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Sächsische Zeitung vom 8.2.2019


... Künftig sollen in Görlitz größere Straßenbahnen fahren, etwa 27 bis 30 Meter lang statt bisher 19 Meter. Und sie sollen möglichst etwas breiter sein, ohne sich bei Begegnung zu berühren. ... Dann werden acht Stück ausreichen: Drei auf jeder Linie, dazu eine Betriebs- und eine Werkstattreserve. Gefahren wird weiter im 20-Minuten-Takt. Dieses Konzept soll in diesem Jahr erstellt werden. ... Unser Ziel ist es, dass Ende 2020 die Vergabeentscheidung fällt. ...

>>> Gesamtes Interview mit GVB-Chef Trillmich
UPDATE: Artikel ist nun wieder verfügbar


Gruß,
Marko



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.02.19 06:27.
Moin,

der Link funktioniert nicht und ich habe es auch nicht geschafft, daß Interview direkt auf der Seite der Zeitung zu finden.

Ich würde ja zu gerne wissen, ob das Lastenheft das Selbe ist / sein wird, wie von Brandenburg, Cottbus und Frankfurt. Wünschenswert wäre es allemal!

Grüße, Tim



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.02.19 19:44.
404 - Seite nicht gefunden

Die gewünschte Seite wurde leider nicht gefunden.
Könnte man das nicht auf 34 Meter ausweiten wie Duisburg ? Da hätte man 1,8 KT4D raus also knapp die ganze Doppeltraktion!
Ein etwas älterer Artikel zur Thematik von der selben Redaktion: [www.saechsische.de]

Dort heißt es, die acht neuen Bahnen sollen über die Jahre 2022 bis 2028 verteilt zur Auslieferung kommen, also etwa eine pro Jahr.
Was wiederum bedeutete, daß die achte Bahn gleich als Werkstattreserve in Betrieb gehen würde, da dann die erste Bahn bereits zur anstehenden Hauptuntersuchung abgestellt werden müßte.
Läßt man sich anschließend jeweils ein Jahr Zeit für die HU hätte man immer nur 7 Wagen gleichzeitig in Betrieb.
Eine Unfallserie, wobei die Serie dann schon aus zwei Teilen bestünde, dürfte dann nicht eintreten, denn drei Wagen in der Werkstatt bedeutet dann schon Fahrtausfälle.
Lieferung von 1 Bahn per Jahr? Da bewirbt sich doch kein ernsthafter Hersteller.
Silvio Kopte schrieb:
Dort heißt es, die acht neuen Bahnen sollen über die Jahre 2022 bis 2028 verteilt zur Auslieferung kommen, also etwa eine pro Jahr.
Was wiederum bedeutete, daß die achte Bahn gleich als Werkstattreserve in Betrieb gehen würde, da dann die erste Bahn bereits zur anstehenden Hauptuntersuchung abgestellt werden müßte.
Läßt man sich anschließend jeweils ein Jahr Zeit für die HU hätte man immer nur 7 Wagen gleichzeitig in Betrieb.
Eine Unfallserie, wobei die Serie dann schon aus zwei Teilen bestünde, dürfte dann nicht eintreten, denn drei Wagen in der Werkstatt bedeutet dann schon Fahrtausfälle.
Wenn man ein paar der bisherigen KT4D als Reservebestand behält, wäre das nicht so problematisch. Ich weiß allerdings weder in welchem Zustand die sind noch wie es mit den Abstellkapazitäten im Betriebshof aussieht.
Interview mit GVB-Chef Trillmich steht nun wieder zur Verfügung, allerdings hinter einer Bezahlschranke

>>> Zeitungsartikel



Gruß,
Marko



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.02.19 07:14.
spock5407 schrieb:
Lieferung von 1 Bahn per Jahr? Da bewirbt sich doch kein ernsthafter Hersteller.
Das wird sich zeigen. Wenn Görlitz ein Produkt von der Stange nimmt könnte das schon was werden. Aus Sicht der Werkstattauslastung aber sicher wünschenswert. Gleichzeitig ist aber auch der Mittelabfluss über die Jahre gestreckt. Ich kann mir halt gut vorstellen, dass Görlitz sich den Eigenanteil auch nicht so stark gehäuft leisten können.
Aber mal ehrlich: Wenn in Görlitz jemand anderes als Bombadier zum Zuge kommt würde es mich schon stark wundern.
gleislatscher schrieb:
Interview mit GVB-Chef Trillmich steht nun wieder zur Verfügung

>>> Zeitungsartikel



Gruß,
Marko
Hallo,

bei mir erscheint bei dem Link kein Zeitungsartikel, sondern Werbung für ein (Online-) Zeitungsabo. Vielen Dank dafür.

Gruß Alex
Gernot schrieb:Zitat:
Wenn man ein paar der bisherigen KT4D als Reservebestand behält, wäre das nicht so problematisch. Ich weiß allerdings weder in welchem Zustand die sind noch wie es mit den Abstellkapazitäten im Betriebshof aussieht.
Platz sollte mehr als genug da sein. Es waren in Görlitz um das Jahr 2000 herum 22 Fahrzeuge mit jeweils etwa 20 Metern Länge vorhanden. Der Zustand der KT4D dürfte ebenfalls ganz gut sein. Am Ende wird es dennoch eine finanzielle Sache sein, aber 8 Fahrzeuge bzw. 2 Fahrzeuge als Reserve halte ich auch für sehr gewagt.
Hier die wichtigste Passage aus dem Interview mit dem Geschäftsführer der GVB (Quelle SZ 08.02.2019):

"Unser Ziel ist es, dass Ende 2020 die Vergabeentscheidung fällt. Anschließend braucht die Industrie zwei bis drei Jahre für die Fertigung. Das heißt, 2023 könnte der erste Niederflur-Stadtbahnwagen durch Görlitz fahren. Dieses Ziel ist ambitioniert, aber realistisch. Von mir aus könnte es natürlich gern schneller gehen, aber das zu versprechen, wäre unrealistisch. Ob alle acht Wagen gleichzeitig angeschafft werden, wird die Ausschreibung zeigen. Ich denke aber, dass es preiswerter sein wird, alle acht in einem Los zu fertigen. Sie würden dann vielleicht innerhalb eines Jahres nach und nach geliefert. Bis Ende 2024 könnten alle da sein."

Ein Gerücht besagt - und ich bitte das auch so zu bewerten - das es eventuell zu einer gemeinsamen Bestellung mit Zwickau kommt. Vielleicht wissen Zwickauer mehr darüber?

Darüber hinaus werden definitiv einige KT4D als Reservewagen im Bestand bleiben. Das ist im ÖPNV-Konzept von Anfang an vorgesehen. Aktuell erhält TW 313 eine HU und eine Angleichung an das aktuelle GVB-Design.

Die 8 neuen Niederflurfahrzeuge könnten vor allem dann knapp werden, sollte es doch noch zum "Lückenschluss" zwischen der Wendeschleife NeißePark und der - trotz Stilllegung - nach wie vor bestehenden Wendeschleife Klinikum/Virchowstraße kommen. Auch dazu hat sich der GVB-Geschäftsführer geäußert (Quelle SZ 08.02.2019):

"Noch in diesem Jahr soll es eine Voruntersuchung geben, wie diese Strecke möglichst kostensparend gebaut werden kann – und zwar aus Richtung Marktkauf [heißt jetzt eigentlich NeißePark], nicht über die Heilige-Grab-Straße. Das ist kürzer, preiswerter und braucht keine zusätzliche Linie, sondern nur eine Verlängerung der bestehenden."

Daraus erlese ich, das es zu einer einfachen, eingleisigen Verlängerung kommen wird. Allerdings mit derzeit 3 Kursen im 20-Minuten-Takt auf der Linie 1 dann kaum noch zu schaffen.
Wenn ich schon das Wort "Kostensparend" lese, sträuben sich mir die Haare! Das kann wohl nicht gut gehen wenn man nur spart!
Die Wendezeiten am Neiße Park sind jetzt schon sehr knapp und es verschlimmert sich noch wenn das verlängert wird und nichts weiter dabei getan wird!
Und wie zur Hölle können nur 30 Meter Wagen ausreichen ? Ich denke da an 34 Meter Analog Duisburg und entspricht etwa 1,8 KT4D!
Gibt es eigentlich noch Planungen für eine West-Ost-Linie?

Ulrich
Strabalex schrieb:
Und wie zur Hölle können nur 30 Meter Wagen ausreichen ? Ich denke da an 34 Meter Analog Duisburg und entspricht etwa 1,8 KT4D!

In welchem Ausmaß sind denn derzeit Doppeltraktionen unterwegs?
Früh morgens und Nachmittag auf der 2 werden teilweise Doppektraktionen gebraucht an Schultagen..
Ich denke es werden noch mehr mitfahren in den Niederflurwagen wo es den Gehgeschädigten etc. nicht mehr möglich ist in einen KT4D hochzusteigen!
Und wie voll sind die? Wenn einzelne KT4D nicht ausreichen und Doppeltraktionen die einzige mögliche Abhilfe sind, heißt das noch nicht, dass die mit vollem Fassungsvermögen gebraucht werden. Steigende Fahrgastzahlen füllen erfahrungsgemäß vorrangig eher nachfrageschwächere Lücken zwischen den HVZ. Solange nur Spitzen im Schülerverkehr abzudecken sind, wäre man mit einzelnen E-Wagen mit KT4D eher besser dran als mit überlangen Stammfahrzeugen. Bei generell steigender Nachfrage dagegen würde ich eher auf Taktverdichtung setzen, ein 20-min-Takt ist eigentlich eine Zumutung (wenn auch eine inzwischen 40 Jahre alte), wofür man natürlich nachkaufen müsste.
kaufhalle schrieb:
...ein 20-min-Takt ist eigentlich eine Zumutung (wenn auch eine inzwischen 40 Jahre alte), wofür man natürlich nachkaufen müsste.
So alt noch nicht, da bis etwa 2000 sich vier Linien in Görlitz überlagerten.
kaufhalle schrieb:
wäre man mit einzelnen E-Wagen mit KT4D eher besser dran als mit überlangen Stammfahrzeugen. Bei generell steigender Nachfrage dagegen würde ich eher auf Taktverdichtung setzen.


Ja du hast recht! Aber dazu müssen wirklich alle KT4D Betriebsfähig sein.. Derzeit sind 303,310,313,318 Abgestellt wobei 303 und 318 wohl nie wieder in den Einsatz gehen werden!
Da wird es knapp mit der Reserve für E-Wagen und Doppeltraktionen.
sagichnet schrieb:
kaufhalle schrieb:
...ein 20-min-Takt ist eigentlich eine Zumutung (wenn auch eine inzwischen 40 Jahre alte), wofür man natürlich nachkaufen müsste.
So alt noch nicht, da bis etwa 2000 sich vier Linien in Görlitz überlagerten.

Nicht so wirklich. Der 20-min-Takt auf 2 Linien mit Überlagerung nur in der Innenstadt wurde 1979 eingeführt, einheitlich für die ganze Woche (oder auch: Wochenendtakt die ganze Woche über). Mit der Neubaustrecke nach Königshufen änderte sich das durch Überlagerung von 2 Linien - auf Kosten der Strecke nach Rauschwalde, die "vorübergehend" stillgelegt wurde, und der Strecke zur Virchowstraße, die nur noch alle 30 min mit T57 bedient wurde. Ende der 80er Jahre kam dann für wenige Jahre noch die SL 4 als HVZ-Verstärker hinzu, aber der 20-min-Grundtakt blieb. Die Überlagerung von zwei Linien auf der auf neue Trasse verlegte Strecke nach Weinhübel ist ein Nachwendeprodukt. Geblieben ist die Überlagerung nach Königshufen, wenn auch inzwischen mit unterschiedlichen Endhaltestellen. So was wie konsequenten Decklinienbetrieb hat es nicht gegeben. Aber das Angebot im letzten Jahrzehnt der DDR war in Görlitz derart traurig, dass selbst das heutige Sparangebot nicht wirklich schlechter ist.

Strabalex schrieb:
kaufhalle schrieb:
wäre man mit einzelnen E-Wagen mit KT4D eher besser dran als mit überlangen Stammfahrzeugen. Bei generell steigender Nachfrage dagegen würde ich eher auf Taktverdichtung setzen.

Ja du hast recht! Aber dazu müssen wirklich alle KT4D Betriebsfähig sein.. Derzeit sind 303,310,313,318 Abgestellt wobei 303 und 318 wohl nie wieder in den Einsatz gehen werden!
Da wird es knapp mit der Reserve für E-Wagen und Doppeltraktionen.

Ich denke da eher an die Zeit nach Neuwagenbeschaffung. Solange es nur um E-Wagen geht (vermutlich reichen da einzelne Fahrten), kann man das sicher mit KT4D-Resten erledigen. Für eine generelle Taktverdichtung müsste man entsprechend mehr Neuwagen kaufen, das ginge nicht mehr mit KT4D.
Ja ich meine ja auch das 8 Wagen nicht reichen! Mindestens 10 oder sogar 12 Neuwagen müssten es schon sein. Ich verstehe nicht wie man 2016 bei diesem "Status Quo" nur so ein mist verzapfen konnte?!
Ich denke Trillmich wirds schon gerade Biegen und wenn es schon wieder Städtisch ist kann man ja noch vieles verbessern auch ohne den "Status Quo".
Strabalex schrieb:
Ja ich meine ja auch das 8 Wagen nicht reichen! Mindestens 10 oder sogar 12 Neuwagen müssten es schon sein. Ich verstehe nicht wie man 2016 bei diesem "Status Quo" nur so ein mist verzapfen konnte?!
Ich denke Trillmich wirds schon gerade Biegen und wenn es schon wieder Städtisch ist kann man ja noch vieles verbessern auch ohne den "Status Quo".

Doch, für das derzeitige Angebot reichen 8 Wagen völlig aus. Das ist entgegen dem sonstigen Trend auch eine Beschaffung, die es ermöglicht, das alte Zeugs komplett aus dem Verkehr zu ziehen, da braucht man auch für irgendwelche Reservezwecke nichts mehr. An die Notwendigkeit der genannten E-Wagen glaube ich auch nicht. Wo man die Zuglänge nur um den Faktor 2 verlängern kann, sind die langen Züge meistens nicht so wirkluch ausgelastet. Und natürlich basiert die Ausschreibung auf dem derzeitigen Verkehrsangebot und nicht auf Wünschen zur Taktverdichtung.