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[DD] Frage zu aktuellen Baustellen

geschrieben von: Norbert-in-Sibirien

Datum: 08.01.19 13:13

In Dresden startet das Jahr mit zwei Großbaustellen - von der Kesselsdorfer Straße wird abschnittsweise der MIV verbannt (https://www.dvb.de/de-de/meta/aktuelle-meldungen/tharandter/) und am Haltepunkt Strehlen wird die Straßenbahn zur S-Bahn umgeschwenkt (https://www.dvb.de/de-de/meta/aktuelle-meldungen/wasaplatz/).

Meine Frage dreht sich um die Baustelle in Strehlen - hier wird nun von Mitte Januar bis vorraussichtlich Juni Ersatzverkehr gefahren mit schon recht erheblichen Einschränkungen für die Fahrgäste. Wieso legt man die Strecke gleich fünf Monate still? (Ganze Stadtteile müssen umsteigen, die Abreise vom Zoo klappt nur mit einer riesige Runde im EV, ...) Hätte man nicht erst in Ruhe die neuen Gleise in der Oskar- und Tiergartenstraße bauen können und dann am Ende in wenigen Wochen die zwei Anbindungen vorn und hinten?

Re: [DD] Frage zu aktuellen Baustellen

geschrieben von: MGT6D 635

Datum: 08.01.19 13:31

Norbert-in-Sibirien schrieb:
Meine Frage dreht sich um die Baustelle in Strehlen - hier wird nun von Mitte Januar bis vorraussichtlich Juni Ersatzverkehr gefahren mit schon recht erheblichen Einschränkungen für die Fahrgäste. Wieso legt man die Strecke gleich fünf Monate still? (Ganze Stadtteile müssen umsteigen, die Abreise vom Zoo klappt nur mit einer riesige Runde im EV, ...) Hätte man nicht erst in Ruhe die neuen Gleise in der Oskar- und Tiergartenstraße bauen können und dann am Ende in wenigen Wochen die zwei Anbindungen vorn und hinten?
Hallo,
das liegt daran das es nicht nur die Anbindung ist, sondern auch die Haltestelle Wasaplatz Barrierefrei ausgebaut wird.

Re: [DD] Frage zu aktuellen Baustellen

geschrieben von: hjholtz

Datum: 08.01.19 14:09

Ich kann nur spekulieren:

Die Baustelle im Bereich Oskarstraße/Wasaplatz ist ja durch die Klage eines Anwohners bzw. den Formfehler im Planfeststellungsverfahren erheblich im Verzug, und der miserable Gleiszustand in der Wasastraße hat sich während der Bauruhe nicht verbessert. Würde dort ein Schienenbruch auftreten, müsste man die "Havariemaßnahme" (wie man hier Notreparaturen gerne nennt) einschließlich Ersatzverkehr spontan in unmittelbarer Nähe der Baustelle (die mögliche Alternativstrecken blockiert, über die die Ersatzbusse an der "Havarie" vorbeigeleitet werden könnten) einrichten, während durch die zeitlich parallel stattfindende Baumaßnahme auf der Kesselsdorfer Straße und die zugehörigen Umleitungen/Ersatzverkehre Fahrzeuge und Personal knapp sind. Da ist es planerisch sehr viel einfacher, die Wasastraße einfach gar nicht mehr mit Straßenbahnen zu befahren, so dass ein Schienenbruch dort gar nicht erst passieren kann, sich aber auch nicht auf den Betrieb auswirken würde.

Möglicherweise (ich bin nicht qualifiziert, das nachzurechnen) werden sogar die durch die Auslassung des Abschnitts zwischen Lennéplatz und Hugo-Bürkner-Straße freiwerdenden Bahnen benötigt, um die Umleitungen im Bereich Kesselsdorfer Straße verlässlich (lies: mit ausreichend Reserve für Ausfälle durch Unfälle oder turnusmäßige Wartung) fahren zu können. Als Advents- und Schüler-/Studenten-Verstärker mussten ja auch schon ohne Umleitungen (abgesehen von der Augustusbrücke) immer wieder die Tatras herhalten, deren Einsatz abseits von Verstärker-Kursen aufgrund der mangelnden Barrierefreiheit nicht angestrebt wird.

Zudem dürften die Arbeiten insgesamt schneller vorangehen wenn man an mehreren Stellen gleichzeitig arbeiten kann (mit unterschiedlichen Maschinen und unterschiedlich spezialisierten Arbeitskräften für z.B. Gleis-, Fahrleitungs-, Straßen- und Haltestellenbau).

Am Rande: Jedenfalls vom/zum Zoo kommt man bis/ab Lennéplatz, wo die Nordwest-Äste der 9 und 13 sowie die Linien 10, 11 und 75 erreicht werden, auch problemlos zu Fuß. Das sind nur 500m, mit durchweg für Kinderwagen/Rollator/Rollstuhl geeignetem, ebenem Bürgersteig!