereits sind (bzw. alle, die weniger leiden wollen, haben sich vom ÖPNV längst abgewendet): Abgesehen von ein paar Nahverkehrsfreaks will doch kein Mensch Liniennetze auswendig lernen! Und schon gar nicht zwei für die gleiche Stadt!
Dem Fahrgast zu bestimmten Zeiten ein Liniennetz vorzusetzen und zu anderen Zeiten ein komplett anderes, funktioniert doch nur, wenn ich nur die Kunden im Blick habe, die keine Alternative haben (Parallele zu Hartz IV). Es ist doch absolut unattraktiv, für Hin- und Rückfahrt zwei verschiedene Liniennummern und -wege kennen zu müssen, nur weil meine Arbeit zufällig um 5:30 Uhr beginnt oder ich am Samstagabend erst nach Mitternacht nach Hause will.

Was alle Städte im Ruhrgebiet brauchen, ist
- ein attraktives ÖV Grundnetz, das städteübergreifend täglich rund um die Uhr bedient wird (dazu gehört fast der gesamte heutige Schienenverkehr vom RE bis zur Straßenbahn, die meisten SB-Linien sowie lokale Buslinien zur Anbindung an Knotenstationen)
- weitere Linien, die tagsüber das Grundnetz verdichten (z. B. werktags von 5:00 Uhr bis 23 Uhr und sonntags von 10 bis 23 Uhr).
- ergänzende Linien für die Spitzenstunden mit besonders hoher Nachfrage, die die Grund- und Verdichterlinien nachfragegerecht vervollständigen
- anlassbezogen verkehrende Linienverkehre für Messen, Sport- und Kulturveranstaltungen (Konzerte, Theater, Festivals etc.)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.04.19 16:01.

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