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[M] U-Bahn nach Ottobrunn

geschrieben von: ellerbahnhof

Datum: 11.02.19 12:52

Die SZ berichtet heute über neu aufgeflammte U-Bahn-Pläne:
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/neuperlachottobrunn-oberirdische-gedankenspiele-1.4324043
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/machbarkeitsstudie-u-bahn-zum-raumfahrtcampus-1.4324121

Eine Grafik mit Trassenvarianten gibt es nur hinter der Bezahlschranke:
https://zeitung.sueddeutsche.de/szdigital/file/sz/2019-02-11/6/regions/muenchen_sued/page_2.331874/article_1.4324401/infographics_7.197253/_image_desktopw1840q70.png

Vor einiger Zeit wurde auch von interessierter Seite eine "Autotram" in die Diskussion geworfen, worunter sich eine Art Gelenkbus auf eigenständiger Trasse verbirgt: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/nahverkehr-autonome-tram-statt-u-bahn-1.4318225

Geht es nach dem Bürgermeister von Ottobrunn, muss es allerdings unterirdisch werden: "Eine Straßenbahn vom Ostbahnhof über Neuperlach bis Neubiberg und Ottobrunn, die ebenfalls immer wieder diskutiert wird, schließt Loderer aus einem Grund aus: In der so dicht besiedelten Gemeinde mit der zweithöchsten Einwohnerdichte der Republik sei eine oberirdische Tram nicht zu realisieren." (Zitat aus dem oben als erstes genannten Artikel).

Das Argument gab es bereits Ende der 1990er-Jahre, als Vorschläge für ein Stadtbahnsystem abgelehnt wurden. Damals hätte man platzmäßig noch ein paar mehr Chancen gehabt. https://www.stadtbahn-muenchen.de/strecken/ottobrunn-uhaching/

Schönen Gruß

Edmund Lauterbach

Re: [M] U-Bahn nach Ottobrunn

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 11.02.19 15:00

ellerbahnhof schrieb:
Eine Straßenbahn vom Ostbahnhof über Neuperlach bis Neubiberg und Ottobrunn, die ebenfalls immer wieder diskutiert wird, schließt Loderer aus einem Grund aus: In der so dicht besiedelten Gemeinde mit der zweithöchsten Einwohnerdichte der Republik sei eine oberirdische Tram nicht zu realisieren.
Das eine hat mit dem anderen zwar nicht unbedingt etwas zu tun, aber was solls. Platz für eine Tram wäre entlang der Rosenheimer Landstraße allemal, aber bei der politischen Lage wird wohl eher die U-Bahn kommen, zumal sie ja überwiegend oberirdisch realisiert werden soll.

Andererseits könnte man das Ganze auch sinnvoll mit einem anderen Projekt verknüpfen:

Tram: Ostbahnhof - Ramersdorf - Michaelibad - Neuperlach - Ottobrunn (natürlich nicht immer direkt parallel zur U-Bahn)

Re: [M] U-Bahn nach Ottobrunn

geschrieben von: Staatsbahn

Datum: 11.02.19 22:01

ellerbahnhof schrieb:
Geht es nach dem Bürgermeister von Ottobrunn, muss es allerdings unterirdisch werden: "Eine Straßenbahn vom Ostbahnhof über Neuperlach bis Neubiberg und Ottobrunn, die ebenfalls immer wieder diskutiert wird, schließt Loderer aus einem Grund aus: In der so dicht besiedelten Gemeinde mit der zweithöchsten Einwohnerdichte der Republik sei eine oberirdische Tram nicht zu realisieren." (Zitat aus dem oben als erstes genannten Artikel).

Warum fahren dann die Autos oberirdisch? Der Herr ist immer noch in der verkehrspolitischen Steinzeit, denn da muss man notfalls Fahrspuren opfern. Das machen verkehrspolitisch moderne Staaten so, aber in verkehrspolitisch rückständigen Gebieten ist das natürlich keine Option.

Re: [M] U-Bahn nach Ottobrunn

geschrieben von: VossBär

Datum: 12.02.19 19:38

mannibreuckmann schrieb:
Platz für eine Tram wäre entlang der Rosenheimer Landstraße allemal, aber bei der politischen Lage wird wohl eher die U-Bahn kommen, zumal sie ja überwiegend oberirdisch realisiert werden soll.

Die Rosenheimer Landstraße wurde vor vielen Jahren quasi beruhigt, wenn man durch die verschmälerte Trasse dann noch eine Tram schickt, werden sich die Ottobrunner selbst bedanken.
Der 210er-Bus gurkt derzeit im 10-Minuten Takt nach Neuperlach, was sagen da die Fahrgastzahlen ?

Marc.

Re: [M] U-Bahn nach Ottobrunn

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 13.02.19 00:28

So schlecht können die Fahrgastzahlen ja nicht sein, wenn man da sogar eine U-Bahn bauen will.

Abgesehen davon sagen die aktuellen Fahrgastzahlen eines unattraktiven Verkehrsmittels (Bus) nicht unbedingt etwas über die möglichen Fahrgastzahlen eines attraktiven Verkehrsmittels (Bahn) auf derselben Strecke aus.

Re: [M] U-Bahn nach Ottobrunn - oder etwa Waldperlach?

geschrieben von: sepruecom

Datum: 13.02.19 12:04

Irgend ein Lokalbürgermeister kann sich ja jede Menge Dinge einbilden, ob diese nun realistisch sind oder nicht. Das heisst noch lange nicht, dass die betreffenden Projekte Sinn machen, eine Chance auf Verwirklichung haben oder jemals von jemand anderem als ihm selbst überhaupt in Erwägung gezogen werden könnten...

Zum Vergleich: Gestern ist folgender Artikel erschienen: [www.abendzeitung-muenchen.de]

Hier verlangt die ÖDP den U-Bahn-Ausbau nach Waldperlach, im Osten der derzeitigen Endstation der Linie. Damit würde allerdings die Verlängerung nach Ottobrunn verhindert werden...

Gruss, sepruecom

Aus einem sozialistischen System ein kapitalistisches zu machen, ist, wie aus einem Omelett ein intaktes Ei zu machen (Unbekannter Verfasser)

Der gescheiterte US-Präsidentschaftskandidat John McCain zu seiner Nachtruhe: Seit seiner Niederlage schlafe er wie ein Baby: "Zwei Stunden schlafen, aufwachen und heulen, zwei Stunden schlafen". Quelle

Re: [M] U-Bahn nach Ottobrunn - oder etwa Waldperlach?

geschrieben von: korridor

Datum: 13.02.19 20:05

Im März 2020 ist Kommunalwahl, da muss man sich schon mit großen Plänen in Stellung bringen. Die Gemeinde bezahlt's ja schließlich nicht. Soll wie bisher (weitestgehend) der Bund machen, der hat doch genug Geld. Oder?
korridor schrieb:Zitat:
Die Gemeinde bezahlt's ja schließlich nicht. Soll wie bisher (weitestgehend) der Bund machen, der hat doch genug Geld. Oder?
So einfach ist es nicht. Die Münchner CSU hat schließlich gegen die willenlose SPD durchgesetzt, dass der Koalitionsvertrag die U5-Verlängerung nach Pasing enthält. Hierfür würde kein Cent Fördermittel fließen. Trotzdem beharrt die CSU auf diesem Unsinnsprojekt und die SPD kapituliert...
Immerhin ist dagegen die Tram Westtangente mit(!) der CSU beschlossen worden, die sich diesen Beschluss mittlerweile stolz auf die Fahne schreibt. Selbst die Wiederaufnahme von Planungen der Tram Nordtangente ist derzeit geduldet.
Grundsätzlich hast du natürlich recht, die bisher fünf verschlafenen Jahre der "Großen Kooperation" schließen nahtlos an die letzten Ude-Jahre an. Allerdings unter anderen Vorzeichen, mit dem offensichtlich zusammenbrechenden Verkehr und mit Fantastereien, die ins Unvorstellbare reichen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.02.19 00:32.
Frederik Buchleitner schrieb:Zitat:
Immerhin ist dagegen die Tram Westtangente mit(!) der CSU beschlossen worden, die sich diesen Beschluss mittlerweile stolz auf die Fahne schreibt.
Meine Freude über diese Entscheidung ist nicht ungetrübt: Der CSU ist gelungen, die Planungen deutlich zu Gunsten der Interessen des MIV und auf Kosten der Fahrgäste "nachbearbeiten" zu lassen. Das ist m.A.n. sehr bedenklich und man sollte aufpassen, dass in München nicht eines Tages Berliner Verhältnisse herrschen.
An welchen Stellen wirkt sich das deiner Meinung nach konkret negativ auf die Fahrgäste aus?
Z.B. durch die Verlegung mehrerer Haltestellen in Knotenbereichen, um die von der CSU gewünschten zusätzlichen Linksabbiegespuren zu ermöglichen. Dadurch verlängern sich die Umsteigewege, insbesondere an den Verknüpfungspunkten mit der U-Bahn.
Eine wirkliche Veränderung der Situation zulasten der Fahrgäste erkenne ich nur an der Haltestelle Holzapfelkreuth, durch die Umsetzung als normaler Bahnsteig in Straßenmitte und nicht als überfahrbare Haltestelle. In Richtung Romanplatz verlängert sich durch die Verlegung des Bahnsteigs hinter die Kreuzung der Umsteigeweg zur U-Bahn um rund 15-20 Meter.
Am Laimer Platz ist trotz der Verlegung eines U-Bahnabgangs (der für die Tramumsteiger ohnehin keine Rolle spielt) keine Verlängerung des Umsteigewegs zu erkennen. Ansonsten würden mir keine Verschlechterungen für die Fahrgäste auffallen. Für die Radfahrer und an manchen Stellen auch für die Fußgänger gibt es die schon eher, allerdings glänzt keine der beiden Varianten als vorbildliche Radverkehrsplanung.
Weitere Haltestellenänderungen: Die Haltestelle Herthastraße in der Wotanstraße wird nördlich der Straßenkreuzung gelegt, weil an der Winfriedstraße nördlich der Laimer Röhre im nun deutlich verdichteten Stadtraum mit verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten eine zusätzliche Haltestelle eingerichtet wird.
Die Haltestelle Andreas-Vöst-Straße wird südwärts nicht als überfahrbare Haltestelle eingerichtet, das dürfte im Sinne der Schulwegsicherheit eine sinnvolle Änderung sein.