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[K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: HLeo

Datum: 11.01.19 18:38

In der Papierausgabe des Kölner Stadtanzeigers ist heute (11.1.19) ein Artikel mit Überschrift "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren".

Der Vertrag mit den KVB über den Kölner Nahverkehr läuft demnach Ende 2019 aus. Der Stadtrat hat sich für eine Direktvergabe des Auftrags ab 2020 entschieden.
Nun ist es keineswegs sicher, ob das vor dem Europäischen Recht Bestand hat. Es könnte statt dessen eine europaweite Ausschreibung notwendig werden.
Stadt Köln und die KVB lassen jetzt juristisch prüfen, ob eine Direktvergabe rechtlich überhaupt zulässig ist.

Mit der Prüfung hätte man m.E. schon früher beginnen sollen. Wie würde wohl eine europaweite Ausschreibung ausfallen?


Ich habe im Internet keinen Artikel dazu gefunden. Deshalb kann ich hier das Thema nur anreißen, aber nicht belegen.


Schreibfehler korrigiert



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.19 18:39.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: ICE11

Datum: 11.01.19 20:35

Nabend,
HLeo schrieb:
Wie würde wohl eine europaweite Ausschreibung ausfallen?
da muss man keine große Phantasie für haben sondern braucht z. B. nur mal gucken, was in Pforzheim passiert ist. Kommunales Unternehmen verliert, privates gewinnt, die Folge ist Lohndumping etc. etc.....

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: nonscio

Datum: 11.01.19 20:42

Wenn man nicht ausschreiben will, muss man nicht, so die KVB sich auch nicht außerhalb Kölns an Ausschreibungen beteiligt, das nennt sich dann Erbringung in Eigenproduktion, siehe auch [de.wikipedia.org]

Sollte man es kompliziert gestalten wollen, kann man das natürlich, das hat aber auch Konsequenzen.
Davon abgesehen ist es wohl kaum möglich in der Zeit einen derartigen Betrieb auszuschreiben und dann zu übernehmen.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: PL

Datum: 11.01.19 20:48

Absolutes FAKE von F.D.P.-nahen Kreisen. Die Unterfinanzierung der gigantomanischen U-Bahn-Baukörper z.B. Äußere Kanalstraße wo die Bahn unter einem nicht mehr befahreren eigenen Bahnkörper sich zu exorbitanten Kosten verstecken muß und diese auch nicht ansatzweise gedeckt erhält damit zu lösen, daß man dem Betrieb noch mehr "Effizienz" verordnet ist symptomatisch für diese Kreise.


Grüße vom ex-Wuppertaler

TW 239

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Allberto

Datum: 11.01.19 21:10

ICE11 schrieb:
Nabend,
HLeo schrieb:
Wie würde wohl eine europaweite Ausschreibung ausfallen?
da muss man keine große Phantasie für haben sondern braucht z. B. nur mal gucken, was in Pforzheim passiert ist. Kommunales Unternehmen verliert, privates gewinnt, die Folge ist Lohndumping etc. etc.....
Der Kommentar von ICE11 ist leider voller Sach- und Denkfehler:

1. In Pforzheim war eine Direktvergabe beabsichtigt, und zwar an das kommunale Unternehmen im Besitz der Stadt Pforzheim. Die Stadt hatte sich bewusst GEGEN eine europaweite Ausschreibung entschieden. In der Ankündigung der Direktvergabe musste offengelegt werden, wieviel Geld das kommunale Unternehmen dafür bekommt (wenn ich mich recht entsinne, waren etwa 4 Mio. Euro pro Jahr geplant).
2. Ein anderes Unternehmen hat daraufhin angeboten, a) mehr als die geforderten Mindestleistungen zu fahren und b) dafür 0 Mio Euro (in Worten: Null!) pro Jahr zu nehmen. Laut europäischen Recht müssen solche eigenwirtschaftlichen Anträge angenommen werden. Schließlich sind das jede Menge Steuergelder, die dadurch gespart werden, und das bei mehr Leistung.
3. Das Unternehmen, das nun in Pforzheim ohne öffentliche Zuschüsse den Nahverkehr anbietet, ist kein privates Unternehmen, sondern zu 100% in öffentlichem Besitz. Das Unternehmen zahlt seinen Mitarbeitern Tariflohn, der Grundlohn der Busfahrer liegt in etwa auf dem selben Niveau wie zuvor beim kommunalen Unternehmen.
4. In vielen Städten und Landkreisen, die eine europaweite Ausschreibung durchgeführt haben, hat sich die Angebotsmenge und auch die Qualität der Nahverkehrsleistung enorm verbessert. Richtig ist, dass in manchen Städten und Region die Qualität nach einer Ausschreibung auch sank. Das lag in vielen Fällen an unzureichenden Vorgaben in der Ausschreibung: Die Städte und Kreise bekommen in der Regel das, was sie gefordert haben. Sie wollten eigentlich mehr bekommen, haben aber vorher vergessen, das auch zu fordern.
5. Eine europaweite Ausschreibung kann in vielerlei Art stattfinden. Insofern braucht es neben Fachwissen sehr wohl auch viel Phantasie, um die Ergebnisse jetzt vorhersagen zu können. Die Stadt Köln könnte beispielsweise entscheiden, ob sie den gesamten Nahverkehr in einer Ausschreibung vergibt, ob sie jede Linie einzeln vergibt oder beliebig große Bündel von Linien. Sie könnte Lose bilden, um zu verhindern, dass ein Bieter alles bekommt oder um die Chancen bestimmter Arten von Bietern zu erhöhen. Sie könnte strenge oder lockere oder in manchen Punkten auch gar keine Vorgaben zum Angebot, zur Servicequalität, zu Fahrzeugen, zur Entlohnung der Mitarbeiter machen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.19 21:12.
HLeo schrieb:
In der Papierausgabe des Kölner Stadtanzeigers ist heute (11.1.19) ein Artikel mit Überschrift "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren".

Der Vertrag mit den KVB über den Kölner Nahverkehr läuft demnach Ende 2019 aus. Der Stadtrat hat sich für eine Direktvergabe des Auftrags ab 2020 entschieden.
Nun ist es keineswegs sicher, ob das vor dem Europäischen Recht Bestand hat. Es könnte statt dessen eine europaweite Ausschreibung notwendig werden.
Stadt Köln und die KVB lassen jetzt juristisch prüfen, ob eine Direktvergabe rechtlich überhaupt zulässig ist.

(...)
Der letzte Satz ist für mich ein Alarmsignal: In Köln gibt es demnach anscheinend politische Bestrebungen in Richtung Ausschreibung von Nahverkehrsleistungen.

Meines Erachtens sollten sich die Kolleginnen und Kollegen der KVB zu Wort melden - und zwar so, daß sie gehört werden müssen.

Hier in Berlin ist die Verlängerung des Verkehrsvertrags mit der BVG (die gerade 90 Jahre alt geworden ist) unstrittig; sh. hier: [www.berlin.de]

Allseits eine gute Nacht wünscht Euch
Marienfelde
PL schrieb:
Absolutes FAKE von F.D.P.-nahen Kreisen. Die Unterfinanzierung der gigantomanischen U-Bahn-Baukörper z.B. Äußere Kanalstraße wo die Bahn unter einem nicht mehr befahreren eigenen Bahnkörper sich zu exorbitanten Kosten verstecken muß und diese auch nicht ansatzweise gedeckt erhält damit zu lösen, daß man dem Betrieb noch mehr "Effizienz" verordnet ist symptomatisch für diese Kreise.
Welche "gigantomanischen U-Bahn-Baukörper" sollen das sein? Bis auf wenige Details ist das die einzige vernünftig ausgebaute U-Stadtbahn im linksrheinischen Köln und bis auf ein paar Detailprobleme für eine Großstadt absolut adäquat. Die Tunnelrampe hinter die Haltestelle Äußere Kanalstr. statt vor die Wolffsohnstr. zu setzen hätte vielleicht ein bisschen Geld gespart, dafür aber für weitere Probleme (z.B. an der HGK-Unterführung) sorgen können.

Äußere Kanalstr. ist übrigens ein gutes Stichwort, da von der Leyendeckerstr. aus das eigentliche Streckengleis seit einem Monat nicht mehr befahren, sondern eine Schleichfahrt inkl. Betriebshalt durch das Wendegleis verordnet wird. Für mich ist das offenbar fehlende Problembewusstsein der KVB, schlechte Organisation sowie die Inkompetenz bis zum Zynismus allerdings kein reines Problem der Unterfinanzierung. Das hat man im Herbst z.B. bei den Umleitungen der Linie 18 in selbige Wendeanlage gesehen.

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: BSDE

Datum: 11.01.19 22:01

Marienfelde schrieb:


Hier in Berlin ist die Verlängerung des Verkehrsvertrags mit der BVG (die gerade 90 Jahre alt geworden ist) unstrittig; sh. hier: [www.berlin.de]

Allseits eine gute Nacht wünscht Euch
Marienfelde
Die Verlängerung mit der BVG ist aber auch kein gutes Zeichen des Senats. Im Angesicht dessen, dass der U-Bahn-Betrieb kurz vor dem Kollaps steht und es bei Bus und Tram auch nicht viel besser aussieht muss man die Frage stellen, ob man es der BVG nicht zu leicht macht.

Von Seiten des Senats werden zig Millionen Euro an Zuschüssen gezahlt, das Angebot wird dennoch immer schlechter (Angesichts der Charaktere in Vorstand und Aufsichtsrat darf man nicht allzu verwundert sein). Es wird offensichtlich auf Verschleiß gefahren, die Fahrzeuge rosten den Beförderungsfällen unter dem Allerwertesten weg und neue Fahrzeuge kommen nur sehr schleppend zum Einsatz, weil es an geschultem Personal mangelt. Konkurrenz belebt das Geschäft und wenn sich die BVG an einem Konkurrenten messen lassen muss, dann ist eine Verbesserung des Angebots in allen Bereichen zu erwarten, wenn man nicht verdrängt werden will.

Nachtrag

geschrieben von: HLeo

Datum: 11.01.19 22:20

Bisher haben nur Leute geantwortet, die keine Gelegenheit hatten, den Papierartikel zu lesen. Das ist nicht weiter verwunderlich.
Andererseits habe ich den wirklichen Knackpunkt wohl nicht deutlich genug dargestellt.

Es geht darum, wie die Besitzverhältnisse zwischen Stadt Köln und KVB gestaltet sind.
Stadt Köln besitzt --> Stadtwerker Köln. Diese besitzt --> KVB.
Dazwischen sitzen Aufsichtsräte mit ihren Befugnissen.
Nur wenn die KVB der Stadt Köln in dieser Konstruktion nach europäischem Recht "gehören", darf Köln den KVB den Auftrag "direkt vergeben".

Korrekturen und Ergänzungen ausdrücklich willkommen.
nonscio schrieb:Zitat:
Wenn man nicht ausschreiben will, muss man nicht, so die KVB sich auch nicht außerhalb Kölns an Ausschreibungen beteiligt, das nennt sich dann Erbringung in Eigenproduktion
Eben. In allen größeren Städten hat die Direktvergabe ohne größere Probleme geklappt. Warum sollte es ausgerechnet in Köln nicht funktionieren? Knackpunkt könnten Aktivitäten der KVB außerhalb ihres primären Wirkungsgebiets sein. Sollte es die geben, muss sich die KVB wahrscheinlich von ihnen trennen.

nonscio schrieb:
Zitat:
Davon abgesehen ist es wohl kaum möglich in der Zeit einen derartigen Betrieb auszuschreiben und dann zu übernehmen.
Ausschreiben geht vielleicht noch, aber wo soll ein Konkurrent binnen eines knappen Jahres hunderte in Köln einsetzbare Stadtbahnwagen herbekommen? (Die aktuell eingesetzten Wagen dürften ja wohl der KVB gehören. Oder?) Ein Busersatzverkehr wäre schon allein aufgrund des Personalbedarfs sehr teuer. Eigenwirtschaftlich könnte ein Konkurrent einen solchen "SEV" wohl nur erbringen, wenn er massive Verluste für sich einkalkuliert und diese nicht der Stadt in Rechnung stellt. Und schließlich: Wenn die Stadt Köln die Fortführung des Stadtbahnbetriebs festschreiben würde, wäre es wahrscheinlich egal, ob sie die Verkehrsleistungen ausschreibt oder direktvergibt. Solche Vorgaben dürften EU-rechtskonform sein, wie der Präzedenzfall Esslingen gezeigt hat.

Ich verbuche das Ganze also unter Panikmache.
Bernhard Martin schrieb:
Eben. In allen größeren Städten hat die Direktvergabe ohne größere Probleme geklappt. Warum sollte es ausgerechnet in Köln nicht funktionieren? Knackpunkt könnten Aktivitäten der KVB außerhalb ihres primären Wirkungsgebiets sein. Sollte es die geben, muss sich die KVB wahrscheinlich von ihnen trennen.
Das haben die KVB bereits getan, da die Beteiligung an der RE9-Ausschreibung die Ausnahme blieb und ähnliche Vorhaben seitdem nicht mehr verfolgt werden, um die Direktvergabe nicht zu gefährden.

Andererseits fände ich es nicht mal so schlimm, wenn man z.B. die Köln-Bonner Linien auf den HGK-Strecken künftig ausgliedern würde, um dort etwa andere Züge einzusetzen als jetzt, während die KVB sich auf das Stadtnetz konzentrieren könnte. Aber selbst das würde wohl unter eine Direktvergabe fallen und große Vorteile erwarte ich aus einer Ausschreibung nicht.

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE

Re: Nachtrag

geschrieben von: Gernot

Datum: 12.01.19 00:00

HLeo schrieb:
Bisher haben nur Leute geantwortet, die keine Gelegenheit hatten, den Papierartikel zu lesen. Das ist nicht weiter verwunderlich.
Andererseits habe ich den wirklichen Knackpunkt wohl nicht deutlich genug dargestellt.

Es geht darum, wie die Besitzverhältnisse zwischen Stadt Köln und KVB gestaltet sind.
Stadt Köln besitzt --> Stadtwerker Köln. Diese besitzt --> KVB.
Dazwischen sitzen Aufsichtsräte mit ihren Befugnissen.
Nur wenn die KVB der Stadt Köln in dieser Konstruktion nach europäischem Recht "gehören", darf Köln den KVB den Auftrag "direkt vergeben".

Korrekturen und Ergänzungen ausdrücklich willkomme

Ich hab den Stadtanzeiger morgens im Briefkasten :-). Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, ist das Problem, dass die KVB rechtlich kein Eigenbetrieb der Stadt Köln sind, sondern eine AG, bei der allerdings die Stadt - z.T. über die Stadtwerke - alleiniger Eigentümer ist. Nur hat wegen dieser Struktur bei der KVB eben nicht der Stadtrat oder die Oberbürgermeisterin sondern der Aufsichtsrat das Sagen. Und in dem hat aufgrund der Arbeitnehmervertreterstimmen die SPD die Mehrheit, während sie im Stadtrat in der Opposition sitzt. Von daher könnte man ableiten, dass die KVB keine städtische Gesellschaft sind, somit eine europaweite Ausschreibung erforderlich wäre und die Direktvergabe des ÖPNV in Köln an die KVB nicht zulässig ist. Und genau dieser Sachverhalt soll jetzt geprüft werden.
Kann aber auch sein, dass es sich dabei um einen Nebenkriegsschauplatz handelt, weil bei Personalentscheidungen in der Vorstandsebene der SPD-dominierte Aufsichtsrat anders entscheidet als die CDU/Grüne-Ratsmehrheit das gerne hätte. Da geht es um diese Pöstchen mit gutem Verdienst, wo das wichtigste Einstellungskriterium das Parteibuch ist. Und nachdem Frau Reker in vorletzter Minute die Installation eines SPD-Landtagsabgeordneten (dessen politische Karriereträume angesichts der Wahlergebnisse der SPD den Bach runter gingen) als Geschäftsführer der Stadtwerke-Holding (über 300.000 Jahresgehalt für einen Posten den es bisher nicht gab!) gestoppt hat, gibt es da anscheinend Zoff. Denn im Gegenzug hat die SPD (als KVB-Aufsichtsrat getarnt), einen Politiker der Grünen für einen Posten bei der KVB abgelehnt.

Es wäre also in beiden Fällen vermutlich besser, wenn die KVB eine Abteilung des Verkehrsdezernats der Stadtverwaltung wäre. Erstens bräuchte man sich dann keinen Kopf um Ausschreibungen zu machen und zweitens gäbe es diese hochdotierten Versorgungsposten für verdiente Parteifreunde nicht. Da wäre ein Abteilungsleiter ÖPNV mit Besoldungsgruppe A16 oder B 4 oder so was an der Spitze und dann ist gut. Aber irgendwer wird sich ja was dabei gedacht haben, als man vor über 60 Jahren die städtischen Verkehrsbetriebe zur AG umwandelte. Und ich weiß nicht, ob es von Anfang an überwiegend um die Postenschacherei ging. Auf jeden Fall kann die Führungsriege einer AG in ganz anderen Gehaltssphären angesiedelt werden als kommunale Spitzenbeamte oder Angestellte. Ob die das aber besser hinkriegen, nur weil sie deutlich mehr verdienen...?

Re: Nachtrag

geschrieben von: dt8.de

Datum: 12.01.19 00:04

HLeo schrieb:
Bisher haben nur Leute geantwortet, die keine Gelegenheit hatten, den Papierartikel zu lesen. Das ist nicht weiter verwunderlich.
Andererseits habe ich den wirklichen Knackpunkt wohl nicht deutlich genug dargestellt.

Es geht darum, wie die Besitzverhältnisse zwischen Stadt Köln und KVB gestaltet sind.
Stadt Köln besitzt --> Stadtwerker Köln. Diese besitzt --> KVB.
Dazwischen sitzen Aufsichtsräte mit ihren Befugnissen.
Nur wenn die KVB der Stadt Köln in dieser Konstruktion nach europäischem Recht "gehören", darf Köln den KVB den Auftrag "direkt vergeben".

Korrekturen und Ergänzungen ausdrücklich willkommen.
Solange die Besitzverhältnisse aber jeweils zu 100% sind, sind solche "Zwischenschaltungen" zulässig (formal müssen es nicht einmal 100% sein). Relevant ist, wer da die Macht ausübt, und die Aufsichtsräte handeln ja wohl hoffentlich auf Anweisung des Besitzers.
In anderen Städten ist eine Direktvergabe trotz zwischengeschalteter Stadtwerke-Holding gemacht worden, und die EU-VO 1370/2007 erlaubt das.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: dt8.de

Datum: 12.01.19 00:13

Bernhard Martin schrieb:
Wenn die Stadt Köln die Fortführung des Stadtbahnbetriebs festschreiben würde, wäre es wahrscheinlich egal, ob sie die Verkehrsleistungen ausschreibt oder direktvergibt. Solche Vorgaben dürften EU-rechtskonform sein, wie der Präzedenzfall Esslingen gezeigt hat.
Dürften nicht nur, sind es. Wenn eine Stadtbahn ausgeschrieben und/oder im Nahverkehrsplan vorgesehen ist, braucht ein abweichendes Angebot "mit SEV" nicht berücksichtigt werden.
In Esslingen dagegen ging es "nur" um die Antriebsart (elektrischer Antrieb = O-Bus war vorgeschrieben), und die Bewerber meinten, eigenwirtschaftliche Angebote mit Dieselbussen einzureichen, und damit durchzukommen, weil das gleichwertig sein. Dem wurde eine Absage erteilt. Da braucht man mit einer Stadtbahn gar nicht vergleichen, da sind viel mehr Dinge anders.

Bernhard Martin schrieb:
Ich verbuche das Ganze also unter Panikmache.
Sehe ich auch so, und nicht nur in Köln. Außer dem Sonderfall Pforzheim (s.o.) sehe ich keinen Ort, in dem mit einem eigenwirtschaftliches Angebot eine Eigenerbringung verhindert worden wäre.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.19 00:16.

Re: Nachtrag

geschrieben von: Bernhard Martin

Datum: 12.01.19 00:17

Gernot schrieb:Zitat:
Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, ist das Problem, dass die KVB rechtlich kein Eigenbetrieb der Stadt Köln sind, sondern eine AG, bei der allerdings die Stadt - z.T. über die Stadtwerke - alleiniger Eigentümer ist.
Ja, und? Gibt es das etwa nur in Köln? Natürlich nicht! Fast alle kommunalen Verkehrsbetriebe sind in Deutschland heute AGs oder GmbHs, die zu 100% (oder etwas weniger) im Besitz der Stadtwerke o.ä. sind. Das hat nirgendwo sonst Probleme bei der Direktvergabe bereitet.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: dt8.de

Datum: 12.01.19 00:25

ICE11 schrieb:
Nabend,
HLeo schrieb:
Wie würde wohl eine europaweite Ausschreibung ausfallen?
da muss man keine große Phantasie für haben sondern braucht z. B. nur mal gucken, was in Pforzheim passiert ist. Kommunales Unternehmen verliert, privates gewinnt, die Folge ist Lohndumping etc. etc.....
Pforzheim ist ein extremer Sonderfall, der m.E. nicht herangezogen werden darf.

Dort war der städtische Verkehrsbetrieb bereits teilprivatisiert, jedoch hat der private Teilhaber sein Engagement beendet, so dass der Betrieb wieder 100% der Stadt gehörte. An diesen Betrieb sollte dann die Direktvergabe erfolgen, aber mit dem Ziel, den Verkehrsbetrieb im Anschluss zu verkaufen.
In einem solchen Fall ist es dann doch offensichtlich, warum die Stadt das eigenwirtschaftliche Angebot angenommen hat. Denn ob der andernfalls geplante Verkauf erfolgreich gewesen wäre, ist keineswegs sicher. So hatte die Stadt ein Argument, den unerwünschten Verkehrsbetrieb abzuwickeln.

Damit ist keinesfalls vorgegeben, dass das eigenwirtschaftliche Angebot vor einem Gericht Vorrang vor der Direktvergabe erhalten hätte.

Andere "erfolgreiche" Fälle oder Gerichtsentscheidungen sind mir bislang nicht bekannt geworden, nur Ankündigungen (z.B. Göttingen), von denen man dann nie wieder etwas gehört hat, oder nicht erfolgreiche Fälle (z.B. Esslingen)

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
Der Düsseldorfer Regierungspräsident hat das im Fernsehen mal erläutert. Vorstands- und Aufsichtsratspöstchen bei Sparkassen, Stadtwerken und Verkehrsbetrieben sind die letzten Pfründe, die in der Kommunalpolitik noch zu vergeben sind. Darüber gibt es immer wieder heftigen Streit zwischen den Parteien. Da wird kein Mittel gescheut, den politischen Gegner zu übervorteilen.
Da angedrohte Szenario einer Fremdvergabe ist aus meiner Sicht in Köln maximal für einzelne Buslinien umsetzbar.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.19 06:36.

Re: Linien 16 und 18 ein Problem?

geschrieben von: Kondukteur

Datum: 12.01.19 06:38

Hallo,

Linien, welche dem Verkehr in unmittelbare Nachbarorte dienen, sind im Allgemeinen kein Problem. Von daher sollten die KVB-Linien 1 und 7 wohl unproblematisch sein. Für mich stellt sich jedoch die Frage, wie die Linien 16 und 18 zu bewerten sind, da diese nicht nur dem Verkehr von und nach Köln dienen.

Gruß

Kondukteur



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.19 06:47.

Re: Nachtrag

geschrieben von: Kalle Grabowski

Datum: 12.01.19 07:00

Bernhard Martin schrieb:
Gernot schrieb:Zitat:
Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, ist das Problem, dass die KVB rechtlich kein Eigenbetrieb der Stadt Köln sind, sondern eine AG, bei der allerdings die Stadt - z.T. über die Stadtwerke - alleiniger Eigentümer ist.
Ja, und? Gibt es das etwa nur in Köln? Natürlich nicht! Fast alle kommunalen Verkehrsbetriebe sind in Deutschland heute AGs oder GmbHs, die zu 100% (oder etwas weniger) im Besitz der Stadtwerke o.ä. sind. Das hat nirgendwo sonst Probleme bei der Direktvergabe bereitet.
Allerdings mussten mancherorts durchaus Korrekturen vorgenommen worden. Siehe Dortmund, da wurde eine Holding GmbH eingezogen, die formal im Direktzugriff der Stadt als 100%-Eigentümer steht. Siehe Geschäftsbericht: [www.einundzwanzig.de]

Linien 16 und 18 kein Problem

geschrieben von: Val

Datum: 12.01.19 07:34

Kondukteur schrieb:
Linien, welche dem Verkehr in unmittelbare Nachbarorte dienen, sind im Allgemeinen kein Problem. Von daher sollten die KVB-Linien 1 und 7 wohl unproblematisch sein. Für mich stellt sich jedoch die Frage, wie die Linien 16 und 18 zu bewerten sind, da diese nicht nur dem Verkehr von und nach Köln dienen.

Ich sehe nicht, inwiefern die Linien 16 und 18 ein Problem sein sollen. Beide sind Gemeinschaftlinien, die die KVB zusammen mit den SWB betreiben. Man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass es sich um auf Köln und Bonn ausgerichtete Angebote handelt, die die jeweiligen Betreiber aus Effizienzgründen miteinander verknüpft haben (und dabei nebenbei ein deutlich attraktiveres Angebot geschaffen haben) - insbesondere wird die KVB ja nicht für Leistungen in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis bezahlt, sondern da findet ein Naturalausgleich statt in Form der SWB-Kurse, die dem Anteil der Fahrzeugkilometer in BN/SU entsprechen.

Gruß,

Val
Die KVB könnte ihren Busverkehr verlieren. Die Stadtbahnlinien dürften wohl bei der KVB bleiben. Die Frage ist ob die Stadt Köln ein Interesse daran hat den Verkehr europaweit auszuschreiben. Hier im VRR rettet man sich bisher mit den Direktvergaben. In Köln müsste das genau so sein.
BSDE schrieb:
Marienfelde schrieb:
Hier in Berlin ist die Verlängerung des Verkehrsvertrags mit der BVG (die gerade 90 Jahre alt geworden ist) unstrittig; sh. hier: [www.berlin.de]

(...)
Von Seiten des Senats werden zig Millionen Euro an Zuschüssen gezahlt, das Angebot wird dennoch immer schlechter (Angesichts der Charaktere in Vorstand und Aufsichtsrat darf man nicht allzu verwundert sein). Es wird offensichtlich auf Verschleiß gefahren, die Fahrzeuge rosten den Beförderungsfällen unter dem Allerwertesten weg und neue Fahrzeuge kommen nur sehr schleppend zum Einsatz, weil es an geschultem Personal mangelt. Konkurrenz belebt das Geschäft und wenn sich die BVG an einem Konkurrenten messen lassen muss, dann ist eine Verbesserung des Angebots in allen Bereichen zu erwarten, wenn man nicht verdrängt werden will.
Die schwierige Situation der BVG ist meines Erachtens in erster Linie auf die insgesamt überzogene Sparpolitik seit 2001 zurückzuführen; auch die Besetzung des Vorstands ist von der Politik zu verantworten. Die Politik ist gefordert, den eigenen Laden in Ordnung zu bringen. Immerhin sind Schritte in dieser Richtung mittlerweile erkennbar (das oben auch angesprochene "BVG-Investitionsprogramm" und die anstehende - überfällige - Bestellung neuer Doppeldecker sind zwei Beispiele dafür).

"Konkurrenz belebt das Geschäft": Denkt man sich die öffentlichen Zuschüsse für den ÖV in unserem Land einmal weg, wäre die Frage nach einer Belebung des Geschäfts in relativ kurzer Zeit obsolet - der ÖV würde in weiten Teilen einfach eingestellt werden, weil er sich betriebswirtschaftlich fast nie rechnet.

Ohne die Aussicht auf öffentliche Mittel wäre die "Konkurrenz" ganz schnell ganz weit weg - und sie würde sich auch nicht mehr melden,

meint Marienfelde.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Gernot

Datum: 12.01.19 11:16

Marienfelde schrieb:
BSDE schrieb:
Marienfelde schrieb:
Hier in Berlin ist die Verlängerung des Verkehrsvertrags mit der BVG (die gerade 90 Jahre alt geworden ist) unstrittig; sh. hier: [www.berlin.de]

(...)
Von Seiten des Senats werden zig Millionen Euro an Zuschüssen gezahlt, das Angebot wird dennoch immer schlechter (Angesichts der Charaktere in Vorstand und Aufsichtsrat darf man nicht allzu verwundert sein). Es wird offensichtlich auf Verschleiß gefahren, die Fahrzeuge rosten den Beförderungsfällen unter dem Allerwertesten weg und neue Fahrzeuge kommen nur sehr schleppend zum Einsatz, weil es an geschultem Personal mangelt. Konkurrenz belebt das Geschäft und wenn sich die BVG an einem Konkurrenten messen lassen muss, dann ist eine Verbesserung des Angebots in allen Bereichen zu erwarten, wenn man nicht verdrängt werden will.
Die schwierige Situation der BVG ist meines Erachtens in erster Linie auf die insgesamt überzogene Sparpolitik seit 2001 zurückzuführen; auch die Besetzung des Vorstands ist von der Politik zu verantworten. Die Politik ist gefordert, den eigenen Laden in Ordnung zu bringen. Immerhin sind Schritte in dieser Richtung mittlerweile erkennbar (das oben auch angesprochene "BVG-Investitionsprogramm" und die anstehende - überfällige - Bestellung neuer Doppeldecker sind zwei Beispiele dafür).

"Konkurrenz belebt das Geschäft": Denkt man sich die öffentlichen Zuschüsse für den ÖV in unserem Land einmal weg, wäre die Frage nach einer Belebung des Geschäfts in relativ kurzer Zeit obsolet - der ÖV würde in weiten Teilen einfach eingestellt werden, weil er sich betriebswirtschaftlich fast nie rechnet.

Ohne die Aussicht auf öffentliche Mittel wäre die "Konkurrenz" ganz schnell ganz weit weg - und sie würde sich auch nicht mehr melden,

Die Zeiten als man im Verkehrssektor noch Gewinne einfahren konnte, sind seit mindestens 60 Jahren vorüber. Bei der Bundesbahn war es m.W. Mitte der 1950er Jahre. Also muss man sich vor allem über die Höhe der Zuschüsse einigen. Und die sind - ob beim Regionalverkehr der Eisenbahn, ob im Stadtverkehr - zu niedrig. Überall wird seit Jahren gespart, was sich im Zustand der Fahrzeuge und Anlagen, dem Modernisierungsstau oder der zu knappen Personaldecke bemerkbar macht. Die Auffassung, dass gewinnorientierte Privatunternehmen das bei gleicher Zuschusshöhe besser hinbekommen als die Eigenbetriebe von Stadt, Land oder Bund halte ich jedoch für naiv. Denn wenn ein Unternehmen bei gleicher Leistung und gleichen Zuschüssen Gewinne abwerfen soll, muss zwangsläufig an anderer Stelle gespart werden.
Sicher ist im öffentlichen Dienst einiges verbesserungswürdig, das geht bei der Postenverteilung nach Parteibuch los. In den Schulen z.B. hat sich vieles zum Positiven geändert, seitdem für die Übernahme einer Leitungsstelle die fachliche Qualifikation das Hauptkriterium wurde und nicht mehr die langjährige Parteimitgliedschaft. Auch die faktische Unkündbarkeit trotz laxer Arbeitsauffassung gehört zu diesen Schwachstellen. Im Gegenzug muss gute Arbeit auch belohnt werden, z.B. durch Gehaltserhöhungen oder Beförderungen, aber auch durch Lob und gestiegenes Ansehen bei Vorgesetzten und Kollegen. Und bei diesen Punkten stößt unser öffentlich-rechtliches System an seine Grenzen. Einerseits durch die Zwänge der Tarifverträge, bzw. Besoldungsordnungen und andererseits durch den allgemeinen Schlendrian, der sich in vielen Verwaltungen seit Generationen eingeschlichen hat und tradiert wird. Das hat sicher auch damit zu tun, dass in vielen Bereichen der öffentlichen Verwaltung nicht gerade die Besten ihre Fachs arbeiten.

Versuchte Disziplinierung der Arbeitnehmerseite ...

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: 12.01.19 13:12

.... , diesen Eindruck bekomme ich immer mehr.

Es gibt 4 Vorstände, von denen der Vorstandsvorsitzender derzeit unbesetzt ist.

Seine Leistungen waren - übersichtlich überschaubar. Bis hin zum Bestreiter der Überlastung diverser Strecken.

KVB-Vorstand

Hier wird demnächst Frau Haaks aus Stuttgart kommend tätig.

Herrn Densborn ist Arbeitnehmerseite und Arbeitsdirektor.

Herr Schwarze Infrastruktur - wenn man in einer Stellwerksbaustelle jahrelang über acht sechs nicht verschlossene Weichen fährt und deshalb dort eine ebenso lange laufende La mit 30 km/h einrichtet, anstatt die Weichen mit einer zugelassenen Stilllegungsart stellwerksunabhängig zu verschließen, spricht dies nicht für ihn.
Obwohl für den Tunnelbau (damit denn Weiterbau der Nord-Süd-Stadtbahn) eingestellt, bewegt sich da nix. Juristische Exesse werden hier ausgelebt; 15 Jahr später kommt ein Vergleich und es darf weiter gebaut werden.
An anderen Tunnelbaustellen passiert auch was - dort warten die dort Zuständigen keine 15 Jahre und unterwerfen sich eine freiwilligen Vermittlung - Mediation ... .
Das aber kann unser Alphatierchen nicht .... .
Der Herr Schwarze soll mittlerweile Mitglied der CDU geworden sein.

Herr Hofmann (dem Vernehmen nach auf dem Ticket der GRÜNEN unterwegs, ohne dort Parteimitglied zu sein) ist Finanzvorstand.

Er soll eine Vertragsverlängerung bekommen und hierüber berichtete die

Kölnische Rundschau "Zoff im Aufsichtsrat"

und jetzt versuchen GRÜNE, FDP und CDU, die Arbeitnehmerseite einzuschüchtern.

Finanzvorstand, das ist doch der, der die Budgets vorgibt

für das - nicht vorhandene - Personal, also für die Laufschriftanzeige "Folgende Fahrt entfällt: ... " - Hof(f)manns Erzählungen
passt jo joht zum 200ten Gebotsdach vuum Köbes (Offenbach) - künne mir fiehre, künne mir jet suffe, künne mir Verzähl mache ....

für die - nicht vorhandenen - Fahrzeuge, also auch für Laufschriftanzeige "Folgende Fahrt entfällt: ... "

für die - nicht vorhandenen - Ersatzteile in den Werkstätten, die binden ja Kapital. Totes Kapital und Finanzvorstand. Das kann nicht gut gehen. Also auch hier - wir kennen es schon "Folgende Fahrt entfällt:"

Wenn Herr Hofmann wenigstens Cello spielen könnte - so wie der Herr Hoffmann, dann könnten Fahrtausfälle ja musikalisch begleitet werden.

Ob der im Aussichtsrat sitzt oder nicht sitzt oder im Vorstand ein GRÜNER Papagei (oder auch vor dem Hintergrund der Chancengleichkeit ein Mamagei) auf dem Platz des Finanzvorstandes sitzt - Schlääter werden kann et nitt mieh ....



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.19 19:55.

Re: Linien 16 und 18 kein Problem

geschrieben von: Strizie

Datum: 12.01.19 14:11

Bei den Linien 16 und 18 zahlen die Städte Hürth, Brühl, Wesseling und Bornheim mit bzw. die KVB will von denen Geld.

Wenn ich dann sehe welcher Stadtbahnsondermüll auf überregionalen Stadtbahnenlinien eingesetzt wird könnte man schon Gelder einsparen. Für Fahrten von 30 Minuten und mehr erwarte ich als Fahrgast eine andere Qualität als K5000 oder B80D.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Strizie

Datum: 12.01.19 14:22

Es wäre schon toll, wenn die Linien 16 und 18 ausgeschrieben werden müssten immerhin zahlen hier auch die Kommunen Hürth, Brühl, Wesseling und Bornheim fleißig mit.

Die Qualität der KVB ist hier ziemlich mies. Neue Stadtbahnwagen in solider Bauweise (kein B80D oder K5000) wären echt wünschenswert.

Des weiteren würde bei einem KVB-Streik nicht komplett alles lahm gelegt.

Eisenbahnlinien -

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: 12.01.19 14:33

... diskriminierungsfrei die Infrastruktur nach dem AEG und die Verkehrsleistung gehört ausgeschrieben, so sie denn nicht eigenwirtschaftlich ist.

Jetzt schwant mir so langsam, warum KVB-Vorstand Fenske die Rheinuferbahn nach BOStrab umwidmen will.
Und den Infrastrukturübergang Bendenfeld auf Dauer kaputt machen will.

Nicht mit der vorgeschobenen Barrierefreiheit. Einfach nur um Pfründe zu sichern.

Damit nahm der Herr Fenske in seiner Eigenschaft als VDV-Präsident (ennä, watt hann die Vürjesetze bei dr KahVauBee massisch "Tagesfreizeit") die massive Behinderung der Güterverkehrs im Kölner Süden in Kauf.
Denn, die Häfen und Güterverkehr Köln hängen hier am Stadtwerkekonzern und da lässt die KVB über diesen bestimmen, was zu passieren hat.

Shell-Verkehre neu seit 2 Jahre.
Theo Steil wird von Deutz nach Gordorf umgezogen.
Die HGK hält am trimodalen Hafen Godorf fest.

Und alles in den überlasteten Schienenweg in Brühl - drei von vier Shell-Zügen sogar zweimal.
Brühl Gbf - Eifeltor | Kopfmachen - Eifeltor - Brühl Gbf - an Bendenfeld vorbei in Richtung Süden.

Schöner VDV-Präsident - der, der den Güterverkehr verhindert

Ähnlicher Artikel in der Rundschau

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: 12.01.19 14:55

soeben freigeschaltet:

rundschau-online

Es geht darum, die Arbeitnehmervertreter zu brechen - CDU, FDP und GRÜNE, die passen gut zusammen

2. Nachtrag: Hier der Artikel

geschrieben von: HLeo

Datum: 12.01.19 17:19

Jetzt gibt es den Artikel auch im Internet: [www.ksta.de]




Fehler korrigiert



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.19 19:12.
"Vorstands- und Aufsichtsratspöstchen bei Sparkassen, Stadtwerken und Verkehrsbetrieben sind die letzten Pfründe, die in der Kommunalpolitik noch zu vergeben sind."

Pöstchen in der freien Wirtschaft werden nicht weniger gern genommen. Haste Amigos und das richtige Parteibuch, biste drin. In so fern ist die Auswahl zur Unterbringung von Würdenträgern gar nicht so klein.

Gruß, Olaf

(,“)
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_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
"So verlangte allein die Rheinische Zusatzversorgungskasse (RZVK) etwa 5,8 Millionen Euro von der Fraktion. Grund war unter anderem die Entlassung der etwa 100 direkt angestellten Mitarbeiter nach der Wahlniederlage. Diese hatten bei der RZVK künftige Rentenansprüche erworben, die die Fraktion aber nicht in das System eingezahlt hatte. Doch gleichermaßen unbeeindruckt von den Appellen aus dem Parlament wie von denen des Gläubigers zahlte die FDP-Fraktion in Liquidation einfach nicht.

Und sie möchte sich ebenfalls nicht dazu äußern, wer konkret an den Verhandlungen mit der FDP-Fraktion in Liquidation beteiligt war. Dabei ist diese Frage durchaus von Bedeutung, denn der RZVK-Geschäftsbereichsleiter Zusatzversorgung, Detlev Metzler, ist langjähriges FDP-Mitglied."


[www.spiegel.de]

Gruß, Olaf

(,“)
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_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.19 18:20.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Acobono

Datum: 12.01.19 19:09

Strizie schrieb:
Es wäre schon toll, wenn die Linien 16 und 18 ausgeschrieben werden müssten immerhin zahlen hier auch die Kommunen Hürth, Brühl, Wesseling und Bornheim fleißig mit.

Die Qualität der KVB ist hier ziemlich mies. Neue Stadtbahnwagen in solider Bauweise (kein B80D oder K5000) wären echt wünschenswert.

Des weiteren würde bei einem KVB-Streik nicht komplett alles lahm gelegt.
Du glaubst doch hoffentlich nicht wirklich dass du was besseres bekommst nur weil du die Strecke ausschreibst? Darf ich dich daran erinnern dass bei Ausschreibungen das Angebot gewinnt dass mit den niedrigsten Kosten dem Lastenheft/Anforderungskatalog gerecht wird? Mit anderen Worten höchstwahrscheinlich Plastikschrott dass die geforderten Geschwindigkeiten gerade so überlebt und nach Ende der geforderten Fahrzeit auseinanderfällt. Also K5000 die Zweite. Und dass diese Bahnen höchst unbequeme Plastiksitze haben liegt rein an der Forderung der KVB selbst, mutmaßlich wegen der einfacheren Reinigung (Weswegen auch das Verzehrverbot auf Kölner Stadtgebiet gilt). Da Kostenfaktor darfst du davon ausgehen dass das bei einem neuen Betreiber nicht anders ist. Die Bonner Bahnen fahren auch nach dem Redesign noch mit relativ gemütlichen, gepolsterten Sitzen.

Und mal ganz unabhängig davon hängen die 16 und die 18 sowohl in Bonn als auch in Köln ganz massiv in den Umläufen mit drin. Eine Ausgliederung sorgt nur für Chaos. Wie sagt man so schön, zu viele Köche verderben den Brei? Das wäre hier nicht anders.
Gernot schrieb:Zitat:
Die Auffassung, dass gewinnorientierte Privatunternehmen das bei gleicher Zuschusshöhe besser hinbekommen als die Eigenbetriebe von Stadt, Land oder Bund halte ich jedoch für naiv.
Beim Stadtverkehr würde ich Dir zustimmen, beim regionalen Eisenbahnverkehr hingegen nicht. Wenn Du Recht hättest, würden sich nicht so viel "Private" an den Ausschreibungen beteiligen. Die Rheinbahn wollte z.B. mit TransRegio 7,6% Rendite erwirtschaften. Und es ist eine Tatsache, dass die Länder durch die Ausschreibungen der SPNV-Leistungen spürbare Einsparungen erzielen konnten bzw. das Angebot bei gleichem Zuschussbedarf gegenüber DB-Zeiten deutlich verbessern konnten.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Strizie

Datum: 12.01.19 21:24

Wie Du schon sagst hängt das vom Lastenheft ab. Natürlich muss man dann die entsprechende Qualität mit reinschreiben.

Ruhiges Fahrverhalten bei 80 km/h so wie niedrige Geräuschentwicklung beim Fahren wären schon mal zwei wesentliche Punkte.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: TW152

Datum: 12.01.19 21:52

Allberto schrieb:
3. Das Unternehmen, das nun in Pforzheim ohne öffentliche Zuschüsse den Nahverkehr anbietet, ist kein privates Unternehmen, sondern zu 100% in öffentlichem Besitz. Das Unternehmen zahlt seinen Mitarbeitern Tariflohn, der Grundlohn der Busfahrer liegt in etwa auf dem selben Niveau wie zuvor beim kommunalen Unternehmen.
Und mit Sicherheit wurden den Busfahrer bei der Einstellung im neuen Unternehmen die Berufsjahre beim SVP anerkannt und bei der Einstufung berücksichtigt? Sonst > Lohndumping.
Hallo,

dt8.de schrieb:
Pforzheim ist ein extremer Sonderfall, der m.E. nicht herangezogen werden darf.

Dort war der städtische Verkehrsbetrieb bereits teilprivatisiert, jedoch hat der private Teilhaber sein Engagement beendet, so dass der Betrieb wieder 100% der Stadt gehörte. An diesen Betrieb sollte dann die Direktvergabe erfolgen, aber mit dem Ziel, den Verkehrsbetrieb im Anschluss zu verkaufen.

Kann man das irgendwo nachlesen? Ich frage deshalb, weil ich das damals - meine ich - etwas anders gelesen habe und den ganzen Vorgang gerne richtig kennen würde. Ist ja nicht ganz uninteressant die Angelegenheit.

Grüße
Boris

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Acobono

Datum: 12.01.19 22:06

Strizie schrieb:
Wie Du schon sagst hängt das vom Lastenheft ab. Natürlich muss man dann die entsprechende Qualität mit reinschreiben.

Ruhiges Fahrverhalten bei 80 km/h so wie niedrige Geräuschentwicklung beim Fahren wären schon mal zwei wesentliche Punkte.
Problem ist bloß dass das nicht halten muss. Wenn das Fahrzeug niegelnagelneu leise und sanft wie ein Kissen ist muss dem noch lange nicht 10 Jahre später so sein. Siehe eben auch K5000, die so langsam unter den Anforderungen auch zusammenbrechen, aber ihnen lange genug genügt haben dass sie den Zuschlag bekamen. Da Neuausschreibungen immer eine Kopfschmerzgeschichte sind werden die meisten Besteller lediglich Nachbesserungen fordern - und Mangelware liefern und Nachbessern ist billiger als Qualität abzuliefern.

Und so schlechtes Fahrverhalten haben zumindest die B80D gar nicht - du merkst nur dank der Plastikbestuhlung mehr davon.

Wenn du weichere Sitze und weniger Plastikbahn willst würde ich sagen einfach drauf hoffen dass die SWB mehr von den 16-18 (bald ja auch mit 17) übernimmt, denn in Bonn sind diese Dinge ja noch Standard (abgesehen von der einen K5000 Fuhre die man wegen des Hypes aus Köln mitbestellte und nach der man schleunigst das Neuerstellungsprojekt startete).
Die B-Wagen sind ja auch so ziemlich das beste, was die KVB auf der Schiene hat.
Für mich: je älter desto besser. Ich sitze lieber in einem 22er als in einem 23er, lieber in einem 21er als in einem 22er und noch lieber in einem der letzten 20er als in einem 21er.
Einzig die 45er Niederflur sind für mich da eine Ausnahme. Die laufen gut, auch kein Vergleich mit den angeblich fast baugleichen 5000er-Plastikschrottern.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: dt8.de

Datum: 12.01.19 23:32

Boris Roland schrieb:
Hallo,

dt8.de schrieb:
Pforzheim ist ein extremer Sonderfall, der m.E. nicht herangezogen werden darf.

Dort war der städtische Verkehrsbetrieb bereits teilprivatisiert, jedoch hat der private Teilhaber sein Engagement beendet, so dass der Betrieb wieder 100% der Stadt gehörte. An diesen Betrieb sollte dann die Direktvergabe erfolgen, aber mit dem Ziel, den Verkehrsbetrieb im Anschluss zu verkaufen.
Kann man das irgendwo nachlesen? Ich frage deshalb, weil ich das damals - meine ich - etwas anders gelesen habe und den ganzen Vorgang gerne richtig kennen würde. Ist ja nicht ganz uninteressant die Angelegenheit.
Sorry, aber da müsste man im Archiv der damaligen Zeitungsartikel suchen. Ich denke nicht, dass das heute noch alles Online ist.

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Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Gernot

Datum: 12.01.19 23:32

Kölnbahner schrieb:
Die B-Wagen sind ja auch so ziemlich das beste, was die KVB auf der Schiene hat.

Aber auch das teuerste. Der Grund für die Abkehr von den B-Wagen und die Beschaffung der 5000er war der große Preisunterschied. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hätte ein 2500er - also die nächste B-Wagen Generation - mindestens ein Viertel mehr gekostet als ein 5000er. Dass man für diese Preisdifferenz vermutlich auch eine gewisse Qualitätsdifferenz bekommen hätte mag sein, doch war dies nicht das entscheidende Kriterium.

Re: Eisenbahnlinien -

geschrieben von: dt8.de

Datum: 12.01.19 23:40

TBOAR (bt) schrieb:
... diskriminierungsfrei die Infrastruktur nach dem AEG und die Verkehrsleistung gehört ausgeschrieben, so sie denn nicht eigenwirtschaftlich ist.
Gilt in diesem Sonderfall mit Übergang BOStrab - EBO nicht zwingend, das kann auch den direkt vergebenen Verkehren in Köln/Bonn zugeschlagen werden. Das ist bei jeder Linie so, die eine Verbindung von einem auszuschreibenden Bereich in einen direkt vergeben Bereich herstellt. Dabei muss diese Linie nicht einmal dem Bereich zugeschlagen werden, in dem die Hauptlast der Linie ist.

Bei den Mehrsystemlinien im Raum Karlsruhe war das auch kein Problem, nur die Linien ohne BOStrab-Anteil mussten in die Ausschreibung.

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Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Acobono

Datum: 12.01.19 23:44

Gernot schrieb:
Kölnbahner schrieb:
Die B-Wagen sind ja auch so ziemlich das beste, was die KVB auf der Schiene hat.

Aber auch das teuerste. Der Grund für die Abkehr von den B-Wagen und die Beschaffung der 5000er war der große Preisunterschied. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hätte ein 2500er - also die nächste B-Wagen Generation - mindestens ein Viertel mehr gekostet als ein 5000er. Dass man für diese Preisdifferenz vermutlich auch eine gewisse Qualitätsdifferenz bekommen hätte mag sein, doch war dies nicht das entscheidende Kriterium.
...für die KVB.

Die SWB hat sehr schnell gemerkt dass die Robustheit der B-Wagen sich deutlich mehr auszahlt und, wie schon von mir geschrieben, postwendend das Neuerstellungsprogramm gestartet, dem die KVB ja dann gefolgt ist.

Man muss sich bei sowas immer vor Augen halten dass man bei derartigen Dingen nicht immer nur auf die Initialkosten schauen darf. Wenn ich Gerät XY brauche und Angebote für 2000€ und 1400€ bekomme, dann sollte ich mich nur dann blind auf das 1400€ Angebot stürzen wenn ich weiß dass ich es nicht mehr brauche wenn die Garantie ausläuft. Wenn ich aber weiß dass ich kontinuierlich dieses Gerät brauchen werde, auch nach Ablauf der Garantie, und das 2000€ Gerät sich für 600€ auf praktisch neu reparieren lässt, ist es durchaus sinnvoller das 2000€ Gerät anzuschaffen, anstatt alle XY Jahre das 1400€ Gerät neuzukaufen. Denn die K5000 werden 100%ig nicht eine Neuerstellung oder einen Verkauf durchmachen.

Natürlich sind auch die B-Wagen nicht der Weisheit letzter Schluss und auch diese werden irgendwann das Zeitliche segnen. Mal abgesehen davon dass Folgegenerationen lange nicht so gut sein müssen wie das Original, besonders auf dem heutigen Schienenfahrzeugmarkt (Die große Bahn und Alte DoStos gegen IC2 sowie TALENT 1 gegen TALENT 2 können ein Lied davon singen...). Aber eine Abkehr vom "Die Wagen müssen genau eine Bestellperiode halten und keinen Tag länger, billigstes Angebot gewinnt, los!"-Wahn würde der Qualität von Fahrzeug, Betrieb und Komfort definitiv gut tun.

Re: Nachtrag

geschrieben von: dt8.de

Datum: 12.01.19 23:45

Kalle Grabowski schrieb:
Bernhard Martin schrieb:
Gernot schrieb:Zitat:
Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, ist das Problem, dass die KVB rechtlich kein Eigenbetrieb der Stadt Köln sind, sondern eine AG, bei der allerdings die Stadt - z.T. über die Stadtwerke - alleiniger Eigentümer ist.
Ja, und? Gibt es das etwa nur in Köln? Natürlich nicht! Fast alle kommunalen Verkehrsbetriebe sind in Deutschland heute AGs oder GmbHs, die zu 100% (oder etwas weniger) im Besitz der Stadtwerke o.ä. sind. Das hat nirgendwo sonst Probleme bei der Direktvergabe bereitet.
Allerdings mussten mancherorts durchaus Korrekturen vorgenommen worden. Siehe Dortmund, da wurde eine Holding GmbH eingezogen, die formal im Direktzugriff der Stadt als 100%-Eigentümer steht. Siehe Geschäftsbericht: [www.einundzwanzig.de]
Nicht alles, was in solchen Berichten für die Öffentlichkeit steht, entspricht auch dem, was wirklich gemacht werden muß.
Ich könnte da zwei ganz konkrete Beispiele nennen, wo Gesellschaftsumwandlungen unter dem Vorwand der Direktvergabe stattfanden, obwohl nach der EU-Verordung 1370/2007 auch die alte Konstruktion sogar explizit als zulässig erwähnt war.

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Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Gernot

Datum: 12.01.19 23:50

Acobono schrieb:
Gernot schrieb:
Kölnbahner schrieb:
Die B-Wagen sind ja auch so ziemlich das beste, was die KVB auf der Schiene hat.

Aber auch das teuerste. Der Grund für die Abkehr von den B-Wagen und die Beschaffung der 5000er war der große Preisunterschied. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hätte ein 2500er - also die nächste B-Wagen Generation - mindestens ein Viertel mehr gekostet als ein 5000er. Dass man für diese Preisdifferenz vermutlich auch eine gewisse Qualitätsdifferenz bekommen hätte mag sein, doch war dies nicht das entscheidende Kriterium.
...für die KVB.

Die SWB hat sehr schnell gemerkt dass die Robustheit der B-Wagen sich deutlich mehr auszahlt und, wie schon von mir geschrieben, postwendend das Neuerstellungsprogramm gestartet, dem die KVB ja dann gefolgt ist.

Ob das wirklich der Grund war? Oder lag es nicht eher daran, dass es keine Zuschüsse mehr für den Kauf von Neufahrzeugen gab und die Zweiterstellung weniger als die Hälfte des Neupreises kostet?

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: dt8.de

Datum: 12.01.19 23:51

Acobono schrieb:
Man muss sich bei sowas immer vor Augen halten dass man bei derartigen Dingen nicht immer nur auf die Initialkosten schauen darf. Wenn ich Gerät XY brauche und Angebote für 2000€ und 1400€ bekomme, dann sollte ich mich nur dann blind auf das 1400€ Angebot stürzen wenn ich weiß dass ich es nicht mehr brauche wenn die Garantie ausläuft. Wenn ich aber weiß dass ich kontinuierlich dieses Gerät brauchen werde, auch nach Ablauf der Garantie, und das 2000€ Gerät sich für 600€ auf praktisch neu reparieren lässt, ist es durchaus sinnvoller das 2000€ Gerät anzuschaffen, anstatt alle XY Jahre das 1400€ Gerät neuzukaufen. Denn die K5000 werden 100%ig nicht eine Neuerstellung oder einen Verkauf durchmachen.

Natürlich sind auch die B-Wagen nicht der Weisheit letzter Schluss und auch diese werden irgendwann das Zeitliche segnen. Mal abgesehen davon dass Folgegenerationen lange nicht so gut sein müssen wie das Original, besonders auf dem heutigen Schienenfahrzeugmarkt (Die große Bahn und Alte DoStos gegen IC2 sowie TALENT 1 gegen TALENT 2 können ein Lied davon singen...). Aber eine Abkehr vom "Die Wagen müssen genau eine Bestellperiode halten und keinen Tag länger, billigstes Angebot gewinnt, los!"-Wahn würde der Qualität von Fahrzeug, Betrieb und Komfort definitiv gut tun.
Es gibt durchaus Betriebe, die in den Anforderungen für zu beschaffende Neufahrzeuge nicht die reinen Anschaffungskosten als Kriterium heranziehen, sondern die Life-Time-Kosten und den Hersteller dafür auch vertraglich über den festgelegten Zeitraum in Haftung nehmen, welcher dann durchaus etwas länger als nur eine Ausschreibungsperiode ist. Da bekommt man dann auch entsprechende Fahrzeuge geliefert, darf aber auch nicht mit günstigen Angeboten rechnen. Es ist nur eine Frage des Willens.

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Situation in Pforzheim

geschrieben von: Benne

Datum: 12.01.19 23:57

Pforzheim war eben gerade KEINE In-House-Vergabe an einen kommunalen Eigenbetrieb, sondern ein Sonderfall.

Link zur Vorabbekanntmachung: [ausschreibungen-deutschland.de]

Es sollte eine Vergabe erfolgen, im Zuge derer gleichzeitig die Mehrheit an der SVP übernommen werden sollte:

“Gegenstand der Vergabe ist auch die Veräußerung einer Mehrheitsbeteiligung an der SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG“

Dazu kommt, dass in Pforzheim ein sehr ungewöhnliches Modell für die Vergabe gewählt wurde: Es wurde kein festgelegtes Angebot ausgeschrieben, für welches ein Preis abgegeben wird, sondern die Stadt wollte ein Budget und ein Mindestangebot vorgeben. Gewinnen sollte das Unternehmen, was mit dem Budget das größte Verkehrsangebot anbieten würde.

Artikel zu dem ungewöhnlichen Vergabemodell: [www.pz-news.de]

Und genau in diesem seltsamen Modell lag der Ansatzpunkt der RVS: In der Vorabinformation war nur das Mindesangebot definiert, weil die Stadt ja nicht mehr bezahlen wollte bzw. konnte. Was in einer Vorabinforamtion steht, muss später auch bestellt werden. Und dieses Mindestanebot war eigenwirtschaftlich zu betreiben. Wobei man sagen muss, dass die RVS seinerzeit fast den damaligen Status Quo angeboten hat.


Eine In-House-Vergabe ist meines Wissens in Deutschland noch nie geplatzt. Auch die Kölner brauchen sich keine Sorgen machen, wenn sie es rechtlich sicher machen. Sobald Straßenbahnen bzw. Stadtbahnen im Spiel sind, wird ein eigenwirtschaftlicher Antrag quasi unmöglich. Und selbst bei einer Vergabe: Wenn man bei den Straßenbahnen die Bestandsfahrzeuge zulässt - Wer sollte das sonst gewinnen?

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Gernot

Datum: 13.01.19 00:03

Bernhard Martin schrieb:
Gernot schrieb:Zitat:
Die Auffassung, dass gewinnorientierte Privatunternehmen das bei gleicher Zuschusshöhe besser hinbekommen als die Eigenbetriebe von Stadt, Land oder Bund halte ich jedoch für naiv.
Beim Stadtverkehr würde ich Dir zustimmen, beim regionalen Eisenbahnverkehr hingegen nicht. Wenn Du Recht hättest, würden sich nicht so viel "Private" an den Ausschreibungen beteiligen. Die Rheinbahn wollte z.B. mit TransRegio 7,6% Rendite erwirtschaften. Und es ist eine Tatsache, dass die Länder durch die Ausschreibungen der SPNV-Leistungen spürbare Einsparungen erzielen konnten bzw. das Angebot bei gleichem Zuschussbedarf gegenüber DB-Zeiten deutlich verbessern konnten.
Deutlich verbessertes Angebot? Ich erlebe immer wieder ausfallende Züge oder Züge die statt in Doppeltraktion nur als Einzeltriebwagen verkehren. Hauptursache dürfte die knappe Kalkulation sein, also nicht mehr Fahrzeuge beschaffen und nicht mehr Personal einstellen als unbedingt nötig. Ich glaube auch nicht, dass die Vorhaltung entsprechender Reserven Bestandteil der Verträge ist. Wie es mit eventuell unterschiedlichem Gehaltsstrukturen zwischen diesen Gesellschaften und der DBAG ist, weiß ich nicht. Und dann sind mal zwei Wagen defekt oder drei Tf mehr krank als optimistisch kalkuliert und schon geht das Konzept aus Fahrgastsicht in die Binsen. Die Länder als Auftraggeber drücken bei diesem "Angebot" beide Augen zu, bis die Flut der Beschwerden zu groß ist und die ersten Abgeordneten sich zu Wort melden. Dann wird mal das Gespräch gesucht, wie es so schön heißt. Vertragsstrafen bei Nichterbringung der Leistung scheinen in den Verträgen nicht vorgesehen zu sein. Oder sind es gerade die, die das Ganze für die Länder finanziell so attraktiv machen?

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Acobono

Datum: 13.01.19 00:06

Gernot schrieb:
Acobono schrieb:
Gernot schrieb:
Kölnbahner schrieb:
Die B-Wagen sind ja auch so ziemlich das beste, was die KVB auf der Schiene hat.

Aber auch das teuerste. Der Grund für die Abkehr von den B-Wagen und die Beschaffung der 5000er war der große Preisunterschied. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hätte ein 2500er - also die nächste B-Wagen Generation - mindestens ein Viertel mehr gekostet als ein 5000er. Dass man für diese Preisdifferenz vermutlich auch eine gewisse Qualitätsdifferenz bekommen hätte mag sein, doch war dies nicht das entscheidende Kriterium.
...für die KVB.

Die SWB hat sehr schnell gemerkt dass die Robustheit der B-Wagen sich deutlich mehr auszahlt und, wie schon von mir geschrieben, postwendend das Neuerstellungsprogramm gestartet, dem die KVB ja dann gefolgt ist.

Ob das wirklich der Grund war? Oder lag es nicht eher daran, dass es keine Zuschüsse mehr für den Kauf von Neufahrzeugen gab und die Zweiterstellung weniger als die Hälfte des Neupreises kostet?
Beides. Eigentlich war vor der Inbetriebnahme der K5000er geplant diese Fahrzeuge mit modifiziertem Lastenheft auch für die 66/67 zu bestellen, wo man dann nach Testbetrieb ganz schnell zurückgerudert ist.

"Es war absehbar, dass die ältesten Fahrzeuge aus den Jahren 1974 bis 1977 nicht unbegrenzt weiterfahren konnten. Da aktuelle Modelle nicht überzeugen konnten, entschied man sich dafür, die bewährten sogenannten B-Wagen zu modernisieren. Dadurch sollen sie für weitere 25 Jahre eingesetzt werden können. Außerdem wären neue Bahnen in Anschaffung und Unterhalt teurer."

Markierungen meinerseits, aus: [archiv.technikjournal.de]

Du darfst immerhin nicht vergessen dass man Bahnen in verhältnismäßig gutem Zustand ja nicht einfach abschreibt, man verkauft sie, so wie Bonn es auch mit den Straßenbahnen tat. Dadurch kann ein guter Teil des Neueinkaufspreises migitiert werden. Die Rheinbahn beispielsweise setzt ja auf die HF6 statt einer Neuerstellung.

Und ja, die Neuerstellung war eben auch wirtschaftlicher, das habe ich auch gar nicht bestritten. Das ist in meinem gegebenen Beispiel (das du aus dem Zitat herausgelassen hast) auch ersichtlich. Nur wenn es um die Entscheidung nach Neuanschaffungen zwecks Netzerweiterung geht, sollte man sich überlegen, ob man nochmal den Spaß mit den K5000ern haben möchte oder lieber ein Modell wie die B-Wagen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.19 00:16.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Acobono

Datum: 13.01.19 00:15

dt8.de schrieb:
Acobono schrieb:
Man muss sich bei sowas immer vor Augen halten dass man bei derartigen Dingen nicht immer nur auf die Initialkosten schauen darf. Wenn ich Gerät XY brauche und Angebote für 2000€ und 1400€ bekomme, dann sollte ich mich nur dann blind auf das 1400€ Angebot stürzen wenn ich weiß dass ich es nicht mehr brauche wenn die Garantie ausläuft. Wenn ich aber weiß dass ich kontinuierlich dieses Gerät brauchen werde, auch nach Ablauf der Garantie, und das 2000€ Gerät sich für 600€ auf praktisch neu reparieren lässt, ist es durchaus sinnvoller das 2000€ Gerät anzuschaffen, anstatt alle XY Jahre das 1400€ Gerät neuzukaufen. Denn die K5000 werden 100%ig nicht eine Neuerstellung oder einen Verkauf durchmachen.

Natürlich sind auch die B-Wagen nicht der Weisheit letzter Schluss und auch diese werden irgendwann das Zeitliche segnen. Mal abgesehen davon dass Folgegenerationen lange nicht so gut sein müssen wie das Original, besonders auf dem heutigen Schienenfahrzeugmarkt (Die große Bahn und Alte DoStos gegen IC2 sowie TALENT 1 gegen TALENT 2 können ein Lied davon singen...). Aber eine Abkehr vom "Die Wagen müssen genau eine Bestellperiode halten und keinen Tag länger, billigstes Angebot gewinnt, los!"-Wahn würde der Qualität von Fahrzeug, Betrieb und Komfort definitiv gut tun.
Es gibt durchaus Betriebe, die in den Anforderungen für zu beschaffende Neufahrzeuge nicht die reinen Anschaffungskosten als Kriterium heranziehen, sondern die Life-Time-Kosten und den Hersteller dafür auch vertraglich über den festgelegten Zeitraum in Haftung nehmen, welcher dann durchaus etwas länger als nur eine Ausschreibungsperiode ist. Da bekommt man dann auch entsprechende Fahrzeuge geliefert, darf aber auch nicht mit günstigen Angeboten rechnen. Es ist nur eine Frage des Willens.
Das Problem ist lediglich dass den Hersteller in Haftung nehmen immer eine Betriebseinschränkung bedeutet - sind zum Beispiel die Bremsen dann doch nach 15 Jahren durch statt 25 müssen alle Wagen mit defekten Bremsen erstmal abgestellt werden. Bonn hatte den Spaß ja unlängst mit dem ungünstigen gehäuften Ausfall der R.1.1er, wo dann plötzlich eine Linie überhaupt nicht mehr befahren wurde. Und leider sind die aktuell großen Hersteller von Straßenbahnen nicht für reibungslose Fahrzeugübergaben bekannt - unabhängig vom Lastenheft. Zumal sich die Life-Time-Kosten unbesehen/unbefahren nur errechnen lassen. Hinterher ist man immer schlauer.

Erschwerend hinzu kommt dass leider in der heutigen Politik (sowohl auf Stadt- als auch auf Geschäftsebene) keiner mehr so eine Anschaffung auf die eigene Kappe nehmen möchte. Wer will schon Ausgaben verantworten müssen, die sich erst dann rechnen wenn man schon lange nicht mehr im Amt ist?

Entsprechend, nein. Leider bekommt man heute nicht immer entsprechende Fahrzeuge geliefert, weder in der kleinen noch der großen Bahn. Die einzige Hoffnung die ich aktuell habe ist dass der Tango, der deutlich weniger """modern""" konzipiert ist und bewährtere Prinzipien benutzt, sich als Zeichen herausstellt dass wir es doch nicht gemeinschaftlich verlernt haben robuste Bahnen herzustellen.
Gernot schrieb:Zitat:
Deutlich verbessertes Angebot?
Ich meinte einerseits das Fahrplanangebot, das gerade bei den ersten Ausschreibungen deutlich verbessert werden konnten, ohne dass es für die Besteller teurer geworden wäre. Andererseits setzten die Privatbahnen fast immer sofort Neufahrzeuge, die einen Komfortsprung gegenüber dem DB-Rollmaterial bedeuteten.

Gernot schrieb:
Zitat:
Ich erlebe immer wieder ausfallende Züge oder Züge die statt in Doppeltraktion nur als Einzeltriebwagen verkehren.
Das ist aber ein relativ rezentes Phänomen und beschränkt sich nicht auf die Privatbahnen. Viele Jahre lang kam es so etwas nur sehr selten vor und die Zufriedenheit mit den Leistungen der Privatbahnen war hoch.
(Nebenbei: Die DB AG treibt so etwas im Zweifelsfall ganz gezielt auf die Spitze und nutzt Versäumnisse seitens der Besteller skrupellos aus. Da braucht man nur an die S-Bahn Berlin zu denken oder die Umstellung der RE-Leistungen in Nordfranken und Südthüringen.)

Gernot schrieb:
Zitat:
Hauptursache dürfte die knappe Kalkulation sein, also nicht mehr Fahrzeuge beschaffen und nicht mehr Personal einstellen als unbedingt nötig.
Da bin ich mir nicht so sicher. Man kalkuliert sicherlich knapp bis optimistisch. Die Personalprobleme dürften aber nicht zuletzt auch der Lage auf dem Arbeitsmarkt geschuldet sein. Denkbar ist auch, dass bei den Wartungsarbeiten gespart wird. Letzteres scheint mir aber auch bei kommunalen Verkehrsbetrieben immer stärker um sich zu greifendes Phänomen zu sein.

Gernot schrieb:
Zitat:
Wie es mit eventuell unterschiedlichem Gehaltsstrukturen zwischen diesen Gesellschaften und der DBAG ist, weiß ich nicht.
Sicherlich betreiben manche Privatbahnen auch Lohndumping. Aber das gibt es auch bei DB Regio. Und die kommunalen Verkehrsbetriebe haben ihre Defizite auch zu einem Großteil mit Lohnkürzungen und niedrigeren Löhnen für neue Beschäftigte reduziert. Dies ist maßgeblich dem neoliberalen Zeitgeist geschuldet, der nicht nur in Deutschland weitgehend unwidersprochen bleibt und von dem AfD und Konsorten sehr erfolgreich ablenken.

Auch bei den Privatbahnen läuft derzeit vieles nicht (mehr?) gut. Aber ohne den Wettbewerb wäre der SPNV sicherlich teurer (hier muss man nur vergleichen, was in der Vergangenheit Bundesländer wie z.B. Sachsen-Anhalt oder Rheinland-Pfalz an DB Regio gezahlt haben und andere Bundesländer bei vergleichbarem Angebot an einen Mix aus Privatbahnen und DB Regio), die Modernisierung des Rollmaterials langsamer gelaufen und das Fahrplanangebot deutlich schlechter. Hätte man die Bundesbahn einfach weitermachen lassen, wären sicherlich auch solche Nebenstrecken stillgelegt worden, die eigentlich ein schienenwürdiges Fahrgastpotential haben.
Gernot schrieb:
Kölnbahner schrieb:
Die B-Wagen sind ja auch so ziemlich das beste, was die KVB auf der Schiene hat.

Aber auch das teuerste. Der Grund für die Abkehr von den B-Wagen und die Beschaffung der 5000er war der große Preisunterschied. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hätte ein 2500er - also die nächste B-Wagen Generation - mindestens ein Viertel mehr gekostet als ein 5000er. Dass man für diese Preisdifferenz vermutlich auch eine gewisse Qualitätsdifferenz bekommen hätte mag sein, doch war dies nicht das entscheidende Kriterium.
Tja, ein Viertel Mehrkosten gegenüber ungefähr einem Viertel mehr Lebensdauer.
Klingt für mich in Ordnung. Und gehobenen Fahtkomfort gibt's kostenlos obendrauf?

Welcher @#$%& hat sich dann damals für die Bombardier-Plastikbomber entschieden?
► Man darf noch nicht mal "I.D.I.O.T." schreiben hier???

Re: Linien 16 und 18 kein Problem

geschrieben von: Lz

Datum: 13.01.19 03:25

Strizie schrieb:
Bei den Linien 16 und 18 zahlen die Städte Hürth, Brühl, Wesseling und Bornheim mit bzw. die KVB will von denen Geld.

Wenn ich dann sehe welcher Stadtbahnsondermüll auf überregionalen Stadtbahnenlinien eingesetzt wird könnte man schon Gelder einsparen. Für Fahrten von 30 Minuten und mehr erwarte ich als Fahrgast eine andere Qualität als K5000 oder B80D.
Kondukteur schrieb:Zitat:
Linien, welche dem Verkehr in unmittelbare Nachbarorte dienen, sind im Allgemeinen kein Problem. Von daher sollten die KVB-Linien 1 und 7 wohl unproblematisch sein. Für mich stellt sich jedoch die Frage, wie die Linien 16 und 18 zu bewerten sind, da diese nicht nur dem Verkehr von und nach Köln dienen.
Ich sehe nicht, inwiefern die Linien 16 und 18 ein Problem sein sollen. Beide sind Gemeinschaftlinien, die die KVB zusammen mit den SWB betreiben. Man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass es sich um auf Köln und Bonn ausgerichtete Angebote handelt, die die jeweiligen Betreiber aus Effizienzgründen miteinander verknüpft haben (und dabei nebenbei ein deutlich attraktiveres Angebot geschaffen haben) - insbesondere wird die KVB ja nicht für Leistungen in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis bezahlt, sondern da findet ein Naturalausgleich statt in Form der SWB-Kurse, die dem Anteil der Fahrzeugkilometer in BN/SU entsprechen.

Gruß,

Val




Guten Abend,
die Dinge in Köln halte ich auch für politisches Gezänk um Posten und Pöstchen, falls es da juristisch tatsächlich ein Problem gibt wird man sicherlich eine andere Organisationsform für die KVB finden damit eine Direktvergabe möglich bleibt.

Was die 16 und 18 (ggf. auch die 7) angeht finde ich die Frage der Direktvergabe im Gebiet des Rhein-Erft und Rhein-Sieg-Kreises echt spannend. Wie oben von Strizie schon teilweise geschrieben sind die Kommunen Hürth, Brühl und Wesseling (und Frechen) Aufgabenträger und damit auch Bezahler für die Stadtbahnen, im Rhein-Sieg-Kreis ist es etwas anders da ist der Kreis Aufgabenträger und die Kosten werden meines Wissens für den jeweiligen Streckenabschnitt zwischen Kreis und Kommune (Alfter bzw. Bornheim) geteilt.
Besonders im Rhein-Erft-Kreis (REK) ist die Frage spannend, da der Kreis bzw. die Kommunen hier nicht über ein eigenes EVU / Bahn-Verkehrsunternehmen (oder zumindest eine Beteiligung) verfügt und somit keine Direktvergabe an ein eigenes Unternehmen durchführen kann. Entsprechend können natürlich weder der Kreistag noch die Stadträte direktes "Durchgriffsrecht" auf die KVB haben, wie es der Artikel für den Kölner Stadtrat auf die KVB fordert. Das an den Bedingungen für die Direktvergabe was dran sein muss, sieht man ja an der Umwandlung der Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) von einem Organisations-Betrieb nun zu einem Betrieb der auch ein operatives Geschäft hat um die Direktvergabe zu erfüllen.
Im Rhein-Sieg-Kreis ist mMn der Unterschied die Existenz der SSB. Entsprechend müsste die Zuständigkeit auf Alfterer und Bornheimer Gebiet von der KVB auf die SSB übergehen (wie es bei der 68 ist). Die SSB ist zwar ein Gemeinschaftsunternehmen, daher weiss ich nicht ob es für die strenge Anforderung mit "Durchgriffsrecht" des Kreistages reicht, aber wohl besser als beim REK.
Tja die gute alte KBE hatte wohl auch ihre Vorteile.

Gruß, Lz

Re: Linien 16 und 18 kein Problem - hier Kilometerausgleich ?

geschrieben von: Lz

Datum: 13.01.19 03:32

Zitat:
insbesondere wird die KVB ja nicht für Leistungen in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis bezahlt, sondern da findet ein Naturalausgleich statt in Form der SWB-Kurse, die dem Anteil der Fahrzeugkilometer in BN/SU entsprechen.

Gruß,

Val

Guten Abend,
ich dachte bisher immer der Kilometerausgleich gilt nur zwischen Köln und Bonn. Für den Rhein-Sieg-Kreis kann das doch nicht gelten sonst wäre doch die SSB dort der Betreiber für die 16 und die 18 und nicht die KVB.

Gruß und gute Nacht, Lz

Re: Situation in Pforzheim

geschrieben von: Boris Roland

Datum: 13.01.19 05:06

Hallo,

Benne schrieb:
Link zur Vorabbekanntmachung: [ausschreibungen-deutschland.de]

Es sollte eine Vergabe erfolgen, im Zuge derer gleichzeitig die Mehrheit an der SVP übernommen werden sollte:
Das hilft mir doch schon einmal weiter.

Vielen Dank für die Antworten!

Grüße
Boris
Bernhard Martin schrieb:
Gernot schrieb:Zitat:
Die Auffassung, dass gewinnorientierte Privatunternehmen das bei gleicher Zuschusshöhe besser hinbekommen als die Eigenbetriebe von Stadt, Land oder Bund halte ich jedoch für naiv.
Beim Stadtverkehr würde ich Dir zustimmen, beim regionalen Eisenbahnverkehr hingegen nicht.
(...)
Und es ist eine Tatsache, dass die Länder durch die Ausschreibungen der SPNV-Leistungen spürbare Einsparungen erzielen konnten bzw. das Angebot bei gleichem Zuschussbedarf gegenüber DB-Zeiten deutlich verbessern konnten.
Die Einwände von Gernot (weiter unten) und das Thema "Lohndumping" einmal beiseite lassend, stellt sich die Frage, warum die DB bei nicht wenigen Ausschreibungen chancenlos war bzw. ist. Sind unsere Debatten über diese Frage nicht viel zu oberflächlich?

Das Kernstück, das wirkliche "Pfund" der Eisenbahn ist doch nicht irgendein Triebzug, sondern das Netz. Wenn das aber so ist, muß man dann nicht auch die "Ausschreibungsfrage" vom Netz her denken?

Das Netz ist ein Monopol, es wäre im jetzigen Umfang ohne staatliche Finanzierung undenkbar, sowohl in Deutschland als auch in den anderen EU-Staaten. Das größte Defizit bei der Deutschen Bahn ist nach meiner Überzeugung die Entwicklung des Netzes - ohne Gleise keine Ausschreibung.

Der Staat muß die Gleise (und Straßen) stellen - und den Betrieb auf dem staatlich bereitgestellten Netzen soll er ausschreiben? Ich halte das für unlogisch,

Marienfelde.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: TW337

Datum: 13.01.19 08:28

Plastikbomber schrieb:
PL schrieb:
Absolutes FAKE von F.D.P.-nahen Kreisen. Die Unterfinanzierung der gigantomanischen U-Bahn-Baukörper z.B. Äußere Kanalstraße wo die Bahn unter einem nicht mehr befahreren eigenen Bahnkörper sich zu exorbitanten Kosten verstecken muß und diese auch nicht ansatzweise gedeckt erhält damit zu lösen, daß man dem Betrieb noch mehr "Effizienz" verordnet ist symptomatisch für diese Kreise.
Welche "gigantomanischen U-Bahn-Baukörper" sollen das sein? Bis auf wenige Details ist das die einzige vernünftig ausgebaute U-Stadtbahn im linksrheinischen Köln und bis auf ein paar Detailprobleme für eine Großstadt absolut adäquat. Die Tunnelrampe hinter die Haltestelle Äußere Kanalstr. statt vor die Wolffsohnstr. zu setzen hätte vielleicht ein bisschen Geld gespart, dafür aber für weitere Probleme (z.B. an der HGK-Unterführung) sorgen können.

Äußere Kanalstr. ist übrigens ein gutes Stichwort, da von der Leyendeckerstr. aus das eigentliche Streckengleis seit einem Monat nicht mehr befahren, sondern eine Schleichfahrt inkl. Betriebshalt durch das Wendegleis verordnet wird. Für mich ist das offenbar fehlende Problembewusstsein der KVB, schlechte Organisation sowie die Inkompetenz bis zum Zynismus allerdings kein reines Problem der Unterfinanzierung. Das hat man im Herbst z.B. bei den Umleitungen der Linie 18 in selbige Wendeanlage gesehen.
1 km sinnloser Tunnel mit der Haltestelle Akazienweg. Unter der Eisenbahnbrücke fuhr auch die Straßenbahn lang.Eine neue Brücke wäre viel günstiger gewesen. Oben wäre sehr viel Platz für einen besonderen Bahnkörper gewese. HIER GAB ES NUR ZU VIELE FÖRDERMITTEL.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.19 08:29.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Gernot

Datum: 13.01.19 09:03

TW337 schrieb:
Plastikbomber schrieb:
PL schrieb:
Absolutes FAKE von F.D.P.-nahen Kreisen. Die Unterfinanzierung der gigantomanischen U-Bahn-Baukörper z.B. Äußere Kanalstraße wo die Bahn unter einem nicht mehr befahreren eigenen Bahnkörper sich zu exorbitanten Kosten verstecken muß und diese auch nicht ansatzweise gedeckt erhält damit zu lösen, daß man dem Betrieb noch mehr "Effizienz" verordnet ist symptomatisch für diese Kreise.
Welche "gigantomanischen U-Bahn-Baukörper" sollen das sein? Bis auf wenige Details ist das die einzige vernünftig ausgebaute U-Stadtbahn im linksrheinischen Köln und bis auf ein paar Detailprobleme für eine Großstadt absolut adäquat. Die Tunnelrampe hinter die Haltestelle Äußere Kanalstr. statt vor die Wolffsohnstr. zu setzen hätte vielleicht ein bisschen Geld gespart, dafür aber für weitere Probleme (z.B. an der HGK-Unterführung) sorgen können.

Äußere Kanalstr. ist übrigens ein gutes Stichwort, da von der Leyendeckerstr. aus das eigentliche Streckengleis seit einem Monat nicht mehr befahren, sondern eine Schleichfahrt inkl. Betriebshalt durch das Wendegleis verordnet wird. Für mich ist das offenbar fehlende Problembewusstsein der KVB, schlechte Organisation sowie die Inkompetenz bis zum Zynismus allerdings kein reines Problem der Unterfinanzierung. Das hat man im Herbst z.B. bei den Umleitungen der Linie 18 in selbige Wendeanlage gesehen.
1 km sinnloser Tunnel mit der Haltestelle Akazienweg. Unter der Eisenbahnbrücke fuhr auch die Straßenbahn lang.Eine neue Brücke wäre viel günstiger gewesen. Oben wäre sehr viel Platz für einen besonderen Bahnkörper gewese. HIER GAB ES NUR ZU VIELE FÖRDERMITTEL.
Da übertreibst du etwas. Die Stadtbahn wird ja nicht mit Hilfe eines Aufzugs an die Oberfläche gehievt, sondern benötigt relativ viel Platz für die erforderliche Rampe. Der wäre frühestens zwischen Akazienweg und der Brücke gewesen. Von dort bis zur jetzigen Rampe sind es gerade mal 500 m. Auch wäre zwischen Rampe und Brücke der Platz für eine Haltestelle etwas knapp geworden. Und eine neue Eisenbahnbrücke gibt es auch nicht für umsonst. Für die hätte es aber vermutlich gar keine Fördermittel gegeben, womit die jetzige Lösung für die Stadt als Bauherr die kostengünstigere war.
Das war auch ursprünglich so geplant auf der Venloer Str. Zum Glück hat man sich während der Bauarbeiten noch umentschieden und den Tunnelausgang ein paar hundert Meter weiter stadtauswärts verschoben. Eine neue Brücke stadt damals nie zur Debatte und es wäre dämlich, eine U-Bahn-Strecke von mehreren Kilometern Länge zu bauen und dann direkt vor einer zu schmalen Brückendurchfahrt auf zu tauchen.
Das ist schon in Ordnung so mit dem Ehrenfelder Tunnel. Man hätte nur das Abstellgleis (das jetzt zum zeitfressenden Regelgleis geworden ist) auf die andere Seite der Station Äußere Kanalstraße bauen müssen.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: dt8.de

Datum: 13.01.19 13:04

Acobono schrieb:
dt8.de schrieb:
Es gibt durchaus Betriebe, die in den Anforderungen für zu beschaffende Neufahrzeuge nicht die reinen Anschaffungskosten als Kriterium heranziehen, sondern die Life-Time-Kosten und den Hersteller dafür auch vertraglich über den festgelegten Zeitraum in Haftung nehmen, welcher dann durchaus etwas länger als nur eine Ausschreibungsperiode ist. Da bekommt man dann auch entsprechende Fahrzeuge geliefert, darf aber auch nicht mit günstigen Angeboten rechnen. Es ist nur eine Frage des Willens.
Das Problem ist lediglich dass den Hersteller in Haftung nehmen immer eine Betriebseinschränkung bedeutet - sind zum Beispiel die Bremsen dann doch nach 15 Jahren durch statt 25 müssen alle Wagen mit defekten Bremsen erstmal abgestellt werden. Bonn hatte den Spaß ja unlängst mit dem ungünstigen gehäuften Ausfall der R.1.1er, wo dann plötzlich eine Linie überhaupt nicht mehr befahren wurde. Und leider sind die aktuell großen Hersteller von Straßenbahnen nicht für reibungslose Fahrzeugübergaben bekannt - unabhängig vom Lastenheft. Zumal sich die Life-Time-Kosten unbesehen/unbefahren nur errechnen lassen. Hinterher ist man immer schlauer.

Erschwerend hinzu kommt dass leider in der heutigen Politik (sowohl auf Stadt- als auch auf Geschäftsebene) keiner mehr so eine Anschaffung auf die eigene Kappe nehmen möchte. Wer will schon Ausgaben verantworten müssen, die sich erst dann rechnen wenn man schon lange nicht mehr im Amt ist?

Entsprechend, nein. Leider bekommt man heute nicht immer entsprechende Fahrzeuge geliefert, weder in der kleinen noch der großen Bahn. Die einzige Hoffnung die ich aktuell habe ist dass der Tango, der deutlich weniger """modern""" konzipiert ist und bewährtere Prinzipien benutzt, sich als Zeichen herausstellt dass wir es doch nicht gemeinschaftlich verlernt haben robuste Bahnen herzustellen.
Bei den DT8.10 in Stuttgart funktioniert das Modell, und ich meine die DT8.12 (Stadler Tango - d.h. nicht alles, was Tango heißt, ist gleich) wurden auch so ausgeschrieben.
Und was unvorhergesehene Defekte betrifft: da muß man die Verträge eben entsprechend gestalten. Z.B. dass durch zu viele Ausfälle Strafzahlungen entstehen, so dass der Herstelle ein Interesse hat, solches sofort zu beheben.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
Cityrunner schrieb:
Die KVB könnte ihren Busverkehr verlieren.

Bei einer Vergabe an die RVK wäre es ja nur ein innerstädtischer Firmenwechsel und die Busse ähneln sich ja schon optisch, beide sind überwiegend weiß lackiert. Früher konnte man in Köln schon von weitem erkennen ob es ein KVB (rot-weiß) oder RVK (beige-orange) Bus ist.
Kölnbahner schrieb:
Die B-Wagen sind ja auch so ziemlich das beste, was die KVB auf der Schiene hat.
Für mich: je älter desto besser. Ich sitze lieber in einem 22er als in einem 23er, lieber in einem 21er als in einem 22er und noch lieber in einem der letzten 20er als in einem 21er.
Einzig die 45er Niederflur sind für mich da eine Ausnahme. Die laufen gut, auch kein Vergleich mit den angeblich fast baugleichen 5000er-Plastikschrottern.

Vorteil der B-Wagen, sie wurden zu einer Zeit entwickelt, wo in den Fabriken noch die Ingenieure anstelle der Controller Narrenfreiheit hatten.

Lohndumping

geschrieben von: Allberto

Datum: 13.01.19 18:53

TW152 schrieb:
Allberto schrieb:
3. Das Unternehmen, das nun in Pforzheim ohne öffentliche Zuschüsse den Nahverkehr anbietet, ist kein privates Unternehmen, sondern zu 100% in öffentlichem Besitz. Das Unternehmen zahlt seinen Mitarbeitern Tariflohn, der Grundlohn der Busfahrer liegt in etwa auf dem selben Niveau wie zuvor beim kommunalen Unternehmen.
Und mit Sicherheit wurden den Busfahrer bei der Einstellung im neuen Unternehmen die Berufsjahre beim SVP anerkannt und bei der Einstufung berücksichtigt? Sonst > Lohndumping.
Nein, Berufserfahrung wurde nicht berücksichtigt, und auch einige Zulagen unterschieden sich zwischen altem und neuem Betreiber, in Einzelfällen sogar deutlich. Nach der gängigen Definition reicht diese Tatsache noch nicht aus, um von "Lohndumping" zu sprechen.
Die Arbeitsmarktbedingungen in Pforzheim waren und sind für Arbeitnehmer recht günstig, so dass ein Anbieter mit Lohndumping vermutlich an der Personalsuche scheitern dürfte. Nur wenige Busfahrer sind direkt vom SVP zum RVS gewechselt.







2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.19 18:56.

Re: Lohndumping

geschrieben von: dt8.de

Datum: 13.01.19 19:03

Allberto schrieb:
TW152 schrieb:
Allberto schrieb:
3. Das Unternehmen, das nun in Pforzheim ohne öffentliche Zuschüsse den Nahverkehr anbietet, ist kein privates Unternehmen, sondern zu 100% in öffentlichem Besitz. Das Unternehmen zahlt seinen Mitarbeitern Tariflohn, der Grundlohn der Busfahrer liegt in etwa auf dem selben Niveau wie zuvor beim kommunalen Unternehmen.
Und mit Sicherheit wurden den Busfahrer bei der Einstellung im neuen Unternehmen die Berufsjahre beim SVP anerkannt und bei der Einstufung berücksichtigt? Sonst > Lohndumping.
Nein, Berufserfahrung wurde nicht berücksichtigt, und auch einige Zulagen unterschieden sich zwischen altem und neuem Betreiber, in Einzelfällen sogar deutlich. Nach der gängigen Definition reicht diese Tatsache noch nicht aus, um von "Lohndumping" zu sprechen.
Die Arbeitsmarktbedingungen in Pforzheim waren und sind für Arbeitnehmer recht günstig, so dass ein Anbieter mit Lohndumping vermutlich an der Personalsuche scheitern dürfte. Nur wenige Busfahrer sind direkt vom SVP zum RVS gewechselt.
Der Tarif der SVP war allerdings ein völlig anderer (öffentlicher Dienst) als der der RVS (WBO-Tarif bei Neueinstellungen?). Und der RVS ist in gewisser Weise an der Personalsuche gescheitert, denn sonst wären doch mehr oder alle Busfahrer von der SVP zur RVS gewechselt.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Strizie

Datum: 13.01.19 20:30

Das siehst Du so. Ich finde den B80D einfach total schrecklich.

1. vollkommen nerviges Anfahrgeräusch
2. sehr laut während der Fahrt bei 80 km/h. Gespräche sind kaum möglich und Telefonate erst recht nicht.

Dazu sehen die B80D oftmals sehr dreckig aus da wirkt selbst der neue Plastikschrott gepflegter.

Was die Sitze angeht so kann ich auch mit den Hartschalensitzen aus den B100S leben. Angenehm fand ich allerdings die Armlehne am Fenster.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Strizie

Datum: 13.01.19 20:41

Dem Besteller ist es doch ziemlich egal ob jetzt die Mittelrheinbahn ausfällt. Dieser freut sich intern erst mal über die eingesparten Gelder welche man natürlich nicht zur Entschädigung an die Fahrgäste durchreicht. Die Vertragsstrafen sind daher als zusätzliche Einnahmequelle zu sehen.

Ich durfte diesen Zirkus am Samstag mitmachen wo die MRB um 10.56 Uhr ab Köln Hbf Richtung Bonn mal eben komplett ausgefallen ist. Vom VRS bekommt man nur Textbausteine als Antwort und wird an die MRB verwiesen. Dort kommt dann nach 3 Wochen vielleicht mal eine Entschuldigung.

So und was habe ich davon? Meine verlorene Freizeit bekomme ich nicht erstattet.

Es fahren 3 Regionalzüge pro Stunde von Köln nach Bonn fällt die MRB aus fährt eine Stunde lang nichts bzw. man darf dann mit der Stadtbahn fahren.

Bei dem wunderschönen Wetter draußen haben Fahrgäste in Hürth-Kalscheuren z.B. mit Sicherheit Spaß 40 Minuten lang auf die RB 48 zu warten.
Strizie schrieb:
Das siehst Du so. Ich finde den B80D einfach total schrecklich.

1. vollkommen nerviges Anfahrgeräusch
2. sehr laut während der Fahrt bei 80 km/h. Gespräche sind kaum möglich und Telefonate erst recht nicht.

Dazu sehen die B80D oftmals sehr dreckig aus da wirkt selbst der neue Plastikschrott gepflegter.

Was die Sitze angeht so kann ich auch mit den Hartschalensitzen aus den B100S leben. Angenehm fand ich allerdings die Armlehne am Fenster.
Was sind B80D? 22er und 23er?

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: cinéma

Datum: 13.01.19 22:23

215 122-3 schrieb:
Kölnbahner schrieb:
Die B-Wagen sind ja auch so ziemlich das beste, was die KVB auf der Schiene hat.
Für mich: je älter desto besser. Ich sitze lieber in einem 22er als in einem 23er, lieber in einem 21er als in einem 22er und noch lieber in einem der letzten 20er als in einem 21er.
Einzig die 45er Niederflur sind für mich da eine Ausnahme. Die laufen gut, auch kein Vergleich mit den angeblich fast baugleichen 5000er-Plastikschrottern.

Vorteil der B-Wagen, sie wurden zu einer Zeit entwickelt, wo in den Fabriken noch die Ingenieure anstelle der Controller Narrenfreiheit hatten.
Deshalb gibt es diese Firmen jetzt auch nicht mehr…

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: cinéma

Datum: 13.01.19 22:26

Strizie schrieb:
Es wäre schon toll, wenn die Linien 16 und 18 ausgeschrieben werden müssten immerhin zahlen hier auch die Kommunen Hürth, Brühl, Wesseling und Bornheim fleißig mit.

Die Qualität der KVB ist hier ziemlich mies. Neue Stadtbahnwagen in solider Bauweise (kein B80D oder K5000) wären echt wünschenswert.

Des weiteren würde bei einem KVB-Streik nicht komplett alles lahm gelegt.
Was Du nicht alles haben willst, die teuersten Stadtbahnwagen aber auch geringere Fahrpreise. Wer soll denn das bezahlen?

Streiks werden von Verdi ausgerufen, davor sind auch andere Anbieter nicht gefeit.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: cinéma

Datum: 13.01.19 22:28

Kölnbahner schrieb:
Strizie schrieb:
Das siehst Du so. Ich finde den B80D einfach total schrecklich.

1. vollkommen nerviges Anfahrgeräusch
2. sehr laut während der Fahrt bei 80 km/h. Gespräche sind kaum möglich und Telefonate erst recht nicht.

Dazu sehen die B80D oftmals sehr dreckig aus da wirkt selbst der neue Plastikschrott gepflegter.

Was die Sitze angeht so kann ich auch mit den Hartschalensitzen aus den B100S leben. Angenehm fand ich allerdings die Armlehne am Fenster.
Was sind B80D? 22er und 23er?
So ist es.

Weiterhin alle B-Wagen in Düsseldorf und in Bochum.

Soweit ich weiß, haben die Fahrzeuge in Düsseldorf, Bochum und Köln jeweils unterschiedliche Getriebetypen, was dazu führt, dass das Fahrgeräusch unterschiedlich ausfällt. Während die Düsseldorfer und Kölner recht laut sind, sind die Bochumer deutlich ruhiger.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.19 22:31.
Danke., Cinema.
@ Strizie: Die Motorgeräusche bei den 22ern und 23ern sind aber immer noch ein erträgliches Seufzen gegenüber Grundschule zur großen Pause im K5000.

Angenehm finde ich in den 22ern, dass die Fenster als Armlehne benutzt werden können. In den 23 weiß ich nie wohin mit meinem Arm - wenn ich denn mal einen Sitzplatz habe...

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: cinéma

Datum: 14.01.19 08:23

Von der Inneneinrichtung her stimmen übrigens die Bochumer Wagen weitgehend (Sitze ausgenommen) mit den Kölner 22ern überein. Anders die Kölner 23er, da wurden kleine Änderungen vorgenommen.
Grundsätzlich unterschiedlich sind die Düsseldorfer Fahrzeuge; da sie nicht zur Serie 3, sondern zur Serie 2 gehören, haben sie den älteren Wagenkasten und orientieren sich eher an der ersten Serie Stadtbahnwagen B.

Re: Linien 16 und 18 kein Problem

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 14.01.19 13:33

Val schrieb:
Ich sehe nicht, inwiefern die Linien 16 und 18 ein Problem sein sollen. Beide sind Gemeinschaftlinien, die die KVB zusammen mit den SWB betreiben. Man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass es sich um auf Köln und Bonn ausgerichtete Angebote handelt, die die jeweiligen Betreiber aus Effizienzgründen miteinander verknüpft haben (und dabei nebenbei ein deutlich attraktiveres Angebot geschaffen haben) - insbesondere wird die KVB ja nicht für Leistungen in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis bezahlt, sondern da findet ein Naturalausgleich statt in Form der SWB-Kurse, die dem Anteil der Fahrzeugkilometer in BN/SU entsprechen.
Die 16 und 18 sind bis Grenze BN/RSK KVB-Linien, d.h. der Naturalausgleich mit der SWBV betrifft nur die Bonner Strecke.

BN und K haben die SWBV bzw. KVB jeweils direkt betraut. Das dazwischenliegende Streckenstück wird als ausbrechender Verkehr entsprechend der Regularien der VRS-Zweckverbandssatzung abgerechnet. Und zwar zwischen den Kommunen, nicht zwischen Kommunen und Verkehrsunternehmen. Dieses Verfahren ist auch im Busverkehr bei vielen grenzüberschreitenden Linien üblich und vergaberechtlich nicht zu beanstanden.
>> Eben. In allen größeren Städten hat die Direktvergabe ohne größere Probleme geklappt.
Warum sollte es ausgerechnet in Köln nicht funktionieren? Knackpunkt könnten Aktivitäten
der KVB außerhalb ihres primären Wirkungsgebiets sein. Sollte es die geben, muss sich die
KVB wahrscheinlich von ihnen trennen. <<


NEIN, das ist NICHT der Knackpunkt!
Da keine entsprechenden Aktivitäten ausserhalb der Stadt!

Vielmehr ist es die Arbeitnehmer-Mitbestimmung im Aufsichtsrat mit den 10 Vertretern,
die in letzter Zeit IMMER mit der SPD gestimmt haben, dadurch dann entsprechende
MEHRheit im Aufsichtsrat.

Die politische Ebene in Köln besteht aber aus CDU, Grünen und FDP.
Und die Stadtpolitik soll über die KVB bestimmen .... Doll ...

Selbst im Rat schwindet diese Mehrheit, wenn einer davon ausschehrt, wie bei der
Ost-West-Achse - um die Grünen nicht zu "verlieren", musste ein komplizierter
KOMPROMISS gefunden werden (dabei sind CDU und SPD für einen Tunnel,
die SPD nur für die längste Version mit Rheintunnel, was nicht förderungsfähig ist).

Die Mehrheit im Aufsichtsrat hat die Oberbürgermeisterin (neutral) als Aufsichtsratsvorsitzende
mit Stimmen der CDU, Grüne und FDP, gegen SPD und Arbeitnehmervertreter verhindert,
auch andere finanzielle Entscheidungen kompliziert, siehe KStA-Artikel.

Zurückzuführen ist diese Praxis auf den "Klüngel" um den SPD-Vorsitzenden als hauptamtlichen
Stadtwerke-Manager - übrigens ohne Ausschreibung (!!) , weil die OBin dies aufgedeckt und
verhindert hat.

Eigentlich hilft nur, auch die Arbeitnehmervertreter gemäß den politischen Mehrheiten
zusammenzusetzten - das geht aber mitbestimmungsgesetzlich nicht.
Also: So lange die AN-Vertreter (Verdi etc.) mit SPD gemeinsame Sache machen,
GEFÄHRDEN sie wirklich die Direktvergabe,

WEIL der Inhaber, die Stadt Köln, die Kontrolle NICHT ausführt !!!

So ist es!

Gruß
R H

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Linie21

Datum: 14.01.19 20:25

Strizie schrieb:
Das siehst Du so. Ich finde den B80D einfach total schrecklich.

1. vollkommen nerviges Anfahrgeräusch
2. sehr laut während der Fahrt bei 80 km/h. Gespräche sind kaum möglich und Telefonate erst recht nicht.

Dazu sehen die B80D oftmals sehr dreckig aus da wirkt selbst der neue Plastikschrott gepflegter.

Was die Sitze angeht so kann ich auch mit den Hartschalensitzen aus den B100S leben. Angenehm fand ich allerdings die Armlehne am Fenster.
Das siehst Du so. Ich behaupte aber, dass die große Mehrheit anderer Ansicht ist. Den normalen Fahrgast interessieren Anfahrgeräusche nicht und der Lärm hält sich im Vergleich zu den K5000 in Grenzen. Deine Abneigung gegen die B80D bringst Du zwar immer wieder zum Ausdruck, die Qualität dieser Fahrzeuge ist jedoch (nüchtern betrachtet) recht gut im Vergleich verschiedener Fahrzeugtypen.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: dt8.de

Datum: 14.01.19 21:51

Hallo,

Rolf Hafke schrieb:
Vielmehr ist es die Arbeitnehmer-Mitbestimmung im Aufsichtsrat mit den 10 Vertretern,
die in letzter Zeit IMMER mit der SPD gestimmt haben, dadurch dann entsprechende
MEHRheit im Aufsichtsrat.

Die politische Ebene in Köln besteht aber aus CDU, Grünen und FDP.
Und die Stadtpolitik soll über die KVB bestimmen .... Doll ...
...
Die Mehrheit im Aufsichtsrat hat die Oberbürgermeisterin (neutral) als Aufsichtsratsvorsitzende
mit Stimmen der CDU, Grüne und FDP, gegen SPD und Arbeitnehmervertreter verhindert,
auch andere finanzielle Entscheidungen kompliziert, siehe KStA-Artikel.
...
Eigentlich hilft nur, auch die Arbeitnehmervertreter gemäß den politischen Mehrheiten
zusammenzusetzten - das geht aber mitbestimmungsgesetzlich nicht.
Also: So lange die AN-Vertreter (Verdi etc.) mit SPD gemeinsame Sache machen,
GEFÄHRDEN sie wirklich die Direktvergabe,

WEIL der Inhaber, die Stadt Köln, die Kontrolle NICHT ausführt !!!
Das halte ich doch für sehr weit hergeholt, dass eine Vergabe durch eine solche Konstellation gefährdet wäre. Der Wortlaut der VO 1370/2007 ist bei der Prüfung der Kontrolle (neben den Eigentumsverhältnissen) darauf bezogen, dass bei öffentlich-privaten Partnerschaften die öffentliche Verwaltung die Kontrolle haben muß. Das dürfte bei einer Besetzung durch Parteien und Arbeitnehmer gegeben sein, denn das Ziel dieser Klausel ist vor allem, dass kein Mitbewerber Kontrolle ausübt. Das ist bei der KVB nicht der Fall. Bei der Besetzung der Gremien durch Parteien ist m.E. von einer öffentlichen Kontrolle auszugehen, da die Besetzung dieser Posten mit Sicherheit durch politische Gremien der Stadt erfolgt ist, auch wenn es vielleicht nicht mehr der aktuellen politischen Mehrheit entspricht.
Sollte das nicht angenommen werden dürfen, dann wäre ja jede Direktvergabe nach einem Regierungwechsel, somit also potentiell nach jeder Wahl, gefährdet. Da das jeder demokratischen Ordnung widersprechen würde, wäre diese Auffassung nicht haltbar.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Strizie

Datum: 17.01.19 02:28

Linie21 schrieb:
Strizie schrieb:
Das siehst Du so. Ich finde den B80D einfach total schrecklich.

1. vollkommen nerviges Anfahrgeräusch
2. sehr laut während der Fahrt bei 80 km/h. Gespräche sind kaum möglich und Telefonate erst recht nicht.

Dazu sehen die B80D oftmals sehr dreckig aus da wirkt selbst der neue Plastikschrott gepflegter.

Was die Sitze angeht so kann ich auch mit den Hartschalensitzen aus den B100S leben. Angenehm fand ich allerdings die Armlehne am Fenster.
Das siehst Du so. Ich behaupte aber, dass die große Mehrheit anderer Ansicht ist. Den normalen Fahrgast interessieren Anfahrgeräusche nicht und der Lärm hält sich im Vergleich zu den K5000 in Grenzen. Deine Abneigung gegen die B80D bringst Du zwar immer wieder zum Ausdruck, die Qualität dieser Fahrzeuge ist jedoch (nüchtern betrachtet) recht gut im Vergleich verschiedener Fahrzeugtypen.
Am allerschlimmsten ist die erste Serie der B80D. Hoffentlich wandert diese baldmöglichst dorthin wo diese hingehören auf den Schrott.

Die zweite und dritte Serie kann man ja auf Kurzstrecken akzeptieren aber von Brühl-Mitte bis Dom/Hbf sind es mittlerweile etwa 35 Minuten und das ist kaum zumutbar zu mal man zwischen Barbarossaplatz und Klettenberg auch noch Straßenbahn spielt.

Und was meine Abneigung angeht so ist diese berechtigt. Die KVB will schließlich auch jährlich mehr Geld haben und man fragt sich echt wofür.

Erst vorgestern wieder erlebt. Zug zu spät + Linie 16 ebenfalls 10 Minuten zu spät = 2 Minuten bei der Arbeit zu spät eingestempelt. Auch sehr toll, dass die neue Buslinie 124 am Breslauer Platz genau zeitgleich zur Linie 16 nach Riehl fährt. Fahrplanplanung a la KVB macht Sinn.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Strizie

Datum: 17.01.19 02:36

cinéma schrieb:
Strizie schrieb:
Es wäre schon toll, wenn die Linien 16 und 18 ausgeschrieben werden müssten immerhin zahlen hier auch die Kommunen Hürth, Brühl, Wesseling und Bornheim fleißig mit.

Die Qualität der KVB ist hier ziemlich mies. Neue Stadtbahnwagen in solider Bauweise (kein B80D oder K5000) wären echt wünschenswert.

Des weiteren würde bei einem KVB-Streik nicht komplett alles lahm gelegt.
Was Du nicht alles haben willst, die teuersten Stadtbahnwagen aber auch geringere Fahrpreise. Wer soll denn das bezahlen?

Streiks werden von Verdi ausgerufen, davor sind auch andere Anbieter nicht gefeit.
Für Qualität zahle ich auch gerne aber sicher nicht die jährlichen Preiserhöhungen für diesen Schrott.

Nur mal so zu deiner Info verschiedene Anbieter bewirken, dass eben nicht eine komplette Stadt lahmgelegt wird durch Streiks. Man hat eben eine Ausweichmöglichkeit.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: cinéma

Datum: 17.01.19 03:23

Strizie schrieb:
Für Qualität zahle ich auch gerne aber sicher nicht die jährlichen Preiserhöhungen für diesen Schrott.

Nur mal so zu deiner Info verschiedene Anbieter bewirken, dass eben nicht eine komplette Stadt lahmgelegt wird durch Streiks. Man hat eben eine Ausweichmöglichkeit.
Diese Ausweichmöglichkeit hat man auch jetzt schon.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Strizie

Datum: 18.01.19 00:26

cinéma schrieb:
Strizie schrieb:
Für Qualität zahle ich auch gerne aber sicher nicht die jährlichen Preiserhöhungen für diesen Schrott.

Nur mal so zu deiner Info verschiedene Anbieter bewirken, dass eben nicht eine komplette Stadt lahmgelegt wird durch Streiks. Man hat eben eine Ausweichmöglichkeit.
Diese Ausweichmöglichkeit hat man auch jetzt schon.
Eben nicht. Taxi ist in der Monatskarte nicht mit inbegriffen. Kannst ja mal versuchen ohne KVB nach Riehl zu kommen ohne kilometerweit zu Fuß zu laufen oder mit so einem KVB-Fahrrad zu fahren.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: cinéma

Datum: 18.01.19 02:41

Strizie schrieb:
Eben nicht. Taxi ist in der Monatskarte nicht mit inbegriffen. Kannst ja mal versuchen ohne KVB nach Riehl zu kommen ohne kilometerweit zu Fuß zu laufen oder mit so einem KVB-Fahrrad zu fahren.
Es sind diverse Busse von Subunternehmern unterwegs.
Ich habe den subjektiven Eindruck, als ob der Anteil der Busse von den Billiglohn-Subunternehmern gestiegen sei. Kennt jemand Zahlen dazu?
Im Streikfall bringt einem das aber trotzdem wenig, weil man mitunter 1-2 Std warten muss, bis zufällig der eine Kurs um die Ecke kommt, der nicht bestreikt wird. Und auf Haltestellenanzeigen und Äpps kann man im Störungs- und Streikfall wirklich nicht vertrauen.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: cinéma

Datum: 18.01.19 11:56

Kölnbahner schrieb:
Ich habe den subjektiven Eindruck, als ob der Anteil der Busse von den Billiglohn-Subunternehmern gestiegen sei. Kennt jemand Zahlen dazu?
Im Streikfall bringt einem das aber trotzdem wenig, weil man mitunter 1-2 Std warten muss, bis zufällig der eine Kurs um die Ecke kommt, der nicht bestreikt wird. Und auf Haltestellenanzeigen und Äpps kann man im Störungs- und Streikfall wirklich nicht vertrauen.
Doch, kann man. Ich mache das im Streikfall regelmäßig so, und man muss auch keine zwei Stunden warten, das ist schlicht Unfug.
Strizie schrieb:
Nur mal so zu deiner Info verschiedene Anbieter bewirken, dass eben nicht eine komplette Stadt lahmgelegt wird durch Streiks.
Welches Modell schwebt Dir vor? ÖPNV-Konzept "Übersee" mit Tausenden privater Minibusunternehmer, die alle auf eigene Rechnung fahren?
Oder das britische Modell mit dereguliertem Busverkehr, der volkswirtschaftlich sinnvollen Stadtbahnverkehr ungemein erschwert bzw. verhindert?

doppelt, bitte löschen! (o.w.T)

geschrieben von: Linie21

Datum: 18.01.19 18:33

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.01.19 18:34.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: Linie21

Datum: 18.01.19 18:33

Strizie schrieb:
Am allerschlimmsten ist die erste Serie der B80D. Hoffentlich wandert diese baldmöglichst dorthin wo diese hingehören auf den Schrott.

Die zweite und dritte Serie kann man ja auf Kurzstrecken akzeptieren aber von Brühl-Mitte bis Dom/Hbf sind es mittlerweile etwa 35 Minuten und das ist kaum zumutbar zu mal man zwischen Barbarossaplatz und Klettenberg auch noch Straßenbahn spielt.

Und was meine Abneigung angeht so ist diese berechtigt.
Argumente werden durch Wiederholen nicht besser, auch nicht dadurch, dass Du Deine nicht mehrheitsfähige Meinung wie Fakten formulierst.

Zitat:
Die KVB will schließlich auch jährlich mehr Geld haben und man fragt sich echt wofür.
Erst vorgestern wieder erlebt. Zug zu spät + Linie 16 ebenfalls 10 Minuten zu spät = 2 Minuten bei der Arbeit zu spät eingestempelt.
Das ist zwar ein anderes Thema ohne Zusammenhang zur vorherigen Aussage, aber ich weise Dich trotzdem gerne noch einmal darauf hin, dass
1) Das Tarifsystem und die Preise vom Verkehrsverbund gestaltet werden.
2) irgendwo das (für eine Kostendeckung unzureichende) Geld herkommen muss.

Zitat:
Auch sehr toll, dass die neue Buslinie 124 am Breslauer Platz genau zeitgleich zur Linie 16 nach Riehl fährt. Fahrplanplanung a la KVB macht Sinn.
Und wenn er später oder früher fahren würde, würdest Du meckern, dass er gleichzeitg mit der 18 fährt oder wie? Ein bisschen mehr Nachdenken vor dem Schreiben wäre schon wünschenswert. Die 124 hat die Funktion einer Direktverbindung vom Hauptbahnhof ohne am Ebertplatz und in Merkenich oder Chorweiler umsteigen zu müssen. Die Linie 16 wird dafür nicht relevanter, nur weil Du sie nutzt.

Re: [K] "KVB könnte Auftrag für Nahverkehr verlieren"

geschrieben von: MD 612

Datum: 18.01.19 19:14

Strizie schrieb:
Nur mal so zu deiner Info verschiedene Anbieter bewirken, dass eben nicht eine komplette Stadt lahmgelegt wird durch Streiks. Man hat eben eine Ausweichmöglichkeit.
Wenn die Mitarbeiter dieser Unternehmen gleichzeitig streiken, hast Du auch keine Ausweichmöglichkeit...

Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
Indianische Weisheit